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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progger Aufgepaßt!
Also ich als alter Progger habe mich immer vor Musik ferngehalten, in der auch nur ein Grunzlaut vorkam. Ok, es gab eine Ausnahme, nämlich die neueren Scheiben von Death. Nicht das ihr mich falsch versteht, bei mir rotieren nicht nur King Crimson und Gentle Giant. Nein, nein Prog-Metal steht bei mir hoch im Kurs und da gehts auch gerne mal heftig zur Sache (z.B. Pain...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2006 von Andreas Keller

versus
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3.0 von 5 Sternen Warnschrift
an alle, die in jeglichen Band-Biographien lesen: "Klingen wie Opeth, Opeth-Einflüsse usw."

Ich bin selber Fan ordentlicher Prog-Musik (v.a. Underground Bands wie In Mourning, In Vain oder Ne Obliviscaris)und natürlich sind da einige Einflüsse von Opeth zu hören. Nur, Opeth klingt nochmal ganz anders! Noch extremer ist dieser Kontrast ja zu...
Vor 18 Monaten von Richard veröffentlicht


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progger Aufgepaßt!, 13. Oktober 2006
Von 
Andreas Keller (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Also ich als alter Progger habe mich immer vor Musik ferngehalten, in der auch nur ein Grunzlaut vorkam. Ok, es gab eine Ausnahme, nämlich die neueren Scheiben von Death. Nicht das ihr mich falsch versteht, bei mir rotieren nicht nur King Crimson und Gentle Giant. Nein, nein Prog-Metal steht bei mir hoch im Kurs und da gehts auch gerne mal heftig zur Sache (z.B. Pain of Salvation) aber darum gehts auch nicht. Dann, eines Tages kam mir auf einer Compilaton Cd eines reinen Prog-Zines doch tatsächlich Opeth in den CD-Player. Grunzerei?? Ich konnte ja meinen Ohren nicht trauen! Aber wenn man diese als eigenes Instrument anerkennt kommen Klangwelten zum Vorschein die man nur von einem anständigen Prog gewohnt ist - um mich wars geschehen, ich musste diese Platte - Ghost Reveries - haben. Und ich muss sagen: Sagenhaft. Wahnsinn. Opeth ist zu einer meiner Lieblingsbands geworden, habe mir nach und nach auch die anderen Outputs besorgt. Die ruhigen Stellen erinnern etwas an die alten Prog Helden aus den 70ern, sehr geil! Man merkt, das Mikael Akerfeldt (?) ein Fan der frühen Genesis ist. Aber trotzdem ein völlig eigener Stil, eine unbeschreibliche Atmosphäre. Und wer die Opeths mal live gesehen hat: Alles absolute Profis an ihren Instrumenten, ganz ohne rumzuposen.

Für mich ist Ghost Reveries die beste Scheibe von Opeth, auch wenn Deliverance mal eine Zeitlang die Nummer eins war.

Ich kann jedem Prog Metaller nur empfehlen mal in Opeth reinzuhören und die Vorurteile gegenüber das Grunzen mal beiseite zu legen, es lohnt sich wirklich. Bei anderen Bands kann man das Vorurteil aber getrost beibehalten (:
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten aus der Gruft, 6. September 2005
Von 
Andre Schuder (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Opeth wiedervereinigen ihren Sound, der mit den letzten beiden Studioalben noch seine Aufsplittung fand. "Ghost Reveries" stellt damit eine Rückbesinnung auf glorreiche Zeiten des "Blackwater Park"s dar. Aber bei "Ghost Reveries" handelt es sich um viel mehr als nur ein Relikt aus vergangenen Tagen. Nachdem sich Bandleader Akerfeldt lange genug den Einfluss seines Freundes und Mentors Steven Wilson von Porcupine Tree ausgesetzt hatte, wodurch untypische Alben wie "Damnation" entstanden, ist es nun an der Zeit den Weg alleine fortzusetzten. Opeth gewinnen auf diesem Album ihrem Sound ganz neue Facetten ab. Crowling wird ganz bewusst nur an den Stellen eingesetzt, an denen es der Düsterstory zugute kommt. Ingesamt dominiert der cleane Gesang, was absolut positiv zu bewerten ist, da Akerfeldt so gut singt wie selten zuvor. Der größte Fortschritt ist aber dem Sound anzumerken. Immer wieder überraschen Opeth mit stark psychedelischen Passagen, bittersüßen Melodien und Orientalistik-Einsprengseln, wodurch das Album förmlich in sich ruht, und nur an bestimmten Stellen in brutale, aber immer zweckdienliche Death-Metal -und Crowling-Exzesse ausartet. Mein persönliches Albumhighlight ist das überragende "Reverie/Harlequin forest" - eine famose Verquickung sämtliche Opeth-Trademarks, mit ausgezeichneter Gesangs -und Gitarrenarbeit.
Für Prog-Freunde ist an "Ghost Reveries" somit kein Vorbeikommen, und man kommt wohl auch nicht umhin, das Werk als das ausgereifteste, schlichtweg beste, Album der Bandgeschichte zu bezeichnen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die genialen OPETH haben sich neu erfunden..., 29. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
... und zwar besser als METALLICA es je vermochten.

OPETH hat einige Meilensteine in der Vergangenheit vorgelegt. Welche das genau für den Hörer sind, muß jeder selbst entscheiden. Für mich war vor allen Dingen "Still Life" und "Blackwater Park" die herausstechenden Meisterwerke.
"Delieverance" war nett, brachte aber nichts Neues von OPETH.

Von "Ghost Reveries" erwartete ich dann nicht allzuviel und wurde dermaßen überrascht, dass es mich beim ersten Hören so weggeblasen hat wie es selten ein Album geschafft hat.

Eine perfekte Produktion, die zu gegebener Zeit brutale Härte ebenso vermittelt wie feinfühlige Töne gepaart mit bisher ungekannten Harmonien sprengen mich in die Luft!!

Dieses Album kennt keine Ausfälle oder Lückenbüßer. Musikalische Qualität auf höchstem Niveau.
Mir ist egal ob es nun verkappter Death-Metal oder harter Progressive-Metal ist; ES IST GENIAL!!

Zu keiner Zeit langweilig, zu keiner Sekunde uninspiriert, aber jederzeit neu und frisch, mit melodramatischem Tiefgang. Einmalig.

Ich möchte "Ghost Reveries" aus dem Stand auf eine Stufe stellen mit METALLICA`s "Master of Puppets" oder SLAYER`s "Reign in Blood" oder QUEENSRYCHE`s "Operation Mindcrime" oder CRADLE OF FILTH`s "Midian" oder BATHORY`s "Hammerheart"; für die jeweilige Zeit natürlich.
Selten hat mich Metal-Musik so begeistert wie es OPETH hier vollbringen.

Es gibt sicherlich sogenannte "Hartliner" oder "Old-school"-Fans, die sich von diesem Meisterwerk abwenden werden und den Verlust des Death-Metal beklagen, aber der objektiv-gesinnte Metal-Fan kann und wird sich begeistern lassen.

P F L I C H T K A U F ! ! ! !
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Meisterwerk!, 30. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Da sind sie nun wieder! Die Ausnahmeband aus Schweden: Opeth. Als großer Fan dieser Band kann ich diese CD wirklich jeden empfehlen, der irgendwas mit Opeth anfangen kann. Noch nie klang ein Album von den Jungs so ausgewogen und spannend wie Ghost Reveries. Natürlich bedarf es ein wenig Geduld und Zeit um dieses Album wirklich ganz zu erfassen, aber schon nach dem ersten Durchläufen bleiben Melodien und Passagen im Kopf hängen die wirklich einzigartig sind. Zum ersten mal hör ich auf einem Opeth Album teilweise Ähnlichkeit mit Tool. Vor allem das Schlagzeug wurde um etliche Toms bereichert. Auch der Kontrast zwischen Death und ruhigen Prog-Passagen ist auf dieser Scheibe perfektioniert wurden. Für mich persönlich das beste Album von den Schweden! Ohne Worte! Leider kann ich noch keinen Song hervorheben, der dieses Album dominiert, dazu muss ich mich noch mehr mit beschäftigen! Eins kann ich nur sagen: Pflichtkauf für alle Fans von Opeth und allen Progis und Aufgeschlossenen für Neues. Dieses Album ist aber überhaupt nichts für Leute geeignet die auf 08/15 Gemosh und wilder Knüppelei stehen, Opeth bedarf Geduld, Zeit und eine offene Seele für die wunderschöne düstere Welt von Ghost Reveries.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder Opeth, wie man sie kennt und liebt!, 7. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Mal abgesehen vom super Titeltrack muss man doch sagen, dass Deliverance die meisten ein wenig enttäuscht zurück gelassen hat. Zum einen gabs nicht wirklich was neues, das hatte man alles schonmal gehört, zum anderen wirkte das Ganze etwas unmotiviert und lustlos.
Das erste Lebenszeichen anlässlich der neuen Platte "Ghost Reveries" lies hingegen aufhorchen: Mit südamerikanischen Einflüssen bei den Percussions und einer latent bedrohlich-unheimlichen Atmossphäre kommt "The Grand Conjuration" auf einmal deutlich innovativer daher und hat fast ein wenig was von Opeth vs. Sepultura. Das hört sich ziemlich unorthodox an und ist es wohl auch, macht aber nach mehrmaligem Hören eine richtig gute Figur und vor allem Lust auf mehr.
Mehr habe ich mittlerweile bekommen... deutlich mehr, als ich erwartet habe: Das hier ist definitiv ein Anwärter auf die Auszeichnung "Album des Jahres"! Nicht so melodisch wie Still Life, ein Tick weniger düster als Blackwater Park aber trotzdem wieder Opeth in Reinkultur mit frischem Sound und neuen Ideen. Vorhang auf für "Ghost Reveries"!
Der Opener "Ghost Of Perdition" zeigt gleich, wo der Hammer hängt und geht ähnlich wie "The Leper Afinity" zur Sache. Ruhige und melodische Parts wechseln sich mit Knüppelpassagen ab, bei denen Michaels Growls noch ein wenig geschliffener als bisher daher kommen. Wirklich sahnig sind die vielfältigen Zwischenspiele, die die unheimlich Atmo des bereits erwähnten "Conjuration" aufgreifen und doch wieder in recht ergreifende Gesangsläufe münden. Wirklich ein würdiger Einstieg, der "Deliverance" vergessen macht. Auch "The Baying Of The Hounds" und "Beneath The Mire" ziehen nach dem bewährten Konzept ein edles Feuerwerk WIRKLICH progressiven Death Metals ab: "The Baying" überzeugt als nahezu vielfältigstes Stück und "Beneath" hat schon nach dem Double-Bass-Gewitter zu Beginn gewonnen. Selten haben Opeth so rund geklungen... "Atonement" ist ein klassisches, kürzeres Progressive Rock Stück und lässt Zeit zum Durchatmen bevor wir wieder den nächsten 10 Minuten Kracher in Form von "Reverie/Harlequin Forest" serviert bekommen. Hier überzeugen gleich die hervorragenden Anfangsriffs. "The Grand Conjuration" bleibt der außergewöhnlichste Song des Albums und wird flankiert von "Hours Of Wealth" und "Isolation Years", zwei so unglaublich schönen Prog-Rock Songs, dass es einem immer wieder kalt den Rücken runterläuft (insbesondere beim Refrain von "Isolation").
Bleibt mir nur zu sagen, dass hier eine Top-Band Schwedens ganz klar zeigt, wie übelst guter DM eine perfekte Symbiose mit progressiver und technisch beeindruckender Gitarrenmusik eingeht und mal wieder ein zeitloses Album dabei herauskommt, dass einen über Monate hinweg beschäftigen wird. Nach dem x-ten Durchlauf entdeckt man immer noch neues... klare Kaufempfehlung! :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Besen kehren gut !!!, 6. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Wieder mal eine exzellente Leistung von Akerfeldt und Co.Natürlich können die Jungs ihren eigenen musikalischen Mikrokosmos nicht immer und immer wieder neu erfinden...aber ausbauen und bereichern.Dies tun sie durch die Hinzunahme von Keyboarder Per Wiberg,der seinen ureigenen Stil in die Kompositionen bringt ohne die 8 Songs aus dem Gleichgewicht zu bringen.Zweite interessante Sache ist die Nutzung von orientalischen Klängen und Percussions in einigen Songs.Mikael singt auf "Ghost Reveries" mehr denn je mit klarer Stimme. Alles in allem ein neues Meisterwerk der DeathProgDoomTranceSeventies-Visionäre. Die Scheibe bedarf allerdings,wie alle Opeth-CDs,mehrere Durchläufe.Erst dann entfaltet sie ihre wahre Schönheit.
Spannende Scheibe!!!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine simple, silberne Scheibe, die nicht mehr loslässt..., 4. November 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Ein bisschen verwundert war ich schon, als ich "Ghost Reveries" zum ersten Mal in den Händen hielt. Cover und Booklet erinnern irgendwie an die Gemälde Albrecht Dürers. Hinzu kommt der insbesondere durch die Farbgebung hervorgerufene ungewohnt morbide Touch... Natürlich, die Opeth-Covers hatten schon immer eine melancholische Ader, aber die Intensität dieses Artworks wurde noch nie auch nur ansatzweise erreicht. Ein Tribut an die Klassik? Ein Abdriften in schwarze Gefilde (Black/Gothic)?

Doch als dann die ersten Klänge von "Ghost of Perdition" aus den Boxen schallten, war der Eindruck schnell vergessen. Was zuerst auffällt, ist, dass Opeth wieder die grundlegenden Stilelemente ihrer einzigartigen Musik mischen, anstatt sie wie bei "Damnation" und "Deliverance" separat abzuliefern. Das ist jedoch auch schon die einzige Erkenntnis, die auf die Frühwerke schließen lässt, wo dieser Stilmix bereits in Perfektion praktiziert wurde.

Denn "Ghost Reveries" ist keine Rückbesinnung. Opeth erschließen sich neue Territorien. Sie setzen streckenweise auf orientalische Melodielinien, weben psychedelische Sequenzen ein und arbeiten mit ungewohnt locker arrangierten Parts. Wobei arbeiten eigentlich nicht den Kern der Sache trifft... vielmehr spielt die Band dermaßen gekonnt mit den Elementen, dass trotz allem alles in sich schlüssig, konsequent und logisch erscheint, so, als seien die 8 teilweise überlangen Kompositionen mal eben aus dem Handgelenk geschüttelt worden.

Gerade wegen der unglaublich vielen Einflüsse lässt sich die Magie von Opeth nicht in Worte fassen. Die Songs sind voller Melancholie, durchbrochen von brettharten, bangkompatiblen Rythmen. Die Wirkung am Einzelnen variiert extrem. Weil man sich teilweise auf die großen Rock- und Psychedelic-Heroen der späten 70er und frühen 80er bezieht, plötzlich jazzorientierte Passagen über einen hereinbrechen und dann doch wieder Metal-Riffs dominieren, lebt die Band von der Erfahrung der einzelnen Hörer. Erst durch Vorwissen versteht man die vielen akustischen Zitate und kann die Musik in ihrer ganzen Pracht fassen. Man muss die Band einfach erleben, am besten live.

Ein weiteres Jahrhundertwerk...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich - wieder ein Meisterwerk!, 20. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich, wie die Schweden Opeth es schaffen, stets einen hohen Wiedererkennungswert beizubehalten und man sie damit unter tausend Bands heraushören kann. Von Album zu Album verändern sie nicht übermäßig viel - dennoch wiederholen sie sich nie und hauen vor allem ohne Kompromisse einzugehen eine Hammerscheibe nach der anderen heraus.
Auch das neueste Werk „Ghost Reveries" ist meiner Ansicht nach wieder einmal ein Meisterwerk geworden. Schwer zu sagen, ob es mit meinen persönlichen Favoriten „Blackwater Park" und „Still Life" konkurrieren kann, aber ich sehe es auf jeden Fall als stärker als „Deliverance" an, das zwar ebenfalls - wie alle Opeth-Werke - ein starkes Album ist, für mich aber dennoch das bisher schwächste der Band darstellte.
Der erste Track „Ghost Of Perdition" beweist mal wieder, dass die Opener bei Opeth zu den stärksten Songs der Band gehören - ganz in der Tradition von „The Moor", „The Leper Affinity" oder „Advent"; irgendwie wirklich ein typischer Opeth-Eröffnungstrack. Relativ eingängig, aber auch nicht so, dass er auf der Stelle im Ohr hängen bleibt, sondern man erst nach ein paar Durchläufen checkt, was für unglaublich geile Riffs da eigentlich am Start sind. Dafür freut man sich dann nachher umso mehr...
Beim folgenden „The Baying Of The Hounds", dass ich auch nach mittlerweile mindestens zehn bis fünfzehn Mal Hören des Albums als bestes Stück ansehe, fällt die Hinzunahme der Hammond das erste Mal so richtig auf. Eine sehr gute Maßnahme, die noch mehr Abwechslung und Farbe in den Bandsound bringt. Die Orgel oder überhaupt die Keyboards halten sich dennoch erfreulich dezent im Hintergrund, aber wenn sie kommen, passen sie natürlich. Aber wir wissen ja, dass Herr Akerfeldt und seine Kollegen absolute Perfektionisten sind, die eine genaue Vorstellung davon haben, wann was wie klingen soll.
„Baying Of The Hounds" jedenfalls ist zwar relativ eingängig, aber gerade die akustischen Passagen sind einfach wundervoll, genauso wie die Opeth-typische atmosphärische E-Gitarren-Passage in der Mitte des Stücks.
„Beneath The Mire" mit seinem spacig-psychedelischen Intro und das geradezu meditative „Atonement" mit der hübschen Gitarrenmelodie und den Percussions sind dann zwei weitere gute Beispiele für die Hinzunahme neuer Elemente im Opeth-Sound.
Bei „Reverie/Harlequin Forest" schließlich treten endlich so richtig vertrackte, komplexe Passagen auf - der Anfang mit schönem Riff und gesanglich sehr geilem Refrain ist noch relativ leicht zu erfassen, aber gerade zum Ende hin gibt es einige Breaks, die den Song jedes Mal wieder sehr spannend machen.
Ähnlich verhält es sich mit dem düsteren, geheimnisvoll klingenden „The Grand Conjuration", wo die Hammond wieder aufjault, wenn Mikael mit seinen Growl-Passagen einsteigt. Absolut genial, weil das Stück eigentlich nicht gerade Opeth-typisch ist - andererseits aber eben doch 100% Opeth...
Aber damit wäre ja sowohl das Phänomen Opeth erklärt (dass man sie hören muss und sich diese Götter-Band einfach nicht beschreiben lässt), als auch, dass die Schweden erneut eine Scheibe mit neuen Elementen kreiert haben und dennoch ihrer Linie treu geblieben sind.
Übrigens gibt es dann mit „Hours Of Wealth" (chillig mit dem Mellotron) und dem mit wunderschönen Gesangslinien ausgestatteten „Isolation Years" noch zwei weitere kürzere und melancholische, ruhige Songs, die sich gut ins Gesamtbild einfügen.
Also: Ein erneutes Hammerwerk, das viele Überraschungsmomente birgt und wie immer ein paar Durchläufe braucht, bis es zündet, aber (und das gilt nicht nur für Opeth): Ich finde es herrlich, wenn man Alben vorliegen hat, wo man am Anfang nicht gleich ganz durchsteigt, aber genau weiß, nach einigen Durchläufen wird es schon zünden. Nicht umsonst sagt man, das seien die besten Alben.
Nun ja, jedenfalls hoffe ich, Opeth bleiben uns noch lange erhalten und freue mich schon jetzt aufs nächste Album. Diese Band hat mich völlig eingenommen...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Gedankenreise geht weiter..., 30. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Nach 3 Durchläufen traue ich mich, ein erstes Statement abzugeben: Die heftigen songs sind noch komplexer als bisher, die ruhigen songs noch simpler und eingängiger als bisher. Die Stimmung ist etwas weniger düster als auf den letzten 3 Alben (liegt vielleicht an der Abwesenheit von Steven Wilson), am ehesten würd ich's hier mit Still Life vergleichen.
Ein kurzes track-by-track-review:
Ghost of perdition: Heavy, sehr heavy! Und komplex! Viele breaks und Tempowechsel, und in den ruhigen Phasen einige wunderschöne Vokaldarbietungen vom Mike (ich sag nur: higher - hiiiiiiigher - hiiiiiiiiiiiiigher).
Baying of the hounds: Per Wiberg macht sich hier viel stärker bemerkbar als im ersten track und haut gleich am Anfang mal ganz heftig in die Hammond-Tasten - find ich sehr stark! Erinnert mich hierbei an uralte Purple oder Heep songs (--> Look at yourself, falls das wer kennt). Auch ziemlich heavy, aber mehr aufgelockerte und akustische Passagen.
Beneath the mire: Starker orientalischer Einschlag! Sehr ungewohnt von Opeth, sowas hab ich von ihnen noch nie gehört! Gefällt mir aber sehr gut. Nicht ganz so heavy wie die ersten beiden songs, und auch ein bisschen kürzer, aber sehr originell.
Atonement: Am Summerbreeze sagte Mike, dass er ein riesen Krautrock-Fan ist. Und dies ist wohl sein Tribut an dieses Genre. Sehr psychedelisch, erinnert mich manchmal stark an Amon Düül II - Euch auch? Ebenfalls was völlig unerwartetes aus dem Hause Opeth, gefällt mir ebenfalls sehr gut.
Reverie/Harlequin Forest: Bislang mein Lieblingstrack. Unglaublich viele Stimmungswechsel in diesem Song, grandiose Vocals (sowohl growls, als auch clean), faszinierende Bassarbeit mit teils sehr groovigen Gitarren, die ein wenig an Tool erinnern. Und mit einem traumhaften Gitarrensolo im Mittelteil! Ganz große Klasse!
Hours of wealth: Sehr leise, völlig ohne Drums kommt dieses tieftraurige Liedchen ganz zauberhaft aus den Boxen. Ein bisschen wie "Weakness", aber weniger keys, dafür mehr Gitarre. Wäre auch auf Damnation ein Highlight gewesen!
The Grand Conjuration: Wie schon die Mutter von Forrest Gump gesagt hat: "Wenn man nichts nettes zu sagen hat, sagt man am besten gar nichts." Also kurz und bündig: Ich mag diesen song nicht besonders. Ich finde ihn für Opeth zu straight und dafür viiieeel zu lang. Nur der Instrumentalteil in der Songmitte ist echt cool.
Isolation Years: Nach "Harvest" und "In my time of need" wieder eine Ballade im Strophe/Refrain-Schema! Allerdings kürzer und auch ein bisschen ruhiger. Ebenfalls sehr traurig, aber mit der vielleicht besten cleanen Vokaldarbietung vom Mike überhaupt.
Ein wirklich sehr, sehr gutes Album (nona, est ist ein Opeth-Album!), aber ob es an meinen bisherigen Lieblingsalben Morningrise und Blackwater Park (Damnation läuft hier für mich in einer anderen Liga) vorbeiziehen kann, wird die Zeit zeigen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 15. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Das Album wird auch nach dem zehnten Mal durchhören nicht langweilig. Es ist vielschichtig, überzeugt durch Dynamik und Tempowechsel und hat eine unverkennbar, eigene Stimmung, die teilweise Zorn, teilweise Verzweiflung, Angst und Hass versprüht.
Ein sehr düsteres Album mit Tiefgang, das seinen Reiz auch nach mehrmaligem Durchhören nicht verliert und immer wieder Neues entdecken lässt.
Ich bin begeistert und empfehle dieses Machwerk Opeths vor allem auch A Perfect Circle/Tool Hörern, aber auch Fans der härteren Gangart, denn es wird nicht nur Clean gesungen, sondern auch durchaus herzhaft gegrowlt!
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Ghost Reveries
Ghost Reveries von Opeth (Audio CD - 2007)
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