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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...little boys I wanna marry..., 13. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Cripple Crow (Audio CD)
"Music for stand up and dance, sit down and listen" - so beschreibt Devendra Banhart seine Musik selbst.

Tatsächlich ist das wohl der beste Wege, das Schaffen des 23jährigen in Worte zu fassen, denn diese sind ansonsten kaum ausreichend, um diese Musik zu erklären: Kruder Songwriter-Hippie-Folk, der sich vielleicht nicht ganz nach Cat Stevens anhört, sich dafür aber sehr so anfühlt.

Unter den bisher erschienenen Alben stellt Cripple Crow das wohl abwechslungsreichste dar. Mal mit viel Bandbegleitung, mal allein auf der Akustikgitarre entführt Banhart den Hörer auf eine wunderschöne und verspielte Reise durch alle Gefühlslagen. Songs zum Nachdenken ('I Feel Just Like A Child', 'Heard Somebody Say'), anrührend melancholisch ('Now That I Know'), zum Lachen ('Long Haired Child', 'Chinese Children') oder völlig verträumt ('Lazy Butterfly'), und stets mit dieser intensiven, einfühlsamen Stimmung, die schon Banharts anderen Werken zu Eigen war.

Ebenso typisch für ihn, aber mittlerweile weitaus gezielter eingesetzt präsentiert sich die Produktion. Sie kommt bei einigen Songs wieder recht knarzig daher, um dieses Gefühl von Intimität zu schaffen, bei dem die Musiker bildlich im Raum Platz nehmen - mittlerweile also noch mehr Stilmittel und kein bisschen Qualitätsmangel mehr.

Fazit: Unbeeindruckt von seinem zuweilen doch recht forcierten Hippe- und Weltbürgerimage hat Devendra Banhart hier - schon wieder - ein ganz großes kleines Stück Kunst aufgenommen, dass losgelöst von aller Welt einfach mal zum Weinen schön ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vieles ist möglich, 9. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Cripple Crow (Audio CD)
Weltvergessene, skurrile Romanik, dargeboten alleine mit akustischer Gitarre und hippiesk wirkendem, zerbrechlich hohem Gesang waren die Merkmale, mit denen Devendra Banhard bisher überzeugte. Manches hiervon findet sich auch auf Cripple Crow, jedoch auch Neues:
Das Cover suggeriert, Devendra sei in einer Großkommune angekommen und so wird gemeinsam musiziert. Folkloristisch geht es zu, mit Querflöte, Tabla, Sitar, Piano, Cello und bei Hey Mama Wolf auch mit heulenden Chorstimmen der gesamten Gemeinschaft. Bei I feel just like a child klingt es leicht rockig und siehe da, Devendra gibt den humorvollen Entertainer. Glücklicherweise sind die Songs sparsam instrumentiert und nicht überladen. Manche Songs sind spanisch gesungen und erinnern dadurch sogar an Manu Chao. Andererseits erwartet man beim ersten Hören, dass jeden Moment Georg Harrison's My sweet lord intoniert wird. Die Assoziationskette reicht von Turin Breakes bis zu Velvet Underground. Diese Vielseitigkeit hat aber eben auch seinen Preis. Die einsame Seele fokussiert sich optimal in der Singer/ Songwriter Rolle, in der Gemeinschaft jedoch bleibt manches unscharf und beliebig. Man freut sich schlicht über das, was man kann und bleibt dabei etwas harmlos naiv hinter seinen Möglichkeiten. Die Synthese klappt vielleicht am besten noch im wunderbaren Titelsong Cripple Crow, auch weil hier ein inhaltliches Anliegen, Weltfrieden, vorgetragen wird. Das Fehlen eines inhaltlich schlüssigen Konzeptes erscheint somit das größte Manko der CD. Andererseits scheint diese Veröffentlichung auch ein notwendiger Schritt für Devendra zu sein, um neue Erfahrungen zu sammeln und schließlich hat der Hörer durchaus seinen Spaß. Bei der Menge guter Songs, die sich auf der CD befinden, darf man gespannt sein, ob mit der nächsten Veröffentlichung der leere Platz von Cat Stevens besetzt wird, oder ob auch überhaupt keine Ambitionen bestehen. In diesem mystischem Raum ist vieles möglich.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hispanisierte Blumenkinder, 14. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Cripple Crow (Audio CD)
lassen wir zunächst die einprägsamsten worte von cripple crow" sprechen: i heard somebody say/the war ended today/ but everybody knows it's goin' still". und gleich darauf dann "our motherlands and motherseas/here's what we believe/ it's simple we don't wanna kill". so zu hören in devendra banharts song "heard somebody say". nach hintenraus summt und sirrt dann auch tatsächlich noch ein frauenchchor mit dem guten devendra. und nun sage mal jemand, das alles fühle sich nicht an wie ein neuer summer of love. mit blumenkindern, bathikgewändern und vermutlich auch einer nase voll von allem, was spaß und illumination bringt.

gar viele bezeichnungen gibt es bereits für das, was devendra banhart und einige freunde - nicht unähnlich dem connor'schen omaha-kollektiv - uns da um die just erwähnte nase pudern. freak-folk" ist eine davon - und mit sicherheit nicht die schlechteste. denn mit welcher penetranz banhart, coco rosie & co uns ihre träumerischen abgedrehtheiten auftischen hat schon etwas bedrückend vestörendes.

cripple crow" ist banharts viertes solo-werk und im gegensatz zum vorgänger golden apples of the sun" ganz klar nicht als eine art compilation, sondern als alleingang gekennzeichnet. wobei alleingang" ganz lustig ist, genügt doch schon der blick aufs cover um zu sehen, dass da mal wieder herrlich teamig gearbeitet wurde. the family" nennt banhart die dort versammelten musiker, allesamt wahrhaftige freunde im geiste. eine gewisse verwandtschaft zum sgt. peppers"-coverartwork ist dabei durchaus gewollt und auch eine nähe zu den amerikansichen ureinwohnern wird schon hier visuell deutlich. eine nähe, die sich auch auf der platte später immer wieder durchsetzen wird. nicht ohne stolz weist banhart gar daraufhin, dass 68 % der leute auf dem cover das blut von amerikanischen ureinwohnern in sich tragen. viel mehr als wirklich freaky" kommt banhart auf cripple crow" daher wohl auch ethnisch experimentell" daher, mit der größten konzentration auf spanischsprachige tracks, die bisher auf einem banhart album zu finden war.

eine weitere kleine neuigkeit, die man cripple crow" auch gleich anmerkt, ist in der produktion zu finden. nicht mehr der vier-spur-rekorder musste herhalten, nein, richtige studiotechnik darf es inzwischen denn doch sein, was dem album denn auch gleich mal ein viel größeres maß an wärme gibt als man es gemeinhin von verschrobenen lofi-produktionen kennt.

doch cripple crow" ist weit mehr als hispanisiertes singer/songwritertum. denn auch rockigeren elementen hat banhart sich zum erstenmal geöffnet, was in der folge zu einer ganzen reihe psychedelischen rock'n'roll ausritten auf dem album führt (long haired child" beispielsweise). wie auf allen alben dieser eigensinnige posse ( antony & the johnsons, coco rosie) dürfen aber auch auf auf cripple crow" natürlich genderhoppende auswüchse nicht fehlen.. besonders erwähnt sei in diesem zusammenhang der song little boys" - gesungen aus der perspektive eine shizophrenen hermaphroditen.

banharts kreativität ist bewundernswert und mit einfachen, wohldosierten effekten gelingt es ihm in der tat immer wieder aufs neue sein album hördurchgang für hördurchgang spannend zu halten. als einziges manko könnte sich da allerdings die mit 75 minuten ziemlich lange spielzeit erweisen. wie viele psychedelische platten - und seien es auch meisterwerke - droht einem auch cripple crow" ab minute 50 dann doch etwas auf den zünder zu gehen. gut die hälfte an material hätte es da mit sicherheit auch getan.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Album und wieder ein Schritt nach vorne, 13. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Cripple Crow (Audio CD)
Nach "Rejoioing in the hands" und "Nino Rio", die hauptsächlich nur mit Akustikgitarre eingespielt wurden, spielt Devendra Banhart nun mit einer Band zusammen. Dass schadet der Wirkung der Musik überhaupt nicht. Lieder wie "I feel just like a child" oder "Long Haired child" sind Lieder, die man von Devendra banhart sonst gar nicht kennt, aber trotzdem sehr gut sind.
$ spanische Lieder sind auch dabei. Das wohl schönste von ihnen ist "Inaniel". Wunderbar, wie Banhart mit sener summenden Stimme, einer Geige und seiner Akustikgitarre wehmut traurigkeit bei dem Zuhörer erzeugt. Insgesamt ist Cripple Crow aber keineswegs ein trauriges Album, was Lieder "Hey Mama wolf" zeigen.
Insgesamt ist dieses Album wirklich sehr gut und wunderschön.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sergeant Banhart, 13. Februar 2006
Von 
Harald Grohrock "ohrenfreund.de" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cripple Crow (Audio CD)
Eine kleine Gruppe von Newcomern hat sich vorgenommen, die Folkmusik aus ihrem engen Korsett von Lagerfeuer-Romantik und Friedensfestivals zu holen, obwohl das, was dabei entsteht, von all dem auch etwas hat. Vielleicht auch eine folge der Globalisierung ist, dass es kaum noch Abgrenzungen zu lokalen und stilistischen Zusammenhängen gibt. Devendra Banhard, dessen Namen schon etwas hippiehaftes assoziiert, ist ein Archetypus dieser Bewegung: Mit kulturellen Wurzeln in Venezuela, Frankreich und Mexiko, bringt er all dies zu einer Mischung, der man sich schwer entziehen kann. Denkt man bei Opener noch an Nick Drake, wird gleich darauf spanisch in schönster Anden-Folk-Manier gesungen, was in einer köstlichen, ironischen Referenz auf die Beatles gipfelt, die sich im Album Cover schon andeutet. Ein schönes Album, das einen in eine lockere sommerliche Stimmung versetzt, vielleicht ein Bisschen träge macht, aber auch das kann mal ganz angenehm sein.
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Cripple Crow
Cripple Crow von Devendra Banhart (Audio CD - 2005)
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