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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
wirklich Spitzenklasse ?,
Von Harry So nah (Plöner See) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Eschenbach trophy AS/P 8x56 B (Zubehör)
Eschenbach ist immer für eine Überraschung gut. Meistens schwimmt es im Mittelfeld.Ab und zu, vielleicht durch eine Laune des Vorstands, werden aber bei Eschenbach Ferngläser gebaut wie das Farlux F 8x24 B Allweather Silver Edition, die zum Besten gehören was die Welt gesehen hat und ziemlich umbemerkt für wenige hundert Euro an Insider über den Ladentisch gehen. Das Trophy AS/P 8x56 B, made in China und inzwischen für ein Paar hundert Euro zu haben, ist sicherlich keinen Star am Himmel der Ferngläser. Es gibt nicht mal Testberichte im Internet und ich könnte auch keine Rezension finden. Da ich dieses Fernglas seit rd. 3-4 Jahre besitze, habe ich eher durch Zufall beschlossen darüber zu berichten. Der Zufall liegt daran, dass es sich bei dem Fernglas um eine Porrokonstruktion mit offene Fokusierung handelt. Für den Laien bedeutet das, dass das Okular in dem jeweiligen Tubus gleitet und dadurch im Laufe der Jahre einen Luftaustausch zwischen innere Optik und Aussenwelt stattfindet. Das führt prinzipiell, selbst bei mässiger Nutzung, zu einer leichten Verschmutzung der Optischen Flächen von Linsen und Prismen. Deswegen sammle ich regelmässig meine Ferngläser von Steiner, Carl-Zeiss Jena (CZJ) oder andere ein und sende sie Paketweise zum Kundendienst wo sie gereinigt und neu justiert werden. Wer behauptet das ein solches Fernglas nach 10-15 Jahren in Top-Zustand ist, lügt oder hat keine Ahnung. Es gibt aber Ausnahmen wie die Nikon Action EX-Baureihe, das Nikon Ocean Pro und eben dieses Eschenbach Trophy AS/P 8x56 B gehört auch dazu, weil es dort gelungen ist, meistens durch mehrere O-Ringe die Gleitflächen abzudichten. Dadurch wird das Fernglas Staub- und Wasserdicht. Das ist mit Vorsicht zu geniessen, weil auf Deutsch, wasserdicht nicht wasserdicht bedeutet. Bei einem richtig wasserdichtes Fernglas gibt den Hersteller an wieviel Minuten bei wieviel Meter Wassertiefe das Fernglas verträgt. So werden sog. wasserdichte Outdoor-Ferngläser verkauft, die im Ernstfall von innen beschlagen und der Kundendienst verweigert die Garantie. Vielleicht sollten unsere Politiker sich nutzlich machen und den Riesenbetrug der Uhren- und Optikindustrie einen Ende bereiten anstatt sich miteinander zu beschäftigen, aber das ist eine andere Geschichte. Dieses Fernglas ist auf jeden Fall abgedichtet und mit Stickstoff gefüllt. Tatsächlich kann ich bestätigen, dass nach einigen Jahren, die innere Optik immer noch absolut rein ist und daher brauchte das Fernglas nicht nach Nürnberg zur Wartung mit den anderen von Eschenbach. Diese lange Ausführung ist nicht unwichtig wenn man bedenkt, dass eine Wartung rd. ein hundert teuro kostet ! Nun behauptet die Produktbeschreibung "attraktives Fernglas der Spitzenklasse...". Stimmt das ? Um diese Frage zu beantwortet, habe ich das Fernglas unter die Lupe genommen und mit einem Zeiss Victory 8x56B T P verglichen, unter Tagesbedingungen, bei Dämmerung und bei der Königdisziplin Sternenbeobachtung. Beide Ferngläser bringen 1,2 Kg auf der Küchenwaage. Dieses Gewicht muss man erstmal stemmen, vor allem Minutenlang ein Glas in jede Hand. Das Zeiss ist eine aufwendige Dachkant-Konstruktion, das erklärt z.t. den Preis, der rd. 5 bis 6 Mal höher war. Beide haben eine ähnlich glatte aber griffige, hochwertige Gummiarmierung, die sich deutlich von der China-Massenware abhebt. Das Eschenbach ist ähnlich lang aber mit rd 19 cm Breite (Zeiss ca. 15,5 cm) ist er besser zu handhaben. Die Verarbeitung ist hochwertig, lediglich beim Eschenbach fallen am Vorderteil der Mittelbrücke Nahten der Gummihaut bis 1 mm Breite unangenehm auf. Die enorme Gummiwalze ist etwas schwergängig, gibt auch leise Fettsauggeräusche von sich. Der Betrieb ist eher mühsehlig, erfordert Kraft. Die Übersetzung ist vielleicht zu direkt. Es wäre besser gewesen, wegen des Wiederstandes der Abdichtung und der massiven Okulare die Übersetzung etwas länger zu gestalten. Auch die niedrige Viskosität des Fettes in der Antriebsschnecke trägt zum Widerstand bei. Die Einstellung der Dioptrie erfolgt mit einem Hebel am rechten Okular, der Betrieb ist eher schwergängig was aber hier zweckmässig ist. Beide Räderwerke laufen gleichmässig, präzise, ohne rückfedern. Die Okulare werden herausgedreht (keine Zwischenstellung) und arretieren sauber und fest, ohne wackeln. Eine ganze Klasse besser als manche China-FG der 400 Teuro-Klasse. Auch die Mittelachse für die Einstellung des Augenabstandes läuft tadellos. Alles ist aus Metall, es gibt nicht die geringste Verbiegung (was für einen Unterschied zu Nikon Action). Bei hellen Sonnenschein produziert das Trophy AS/P eine prächtige Abbildung: Sehr hell, kontrastreich, treue und kräftige Farben, im Mittelfeld dermassen scharf, das ich die einzelnen weissen Haaren meines Nachbarn in 70 Meter Entfernung gegen den dunklen Hintergrund noch erkenne. Diese bemerkenswerte Schärfe nimmt aber ab rd. 50 % vom Zentrum ab. Allerdings wird die Unschärfe erst ab rd. 10 % vom Rand richtig wahrgenommen was absolut nicht störend ist. Geometrische Verzerrungen sind als Kisseneffekt ab rd. 30 % vom Zentrum leicht bemerkbar, sind am Rande des Sichtfeldes zwar erheblich und bei Schwenks störend, jedoch kenne ich manche teuere Premium Ferngläser, die es nicht besser können. Die Abbildung ist gleichmässig hell, homogen und sehr plastisch und realistisch, dazu im Zentrum noch höllisch scharf, also natürlich und zum greifen nah. Im normaler Betrieb, selbst bei extrem hohe Helligkeit treten keine Farbverzerrungen auf, es sei denn man provoziert sie und sucht intensiv danach. Was allerdings sofort auffällt, ist die deutlich geringere Sichtfeldbreite, die 102 m bei 1000 m beträgt. Das ist nicht rekordverdächtig, lässt aber keinen Tunnelblick aufkommen. Das fällt aber im Direktvergleich nur auf weil diesbezüglich das Zeiss ein Fernglas der Superlative ist. Bei der Abenddämmerung wird deutlich, dass das Trophy eine ganze Weile in der Oberliga der lichtstarken Gläser mitmischt. 56 mm-Eintrittlinsen sind natürlich nicht von Pappe und die leicht grüne Vergütung absorbiert offensichtlich viel Licht weil recht wenige Spiegelungen im Objektiv sichtbar sind. Das deutet auf eine Vergütung der Klasse III oder IV hin. Die BaK-4-Prismen tun ein übriges und auch 15 Minuten nach Sonnenuntergang Mitte März sind unzählige Farbnuancen der Vegetation vorhanden, ohne dass die rottöne darunter leiden. Es würde mich nicht wundern wenn sämtliche Glasoberflächen multivergütet wären, auch wenn dies nicht ausdrücklich vermerkt ist. Auf jeden Fall es dauert eine ganze Weile bis das Lichttransmissionsweltmeister von Zeiss sich mühevoll abhebt, schliesslich kostet es auch das fünffache. Bei der Königsdisziplin Sternebeobachtung hat mich das Trophy AS/P angenehm überrascht. Natürlich geht da, selbst bei "nur" 8x-Vergrösserung, nichts ohne Stativ oder perfekte Abstützung. Um diese Jahreszeit beobachte ich fast täglich den Orion-Nebel. Gestern hatte ich sogar eine ganze Reihe von Ferngläser bis 20 x-Vergrösserung im Einsatz und normalerweise erwarte ich nicht, dass ein Fernglas dieser Preisklasse Sternen als nadelfeine Lichtpunkte zeichnet. In der Tat nur die besten Optiken vermögen Sternen wie Riegel oder Betelgeuse farblich hellblau oder Orange ohne Halo abzuzeichnen und manche Gläser wie das Pentax 20x60 PCF WP II mit 3mm Austrittpupille und obendrein extrem schwer zu fokusieren bringen nicht das, was man erwartet. Das preiswerte Trophy hat meine erwartungen übertroffen: Die Farbgebung war kräftig und eindeutig, die sternen, auch im Sternennebel fein aufgelöst, die hellsten Sternen nicht fleckig sondern punktförmig. Im Vergleich zum Zeiss waren die Unterschiede eigentlich minimal, abgesehen vom Sehfeld und etwas höheren Kontrast. Im Vergleich zum legendären Fujinon FMT-SX2 7x50 oder 10x70, die ich ebenfalls für sternenbeobachtungen einsetze, wird natürlich deutlicher, das das Trophy doch kein Fernglas der Spitzenklasse ist. Spitzenklasse ist allerdings die komfortable Bedienung. Das Fokusierrad ist zwar schwergängig, die Entfernungseinstellung ist auch nicht da wo man sie sucht sondern 1/4 Umdrehung vor dem Endpunkt und man muss schon wegen der direkten Übersetzung sehr, sehr genau und feinfühlig fokusieren um diese optimale Schärfe herauszukitzeln, aber dann wird man entschädigt aus einer Mischung aus übersichtlichen Vergrösserung bei einer hohen Detailreichtum. Die grosszügige Schärfentiefe im mittleren Entfernungsbereich rundet das Ganze (bei Tagesbeobachtungen) ab. Mit 56/8=7 mm Autrittpupille ist das Trophy sehr lichtstark und jedoch gleichzeitig kontrastreich, absolut geeignet für Gegenden ohne Lichtverschmutzung, wie meinen Wohnsitz in einem Dorf ohne Laternen (zumindest sind sie ständig kaputt). Schliesslich ist das Einblickverhalten tadellos und sogar angenehm, die Augenmuscheln dichten gut ab, Kondenswasser-Bildung auf die Okulare bei Frost ist minimal, der Pupillen-Abstand stimmt, die Tonnen-Innenflächen sind ordentlich geschwärzt usw. Der Trageriemen ist 32 mm breit und sehr schön, wenn auch ungepolstert, was bei 1,2 kg sinnvoll wäre. Die tragetasche aus Kunstleder mit Klettverschluss ist sehr sauber verarbeitet, extrem weich, dünn gepolstert, dunstet aber jahrelang einen Duft aus, der an sauere Milch erinnert. Das Fernglas ist also mit Verstand konstruiert und die Verarbeitung ist auf hohem Niveau. Es ist ein gutes, schweres, solides, vielseitiges, preiswertes Arbeitstier. Jedoch gibt es einen Schwachpunkt, der vielleicht mich dazu zwingen wird mich von dem Fernglas zu trennen: Der Dioptrie-Einstellungsbereich ist zu knapp bemessen und gehört zum Schlechtesten was ich kenne. Ohne Brille bekomme ich entweder links oder rechts dieses scharfes Bild, aber nicht gleichzeitig. Es fehlen lächerliche 1/4 Umdrehung. Es ist mir rätselhaft warum Eschenbach hier dermassen geizig war und darüber hinaus seit 20 Jahren nicht in der Lage ist, Objektiv- und Okularabdeckungen mitzuliefern, die auch halten oder zumindest am trageriemen befestigt werden. Menschen, die so wie ich starke sehkraft-Abweichungen links / rechts haben, sollten also unbedingt das Fernglas ausprobieren bevor sie es kaufen. Abgesehen davon ist das Fernglas wirklich Klasse und für den Preis sehr empfehlenswert. Es besitzt einige Merkmale der Spitzenklasse, einige der Ober- und Mittelklasse, eine Dioptrie-Einstellung und Abdeckungen der Einsteigerklasse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Das Beste was ich je hatte!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Eschenbach trophy AS/P 8x56 B (Zubehör)
Es ist mein 4tes Fernglas, das mag nicht besonders viel sein und ich bin auch kein Profi, der sich mit Optiken auskennt, aber als ich das Glas das erste mal in der Hand hatte und eingestellt habe, wusste ich, dass es sich gelohnt hat mal etwas mehr dafür auszugeben.Das Bild ist absolut Spitze, es mag noch bessere geben, aber für mich als normalen Benutzer und gelegentlichen Sternengucker reicht es mehr als aus. Das Gewicht könnte bei einigen Menschen wie Jugendlichen oder dem schwächeren Geschlecht vielleicht eine Rolle spielen, da dieses Glas schon etwas schwerer ist, als evtl. vergleichbare billig-Modelle. Also empfehle ich es vielleicht erstmal, so wie ich, beim Jagdsport Händler oder Optiker des Vertrauens auszuprobieren und dann zu entscheiden. Da ich gerade vom Gewicht spreche, muss ich leider sagen, dass der Trageriemen ein kleines bisschen breiter sein dürfte, wenn man es längere Zeit trägt dann merkt man es schon deutlich im Nacken. Dafür würde ich theoretisch vielleicht ein kleines bisschen abziehen, aber man kann hier ja nur volle Sterne vergeben und aufgrund der tollen Optik gebe ich volle Punktzahl und empfehle es jedem Naturfreund, Jäger, Sternengucker usw... =) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Eschenbach trophy AS/P 8x56 B von Eschenbach Optik
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