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Kundenrezensionen

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am 10. August 2005
Peter Greenaways zweiter fiktionaler Film "Ein Z und zwei Nullen" ist weniger einer Geschichte verpflichtet, sondern in erster Linie eine Reflektion über das Leben und die Kunst. Die Bildgestaltung wird nicht nur durch die unterschiedlichsten Lichtwirkungen bestimmt, sondern auch durch die Symmetrie, die in den meisten Greenaway-Filmen eine entscheidende Rolle spielt.
Die Brüder Oliver und Oswald verlieren bei einem Autounfall, der durch einen Schwan ausgelöst worden war, beide ihre Ehefrau; die überlebende Fahrerin Alba verliert ihr ungeborenes Kind und ein Bein. Die drei kommen sich nach diesem bizarren Ereignis näher. Oliver und Oswald, beide Zoologen, beschäftigen sich obsessiv mit der Evolution und zeichnen mit einer Kamera die Verwesung immer größerer Tiere aus dem Zoo auf. Währenddessen wird der Chirurg und Vermeer-Fälscher van Meegeren auf Alba aufmerksam und die Hure Venus de Milo umgarnt mit erotischen Geschichten die beiden Brüder.
Die Gestaltung des Films greift mehr und mehr auf das Geschehen über: Der Symmetrie willen wird Alba auch das andere Bein amputiert, während die sich als getrennte Siamesische Zwillinge herausstellenden Brüder ihren eigenen Verwesungsprozeß dokumentieren.
Die Geschichte ist gleichzeitig absurd und tragisch. Der Fokus liegt aber eindeutig auf den Zitaten aus der Kunstgeschichte: Einstellungen sind Vermeer-Gemälden nachempfunden, die Dialoge sind voll mit Anspielungen auf mythologische Geschichten, wie Lena und dem Schwan. Der Film ist eindeutig ein (post-)modernes Kunstwerk, nicht so eindrucksvoll wie "Der Kontrakt des Zeichners" oder "Der Koch, der Dieb seine Frau und ihr Liebhaber", aber er ist dennoch sehr sehenswert, v.a. wenn man sich für Malerei begeistern kann und auch bereit ist, bei der Rezeption eines Filmes aktiv mitzudenken. Die Arbeit mit der Kamera (von Sacha Vierny geführt) und der Einsatz des Lichts sind meisterhaft, wie auch die geniale Filmmusik des Minimalisten Michael Nyman.
Die DVD enthält neben einem Trailer, einem kurzen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten und "Bildern der Verwesung" auch eine kurze Einführung und einen exzellenten Audiokommentar von Greenaway selbst. Ein Wehrmutstropfen ist das Fehlen von deutschen Untertiteln für diese Features, was leider Zuschauern, die des Englischen nicht mächtig sind, einige interessante Informationen über den Film vorenthält.
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am 17. März 2008
ZOO ist eine Homage an Vermeer, der holistischen Totalen und der zyklischen Regelkreisläufen des Leben. Ausgangssituation ist die typische symetrische Beziehungskiste bei Greenaway, die durch jemand drittes bzw. viertes gestört wird. Zwillingsbrüder verlieren zur selben Zeit beim selben Unfall ihre Frauen. Ist es Zufall oder Schicksal, was waren die Determinaten, was die Unabwägbarkeiten? Beide machen sich auf den Weg, auf ihre eigene Weise ein Anwort zu finden. Der eine Bruder fotografiert den Zerfall, der andere studiert Lehrfilme über den Darwinismus und die Entwicklung des Lebens. Währendessen werden sie beide die Geliebten der Person, die den Unfall "verursacht hat" und beide Beine verlor. Greeneaways ZOO spiegelt die Symetrie der menschlichen Zoologie, das Verhalten der Menschen in einer absurden, nicht durchschaubaren Welt, die zwischen Werden und Vergehen Leben abbildet. Schicksal und Zufall sind die zwei Seiten derselben Medallie: Der Prozess der Entwicklung ist ein Vernichtungskreislauf der Entwürfe.
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am 12. September 2007
DIE EXTRAS

Nach großer Vorfreude auf die Extras zu diesem großartigen Film war die Enttäuschung groß als sich diese als mehr oder weniger Alibi-Extras erwiesen.

1. Making of
Ein Making-Of hätte ich bei einem Film von 1985 gar nicht erwartet, doch dass dann eines angekündigt war weckte in mir dann doch Hoffnung und Erwartung. Tatsächlich ist dieses "Making of" jedoch ein kommentarloser Zusammenschnitt weniger, unglaublich uninteressanter Szenen. Man sieht in der ersten wie das -nach heutigen Maßstäben sehr dilletantisch wirkende- Kamerateam neben den Zwillingen über die Wiese läuft. Dann sieht man wie sie neben den Zwillingen herrennen. Das große Highlight des Making-Ofs ist die Szene in der ein Flamingo aus einem Eimer trinkt. Das hat man so noch nie gesehen!
Wer sich also erhofft, es würde die Rekonstruktion der Vermeer-Bilder behandelt oder gar erwähnt wie und unter welchen Umständen die Verwesungsszenen entstanden wird enttäuscht.

2. Aufnahmen von Verwesung
Auf dieses Extra hatte ich mich besonders gefreut, es war die Hauptmotivation für den Kauf der DVD, umso größer war die Enttäuschung.
Bei den "Bilder von Verwesung" kann es sich nur um einen WItz oder einen editorischen Fehler handeln. Die Szenenfolge mit ungefährer Dauer ist:

verwesender Apfel (1:40)
noch einmal der gleiche Apfel (sic!) (1:10)
schwarzes Bild (0:30)
Garnelen (0:30)
FIsche (1:40)
schwarzes Bild (0:10)
Schwan (0:30)
schwarzes Bild (0:05)
Krokodil (0:20)
Zebra (0:25)
Von Vollständigkeit ist also leider nicht zu sprechen.

3. Audiokommentar und Einführung von Peter Greenaway
Den Audiokommentar kann ich noch nicht beurteilen, nur soweit, dass ich -wie auch die andere Rezension aufwirft- keine Untertitel für den Audiokommentar finden kann. Die EInführung jedenfalls ist sehr profund und vielversprechend, daran orientieren sich meine Erwartungen an den KOmmentar.

Fazit: Schwere Mängel bei den Extras. Eine so teure DVD sollte schon halten was sie verspricht, falsche Versprechen besser unterlassen (Making-of) und das, was gehalten wird mit etwas mehr Konzentration ausführen (Verwesungs-Szenen).
Also: Enttäuschende Repräsentation eines großen Films.
FIlm: 5 Sterne.
DVD-Ausstattung: 2 Sterne.
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