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am 10. April 2007
"House of Sand and Fog" - so der Titel auf englisch - ist ein ergreifendes Drama, deren zentraler Punkt der Streit um ein Haus ein einem amerikanischen Vorort ist. Der bekannte Roman wurde beeindruckend umgesetzt, besticht der Film doch gleichermaßen durch die starken Leistungen der Charakterdarsteller, allen voran Jennifer Connelly (A Beautiful Mind), Ben Kingsley (Ghandi) und Shoreh Aghdashloo (24) sowie die dichte Atmosphäre und visuelle Ästhetik.

Als man Kathy (Connelly), die unlängst von ihrem Mann verlassen wurde, auf Grund eines behördlichen Irrtums das Haus pfändet, gerät die labile junge Frau völlig aus der Bahn. Deprimiert und ohne soziales Netz flüchtet sie sich in den Alkohol und kommt in einem heruntergekommenen Motel unter. Der örtliche Polizist Lester, der ihren Auszug begleitet hat, kümmert sich um sie und die beiden kommen sich näher. Während Kathy versucht ihr Wohnrecht wieder einzuklagen, kauft der ehemalige iranische General Behrani (Kingsley) ohne böse Absichten und ohne von den Problemen wissend das Grundstück, um es zu sanieren und für einen höheren Betrag weiterzuverkaufen. Zunächst lässt sich Behrani weder von Kathys Geschichte noch von Lesters Einschüchterungsversuchen beeindrucken, als Kathy dann aber vor dem Haus einen Selbstmordversuch unternehmen will, fühlt sich die Familie gezwungen zu helfen. Dies ist der entscheidende Umschlagspunkt der Geschichte...

Durchgehendes Motiv des Films ist das unfreiwillige Verlassen der Heimat, sowohl Behranis als auch Kathys und schließlich Lesters, der seine Familie verlässt, um mit Kathy zusammen zu sein. Alle Figuren befinden sich in einer Zwanglage, der sie sich nicht entziehen können. So löst die simple Nachricht der Steuerbehörde eine Kaskade aus, die unweigerlich in die Tiefe führt. Die Hintergründe aller Figuren sind tragisch und der Zuschauer kann sich in jede Seite hineinversetzen. Es ist nachzuvollziehen, dass Kathy ihr Haus zurück haben möchte und deshalb klagt (schließlich wurde es von ihren Eltern gebaut und sie hat nichts falsch gemacht), aber genauso ist Behrani zu verstehen, der mitsamt Familie aus dem Iran floh, um in Amerika mit der harten Realität des Westens konfrontiert zu werden und den Erlös des Wiederkaufswertes benötigt, damit sein Sohn studieren kann (außerdem hat er das Haus regulär erstanden).

Bild und Ton der DVD sind gut, der mit Streichern unterlegte Score passt sich den Bildern an und verbreitet eine faszinierende Melancholie, die Extras sind zahlreich und interessant, besonders die Herkunftsgeschichte des Regisseurs, die seine Motivation für das Filmprojekt klärt.

Fazit: Hochkarätig besetzt und überzeugend gespielt, gelingt es Regisseur Vadim Perelman das Unverständnis zweier Seiten darzustellen, die nicht bereit sind aufeinander zuzugehen, sondern sich in Missverständnisse verstricken, die sie im letzten Moment nicht mehr aufhalten können.
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am 5. Januar 2006
Regie: Vadim Perelman
Drehbuch: Vadim Perelman
Darsteller: Kathy...........................................Jennifer Connelly
Massoud. Amir Behrani..........Sir Ben Kingsley
Nadi Behrani.......................... Shoreh Aghdashloo
Esmail Behrani........................ Jonathan Ahdout
Lester Burdon............................Ron Eldard
Eigentlich hatte ich mir diesen Film nur angesehen, weil gerade nichts besseres gefunden hatte. Als ich den Titel las, schwankte ich zwischen den Vermutungen, dass es sich hierbei entweder um ein Liebes-Drama oder um einen Thriller handelt, aber weder noch wie sich im nachhinein herausstellte.
Also, erstmal eine kurze Inhaltsangabe:
Die Alkoholikerin Kathy, kurz zuvor von ihrem Ehemann verlassen, lebt einsam und zurückgezogen in dem Haus, das sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat. Weil sie nicht einmal mehr die Post öffnet, entgeht ihr, dass sie kurz davor steht, dieses Haus aufgrund eines Missverständisses an die Stadt (San Francisco) zu verlieren, was dann auch passiert als plötzlich die Polizei vor ihrer Tür steht.
Infolge einer Zwangsversteigerung erwirbt der Exil-Iraner M. A. Behrani Kathys Haus mit all seinem Ersparten, das er durch mehrere niedere Jobs zusammengekratzt hat und zieht dort unverzüglich mit seiner Ehefrau Nadi und dem Sohn Esmail ein.
Doch Kathy denkt nicht daran ihr Eigentum so einfach aufzugeben und entschließt sich, juristisch dagegen vorzugehen, um das Missverständnis zu beseitigen. Dies erweist sich als schwierig, da Behranis Zustimmung dafür nötig ist, aber für diesen verkörpert das Haus direkt am Strand ein Statussymbol, da er im Iran Offizier des Schahs war und mit seiner Familie im Wohlstand lebte, wovon er in Amerika nur träumen konnte.
Von da an kämpfen beide Seiten um das Haus, als ob es um Leben und Tod ginge und eíne Katastrophe folgt der nächsten, so, dass man als Zuschauer nur denkt: "nein, nicht schon wieder".
Mehr will ich nicht verraten, aber zugegeben, hört sich auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär an aber genau da beginnt die eigentliche Trägödie ihren Lauf zu nehmen.
Bis zum Ende hin ist der Zuschauer hin- und hergerissen, weil er sich nicht entscheiden kann, auf wessen Seite er nun stehen soll, denn im Grunde genommen ist keiner der Protagonisten böse und irgendwie leidet man mit allen gleichviel mit.
Die Atmosphäre ist durchweg melancholisch und das Ende sehr überraschend und tragisch.
Man sollte bei diesem Film nicht voreingenommen sein, weil es sich um das Erstlingswerk des Regiesseurs und Drehbuchautors handelt. Meiner Meinung nach könnten sich viele seiner Kollegen eine Scheibe von ihm abschneiden, denn sein Werk schleicht sich, ob man es will oder nicht, langsam aber sicher in den Kopf ein und lässt einen nicht mehr so einfach los. Die Story wäre allerdings nur halb so gut, wenn da nicht die großartigen Schauspieler wären, die in ihrer jeweiligen Rolle glänzen-auch die bis jetzt eher unbekannten-allen voran Shoreh Aghdashloo (Nadi Behrani), die den Zuschauer jedesmal ihre Sehnsucht nach der Heimat und ihre Unzufriedenheit spüren lässt, ohne auch nur ein Wort davon zu erwähnen.
Wer sich also mal so richtig vom Gefühlschaos mitreißen lassen will, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.
LG
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am 18. Juli 2008
... sind meist Garant für menschliche Tragödien -
in diesem Fall aber bieten sie einem einen außergewöhnlichen Film voller Tränen, ohne theatralisch zu wirken und schwieriger, vielschichtiger Rollen, mit wundervoller Besetzung und berührender und überzeugender Schauspielerei.

Die Handlung lässt sich knapp zusammen fassen: irrtümlicherweise wird Kathy, die von ihrem Mann verlassen wurde, mit einer Alkoholsucht kämpft und ihre Familie darüber aus Scham im Ungewissen lässt gepfändet und somit auf die Straße gesetzt. Colonel Behrani wittert mit dem Haus die Chance, erneut die Treppe des Wohlstandes zu erklimmen. Seine Familie, die sich genötigt war aus ihrer Heimat dem Iran zu fliehen und sich in Amerika eine Existenz aufzubauen. Eigentlichen fehlen ihnen die Mittel, den gewohnten Luxus weiter zu leben, doch der stolze Familienvater versucht alles, um den Schein zu wahren. Kathys Haus ersteigern und es für eine vielfach höhere Summe verkaufen, stellt für ihn und seine Familie die einzige Möglichkeit dar doch auch Kathy gibt nicht auf.
Diese schwankt zwischen Revolte und Resignation, bis sich der Polizist auf ihre Seite schlägt. Beide verlieben sich ineinander und er wird zum Rettungsanker, der verzweifelten jungen Frau, doch auch er hat Probleme.

Die Fronten verhärten sich und die Situation eskaliert. Das weiß man zwar schon nach den ersten 10 Minuten des Films, zu welchen Taten sich die Figuren durch ihre Ignoranz und Unfähigkeit zur Kommunikation hinreißen lassen, schockiert einen dennoch.
Was macht also diesen Film aus?
Zugegeben, es passiert nicht allzu viel. Viel mehr findet das Geschehen psychisch ab(ich zitiere Kathy, nach ihrem gescheiterten Selbstmordversuch: "ich wollte das endlich etwas passiert"), immer wieder spielen sich die Kontrahenten den Ball zu, es ist wie ein Tanz voll Traurigkeit und Anmut.
Das Spiel der Darsteller fügt sich dabei übergangslos in die Geschichte ein. Jeder ist glaubhaft in seiner Rolle. Beinahe jeder Schauspieler verfügt über eine enorme Presenz und Sensibilität, das schon wenige Blicke reichen, um das jeweilige Handeln zu verstehen. Keine Partei ist perfekt, jeder trifft Entscheidungen, von denen viele falsch und überaus schwerwiegend sind. Sehr realistisch wird dieser Interessenkonflikt dargestellt, indem geschickt mit den Sympathien gespelt wird. Auf wessen Seite soll man sein, wenn niemand böse ist aber das Glück des einen mit dem Unglück des anderen verbunden ist?
Wenn dann etwas passiert, ist es etwas großes, perfekt in Szene gesetzt. Abseits vom kommerziellen, hollywood Verständmis von "groß", nein. Die Mittel den Zuschauer zu fesseln sind subtiler und rühren darum direkt an das Herz und die Psyche. Schreckensmomente funktionieren ohne starke Effekte, sondern mit harmonischer Musik und traurig-schönen Bildern, ebenso wie die Momente der Erholgung und Besinnung, die Großaufnahmen der Charaktere oder Landschaftsbilder. Diese Pausen braucht man aber auch, um das Gesehene zu verarbeiten und sich wieder dem zu stellen was kommt, denn mit jedem weiteren Schritt auf den Abgrund leidet man als Beobachter mit und fragt sich kopfschüttelnd, wie man den nächsten Gegenschlag ertragen soll.
Doch es lohnt sich.

Ich liebe Jennifer Connelly. Die Frau hat ein Gespür für unkommerzielle und bewegende Filme. Wegen ihr und dem romantischen Titel stieß ich auf den Film und bin wirklich dankbar dafür.
Wer sich nicht auf die feinfühlige Erzählweise einlassen kann, auf das langsame Fließen des Geschehens, wird ihn langweilig finden, unforbereitete Menschen vielleicht als zu depremierend.
So viel sei gesagt: das Thema dieses Films hallt noch lang nach und verweigert einem das Sprechen. Eher denkt man still über die Vergänglichkeit aller Dinge und ihrer wahrhaftigen Wichtigkeit nach. Denn das Menschen Fehler begehen und andere Menschen damit ins Verderben stürzen, alle jenseits von Gut und Böse, ist nur allzu realistisch und alltäglich.
Dieser Film wirkt nachhaltig und sollte nur angesehen werden, in ruhiger, melankolischer Stimmung und wenn man weiß, worauf man sich einlässt.
Sollte dem so sein, lässt man sich mitreißen von der simplen Dramaturgie die "Haus aus Sand & Nebel" so ungeheuer wertvoll macht.
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am 20. November 2006
Wie Lebenslügen, die daraus resultierende Verbissenheit und Vorurteile, die rein dafür benutzt werden, um sein egoistisches Rechthaben zu untermauern, dabei letztendlich aber nur den Nächsten und sich selbst zerstören, zeigt diese DVD-Perle ergreifend nah. Und jeder der Figuren, hätte zu jedem Zeitpunkt, das sich zuspitzende Drama stoppen können.

Ein sehenswerter Film der von Respekt, von Einsicht und der Pflicht gegenüber unserem Mitmenschen handelt. Dazu ein oscarwürdiger Auftritt von Sir Ben Kingsley!!! 5 STERNE
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am 28. Juli 2005
Ein Film, der im Gedächntnis bleibt. Ben Kingsley und auch Jennifer Connelly sind bekannt für herausragende schauspielerische Leistungen. Doch entgegengesetzt zu vielen anderen Hollywood-Stars ruhen sich die Oscarpreisträger nicht auf ihren Meriten aus, ganz im Gegenteil, sie überzeugen in einem grandiosen Film über Verzweifelung, Kummer, aufflackernder Hoffnung und tragischem Ende nicht nur, sie hauchen dem Bildschirm Leben ein und animieren den Zuschauer zum Nachdenken.
Die Story basiert auf den Schicksalsschlägen dreier Hautpersonen: ein nach Amerika mit seiner Frau und seinem Sohn emigrierter Iraner, einem Police-Offizer, der seine Ehe zerstört und von Selbstzweifeln zerfressen ist und einer jungen Alkoholikerin, die hoch verschuldet ihr Haus an den Staat verliert und sich urplötzlich mit der Konsequenz ihrer Naivität auseinandersetzen muss: nämlich dass sie heimatlos wird. In ihrem von Verzweifelung getriebenen Kampf um das Haus sehnt sie sich nach Geborgenheit und Unterstützung, die sie auch kurz in dem Police Officer Lester findet. Doch tatsächlich entwickeln sich ab diesem Moment die Dinge fatal. Lester verliebt sich in das junge Mädchen und treibt die Sitaution blindlinks in die Katastrophe. Das Haus, an die iranische Familie mittlerweile verkauft, wird zum Schauplatz einer Tragödie, die sich nicht auf krimineller Energie eines der Hauptprotagonisten stützt, sondern einzig und allein aus der jeweiligen verzweifelten Lage der so unterschiedlichen Personen resultiert. Neben dem eindringlichen Spiel der Hauptpersonen stimmt ebenfalls der Schnitt, die Inszenierung der Schauplätze als auch der stimmige Soundtrack. Alles in allem: Endlich wieder ein grandioser Film mit einer ebenso grandiosen Story. Es geht kaum besser. 120 min können so kurz sein!
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am 27. August 2007
Eine mittellose Frau (Jennifer Connelly) verliert durch einen bürokratischen Irrtum das Haus, welches ihr Vater ihr vererbte und welches sein Lebenswerk darstellte. Ein ehemaliger fast-verarmter iranischer Colonel (Sir Ben Kingsley) erfüllt sich und seiner Familie mit dem Kauf des Hauses einen Traum. Im Laufe des Films versucht die Frau das Haus zurückzugewinnen, während der Colonel an seinem Traum festhalten will. --- Jeden der Hauptakteure würde man in einem anderen Film sofort als 'Guten' erkennen. Faszinierenderweise mündet trotzdem die Summe ihrer Handlungen in eine grosse Katastrophe. Erst im nachhinein wurde mir erst richtig bewusst wie sich die klitzekleinen Fehlentscheidungen der Charaktere aufsummierten. Niemand ist hundertprozentig gut oder perfekt und erliegt Irrtümern. Dieses Drama zeigt, was passieren kann, wenn man diese Irrtümer konsequent verfolgt. --- Obwohl mich der Film natürlich eher traurig gestimmt hat, blieb doch das positive Gefühl einen ausgezeichneten Film gesehen zu haben. Besonders auffallend ist auch die tolle photographische Inszenierung.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. November 2007
Ich habe den Film "Haus aus Sand und Nebel" am 05.11.07 zunächst in der TV-Zeitschrift entdeckt und irgendwie geahnt, dass es sich um einen Ausnahmefilm im positiven Sinn handelt.

Hier ein Lob an die öffentlichrechtlichen Sender ... Echte Perlen werden immer nur dort gezeigt.

Zum Inhalt ist hier schon viel geschrieben worden, mitunter zuviel, denn alle Details inklusive dem Ende müssen nicht in einer Rezension stehen.

Was fand ich nun so aussergewöhnlich?

- Die Handlung wird zum grossen Teil von fünf Darstellern über zwei Stunden bewältigt. Es fängt eher unspäktakulär an, jedoch lässt steigert sich der Spannungsbogen langsam, von Minute zu Minute.
- Alle dieser Darsteller sind sehr präsent, glaubhaft und überzeugen durch Gestik, Mimik und Dialoge bis ins Detail.
- Der Film gibt einen präzisen Einblick in das Denken und Fühlen der Charaktere, die rein zufällig frontal im Konflikt aufeinanderparallen. Aus diesem Konflikt entwickeln sich Handlungen, die aus dem Vorleben der Charaktere resultieren, wobei das Ergebnis - und es gibt KEIN Happy End - über weite Strecken offen, aber auch vorgegeben erscheint. Nein, dies ist kein Wiederspruch ... viele einzelne Entscheidungen der Charakter führen zum dramatischen Ende, aber bei jeder Entscheidung hätte das Drama abgewendet werden können. Und genau das ist es, was den Film nicht nur einfühlsam macht, sondern zugleich fesselnd bis zum Ende und darüber hinaus.
- Auch die Drehorte sind hervorragend zum Titel gewählt und sehr passend zur Handlung eingefangen.

Mein Fazit:

Eine klare Empfehlung für alle, die auf feinfühlige und spannende Dramen stehen und dabei auch Sinn für das Innenleben von mehr als nur zwei Personen ausserhalb von Alltagssituationen zeigen.
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am 13. Dezember 2006
Eine Frau verliert ihr Haus. Ein Immigrant kauft dieses Haus - und nichts ist in Ordnung, im Gegenteil: mit jedem Schritt, den die Protagonisten tun, steuern sie auf die Katastrophe zu.

Die erste Viertelstunde des Films dachte ich: ob das als Plot für 90 Minuten wohl ausreicht? Doch relativ schnell nimmt einen gerade dieser einfache schlichte Plot gefangen. Jede weitere Person, die in das Geschehen um dieses verkaufte Haus eingreift, verschlimmert die Situation. Dabei kommt in diesem Film die Katastrophe gerade nicht mit dramatischer Ankündigung daher, sondern ist die Folge von vielen kleinen einzelnen Fehlentscheidungen der Menschen, die später von ihr mitgerissen werden.

Das eigentlich Erstaunliche ist, dass man als Zuschauer keine Chance hat, Partei zu ergreifen. Jeder, der in diese Hausgeschichte verwickelt wird, hat für sich gesehen Recht, genau so zu handeln, wie er oder sie es tut. Und gerade weil jeder auf sein Recht besteht und nicht die Distanz zum und den Überblick über das Geschehen hat, ist das Desaster unausweichlich.

Ein Wort noch zu Ben Kingsley: obwohl er sich sehr zurück nimmt in seinem Spiel, ist seine Präsenz im Film fast übermächtig. Den Raum, den er für seine Mitspieler übrig lässt, nutzen diese jedoch auf das Beste.

Ein sehenswerter und kluger Film.
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am 3. September 2006
Ein ganz und gar nicht eloquentes "wow" entglitt mir, als der Abspann bieses Films, begleitet von schwerer Musik, herunter lief. Ohne Zweifel, Vadim Perelmans Drama ist ein Meisterwerk!

"Haus aus Sand und Nebel" ist ein Film, der tief unter die Haut geht, der seine tragische Geschichte atmosphärisch und schauspielerisch dicht erzählt, um letztlich beim Zuschauer etwas zu bewirken; zum Nachdenken anzuregen.

Die Geschichte: Berahni (Ben Kingsley), früher in iranischen Militärdiensten, musste aufgrund eines Regimewechsel nach Amerika auswandern. Er verdingt sich in zahlreichen niedrigen Nebenjobs, nur um den Schein und den Stolz früherer goldener Zeiten aufrecht zu erhalten. In einer Annonce erfährt er von der Zwangsversteigerung eines Hauses.

Das Haus gehört Kathy Nicolo (Jennifer Connelly), sie ist von ihrem Freund verlassen worden, hat Entzug hinter sich und wird nun Opfer eines Justizirrtums, denn fälschlicherweise fällige Gewerbesteuern kann sie nicht bezahlen - und so wird das Haus gepfändet.

Zwar entpuppt sich die Angelegenheit schnell als Irrtum der Justiz, doch da hat Behrani das Haus bereits gekauft. Er will es ausbauen und anschließend wiederverkaufen. Doch Kathy kämpft vehement darum, das Haus schnellstmöglich zurück zu bekommen, da auch sie den Schein ihrer Familie gegenüber wahren will, zumal das Haus, ein Andenken an den Vater, nun das Letzte ist, was sie noch hat.

Als sie sich in Lester, einen Deputy, verliebt, der nun Hilfe verspricht, spitzt sich der Streit dramatisch zu - und er wird, langsam aber unaufhörlich, immer dramatischer!

Mit Ben Kingsley agiert in der Hauptrolle einer der größten englischen Mimen überhaupt, er wurde für den Oscar und den Golden Globe in dieser Rolle nominiert, und zwar vollkommen zurecht. Aber auch Jennifer Connelly spielt sich die Seele aus dem Leib, sie überzeugt als Kathy nicht minder.

Die Iranerin Shohreh Aghdashloo, als Berahmis Ehefrau, brilliert ebenfalls, erhielt dafür gleichermaßen die Oscar-Nominierung.

Fazit: Regisseur Vadim Perelman mag noch ein relativ unbeschriebenes Blatt sein, doch er erzählt die Geschichte, einen Stoff von Andre Dubus, souverän und ungemein tiefgehend. Dieser Film kann einen nicht kalt lassen; er ist aufgrund seiner brillanten schauspielerischen Leistungen, der exzellenten Kinematographie, und zu guter Letzt eines beklemmenden Soundtracks von James Horner eine absolute Perle unter den filmischen Dramen dieser Welt.
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am 16. November 2008
Ich hatte mir von diesem Film eigentlich nichts als Unterhaltung erwartet. Nach dem Film wusste ich, dass ich tatsaechlich einen der besten Filme meines Lebens gesehen hatte. Die schauspielerische Leistung von Ben Kingsley ist dermassen beeindruckend dass man sie wohl nie mehr vergessen wird. Das es Leute gibt die diesen Film nicht moegen spricht auch fuer den Film - er ist halt keine Mainstream-Ware. Es ist fast wie ein Film aus einer Zeit als es noch echte Perlen im Kino gab. Aus einer Zeit wo ein Film keine 100 Mio kosten musste um das Publikum schon vorab zu beeindrucken. Ein Film ueber das Leben.

Wunderschoen - fuer Leute die echtes, wahres und wirklich grosses Kino lieben.
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