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Ich möchte doch Bernd Grill etwas widersprechen und dem Kommentar von "urfischer" zustimmen! Nebenbei: Natürlich ist Lisa della Casa nicht die Erfüllung, weil einfach öfters eine unschöne Spur zu tief! Aber angesichts des Kosmos an Stringenz, Stimmung und Feinheiten ist das zu verschmerzen ...

Bei aller Verehrung für Kubelik (der ja auch 4 Jahre Chef in Chicago war und dort einige wunderbare Platten für Mercury gemacht hat, von denen immer noch 3 der angedachten CDs ausstehen!!!): Das Sinfonieorchester des BR spielte damals in einer anderen Liga (man höre im Vergleich Streicher und Holz - der jungen Oboist Ray Still!!! Übers Blech des CSO wurde schon genug gesagt...). Und der Ausdruck der Musik läuft bei so komplexer Musik NATÜRLICH stark über das technische Können der Musiker. Wobei das CSO damals zusätzlich noch summa summarum ein Traum an Musikalität war!

Reiners Ansatz zu dem Stück ist (bestimmt auch durch die Wechselwirkung mit seinem Orchester!) ein ganz anderer wie Kubeliks Verständnis. Kubelik ist da holzschnittartiger, was ja wiederum zu den Möglichkeiten seines damaligen Klangkörpers ja auch gut passt. Das soll also keine Wertung sein...

Aber wenn man schon meckern will, dann mal endlich über dem "dicken Hund", den meines Wissens noch nie jemand erwähnt hat:
Im dritten Satz ist ein "böser" Schnitt bei 3:08 Min (vom 14. auf den 15. Takt nach Ziffer 1). Der Schnitt selbst wäre nicht schlimm (es wurde damals Gott sei Dank so wenig "gestopselt", das aber zumeist leicht hörbar), aber anscheinend hat NIEMAND (weder Mohr noch Layton, auch Reiner nicht!) gemerkt, dass dem verwendeten wunderbaren ersten Take bis 3:08 Min ein anderer Take folgt, der ca 30% schneller ist!!! Bis dahin ist das Tempo sehr ruhig mit Viertel = ca. 52 Schläge in der Min., nach dem Schnitt (abrupt, subito!) mit ca. 68 Schäge in der Minute wesentlich zügiger! DAS ist wirklich schmerzlich und (leider!) durch die weiterlaufenden Pizzikati der Bässe nicht zu überhören... Es stört den wunderbar ruhevollen (exakt so lautet die Satzüberschift!) Ablauf und die kontinuierliche Entwicklung doch für einige Momente erheblich...

Schon rein technisch war der Schnitt nicht gut ausgeführt: Auf der Living Stereo CD-Ausgabe und besonders auf der JVC XRCD-Ausgabe ist deutlich zu hören, dass nach der vorgesehenen kleinen Zäsur die ersten Violinen in dem nachfolgenden Schnitt noch "übergehangen" sind - also eigentlich die Pause nicht eingehalten haben. Auf der SACD-Ausgabe wurde das dankenswerterweise deutlich verbessert!
Aber der Tempo-Fehler dürfte eigentlich nicht passieren. Nun ist die Aufnahme schon sooft remastert worden: Wenn es die Originaltakes noch geben sollte, könnte man mit den heutigen Mitteln (digitale Überblendung) vielleicht eine andere, weniger auffällige Schnittstelle finden (vielleicht zwei Takte vorher, weil da nämlich nach 6 Takten Pause die Pizzikati wieder einsetzen) oder gar einen anderen Take nehmen...

Nun ja - es scheint außer mir ja sowieso niemand zu hören bzw. Anstoß daran zu nehmen. Vielleicht ärgert sich ja der eine oder andere JETZT, dass ich ihn hiermit auf die Sache mit den Ohren gestoßen habe... :-)

Übrigens: Der Schnitt bei 13:00 Min ist viel gelungener ... ;-)

Das Ganze macht der Großartigkeit der Aufführung dann aber Gott sei Dank doch keinen Abbruch - also natürlich für mich eindeutig eine "5-Sterne-Stunde"

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Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen! Lesen Sie gern auch andere meiner weit über 200 Klassik-Besprechungen mit Schwerpunkt "romantische Orchestermusik" (viel Bruckner und Mahler), "wenig bekannte nationale Komponisten" (z.B. aus Skandinavien), "historische Aufnahmen" und immer wieder Interpretationsvergleiche und für den Kenner bzw. Interessierten meist Anmerkungen zum Remastering!
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am 13. Februar 2007
Die Kooperation zwischen dem Chicago Symphony Orchestra und Fritz Reiner in den 1950er-Jahren gehört zu den herausragendsten Symbiosen aller Zeiten auf dem Gebiet der Symphonik. Was unter der Leitung des gefürchteten Dirigenten an legendären Aufnahmen entstand, ist beispiellos und zum Teil von überirdischer Qualität. Einige dieser "Living Stereo"-Kostbarkeiten sind Bartóks Konzert für Orchester, Strauss' "Also sprach Zarathustra" und Rimsky-Korsakoffs "Sheherazade".

Die hier vorliegende Einspielung von Mahlers Vierter gehört meines Erachtens zu den wenigen nicht ganz überzeugenden Einspielungen Reiners mit dem CSO. Das liegt zum einen daran, daß Lisa della Casa nicht gerade zu Glanzform in ihrem Solo im 4. Satz aufläuft, zum anderen aber auch daran, daß es Reiner nicht wirklich gelingt, den Charakter dieser "Jugendstil-Symphonie" zu treffen. Der dramatische Impetus der monumentalen Zweiten und Dritten ist hier einfach fehl am Platz und führt nicht zu dem gewünschten Effekt. Spiel- und aufnahmetechnisch gesehen ist alles in bester Ordnung, aber so recht will der Funke nicht überspringen. Das derbe und heitere Element kommt nicht gebührend zur Entfaltung, und ein gewisser unbekümmerter Esprit hätte dieser Einspielung gut getan. Die Aufnahme ist fraglos solide und keineswegs schlecht geraten, aber aus der Masse sticht sie eben leider auch nicht hervor.

Es ist merkwürdig, daß beispielsweise auch Claudio Abbado, der in puncto Mahler viele bemerkenswerte Ergebnisse hervorbrachte, mit seiner jüngsten Live-Einspielung dieser Symphonie ebenfalls kein stimmiges Ergebnis abliefern konnte. Es scheint daher wohl nicht übertrieben zu behaupten, daß die Vierte nach wie vor einen heiklen Prüfstein für alle Mahler-Exegeten darstellt.

Auf meine persönliche Empfehlung sei hier aber noch verwiesen: Kubeliks Einspielung der Vierten (DGG), bei der seine Frau Elsie Morrison das Solo singt, ist eine der besten Aufnahmen aus seinem Mahler-Zyklus und wird meiner Meinung nach dem hintersinnigen und manchmal etwas derben Charakter dieser Symphonie am besten gerecht. Kubeliks böhmische Wurzeln verleihen der Vierten einfach eine Vitalität, die ungebrochen scheint. Diese Symphonie, die sich von der Erhabenheit der vorangegangenen Werke vorübergehend verabschiedet (man denke nur an die einleitenden Takte!), schien dem 1996 verstorbenen Dirigenten schlicht wie auf den Leib geschneidert.
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