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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, bewegend, nervenzerreißend! ANSCHAUEN!
Unglaublich beeindruckender, verstörender und vor Spannung kaum auszuhaltender Film.

Fast jedes Detail der Krematorien (Bauten, Beschriftungen etc.) und der Abläufe ist 1:1 mit diversen Büchern von Überlebenden der Sonderkommandos identisch.

Da ich momentan das Buch "Zeugen aus der Todeszone" lese, habe ich natürlich genau...
Veröffentlicht am 26. Juli 2006 von Dirk Hergenhahn

versus
9 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Film wird dem grausigen Thema nicht gerecht
Von dem Film hatte ich mir weit mehr erwartet. Die schauspielerische Leistung entspricht der von Laiendarstellern. Langatmige, weitgehend nichtssagende Dialoge, gähnende Leere und Ausdruckslosigkeit in den Gesichtern. Erst gegen Ende (wenn man so lange durchhält) entsteht endlich eine etwas spannendere Handlung, aber bis dahin hat man bereits den Eindruck eines...
Veröffentlicht am 19. Juli 2008 von Alphawölfchen


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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, bewegend, nervenzerreißend! ANSCHAUEN!, 26. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Unglaublich beeindruckender, verstörender und vor Spannung kaum auszuhaltender Film.

Fast jedes Detail der Krematorien (Bauten, Beschriftungen etc.) und der Abläufe ist 1:1 mit diversen Büchern von Überlebenden der Sonderkommandos identisch.

Da ich momentan das Buch "Zeugen aus der Todeszone" lese, habe ich natürlich genau darauf geachtet, ob irgendwelche Hollywood-tauglichen Elemente, zb in Form von massentauglichen Übertreibungen und Phantasien eingebaut wurden.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat der Regiesseur eine lobenswerte Arbeit vollbracht: Die Kleidung des SOko's bestand aus Zivilkleidung, die sie sich unbehelligt aus dem "Auskleideraum" nehmen konnten, nachdem die Menschen im nächsten Raum vergast wurden.

Da diese armen Menschen aber zusammen mit den Opfern in diesen Auskleideräumen waren, um sie zu beruhigen und beim ausziehen behilflich zu sein, mussten sie Ihre Kleidung mit roter Ölfarbe markieren um nicht aus Versehen von der SS mit in die Gaskammern geschickt zu werden.

Der Film bezieht seine nervenzerreissende(!!!) Spannung nicht aus Effekthaschereien, sondern aus dem Mitfiebern beim ausweglosen Plan des Soko's. Statt alle Details der Greueltaten zu zeigen, arbeitet der Film unglaublich beeindruckend mit Geräuschen, die für sich allein schon Schauer erzeugen...

Wer hartgesottene Nerven(!!!) hat und sich für dieses Thema interessiert: ANSCHAUEN!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nervenzerreißende Stille, 29. November 2007
Von 
Frank Huebner (Verden (Aller)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Es gibt Filme, die verstören mit lauten Sounds. Es gibt Filme, die berühren mit sanfter Musik. Und es gibt Filme, die haben gar keine Musik...und sind herzzerreißend.

Geschildert wird in dem eher unbekannten Film die Arbeit eines ungarischen jüdischen Arbeitskommandos im KZ Auschwitz-Birkenau. Auftrag: Reibungsloses Ermorden und beseitigen von Juden.

Ein Mädchen überlebt die Gaskammer und wird schwerkrank von den Mitgliedern des Kommandos versteckt. Gleichzeitig planen die Häftlinge einen Aufstand (der tatsächlich passierte).

Es gibt viele Filme über die diese Thematik, aber dieser hier hat mich am Tiefsten getroffen. Die Bedrückung stellt sich nicht durch Musik ein, nicht durch Geigenjaulen. Der Film kommt fast ganz ohne Musik aus. Und ist damit so grausam.

Szenen: Wortlos gehen SS-Männer zu den Einwurfschächten über den Gaskammern, streuen das kristalline Zyklon-B ein, nehmen ihre Gasmasken ab und gehen wortlos weg. Man hört nichts, nur das Rauschen der Öfen, das dunpfe Schreien der Opfer. Wortlos arbeiten die Männer, wortlos die Umgebung. Entsetzen wird greifbar. Man konzentriert sich auf die Bilder und wird nicht abgelenkt oder künstlich emotionalisiert durch Musik.

Ein ganz großer Film. Die Gänsehaut lässt nach einiger Zeit nach. Die Gedanken bleiben.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen bedrückende Stille, 4. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Ich kann nicht sagen, dies sei der beste Film den ich jemals gesehen habe, oder doch? Ist dies ein Film? Eher eine der wirklichkeitsnaheste Darstellung der Brutalität, Hoffnungslosigkeit und Selbstaufgabe im Konzentrationslager. Dieser Film tut wahrlich weh anzuschauen, man kann nur Fassungslos in den Bildschirm starren und dem hemmungslosen/verzweifeltem Treiben zuschauen. Noch nie gab es einen Film in dieser Art und es wird auch lange keinen geben, da bin ich mir sicher. Auch ich habe viel über dieses Thema gelesen und stimme auch voll und ganz einen meiner Mitschreiber zu: "Schindlers Liste" oder aber auch "Der Pianist" sind herzergreifende sehr sehr gute Filme, die aber leider für eine sehr große Fehleinschätzung sorgen, nämlich die, dass man annehmen kann, das die Zahl der Geretteten größer ist als in Wirklichkeit." Dies ist KEIN Einzelschicksalsfilm, nein, denn es war nunmal das Schicksal vieler Menschen. Keine Hintergrundmusik die die Stimmung verfälscht und ständig diese Frage "Was würden wir alles tun um zu Überleben?" Ja,........was.......?
Diesen Film darf und kann man auf keinen Fall vergleichen. Wer also die Kraft hat und sich der Wahrheit stellen möchte, muß diesen Film einfach sehen!!!!!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unbequem..., 30. Juli 2007
Von 
Bernd Lange (Kiel, Schleswig-Holstein Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
...und daher fernab jedweder Schwarz-Weißmalerei, wie sie in ähnlichen Produktionen häufig stattfindet. Zutiefst erschütternd, weil erstklassig gespielt und inszeniert. Ein Lehrstück der besonderen Art - aus einem bislang völlig unbeleuchteten Blickwinkel heraus. Sehr empfehlenswert !!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Grauzone vs. Schindlers Liste = Blödsinn, 14. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Nur aufgrund der Besetzung ausgeliehen (mit gemischten Erwartungen), hat mich dieser Film letztendlich sehr postiv überrascht.
Meine Befürchtungen gingen hauptsächlich in die Richtung:
hoffentlich nicht son oberflächliches Gefühlsgedusel mit
Helden und Zeigefingern, und bitteschön auch keine trockene Geschichtsstunde!
Der Einstieg in den Film ist dann tatsächlich zäh, und eigentlich fragt man sich bis zum Ende, worauf der Film hinausläuft. Aber gerade das ist sein größtes Plus, man wird ständig angehalten mitzudenken, nachzufragen, sich mit den Personen zu identifizieren bzw. zu hinterfragen, wie man selbst an ihrer Stelle gehandelt hätte. Klingt jetzt auch irgendwie nach dem bekannten Schema, der Zugang zum Thema macht jedoch einen Großteil seiner Wirkung aus. Die Perspektive von jüdischen Häftlingen, die für eine begrenzte Zeit (max. 4 Monate) weiterleben dürfen, dabei große Privilegien genießen,
im Gegenzug jedoch die absolut niedersten Aufgaben im KZ auszuführen haben, scheint mir im Nachinein wie geschaffen für eine Auseinandersetzung mit den Lehren aus dem industriellen Massenmord (Vom Individuum [auch Mensch genannt^^] her betrachtet, nicht von Völkern und Nationen ausgehend!). Der Holocaust selbst wird zwar gezeigt (und das ziemlich brutal und erschreckend), ist jedoch nicht eigentlicher Gegenstand des Films. Vielmehr dreht es sich immer wieder um die Gewissenskonflikte der Beteiligten, die Ausweglosigkeit und der Umgang mit ihr (Stichwort Stolz oder Würde).

Insgesamt ein sehr tiefgehender und anspruchsvoller Film, der nahezu ohne sentimentalisierende Musikuntermalung auskommt (auskommen will), dazu absolut radikal umgesetzt wurde (Hoffnung, auch auf ein eventuelles "happy end" sucht man von Anfang an vergebens),
und für mich einer der besten Nazi- bzw. Holocaust-Filme, die mir bekannt sind.

Licht aus - Kopf an - Daumen hoch!

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Brutal ehrlich, 5. November 2008
Von 
M. Hackl "lollypop23" (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Ich habe mir diesen Film kürzlich gekauft und auch gleich angesehen. Ich muss sagen, es ist dem ganzen Team wirklich bestens gelungen, die Atmospähre im KZ Auschwitz aus der Sicht des Sonderkommandos perfekt einzufangen und wiederzugeben. Dieser Film schildert den Aufstand des 12. dieser insgesamt 13 Sonderkommandos, und zwar ohne Beschönigungen.

Das Ganze spielt sich hauptsächlich im Krematorium IV und in unmittelbarer Umgebung der dazugehörigen Gaskammer ab. Man sieht, wie Laster Berge von Asche abtransportieren, wie der Rauch aus dem Kamin des Krematoriums kommt und auch, wie eine junge Frau gefoltert wird. Diese gehörte zu den weiblichen Häftlingen, die in einer Fabrik Munition herstellen mussten. Einigen von ihnen gelang es, Schießpulver aus der Fabrik zum Sonderkommando zu schmuggeln. Die Männer stellten daraus Granaten her und bekamen auch irgendwoher einige Pistolen, die sie dann beim Aufstand verwendeten. Ausserdem - und dass habe ich noch in keinem Film zu diesem Thema in der Form gesehen - wird gezeigt, wie man die Menschen auf den Gang in die Gaskammer vorbereitete. Wie man ihnen vorlog, sie würden geduscht und sie würden dann ihre Familien wiedersehen.

Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, die Männer des Sonderkommandos getötet. Doch etwas blieb von ihnen: Tagebuchaufzeichnungen von 5 der Männer und auch von Dr. Miklos Nyiszli, dem Mann, der dem berüchtigen Dr. Mengele als Pathologe zwangsweise unterstellt wurde. Auf diesen Tagebüchern basiert der Film.

Mein Fazit: Dieser Film ist unbedingt sehenswert. Einer der besten, die man sich überhaupt ansehen kann, wenn man sich für dieses Thema interessiert.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der erste Spielfilm über das Schicksal des jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz, 25. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Der Spielfilm Die Grauzone erzählt die tragische und dramatische Geschichte des einzigen bewaffneten Häftlingsaufstands im Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau, dem am 7. Oktober 1944 451 Häftlinge eines streng isolierten jüdischen Todeskommandos zum Opfer fielen.

Diese Häftlinge des sogenannten Sonderkommandos wurden in den Krematorien und Gaskammern der größten nationalsozialistischen Mordfabrik zur Zwangsarbeit eingesetzt. Der industrialisierte Massenmord wurde von der SS organisiert und durchgeführt, zur schrecklichen Spurenbeseitigung wurden die Häftlinge des Sonderkommandos missbraucht. Die unglückseligen Häftlinge dieses Arbeitskommandos wurden von ihren Peinigern dazu gezwungen, die zur Ermordung bestimmten Menschen zu empfangen und zu beruhigen sowie für einen raschen Auskleidungsprozess und Gang in die Gaskammern zu sorgen. Nach der Ermordung mussten sie die Gaskammern leeren und reinigen, die Leichen der Opfer auf Wertsachen untersuchen, ihnen die Haare abschneiden, das Schnitthaar für die industrielle Verwertung reinigen, Goldzähne ausreißen, die Körper in den Krematoriumsöfen oder Verbrennungsgruben einäschern, die Knochenreste zerschlagen und die Asche verstreuen. In den Entkleidungsräumen mussten sie die verbliebene Habe der Opfer einsammeln und zum Weitertransport vorbereiten. So waren sie die einzigen Augenzeugen die im Zentrum der Vernichtung eingesetzt wurden, und die Letzten, die mit den Opfern noch kurz vor deren Ermordung in Kontakt kamen.

Die Geschichte des jüdischen Sonderkommandos ist eine Geschichte von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Lethargie. Die Sonderkommando-Häftlinge konnten die zur Vernichtung bestimmten Opfer nicht retten. Diese Tatsache löste bei ihnen angesichts der eigenen privilegierten Überlebensbedingungen Schuldgefühle aus. Zusätzlich wurden sie von aufgebrachten Opfern als Kollaborateure verurteilt. Aus der Wehrlosigkeit und Aussichtslosigkeit zu überleben erwuchs der Wille und Mut zum Widerstand. Diese Reaktion war keine Heldentat, sondern der verzweifelte Versuch, sich zu rächen und nicht wie die Mehrheit der Opfer kampflos in den Tod zu gehen.

Die Männer, die im Zentrum der Vernichtungsmaschinerie leben und arbeiten mussten, wurden ihrer Würde und Selbstachtung beraubt, die SS zerstörte ihre Seele und vernichtete letztlich auch ihre physische Existenz. Als Augenzeugen des Völkermords waren sie grundsätzlich zum Tode bestimmt. Wer sich der infamen Zwangsarbeit verweigerte oder als arbeitsunfähig betrachtet wurde, der wurde von der SS schon frühzeitig ermordet.

Nur wenige Sonderkommando-Häftlinge haben das Grauen wie durch ein Wunder überlebt und noch weniger über ihre traumatischen Erinnerungen berichtet. Von den in den Jahren 1942- 1945 etwa 2200 ins Sonderkommando eingewiesenen Männern überlebten nur 110 das Kriegsende. Heute leben weltweit nur noch 15 Augenzeugen des Sonderkommando-Aufstands.

Das Filmdrehbuch basiert auf der 1946 erschienenen Erinnerungsschrift von Miklos Nyiszli, die 1992 unter dem Titel Im Jenseits der Menschlichkeit. Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Der rumänische Pathologe Miklos Nyiszli arbeitete als Häftling des Sektionskommandos in Krematorium I. In dieser Vernichtungsanlage befand sich auch der Führungskreis der Widerstandsbewegung im Sonderkommando. Obwohl Nyiszli dem berüchtigten SS- Lagerarzt Dr. Josef Mengele persönlich unterstellt war, hatte er Kontakt zu den Sonderkommando-Häftlingen und zu den SS-Angehörigen der vier Auschwitzer Krematorien. Nyiszlis aufsehenerregendes Werk war überhaupt die erste Publikation eines Augenzeugen, der aus dem Innern der Todesfabrik Auschwitz berichtete. Seine Beschreibung des Kommandos der lebenden Toten ist eine schonungslose Analyse der hoffnungslosen und traumatischen Situation des Sonderkommandos. Die Grauzone ist der erste Spielfilm über das Schicksal dieser Häftlingsgruppe im Zentrum des Massenmords und der erste Film, der auf Nyiszlis Erinnerungen basiert.

Der Filmtitel Die Grauzone geht auf Primo Levis 1986 veröffentlichtes Werk Die Untergegangenen und die Geretteten zurück. Levi beschreibt mit dem Begriff jenen Grenzbereich und Handlungsraum in dem die Trennungslinie zwischen Opfer und Täter verschwimmt und moralische Kategorisierungen das Geschehen nicht mehr erfassen können. Der italienische Philosoph Giorgio Agamben definiert diesen Bereich als Zone der Nicht- Verantwortlichkeit und der impotentia judicandi, die nicht jenseits von Gut und Böse liege, sondern diesseits von ihnen. Die Extremfigur der Grauzone ist Agamben zufolge das Sonderkommando, dessen Erfindung und Aufstellung Primo Levi als das dämonischste Verbrechen des Nationalsozialismus bezeichnete. Mit Hilfe dieser Einrichtung wurde Levis Interpretation zufolge der Versuch unternommen, das Gewicht der Schuld auf andere, nämlich auf die Opfer selbst, abzuwälzen, so dass diesen - zur eigenen Erleichterung - nicht einmal mehr das Bewusstsein ihrer Unschuld bleiben würde.

Dieses ethische Dilemma ist ein wesentliches Thema in der Geschichte des jüdischen Sonderkommandos und das zentrale Motiv im Spielfilm von Tim Blake Nelson.

Mit der Erinnerung an das Grauen in der Todeszone von Auschwitz und mit der Betrachtung menschlicher Verhaltensweisen unter den radikalen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Sonderkommando wird eine Auseinandersetzung mit den Abgründen der menschlichen Natur ermöglicht. In diesem Auseinandersetzungsprozess haben wir auch die große Gelegenheit, uns selbst zu begegnen.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einducksvolle Widerspiegelung, 10. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
Dieser Film hat mich erschüttert und beeindruckt zugleich. Kein mir bekannter Film hat ein Vernichtungslager so dargestellt. Insbesonere eben die Grauzone, die diese Maschinerie ermöglichte und so effektiv machte. Deshalb hat dieser Film keine Helden und kein Happy End. Er kann nicht mit Schindlers Liste verglichen werden, da ist die Grauzone nur angedeutet.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen der versuch, das unvorstellbare zu verfilmen, 8. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
der film wagt sich an das undenk- und unvorstellbare heran. hier gibt es absolut nichts unzutreffenderes, als bestimmte filme miteinander vergleichen zu wollen oder auf fehlende emotionen hinzuweisen.
ich habe vorher die "zeugen aus der todeszone" gelesen und konnte mir nicht einmal annähernd vorstellen, wie dieses kapitel geschichte überhaupt verfilmbar sein soll. ich glaube regiseur und schauspieler haben hier dankenswerter weise eine ziemlich einzigartige leistung vollbracht.
dieser film ist ein alptraum - und das ist auch gut so!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Als ich als Teenager die Gedenkstätte Auschwitz besuchte..., 27. Juli 2006
Von 
Alexander Jensko "kreaftwerk" (Lübeck und Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Grauzone (DVD)
...was irgendwann an einem sonnigen Frühlingstag in den 1970er gewesen sein musste, hatte ich natürlich schon einiges an Lektüren hinter mir. Ich erwartete etwas Erschreckendes, Überwältigendes, einen gruseligen Anblick der Todesfabrik.

Gesehen habe ich gepflegte Straßen mit Rasen am Rand, ordentliche Backsteingebäude, rechte Winkel... die Fremdenführerin erzählte etwas, aber ich konnte nicht mehr zuhören, weil - das weiß ich heute noch nach über 30 Jahren - weil mich genau das überwältigt hatte: dass die ganze Umgebung, der Schauplatz des Massenmordes, der Foltern, der Entwürdigung, des Unmenschliches - das das alles so NORMAL daherkam.

So erschreckend normal.

Ich bekomme heute noch weiche Knie, wenn ich darüber nachdenke.

Diese NORMALITÄT des Abnormes, des Grausames ist auch das Hauptthema des Films. Da wird ein Mithäftling erdrosselt, einfach so, mitten im Gespräch, und die Leiche ins Krematorium geschmuggelt. Es interessiert keinen. Da werden Menschen einfach im Vorbeigehen erschossen und niemand würdigt die Exekution eines Blickes. Einer Frau werden Fingernägel abgerissen - und der Helfer des Folterknechtes guckt nur gelangweilt zu. Das Reinigen und Neustreichen der Gaskammer ist eine Tätigkeit wie jede andere. Die Kleider der Getöteten zu tragen gehört zum Alltag. Ein jüdischer Arzt kooperiert mit Dr. Mengele. Diese "Umwertung aller Werte" ist, meiner Ansicht nach, das, was den Film so entsetzlich realistisch macht.

Die Optik der Handkamera, das Kammerspiel der Darsteller (genial: Harvey Keitel als SS-Mann), die Geräuschkulisse, die grünstichigen Bilder - all das komplettiert die beklemmende Stimmung des Films.

Die schon aus den Kurzgeschichten von Tadeusz Borowski bekannte Täter-/Opfer-Problematik (Borowski war ebenfalls Mitglied in einem solchen Sonderkommando und hat Auschwitz überlebt) ist natürlich nicht minder wichtig, tritt aber vor der Hauptaussage auf den zweiten Plan - ähnlich wie die (historisch gesehen nicht korrekt dargestellte) Geschichte des bewaffneten Aufstands. Die geradezu peinliche Schlusszene, in dem der Geist des toten Mädchen Platitüden von sich gibt, hätte sich der Autor aber wirklich sparen können. Sie zerstört die Stimmung des ganzen Films und wirkt einfach nur kitschig. Aber das sei einem immerhin Debütanten und ehemaligen Theaterregisseur verziehen.

Der Film fängt dort an, wo andere Holocaust-Filme aufhören - das trägt auch zu seiner Besonderheit bei. Unbedingt sehenswert - aber Achtung, dieser Film lässt sich nicht vergessen!
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Die Grauzone
Die Grauzone von Tim Blake Nelson (DVD - 2005)
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