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4.0 von 5 Sternen Einmalige Traviata - trotz Klangqualität
Mit "La Traviata" (Die vom Weg Abgekommene) betrat Giuseppe Verdi sowohl thematisch wie musikalisch Neuland. Bislang hatten seine Opern generell im Mittelalter bzw. Altertum gespielt, es gab hochdramatische Situationen, übermenschliche Gefühle, verabscheungswürdige Fieslinge und mitreissende Chöre zu bewundern. 1853 war Verdis Stellung im...
Veröffentlicht am 20. April 2009 von Martin Resch

versus
3.0 von 5 Sternen CD den Umständen entsprechend
Die CD ist eben eine Orignalaufnahme mit etwas Rauschen im Hintergrund aber so war das eben damals ;-). Ansonsten ist alles O.K. mit der CD! Es war so zu erwarten...
Vor 9 Tagen von Hawaii Five-O Fan veröffentlicht


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmalige Traviata - trotz Klangqualität, 20. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verdi: La Traviata (Audio CD)
Mit "La Traviata" (Die vom Weg Abgekommene) betrat Giuseppe Verdi sowohl thematisch wie musikalisch Neuland. Bislang hatten seine Opern generell im Mittelalter bzw. Altertum gespielt, es gab hochdramatische Situationen, übermenschliche Gefühle, verabscheungswürdige Fieslinge und mitreissende Chöre zu bewundern. 1853 war Verdis Stellung im Musikgeschäft jedoch bereits so gefestigt, dass er sich eines Themas annehmen konnte, das ihn schon seit längerer Zeit faszinierte. Fünf Jahre zuvor hatte er den Roman "La dame aux camélias" von Alexandre Dumas (Sohn) kennen gelernt. Der hatte mit seinem Buch einer einstigen Geliebten, der mit 25 Jahren der Schwindsucht zum Opfer gefallenen Kurtisane Alphonsine Plessis, ein Denkmal gesetzt. Diese berühmteste aller Halbweltdamen, die auf dem Pariser Prominenten - Friedhof Père Lachaise unter einem monumentalen Grabmal ruht, führt seitdem in Dumas' Werken unter dem Namen Marguérite Gauthier und natürlich in Verdis Oper als Violetta Valéry ein wohl ewiges Leben.
Verdi fühlte sich von dem Stoff tief berührt und an sein eigenes Privatleben erinnert. Er lebte bereits seit geraumer Zeit unverheiratet mit der Sängerin Giuseppina Strepponi zusammen, die noch dazu drei uneheliche Kinder hatte. Im streng katholischen Italien dieser Zeit und erst recht in Verdis kleinstädtischem Wohnort Busseto war das ein veritabler Skandal, Giuseppina wurde von vielen Hütern der bürgerlichen Moral geschnitten.
Dies dürfte Verdi dazu veranlasst haben, Violetta Valéry zu einer seiner liebenswürdigsten und warmherzigsten Bühnenfiguren zu machen. Nur für kurze Zeit, zu Beginn des ersten Aktes und in der Bravourarie "Sempre libera" tritt einem die glamouröse, unnahbare und gefühlskalte Kurtisane entgegen, danach wandelt sich die "Traviata" zur aufrichtig liebenden Frau, die zugunsten ihres Alfredo sogar auf die Liebe ihres Lebens verzichten will und schließlich zu einer überirdisch schönen Melodie in Alfredos Armen ihr Leben aushaucht.
Verdi fand zu diesem ihm neuen Sujet eine für ihn eher untypische Musik. Anstatt zündender Melodien (die gibt es natürlich auch, man denke nur an das berühmte "Brindisi") hört man das ganze Werk hindurch einen flüssigen Konversationsstil, die musikalische Sprache ist feinfühliger, intimer als in den großen heroischen Opern. Das Liebesduett zwischen Violetta und Alfredo, sowie die lange Passage Violetta - Germont sind Musterbeispiele für komplett durchdachte musikalische Handlungsabläufe. Besser hätte auch ein Richard Wagner das nicht gekonnt.
Sofort nach der Uraufführung des "Trovatore" ging Verdi an die Komposition, er benötigte nur 45 Tage, um "La Traviata" komplett in Musik zu setzen. Am 6. März 1853 erklang das Werk erstmals im Teatro Fenice in Venedig und fiel vollständig durch. Hauptgrund für den Mißerfolg dürfte die Besetzung der Violetta mit einer wohlbeleibten Sopranistin gewesen sein, die sich offenbar einer äußerst robusten Gesundheit erfreute und deren Tod durch Auszehrung stürmische Heiterkeit hervorrief. Auch die von der Zensur geforderte Verlegung der Handlung ins vorrevolutionäre Frankreich spielte eine Rolle. Ein Jahr später wurde das Fehlurteil korrigiert, die Neueinstudierung am Teatro San Benedetto in Venedig geriet zum Sensationserfolg, seitdem ist "La Traviata" nicht mehr von der Opernbühne wegzudenken.
Auch der Filmregisseur Luchino Visconti machte mit seiner Inszenierung zum Beginn der Scala - Saison 1955 alles richtig. Statt an den äußeren Merkmalen zu experimentieren, stellte er eine im besten Sinne konservative "Traviata" auf die Bühne nahm sich drei Wochen (eine für damalige Verhältnisse unerhört lange Probenzeit), um die Sänger sich in ihre Rollen einfühlen zu lassen. Das stieß vor allem bei Giuseppe di Stefano auf Unverständnis, die stets lernbereite Maria Callas dagegen warf sich mit voller Kraft in die Probenarbeit mit dem Ergebnis, dass ihr eine vollkommene, für diese Rolle Maßstäbe setzende Darstellung gelang. Ihre Violetta wurde zum Prüfstein und zur fast unerreichbaren Meßlatte für künftige Interpretinnen, am Ende des Abends lag ihr das Publikum zu Füßen.
Gesanglich befand sich die Callas 1955 ohnehin auf dem Höhepunkt, kein scharfer Ton, kein unsauberer Vokal rutscht ihr heraus. Das Liebesduett mit di Stefano, die Koloratur - Arie "Sempre libera", die sie mit einem zwar nicht vorgeschriebenen, aber astreinen hohen D krönt, ihre gesamte Vorstellung im 2. Akt, die Arie "Addio del passato" und die erschütternde Todesszene sind Dokumente unwiederbringlicher Gesangskunst auf allerhöchstem Niveau.
Als würde das nicht schon genügen, verzichtet sie auch auf jeden plakativen Effekt in der Darstellung. Nicht umsonst zählte die "Traviata", neben "Norma", "Tosca", "Lucia" und "Medea" zu ihren Paraderollen. Violetta Valéry ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen, nie hat man das Gefühl, einer innerlich unbeteiligten Primadonna zuzuhören, die Callas lebt ihre Rolle mit letzter Konsequenz. Eine derartige Verschmelzung von erstklassiger Sängerin und ausgezeichneter Schauspielerin kommt extrem selten vor und ist ein vielleicht alle hundert bis zweihundert Jahre vorkommender Glücksfall. Gäbe es von der Callas nur diese eine Aufnahme, allein dadurch wäre ihr Status als "Primadonna assoluta" voll gerechtfertigt.
Genug der Lobeshymnen auf die Callas, es gibt noch weitere Gründe, warum sich die Anschaffung dieser Einspielung lohnt. Da wäre zunächst Giuseppe di Stefano als Alfredo zu nennen. Der hielt nicht sonderlich viel von psychologischer Rollenforschung, sah nicht ein, warum von einem Sänger mehr als Gesang zu verlangen sei und tat diese Einstellung durch hartnäckiges Fernbleiben von den Proben kund. Zu seiner Verteidigung ist zu sagen, dass der Alfredo ohnehin ein etwas flacher Charakter, die Oper voll und ganz auf die Hauptdarstellerin zugeschnitten ist. Di Stefano bekommt hier aber für die für seine Stimme optimale Partie geboten. Alfredo ist ideal für seinen wundervollen Belcanto - Tenor, er muß nicht andauernd mit hohen Tönen glänzen, was nicht seine Stärke war, sondern kann eine stringente Melodielinie in mittlerer Lage singen. Seine schönsten Momente hat er im Liebes - Duett mit der Callas und in seiner (leider gekürzten) Arie "De' miei bollenti spiriti" , wogegen sein Haßausbruch im 3. Akt etwas übertrieben wirkt. Ein großer Darsteller war er nun mal nicht.
Ein dritter großer Pluspunkt dieser Aufnahme ist der Vater Germont von Ettore Bastianini. Auch der war nicht unbedingt ein Hochbegabter, was glaubhafte Darstellung betrifft, dafür hatte er die mit Abstand schönste Baritonstimme seiner Zeit vorzuweisen. Der großartige 2. Akt geht zu einem Gutteil auf sein Konto, er krönt seine Leistung mit einem "Di Provenza il mar, il sol", das ich noch von keinem anderen Germont besser gehört habe und reißt damit das ohnehin dauerbegeisterte Publikum zu einem weiteren Ovationssturm hin.
Somit wäre dies die Referenz - "Traviata", gäbe es da nicht auch einige Schattenseiten. Zunächst einmal bekommt der sonst ohne Fehl agierende Dirigent Carlo Maria Giulini die Chaostruppe, die sich "Orchestra del Teattro alla Scala" nennt, erst im Laufe des 1. Aktes unter Kontrolle, das wundervolle Vorspiel gerät zeitweise schmerzhaft schief. Auch der Chor ist alles andere als sicher, die erste Szene droht auseinander zu fallen, bis beim "Brindisi" endlich alle ihre Linie gefunden haben. Ab diesem Zeitpunkt wird es ein garantiert unvergesslicher Opernabend.
Außerdem wurden für die Aufzeichnung der Vorstellung Aufnahmegeräte verwendet, die wohl schon seit Carusos und Giglis Zeiten in Gebrauch waren, die Tonqualität ist dumpf und zum Teil sehr rumpelig. EMI - Produzent Walter Legge kochte verständlicherweise noch Jahre später vor Wut über die Schlamperei, immerhin war man in den frühen 50ern in Salzburg und Bayreuth aufnahmetechnisch schon einige Schritte weiter. Vieles wurde getan, um diese einzigartige "Traviata" klanglich zu verbessern, so bekommt man mit dieser Ausgabe die bestmöglich restaurierte Tonfassung, die man von einem Masterband in Bootleg - Qualität erwarten kann. Noch immer muß man sich über die beiden ersten Nummern (Vorspiel und Eingangschor) retten und den Impuls unterdrücken, die CD aus der Anlage zu reißen und aus dem Fenster zu werfen. Was danach kommt, wird es so wohl nie wieder geben.
Fans technisch hochklassiger Aufnahmen werden hiermit wenig Freude haben, für den Freund höchster Gesangskunst und natürlich für den "Callasianer" ist diese Einspielung absolut unverzichtbar.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffen der Stimmgiganten, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Verdi: La Traviata (Audio CD)
Historisches Hörerlebnis hin oder her (das ist hier schon ausreichend erläutert worden!), diese Aufnahme gehört zu den packendsten Eindrücken, die Maria Callas je auf CD hinterlassen hat. In der Visconti-Inszenierung hat alles bei ihr und für sie gepasst. Sie war 1955 noch sehr gut bei Stimme und hinterlässt ein wirklich exemplarisch zu nennendes Portrait der Kurtisane Violetta. Ihr zur Seite stehen ein hervorragender Ettore Bastianini mit ungewöhnlich schwarz gefärbtem Bariton; das hört man in der Rolle der Pere Germont wirklich selten und ein immer wieder zum Brüllen neigender Giuseppe di Stefano - da ist jedem Hörer gestattet zu entscheiden, ob man das als jugendliche Sturm- und Drangattitüde durchgehen lässt oder einfach nur nur als undifferenziert bezeichnet. Dem Mailänder Publikum jedenfalls scheint es gefallen zu haben...
Auch das Dirigat von Maestro Giulini geht vollkommen in Ordnung und ist gar nicht so zäh wie hier behauptet wird, da geht z.B. Rescigno im 58er Mitschnitt aus London durchaus noch bedachter ans Werk. Wegen Bastianini und der umwerfenden Maria Callas ein absolutes Must-Have.
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3.0 von 5 Sternen CD den Umständen entsprechend, 4. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdi: La Traviata (Audio CD)
Die CD ist eben eine Orignalaufnahme mit etwas Rauschen im Hintergrund aber so war das eben damals ;-). Ansonsten ist alles O.K. mit der CD! Es war so zu erwarten...
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Verdi: La Traviata
Verdi: La Traviata von Maria Callas (Audio CD - 2008)
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