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am 2. März 2007
Wir schrieben den 22. September 1974, als auch Fernseh-Deutschland von einem Phänomen befallen wurde, wie es 18 Monate zuvor bereits die gesamte USA ergriffen hatte - dem KOJAK-FIEBER. An diesem Tag strahlte die ARD den sogenannten Pilotfilm DER MORDFALL MARCUS NELSON aus. Dieser war ursprünglich von den Produzenten nur als einzelner und abgeschlossener Fernsehfilm angedacht, aufgrund des enormen Erfolges aber sofort zur Wiege einer der beliebtesten Krimiserien avanciert: 5 Staffeln mit insgesamt 118 Folgen sowie 7 spätere Specials bzw. Episoden in Spielfilmlänge sind daraus in der Bilanz schließlich erwachsen.

Bei uns startete die Serie unter dem eingedeutschten Titel EINSATZ IN MANHATTAN am 3. Oktober 1974 auf dem obligatorischen Krimi-Sendeplatz der ARD, donnerstags 21:00 Uhr. Da hier jedoch nur 45 Minuten Zeit zur Verfügung stand, weil die anschließende Magazinsendung Priorität besaß und die TAGESSCHAU um 22.30 Uhr ohnehin den Heiligenschein trug, wurden die ausländischen Serien damals entsprechend geschnitten, um sie in das starre Programmschema stopfen zu können. Da dies aus Kostengründen in aller Regel vor der Synchronisation geschah, fehlt den betroffenen Szenen natürlich der deutsche Ton, wenn man die Episoden jetzt erstmals in Originallänge auf DVD erwerben kann. Gleichsam ist es ein reizvolles Studium, nach über 30 Jahren das Schnittmuster der Sequenzen zu sehen, welche uns die Verantwortlichen damals als verzichtbar vorenthielten.

Und noch weitere Kuriositäten addieren sich hinzu: Im Wechsel mit anderen Krimiserien wie COLUMBO oder CANNON zeigte die ARD bis zum Jahre 1978 zunächst nur 62 Episoden des beliebten Glatzkopfes. Erst ab dem 4. Januar 1991 tauchten dann 37 weitere Folgen, jeweils freitags um 17:35 Uhr, in den Regionalprogrammen auf. Und später dann, im Privat-TV, liefen schließlich neben den KOJAK-Spielfilmen aus Ende der 1980er auch noch die restlichen Episoden der 1970er Staffeln. Hinzu kommt der Umstand, daß hierzulande (wie üblich) damals stark selektiert und die Original-Reihenfolge der Seasons nicht beachtet wurde.

So erleben wir also nun mit der DVD-Box nicht nur erstmals die 22 ungeschnittenen Folgen der 1. Staffel, sondern auch einen Mix der verschiedenen Synchronjahrgänge und daraus resultierend pro Folge unterschiedlich lange Passagen mit O-Ton und festen deutschen Untertiteln oder sogar durchgängiger Synchro. In den Folgen 5 und 21 ist Telly Savalas übrigens mit einer anderen Stimme zu hören, da stand der für KOJAK gewohnte Synchronschauspieler Edgar Ott (2.7.1929 - 13.2.1994) leider nicht mehr zur Verfügung. Für ihn sprang der Kollege Christian Rode ein, was natürlich etwas gewöhnungsbedürftig ist. Auch George Savalas (Stavaros) erklingt hier mit der Stimme von Andreas Mankopff, anstelle des gewohnten Manfred Grote. Kevin Dobson (Crocker) sowie auch Dan Fraser (Cpt. McNeil) werden aber sogar bei diesen sehr spät synchronisierten Folgen weiterhin von Hans Werner Bussinger bzw. Heinz Giese vertont. Man merkt zwar deutlich die stimmliche Alterung, muß aber auf den vertrauten Klang nicht verzichten.

Diese Informationen einmal für all die Jüngeren, die heutzutage viele der damaligen Sachverhalte gar nicht mehr richtig nachvollziehen können und daher manch falsche Ansicht darüber pflegen.

Fazit: Die Edition der 1. Staffel KOJAK ist ein ganz besonderes Highlight, Bild- und Tonqualität sind erstklassig für das Alter des Materials. Und den 136:32 minütigen Pilotfilm gibt es als Bonus auf DVD 7 noch mit dazu, komplett in deutscher Fassung (sogar die Titeleinblendung). Einziges Manko: 6 der insgesamt 7 DVD`s lagern überlappend in Halterungen, die durch seitliche Release Buttons etwas viel Spannung auf die kostbaren Silberlinge ausüben. Ansonsten eine würdige Box eines grandiosen Serien-Oldies.
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am 9. Mai 2007
Inhalt: siehe andere Kommentare und div. Kojak-Seiten im WWW

Verpackung: Über die Golden Gate Bridge als Covermotiv kann ich hinwegsehen. Infos zur Serie oder zu den einzelnen Episoden gibt es weder in einem Booklet noch auf der Verpackung. Es sind immer zwei DVDs schräg übereinander angeordnet. Man kann, wenn man sehr vorsichtig ist, die eine Scheibe unter der anderen heraustrennen, ohne einer der beiden Scheiben Kratzer zuzufügen. Besonders geschickt ist dies aber nicht gelöst. Auch die kleinen Plastik-Clips, welche die Scheiben rechts und links halten, vertragen keinen Dauergebrauch.

Menüs: Nur Standbilder, keine Musik. Alle Menüs sind nur englisch, auch die Namen der einzelnen Episoden. Aber eine deutsch-englische Episodenauflistung im Einband verschafft die nötige Übersicht.

Bild: So gut wie nicht verrauscht, nur bei den Hintergründen (Zimmerwände, Himmel) ganz wenig sichtbar. Angesichts der Tatsache, dass es eine TV-Serie ist, die über 30 Jahre alt ist und angesichts des Preises für eine komplette Staffel plus Pilotfilm, ist das Bild echt toll, klar und scharf!

Ton: Endlich kann ich Kojak auch auf Englisch ansehen! Die deutsche Synchro ist die, die im Jahr 2006 bei Kabel 1 gesendet wurde. E und D natürlich in mono, ohne Rauschen.

Untertitel: Die englischen Untertitel sind sehr hilfreich, weil die Serie von extremem Slang und Gaunersprache geprägt ist. Der englische Untertitel ist für Schwerhörige, also werden auch Musik und Telefonklingeln untertitelt.

Fassung: Wer alle Staffeln im Jahr 2006 bei Kabel 1 aufgenommen hat, kann die Mitschnitte der ersten Staffel nun wegwerfen und zur DVD-Box greifen. Es handelt sich um die ungeschnittenen Folgen (Dauer jeweils ca. 48 Min.) mit dem Original Intro. Die von der ARD seinerzeit weggeschnittenen Minuten in 16 der 22 Episoden der ersten Staffel werden einfach im Englischen Originalton gezeigt.

Email-Antwort von Universal auf meine Nachfrage (05.01.2008): "Eine Veröffentlichung der zweiten Staffel von Kojak auf DVD ist zurzeit nicht geplant." Traurig, traurig. Jede Schwachsinns-Klamauk-Serie wird komplett veröffentlicht, aber die echten Meilensteine nicht.
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am 20. Oktober 2005
Das besondere an Kojak ist für mich die sehr witzige, von Thomas Keck bearbeitete Synchronisation dieser Serie. Die Stimmen wie auch die Texte von Kojak (Edgar Ott), Stavros, Crocker und den anderen sind hervorragend aufeinander abgestimmt und einfach top. Die Sprüche wie „Iss es wahr" oder „Entzückend" sind Klassiker.
Wie schon bei vielen anderen Folgen aus den 70'ern und 80'ern wurden seitens der ARD aus „programmtechnischen Gründen" die Folgen gekürzt. Von ursprünglich 48 Minuten blieben dann 45 Minuten übrig. Glücklicherweise sind diese Szenen auf den DVD's enthalten. Sie sind aber, da die Synchronsprecher meist schon verstorben sind, im Original mit Untertiteln.
Zwei Folgen der ersten Staffel (Mädchen am Fluß und Bombenleger) wurden nicht gleichzeitig mit den anderen Folgen, sondern erst in den Neunzigern synchronisiert und erstmalig 1998 auf RTL 2 ausgestrahlt. Also nicht wundern, wenn hier andere Stimmen zu hören sind.
Die Bild- und Klangqualität ist (für die alten Folgen) gut. Zwar reicht die Bildqualität nicht an die hervorragend überarbeitete „die Zwei" DVD-Kollektion mit Roger Moore und Tony Curtis heran, aber sie ist erheblich besser als die von den A-Team DVD's, die ja auch von Universal herausgebracht wird.
Ich freue mich schon auf die zweite Staffel, auch wenn sie noch nicht angekündigt ist.
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am 8. September 2010
Kojak ist gut wie immer.
Gut finde ich, dass die Krimis ungeschnittten sind, und die eingefügten neuen Szenen für uns Nicht-Englisch-Sprecher untertitelt wurden.
Und immer wieder fällt mir auf, mit welcher "Ruhe" damals die Filme gedreht wurden.
Mit "Ruhe" meine ich die immer wieder sehr störende Filmmusik, die hier so gut wie nicht vorkommt.
Für die geschädigten Ohren in unserer Zeit sehr angenehm.
DIe Schauspieler sind klasse, es spielen einige Schauspieler mit, die damals noch total unbekannt waren, und heute weltruhm erlangt haben.
ZB Harvey Keitel u.s.w.
Ich freue mich, dass ich mir diese Staffe gekauft habe, die anderen werden folgen.
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am 30. Oktober 2005
Mit "Kojak" ("Einsatz in Manhattan") hat nun eine weitere Kultserie der 70er Jahre ihre digitalisierte Premiere auf DVD erlebt. Bild- und Tonqualität der ungeschnittenen Folgen können durchwegs überzeugen. Wieder einmal unterschätzt oder missachtet jedoch Universal (das Gleiche gilt für "Columbo"!) das Interesse der Käufer und Sammler dieser TV-Juwelen an einer guten Ausstattung wie man das beispielsweise bei den Star-Trek-Veröffentlichungen (perfekt) oder den beiden Kung-Fu-Staffeln (akzeptabel) bekommt. Ist es denn zuviel verlangt, eine kurze Inhaltsangabe der einzelnen Episoden abzudrucken, von einem gut aufgemachen Booklet a la "Die Zwei" oder "Star Trek" gar nicht zu reden? Da sollte Universal schon irgendwann das Veröffentlichungskonzept ihrer TV-Serien einmal verbessern. Sich darauf zu verlassen, dass der Kunde ja doch keine andere Wahl habe, halte ich für riskant! Deshalb "nur" 4 Sterne.
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am 19. Oktober 2005
Wer Fan dieser Serie war, als sie im Fernsehen lief, wird es auch geblieben sein, wenn sie nun auf DVD erhältlich ist.
Daher soll an dieser Stelle nur ein kurzer technischer Kommentar im Hinblick auf die Synchronisation der vorliegenden Staffel erfolgen:
Die ursprünglich im öffentlichen Fernsehen gezeigten Folgen der Serie waren geschnitten. Bei der vorliegenden DVD-Box werden die bekannten Synchronstimmen verwendet, wobei die komplette Fassung gezeigt wird, d.h. die ungeschnittenen Sequenzen sind in die einzelnen Folgen integriert. Bei einigen Szenen erfolgt daher ein Wechsel vom Deutschen in die Originalsprache, die jeweils deutsch untertitelt ist. Dies ist durchaus akzeptabel, da die "vertrauten Stimmen" erhalten bleiben und man nebenbei etwas über Schneidekunst bzw. -murks erfährt.
Die Box selber enthält leider keine weiteren Beigaben, wirkt aber dennoch insgesamt ansprechend.
Angesichts des Inhalts (7 DVDs) ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht zu beanstanden und es kann daher eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausgesprochen werden.
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am 23. Juli 2010
Hinzuzufügen ist, das als Bonus-Disk der Pilotfilm "Der Mordfall Marcus Nelson" mit im Paket ist.
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am 6. September 2010
Zu Inhalt dieser Serie muss man nicht viel sagen - die Serie ist pure Krimikost aus den guten, alten 70s.
Ähnlich wie z.B. bei den Serien "Die Straßen von San Francisco" oder auch "Starsky & Hutch" fängt auch KOJAK
das coole Flair der Siebziger Jahre ein - Entzückend Baby !!!
Wie auch bei anderen Universal Serien ( später auch das A-Team ) wurde viel in den Universal Studios gedreht
( was man vor allem an den "Innenaufnahmen" oder auch an den fast immer gleich aussehenden Straßenzügen erkennen kann - es gibt aber auch einige "On Location" Szenen in New York zu sehen ).
Die DVD-Box beinhaltet die komplette erste Staffel der Serie, sowie den sogenannten Pilotfilm: Der Mordfall Marcus-Nelson, der auf dem tatsächlichen Mordfall "The Career-Girls-Murders" aus den Sechzigern beruht.
Zunächst nur als Fernsehfilm der Woche gehandelt, entwickelte sich aus diesem Film die Hauptfigur unter den Ermittlern schnell heraus: Theo Kojak gespielt von Telly Savallas.
Aufgrund der Beliebtheit ( oder der nüchternden Sachlichkeit im Pilotfilm ) der Figur, entwickelte man daraus diese Krimiserie.
In den ersten sechs Folgen der Serie raucht Kojak noch viele Zigarillos und steigt erst dann auf die bekannten Lollipops um ( dies geschah auf Drängen der Zuschauer, die Rauchen im Fernsehen nicht als Vorbild-Funktion sahen ).
Die einzelnen Episoden dieser Box sind sehr gut ( dem Alter angemessen ) restauriert worden und erstmalig in Deutschland ungekürzt zu sehen, was dazu führte, dass man die "fehlenden Szenen" in englischer Originalsprache mit Untertiteln versehen hat.
Alles in allem eine klare Kaufempfehlung meinerseits, auch wenn es jetzt viele Jahre gedauert hat ( September 2010, seit 2006 ) bis die Serie endlich auf DVD fortgesetzt wird ( von einem anderen Label: Universum Film ).
Im Gegensatz zum amerikanischen Original haben wir hier in Deutschland das Glück. dass der besagte Pilotfilm in der Box mit enthalten ist.
Die Amerikaner hatten nur die reine Serie in der DVD-Box und mussten den Piloten extra kaufen.
Für alle Krimi-Freunde, die noch auf die coolen, alten US-Serien stehen, kann ich nur nochmals sagen: Entzückend Baby !!!
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am 24. August 2006
Zuerst einmal: Die Bildqualität ist sagenhaft.

Das waren die Zeiten, als Polizisten noch Fehler machten, als die Frauen noch begehrenswart waren, ohne nacktes Fleisch zu zeigen, und als man einem Regisseur einen Mord glaubte, wenn man nur eine Schnittwunde am Bein des Opfers sah.

Die "erste Staffel KOJAK" enthält 5 Discs zu je 4 Episoden UND 1 Disc mit 2 Episoden, die wunderbar entnehmbar und übersichtlich PAARWEISE auf 3 Plastik-Seiten untergebracht sind PLUS dem Pilotfilm der Serie auf einer ZUSÄTZLICHEN Einzel-DVD. (Danke an UNIVERSAL, daß kein idiotisches Bonus-material aufgepfropft wurde.)

Dies sind die Episoden von 1974 bis 1977, als noch Vince Conti und Marc Russel die Nebenrollen spieleten, aber das nur nebenbei.

Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie man sich in einer New-Yorker Straße fürchten konnte, ohne auf grünes, außerirdisches Blut zu treten, dann kaufen Sie Kojack. Wenn Sie noch dazu "weisen" (im deutschen Sinn von "geistreichen") Kommentar genießen möchten, von Polizisten, die nicht NUR mit Laborkittel und Datenbanken, sondern HAUPTSÄCHLICH durch Grips und Kombinatorik die Verbrechen gelöst haben, dann sind Sie hier gut bedient.

Und wenn Sie es satt haben, Autos auf Verfolgungsjagden durch Fußgänger pflügen zu sehen, - und Special-Agents, die sich an Seilen von Dächern herunterlassen, die sie vorher womöglich aufgesprengt haben.

Aber weil ich vorher von Fehlern gesprochen habe: Sicher, es sind "wahre" Fehler, die gezeigt werden - von Polizisten, und noch mehr von Verbrechern. Aber man versteht sie jederzeit - die Fehler und die, die sie begehen - oder bekommt sie erklärt.

Und deshalb wird der beklemmende Schrecken, dem man in den Episoden augesetzt wird, im Nachhinein zu Spannung, und letztendlich als befriedigend empfunden.

Ich möchte gerne sagen, daß diese Episoden "schön" sind, daß Kojack und alle seine Co-Actors "schön" sind, daß alle Innen-Aufnahmen in 2-Quadratmeter-räumen gelungen sind, genauso wie die "shots" in 1-Meter breiten Supermärktgängen, oder im Chaos der Polizeistationen,,,, daß man in diesen Episoden noch verregnete Straßenzüge sieht, und daß man den Schauspielern "glaubt", wenn vorbeigehen, wenn sie wegschauen, wenn sie lächeln, und endlich auch, wenn sie lügen.
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am 24. Mai 2012
Zur Serie:
Es ist ja sowieso schon etwas schwierig eine komplette Serienstaffel zu bewerten. Bei "Kojak - Einsatz in Manhattan" (Staffel 1) ist es nochmal ungleich schwieriger.
Wenn man es genau nimmt, befinden sich die 22 Episoden aus heutiger Sicht hart an der Grenze zum Trash. Die einzelnen Folgen sind durchzogen von peinlichen Klischees, die den Berufsalltag der Polizei schon damals in den 1970er Jahren karikiert haben. Es wird wirklich nichts ausgelassen, wenn es darum geht, stereotype Vorgehensweisen und Figuren darzustellen. Dazu sind die Drehbücher in den ersten Folgen auch noch dermaßen schlecht bzw. wirr (mit Verlauf der Staffel wird es jedoch besser), so dass es einen schütteln könnte. Ich kann allerdings nicht abstreiten, dass gerade diese Aspekte aus retrospektiver Sicht einen gewissen Reiz ausmachen. Es amüsiert und unterhält mich hervorragend, den klischeebehafteten Dilettantismus (nicht despektierlich gemeint) seiner Zeit nochmal mitzuverfolgen. Außerdem haut die Figur "Kojak" sowieso alles wieder raus. Kojak wird von Telly Savalas so sympathisch verkörpert, dass man sich nahezu süchtig sieht an diesen Charakter. Seine bisweilen vorhandene Griesgrämigkeit wird stets begleitet von charmanten Zynismus und einem verschmitzten Lächeln. Bei aller Kritik, die man an diese Serie und dessen Inhalt stellen mag......aber so einen "kernigen" und diesbezüglich glaubwürdig vorgetragenen Charakter sucht man in der heutigen Serienlandschaft vergeblich. Telly Savalas verleiht dieser höchst durchschnittlichen Krimiserie den nötigen Flair und macht daraus etwas Großes. Zu TV-Ausstrahlungszeiten war ich nur Gelegenheitsgucker, nun bin ich Fan und werde mir auch noch die anderen Staffeln zulegen.

Zur DVD:
Im Vergleich zum TV-Ausstrahlungsdebüt wurden viele (damals herausgeschnittene) Szenen wieder eingefügt. Diese werden nun in englischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln präsentiert. Pro Folge sind das ungefähr 2-3 Minuten....manchmal auch weniger.
Also Bonusdisc gibt es den 137-minütigen Pilotfilm "Der Mordfall Marcus Nelson", der wirklich sehenswert ist. Dazu sind die 22 Episoden auf 6 DVDs in 3 Hüllen verteilt; alles zusammen in einem Pappschuber.
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