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4.0 von 5 Sternen Für und wider
Man kann von dem Film halten, was man will, aber eines ist sicher: Wenn der Film wirklich schlecht wäre, würde man nicht so viel darüber reden. Als regelmäßiger Videothekengänger, kenne ich wirklich, wirklich schlechte Filme - dieser hier gehört definitiv nicht dazu. Es gibt wenig Hollywoodfilme - egal ob gut oder schlecht - die so viel...
Veröffentlicht am 16. November 2005 von Ergolas

versus
15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was soll mir dieser Film nahelegen?
Spielberg ist ja dafür bekannt, dass zwischen Perlen der Filmgeschichte immer wieder (leider) auch missratene Filmchen aus seinen Produktionsstudios kommen. Dieser Film fällt für mich leider in diese Kategorie.
Ich sehe ihn nicht ganz so negativ wie andere Rezensenten, bei weitem nicht. Man kann ihn ganz anschauen ohne schreiend wegzulaufen. Aber wenn...
Veröffentlicht am 18. November 2005 von Daniel Schwendinger


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für und wider, 16. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Man kann von dem Film halten, was man will, aber eines ist sicher: Wenn der Film wirklich schlecht wäre, würde man nicht so viel darüber reden. Als regelmäßiger Videothekengänger, kenne ich wirklich, wirklich schlechte Filme - dieser hier gehört definitiv nicht dazu. Es gibt wenig Hollywoodfilme - egal ob gut oder schlecht - die so viel Diskussionsstoff liefern. Schon allein aus diesem Grund sollte man ihn unbedingt gesehen haben. Wer sich über das Verhalten des kleinen Mädchens aufregt: Sorry,aber manche kleinen Kinder sind so - ich finde gut, daß sie kein kleines Mädchen ist, daß lieb und leise ist, weil ihr "generve" mit zu der Spannung und dem Stress in dem der Vater steckt beiträgt.

Der Film ist verdammt gut! An Spannung, Atmosphäre, Special Effects und Realismus (was wäre wenn..) kaum zu überbieten!
Ich habe mich jedenfalls über die Dauer des gesamten Films nicht gelangweilt - es gibt nur wenige Filme, in denen man so viel darüber spekulieren KANN und auch WILL, was man selbst in dieser Situation tun würde... Finde in sofern auch gut, daß unser "Held" hier nicht der strahlende, unverwundbare und hyperintelligente Krieger mit den grandiosen Ideen ist, sondern ein einfacher, mittelloser Mann, der eigentlich noch ein großes Kind ist und eben keine Superwaffen zur Verfügung hat und dessen einziges Interesse dem Leben seiner Tochter gilt. TOLL!
Was manche hier als unglaubwürdiges Verhalten einstufen - Tja, Menschen machen nunmal Fehler, besonders unter Stress - ich denke daher ist der Film glaubhafter als mit Charakteren, die immer das Richtige tun.

Einen Stern abzug gibt es trotzdem für:
- das sehr, sehr kurzegehaltene Ende
- Fazit:
Der Film ist trotz großer Special Effekts KEIN seichtes Popcornkino - ich glaube hier liegt die Verwirrung und die zerstörten Erwartungen der Zuschauer - er ist zum diskutieren, spekulieren und Mitdenken - wer nur sagen möchte: Boah und dann hat er seinen krassen Raketenwerfer ausgepackt und den Aliens voll eine vor den Latz geballert, das war so cool!" Wird hier wahrscheinlich enttäuscht werden. Keine seichte oder gar hirnlose Kost. Der Film ist intelligent - gerade, weil der Hauptcharakter es nicht ist.
Interessant für Leute die gerne nachdenken und diskutieren - nichts für solche, die in selbigen Situationen NATÜRLICH alles richtig machen würden und wissen, wie es besser geht und nicht verstehen, warum der Typ nicht einfach einen Panzer klaut sondern sich stattdessen mit seiner Tochter versteckt.
Top-Film - super Unterhaltung.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gerade wegen seiner Schwächen ein hervorragender Film, 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Möchte eigentlich nur eine Ergänzung zum ausführlichen Kommentar von Richard Prinz (2010) geben: der Film mag durchaus seine Schwächen haben, aber er setzt eine Absicht von H.G. Wells ("Die Schockwirkung, die das Buch auf die zeitgenössischen Leser ausübte, ist wohl nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß Wells (...) die Handlung (also) im vertrauten Erlebnisraum seiner Landsleute angesiedelt hat.... Sie sollten verstehen lernen, wie es etwa den Eingeborenen einer Kolonie zumute war, wenn ein waffenstrotzendes englisches Schiff dort vor Anker ging." (Kindlers Neues Literatur Lexikon). Spielberg verpflanzt die Handlung nach Amerika, zeigt keine Zusammenhänge, sonder wie Wells den beschränkten Horizont der kleinen Leute und ihre panischen Reaktionen. Zur Rolle von Dakota Fanning: ich denke, eine amerikanische Zehnjährige, die in dieser Kultur aufgewachsen ist, wird auch genau so reagieren. Auch die Reaktion des Sohnes halte ich für realistisch, ebenso wie das Ende. Eine liebenswerte Hommage Spielbergs an die erste Verfilmung von Byron Haskin von 1953 hat scheinbar keiner der von mir gelesenen Rezensenten bemerkt: die Hauptdarsteller von 1953 (Gene Barry, Ann Robinson) tauchen am Ende des Films als altes Ehepaar (die "Großeltern" von Dakota Fanning) auf - gealtert, aber wiederzuerkennen - so erkennt man in meinen Augen, was für ein großartiger Regisseur Spielberg ist. Oder kennt jemand durch puren Zufall Spielbergs Erstlingswerk??? Da spielen mit: ein Handlungsreisender und ein Tanklaster - und sonst eigentlich nichts. Aus diesen Zutaten macht er einen hervorragenden Film, dessen Handlung sich mit drei Worten erzählen läßt: LKW jagt Spießer, und das über 65 Minuten Hochspannung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vor dem Kauf erst ausleihen!, 16. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Schon allein die Tatsache, daß Krieg der Welten solch höchst unterschiedlich ausfallenden Kritiken auslöst, sollte aufhorchen lassen.
Dieser Film scheidet die Geister! Er zeigt auf bedrückend realistische Weise wie eine Invasion Ausserirdischer heute ablaufen könnte.
Wer allerdings Tiefgang sucht ist falsch!

Tom Cruise spielt einen geschiedenen Vater der mit seinen Kindern überfordert ist. Just in dem Moment als er seine Tochter und seinen
Sohn ein einige Tage betreuen soll, wird die Menschheit von Aliens angegriffen. Der Film bietet außer zwei kurzen Kommentaren am
Anfang und Ende keinerlei Hinweise auf die Hintergründe und darauf was genau passiert. Stattdessen schildert er die panische Flucht
der kleinen Familie vor den Aliens.

Die größten Stärken des Streifens sind seine unglaublich realistischen Bilder (z.B. wenn Menschen von den Aliens 'zerstäubt' werden,
abgestürzte Flugzeuge, eine sinkende Fähre, eine Blutwüste, die 'Fahrzeuge' der Ausserirdischen) und der Ton in DTS. Beim Ton
übertrifft sich Spielberg wieder mal selbst. Die Maschinen der Aliens geben bei Erscheinen einen ähnlichen Ton von sich, wie wir
ihn schon bei 'Unheimliche Begegnung...' am Ende kennengelernt haben (und so schließt sich der Kreis).

Die Leistungen der Schauspieler gehen bei diesem Feuerwerk an Special Effects nahezu unter. Einzig die Szenen mit Tim Robbins als Ogilvy
lassen die Klasse der Protagonisten kurz aufblitzen. Die junge Dakota Fenning gibt sich etwas ausgebrannt. Vielleicht spielte sie in zu
kurzer Zeit in zu vielen Filmen mit?

Der Film endet für meinen Geschmack etwas zu schnell. Innerhalb weniger Minuten ist die Bedrohung beendet und alle sind in Sicherheit.

Fazit: Für Science Fiction Fans, teilweise für Horror Fans und für alle die Tom Cruise lieben ist der Film ein MUST HAVE!

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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Remake und Verweis auf alte (Sci-Fi) Filme, 17. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Erstens: Der Film ist nicht schlecht. Es ist vielleicht nicht der beste Science-Fiction-Film aller Zeiten, doch er gehört auf jeden Fall ins obere Drittel. Zweitens: Wer die Geschichte vom Krieg der Welten nach der Erzählung von H.G. Wells kennt, weiß schon bei Beginn des Films, was ihn erwartet und wie der Film ausgehen wird. Steven Spielberg hat nichts anderes versucht, als eine zeitgemäße Interpretation des o. g. literarischen Klassikers von Wells abzuliefern, was ihm meines Erachtens auch gut gelungen ist. Dass das (klassische) Familiendrama mit dem Vater-Sohn-Konflikt wieder mal ausgegraben wurde, ist an sich OK, auch wenn er stroytechnisch keine Neuigkeit darstellt. Das genannte Familiendrama dient eben dazu, Konflikt in die Story zu bringen. Der Drehbuchautor David Koepp hat diese Familienkiste gut in die Story integriert. Gut an dem Film finde ich auch, dass man nicht erfährt, ob die Außerirdischen nun vom Mars, vom Jupiter oder von sonstwo herkommen. Was den Roman von H.G. Wells, und somit auch den Film, gut macht, ist die Tatsache, dass die Menschen den außerirdischen Streitkräften hoffnungslos unterlegen sind. Das ist auch logisch. Wer es schafft, von sonstwo aus dem Weltraum zur Erde zu reisen um dort einen Krieg zu beginnen, wird wohl technisch mehr auf dem Kasten haben als wir Menschen, die es gerade mal schaffen, auf dem Mond ein wenig Stauf aufzuwirbeln. Erfrischend fand ich die Idee, dass die Außerirdischen eine Art des "Terraforming" anwenden. So etwas habe ich zumindes in einem Invasionsfilm noch nicht gesehen. Den Vergleich mit "Independence Day" braucht "Krieg der Welten" nicht zu scheuen, da Letzterer bedeutend mehr Tiefgang hat, auf unnötigen amerikanischen Hurra-Patriotismus verzichtet und ganz klar zeigt, dass die Menschheit in einem "Invasionsfall" selbst kaum fähig sein dürfte, einer außerirdischen Macht die Stirn zu bieten.

Visuell ist der Film sehr interessant. Die Kameraführung orientiert sich an alten Filmklassikern, darunter auch Filme von Alfred Hitchkock. Spielberg arbeitet geschickt mit Rahnung und spiegelnden Flächen. Auch der Schnitt ist gelungen.

Das Ende ist zwar abrupt, aber OK. Auch der "ursprungs"-Krieg der Welten aus den frühen 50ern hörte sehr abrupt auf. Und dieser Film ist auch nicht schlecht. Spielberg orientiert sich übrigens bewusst am Original aus den 50ern. Der gravierendste Unterschied zum Original sind die "Tripods", die deshalb nur nicht im alten Film zu sehen sind, da die damalige Tricktechnik für die Tripods das Budget gesprengt hätte.

Fazit: Kaufen. Guter Film.
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2.0 von 5 Sternen Was soll mir dieser Film nahelegen?, 18. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Spielberg ist ja dafür bekannt, dass zwischen Perlen der Filmgeschichte immer wieder (leider) auch missratene Filmchen aus seinen Produktionsstudios kommen. Dieser Film fällt für mich leider in diese Kategorie.
Ich sehe ihn nicht ganz so negativ wie andere Rezensenten, bei weitem nicht. Man kann ihn ganz anschauen ohne schreiend wegzulaufen. Aber wenn man es dann bis zum Ende geschafft hat steht man auf, lässt die letzten Bilder noch einmal auf sich wirken (wobei man sagen muss, dass in dieser Hinsicht der Film sehr gewaltig ist, positiv!) und dann stellt sich dieses leere, fragende Gegühl ein: Was wurde mir gerade Versucht zu sagen, in wiefern hat mich dieser Film berührt? WO ist die Story gewesen?
Die Caractere in diesem Film sind einem relativ schnell einfach nur egal und eine wirkliche gute Handlungsfolge gab es auch nicht. Auch die Reaktionen und Beweggründe der Caractere im Film erschienen mir einfach nur unlogisch teilweise.
Wenigstens wurden wir am Schluss von einer rührenden Familien-Wiedervereinigungs-Szene à la Independence Day oder Air Force One, verschont. Danke Mr Spielberg
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29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krieg der Kritiker!, 14. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Nun, ich habe mir jetzt alle Rezensionen durchgelesen die über diesen Film geschrieben worden sind. Einige Kritiken, (wie die von da-Physiker) sind begründet, andere lächerlich (wie die von Ziethman oder DhCritiks).
Der Film hat definitiv Logikfehler, ja! Auch ich war enttäuscht vom Schluss, als Mikroorganismen dem Krieg ein Ende bereiteten.
Aber alles davor, ist (zum größten Teil) ein Wahnsin. Was wollte Spielberg hier? Auf keinen Fall Popkornkino. Er wollte uns fühlen lassen, wie es ist solch einem übermächtigen Feind gegenüberzustehen. Wäre unser Gebärden wirklich anders als im Film?
Panik, Leid, Tote, Horror, Verluste eigener Familienmitglieder. Wie würdet ihr hier reagieren? Besonders die Szene als der Familie das Auto genommen wurde..., etwas derart Erschütterndes hat man selten gesehen.
Man kann vieles am Film kritisieren, aber sicher nicht die Leistungen der Schauspieler. Besser wäre es gar nicht mehr gegangen.
Auch die Kritiken über die Spezialeffekte verstehe ich nicht. Sie sind sehr überzeugend, auf jeden Fall! Natürlich gibt es hier kein großes Kabum. Wie ich bereits sagte, dies ist kein Popkornkino.
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40 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend, verstörend, genial, 17. Oktober 2005
Von 
Stefan Sasse (Stuttgart, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Welles' Version von 1898 benötigte für das massentaugliche Hollywoodkino selbstverständlich eine Modernisierung. Deswegen greifen die Marsmenschen, die hier keine Marsmenschen sind, nicht England, sondern die USA an. Auch versuchen weniger Kanonen als vielmehr Panzer, Helikopter und Flugzeuge das anbahnende Armageddon zu bekämpfen, um wie im Vorbild dramatisch zu scheitern.
Doch zur eigentlichen Geschichte: Spielberg ging das Wagnis ein, sich allein auf Ray Ferrier zu konzentrieren. Keinerlei Abschweifungen zu anderen Personen sind zu finden, kein Präsident, kein Minister, kein General. Einzig Ferrier, der sich und seine Kinder zu schützen versucht und kaum etwas vom allumfassenden Hintergrund mitbekommt.
Das Wagnis gelingt. Der Zuschauer wird voll in das Chaos hineingezogen, das sich um Ferrier herum entwickelt und kann eine sehr persönliche Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, ein Vorgang, der durch das gelungene Drehbuch noch erleichtert wird. Hochspannend und dramatisch entwickelt sich die Geschichte; nach kaum zehn Minuten beginnt die Invasion bereits, alle Charaktere sind vorgestellt.
An dieser Stelle muss ein Warnhinweis an jeden stehen, der vorhat, sich diesen Film anzusehen: wer Action und Untergangskino à la „Independence Day" erwartet, sollte einen weiten Bogen machen. Er wird enttäuscht werden. Hier wird ein Weltuntergang zelebriert, der in seiner Ernsthaftigkeit verstörend und faszinierend zugleich ist. Spielberg verabschiedet sich brachial von „Unheimliche Begegnung der Dritten Art" oder „E.T.". Der Film beschreibt in den gewaltigsten Bildern der Filmgeschichte den Genozid an der Menschheit. Mittendrin ist ein Einzelschicksal, herausgegriffen wie zufällig aus der Masse, an dessen Erlebnissen sich die Handlung aufhängt. Trauer, Schmerz und Verlust kennzeichnen die gesamte Handlung.
Doch das wirklich schockierende sind die Bilder. War schon „Schindlers Liste" beeindruckendes Gefühlskino, so werden die Metaphern hier erst richtig ausgepackt. Nach dem ersten Angriff der Dreibeine, deren tödliche Strahlen die Menschen nicht eklig zerlegen, sondern geradezu mit maschineller Effizienz in Asche verwandeln ist Cruise über und über eingestäubt. Die Panik in seinen Augen, seine Gesten und die Bilder lassen unwillkürlich an das amerikanische Trauma des 9/11 oder den Holocaust erinnern, Geschehnissen, zu denen Spielberg persönlichen Bezug hat, Szenen, wie sie unterschwellig immer wieder auftauchen. Sie sind es, die dem Film die brutale und schockierende Ernsthaftigkeit verpassen, der ihn eigentlich völlig untauglich zum Kassenschlager macht - der er wegen der Werbekampagne trotzdem werden wird.
Solche Bilder tauchen dabei ein ums andere Mal auf. Sensiblere Gemüter sollten sich wirklich schwer überlegen, ob sie sich den Film antun wollen, denn Spielberg lässt emotionale Wucht schonungslos auf den Zuschauer einprasseln.
Definitiv ist dieser Film kein Unterhaltungsfilm, er schlägt nicht in die Sparte „The day after tomorrow" oder „Independence Day". In seiner Radikalität ist er allenfalls mit „Mars attacks!" zu vergleichen, der Persiflage des Themas. Gerade das zeigt, wie die Sache gelagert ist.
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Science Fiction, aber nicht wirklich schlecht..., 9. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Also erstmal hat Spielberg's "Krieg der Welten" von der Story her nichts mit der älteren Verfilmung "Kampf der Welten" zu tun, heisst er beschreibt die Story nicht aus der Sicht der Regierung oder des Millitärs, sondern aus der Sicht einer Familie, deren Haussegen aufgrund eines verantwortungslosen Vaters etwas schief hängt. Diesen Film aus so einer Sicht zu zeigen finde ich persönlich schonmal ziemlich gut, da er sich dadurch von Filmen wie "Independence Day" deutlich abhebt. Es gibt keine Helden im Film, die Hauptdarsteller wollen einfach nur ihre eigene Haut retten und sind ständig auf der Flucht. Spannung ist gegeben und kommt auch nicht zu kurz. Das was ich am Film bemängel sind die kleinen Logikfehler, die hier und da auftauchen (z.B. fallen alle elektronischen Geräte aus, aber dennoch schießt einer Fotos, ein anderer nimmt ein Video auf...) Die Sache mit dem Auto, gut, es lag angeblich an der Magnetspule (woran auch sonst?!) und Tom Cruise ist der einzigste, der das rausfindet (bis auf das Millitär natürlich noch). Schauspielerisch kann ich die Kritik mit der von anderen nicht ganz teilen. Ich finde die Schauspieler haben ihre Rolle ganz gut hinbekommen und auch Tim Robbins, der am Rande des Wahnsinns seinen Verstand verliert und wirres Zeug labert, spielt seine Rolle gut. Klar, gibt natürlich bessere Leistungen, aber ich halte das hier jedenfalls nicht für lächerlich. Szenen, wie die Belagerung des einzig fahrenden Autos, finde ich sehr gelungen. Hier wird sehr gut die Dramatik in einer solchen Situation festgehalten, welche ich keineswegs für unrealistisch halte. Die Aliens hätte man vielleicht aus dem Film rauslassen sollen und nur am Ende diesen einen Arm zeigen sollen, da solche Gestalten ja immer etwas fragwürdig daherkommen. Das Ende selber ist etwas beschämend. Die komplette Familie findet wieder zueinander und alle sind unversehrt. Gut, Spielberg wollte ein Happy End, was solls. Alles in allem kann man sich den Film durchaus mal anschauen, er ist nicht wirklich schlecht, aber natürlich auch kein "Burner". Die Effekte sind dafür Knaller und für Fans von Visual Effects ein echtes Highlight. Also, angucken und eigene Meinung bilden...
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28 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Science-Fiction der anderen Art, 19. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Die Kritiken zum neusten Spielberg-Film waren und sind grösstenteils vernichtend. "Logiklöcher en masse! Abruptes Ende!" Die Kritiker schreien "zetter und mordio" und klopfen sich anschliessend bei einem kühlen Bier selbstgerecht auf die Schultern, während sie sich immer wieder stolz sagen "hey, wir haben dem grossen Spielberg einen reingebremst". Es sind dies die gleichen Leute, die Spielberg bei Schindler's List Schwarz/Weiss-Malerei vorwerfen etc.
Wer sich mit dem Werk Spielbergs auseinandersetzt, der weiss, dass Spielberg das Bild über alles stellt, auch über die Logik der Geschichte. Für Spielberg ist das Bild an sich, das Medium, dass die Geschichte erzählt. Das Bild jedoch ist frei, folgt keiner menschlichen Logik, es steht für sich als Kunstwerk (z.B. hier bei War of the Worlds der brennende Zug, die Kleiderfetzen im Mondlicht, die im Wasser, dem Lebenselexier treibenden Leichen und auch die meisten Situationen, welche als katastrophale Logiklöcher bezeichnet werden). Dies ist in jedem Spielberg-FIlm so, zieht sich, genau wie die zerrütteten Familien unter welchen jeweils die Kinder leiden müssen, wie ein roter Faden durch das Gesamtwerk Spielbergs.

Erwartet man einen reissenden Actioonknaller wie Independence Day ist der Film eine Enttäuschung. Spielberg nutzt die totale Katastrophe nämlich zu einer Art intimen Familiendrama, heftet sich bedingungslos an die Fersen der Familie um Vater Tom Cruise (die, wie könnte es anders sein, total verrüttet ist), welcher sich für seine Kinder bedingungslos aufopfert. So entstehen bewegende und intime Momente, die nur gelegentlich, vor allem bei der schockierenden Vernichtungsorgie zu Beginn, die so überzeugend und erschreckend an die Bilder vom 11. September 01 erinnern, von Action umrahmt werden. Zudem schuf Spielberg im Keller eines skurrilen Farmers eine beeindruckende, an Spannung kaum zu überbietende Ehrerbietung an Hitchcock, die die Spannung mit einfachen Mitteln auf ddie Spitze treibt.
Sie machtlosigkeit der Menschheit in einer solchen Situation demonstriert Spielberg, vielleicht noch extremer als H.G. Wells in seinem Buch, mit einem völlig überraschenden, schnellen Ende. Die Menschheit war machtlos, grosse Helden, die die Menschheit zum Sieg geführt haben gibt es nicht...unser eigener Planet, seine Umwelt und Mirkoorganismen waren unsere Rettung, Helden, die wir nicht wahrnehmen.

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zusatzmaterial vom Allerfeinsten, 1. Mai 2008
Von 
D. Schubert "SevenOfNine" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Hier noch eine Rezension für den Film abzugeben halte ich für unpassend und überflüssig, da schon genügend hier sowie zur Single-DVD geschrieben wurde. Diverse Autoren scheinen nicht begriffen zu haben, was für eine Arbeit hinter dieser etwas anderen Umsetzung des Originals von H.G. Wells steckt, spiegelt aber leider das Niveau einer Gesellschaft wieder, in der Big Brother und Co. höchste Einschaltquoten erzielen. Daher widme ich mich dem Zusatz-Material, weswegen die Special-Edition auch ihren Namen bekommen und auch verdient hat.

Für mich ist das auf der 2. DVD dieser Special-Edition enthaltene Zusatz-Material das Beste was ich seit langer Zeit in den Händen hatte. Hier wurden nicht einfach nur ein paar Trailer und Interviews auf den Silberling gebannt, sondern fast das komplette Produktions-Tagebuch in Bild und Ton über fast 3 Stunden mit entsprechenden Erläuterungen sowie deutschen Untertiteln.

Der Kopf der für die Zusammenstellung dieses Zusatz-Materials verantwortlich zeichnete erhält daher von mir auch alle 5 Sterne.
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Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs)
Krieg der Welten (Special Edition, 2 DVDs) von Steven Spielberg (DVD - 2005)
EUR 14,99
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