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5.0 von 5 Sternen Verne und das Geheimnis von Stahlstadt
Die 500 Millionen der Begum ist erstmals im Jahre 1879 erschienen. Erzählt wird die Geschichte einer gewaltigen Erbschaft , die - über verwickelte Umwege - aufgeteilt an zwei Erben geht die gegensätzlicher nicht sein könnten, den französischen Professor Dr. Sarrassin und den deutschen Professor Schultze aus Jena. Der französische Professor...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2008 von Axel22

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unmöglicher Sprecher.
Ich muss meinem Vorredner leider und entschieden widersprechen. Von "eindrucksvoll und mitreißend gelesen" kann keine Rede sein. Der Sprecher hat offenbar niemals "frei bzw. natürlich sprechen" gelernt. Das Hörbuch ist von vorn bis hinten gequetscht und gestelzt vorgelesen und in einer völlig überzogenen Intonation, oftmal einem regelrechten...
Veröffentlicht am 30. November 2009 von Maschinenkanone


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verne und das Geheimnis von Stahlstadt, 26. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 500 Millionen der Begum (Audio CD)
Die 500 Millionen der Begum ist erstmals im Jahre 1879 erschienen. Erzählt wird die Geschichte einer gewaltigen Erbschaft , die - über verwickelte Umwege - aufgeteilt an zwei Erben geht die gegensätzlicher nicht sein könnten, den französischen Professor Dr. Sarrassin und den deutschen Professor Schultze aus Jena. Der französische Professor nutzt seine Erbschaft, um auf amerikanischen Boden eine ideale Stadt zu bauen, eine Stadt der Gesundheit und des Wohlergehens aller. Der deutsche Professor ist von Anfang an ein erklärter Gegner dieser Stadt "France-Ville" genannten Stadt. Er errichtet "Stahlstadt", eine Stadt die das genaue Gegenteil darstellt, voller Zechen, Eisengießereien usw. in der nur Kriegsgerät hergestellt wird. Kanonen jeden Kalibers, eine schrecklicher als die andere.

In diese Stadt macht sich Marcel Bruckmann, ein Freund des Sohnes von Dr. Sarrasin, auf, um ihre Geheimnisse zu erkunden. Sein Ziel ist es, das Schlimmste zu verhindern. Und es sind schreckliche Dinge, die Stahlstadt zu verbergen hat. Ob Marcel es unter Einsatz seines Lebens schafft, diese Geheimnisse aufzudecken und wie die spannende Geschichte endet, wird nicht verraten....

Ist gibt wohl kaum ein Werk eines Autors welches so verfälscht und verändert wurde, wie das von Jules Verne. Es wird sicher niemanden geben, der nicht ein Werk von Jules Verne kennt, besonders natürlich seine besonders bekannten und verfilmten Romane wie "Reise um die Erde in 80 Tagen" oder "Reise zum Mittelpunkt der Erde", um nur zwei Beispiele zu nennen.

Man muss aber bedenken, dass in über 40 Jahren schriftstellerischer Tätigkeit eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen aber auch Geschichts- und Geographiewerke und auch Bühnenwerke entstanden sind. Betrachtet man sein Schaffen genauer, ergibt sich ein vielschichtiges Bild seiner Zeit und lässt auch Einblicke in ein bemerkenswertes Lebens und Zeit und einer faszinierenden Biographie zu. Verne lebte in einer Zeit erheblicher politischer aber vor allem technischer Umwälzungen. Der mächtige Imperialismus der Zeit des 19. Jahrhunderts lässt kommende Kriege erahnen und Verne zeigt sich - auch in seinen düsteren Spätwerken - trotzdem als Humanist und Pazifist, der warnend die Zerstörung der Menschheit durch unbedachtes Wettrüsten vorwegnimmt aber auf Vernunft die positiven Kräfte hofft.

Leider wird in den letzten Jahren das vielschichtige Werk von Verne - sei es aus mangelnden Interesse der Verlage oder fehlender Leserschaft - immer weniger verlegt. Dies ist bedauerlich. Auch sind in der Vergangenheit viele Werke aufgrund absichtlicher oder mangelhafter Übersetzung nur in verstümmelter Form erschienen, die Ironie Vernes und seine sarkastischen Bemerkungen wurden so unterdrückt. Aber noch heute begeistern die Werke Vernes, denn er glaubte an die Wirklichkeit der Welt und die schöpferischen Fähigkeiten des Menschen.
Aber leider wird er heute wenn überhaupt nur noch als reiner Kinder- und Jugendbuchautor wahrgenommen, was - wer seine Werke kennt - überhaupt nicht der Fall ist.

Die sehr empfehlenswerte ungekürzte Hörbuchversion, eindrucksvoll und mitreißend gelesen von Sven Görtz, entführt den Zuhörer in eine fremde beängstigende Welt, die aber aktueller denn je erscheint. Sicher wurde das Buch nach dem für Frankreich verlorenen Krieg von 1870/71 geschrieben und das Bild des bösen Deutschen ist daraus zu erklären. Trotzdem ist da mehr. Aus heutiger Sicht zeigt Verne mit bemerkenswerter Voraussicht die Katastrophe der beiden Weltkriege auf, die besonders durch Nationalismus, Rassismus und Überheblichkeit ausgelöst wurden. Herr Schultze ist sogar mit Dr. Sarrasin verwandt - und trotzdem in unversöhnlicher Feindschaft versunken. Da ist keine Möglichkeit der Verständigung, obwohl dies doch möglich erscheint. Das Buch ist ein Plädoyer für Frieden und Humanismus für Verständigung und Zusammenarbeit. Miteinander statt gegeneinander. Das Verne sich dies vor mehr als 100 Jahren bereits gewünscht hatte sollte zu denken geben. Aber natürlich ist auch - bei allem Ernst - die typisch leise Ironie von Verne zu spüren, besonders wenn er die angeblichen "typischen" Eigenschaften der Deutschen beschreibt.

Übrigens wurde das Buch in der damaligen Tschechoslowakei verfilmt als "Geheimnis von Stahlstadt".

Es bleibt zu wünschen, dass dieser Film irgendwann auf DVD erscheint und dass auch wieder mehr Bücher von Verne verlegt werden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unmöglicher Sprecher., 30. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die 500 Millionen der Begum (Audio CD)
Ich muss meinem Vorredner leider und entschieden widersprechen. Von "eindrucksvoll und mitreißend gelesen" kann keine Rede sein. Der Sprecher hat offenbar niemals "frei bzw. natürlich sprechen" gelernt. Das Hörbuch ist von vorn bis hinten gequetscht und gestelzt vorgelesen und in einer völlig überzogenen Intonation, oftmal einem regelrechten Singsang, umgesetzt, dass es eine echte Tortour war, sich das reinzuziehen. Ich hatte den Eindruck, der Sprecher weiß überhaupt nichts mit seiner Stimme anzufangen, kann überhaupt nicht "natürlich reden" und hat keinerlei natürliches Selbstvertrauen in dieselbe und versucht deshalb seinen Vortrag mittels künstlicher Dramatik irgendeine Form zu geben.

Der böse "Professor Schultze" quetscht sich permanent einen ab als sei er ein preussischer Offizier der nur eine Tonhöhe kennt und dieser gepresst-schnarrende Tonfall mischt sich oft auch ungewollt unter den seines (ansonsten noch am natürlichsten von allen Figuren klingenden) Widersachers "Marcel". Der Sprecher hat nicht mal eine ordentliche Orientierung für sein überzogenes Akustik-Theater. Die "R" werden scharf gerollt, die Tonmelodie leiert das ganze Hörbuch hindurch auf und ab und die Figuren klingen wie eine Mischung aus Brecht-Theater und mißerabler Hitler-Imitation.

Ich habe schon viele Hörbücher gehört, aber noch nie einen derart unfähigen Sprecher. Ich kann nur jedem abraten. Es klingt schrecklich. Und es ist einfach anstrengend.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein ziemlich..., 28. Juli 2006
unbekanntes Werk von Jules Verne, um nicht zu sagen unterschätzt. 500 Millionen France werden zur Zeit um 1870 an einen deutschen und an einen französischen Erben zu je gleichen Teilen, also zu je 250 Millionen, verteilt. Dieses Geld nutzen beide Herrschaften um zwei Städte aufzubauen. Das saubere, grüne, humane, weltverbesserische "France-Ville" und das technokratische, dreckige, sozialdarwinistische Moloch "Stahl-Stadt". Die Grenze zwischen Gut und Böse ist also überdeutlich determiniert, was die größte Schwäche dieses Buches ist. Der deutsche Erbe ist natürlich ein Sauerkraut mampfendes, Bier schüttendes, barsches, unmenschlich und herzloses Monster und der nette französische Landarzt ist ein beinahe comichafter Weltverbesserer, der wirklich keine schlechten Charakterzüge sein Eigen nennt.

Super, wie bei allen Verne-Romanen, sind die technischen Darstellungen, die ausgeklügelten Waffensysteme und die durchdachten Gesellschaftsstrukturen. In der Geschichte des 20. Jahrhunderts gab es sowohl Staaten, so könnte man meinen, die sich an "Stahlstadt" orientierten und es gab Bewegungen die sich ein "France-Ville" erträumten und zu Teilen, auch in Deutschland, umgesetzt haben. Aus heutiger Sicht kann man "Die 500 Millionen der Begum" als Satire auf den Imperalismus und die zu darmaligen Zeit heraufbeschworene Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich sehen.
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5.0 von 5 Sternen Jules Vernes hat übelst die Akasha Chronik angezapft, 25. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die 500 Millionen der Begum (Audio CD)
Jules Vernes war nicht der erste Science Fiction Schreiber. Jules Vernes war ein technologischer Visionär. In diesem Buch schildert er das Yin und Yang Prinzip der Möglichkeiten, die eine große Erbschaft gebiert.
Während der Protagonist eine Stadt erschafft, die im Einklang mit Mutter Erde ein harmonisches Verhältniss pflegt, wird der Antagonist zu einem Übervater Staat, der mit allen Mitteln die neu gewonnene materielle Macht zum Herschen mißbraucht und die Menschen in seiner Stadt versklavt ( Hier könnte Fritz Lang und sein Film Metropolis so einigen Ideen her haben.). Als er seine gänzlichen Resourcen erschöpft hat, ist sein Plan die andere Stadt mit einem Streich zu übernehmen, da seine Gier ihn in den Teufelskreis des immer weiter wachsen müssens hinein gezwungen hat. Hier wird Vernes dann wieder mehr als nur visionär, als er sich die flüssige Stickstoffbombe ausdenkt, die wie später die Neutronenbombe nur Menschen tötet die Gebäude aber intakt lässt. Die versteckte kapitalistische Gesellschaftskritik mag auch darin begründet sein, dass Vernes quasi zeitgleich mit Karl Marx gelebt hat. Der Franzose Jules Vernes verarbeitet hier in seinem Spätwerk das Thema der Industrialisierung die Auswirkungen der Völkerschlacht bei Leipzig sowie auch die katastrophale Niederlage der Franzosen beim Deutsch Französischen Krieg 1870-71, die durch die fatale Wirkung der Kruppschen Artillerie entschieden wurde. Seine visionäre technologische Interpretation der Zukunft war Basis für Aldous Huxley sowie George Orwell, die sich später in "Schöne neue Welt" sowie "1984" eher mit den sozialen Auswirkungen durch den technologischen Fortschritt auseinander gesetzt haben. Für mich das sozial/techno kritischste Werk von Jules Vernes in der er dem späteren Buch " "Die Erfindung des Verderbens" vorweg gegriffen hat. Ein Jules Vernes Klassiker der in den 70 er Jahren hervorragend von Tschechen filmisch umgesetzt wurde.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Ansatz, aber zu viele Klischees, 30. Juli 2011
Von 
fictionmaster (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
In "Die 500 Millionen der Begum" geht es um zwei Erben eines gewaltigen Vermögens, die ihr ganzes Geld verwenden, um jeweils eine Utopia-Stadt nach ihren Vorstellungen zu bauen. Der Ansatz war interessant, die Geschichte jedoch leider viel zu klischeehaft.
Der böse deutsche Erbe aß natürlich ausschließlich Bratwurst mit Sauerkraut und nutzte seine - Achtung, jetzt kommt's - "Stahlstadt" (O-Ton!), um dort Kriegsmaschinen gegen die Paradiesstadt des anderen Erben zu führen, die - wie sollte es anders sein - France-Ville heißt.
Die Handlung ist leidlich spannend und nicht mal am wenig überaschenden Ende gibt es irgendeine Art Pointe.

Ich weiß nicht, ob der Roman einfach als Produkt seiner Zeit zu entschuldigen, oder ob er tatsächlich einfach nur schlecht ist.
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Die 500 Millionen der Begum
Die 500 Millionen der Begum von JULES VERNE (Audio CD)
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