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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... shores of Kildare
Hier ist es also endlich: "Awaken the Guardian", das beste Prog-Metal-Album überhaupt in frisch remasterter Form. Über die Musik noch große Worte zu verlieren, hieße, offene Eulen in Athen einzurennen. Fates Warning waren die Pioniere des Progressive Metal, verschmolzen Einflüsse von Black Sabbath, Rush und Iron Maiden zu harten, epischen und...
Veröffentlicht am 10. Juli 2005 von coastliner

versus
3.0 von 5 Sternen Nur für Die Hard Fans!
Awaken The Guardian ist vielleicht das beste Metalalbum aller Zeiten, daran gibt es nix zu rütteln! Wer ordentlich Kohle lassen will, sollte sich die Vinylversion zulegen ( Awaken the Guardian [Vinyl LP] [Vinyl LP] ) und auf keinen Fall die Edition mit der DVD! Die ist qualitativ unterstes youtube - Niveau und daher so unnötig für den Ottonormalmetaller wie...
Vor 18 Monaten von iwill zähnchen veröffentlicht


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... shores of Kildare, 10. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Re-Issue) (Doppel-CD + DVD) (Audio CD)
Hier ist es also endlich: "Awaken the Guardian", das beste Prog-Metal-Album überhaupt in frisch remasterter Form. Über die Musik noch große Worte zu verlieren, hieße, offene Eulen in Athen einzurennen. Fates Warning waren die Pioniere des Progressive Metal, verschmolzen Einflüsse von Black Sabbath, Rush und Iron Maiden zu harten, epischen und komplexen Sound-Landschaften voller lyrischer Ideen und erreichten auf dem dritten und letzten Werk mit Sänger John Arch die Formvollendung ihres Stils. Die wortspielerischen Texte waren philosophisch und eskapistisch zugleich, und Archs einzigartige Gesangsakrobatik mit ihren unzähligen orientalischen Schnörkeln war reine Zauberei. Viele haben seitdem versucht, diesen Gesang zu kopieren. Ohne Erfolg. Arch ist ein Meister der ungewöhnlichen Melodiebögen und gehört in die 'Hall of Fame' der besten Rock-Stimmen aller Zeiten.
Auf CD 1 findet man das gute Stück. Hat sich die Überarbeitung gelohnt? Auf jeden Fall - auch, wenn man keine Wunder erwarten sollte. Das Aufnahme-Budget war damals im Jahre 1986 nicht sehr groß und der Mix war etwas matschig. Diese grundlegenden Probleme kann der Remaster nicht aus der Welt schaffen, doch Brad Vance hat sich alle Mühe gegeben, das Beste aus der Scheibe rauszuholen. John Archs Vocals sind glasklar und die Gitarren etwas druckvoller, doch die größte Verbesserung ist beim Drum-Sound zu verzeichnen. Zwar ist die Snare noch immer nicht das Gelbe vom Ei, dafür haben aber die Toms und die Bass-Drum deutlich mehr Wums, während manche Becken- und Hihat-Schläge, die man 20 Jahre lang nicht wahrnehmen konnte, plötzlich an der Oberfläche auftauchen. Alle Akustik-Gitarren-Parts klingen außerdem so differenziert, als wären sie vor einer Woche aufgenommen worden, und der Gesamt-Sound ist transparenter und räumlicher und hat mehr Fleisch. Wie gesagt: Wunder sollte man nicht erwarten. Für eine dreiviertelstündige Gänsehaut hat es bei mir aber gereicht. Ganz klar: Dies ist die definitive Version dieses unsterblichen Klassikers.
CD 2 bietet drei Demo-Versionen und sechs Live-Tracks. Die Demos klingen naturgemäß etwas rumpelig, sind aber interessant, da Archs Phrasierungen und Texte hier stellenweise von den endgültigen Versionen abweichen. Die Live Tracks haben dann leider nur Bootleg-Qualität, aber auch hier sticht Arch hervor. Seine Power ist unglaublich. Aggressiver und schwitzender :-) als im Studio, aber technisch wie gewohnt auf höchstem Niveau kaut sich der Mann durch die Songs, als wollte er den Metal vorm Aussterben retten.
CD 3 ist in Wirklichkeit eine DVD und enthält einen Mitschnitt eines Konzerts in Long Island aus dem Jahre 1986. Bild und Ton kommen leider über Bootleg-Qualität nicht hinaus. Da es sich aber um die einzigen Video-Aufnahmen der Arch-Ära zu handeln scheint, läßt sich prima darüber hinwegsehen. Es ist ein historisches Dokument für alle, die die frühen Fates Warning und das Powerpaket John Arch noch nie in Aktion erlebt haben.
Alles in allem ein (auch farblich) prächtig aufgemachtes Paket, das der Prog-Metal-Fan einfach haben muß, wenn er sich für die Ursprünge seiner Musik interessiert. Wie schreibt Mike Portnoy (Dream Theater) in den beigefügten Linernotes so schön? "Awaken the Guardian" gehört in eine Reihe mit "Master of Puppets", "Operation: Mindcrime" und "Reign in Blood". Recht hat er. Zeit zum Niederknien, denn sowas kommt nicht wieder!
Anspieltips: The Sorceress, Guardian, Prelude to Ruin
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning Zeitdokument, 9. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Re-Issue) (Doppel-CD + DVD) (Audio CD)
Gerade trudelte das 3er Digipack bei mir ein und ich musste gleich die DVD mit dem Live-Video von 1986 einlegen. Damals hätte ich mein letztes Hemd gegeben um Fates Warning live zu sehen (was mir in späteren Jahren öfter vergönnt sein sollte).
Um es kurz zu machen: Ich habe Bands gehört die härter waren, ich habe Bands gehört die technischer waren, ich habe Bands gehört die aggressiver waren, ich habe Bands gehört die primitiver waren, aber ich HABE NIE WIEDER AUCH NUR EINE BAND GEHÖRT, DIE AN FATES WARNING IN DEN SPÄTEN 80IGERN HERANGEKOMMEN WÄRE. Die Jungens waren ihrer Zeit damals um Jahre voraus und haben die Grenzen des Rock ausgelotet und neu definiert. Der Grund dafür ist einfach und heisst "Emotion" gekoppelt mit "Individualismus". Bei Fates hatte und habe ich stets dass Gefühl, dass diese Musik ein Teil von mir selber ist, welcher verborgen in mir durch das geniale Duo Arch/Matheos nach aussen transportiert wird. Man kann diese Schaffensphase der Band wirklich nur 2-fach bewerten: Entweder man liebt sie, oder sie stösst bei einem auf Befremden und Unverständnis.
Zurück zur DVD: der Konzertmitschnitt wirkt technisch wie eine Aufzeichnung von einer Schülerband, der Sound macht die Songs fast unidentifizierbar und das Bild hat z.T. Aussetzer. Trotzdem ist es für alle FATES/ARCH-Jünger ein wichtiges historisches Dokument, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
Schön auch, dass sich Mike Portnoy in den Liner-Notes als großer FATES-Fan outet (er ist übrigends auf dem Livevideo unter den Zuschauern zu sehen) und treffend bemerkt: "Very often Fans and Critics credit Dream Theater for creating a whole new genre of Progressive Metal music in the late 80's/early 90's.....but the thruth is Fates Warning were doing it Years before us."
Das Pack ist liebevoll aufgemacht und daher zum fast 20-jährigem Jubiläum von "Awaken" für alle FATES-Fans ein Pflichtkauf.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht's nicht!, 27. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Re-Issue) (Doppel-CD + DVD) (Audio CD)
Wow, wer kennt es nicht, das Gefühl wenn man vorm CD Regal seines Vertrauensdealers steht und ein dermaßen geil aufgemachtes Teil in Händen halt, dass es einem sofort die Schweißperlen auf die Stirn drückt! Kennt man gelle. Zuletzt passiert, beim Re-release einer der besten, schönsten und perfektesten Heavy Metal Scheiben aller Zeiten:
FATES WARNING „Awaken The Guardian": ein Meilenstein, ein Muss, ein heiliges Stück Musik über dessen Qualitäten ich mich hier nicht weiter auslassen muss, da es (hoffentlich) eh jeder einzelne Leser sein Eigen nennt und obendrein Kollege Werner bereits ein treffendes Classic aus tiefstem Herzen verfasst hat, dem aber schon gar nix mehr hinzuzufügen ist.
All jenen, die diesen Meilenstein des US (Prog) Metal noch nicht besitzen, oder die wie ich „nur" die Vinyl Edition im Hause haben, sei nun allerdings schleunigst geraten in den nächsten Laden zu stürmen um das Heiligtum zu verhaften oder sich dieses fette Teil postwendend zu ordern. Verpackt wurde dieses Kleinod aus dem Jahre 1986 in ein superfettes, optisch herrliches Dreifach Digibook, in remastertem Sound, inkl. einer Bonus CD mit Demos und live Versionen, sowie der DVD eines legendären Gigs in Long Island, NY am 28.12.1986 (natürlich mit John Arch am Mikro...lechz!). Obergeil, auch wenn die live Fraktion klang- und bildtechnisch natürlich nicht heutigen Standards entspricht und in keinster Weise über Bootleg Qualität hinauskommt: Dieses Teil ist unwiderstehlich!!!!
Verfeinert wird der oberüppig geile Dreierpack übrigens durch ehrlich verneigende Worte von Mike Portnoy und so bleibt mir nur zu sagen:
!!! BUY OR DIE !!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk, 15. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Re-Issue) (Doppel-CD + DVD) (Audio CD)
in der Neuauflage - schickes Digipack.
Das eigentliche Werk remastered und seit den 80-ern ohnedies nicht antastbar, Prog-Metal der fernab von Frickelei begeistert und eine Stimme die wohl einzigartig ist. Ein episches Meisterwerk!!!
Gelungen auch die Extras - eine CD mit Demo- und Liveversionen und das Sahnehäubchen auf Disc 3 - eine Live-DVD, aufgezeichnet im Jahre 1986 - soundmäßig werden Leute mit symphoniker-gestählten Ohren eher leicht in die Knie gehen, ein starkes Zeitdokument ist es allemal.
Pflichtkauf - auch für wahnsinnige wie mich, die sich damit neben der LP und der "regulären" CD auch in Besitz dieser Speciel Ed befinden...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es braucht seine Zeit - aber dann packt einen dieses Album!, 3. September 2011
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Awaken The Guardian (MP3-Download)
Ich gebe es gerne zu: FATES WARNING sind Ende der 80er völlig an mir vorbei gegangen - wenn ich auch damals durchaus schon Metal hörte und mir der Name der Band irgendwie geläufig war habe ich sie nie bewusst gehört... und auch das allseits gefeierte Album AWAKEN THE GUARDIAN habe ich für mich erst viel später, ungefähr 2005, entdeckt.
Ehrlich gesagt geschah dies aus genervter Neugier: es ging mir nämlich wirklich auf den Geist, allseits zu hören und zu lesen, was für ein Meilenstein AWAKEN THE GUARDIAN doch sei, gerade das Rock Hard hat ja einen Redakteur in den geschätzen Reihen, welcher nicht müde wird, dieses Werk mit den höchsten Lobpreisungen zu überhäufen... irgendwann wollte ich dann doch mal herausfinden, was all der Hype soll.

Nun, nach der Vorrede zum Thema: AWAKEN THE GUARDIAN ist definitiv ein unbequemes Album, für das man sich Zeit nehmen muss und das man auf sich wirken lassen sollte. Auf Anhieb fand ich es ehrlich gesagt einfach sperrig und auch etwas anstrengend. Sicherlich, vergleiche mit Dream Theater waren wohl unvermeidbar, aber auch die freilich stlistisch anders gelagerten Rush oder Devin Townsend fielen mir spontan ein, genauso wie die jüngsten Outputs von Iron Maiden hier eine gewisse Richtschnur sein könnten. Irgendwie fehlte mir der rote Faden, und auf Anhieb erschloss sich mir das Album, welches mich von der Stimmung (nicht von der Musik her!) manchmal irgendwie an das im Folgejahr erschiene, um Welten eingängigere "Seventh Son..." von Maiden erinnerte, trotz vieler schöner Passagen nicht. Allerdings: es wuchs mit jedem Durchlauf, und nach und nach erkannte ich, dass hier tatsächlich ein Kleinod vorliegt.

AWAKEN THE GUARDIAN macht es dem Hörer folglich nicht leicht - wer "Fire-Desire"- Lyrics und möglichst eingängige Mitsing-Refrains möchte ist mit diesem Album definitiv falsch beraten. FATES WARNING schrieben hier nicht eine möglichst gefällige Metal-Platte mit den Grundkomponenten "Schneller Opener", "Hymnischer Midtempo-Song", "Ballade" und "Epische Abschlussnummer", sondern ein wirklich individuelles, originelles und eigenständiges Werk, welches auch nach 25 Jahren noch innovativ klingt. Dies ist Musik, mit der man sich auseinandersetzen muss, der man Zeit geben muss, die man schlichweg wirken lassen muss. Allerdings: dann ist AWAKEN THE GUARDIAN auch ein Album, welches mitreißen und den Hörer richtig verzaubern kann.

Ich schreibe im letzten Satz ganz bewusst "kann": AWAKEN THE GUARDIAN ist, maches wir uns nichts vor, sicherlich nichts für jedermann - und das meine ich absolut nicht wertend. Es ist unbequemen Alben nunmal zu eigen, ziemlich zu polarisieren, und ich kennen durchaus Freunde progressiven Metals, die dieses Album für ziemlich überbewertet und nur historisch betrachtet für relevant halten. Ich denke, dies liegt in der Natur der Sache - während sich auf eingängigere Kompositionen die meisten Hörer irgendwie einigen können wird progressives Material immer auf Beifall und Ablehnung stoßen. AWAKEN THE GUARDIAN ist hier ein gutes Beispiel: mich hat das Album nach einiger Zeit ziemlich begeistert, aber ich denke es muss jedem klar sein, dass er wenn er sich dieses Album kauft nicht einen Kauf auf "Nummer Sicher" tätigt, sondern eben etwas erwirbt, was man regelrecht entdecken und kennenlernen muss... genau so ein Abenteuer ist dieses Album, einfach echte Kunst.
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5.0 von 5 Sternen Die Neudefinition des Genres, 10. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Audio CD)
Hard'n'Heavy-Fans sind in der Bewertung ihrer Lieblingsbands oftmals sehr absolut und ab und zu auch ungerecht. Ich nehme mich da selbst nicht aus, den Satz „Die ersten drei Alben der Band XY waren klasse, aber danach haben sie nur noch Kommerzkrempel produziert!" hat man auch von mir schon das eine oder andere Mal gehört...
Für eine Band wie Fates Warning, die in der Szene einen Ruf wie Donnerhall genießt, gilt dies in besonderem Maße. Für viele Fans der ersten Stunde stellt der dritte Longplayer „Awaken The Guardian" bis heute den unübertroffenen Höhepunkt des Schaffens von Jim Matheos & Co. dar. Und der Ruf ist nicht unberechtigt: Als das Album 1986 erschien, revolutionierte es die gesamte Szene und begründete das Genre, das seitdem unter dem schwammigen Begriff „Progressive Metal" zusammen gefaßt wird. Aus heutiger Sicht betrachtet stellt das Album jedoch „nur" einen ersten Höhepunkt dar, dem noch einige folgen sollten. Wie immer man „Awaken The Guardian" beurteilt, so ist dieser letzte Longplayer mit John Arch am Mikrofon auf jeden Fall eine Zäsur, denn an dem hohen, sirenenhaften Gesang des als äußerst exzentrisch verschrieenen (und wenn man den damaligen Presseberichten glauben darf, auch aus diesem Grunde gefeuerten) Frontmans schieden sich schon immer die Geister. Ein Vergleich mit seinem Nachfolger Ray Alder ist kaum möglich, da sich die Stimmen doch sehr stark voneinander unterscheiden. Mir persönlich gefällt Alders Gesang besser, aber das ist keine qualitative Wertung, sondern reine Geschmackssache. Und über den kann man bekanntlicherweise trefflich streiten... „Awaken The Guardian" nimmt aufgrund des exzellenten Songmaterials und des technischen Könnens der Musiker nicht nur unter allen Heavy-Metal-Veröffentlichungen, sondern allgemein im Bereich der gesamten U-Musik der letzten zwanzig Jahre unbestritten einen Topstatus ein. Frei nach Schwanitz: „Musik - was man hören muss". Dieses Album gehört dazu!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenartig einzigartig, 1. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Audio CD)
Als der sogenannte progressive Heavy Metal noch in den Kinderschuhen steckte, schraubten Fates Warning ihr persönliches und damit gleichzeitig das Niveau der ganzen Szene in bis dato kaum erreichte Höhen. Man verband auf "Awaken the Guardian" (1986) vergleichsweise komplexe Songstrukturen mit viel Gespür für feine, episch anmutende Melodien, vorgetragen vom damaligen Sänger der Band, John Arch, einem Mann mit ausschließlich hohem, fast sirenenhaften Gesangsstil (der die Band jedoch nach "Awaken the Guardian" verließ). Das von vielen Kritikern als bestes Album der Bandgeschichte betrachtete dritte Werk der Amerikaner lebt zweifellos von seiner dichten, nahezu zauberhaften musikalischen Atmosphäre, untermalt mit epischen, fantasievollen Texten. Der gefühlvolle Opener "The Sorceress", das balladeske "Guardian", das treibende "Prelude to Ruin" und das abschließende, mit feinster Melodie ausgestattete "Exodus" bilden die Höhepunkte eines stilistisch geschlossenen Albums ohne echte Schwachpunkte. Ich selber allerdings bevorzuge die mit dem kraftvolleren, variableren Sänger Ray Alder eingespielten späteren Werke der Band ("No Exit", aus dem Jahre 1988 markierte den Beginn dieser Ära), die sich - vor allem ab "Perfect Symmetry" (1989) - stilistisch immer weiter von "Awaken the Guardian" entfernte und mit dem Sound der Mittachtziger im Grunde nichts mehr gemein hat. Heute gehören die ehemaligen Pioniere des "Prog-Metal" zur Spitze dieses Genres, veröffentlichen stets spannende, hochkomplexe und experimentelle Alben, (wobei "Parallels", 1991, "A pleasant Shade of Gray", 1997, und das aktuelle Werk "Disconnected" Schaffenshöhepunkte darstellen), deren Fundamente bereits auf dem Frühwerk "Awaken the Guardian" gelegt wurden. Ein Muß für Fans und Liebhaber eigenartig einzigartiger Klänge !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der 80er......., 28. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Audio CD)
"Awaken" setzt konsequent die Linie fort die Fates Warning mit dem Vorgaengeralbum "The Spectre within" eingeschlagen haben, komplexe Songstrukturen, herausragende wirklich neuartige Gitarrenarbeit (diesmal mit Frank Aresti,ex "Demonaxe" und Mastermind Jim Matheos), Texte die dazu einladen gehoert und vielleicht sogar uebersetzt zu werden und ueber allem der Gesang von John Arch, an dem die Geister sich schieden, der sich mit dieser Platte aber ein (letztes) Denkmal in der Metal-Szene gesetzt hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle progressiv Metal CD und hätte sie einen guten Klang .., 11. November 2000
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Audio CD)
Schade, daß diese schlechte Produktion einem doch oft den Genuß an dieser schönen progressiv Metal CD ruiniert. Dabei war doch gerade der Vorgänger mit einem tollen Sound ausgestattet gewesen. Ich finde den Klang auf dieser CD ziemlich mies, klingt viel zu eingedämpft, was hat sich der Produzent hierbei nur gedacht? Dafür sind hier echte Perlen auf diese Scheibe. Das wunderschöne "Guardian" z.B. oder das beste Fates Warning Stück überhaupt "Exodus", vor allem wird bei diesen beiden Stück deutlich was für ein überragender Sänger John Arch doch wirklich war, er macht diese Stück zu echten Denkmählern mit sehr hohem Wiedererkennungswert. Nach diesem Album, für viele Fans völlig unverständlich, zog sich John Arch zurück und hatte überhaupt nichts mehr mit Musik zu tun, womit die Metal Welt einen Supersänger weniger besaß. Ich find, daß die späteren Werke der Band zwar toll waren, aber den Weggang von Arch konnte sie meines Erachten nie wirklich kompensieren. Arch war für mich mit Rob Halford, Dio, Geoff Tate und John Cyriis, einer der besten H.M. Sänger aller Zeiten. Dannach fing die Band auch musikalich an anders zu klingen. Aber schon wegen dem genialen 8 min. Song "Exodus" lohnt es sich diese CD zu besitzen, hier zeigt die Band alle Facetten ihres Könnens, selten hat man so einen tief ergreifenden Song mit solchen schier triefenden Emotionen gehört. Dazu gesellen sich noch die fantastischen Fantasy-Texte, die einem auch nach Jahren einfach nicht mehr aus dem Gedächnis gehen. "Predestination calls ... silent wind, I felt what you said", Wahnsinn, diese Stimme, diese Texte, diese Musik.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... und der Progressive Metal war geboren!, 18. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Awaken the Guardian (Audio CD)
Diese Platte kann man hassen, heiß und innig lieben oder einfach langweilig finden, auf keinen Fall wird sie einen kalt lassen. Ich gehöre zu den Leuten, die sie lieben - warum, ist allerdings nicht ganz einfach in Worte zu fassen.
Fates Warning waren eine der ersten Bands, die das Untergenre Progressive Metal geprägt haben. Ihr erstes Werk "Night on Bröcken" war noch ein relativ langweiliger Iron Maiden-Abklatsch, mit "The Spectre Within" wurde es dann schon sehr interessant, und auf "Awaken the Guardian" brachten Fates Warning 1986 ihren Stil zur Perfektion. Der Sound ist immer noch sehr vom traditionellen Heavy Metal geprägt: zwei schwer verzerrte Gitarren und ein Sänger von der Sorte, die gerne als Kastraten bezeichnet wird, bestimmen die Klanglandschaft.
In Sachen Songwriting beschreiten Fates Warning allerdings Pfade, die damals sehr unüblich waren und die bisher kaum jemand so richtig nachmachen konnte. Die gängigen Strukturen von Strophe, Refrain und Solo lösen sich auf und werden ersetzt durch fließende Übergänge, weltentrückte Zwischenteile und epische Finale. Die Stücke sind zwar bei den ersten Durchläufen sperrig, die Melodien fressen sich allerdings nach mehrmaligem Hören um so fester in den Gehörgängen fest, auch wenn sie schwer zu greifen und fast unmöglich zu singen sind. Im Lauf der Zeit offenbaren sich dann immer weitere Details und Zusammenhänge, die man zu Anfang überhört.
Was die Scheibe wirklich aus der Menge von ausgetüftelten Progressive-Metal-Alben hervorhebt, ist die emotionale Tiefe. Die Stücke strahlen eine verträumte Melancholie aus, eine gequälte Schönheit, eine traurige Hoffnung. Wer sich auf die Musik einläßt, kann die fantastischen Welten sehen, die Sänger John Arch mit verschlüsselten Worten malt und die das Plattencover sehr schön umsetzt.
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