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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ähnlich wie Cagneys "Chicago", 3. Dezember 2005
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dead End (DVD)
In den Docks von Manhattan, wo Arme und Reiche wohnen, treibt sich die Jugend auf der Strasse rum und es zeichnet sich ab, dass die Kids da wenig Perspektive auf eine gute Zukunft haben. Die kriminelle Laufbahn ist vorgezeichnet.
Drina (Sylvia Sidney) will ihren jungen Bruder Tommy davor bewahren.
Die Lage wird zusehens angespannter, als Babyface Martin (Humphrey Bogart) dort auftaucht und der Ärger vorprogrammiert ist.
Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Dave (Joel McCrea) gibt sie den Kampf aber nicht auf.
Thematisch ist der Film sehr stark verwandt mit dem Cagney Klassiker "Chicago" - beide Filme sind qualitativ ebenbürtig. Es war auch einer der ersten Erfolge für Hollywoood-Legende William Wyler.
Sehr empfehlenswert für Alle, die auf richtig gute alte Hollywoood-Klassiker stehen....
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simple Story � Klasse Film, 14. August 2005
Von 
realkenai & family (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dead End (DVD)
Quasi den gesamten Filminhalt verrät Amazon ja leider bereits mit dem Text der "Video Woche", daher hierzu keine weiteren Angaben.

State:
Da schaut man sich also einen fast 70 Jahre alten Streifen an und muss erstaunt feststellen, dass er - schwarz-weiß hin / fehlende Technik des neuen Jahrhunderts her - in fast allen Bereichen das Gros der aktuellen Filmtitel locker toppt. Sei es die großartig agierende Darstellerriege, der unübertrieben sozialkritische und trotzdem spannende, in sich weitgehend logische Plot, die sorgsame Vor- und punktgenaue Darstellung verschiedenster Charaktere und ihrer Handlungsmuster, die auch heute noch einleuchten, bzw. problemlos in unsere Zeit transferiert werden können - abgesehen davon, dass "Dead End" deutlich erkennbar mit nur wenigen Kulissenbauten ausschließlich im Studio gedreht wurde - hier stimmt einfach alles.
In den letzten Jahren habe ich so manchen Euro bereut, den ich für durch die Werbung Hochgepuschte Durchschnittsfilme ausgegeben habe - bei "Dead End" bereue ich keinen Cent.

Cast und Regisseur - lassen keine Wünsche offen
Regisseur William Wyler ("Weites Land", "Ben Hur") drehte 1937 dieses sozialkritische Lowaction-Drama - eine Bühnenadaption, die ausschließlich im Studio gedreht wurde.
Neben Joel McCrea und Humphrey Bogart - die wohl auch heute noch allgemein bekannt sein dürften - spielen Sylvia Sidney (letzte Kinorolle 1996 als verwirrte Großmutter in "Mars Attacks", danach "Fantasy Island" TV), Wendy Barry ("Der Hund von Baskerville" 1939), Claire Trevor ("Gangster in Key Largo" 1948,"Mit stahlharter Faust" 1955", "Berg der Versuchung" 1956), Allen Jenkins ("Bettgeflüster" 1959, "Sieben gegen Chicago" 1964) sowie - erstmals - eine Gruppe von Jungschauspielern (u.a. Bobby Jordan, Huntz Hall, Billy Halop, Leo Gorcey), die nach diesem Film als die "Dead End Kids" bekannt wurde und wegen ihres hohen Beliebtheitsgrades in den Folgejahren in fast unveränderter Besetzung in mehreren Filmen mitspielten ("Schule des Verbrechens", "Chicago - Engel mit den schmutzigen Gesichtern", "Zum Verbrecher verurteilt", "The Angels Wash Their Faces", "Kid Dynamite").
Übrigens - wer "Chicago - Engel mit..." nicht kennt hat ein Stück Filmgeschichte verpasst.

Die DVD:
Amaray Case, DVD-Typ 9, LC 2
16 Kapitel bei einer Laufzeit von 87:38 Min.
Das schwarz/weiß (Voll)Bild im Verhältnis 4:3 ist erstaunlich gut, weist lediglich einige altersbedingte Mängel auf. MGM scheint sich immer gut um sein Filmmaterial gekümmert zu haben.
Der Ton ist trotz des Alters durchaus noch so weit in Ordnung, liegt in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch in DD 1.0 vor.
Untertitel in ausreichender Größe finden wir in den o. g. Sprachen, sowie in Niederländisch und Finnisch.
Die auf dem Cover angegebenen UT für HG in Deutsch und Englisch entsprechen den "normalen" UT
An Extras findet der Cineast genau gar nichts. Schade - hatte auf eine ähnlich gute Ausstattung wie bei "Chicago - Engel mit..." gehofft - "Dead End" hätte es verdient.

Fazit:
Film - 5 Sterne
Cast/Regie - 5 Sterne
DVD Technik (mit Altersbonus) - 2 bis 3 Sterne
DVD Ausstattung - 0 Sterne
Liebe Cineasten - wenn ihr noch die Geduld für sorgfältige Charaktervorstellungen aufbringen und auf Attribute wie Farbe, F/X, superdurchchoreographierte Action verzichten könnt, vielleicht noch ein wenig Sinn für Sozialkritisches mitbringt - dann gebt "Dead End" zumindest als Leihfilm eine Chance - ich denke ihr werdet es nicht bereuen.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker in Superqualität aber ohne Bonusmaterial, 24. Juli 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead End (DVD)
Hier ist es zur Abwechselung einmal MGM und nicht Warner, das sich mit dem Sozialmilieu von Kriminellen beschäftigt. Humphrey Bogart ist natürlich nur der "Bad Guy", Hauptdarsteller war zu dieser Zeit "Saubermann" Joel MacCrea. Die "Dead End Kids" hatten schon in Sidney Kingsleys gleichnamigen Stück in mehr als 700 Aufführungen am Broadway die Straßengang gespielt. Sie spielten die Rolle u. a. auch in "Chikago, Schule des Verbrechens" (1938), "Hell's Kitchen" (1939) und "Zum Verbrecher verurteilt" (1939).
Das Bildmaterial ist für das Alter sehr gut. Der Ton wurde sorgfältig gemastert.
Leider gibt es kein Bonusmaterial.
In Deutschland lief der Film unter dem Titel "Sackgasse".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur die Kamera entflieht der Sackgasse, 14. November 2009
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dead End (DVD)
In diesem Film, der in guter Qualität incl. O-Ton, aber ohne Extras vorliegt, geht es um ca. 24 Stunden in einem New Yorker Slum. Dave (Joel McCrea) hat Architektur studiert und muss Gelegenheitsjobs annehmen. Jugendfreundin Drina (Sylvia Sidney) versucht, ihren jugendlichen Bruder, Anführer einer Gang, vom Schlimmsten abzuhalten. Die reiche Kay fühlt sich zu Dave hingezogen, ekelt sich aber vor den "asozialen" Bewohnern und den Maden im Hausflurmüll (Dave sieht ungesehen Kay und weiß, dass die Beziehung keine Chance hat - eine meisterliche Verbindung von sozialem und psychologischem Realismus in einem Mehrebenenbild, wie es typisch für Regisseur William Wyler war). Zu Geld kommt man offenbar nur auf der richtig schiefen Bahn, wie der Mörder "Baby Face" Martin (Humphrey Bogart), der noch einmal das Viertel seiner Kindheit besucht. So geht es zu in einer Sackgasse New Yorks, und der Film zeigt das genial. Wyler macht aus der Not, im Studio drehen zu müssen, eine Tugend: Sein Blick durch die engen Flure und Hinterhausfluchten gerät zu einer Art künstlichem Realismus, in dem die Film-Noir-Ästhetik der Vierziger Jahre mit Gittern, engen Räumen und Schatten schon vorweggenommen wird. Dem Anliegen tut das keinen Abbruch. Wie in einem guten Theaterstück macht Wyler die realen Dramen hinter den künstlichen Settings sichtbar. Er ist eben immer auch ein Schauspielerregisseur; hier kann vor allem Humphrey Bogart überzeugen. Wyler hatte vielleicht als erster gemerkt, dass in dem Mann mehr steckt als der Ausputzer fürs Grobe, den er damals zumeist spielen musste (nur in "Der versteinerte Wald" konnte Bogey 1936 bereits Ähnliches herausholen). Gezielte Großaufnahmen und Gesichtsstudien zeigen eine Mischung aus nur mühsam gebändigter Wut und Tragik, als Baby Face alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Er ist ein vermeintlich cooler, harter Mörder, möchte aber noch einmal seine Mutter und seine Jugendliebe sehen. Bloß - die eine verstößt ihn, die andere ist eine Hure geworden. Wie Bogeys Muskeln zum Zerreißen gespannt sind, sagt wieder einmal mehr als alle Worte, man muss das gesehen haben.

Die in nur 88 Minuten ausgebreiteten, vielfältigen Personenkonstellationen enthalten sich trotz aller harten Licht-Schatten-Gegensätze jeglicher Schwarzweißmalerei. Der Mörder kann emotional leiden. Die Jugendgang macht teilweise Stuß, bei dem sie unsere Lacher auf ihrer Seite hat, doch sie überschreitet Grenzen, und ein Blick in des Anführers Gesicht (Billy Halop) zeigt, dass für ihn so etwas wie "Kindheit" vorbei ist, falls es sie je gegeben hat. Drina hält trotzdem zu ihm, aber auch sie und Dave sind nicht völlig grundgut - wenn einmal, wiewohl berechtigt, die Polizisten für Aufruhr im Viertel sorgen, dann wird sie kollektiv veräppelt und behindert. Mörder, Idealist und wer weiß noch alles, so verschieden die Slum-Bewohner sind, gegen die Bullen halten sie doch zusammen. Die Reichen, deren Wohnungen schroff an den Slum angrenzen, sind ein Stück weit arrogant, aber auch deutlich als Produkte ihrer Sozialisation zu erkennen. Ihr Wunsch, die Jungs hinter Gitter zu bringen, hat teilweise mit Klassendünkel und Vetternwirtschaft zu tun, ist aber zu einem Teil auch verständlich. Wenn die Jungs einen reichen schnöseligen Jungen in eine Falle locken und verprügeln, weiß man nicht, ob man lachen oder schockiert sein soll. Solche Ambivalenzen zeichnen den Film permanent aus.

Der Film ist völlig durchgestylt, und das steht immer im Dienste der vielschichtigen, ambivalenten Geschichte bzw. Charaktere. Dies geht bis hin zum Einsatz von Musik, die es (außer beim Vor- und Abspann) nur ein einziges Mal gibt: Die Reichen feiern in einem sehr hohen Stockwerk eine Party, heben sich musikalisch und räumlich vom Slum ab, in dem zeitgleich eine dramatische Schießerei stattfindet. Nach deren Ende hören wir die Partymusik und sehen wir das hohe Fenster erneut - sie haben gar nichts mitbekommen! Die einen amüsieren sich und die anderen schießen sich zu Tode. Für solche Einfälle kann man den Film gar nicht genug preisen. Und für die Kameraführung vom späteren Meister der Tiefenschärfe Gregg Toland. Er schafft alle diese Gegensätze von Licht und Schatten, Enge und Weite, Reichtum und Armut zusammen mit seinem Regisseur. Kongenial kann man das nennen, und technisch für 1937 beachtlich. Am Schluss wird deutlich, wer allein aus dem Ghetto heraus kann: Die Kamera. Eine gershwinartige prachtvolle Musik setzt ein, und ohne sichtbaren Schnitt verlässt die Kamera den Slum und zeigt die prachtvolle Skyline von New York. Was man heute mit CGI regelt, schaffen Wyler und Toland mit Überblendungen und Kulissenschieberei nicht minder perfekt. Bloß bekommen die Protagonisten das nicht mehr mit. Ein genialer Kniff in einem genialen Film.
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5.0 von 5 Sternen an einem ganz normalen tag am east river., 28. April 2013
Von 
Frank Linden (troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Dead End (DVD)
1937 new york: am east river bildet sich durch bauliche maßnahmen eine gespannte situation.
direkt am fluss wohnen in slumähnlichen siedlungen die armen, tagelöhner und kriminelle.
direkt davor sind nobelhotels und wolkenkratzer entstanden.
in dieser zeit kehrt der mehrfache mörder und gangster baby face martin in sein altes viertel zurück.
dank plastischer chirurgie hat er sein gesicht verändert und beobachtet das treiben am fluss aus einer gewissen distanz.
eine bande von halbstarken treibt ihre spielchen mit den gästen des luxushotels, ein mann versucht das herz einer frau zu gewinnen und eine junge arbeiterin hat genug von alle dem und schmiedet abschiedspläne.
dann wird baby face von seinem ehemaligen jugendfreund dave erkannt.
aus alter freundschaft verrät dave ihn nicht obwohl er verabscheut was baby face darstellt und getan hat.
dann spitzt sich die lage allerdings zu.
zuerst verstösst baby face mutter ihren sohn, dann muss er feststellen das seine damalige grosse liebe als prostituierte arbeitet.
in dem eiskalten killer beginnt es zu brodeln.....

wow......was für ein toller mix aus milieustudie, sozialdrama und gangsterfilm.
dead end ist einer dieser filme die man wohl nie mehr vergisst.
hat er doch alles was einen grossen film ausmacht.
eine interessante und spannende story, brilliante dialoge, klasse atmosphäre und ein toll aufgelegter cast ( humphrey bogart, sylvia sidney, joel mc crea, wendy barrie).
alles in allem ein wahrer klassiker, mit einem ganz besonderen clou: der gesamte film zeigt einen tag im leben der protagonisten....von morgens bis abends.
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Dead End
Dead End von William Wyler (DVD - 2005)
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