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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes aber auch verkanntes Drama
Zum Inhalt:
Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes Sean ist Anna wieder bereit den Bund der Ehe einzugehen. Doch dann taucht wie aus dem Nichts der zehnjährige Sean auf und behauptet die Reinkarnation ihres verstorbenen Ehemannes zu sein. Ihrem gesunden Menschenverstand folgend weist Anna natürlich den Jungen ab und sträubt sich dagegen auch nur ein...
Veröffentlicht am 8. Juni 2005 von Nikkita Besson

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt viel drüber zu sagen - am besten selber schauen
„Birth" ist wahrlich kein perfekter Film. Auch keiner, den ich fortan als meinen Lieblingsfilm bezeichnen werde. Nichtsdestotrotz hat er das Prädikat „sehenswert" verdient. Großen Anteil haben daran vor allem die fähige Besetzung und das außergewöhnliche Thema. Mag sein, dass Wiedergeburt als filmischer Stoff nicht neu ist, aber...
Veröffentlicht am 20. September 2005 von martini19


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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes aber auch verkanntes Drama, 8. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Zum Inhalt:
Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes Sean ist Anna wieder bereit den Bund der Ehe einzugehen. Doch dann taucht wie aus dem Nichts der zehnjährige Sean auf und behauptet die Reinkarnation ihres verstorbenen Ehemannes zu sein. Ihrem gesunden Menschenverstand folgend weist Anna natürlich den Jungen ab und sträubt sich dagegen auch nur ein einziges Wort davon zu glauben. Doch der kleine Mann ist hartnäckig und lässt sich nicht so einfach abweisen. Auch die verständigten Eltern sind nicht in der Lage ihm seine Behauptungen auszureden. Doch mit der Zeit beginnt Anna an ihrer Einstellung zu zweifeln, nach dem der kleine Sean nach und nach sein anscheinend umfangreiches Wissen über intime Details der beiden offenbart...Könnte er doch ihr Ehemann Sean sein?
Nach „Sexy Beast" ist Jonathan Glazer wieder einmal ein außergewöhnlicher Film gelungen, der die Gemüter spaltet. Während die einen diesen Film für ein Meisterwerk halten, werfen andere ihm pädophile Züge und Eintönigkeit vor. Nun ist es so, dass dieser Film ganz bestimmt keine leichte Kost ist und dem Zuschauer einiges abverlangt.
Zum einem sind da die langen Kameraeinstellungen, wie zum Beispiel die Anfangsszene, wo der Zuschauer einen Jogger in einer minutenlangen Kamerafahrt verfolgt. Doch erzeugt gerade auch diese Szene eine wichtigen Einstieg in den Film, denn es wird klar, dass dieser Film seinen eigenen unkonventionellen Regeln folgt.
Auch verlangen diese Einstellungen den Schauspielern Höchstleistungen ab, die diese bravourös meistern. Vor allem die Leistung von Nicole Kidmann ist überragend, die in einer zwei Minuten langen Szene alleine durch ihren Gesichtsausdruck, dem Zuschauer den ganzen inneren Kampf ihrer Figur Anna verdeutlicht. Erwähnenswert ist aber auch das Talent des jungen Cameron Bright, der die Rolle des jungen Sean überzeugend verkörpert.
Auf manche Zuschauer allerdings können diese langen Einstellungen befremdlich wirken, da man hier die „message" nicht wie gewöhnlich auf einem silbernen Tablett präsentiert bekommt, sondern sich vielmehr auf die Szenen und die Schauspieler einlassen muss, sich in sie hineinfühlen muss, um dem Geschehen folgen zu können. Insofern wird dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangt und der Wille, sich auf diesen Film einzulassen, vorausgesetzt. Dafür wird er jedoch auch mit einem bemerkenswerten Filmerlebnis belohnt, dass einen zum nachdenken anregt.
J.Glazer wanderte mit diesem Film durchaus auf einem schmalen Grat. Vor allem die beiden höchst kontroversen Szenen (1. Anna und der kleine Sean in der Badewanne zusammen/ 2. küsst Anna den kleine Sean einmal) haben die Verärgerung vieler Zuschauer hervorgerufen. Doch werden gerade diese Szenen, die essenziell für das Verständnis des Filmes sind, besonders sensibel und subtil umgesetzt. Es geht hierbei auch nicht so sehr um die Beziehung von Anna zu dem kleinen Sean, als vielmehr um die zu ihrem verstorbenen Mann. Trotz einer Zeitspanne von 10 Jahren ist Anna bereit ihren Verlobten sitzen zulassen und sich erneut in ihren (verstorbenen) Mann zu verlieben, es ist sogar schon ein bisschen romantisch wie J.Glazer hier die Unvergänglichkeit der Liebe postuliert.
Es geht hier eher um Themen wie „Loslassen" und „weiter zu leben" nach dem Tod einer geliebten Person, sich von der Vergangenheit zu lösen und weiter zu gehen. Und wie schwierig das ist, zeigt Glazer genau durch die Beziehung Anna's zum kleinen Sean. Anna ist bereit, trotz der Umstände, gegen den Widerstand ihrer Familie mit dem kleinen Sean wegzulaufen und die Verachtung der Gesellschaft auf sich zu ziehen, nur um die Möglichkeit zu haben irgendwann mal wieder mit ihrem geliebten Ehemann Sean (also quasi warten bis der kleine Sean erwachsen wird) zusammen zu sein. Demnach geht es hier gar nicht um Mystery, Reinkarnation oder Kindesmissbrauch (wie von vielen fälschlicherweise angenommen), sonder einzig und allein ums „Loslassen".
Fazit:
Ein gewagter Film der dem Zuschauer einiges abverlangt, dafür aber ein höchst interessante und unkonventionelle Erzählweise bietet, die den versierten Cineasten begeistern sollte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt viel drüber zu sagen - am besten selber schauen, 20. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
„Birth" ist wahrlich kein perfekter Film. Auch keiner, den ich fortan als meinen Lieblingsfilm bezeichnen werde. Nichtsdestotrotz hat er das Prädikat „sehenswert" verdient. Großen Anteil haben daran vor allem die fähige Besetzung und das außergewöhnliche Thema. Mag sein, dass Wiedergeburt als filmischer Stoff nicht neu ist, aber durch die realistische Betrachtung dieses eigentlich mystischen Themas und insbesondere den Umstand, dass jene Wiedergeburt eine Art Liebesbeziehung zu einem Kind zur Folge hat, kommt ein heikler Aspekt hinzu. Denn in der Beziehung zwischen Frau und Junge wird klar eine sexuelle Ebene angesprochen („Wie willst du meine Bedürfnisse befriedigen? Bist du schon so weit? Hast du schon mal mit einem Mädchen geschlafen? - „Du wärst die erste.") und z.T. angedeutet (Die Badewannen-Szene). Nüchtern und rechtlich gesehen, könnte man Anna vielleicht Pädophilie unterstellen. Der Zusammenhang mit der vermeintlichen Wiedergeburt verstellt diesen Blick. Das Wort „Pädophilie" fällt nämlich kein einziges mal und es ist auch nicht wichtig. Vielmehr beschäftigt der Film sich damit, dass es unmöglich scheint, diese Ebenen, Reinkarnation / Liebesbeziehung zu einem Minderjährigen, im realen Leben zur Deckung zu bringen. Beides ist in unsrer heutigen Gesellschaft auf seine Weise irreal.
Nicht nur der Look, sondern scheinbar auch der ganze Film strahlt Kälte aus. Kunst oder gekünstelt?
Nicole Kidman spielt routiniert auf hohem Niveau, erreicht dabei jedoch nicht die Intensität wie in „The Hours" oder „Eyes Wide Shut". Überrascht hat mich Anne Heche, die ein faszinierendes Spiel darbot. Leider schätze ich Cameron Bright als Fehlbesetzung ein. Durch sein Unvermögen oder auch diesbezüglich dem Unvermögen des Regisseurs wirken viele Szenen einfach unglaubwürdig bzw. befremdlich. Der 3-Minuten Close-Up auf Nicole wäre nicht beanstandenswert, wäre er nicht so deplaziert. (Der Zuschauer ist noch gar nicht richtig in die Geschichte involviert)
Gerade das Ende zeigt noch einmal auf, wie verletzbar und teilweise sogar psychotisch die Charaktere eigentlich sind [incl. Sean(?)]. Deshalb ist mir jedwede Kritik am facettenreichen und klugen Ausgang des Films unverständlich.
Fazit: leider, leider, leider keine uneingeschränkt gute DVD (Achtung: keine Extras!!!).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überspannt ? Unterkühlt ? Faszinierend ? Finde keine Antwort !, 2. April 2010
Von 
Susanne Scheuermann "Spätzünder" (Neuss, Nordrhein Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Ich habe den Film vor einigen Jahren auf DVD gesehen.

Für mich gehört Nicole Kidman mit zu den wandelbarsten und besten Schauspielerinnen Hollywoods. Beispiel The Hours, bei dem mir erst am Ende des Filmes klar wurde, dass sie die Rolle der Virginia Woolf hatte.

Zum Inhalt und Plot haben sich ja schon viele Rezensenten positiv wie negativ geäußert.

Anna (Nicole Kidman), vor zehn Jahren mit dem plötzlichen Tod ihres Mannes konfrontiert, kann sich trotz neuer Bezie-
hung innerlich nicht von ihrem toten Mann trennen.

Plötzlich tritt ein kleiner Nachbarsjunge in ihr Leben, der behauptet, die Reincarnation ihres Ehemannes zu sein. Da-
mit entwickelt sich für alle Beteiligten eine völlig irreale Situation, die sich immer dramatischer zuspitzt, und so
weit fortschreitet, das Anna bereit wäre mit Sean ein gemeinsames Leben zu beginnen, gegen alle Vernunft.

Als Geamteindruck blieb bei mir klischeehaft ? das etwas unterkühlte Understatement der gehobenen Mittelschicht zurück.
Schauspielerisch überzeugten die Akteure gerade zu Beginn der Handlung als alle nach und nach mit Sean und seiner
"wahren Identität" konfrontiert wurden.

Ratlosigkeit, Entsetzen, Ungäubigkeit, Irreallität. All diese Aspekte werden schauspielerisch sehr gut umgesetzt und vorallem in den langen Kameraeinstellungen sehr gut in den Gesichtern festgehalten.

Die Handlungen und Reaktionen im weiteren Verlauf des Plots wirkten auf mich jedoch unglaubwürdig, befremdend und
sehr konstruiert.

Vorausgestzt Anna und Sean würden unter einer Neurose oder Psychose leiden, wären ihre Handlungen in der Geschichte
nachvollziehbar.

Als Gesamtaussage bleibt für mich die Tragik einer Lebenslüge, der Anna zum Opfer gefallen ist. Denn sie weiß nicht,
das ihr verstorbener Mann sie betrogen hat. Das wird dem Zuschauer offenbar, durch Liebesbriefe die ihre gute ge-
meinsame Freundin am Abend der Verlobungsfeier Annas mit ihrem neuen Partner, in der Nähe eines Baumes vergräbt, ursprüng mit der Absicht sie Anna zu überreichen. Ob Anna zu helfen mit der Vergangenheit abzuschließen, oder sie zu
verletzen, blieb mir als Zuschauer bis Ende des Films verschlossen.

Also zwei Frauen die um den gleichen Mann trauern. Die Eine, frühere Geliebte und Anna die nichtsahnende Witwe im
Glauben eine glückliche Beziehung geführt zu haben die NUR durch Tod beendet wurde.

Anna ist also Opfer ihres Mannes, dessen positives Erinnerungsbild ihr zehn Jahre nicht die Möglichkeit geben, eine
innere REALISTISCHE Distanz zu ihm zu gewinnen.

Im Grunde hat ihr Mann sie auch ein wenig mit in den Tod gerissen. Denn, je weniger Lebensfreude, desto näher am Tod.

Diese Verklärung der Ehe mit ihrem verstorbenen mann GIPFELT dann in dieser irrealen "Beziehung" zu Sean der schein-
bar aus einer neurotischen Störung heraus den Inhalt der gefundenen Liebesbriefe zu seiner Realität werden lassen
möchte.

Schauspielerisch überzeugen vor allem Nicole Kidmann (in einer Szene, während einer Opernvorstellung fängt die Kamera
in einer sehr langen Einstellung ihr absolut in tiefen Gedanken versteinertes Gesicht ein während die Tränen über die
Wangen laufen. Eine wunderbare schauspielerische Leistung).

Auch Lauran Bacall spielt die Rolle als Annas Mutter hervorragend.

Aber insgesamt hat der Film eine kühle, verstörende und nicht nur auf Grund der Thematik eine befremdende Wirkung
hinterlassen.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Birth-gelungener , eindringlicher Film, 19. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Ganz keurz zur Geschichte: zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes will Anna wieder heiraten. Kurz nach der Verlobung erscheint der zehnjährige Sean in ihrem leben und behauptet, die Wiedergeburt von Annas verstorbenem Mann zu sein. Anna, die den Tod ihres Mannes nie richtig überwunden hat und in dem jungen tatsächlich mehr und mehr den verstorbenen Sean sieht, und der Junge kommen sich näher, als ihre Umwelt es erlaubt. Beinahe bis zum Schluss bleibt die Frage offen, ob es sich bei dem Jungen um den verstorbenen Mann handelt oder nicht.
Der Film ist eine französische Produktion, und das merkt man schnell. Die Geschichte wirkt abstrakt, wird langsam und mit wenig Worten erzählt. Bilder und Musik sind stimmig und sehr einprägsam. Zuletzt bleibt die Geschichte seltsam unaufgelöst.
Allein schon wegen Nicole Kidmans herausragendem Spiel ist der Film absolut sehenswert, ihre Performance als zerbrechliche Anna geht wahrlich unter die Haut. Ganz abgesehen davon ist die Geschichte unglaublich fein und poetisch erzählt. Sie beschäftigt sich in einem sehr realitätsgebundenem Rahmen mit Wiedergeburt und läßt Fragen offen. Das Ende hat mich anfangs auch gestört, weil die Geschichte unvollständig wirkt, aber im Prinzip macht gerade das den Film so glaubwürdig. Würde in Wirklichkeit eine solche Geschichte eine Auflösung finden? Gibt es überhaupt eine Auflösung? Wäre es nicht voreingenommen und arrogant, uns Antworten auf die Fragen zu geben, die offen bleiben?
Dass ein Film, so langsam und so offen, schwer zugänglich bleibt, ist sicherlich nicht verwunderlich, wer jedoch einen Zugang findet, wird ihn sicherlich nicht nur einmal sehen wollen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verkannter sehr genialer Film, 5. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Wieder einmal staune ich - es gibt sie doch, die fantastischen Hollywood-Schauspieler, die fernab von Actionthriller, Mysterydrama und Realityshow eine glanzvolle schauspielerische Leistung vollbringen.

Birth ist kein Film, den man mal eben nebenbei schauen kann, baut er doch auf lange Kamerasequenzen, die den Schauspieler dazu zwingen, den Zuschauer allein durch ihre Mimik in Atem zu halten - Nicole Kidman tut dies mit bravorösem Genie !

Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht nur deshalb nicht mehr ein, da er schon zur genüge totgetrampelt wurde, sondern auch, weil die Art des Films mindestens genauso interessant ist wie der plot an sich.

Seid mutig und versucht euch am Film - ich habe es nicht bereut.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poetisch-bildgewaltiges Kammerspiel, 25. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Endlich mal ein Film, der es geschafft hat, tiefe Gefühle filmtechnisch so umzusetzen, dass der Zuschauer selbst mitleidet! Jonathan Glazer zeigt in wundervoll-bizarren Kamerafahrten das Schicksal der New Yorkerin Anna, die, zehn Jahre nach dem Tode ihres Mannes Sean und erneut im Begriff stehend, sich zu verloben, plötzlich mit einem zehnjährigen Jungen konfrontiert wird, der ebenfalls Sean heißt und behauptet, die Reinkarnation ihres Mannes zu sein. Anna wird dadurch in die tiefsten Zweifel ihres bisherigen Lebens gerissen, von denen sie sich nie wieder erholen wird. Der Film setzt dabei nicht auf eine okkulte Handlung und großartige dramatische Wendungen, sondern projiziert das Innerste der Seelen auf die Leinwand. Glazer verwendet dafür minutenlange Großaufnahmen von Nicole Kidmans Gesicht und eine monumentale Bild-Musik-Ästhetik. Der Zuschauer ist am Ende genauso verstört wie alle Beteiligten des Dramas und ist beeindruckt, wie eine so leise und unspektakuläre Geschichte so bildgewaltig umgesetzt worden ist. Ein Kunstfilm der Spitzenklasse mit Starensemble.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ruhiges intelligentes Suspense Drama, 3. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Am Anfang steht die Frage nach der Wirklichkeit; ist der 10-jährige Sean wirklich der vor 10 Jahren Verstorbene Sean? Dies ist die Ausgangssituation, die den Film ins Rollen bringt und zunächst für Spannung sorgt. Selbstverständlich glaubt die Witwe, gerade frisch verlobt, dem Jungen kein Wort. Im Laufe der Handlung jedoch wird die Behauptung des Jungen alleine durch das Misstrauen der Familie und dem Glauben Annas, der Witwe, mit Leben erfüllt, wodurch sich die unheimliche Verwandlung des Jungen erst vollziehen kann. Die Frage vom Anfang tritt dabei immer weiter in den Hintergrund.

Die berührenden Szenen im Mittelteil des Films, in denen Anna und der Junge Sean sich näher kommen, sich küssen, Eis essen und in einer merkwürdig vernebelten und trancehaften Atmosphäre ihre Beziehung zueinander aufbauen, haben etwas wunderbar Starkes und gleichzeitig sehr Zerbrechliches.

Denn diese ruhige, betäubende Zeit im Film dauert nur kurz. Der gemeinsame Pakt wird gebrochen und Anna verliert den geliebten Menschen endgültig. In einem schier endlosen Closeup auf Nicole Kidman spiegeln sich all die Gefühle, der Schmerz, die enttäuschte Hoffnung auf eine neue Chance, aber auch die tiefen Risse in Annas wohlsituierter Welt wieder, jedoch ganz ohne Plattitüden, Kitsch oder sonstige falschen Gefühle. Wohl eine der intensivsten Momente der neueren Filmgeschichte.

Zum Schluss bleibt in diesem ruhigen Suspense Drama aber ein eher positives Moment haften, etwas diffus lebensbejahendes, wenn ich das so mal ausdrücken darf. Eine Form der Erlösung, ein Neuanfang, die Liebe zum Leben.

Ein kluger Film!

Nachtrag: Nachdem ich BIRTH nach 7 Jahren nun ein zweites Mal gesehen habe, möchte ich gerne noch nachtragen, dass es in diesem Film nicht um etwas Übersinnliches oder gar um Reinkarnation oder ähnliches geht. Nein. Hier geht es schlicht um die Bewältigung eines Traumas, das die Liebe, bzw. deren Verlust, auslösen kann. Und was er mit den Menschen macht, die diesem Trauma direkt und indirekt ausgesetzt sind. Aber auch, wie man ein solches Trauma zu einem Neuanfang nutzen kann. Und dass es keinen Sinn macht, eine verlorene Liebe durch eine neue ersetzen so wollen. So einfach ist weder das Leben, noch sind die Menschen so einfach gestrickt.

Deswegen ist das ein kluger Film!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interressanter Film, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Es ist erfreulich, daß es immer noch Regisseure gibt, die einen besonderen individuellen Stil haben, und daß sich grosse Produktionsfirmen wie Warner Bros damit gelegentlich zur Kunst bekennen, obwohl sich damit nicht viel Geld machen lässt.

"Birth" wurde von einigen Rezensenten hier mit den Werken von Stanley Kubrick verglichen, und ich denke wer den Stil von Kubrick schätzt (einmal abgesehen von seinem Hang zur Gewaltdarstellung), wird auch diesen Film mögen. Bezeichnenderweise wurde das Drehbuch von Jean-Claude Carriere mitgestaltet, der viele Jahre mit Luis Bunuel gearbeitet hat, und noch dazu zwei Bücher mit dem Dalai Lama verfasst hat, ein idealer Autor für diesen Film.

Die Auslotung der psychologischen und spirituellen Tiefen der menschlichen Seele ist hier in kunstvoller Weise umgesetzt worden, das Übernatürliche und die sich daraus ergebenden Probleme dringen mit fast selbstverständlicher Leichtigkeit in unsere moderne Zeit hinein. Niemand hätte für die anspruchsvolle Hauptrolle besser gepasst als Nicole Kidman, darüber hinaus sind alle Rollen optimal besetzt und gespielt.

Das perfekte Zusammenspiel von schauspielerischer Leistung, einfühlsamer Kameraführung, passender Musik und der ungewöhnlichen Handlung geben dem Film eine besondere Atmosphäre jenseits von seichter Action, Grobheiten und Computeranimationen, von denen wir heute so überschwemmt werden.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Glaubt man an Reinkarnation ?, 19. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Anna leidet auch nach 10 Jahren noch an dem Verlust ihres Mannes Sean. Trotzdem entscheidet sie sich für den steifen Joseph, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen. Eines Abends platzt in eine Familienfeier ein kleiner 10-jähriger Junge, der sich als Annas verstorbener Mann vorstellt und sie in der Folgezeit nicht mehr in Ruhe läßt. Den ersten Momenten der Empörung folgt eine Phase großer Unsicherheit. Alte Gefühle werden wieder in ihr wach und sie erkennt, wie wenig sie über den Verlust hinweggekommen ist. Als dieser kleine Junge selbst intime Details wiedergeben kann, weiß Anna gar nicht mehr, was sie tun soll...
Der Film thematisiert die Möglichkeit der Reinkarnation und beleuchtet den Menschen, wie er zerrissen ist zwischen dem klaren Weg des Verstandes und einem Ausweg in Wünsche und Phantasien, wenn die Wirklichkeit zu schmerzend ist. Nicole Kidman spielt überzeugend die unsichere verstörte Frau, die durch Hoffnung und Schmerz so geblendet ist, daß sie weder aus noch ein weiß. Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen, das Ende bleibt unbefriedigend. Über die Länge des Film wird das Thema aufgebaut und dann doch sehr plötzlich ohne Lösung und auch ohne eigentliche Aussage abgebrochen. Die Schauspieler spielen ausnahmslos sehr stark, aber der Film bleibt im Nachhinein doch einiges schuldig.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus den Fugen geraten, 30. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Birth (DVD)
Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes Sean ist Anna (Nicole Kidman) schließlich bereit, mit Joseph (Danny Houston) eine neue Ehe einzugehen. Plötzlich taucht ein Zehnjähriger namens Sean auf und behautet steif und fest, ihr verstorbener Ehemann zu sein. Er will die Ehe von Anna und Joseph um jeden Preis verhindern. Um Annas mühsam gewahrte emotionale Stabilität nach zehn Jahren der Trauer ist es geschehen. Sie glaubt dem Jungen und lässt sich damit auf eine gefährliche Reise mit ungewissem Ziel ein. Ihr Leben droht nun völlig aus den Fugen zu geraten. Nicole Kidman, die hier mit Schnipselhaarschnitt aussieht wie Mia Farrow in Rosemarys Baby und Lauren Bacall als dominante Mutter und Familienoberhaupt machen diesen Film, der in New Yorker Upper Class spielt, sehenswert. Cameron Bright als mysteriöser junger Sean ist großartig. Ein gelungener Film über Menschen in den gehobenen Schichten New Yorks, über die innere Leere und die Sehnsüchte der Reichen, über Unsicherheit und Realitätsflucht, über Konventionen und Kontrollmechanismen, die das gesellschaftliche Leben dennoch in geordneten, festen Bahnen verlaufen lassen.
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