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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bach Cantata Pilgrimage nun doch vollständig auf CD?
Zugegeben, wenn ich "Monteverdi Choir London" u. "English Baroque Soloists" unter Sir J. E. Gardiner höre, bin ich evtl. doch voreingenommen. Ich kenne diese hervorragenden Musiker seit ca. 25 Jahren. Damals war Gardiner u.a. künstlerischer Leiter der Göttinger Händelfestspiele. Dann, im Jahr 2000 dieses Mammutprojekt zum 250 Todesjahr von J.S. Bach -...
Veröffentlicht am 4. Juli 2005 von Wolff, Ingo

versus
3.0 von 5 Sternen Wäre da nicht.....
Die pilgrimage, dies vorweg, war eine große Leistung von Gardiner, in diesem Falle sogar eine große logistische, weil das Konzert vo Warschau nach Warwick verlegt werden mußte.

"Allen Aufführungen gemein ist die zupackende Frische und Spontaneität der Darstellung, also ein ausgesprochener Live-Charakter, was klangliche...
Vor 13 Monaten von Sagittarius veröffentlicht


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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bach Cantata Pilgrimage nun doch vollständig auf CD?, 4. Juli 2005
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.24:BWV 12/103/146/166/108/117 (Audio CD)
Zugegeben, wenn ich "Monteverdi Choir London" u. "English Baroque Soloists" unter Sir J. E. Gardiner höre, bin ich evtl. doch voreingenommen. Ich kenne diese hervorragenden Musiker seit ca. 25 Jahren. Damals war Gardiner u.a. künstlerischer Leiter der Göttinger Händelfestspiele. Dann, im Jahr 2000 dieses Mammutprojekt zum 250 Todesjahr von J.S. Bach - die Aufführung sämtlicher Kirchenkantaten, ca. 1/3 ist erhalten, mit wechselnden Künstlern und Solisten jede Woche an einem anderen Ort von Weimar bis New York. Ich hatte das Glück, einige dieser Ausnahmekonzerte zu besuchen. Es war jedesmal ein großes musikalisches aber auch menschliches Erlebnis. Durch seine bekannt nach vorn gerichtete Aufführungspraxis kommt nie Langeweile auf; und das spürt man auch wieder auf dieser während der Tournee aufgezeichneten Aufnahme. Mögen auch einige Musikjournalisten die bisher erschienenen Aufnahmen wegen mangelnder werkgetreuer Wiedergaben kritisieren, das Gesamtwerk ist entscheidend. Und hier wird mit Leib und Seele musiziert. Sehr gut, trotz Livemitschnitt, die Tontechnik - unter den Solisten ganz besonders hervorzuheben der Tenor Mark Padmore, für mich einer der besten Tenöre dieser Musikrichtung, auch als Evangelist in Bach's Passionen, ist. In BWV 146 kommt der fabelhafte Klang der Trost-Orgel in der Schloßkirche Altenburg hervorragend zur Geltung. Nachdem sich die Deutsche Grammophon/Archiv aus dem Projekt der Veröffentlichung der Live-Mitschnitte verabschiedet hatte, bleibt nur zu hoffen, daß Sir John mit seinem selbst gegründeten Label "Soli Deo Gloria" alle Live-Mitschnitte (auch wenn sie teilweise bei den Generalproben entstanden sind) veröffentlicht. Es wäre dann ein Meilenstein der Schallplattengeschichte. Ein Muß für jeden Bach-Liebhaber.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bachkantante 146 in Verbindung mit der Trost-Orgel Altenburg, 31. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.24:BWV 12/103/146/166/108/117 (Audio CD)
In der Bach-Kantate BWV 146, Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich...
sind die 2 Eingangssätze für Orchester und Orgelsolo von Bach komponiert worden.
Gardiner spielte dieses Werk in der Schlosskirche zu Altenburg ein. Die grosse Trost-Orgel wurde hier mit eingesetzt. Eine grandiose Kantate mit diesen Eingangssätzen, die Klangfülle dieser Orgel ist überragend und überzeugt vollends im Part mit dem Orchester.
Trotz eines Missgeschicks an der Trost-Orgel, es wurde ein Heuler im oberen Manual entdeckt und das
Konzert unterbrochen, um den Schaden beheben zu können, wurde das Konzert und die Aufnahme
wiederholt und fortgesetzt.
Als einen Glanzpunkt Bachscher Kompositionskunst ist die Bachkantate, BWV 146 anzusehen,
sie wurde Frühjahr 2000 mit der Trost-Orgel in der Schlosskirche zu Altenburg erstellt.
Der junge englische Organist Silas John Standage beeindruckt hier mit einer unwahrscheinlichen
Registrierung und einem gekonnten virtuosen Spiel, das man nicht alle Tage zu Gehör bekommt und dazu
das grandios musizierende English Baroque Soloists als Gegenpart, schöner kann die Sinfonia des 1. Satzes
nicht umgesetzt werden, schon aus diesem Grunde eine sehr empfehlenswerte CD mit diesem herrlichen
Orgelpart.
Sie stellt für mich als eine der schönsten komponierten Orgelwerke der Zeitgeschichte da.
Diese Kantate war ursprünglich als Violinkonzert (aber verloren gegangen) und was später das berühmte
Cembalokonzert in d-moll, BWV 1052a wurde, taucht hier wieder auf als die zwei einleitenden Sätze der
Kantate, beide mit obligater Orgel.
Die Kantate BWV 146 erweist sich in einem unwiderstehlichen musikalischen Schwung und in einer ungmein
klanglichen Vielfalt der allerersten Qualität.
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3.0 von 5 Sternen Wäre da nicht....., 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.24:BWV 12/103/146/166/108/117 (Audio CD)
Die pilgrimage, dies vorweg, war eine große Leistung von Gardiner, in diesem Falle sogar eine große logistische, weil das Konzert vo Warschau nach Warwick verlegt werden mußte.

"Allen Aufführungen gemein ist die zupackende Frische und Spontaneität der Darstellung, also ein ausgesprochener Live-Charakter, was klangliche Differenzierung und sorgsamstes Austarieren des Stimmgeflechts aber keineswegs ausschließt. Gleichmäßig hoch ist das Niveau bei den Instrumentalsolisten und den glanzvoll hingestellten Chorsätzen. Nicht zuletzt dürfte die Akustik der beiden Kirchenräume das Ihre zu diesem hervorragenden klanglichen Ergebnis beigetragen haben." jubele seinerzeit die Kritik.

Rezensionen sind immer nur Meinungen, subjektiv, gerade bei Stimmen.Der Altus verdirbt mir die Freude an dieser Aufnahme.So wie Harnoncourt den mir unerträglichen Esswood eingesetzt hat, nimmt Gardiner mit William Towers einen Altus, den ich gar nicht hören möchte. Die Geschmäcker sind verschieden. Warum überhaupt ein Altus eingesetzt wird,erschließt sich mir nicht. Die Knaben zu Bachs Zeiten sangen mit ihrer natürlichen Bruststimme, sie kamen halt später in den Stimmbruch ( und Bach hätte sicher liebend gerne Frauen in der Kirche eingesetzt,einmal würde er dafür gerügt, in der Kirche eine Frau zugelassen zu haben)

Einen Altus einzusetzen statt eines Knaben ist nicht historisch, warum also?

Wie auch immer. MIr verdirbt er die Freude an dieser Aufnahme. Das muß jeder selbst hören und entscheiden.
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3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gardiner enttäuscht mit Bach, 29. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.24:BWV 12/103/146/166/108/117 (Audio CD)
Man kann nur staunen über Gardiners Unternehmen, gleich alle Kirchenkantaten Bachs in nur einem Jahr einzuspielen. So schnell Gardiner dies gelang, so überstürzt ja geradezu grob klingen seine Aufnahmen. Man höre sich nur den Eingangschor von BWV 103 an: In der Orchestereinleitung werden die hohen Spitzentöne der unisono mit dem Flauto piccolo spielenden ersten Violine angerissen und man fragt sich, ob es wirklich notwendig ist, ihre arpeggierten Dreiklänge derart zu zerhacken, um ein "schallendes Gelächter" (Gardiners Kommentar im Textheft, S. 20) darstellen zu wollen. Dies wirkt deshalb überzeichnet, weil nicht ein "Gackern...in boshaft schrillem Ton" (Textheft, S. 20) dargestellt werden soll, sondern "Freude", wie es im von Bach vertonten Text heißt. Auch wenn es im Sinne eines "Gelächters" gemeint sein könnte, so tut Bachs ungewöhnliche Instrumentation mit hohem Flauto piccolo alles nötige um diesen Eindruck herzustellen. Wenn Gardiners Musiker hier zusätzlich forcieren, so wirkt es überzeichnet und geradezu brutal. Auch hier bleibt die Frage, ob man die Melsimen auf "freuen" im Vokalpart wirklich so stark zergliedern muss, um das Wort nachzeichnen zu wollen. Bach tut es doch allein schon durch die Motivik aus zwei Sechzehnteln und Achtel und ich sehe keinen Anlass dafür, die letzte Achtel derart staccatieren zu müssen, wie Gardiner es tut. Wenn der volle Chor diese Artikulation übernimmt, wirkt es geradezu grotesk. Der Chorklang ist in den beiden Fugenexpositionen des Satzes völlig undurchdringlich und die einzelnen Stimmen sind nicht so gut durchhörbar, wie man es von manch früheren Aufnahmen Gardiners gewöhnt war, sondern grobschlächtig und brutal. Dieser Eindruck entsteht vor allem beim unkultivierten ersten Basseinsatz in der zweiten Fuge des Satzes: "Doch eure Traurigkeit..." Ähnlich brutale Einsätze findet man auch im Eingangschor von BWV 117. Ich habe mich geradezu erschrocken, als ich die völlig überzogene Betonung des ersten Wortes hörte: "SEI Lob und Ehr dem höchsten Gut." Doch gibt es auch schöne Momente in der Aufnahme, die nicht verschwiegen werden sollen: Der Eingangsatz von BWV 146, in dem Gardiner den Chor weit ab ans andere Ende der Kapelle postiert, hinterlässt einen entrückten, neblig-trüben Eindruck, den auch Bach wohl im Sinn hatte, als er diese Musik schrieb: "Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen." Dies erleichtert zudem die Hörbarkeit des Orgelparts, denn der Chor wurde mittels Choreinbautechnik in den 2. Satz des Konzerts BWV 1052a hineinkomponiert, so dass die Gefahr besteht, dass die zarte Orgelstimme untergehen könnte. Der Musikwissenschaftler Alfred Dürr empfiehlt daher eine geringbesetzte Ausführung dieses Chorsatzes, doch Gardiner gelingt hier eine ganz individuelle Lösung, die überzeugt. Auch die Wahl des sehr langsamen Tempos ist - so schwierig es auch für die Sänger sein mag - ein Gewinn: Wenn Gardiner sich und sein Ensemble anhält langsam zu spielen und nicht so unbarmherzig zu rasen, dann kann Wunderschönes entstehen.
Resümee:
Man hat zwar den Eindruck von technisch virtuosen Musikern, die aber unglücklicherweise mit einem kalten, unsensiblen Dirigenten zusammenarbeiten müssen.
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