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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der Rückschau 4 Sterne, sonst 5!, 1. April 2008
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Balls to Picasso (Reissue) (Audio CD)
Mittlerweile sind ja schon wieder Jahre ins Land gegangen, seit die Scheibe erschien. 1992 kündigte Bruce seinen Job bei Maiden, um fortan Solo unterwegs zu sein. Kurz darauf stand mit 'Tears of the Dragon' die erste Single, dicht gefolgt von dem Album 'Balls to Picasso' im Rampenlicht.

Damals fand ich das Album rundum gelungen, habe es immer wieder gehört und fand auch die B-Seiten genial. Heute muss ich aufgrund des Mix/Sounds einen Stern abziehen, da dieser doch recht eigenwillig und dabei drucklos scheint. Besonders verglichen mit 'Chemical Wedding', seinem letzten Solo-Album vor der Iron Maiden Reunion, ist 'Balls to Picasso' doch etwas schmächtig.

Trotzdem: Bruce singt hier um Klassen besser, als auf vielen Maiden-Scheiben, die Gesangslinien scheinen ihm besser zu liegen, und mit dem druckvollen Live-Sound gehört, sind auf diesem Album bereits einige Highlights enthalten, allen voran das epische, geniale und einfach wunderschöne 'Tears of the Dragon'. Aber auch 'Laughing in the hiding Bush', 'Shoot all the Clowns', '1000 Points of Light' oder 'Sacred Cowboys' sind Knaller. Das abgefahrene Cyclops zu Beginn des Albums ist etwas sperrig, hat aber einige fette Riffs, die sich unweigerlich in die Stirnlappen meiseln werden.

Kurz noch zu der Bonus-CD: Wer die Singleauskopplungen zu diesem Album hat, wird die Bonus-Cd nicht wirklich brauchen. Allen anderen seien diese Songs ans Herz gelegt, besonders 'No way out' und 'No way out ... continued' sowie die Peter Gabriel mäßig klingende Version von 'Tears of the Dragon'.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stilistisch weit weg von Maiden, 14. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Balls to Picasso (Reissue) (Audio CD)
In der ersten Hälfte der 90er hatten Bruce Dickinson (und Rob Halford) mit Heavy-Musik traditioneller Machart nix am Hut. Abgrenzung hieß die Devise und auf "Balls to Picasso" hat es der Sänger-Pilot-Buchautor-Tausendsassa Dickinson penibel vermieden, musikalisch in die Nähe der eisernen Jungfrauen zu geraten.
Aber auch zu seinem ersten Solo-Album ging Dickinson auf Distanz und mit Roy Z fand er den richtigen Partner dafür, mal etwas "anderes" zu machen und die Grundlage für künftige gemeinsame Projekte zu schaffen.
Die Musik auf "Balls to Picasso" ist ein Kind der 90er, daran gibt es nichts zu rütteln. Roy Z bringt als Gitarrist und Produzent seinen originellen Stil deutlich mit ein. Frisch, nach damaligen Verhältnissen modern, mit einem interessanten Mix aus melodischen und schrägen, harten und ruhigeren Passagen.
Das ist allerdings auch gleichzeitig der Schwachpunkt, der einen Stern kostet: Manche Songs haben auch nach mehrmaligen Anhören keinen roten Faden und klingen so ein bisschen zusammengeklebt.
Einen bis heute andauernden Effekt konnte man damals schon bewundern: Irgendwie klingt Dickinson auf seinen Soloscheiben motivierter und singt im Schnitt einfach besser als auf den neueren Maiden-Platten. Scheint so, als habe er einfach mehr Spaß daran und mehr Lungenvolumen.
Fazit: Keine Scheibe zum Mitbangen, mehr zum Zuhören. Nichts ür puritanische Maiden-Anhänger, für Dickinson-Fans dafür eigentlich Pflicht.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen übergang, 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Balls to Picasso (Reissue) (Audio CD)
als dieses album damals erschien, hat es mir den schädel weggeblasen. als alter metalfan, den die letzten alben der großen bands vor langeweile einschläferten (zb fear of the dark), empfand ich es als befreiung: ja, es geht weiter, es gibt einen weg, der spannend und aufregend ist, ohne grunge-klischees unglaubwürdig nachzubuchstabieren.

heute muss ich zugeben, dieses album ist nicht wahnsinnig gut gealtert. das liegt einerseits am sound, der ist zu brav, zu schlank, zu geglättet. und andererseits daran, dass sich die harte musik seither so ungemein aufregend weiterentwickelt hat. dieses album klang damals radikal - und wirkt heute fast halbherzig, auch die kompromisse zwischen klassischen und modernen metal-sounds, die bruce hier einging, wirken heute weniger vernünftig, als fast ein bisschen mutlos.

das ändert aber nichts daran, dass wir hier nahezu ausnahmslos große, inspirierte songentwürfe hören - und einen ungewohnt topmotivierten bruce dickinson, dem zu roy z's harten riffs tolle gesangslinien einfallen.

fazit: ein übergangsalbum, heute fast historisch, aber nach wie vor spannend, wenn ich nicht mehr so wichtig wie damals.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 9. Juni 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Balls to Picasso (Reissue) (Audio CD)
Gerade die Beginnenden 90er Jahre waren für traditionelle Rock und Metal Musik nicht einfach. Neuer Sound - mit Ursprung in Seatle - war angesagt. Für Viele Bands bedeutete diese Phase Umorientierung: Helloween veröffentlichen mit Pink Bubbles Go Ape und Chameleon zwar zwei hervorragende aber wenig erfolgreiche experimentelle Alben; Rob Halford trennte sich nach Painkiller von Judas Priest und wanderte ebenfalls auf Non-Metal Pfaden; Pink Cream 69 z.B. spielten mit Change und Food for Thoughts zwei ungewöhnliche Platten ein. Auch der Frontman der Eisernen Jungfrau Bruce Dickinson war von diesem Phänomen nicht ausgenommen!
Bruce erstes Soloalbum nach seiner endgültigen Trennung von Iron Maiden erschien 1994 und überraschte die Hörerschaft ungemein! Kein klassischer Heavy Metal oder vielleicht Hard Rock wird hier dargeboten, sondern ein Mix verschiedenster Stile, von Metal und Rock über Alternative Klänge bis hin zu poppigen Nummern! Über allem der thront natürlich die Ballade Tears of the Dragon, welche in allen 3 Versionen unglaublich gut ist, wobei mir persönlich die First Bit, Long Bit, Last Bit - Version am meisten zusagt. Es muss sowieso angemerkt werden, dass das Album als solches das Prädikat sehr gut ohne weiteres verdient, erst aber unter der Einbeziehung der Bonus Disc dem Wort Meisterwerk gerecht wird. Auf der regulären Scheibe sind - neben oben genannten Tears of the Dragon - Cyclops, Laughing in the hiding bush und das poppige Change of heart meine Favoriten. Aber die zweite CD sprengt dann alles hinweg: Now Way Out (1+2), Spirit of Joy, Winds of Change, Cadillac Gas Mask usw. sind allesamt erstklassige Songs und es ist mir unbegreiflich wie man diese damals als Bonustracks und B-Seiten verstecken konnte! Betrachtet man die ganze Bandbreite dieses Meisterwerks wird einem klar, was ein genialer Künstler - welcher Bruce Dickinson ohne Frage ist - schaffen kann, wenn er sich in einer kreativen Phase befindet und hinzu noch ohne Rücksicht auf Erwartungshaltungen oder irgendwelche anderen Konventionen arbeitet. Hinzu kommt natürlich noch, dass er ihn Roy Z den perfekten Partner gefunden hat! Balls to Picasso ist eines dieser Alben, das in einer turbulenten Zeit entstanden ist, in der sich Künstler gezwungen sahen (zurecht oder unrecht lasse ich offen) ihre alten Pfade zu verlassen und Neues zu versuchen. Bei Bruce Dickinson ist es, wie bei anderen auch, in musikalischer Hinsicht, meiner Meinung nach jedenfalls, ein voller Erfolg geworden. Leider haben das damals und auch heute nur wenige so gesehen, so dass sich auch Balls to Picasso eher mäßig verkaufte! Schade, ein solch mutiges, ambitioniertes Werk hätte mehr (positive) Aufmerksamkeit verdient!
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Balls to Picasso (Reissue)
Balls to Picasso (Reissue) von Bruce Dickinson (Audio CD - 2011)
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