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4,0 von 5 Sternen
Die fetten Jahre sind vorbei
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2006
Wie schon erwähnt, bricht eine Gruppe von jungen Leuten in Villen ein und verrücken die Möbel, ohne jedoch irgend etwas zu stehlen.
Das Ganze soll die Bonzen unserer Zeit verunsichern,sie in ihrer selbstherrlichen Sicherheit erschüttern und wenn möglich Anstoß zu
einer ganzen Bewegung like 68er sein.
So der Gedankengang der einen Seite, die Seite der Revoluzzer. Diese werden von Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch auf erfrischende Art
und Weise sehr natürlich und in keiner Sekunde aufgesetzt gespielt.
Während eines "Möbelrückenanschlags" werden sie von Hardenberg, einem reichen Bonzen überrascht und kidnappen ihn. In einer planlosen Flucht geht
es in die Berge... und dort beginnt erst der eigentlich beeindruckende Teil des Films.
Auf engstem Raum kommen sich beide Seiten näher. Auf der einen Seite die Revoluzzer... auf der anderen die der Bonzen. Beide argumentieren in wirklich tollen
Dialogen Themen, die wie aus der 68er Bewegung importiert scheinen.
Am Anfang noch voreingenommen durch die eigene Einstellung weichen die Vorstellung über die andere Seite scheinbar langsam aber sich auf...
Ich kann diesen Film von ganzem Herzen empfehlen. Anspruchsvoll, einfühlsam, nachdenklich... ein rundum gelungener Film.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2006
Ich fange mal direkt ohne Einleitung an zu schreiben:

Viele der anderen Rezesionen kritisieren, das der Film eine erneute 60er Jahre Bewegung darstellen soll und das sich das doch langsam aendern soll.

Ich habe den Film nicht als Aufforderung zu einer zweiten 'Hippie-Bewegung' aufgefasst, sondern eher als einen Apell an unser Gewissen. Ich denke der Film sollte hauptsaechlich zum Nachdenken anregen und noch besser zu darauffolgenden Taten.

Die Geschichte, die hier ja nun schon einige Male erlaeutert wurde ist gut durchdacht, interessant und ungewoehnlich.

Ich kann nicht sagen, das ich sie zwischendurch langweilig fand, es war eben kein amerikanischer Actionfilm, sondern ein Film fuer die Nachdenklichen unter uns.

Die drei Hauptfiguren haben Ideale und stehen ihren Mann/ ihre Frau in der heutigen Welt, in der scheinbar jeder eine vollstaendige Ignoranz gegenueber dem anderen entwickelt hat. Sie versuchen auszubrechen, aus dem oft egoistischen Alltag des 21. Jahrhunderts und stellen fest, das es kaum noch moeglich ist in dieser Zeit wirklich etwas zu veraendern.

In einem Gespraech sagt Jule, das einfach alles schon einmal da gewesen ist. Die sechziger Jahre mit ihren Rebellen, Demonstrationen fuer und gegen alle moeglichen Dinge und das es so scheint, als wuerde heute all dies nur noch kopiert werden (wie das es Trend ist Chee Guevara- T-Shirts zu tragen) und gleichzeitig, als wuerde nichts mehr zu etwas fuehren.

Eine Loesung zu diesem Problem finden die drei nicht, aber vielleicht ist das auch gar nicht notwendig. Vielleicht reicht es, wenn sie (mit diesem Film) ein paar Menschen zum Nachdenken angeregt haben.

Darueber, das es nicht selbstverstaendlich ist arm oder reich zu sein und das man nicht nur fuer sich selbst leben sollte.

In jedem Fall kann es niemandem schaden, sich diesen Film angesehen zu haben. Besonders nicht denen, die sich viele Gedanken machen.

Ueber alles.
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2006
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Warum es allerdings zeitverschwenderisch sein sollte, sich seine Gedanken über ein Thema wie Kapitalismus oder soziale Ungerechtigkeiten zu machen, das müsste man mir mal genauer erklären. Und dass ein Mercedes, eine Berghütte oder gar Verständnis (man stelle sich das mal vor!) schon als Klischees abgetan werden (wie es in einer der vorherigen Rezensionen heißt), stimmt mich sehr nachdenklich.
Wer solche Dinge sagt oder schreibt, dem merkt man an, dass er nur die eine Seite der Medaille kennt. Um wirkliche sozialen Ungerechtigkeiten zu erleben, müsste man eben mal über den Tellerrand hinausschauen, das heißt raus aus seinem sicheren Zuhause in die weite Welt. Dann muss man sich vielleicht auch nicht mehr für solche "dummen Gedanken" rechtfertigen, die unser gesellschaftliches System anbelangen.
Ich denke, dass es in diesem Film nicht um irgendwelche Methoden zur Weltverbesserung geht, es geht auch nicht darum, die Hauptdarsteller mit historischen Revolutionären zu vergleichen oder zwichen Gut und Böse zu unterscheiden. Es geht meiner Meinung nach einzig und allein darum, zu überlegen, ob die Welt, auf die wir zusteuern, wirklich so schön sein wird wie wir uns das vorstellen.
Ich finde, dass die Darsteller mit ihren Ansichten und Ideologien sehr überzeugend wirken und halte auch ihre Methoden für nicht so weithergeholt. Zumindest handeln sie nach ihren eigenen Prinzipien, zum Revolutionär wird man ohnehin nicht von einem Tag auf den anderen....
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2009
"Die fetten Jahre sind vorbei" ist ein Film über Rebellion, der keineswegs die "wilden, tollen 60er Jahre" wieder heraufbeschwört, sondern vielmehr die moderne westeuropäische Gesellschaft kritisiert und dabei gekonnt zum Nachdenken anregt.

Inhaltlich geht es um drei junge Menschen in der Großstadt (Daniel Brühl, Julia Jentsch und Stipe Erceg), die die Weltordnung, wie sie sie vorfinden, als absolut unfair erachten: zu viele Reiche und zu viele Arme, schlechte Ressourcenverteilung undsoweiterundsofort. Deshalb brechen sie in Villen ein ohne etwas zu stehlen. Stattdessen verrücken sie Möbel, zweckentfremden Luxusgegenstände und hinterlassen Botschaften wie z.B. "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld", mit dem Ziel vor Augen die reichen Besitzer des Hauses zu verunsichern und zum Nachdenken anzuregen.
Schön dabei ist, dass der Regisseur Hans Weingartner ohne Gewalt auskommt und seine Protagonisten andere Wege finden, um mit ihren Problemen zurechtzukommen. Dass der Streifen ausschließlich mit Handkamera gedreht wurde, wirkt gut gegen Langeweile vor und gibt dem Zuschauer außerdem das Gefühl beim Filmgeschehen ganz nah mit dabei zu sein.

Vielleicht nicht unbedingt als Feel-Good-Movie gedacht, kann man jedoch nicht leugnen, dass der Film gute Laune mit einem Schuss revolutionärer Stimmung aufkommen lässt: Eine gelungene Melange aus Komödie und Drama.

Für mich ist "Die fetten Jahre sind vorbei" ein wichtiger, sehenswerter Film, weil er sich mit den Themen Kapitalismus, soziale Verantwortung und Globalisierung in Form von interessanten Dialogen und in einer spannenden Geschichte verpackt auseinandersetzt ohne den Zuschauer dabei eine Sekunde lang zu langweilen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2006
Ein Film über die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Plastisch und lebendig. Teilweise überzeichnet, aber gerade dadurch an Dramaturgie und Eindringlichkeit gewinnend. Zum erneuten Nachdenken anregend. Wer allerdings noch nie gedacht hat, kapitalismuskonformer Konsument ist, der wird nach dem Konsum dieses Films auch kein Gespür für Gerechtigkeit entwickeln. Der wird den Film nicht verstehen und langweilig finden oder ihn lediglich als eine Neuauflage der Ideen der 68er-Bewegung ansehen, wie zahlreiche Kommentatoren hier.

Wer stromlinienförmig und unkritisch durch die Welt geht oder gehen will, der soll sich den Film besser nicht ansehen, sondern sich mit amerikanischen Klischee- und Actionfilmen berieseln lassen. Die betäuben besser und bewahren einen vor unbequemen Fragen und Gedanken.

Dieser Film reisst aber jeden aus der Betäubung heraus, der noch nicht ganz abgestumpft ist von der älltäglichen Gehirnwäsche unserer Medienwelt. Es wird erkennbar gemacht, dass die Probleme, die die 68er zum Protest veranlasst haben, in abgewandelter Form heute genauso aktuell sind wie damals. Dabei wird deutlich, welche Fehler gemacht wurden und was daraus gelernt werden kann.

Gesellschaftliche Fundamentalkritik ist alles andere als aus der Mode. Wer sich aktuelle Umfragewerte (infratest dimap, November 2006) ansieht und wahrnimmt, dass 52% der Deutschen kein Vertrauen mehr in unsere Demokratie (= Staatsform) haben und noch viel mehr, ja selbst die Mehrheit der "Besserverdienenden", der Meinung sind, dass es ungerecht im Lande zugeht, der sieht diesen Film als willkommenen Diskurs zur gesellschaftlichen Gesamtproblematik an.

Sehr spannend ist, wie im Laufe des Filmes eine Fortentwicklung der Gedankenwelten auf beiden Seiten stattfindet. Beim unangepassten, jugendlichen "Revoluzzer" und Individualisten von heute, wie auch beim etablierten Top-Manager, der verloren gegangene und verschüttete Ideale seiner Jugend wiederentdeckt. Beide Welten nähern sich an und treffen sich - senden die Botschaft aus, dass die Gerechtigkeit auf dieser Welt irgendwo in der Mitte zwischen den Extremen liegen muss.

Die Botschaft ist brandaktuell, solange die Reichen immer reicher und die Armen immer Ärmer werden. Und ganz besonders, solange in Deutschland nahezu 2 Millionen Kinder in Armut leben. Weltweit Platz 2 unter den Industrienationen - gleich nach den USA. Wer das ignoriert und Kritik daran als "Sozialromantik" verhöhnt, der ist entweder dumm, ignorant oder ein parasitärer Schmarotzer, der selbst von dieser Ungerechtigkeit profitiert.

Der Film ist ein eindringlicher Aufruf, dass es höchste Zeit ist, dass sich was dreht! Und nicht nur beim Fußball ;-).
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2006
Dies hier ist die SINGLE-DVD-Edition. Das komplette Bonusmaterial findet sich nur auf der DOPPEL-DELUXE - Edition mit dem schwarzen Cover: Making-Of, mehr als 10 Deleted Scenes, Fotogalerie, Audiokommentar, ein Feature über Cannes, Farbfotos ... dahinter steckt die Strategie des Verleihs, den Leuten die nur am Film interssiert sind, eine günstige DVD zur Verfügung zu stellen, und den echten Filmfreunden für etwas mehr Geld das volle Programm. Nichts Unübliches. Also zuerst informieren dann kritiseren.

Zum Film: ein Hammer. Mit Sicherheit einer der besten deutschen Filme der letzen 10 Jahre, der nicht umsonst in Cannes frenetisch gefeiert wurde. Dementsprechend scheint er sich in vielen Länder zu nem Underground-Kultfilm entwickelt zu haben. Nicht nur spannend, witzig und unterhaltsam, sondern auch was für den Geist.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Mai 2006
...so könnte man einen Artikel überschreiben, der sich mit dem deutschen Film auseinandersetzt. "Die fetten Jahre sind vorbei" ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie locker leicht und gleichzeitig ernsthaft der deutsche Film wieder sein kann. Mit glaubwürdigen Charakteren, schönen Bildern und wenn überhaupt nur einer sanften Note von pseudomoralischen Getue ist der Film eine Wohltat.

Wenn ich mir manche Rezensionen anschaue, glaube ich aber, dass manche diesen Film falsch verstehen wollen oder zumindest aus meiner Sicht leider falsch aufgefasst haben. "Die fetten Jahre sind vorbei" als eine linksradikale oder gar propagandistische Sache anzusehen, sollte man doch mal überdenken. Anders als behauptet ist die Moral des Films nicht: Geld und Ehrgeiz sind böse, Freiheit und Faulheit sind gut. Vielmehr geht es um die Botschaft, dass sich Werte mit der Zeit verändern und man - ganz im Strudel einer sich verändernden Welt - gezwungen ist, seine Ziele und Prioritäten neu ordnen zu müssen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Dort, wo das Trio die "Erziehungsberechtigten" spielt, können sie morgen leicht selber stehen. Hat nicht jeder Jugendliche oder Heranwachsende gegen etwas rebelliert und wurde dann am Ende doch sesshaft?

Wie es im Film so schön gesagt wird: Du wählst Grün und bist für freie Liebe und hast deinen eigenen Kopf und irgendwann willst du vielleicht eine Familie gründen, brauchst Geld dafür und gibst dich dem System hin und wachst irgendwann auf und machst dein Kreuz bei der CDU...

Ich habe den Film sehr genossen und kann ihn wärmstens weiter empfehlen. Und erwartet man keinen Parteiwerbespot zur Bundestagswahl wird man auch sicherlich nicht enttäuscht werden ;)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2009
"Die Erziehungsberechtigten" - schon den Namen find ich gut, den Jan und Peter sich gegeben haben. Sie brechen zwar nachts in die Villen reicher Leute ein, aber sie haben Ideale, für die sie sich ins Zeug legen, sich anstrengen, und auch nicht vor kriminellen Machenschaften Halt machen. Immerhin: Sie haben Ideale! Dafür schmeißt Jan auch schon mal die Armbanduhr aus dem Autofenster, die Peter bei einer Hausverwüstung hat mitgehen lassen, auch wenn sie vielleicht 5.000 Euro gebracht hätte. Trotzdem oder vielleicht auch gerade wegen ihrer nächtlichen Einbrüche haben die beiden gleich zu Beginn des Films die Sympathie der Zuschauer gewonnen, denn im Grunde wirken sie harmlos. Sie haben ihren Spaß, wenn sie zusammen im VW-Bus durch Berlin kurven und dabei "So schön, schön war die Zeit" im Radio hören.

Als Jule in diese Männerfreundschaft einbricht, wird's eng. Und als sie Jan überredet, bei einem reichen Mann, dessen Auto sie bei einem Unfall demoliert hat und - weil sie selbst keine Versicherung bezahlt hat - für den Schaden aus eigener Tasche aufkommen muss, nimmt der Film an Fahrt auf. Bei ihr ist das Motiv Rache, und mit dem Wechsel der Motive geht's von da an schief. Der Hausbesitzer kehrt überraschend nach Hause, entdeckt die Beiden, denen vor lauter konfuser Panik nichts anderes einfällt, als ihn zu entführen.

Schön ist, dass dieser Film polarisiert. Damit hat er ja ein Ziel erreicht: Man macht sich Gedanken über die Thematik. Kontroverse Diskussionen sind erwünscht. Die noch unverdorbene Jugend hat Ideale, Ziele, für die sie einsteht, leider aber auch nicht konsequent genug. Hardenberg, der entführte Hausbesitzer, hatte auch mal Ideale und Ziele, hat diese allerdings im Laufe der Zeit seiner Karriere und den wachsenden materiellen Ansprüchen untergeordnet, scheint es. Sehr gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie Hardenberg die Wende schafft. Richtig gut ist das entwickelt. Gut und auch fies.

Ein weiteres Ziel hat der Film auf jeden Fall erreicht: Er hat mich sehr gut unterhalten. Wenn ich politische Diskussionen über diese Thematik vertiefen möchte, gucke ich eine Dokumentation oder höre Radio. Hier aber geht's ums Kino, was die Schauspieler selbst in kleinen, dennoch gut besetzten Rollen zu einem Erlebnis werden lassen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2005
Möchte bnowak8673 wiedersprechen und behaupten, dass das Ende total offen gelassen wird. Hardenberg muss seine Entführer nicht einfach nur verpfiffen haben. Zwar steht die Polizei am ENDE VOR DEREN Wohnung, doch befinden die sich bereits wohl gekleidet im Süden und bedienen Hardenbergs Boot (am Ende liegt sein Führerschein am Steuer). Er kann demnach genauso gut als Komplize verstanden werden. Die Aussage: manche Menschen ändern sich nie (auf dem Zettel an der Wand) kann demnach auch mehrfach gedeutet werden. Also demnächst genauer hinschauen und drüber nachdenken!
Mein Fazit: Hammer-Film
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2005
"Die fetten Jahre sind vorbei" war für mich der Film, der mein (persönliches) Kinojahr 2004 dominert hat. Weingartner hat schon mit "Das weisse Rauschen" gezeigt, dass man hierzulande moderne, interessante und gleichzeitig packende Filme machen kann, in denen die Ideen und nicht das Produktionsbudget zählen. "Die fetten Jahre..." ist etwas gefälliger produziert, aber von erzählerischen genau so brilliant wie der Vorgänger. Die Story selbst ist an sich schon gut konzipiert, wird aber erst durch die Schauspieler, die perfekt auf ihre Rollen passen, richtig zum Leben erweckt. Hinzu kommt eine digitale Kamera, die richtig eingesetzt wurde (d.h. nicht nervt, sonder 'Realität' kreiert) und streckenweise geniale Musikauswahl.
Aber hinter dem technischen steht noch mehr: Die Geschichte hinter der Geschichte ist für mich sehr überzeugend. Junge Menschen, die heute, in Deutschland, keine politischen Ideale mehr finden und gleichzeitig verzweifelt nach ihnen suchen. Was herauskommt ist teilweise Phrasendreschen (Brühl), teilweise persönliche Betroffenheit (Jentsch) oder einfach nur Spass an Sponti-Aktionen (Erec). Und dennoch: in der Konsequenz führt das hier zum Polit-Terrorismus. So jedenfalls meine Lesart des Films, bei dem ich viele Parallelen zur frühen RAF entdeckt habe.
Aber Achtung: Andere Kritiker/Zuschauer haben den Film teilweise anders gesehen, fanden ihn nicht revolutionär genug - oder schon wieder zu verharmlosend. Solche Uneindeutigkeit spricht meines Erachtens aber eher für als gegen den Film.
Fazit: Die fetten Jahre des deutschen Films mit seinen Katja Riemanns, Til Schweigers, Helmut Dietls und Söhnke Wortmanns sind vorbei, jetzt kommt das neue, kraftvolle deutsche Kino mit seinen Brühls, Jentschs, Akins, Schmidts... und Weingartners.
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