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am 6. April 2006
Bravados war der fünfte von sechs Filmen die Gregory Peck unter Regisseur Henry King drehte.
Der Western untersucht die Ergebnisse fehlgeleiteter Rache: Ein Farmer verfolgt vier zum Tode verurteilte Verbrecher in der Annahme, sie seien die Mörder seiner Frau.
Als diese aus dem Gefängnis ausbrechen macht er Jagd auf sie und tötet einen nach dem anderen.
Erst als er von dem letzten Überlebenden entwaffnet wird, kann dieser ihn überzeugen, dass weder er noch seine drei Kameraden etwas mit dem Mord zu tun hatten.
Peck spielt den Hauptdarsteller dieses Films durchaus glaubwürdig, wenngleich nicht sympathisch.
Bravados ist kein klassischer Edelwestern wie "Weites Land" mit einem sympathischen und gerechten Helden, sondern mit einem grimmig dreinschauenden unbarmherzigen Rächer.
Gedreht wurde in einer imposanten Naturkulisse, an schwer zugänglichen Gegenden von Mexiko.
Kameramann Leon Shamroy arbeitete mit speziellen Farbfiltern um atmosphärische und dramaturgische Akzente zu setzen.
Bei den Dreharbeiten wurde Joan Collins von einem Skorpion gestochen und Gregory Peck stürzte vom Pferd und zog sich eine Zerrung zu.
Die DVD bietet den Film in anamorpher Abtastung im Original Kinoformat. Bild und Ton wurde, wenn man das Alter des Filmes bedenkt, hervorragend restauriert.
Bild und Ausstattung entsprechen der in Deutschland unter dem Label: "Grosse Film - Klassiker" erschienenen DVD Ausgabe.
Leider gibt es auf der DVD überhaupt keine Extras, nicht mal der standardmäßige Kinotrailer.
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am 15. Juli 2012
Gregory Peck, bekannt unter anderem durch den Spät-Western Western Legenden, No. 11: Shoot Out - Abrechnung in Gun Hill oder als Bombercaptain in Der Kommandeur, spielte im Jahr 1958 in "Bravados" einen desillusionierten, verbitterten Abenteurer, der den Tod und die Schändung seiner Frau rächen will - und dabei alles andere, sogar die Wahrheit, aus seiner Sicht der Realität ausklammert.

Schon die Anfangsszene, in der ein schattenhafter, dunkler Reiter durch eine düstere Landschaft reitet (die im Nachhinein wie ein Spiegel des Innenlebens des Protagonisten wirkt), ist absolut überzeugend; insbesondere, wenn man auf das wundervolle Titelthema des Komponisten Lionel Newman achtet, das sich getrost mit anderen, berühmten Western-Melodien messen kann. Die anfängliche Gemächlichkeit der Handlung, untermalt von Gitarrenmusik und durchbrochen nur von einigen wenigen Dialogen, weicht jedoch schon bald der Spannung und nervenzerreissenden Stille einer Verfolgungsjagd durch die Wüste New Mexikos. Schöne, stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen, eine Story, die beinahe zu einer Tragödie shakespearscher Größe taugt, und hervorragende Schauspieler lassen den Film unvergesslich werden.

Vor allem zu nennen: Der Hauptdarsteller, Gregory Peck. Zunächst wortkarg und finster, schafft er es, der Rolle eine Aura des von Gott geschickten Rächers zu verleihen, der sich seiner Sache absolut sicher ist und auf den - am Ende seines Weges - eine schreckliche Erkenntnis wartet. Im Gegensatz zu Captain Ahab in Moby-Dick: Neu übersetzt von Matthias Jendis wird Jim Douglass (der Name von Peck's Charakter) jedoch auf einen anderen Weg geschickt als den, den der eigensinnige Walfängerkommandant schließlich zu beschreiten hat. Ich glaube, ich habe, neben meinen Lieblings-Western-Schauspielern Jean-Louis Trintignant (aus Leichen pflastern seinen Weg) und Franco Nero (in Django) selten eine schauspielerisch so überzeugende, dem Western so gerecht werdende Darbietung gesehen.

Der Streifen ist aber auch in anderer Hinsicht bemerkenswert: Gedreht im Jahre 1958, muss man ihn eigentlich noch zu den klassischen Hollywood-Western rechnen - doch er besitzt so viele stilistische und motivische Merkmale, die über dieses Sub-Genre hinausweisen und an sich den Spät-Western schon vorwegnehmen: Etwa die - durchaus recht explizite - Brutalität (Mord durch das Messer mit deutlicher Präsentation der Blutspuren, eine Vergewaltigung, Aufhängen über Kopf...). Ein anderer Punkt ist die fehlende Klischeehaftigkeit insbesondere der Nebenfiguren: Keine fast gesichtslosen Bösewichter, sondern durchaus Protagonisten mit eigener Tiefe und eigenen Qualitäten: Die bezaubernde Joan Collins als Josefa (die unter anderem auch in einer preisgekrönten Episode der ersten Staffel vonStar Trek - The Original Series/Seas. 1 (HD-DVD / DVD Kombo Format) [HD DVD] mitspielte), oder Henry Silva, der den Indianer unter den Banditen spielt (mit Namen Lujan). Der Schluss des Films ist überragend und rückt den Film dann doch eher in die Nähe von Werken des Hollywood-Western, etwa solchen aus der Produktion eines Anthony Mann (Nackte Gewalt) oder John Ford. Joe Hembus, Verfasser des Western Lexikon, kommentierte (in Abwandlung eines Zitats von Clive Denton aus den "Hollywood-Professionals"): "Diese zugegebenermaßen blutige Geschichte hat die Reinheit einer elisabethanischen Tragödie".
Vollkommen korrekt. Mehr ist zu diesem überragenden Meisterwerk des Western nicht zu sagen.

Ein paar letzte Worte noch zur DVD: Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut (restaurierte Fassung), doch der Edition mangelt es eindeutig an Extras: Kein einziges ist beigegeben, nicht einmal ein Film-Trailer oder die Filmographien der Darsteller. Aber ich will nicht meckern, das hat der eigentliche Film ganz gewiss nicht verdient.
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am 4. April 2006
Bravados war der fünfte von sechs Filmen die Gregory Peck unter Regisseur Henry King drehte.
Der Western untersucht die Ergebnisse fehlgeleiteter Rache: Ein Farmer verfolgt vier zum Tode verurteilte Verbrecher in der Annahme, sie seien die Mörder seiner Frau.
Als diese aus dem Gefängnis ausbrechen macht er Jagd auf sie und tötet einen nach dem anderen.
Erst als er von dem letzten Überlebenden entwaffnet wird, kann dieser ihn überzeugen, dass weder er noch seine drei Kameraden etwas mit dem Mord zu tun hatten.
Peck spielt den Hauptdarsteller dieses Films durchaus glaubwürdig, wenngleich nicht sympathisch.
Bravados ist kein klassischer Edelwestern wie "Weites Land" mit einem sympathischen und gerechten Helden, sondern mit einem grimmig dreinschauenden unbarmherzigen Rächer.
Gedreht wurde in einer imposanten Naturkulisse, an schwer zugänglichen Gegenden von Mexiko.
Kameramann Leon Shamroy arbeitete mit speziellen Farbfiltern um atmosphärische und dramaturgische Akzente zu setzen.
Bei den Dreharbeiten wurde Joan Collins von einem Skorpion gestochen und Gregory Peck stürzte vom Pferd und zog sich eine Zerrung zu.
Die DVD bietet den Film in anamorpher Abtastung im Original Kinoformat. Bild und Ton wurde, wenn man das Alter des Filmes bedenkt, hervorragend restauriert.
Leider gibt es auf der DVD überhaupt keine Extras, nicht mal der standardmäßige Kinotrailer.
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am 11. Februar 2012
Eigentlich bin ich kein Gregory Peck Fan, aber er ist zweifellos ein guter Schauspieler. Habe mir den Film eigentlich eher wegen Joan Collins (ja, das spätere "Denver Clan" Biest Alexis Carrington-Morrell-Dexter-Colby) und Barry Coe (spielt hier den Tom, und war auch in Peyton Place aka "Glut unter der Asche" und "300 Spartans" zu sehen) zugelegt.

In weiteren fantastischen Rollen sind Stephen Boyd (der Messala in "Ben Hur"), und Henry Silva (mit seinem Gesicht war er auf Bösewicht abonniert, konnte aber auch komisch sein wie in Jerry Lewis "Cinderfella" aka "Aschenblödel" 1960).

In der Tat, der Western ist aussergewöhnlich, speziell wegen der Wendung am Ende (welches ich natürlich nicht verrate) und ist mit tollen Bildern sehr gut gelungen und kann mit neuzeitlichen Western um Längen mithalten.

Der Score stammt nicht nur von Lionel Newman (wie im Credit angegeben) sondern zusammen mit Hugo Friedhofer and Alfred Newman (der Bruder von Lionel). Der komplette Soundtrack ist erhältlich bei FSM.

Die DVD:

Das Bildformat ist 2.35:1 und sieht so weit klar, sauber und scharf aus.

Tonformate: Englich 4.0 Stereo, Deutsch/Französisch/Italienisch und Spanisch jeweils 2.0 Surround. Wer natürlich den ganzen Klang des tollen Score hören möchte, sollte sich die engische Version anhören.

Untertitel gibt es neben den oben genannten Sprachen auch in: Schwedisch, Dänisch, Holländisch, Norwegisch, Finnish, Portugiesisch.

Menu gibts in: English / Deutsch / Französisch / Italienisch und Spanisch

Leider gibt es keinerlei Bonus-material, nicht mal ein Trailer. Ein Audio-Kommentar oder zumindest Interview mit Joan Collins, Henry Silva wäre toll gewesen, but well..

In anbetracht des fehlenden Bonus-material müsste ich zwei Sterne abziehen und der Western ist sehr gut, deshalb trotzdem 4 Sterne.

Die einzige Beilage ist eine Postkarte mit Filmszenemotive (mit Gregory Peck und Joan Collins) wobei das Motiv meiner Meinung nach etwas unscharf geraten ist und in schwarz/weiss.

FAZIT: toller Western, sollte man mal gesehen haben!
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am 16. August 2005
Ein weiterer Film von Henry King mit Gregory Peck als Hauptakteur - und das in einer Rolle, in der man ihn kaum als heldenhafte Identifikationsfigur bezeichnen kann. Er ist ein Rächer - blind vor Hass - und lebt diesen auch aus, bis er zum Schluss anderweitig belehrt wird.

'The Bravados' gehört zu den Western der 'alten Schule', die ähnlich wie 'Hombre' mit Paul Newman oder 'Der Richter von Colorado' mit Glenn Ford herkömmliche Klischees zwar verwenden, aber letztlich Gut / Böse-Schwarzweißmalerei vermeiden. Die Helden sind keine strahlenden Saubermänner, sondern ambivalente Figuren mit guten Seiten, aber auch Fehlern und Schwächen. So betrachtet ist gerade 'The Bravados' meiner Meinung nach eine Art Vorläufer des Italo-Westerns - mit Gregory Peck in einer seiner besten Rollen !
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am 9. Juli 2005
Dieser ungewöhnliche Western von Henry King, einem der verläßlichen Studioregisseure der Twentieth Century Fox, überzeugt mit hohen Produktionsstandards, glänzenden schauspielerischen Leistungen und einer geradezu schnörkellosen Geschichte um Rache und Haß(Drehbuch Phillip Yordan).
Bild und Ton sind hervorragend restauriert: Die Englische Tonfassung glänzt in 4-Kanal Stereo, in der die ausgezeichnete Filmmusik von Alfred Newman und Hugo Friedhofer (HINWEIS für Interessierte: der Titelcredit "music by Lionel Newman" ist nicht korrekt) voll zur Geltung kommt.
In der Summe damit ein höchst gelungener Kinoabend.
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am 19. September 2002
Rancher Jim Douglas (Gregory Peck)kommt in eine Stadt, in der vier Banditen, die er verdächtigt, seine Frau vergewaltigt und umgebracht zu haben, fehängt werden sollen. Als die vier mit hilfe eines Komplizen fliehen können und ein junges Mädchen als Geisel mitnehmen, nimmt er die Verfolgung auf und tötet drei der Männer, obwohl jeder von ihnen ihm schwört, nichts mit dem Mord zu tun zu haben. Als er jedoch auf den vierten der Männer trifft, gelingt es diesem, ihn zu überwältigen und klarzumachen, dass nicht er und seine Komplizen, sondern ein Nachbar Douglas' Frau ermordet hat.
Im Gegensatz zum typischen Durchschnittswestern sind die Rollen
von Gut und Böse, Schuld und Unschuld hier einmal nicht völlig eindeutig verteilt. Peck ist kein strahlender Held, sondern ein verbitterter Mann, der die Schuld, drei (in seinem Fall) unschuldige Menschen umgebracht zu haben, kaum erträgt. Der vierte der Gauner erscheint zum Schluss als liebevoller und fürsorglicher Familienvater. Endlich einmal keine typische schwarz-weiß Konstellation.
Sehenswert ist hier auch Ben Hur-Antagonist Stephen Boyd in einer seiner ersten Filmrollen!
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Rezension zu: "Bravados" ( USA 1958 )

Zum Inhalt:

Der Rancher Jim Douglas (Gregory Peck) verfolgt bereits seit mehreren Monaten 4 Männer,
die er für die Mörder seiner Ehefrau hält.

Unbekannte hatten -während dessen Abwesenheit- die Farm von Jim Douglas überfallen,
dessen Ehefrau vergewaltigt und ermordet und zudem dessen Gold geraubt.

Von Hass angetrieben, rächt sich Jim Douglas nun an den 4 mutmasslichen Mördern und
macht dabei eine -für ihn- erstaunliche Entdeckung............

Bewertung:

Ein in Mexiko -in Farbe und Cinemascope- gedrehter Western, vor beeindruckender Natur-
kulisse. Das Leit-Thema des Films ist die RACHE des Hauptdarstellers an den 4 mutmaßli-
chen Vergewaltigern und Mördern seiner Ehefrau.

Als Fan des Schauspielers Gregory Peck, gefiel mir dieser Film. Kritiker bemängelten, dass
Peck in dieser Filmrolle als wortkarger Rächer schauspielerisch unterfordert gewesen sei.

Neben Gregory Peck spielten in diesem Film Joan Collins, Stephen Boyd ( 1931-1977; berühmt
geworden 1959 durch seine Filmrolle des römischen Tribuns Messala in dem Film "Ben Hur"),
Lee van Cleef u.a.

Die Bild- und Tonqualität ( Filmlänge ca. 94 Minuten ) ist sehr gut.

Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch

Untertitel: Deutsch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch, Dänisch, Niederländisch, Norwegisch, Finnisch, Türkisch, Portugiesisch, Französisch

A C H T U N G !!!

Es gibt unterschiedliche DVD-Veröffentlichungen dieses Spielfilms!

Ich bewerte folgende DVD: Von "20th-Century-Fox" in der DVD-Reihe "Grosse Film-Klassiker".

Die Veröffentlichung von 20th-Century-Fox in der DVD-Reihe "Grosse Film-Klassiker" ist qualitativ sehr gut
und enthält außerdem ein Booklet und eine Postkarte. In der Ausgabe von 2005 der "Grosse Film-Klassiker"-
Reihe steckten die DVD-Kunststoff-Hüllen zusätzlich noch in einem Papp-Schuber, der dann in der Ausgabe
von 2007 leider wegfiel.

Fazit:

Insgesamt halte ich diesen Spielfilm -und das nicht nur für Gregory-Peck-Fans- auch heute noch für sehens-
und empfehlenswert.
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"Bravados" aus dem Jahre 1958 ist nach "Der Scharfschütze" (1950) der zweite Western, in dem Gregory Peck unter der Regie Henry Kings die Hauptrolle spielte. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Frank O'Rourke und zeigt Joan Collins, hier noch als halbwegs ernstzunehmende Schauspielerin, in der weiblichen Nebenrolle.

Der Film erzählt die Geschichte des Ranchers Jim Douglas, der seit einem halben Jahr verbissen die Mörder und Schänder seiner Frau verfolgt, um sie zur Strecke zu bringen. Von einem Nachbarn hat Douglas den Hinweis bekommen, bei den Mördern seiner Frau handele es sich um eine Rotte Gesetzloser, bestehend aus zwei Weißen, einem Halbblut und einem Indianer. Nach einem Banküberfall in der kleinen Stadt Río Arriba, bei der ein Bankangestellter getötet wurde, warten die Verbrecher nun im örtlichen Gefängnis auf ihre Hinrichtung. Douglas kommt, ihrer Fährte folgend, in die Stadt, um sich die Hinrichtung anzusehen, wo er zufällig seine Jugendliebe Josefa (Joan Collins) wiedertrifft. Der vermeintliche Henker (Curly Joe DeRita), der bald darauf in der Stadt eintrifft, entpuppt sich jedoch als Komplize der Gesetzlosen, die er auch erfolgreich befreit, wobei ihn selbst jedoch eine Kugel in die Stirn trifft. Die flüchtigen Verbrecher entführen eine junge Frau (Kathleen Gallant) als Geisel, und Douglas nimmt, begleitet von einigen Stadtbewohnern, die Verfolgung der Gang auf. Dabei lässt er sich von seinen Rachegelüsten hinreißen, einen Outlaw nach dem anderen kaltblütig zu exekutieren, bis er am Ende eine grausame Erkenntnis gewinnt.

Gregory Peck spielt in diesem Film einen verbitterten, vom Verlangen nach Rache in die Einsamkeit getriebenen Mann, gerade so wie er zwei Jahre zuvor für John Huston Kapitän Ahab verkörperte. Nur wirkt der Held dieses Filmes trotz allem noch menschlicher und versöhnlicher, etwa wenn wir ihn zusammen mit seiner Tochter oder am Ende des Filmes in der Kirche sehen. Hier zeigt sich Pecks großes Schauspieltalent, wobei ihm seine einzigartige sonore Stimme sehr zupass kommt.

Neben der imposanten Figur Jim Douglas' gewinnen allerdings auch die von ihm Verfolgten an Konturen - so etwa der zwielichtige und feige Parral (Lee van Cleef), der sich, mit dem Tode konfrontiert, wie ein verängstigtes Kind aufs Bitten verlegt, und ganz besonders der Indianer Luján (Henry Silva), der Douglas am Ende zu seiner eigenen kleinen Familie führt. Diese Szene und auch das Auftauchen der gramgebeugten Mutter Parrals lassen im Zuschauer die Frage entstehen, was die Männer zu ihren Verbrechen getrieben haben mochte und ob die Todesstrafe nicht mehr Leid über die Angehörigen der Delinquenten bringt als es durch den Sinn des Strafens vertretbar wäre.

Kameralegende Leon Shamroy, im Laufe seiner Karriere immerhin viermal mit einem Oscar für die beste Kameraführung ausgezeichnet, versteht es, die dramatische Geschichte in angemessenen Bildern zu verewigen. Besonders die Nachtszenen beeindrucken durch ihr kaltes, stählernes Blau, das die Erbarmungslosigkeit in Douglas' Seele widerzuspiegeln scheint. Bereits die Eröffnungsszene des Films zeigt uns einen Jim Douglas, der, getrieben von seinem Rachegeist, durch die dunkle Nacht reitet. Einen starken Kontrast hierzu bilden die Szenen in der Kirche mit ihren weichen Farben und der getragenen, würdevollen Musik, auch wenn eine solche große Kirche für eine Stadt wie Río Arriba eigentlich recht unwahrscheinlich ist.

Alfred Newman komponierte eine eingängige und dramatische Titelmelodie, die die Tragik des Filmes noch zusätzlich unterstreicht.

Obwohl die Handlung von "Bravados" sicherlich in Teilen vorhersehbar ist und sich auch einige Logikbrüche auftun (z.B. die Dimensionen der Kirche oder der Sheriff, der nach einer Stichwunde im Rücken plötzlich einen Kopfverband trägt, so als sei der Arzt von Río Arriba ein besonders gewissenhafter Vertreter der ganzheitlichen Medizin), würde ich den Film ohne weiteres Federlesen in die Riege meiner zehn Lieblingswestern einreihen und gebe ihm deshalb fünf Sterne.
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am 16. November 2012
[SPOILER]
Ein Mann reitet in eine Stadt, in der am kommenden Tag vier Verbrecher am Galgen enden sollen. Jim Douglas (Gregory Peck) will sie hängen sehen, da er vermutet, daß sie die Mörder seiner Frau seien. Ihm wird viel Mißtrauen entgegen gebracht, der Sheriff will niemanden in der Stadt haben, außer dem Henker. Dieser trifft auch ein, entpuppt sich jedoch als Komplize der Verbrecher und verhilft ihnen zur Flucht. Douglas, der in der Stadt seine alte Bekannte Josefa Velarde (Joan Collins) wiedergetroffen hat, nimmt mit einer Posse die Verfolgung auf. Er stellt einen der Männer und tötet ihn, einen zweiten treibt er auf und hängt ihn an einen Baum - kopfunter. An der Grenze zu Mexiko müssen die Männer des Sheriffs zurückbleiben, Jim reitet allein weiter. Die beiden verbleibenden Männer erreichen die Ranch von Jims Nachbarn Butler, den sie töten und dessen Gold sie rauben. Weiter werden sie von Douglas verfolgt und dieser stellt den dritten Mann in einer Bar in Mexiko, wo er ihn tötet. Schließlich treibt er den letzten der Verbrecher bei dessen Familie auf. Dieser, Lujan (Henry Silva), beteuert seine Unschuld an dem Mord an Douglas Frau - so, wie es zuvor auch alle anderen innigst, manchmal bettelnd getan haben. Jim glaubt ihm nicht, erst recht, als er den Beutel mit dem Gold findet, den die Verbrecher bei Butler geklaut haben. Doch nun klärt sich zumindest dies auf: Nicht die vier Männer, die da hätten hängen sollen, waren die Mörder von Jims Frau, sondern dessen Nachbar Butler. Jim sieht Lujan und dessen Frau und Kind und begreift, daß er fürchterliches Unrecht getan hat, indem er ungeprüft diese vier hat töten wollen und es drei Mal wahr gemacht hat. Nun sieht er, daß er ebenso zum Haus dieses Mannes gekommen ist und drohte, dem Gleiches anzutun, was der seiner Frau angeblich angetan hat. Jim reitet zur Stadt zurück, wo Josefa mit seinem Kind wartet. Dort geht er in die Kirche, er will Absolution, ist aber im Grunde ein gebrochener Mann. Der Priester jedoch vergibt ihm, er hätte getan, was er tun musste...

Eine gewaltige Rachegeschichte, die Henry King da relativ routiniert vor dem Betrachter ausbreitet. Der Grundkonflikt (und somit auch der Plot und das Setting des Films) ist denkbar einfach: Ein Mann will die Mörder seiner Frau hängen sehen, diese Vergeltung gelingt den staatlichen Organen nicht, also muß er selbst antreten und die Arbeit übernehmen (anfangs, wenn er in die Stadt kommt, wollen alle möglichen Leute von Douglas wissen, ob er der Henker, Mr. Smith, sei, ironischer Weise wird Douglas dies ja im Laufe der Handlung). Packend und vermeintlich tiefsinnig wird die Story erst durch den Aspekt, daß diese Männer des Verbrechens, für das sie schließlich getötet werden, unschuldig sind. Die Figur Jim Douglas scheint daran zu zerbrechen, sein Gang in die Kirche am Ende des Films ist da schon ein gewagtes Unterfangen für einen Westernhelden: Bei einem katholischen Priester (sic!) Absolution zu suchen, um sich der Schuld zu entledigen, die der Mann auf sich genommen hat.

Was die Bilder, vor allem die Landschaftsaufnahmen angeht, muß man sagen, ist dies ein großartiger Film. Auch die Handlung, die Action und das Timing stimmen, King setzt seine Höhepunkte exakt und treibt die Handlung so an, daß es nie langweilig wird. Dennoch hat dieser Rachefilm seine Schwächen, manche davon sind liebevoll zu übesehen, andere wirklich ärgerlich. Daß wir es mit einem kleinen Örtchen zu tun haben, direkt an der mexikanischen Grenze gelegen, soll gern als Begründung reichen, daß im puritanischen Amerika eine katholische Kathedrale steht. WAS für eine Kathedrale da steht, ist dann schon etwas anderes: Sobald wir dieser von innen ansichtig werden, wähnt man sich in Santiago de Compostela o.ä. Orten. Und daß dann ein nahezu hundertköpfiger
Kinder/Jugendchor das "Ave Maria" anstimmt, kann man hinnehmen, zur Glaubwürdigkeit dieser Story trägt es nicht unbedingt bei.

Ärgerlicher ist dann schon die Uneinheitlichkeit, die die Verbrecher an den Tag legen. Im Gefängnis, wenn sie Douglas vorgeführt werden, sind sie rauhbeinige Gesellen, jeder Schandtat zu verdächtigen. Daß sie sich als Einzelne dann im Angesicht des Todesbringers Jim Douglas in Feiglinge verwandeln, ist ebenfalls im Rahmen des Genreüblichen; daß Lujan sich jedoch schließlich zum liebenden Familienvater und guten Sohn (Sehen wir doch, wie er seiner Mutter Wasser und Essen bringt) wandelt, widerlegt den ganzen vorherigen Aufbau der Story. Wieso saß dieser nette und fürsorgliche Mann im Gefängnis? Wieso wurde er zum Tode verurteilt? Und wenn, zurecht? Und wenn zurecht, wieso das? Kann so ein netter junger (und kluger, wie das Gespräch mit Douglas beweist) Mann wirklich in so derbe Gesellschaft geraten? Um seine Message rüberzubringen und das Drama des gebrochenen Mannes auszuarbeiten, trägt King hier zu dick auf. Als Zuschauer beginnt man, nicht nur Jims Motive und sein Handeln, sondern gleich alles zuvor Gesehene in Frage zu stellen, was solch einer Story nie zuträglich sein kann.

Zudem muß man konstatieren, daß weder Peck noch Collins hier sonderlich berauschende Darstellerleistungen abliefern. Über Peck kann man sagen, was man will, aber er ist in den Momenten, in denen er scheinbar NICHT will, derart hölzern, daß damit ganze Szenen zerstört werden. Hier ist es die Begegnung zwischen ihm und Collins (die einen atemberaubenden Erstauftritt im Gegenlicht hat, wodurch ihre Wespentaille nicht nur betont wird, nein, sie wird herausgestellt - und damit einer der wenigen Vorzüge dieser...äh...Schauspielerin), in der man als Zuschauer keine Sekunde glaubt, daß die beiden sich mal mochten und Peck so stocksteif wirkt, daß man das nicht mehr als der Rolle geschuldet glauben will, sondern schlichtweg unter "keine Lust auf diesen Film" ablegen könnte.

Es ist keiner der "großen" Edelwestern, die in dieser Zeit (1958) entstanden. Es ist eine vergleichsweise kleine Story, die biblische Wucht zu entfalten hofft und dies auch lange kann, bis sie sich selbst im Wege steht. Es ist ein Western, der ein gewisses Maß an Sadismus ausstellt, wie dies allerdings viele Western in dieser Zeit taten. Und es ist - wie die besten dieses Genres - ein Film mit atemberaubenden Außenaufnahmen (größtenteils in Mexiko entstanden), eingefangen von dem mehrmaligen Oscarpreisträger Leon Shamroy.

Alles in allem ein guter, kein herausragender Western, der sich große Mühe gibt, einen Konflikt zu generieren und auszustellen, der über die herkömmlichen reinen Rachegeschichten der B-Western hinausgeht...
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