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Kundenrezensionen

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am 14. März 2007
Diese von HBO produzierte amerikanische Mafia Serie ist mit das beste, was jemals für das Fernsehen produziert wurde. Die mehr als gelungene Melange aus dem Paten mit dem schrägen Erzählstil von Pulp Fiction garniert mit einer Prise Humor aus der Komödie Reine Nervensache beschreibt diese geniale Serie am Besten. Sämtliche Hauptdarsteller und auch die Nebenrollen sind besonders gelungen gecastet. Besonders gut macht sich James Gandolfini in der Rolle des New Jersey Mafia Paten Tony Soprano. Aber auch Pate Altstar Dominic Chianese glänzt in seiner Rolle als alternder Mafia Boss Junior Soprano. Und natürlich unvergessen Nancy Merchand in der besten Rolle ihres Lebens als Tonys neurotische und herrschsüchtige Mutter Livia Soprano. In dieser ersten Staffel sind sie alle noch dabei, denn Nancy Merchand erkrankte 1999 leider an Krebs, dem sie auch im Jahr 2000 erlag. Die Handlung der Serie gestaltet sich als eine Mischung einer modernen Gangsterballade und einer amerikanischen Famlienserie. Der Pate Tony Soprano ist an Panikatacken und einer Herzneurose erkrankt, deshalb besucht er eine Therepeutin Dr. Jennifer Melfi, fantastisch gespielt von Lorraine Bracco. Seine Frau Carmella ( Edie Falco) und seine beiden Teenager Kinder Meadow ( Jamie-Lynn Sigler) und Antony Junior ( Robert Iler) machen Tony das Leben ziemlich schwer. Dazu kommt der Stress mit seiner Mutter und seinem Onkel und die Probleme, die sich mit den Mafiageschäften ergeben. Diesem Dauerstreß ist der von Natur aus eher sensible Mafiapate nicht gewachsen. Deshalb entwickelt er Panikattacken und muss eine Psychiaterin aufsuchen, die ihm sogar Antidepressiva verordnet. Die Gesprächstherapiestunden in deren Praxis sind mit das genialste und satirischste an dieser Serie. Da Tony allerdings vor seinem Mob nicht als psychischer Volltrottel da stehen darf, versucht er seine Therapie von seinen Kollegen und Untergebenen geheimzuhalten. Als sein Onkel Junior durch eine geschickte Intrige seiner Mutter Livia das Geheimnis erfährt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die 13 Folgen der ersten Staffel sind abwechslungsreich und spannend erzählt. Der schwarze Humor, den diese Serie auszeichnet, ist meiner Meinung nach besonders in diesen ersten Folgen unverbraucht dargestellt. Und in der letzten Folge gibt es sogar einen richtig interessanten Showdown mit einigen Toten in bester Pate Manier.

Diese Serie wurde mit einigen Grammys und Golden Globes ausgezeichnet. Kein Wunder, bei dieser genialen Qualität. Viel verwunderlicher ist es allerdings, dass in Deutschland die Serie im Fernsehen gefloppt ist. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Serie in der USA Spitzeneinschaltquoten erzielt. Vielleicht sind viele deutsche Fernsehzuschauer mittlerweile von Sendeformaten wie Big Brother, Verliebt in Berlin oder Frauentausch derart verseucht, dass sie wahre Qualität und Anspruch nicht mehr erkennen.
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am 10. Januar 2007
wieder mal ein absolutes sahnestück, welches hbo da präsentiert. ich wünschte daß unsere tv-macher auch mal so etwas hervorbringen würden.

ich habe nur durch zufall mal eine folge im tv gesehen und hab mir spasseshalber die erste staffel gekauft. und ich hab es nicht bereut, mittlerweile bin ich regelrecht süchtig und laufe privat im "bada bing"-t-shirt rum.

die serie handelt von einem mafia-capo, seiner familie und seinem leben. er geht zu einer psychiaterin, redet sich dort den frust vom leib und darauf basieren die jeweiligen folgen.

durchweg klasse charaktere, sowohl seine familie als auch die anderen mafiosi werden glänzend dargestellt.

mir gefällt vor allem der schwarze humor, der schuss brutalität und das "menschliche" an den figuren. wenn das leben als mafioso so läuft, werd ich wohl bald nach new jersey ziehen müssen...

fazit:

klasse tv-serie, hochwertig produziert, wie man das von hbo gewohnt ist. auch der soundtrack ist für eine tv-serie herausragend! freunde von solchen serien dürfen hier blind zuschlagen. allen anderen empfehle ich eine oder zwei folgen im tv. wer die serie dann nicht mag, wird sie nie mögen.

BADA BING !!!!
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am 21. März 2006
Um meinen Begeisterungsschwall einigermaßen abzukürzen: Für mich die mit Abstand herausragendste Serie der TV-Geschichte. Jede einzelne Folge hat beste Kino-Qualität; der Hauptdarsteller James Gandolfini spielt diese Rolle nicht - er lebt sie wie keine andere mir bekannte TV-Figur; alle anderen Figuren sind bis in die kleinste Nebenrolle vom Allerfeinsten besetzt. Keine gestelzten, hölzernen oder pathetischen Dialoge, wie man sie so oft gewohnt ist - sondern klare, harte Alltagssprache. Die Qualität wird bei jeder Kleinigkeit deutlich, das geht beim Titelsong und dem Vorspann schon los.
"Die Sopranos", in den USA seit Beginn ihrer Ausstrahlung mit Fernsehpreisen überhäuft und von der "New York Times" zurecht als "bedeutendstes TV-Ereignis der letzten 30 Jahre" bezeichnet, ist mit keiner anderen Serie zu vergleichen. Sie mutet an wie ein Mix aus "Good Fellas" und "American Beauty" - die Gratwanderung zwischen kernigem Mafia-Alltag und den Abgründen des ganz normalen Familienlebens gelingt nicht nur dem Hauptdarsteller in perfekt authentischer Weise, sondern auch den Drehbuchschreibern. Noch nie zuvor war ich von den Handlungssträngen einer Serie so fasziniert, habe mich so sehr in diese fiktive und doch so realistische Welt hineinziehen lassen.
Es ist eine Schande, dass "Die Sopranos" im deutschen TV kaum stattfinden - und wenn, dann nur auf ungünstigsten Sendeplätzen oder beim Pay-TV-Sender "Premiere". Ich rate aber ohnehin dazu, sich die DVD-Boxen auszuleihen oder zu kaufen, so kann man sich das Ganze bei Bedarf auch im englischsprachigen Original anhören. Wobei die deutsche Synchronisation gut gelungen ist, lediglich der typische Slang von Italo-Amerikanern kommt dabei nicht zur Geltung.
Wer wissen will, was TV-Unterhaltung wirklich leisten kann, kommt an den "Sopranos" nicht vorbei!
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Oberflächlich betrachtet führt Tony Soprano ein relativ normales Leben. Er ist mit einer hübschen und intelligenten Frau verheiratet, hat zwei wohlgeratene Kinder, ein wunderschönes Haus vor den Toren New Jerseys ... und ist Capo bei der lokalen Mafia. Ein offenes Geheimnis, dass eigentlich jeder kennt, sich aber nicht traut, es laut auszusprechen. Doch Tonys Job beim Mob ist eigentlich nicht dass Problem. Was mit dem Eintreffen und baldigen Verschwinden einer Familie von Wanderenten im heimischen Swimming-Pool seinen Anfang nimmt und durch Tonys zänkische Mutter Livia fortgeführt wird, findet schließlich in einer fast tragisch endenden Panikattacke ihren Höhepunkt - und lässt für Tony nur eine Wahl offen: Er muss einen Psychiater aufsuchen! Aber was werden seine Mafia-Kollegen, einschließlich Tonys Onkel Corrado dazu sagen? Ein Mafiosi, der zum Seelenklemptner muss? Kann man solch einem Mann noch trauen? Oder ist Tony Soprano dadurch zu einem ernstzunehmenden Sicherheitsleck geworden, der die Omerta, das oberste Mafiagesetz des Schweigens bricht und womöglich hässliche Wahrheiten auf der Couch ausplaudert?
Herausragende Mafiafilme oder -bücher gab es in den letzten Jahrzehnten genug. Ob es nun Puzos "Pate" (sowohl als Buch wie Film), Scorseses Meisterwerke "GoodFellas" oder "Casino" sind - von unzähligen anderen ganz zu schweigen - sie alle finden sich bei den "Sopranos" wieder. Serienerschaffer David Chase kennt also den Background, ohne sich dabei plump an den unsterblichen Vorbildern zu bedienen. Denn in den "Sopranos" geht es eigentlich nur vordergründig um das organisierte Verbrechen. Hinter dem Mikrokosmos aus Gewalt, Erpressung und Bedrohung findet man nämlich obendrein einen ziemlich guten und kritischen Blick auf das (Familien-)Leben in den Staaten. Ob es nun die Midlife-Crisis oder die fast schon als trendy zu bezeichnenden Sitzungen bei einem Therapeuten sind, Chase reflektiert auf unachahmliche Art und Weise die moderne Gesellschaft wieder. Dabei bekommt er nicht nur hervorragende Unterstützung durch großartige Autoren, Kameraleute oder Regisseure, sondern vor allem durch eine Besetzung, die schlicht und ergreifend perfekt ist - allen voran natürlich James Gandolfini, dem die Rolle des Tony Sopranos wie auf den Leib geschrieben zu sein scheint. Gandolfini, der vor der Serie eher durch kleinere Nebenrollen auffiel, beweist hier zum ersten Mal welche Qualitäten in ihm stecken. Fast mühelos beschreitet er regelmäßig eine Gratwanderung zwischen besorgtem Familienvater und gnadenlosem Mafiaboss. Eine Rolle, die ihn mittlerweile mindestens so unsterblich hat werden lassen, wie Marlon Brandos unvergessene Darstellung des Don Vito Corleone im "Paten" und längst zu einem festen Bestandteil der modernen Pop-Kultur geworden ist - zu Recht übrigens. Mit jedem Zentimeter seines Körpers erschafft Gandolfini seine Figur; gibt ihr Leben und Tiefe. Ist es da noch verwunderlich, dass der Mann bereits dreimal für seine Leistungen mit dem "Emmy" ausgezeichnet wurde? Wohl eher nicht. Doch die Serie thront (fast) nicht alleine auf Gandolfinis breiten Schultern. Mit solch erfahrenen und bekannten Schauspielern wie Lorraine Bracco (als Therapeutin Dr. Jennifer Melfi), Michael Imperioli (der Tonys hitzköpfigen Neffen Christopher Moltisanti spielt) oder der langjährigen Theater-Actrice Edie Falco (die sich in ihrer Rolle als Tonys Frau Carmela auf dem dünnen Eis zwischen Glauben und Verdrängen bewegt), erreichen die "Sopranos" mühelos den Standard der Klassiker und machen nahezu jede Folge zu einem beeindruckenden Erlebnis, dass jeder Freund von intelligenter Unterhaltung mindestens einmal gesehen haben muss - ganz besonders in unserem Land, wo der Serie noch immer nicht jene Anerkennung zuteil geworden ist, die sie längst verdient hätte.
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am 29. Juni 2006
The Sopranos sind im Bereich der TV Produktionen ein Jahrhundert Ereignis.Ich habe alle Folgen gesehen und man kann nicht behaupten , dass zwischen den einzelnen Staffeln ein Qualitätsunterschied besteht.Das Niveau ist durchgängig hoch, die schauspielerischen Leistungen immer excellent und die Spannung lässt selten nach.James Gandolfini ist "göttlich" und die übrigen Protagonisten stehen ihm kaum nach.Für mich völlig unverständlich, warum diese hervorragende Serie,die alle relevanten TV Preise in den USA abgeräumt hat, bei uns in Deutschland so unbeachtet geblieben ist (was wohl auch an den schlechten Sendezeiten lag).Die besten Szenen sind immer Tonys Sitzungen bei seiner Psychiaterin Dr. Melfi .. zum niederknien! Ich muss zugeben, dass ich nach dieser Serie süchtig bin und mich schon auf die 6.Staffel freue, die in USA gerade ausgestrahlt wird. Übrigens : unbedingt in der engl. Originalversion ansehen...!!
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am 6. August 2006
Unten hat jemand in seine Rezension geschrieben, dass die Sopranos "zwar" nicht mit dem Paten vergleichbar sind. Stimmt, ich muss dem Schreiber teilweise Recht geben, man kann die Sopranos wirklich nicht mit dem Paten vergleichen, weil: Die Sopranos sind besser ! Ja wirklich, Der Pate ist ein Meisterwerk, aber leider nicht allzu realistisch und auch nicht authentisch. Wo hingegen Die Sopranos wirklich authentisch sind. So stellt man sich ein New Jersey-Mafiafamilie vor. Keine Intelligenzbestien aber doch clever. Keine vorgeschobenen Kiefer a la Marlon Brando, aber doch sieht man ihnen den Mafia-Verbrecher an. Vor allem Paulie "Walnuts" Gualtieri. Neben Tony Soprano, meiner Meinung nach der gelungenste Protagonist. Meine Empfehlung: Staffel 1-5 (hoffentlich im November '06 Staffel 6)

möglichst ohne tagelange Pausen hintereinander ansehen. Nicht nur Fans von "Der Pate" "Goodfellas" etc. werden auf ihre Kosten kommen. Jeder, der intelligente und tiefgründige Unterhaltung zu schätzen weiß, wird "Die Sopranos" lieben. Nicht nur ein Mafiafilm in Serienform, sondern ein Sittengemälde der modernen Gesellschaft. Wenn es möglich wäre 6 Sterne zu vergeben, würde ich es tun ...
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am 3. Dezember 2012
Die erste Staffel der Fernsehserie >Die Sopranos< hat meiner Meinung nach noch nicht ganz die Qualität der späteren Staffeln. Es ist erst einmal eine Einleitung in die Geschichte von Tony Soprano's zwei Familien, die leider manchmal auf etwas flachem Niveau bleibt. So sind seine Probleme mit seiner starrköpfigen und intriganten, alten Mutter Livia, die nicht ins Altenheim will, sowie mit Onkel Corrado "Junior" Soprano, dem offiziellen Oberhaupt des Mafia-Clans von Newark, stellenweise eher etwas trivial und es fehlt an der Dramatik, die ich mir von einer Mafia-Serie erwartet hatte. Man fühlt sich teilweise auf dem Niveau der >Desperate Housewifes<, nur eben hier im Mafia-Milieu, wenn Anthony's Gedanken und Handlungen um seine heranwachsenden Kinder und ihre Schulprobleme, die Heimprobleme seiner Mutter oder die teuren Einrichtungsideen seiner Frau Carmella für ihr spießiges Nobelheim kreisen. Die-Soprano-Gang (Silvio Dante, Pauli "Walnuts", Sal "Big Pussy", Jimmy u.a.), die sich im Oben-Ohne-Club "Bada Bing!" trifft, wird gründlich vorgestellt, vor allem aber sein großmäuliger Neffe Christopher Moltisanti, dessen freundliche äußere Erscheinung über sein fieses kriminelles Wesen hinwegtäuscht. Da Tony zu Beginn der Serie an einer Art von Panikanfällen leidet, landet er bei Psychiaterin Dr. Melfi, die ihn bei der wöchentlichen Therapiesitzung per Gespräch zu behandeln versucht. Obwohl es bereits in der ersten Staffel der Serie ein paar Tote gibt, ist das Gewalt-Niveau der Mafia-Serie bis auf die letzten Folgen in der ersten Staffel doch relativ niedrig. Toll finde ich bei der ganzen Serie, wie die Schauspieler sich über die Jahre und die sechs Staffeln entwickeln. Die Charakterzeichnungen sind sehr ausgefeilt. Da die Besetzung im Kern gleich bleibt, sehen wir die Menschen in den späteren Folgen über sieben Jahre realistisch altern und sich auch emotional und erfahrungsmäßig weiter entwickeln. Die Filme auf den DVDs der ersten Staffel leiden sehr an Verwischungseffekten bei Schwenks oder schnellen Bewegungen von Personen, d.h. das ganze Bild wird bei Bewegungen unscharf und ist auch sonst auf hochauflösenden Monitoren nicht so detailliert wie man sich das für HD-Fernseher wünscht (wegen den Bewegungsunschärfen Abzug eines "Amazon"-Sterns). Wir werden uns irgendwann später sicher auch die BluRay-Edition der Serie kaufen und hoffen, dass man dort das unschöne optische Problem der ersten Staffel behoben haben wird (ab der zweiten Staffel ist bei Bewegungen und Schwenks bis auf die letzte Folge der zweiten Staffel alles bestens). Gerade habe ich die erste Staffel zum zweiten Mal ganz gesehen, nachdem ich vorher das Serien-Ende erreicht hatte. Man sieht beim zweiten Ansehen vieles anders, wenn man das Finale kennt, das dem Ende der ersten Staffel sogar etwas ähnelt. Der Kreis schließt sich später. Spätestens, etwa ab der dritten Staffel, legte die Serie >Die Sopranos< gewaltig an Fahrt zu und zog mich unaufhaltsam in ihren Bann.
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Diese Serie ist perfekt! Drehbücher, Darsteller, Musik, Regie, Kamera... Es stimmt einfach alles! In Deutschland liefen die ersten beiden Staffeln der Sopranos im ZDF. Während in den USA bereits die fünfte Season läuft, wurde die weitere Ausstrahlung in Deutschland offenbar eingestellt. Die Sopranos werden in den USA von HBO gezeigt, einem Abosender, der Gebühren verlangt. Jede Folge ist teuer und man sieht es ihr auch an! Hier wird nicht dreißig Minuten in einem Fernsehstudio, das als Wohnzimmer hergerichtet wurde, ein Gespräch zweier Personen gefilmt, um Kosten zu sparen. Statt dessen Außenaufnahmen, Stunts und Kameraeinstellungen, die es sonst nur im Kino gibt. Die Sopranos-Folgen sehen aus wie Kinofilme! Jede Episode ist in sich abgeschlossen. Darüber hinaus baut allerdings jede Folge auf der nächsten auf. Letztlich ist es EINE große Geschichte. Und die Geschichtenerzähler nehmen sich Zeit. Was auf keinen Fall bedeuten soll, daß es langweilig wäre! Aber es ist eben keine Soap-Opera, bei der man eine Folge guckt, dann wieder einige Episoden ausläßt und dann wieder einsteigt. Das funktioniert bei den Sopranos nicht! Mitunter werden sogar in der vierten Staffel noch Anspielungen auf Ereignisse aus der ersten Folge gemacht. Ein großer Spaß für Kenner!
Zu der hier angebotenen Pilot-Folge muß ich sagen, daß ich wenig mit ihr anfangen konnte, als ich sie zum ersten Mal im ZDF sah. Ein dicker, depressiver Amerikaner, der sich als Mafiaboss herausstellt, weint sich beim Psychater aus. Na toll, immer die Amis und ihre Psychater! Fast so gräßlich wie die Szenen in amerikanischen Filmen und Serien, die vor Gericht spielen. Langweilig! Langweilig fand ich dann auch diese Folge, und ich konnte erst mal nicht verstehen, warum diese Serie in den USA so viele Preise und solch namhafte Fans wie etwa Matt Groening, den Simpsons-Erfinder, hat.
Die Sopranos erzählen die Geschichte eines US-Amerikaners in den mittleren Jahren, der sowohl liebender Vater zweier Kinder als auch brutaler Mafiaboss ist. Die Mafia wird hier nicht parodiert oder glorifiziert, sondern sehr differenziert dargestellt. Verbrechen bringt den Mafiosi Reichtum ein, manche werden allerdings auch getötet. Bei den Sopranos wird übrigens oft und viel gestorben, allerdings auch an Krebs und Altersschwäche und nicht ausschließlich durch Gewaltverbrechen. Es ist diese gelungene Mischung aus spannenden Mafiageschichten und Alltagserlebnissen, welche die Serie so faszinierend macht. Die Qualität der Sopranos ist so phantastisch, das der Zuschauer sehr schnell vergißt, daß er etwas sieht, was sich Drehbuchschreiber ausgedacht haben. Diese Serie wirkt so echt wie das richtige Leben! Humor, Tragik und Spannung wechseln sich ständig ab. Alles, absolut alles, was den Zuschauer wirklich interessiert, kommt in dieser Serie vor. Es gibt bis auf weiteres nichts besseres als die Sopranos!
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am 2. Januar 2007
Also ich hab mir die erste Staffel praktisch "Blind" gekauft. Ich hatte lediglich eine Forge mal im Fernsehen gesehen und mich ansonsten auf die durchweg guten Rezensionen bei Amazon verlassen. Ich war anfangs etwas skeptisch ob ich es denn schaffen würd mir die komplette Staffel anzuschauen. Und nach 2 Tagen hatt ich dann die Staffel komplett durch. Eine wahnsinns Serie an der alles zusammenpasst: Schauspieler, Charaktere, Handlung, Unterhaltung, ... .

Auch die Deutsche Synchro ist gut gelungen.

Ich kann die Serie guten gewissens weiterempfehlen!
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am 27. März 2013
HBO's "Sopranos" ist wohl eine der großartigsten Serien aller Zeiten. Viele Rezensionen auf dieser Seite (vor allem die etwas negativeren) sind jedoch angebracht. Deshalb der Appell an jeden Soprano-Neuling oder jeden der es in der ersten Staffel abgebrochen hat: "Dranbleiben lohnt sich".

Das Problem der Serie, oder besser die Schwierigkeit der ersten Staffel, lässt sich eigentlich recht einfach herausfiltern. Es gibt bei den Sopranos (anders als in den meisten amerikanischen Serien) keine Figuren mit direktem oder indirektem Identifikationspotential für den Zuschauer. Beispiele: Tony, der Familienboss, ist zumeist emotional unzugänglich, cholerisch, brutal und hat doch äußerst zweifelhafe Ansichten zum Leben im Allgemeinen. Seine Frau Carmela ist zwar gutherzig, doch auf der anderen Seite recht bergrenzt, borniert und teilweise zänkisch. Tonys Mutter ist gelinde gesagt ein Alptraum, auch wenn man sich ab und zu dabei ertappt, dass man Mitleid mit ihr hat. Auch der ewig kackig wirkende Silvio Dante oder das "Dummbrot"(böse formuliert) Paulie Gualtieri sind wahrhaft keine Gutmenschen. Ergänzend ist hinzuzufügen, dass die meisten Mafiosi und ihre Frauen (als wären sie durch eine Versace Boutique gefallen) einen wirklich katastrophalen, ja fast absurden Kleidungsstil besitzen. Die Liste lässt sich eigentlich endlos weiterführen. Doch das Fazit ist, dass man nach den ersten Folgen der Serie auf dem Sofa sitzt und sich fragt, was das eigentlich für Leute sind, deren Schicksal man seine Freizeit widmet. Doch alle Charakter, wie auch die Handlung und Dramaturgie (plus eine unkonventionelle und großartige Musikauswahl), sind schlüssig und "echt". Die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten haben keinerlei Tendenzen zum sogenannte "Hollywood-Kino", jeder einzelne macht in den sechs/sieben Staffeln (einige Protagonisten bekommen, aufgrund des Berufsrisikos, nur weniger Zeit geschenkt) Charakterentwicklungen durch die sehr realistisch und nachvollziehbar sind. Und irgendwann ertappt man sich dann sogar dabei wie man Toni's Onkel Junior (Corrado Soprano), einem sturren alten Mann, der die meisten seiner Mitmenschen verachten oder erst gar nicht sieht, nur das Beste wünscht.

Also einfach dranbleiben. Die Serie ist clever und hat viel (oft subtilen) Humor. Wenn etwa die Mafia-Bräute beim Italiener sitzen und aus den Lautsprecher Andrea Bocelli's "Time to say goodbye" erklingt, kommen sie fast um vor Rührung, weil dieser Kitsch nach Ansicht der Damen das wahre Italien widerspiegelt . Wer die Serie einmal komplett gesehen hat, der wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein zweites Mal gucken. (Auf jedenfall auf Englisch schauen!)
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