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Kundenrezensionen

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am 1. Januar 2004
"Der Film war von Anfang bis Ende eine Riesen-Überraschung. Dass ihn überhaupt jemand sehen wollte, war überraschend. Und dass diejenigen, die ihn gesehen hatten, ihn auch noch mochten, überraschte mich noch mehr!" (Regisseur Stephen Daldry, Oscar 2001 für "Billy Elliot" als Bester Regisseur)

Dieser Film war 2001 ein Weltsensation: ein Ballettfilm, in dem ein Junge die Hauptrolle spielt! Und das auch noch im England der Mitte 80er. Regisseur Daldry war mehr als überrascht über den Erfolg seines Debütfilms: Ausgezeichnet mit 3 Oscars und mit 13 (!) BAFTs! Ein grandioses Meisterwerk voll Gefühl und Humor!

Zugegeben, ich war zuerst auch skeptisch, ob ich mir diesen Film überhaupt ansehen sollte, weil es sich ja um einen Ballettfilm handelt! Doch jeglicher Zweifel wurde schon in den ersten Minuten des Films ausgeräumt. Die Story:

Billy Elliot (exzellent gespielt von Jamie Bell, der leider keinen Oscar bekam) ist ein 11-jähriger Junge im Norden Englands. Zusammen mit seinem älteren Bruder Tony (gespielt von Jamie Draven) und seinem Vater Jackie (Gary Lewis) lebt er unter den ärmlichsten Verhältnissen! Billys Mutter ist schon lange tot, und seine Oma ist verwirrt und pflegebedürftig. Billy kümmert sich rund um die Uhr um seine Oma und geht zum Boxtraining, das er allerdings überhaupt nicht leiden kann, da er der "volle Versager" - laut seines Boxtrainers - ist. Doch mit einem Mal ändert sich sein Leben von Grund auf: er beobachtet zufällig das Balletttraining von Mrs. Walters (Julie Walters, ebenfalls ausgezeichnet mit einem Oscar für die beste Nebendarstellerin). Hin-und-her gerissen beginnt er das Boxtraining zu schwänzen und dafür das Balletttraining zu besuchen. Aus Angst vor dem Jähzorn seines Vaters hält er seine neue Leidenschaft geheim. Dieses Geheimnis teilt er nur mit seinem besten Freund, der sich im laufe des Films in ihn verliebt! Doch sein Vater und sein Bruder finden sein kleines Geheimnis heraus und verbieten es ihm, da Ballett ein "teurer, weibischer Unsinn" ist. Davon lässt er sich allerdings nicht abbringen und übt - mit der großartigen Hilfe von Mrs. Walters - fleißig weiter, bis sich ihm die Chance seines Lebens eröffnet: die Aufnahme in das Londoner Royal Ballet! Mutig, selbstbewusst und glänzend beweist er Vater und Bruder, dass für ihn das Ballett mehr ist als bloß eine blöde Spinnerei...

"Billy Elliot - I Will Dance" ist ein bravouröses Meisterwerk, für Kinder zum Lachen, für Junge Leute zum Mitfühlen und für die Erwachsenen zum Erinnern an die eigene Jugend in den 80ern!
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am 22. Oktober 2009
Es ist ein Film über Ballett.
Ein Film über Vorurteile, mit denen auch heute noch Balletttänzer kämpfen müssen.

Billy wächst in England auf. Seine Mutter ist tot. Sein Vater ist immer noch sehr traurig über diesen großen Verlust, weil les sich aber nicht anmerken lassen. Es herrscht ein STreik der Bergarbeiter. Billys Bruder Tony und Billys Vater streiken auch mit. Tony mekrt oftmals nicht wie aggressiv er meistens ist.
In dieser kalten Welt gibt es für Billy nur einen Lichtblick - das Ballett.
Anstatt zum boxen zu gehen, wie sein Vater es will, geht Billy heimlich zum Ballettunterricht. Er hat ein großes Talent.
Aber seine Familie ist dagegen.
Wird sich sein Traum Balletttänzer zu werden erfüllen?

Billy Elliot - I will dance ist für mich persönlich der beste Tanzfilm den es gibt.
Ich tanze selber Ballett.
Die Welt in der Billy aufwächst erscheint kalt und hart, doch als er anfängt zu tanzen ändert es sich.
Auch der Vater erscheitn weicher nachdem er angefangen hat Billy zu unterstützen.
Der Film zeigt die Vorurteile gegen männliche Balletttänzer die es heute auch noch gibt, aber zur damaligen Zeit muss es noch viel schwerer gewesen sein.
Der Film zeigt, dass wenn man etwas wirklich will, man alles schaffen kann. Egal was die anderen sagen!

Absolut empfehlenswert!
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am 18. Juni 2007
Die Geschichte spielt in den Achtziger Jahren in Durham, einer Stadt im Norden Englands. Von Arbeitslosigkeit betroffen treten die dortigen Bergarbeiter in Streik. Der Witwer Jackie Elliot (Gary Lewis) und sein ältester Sohn Tony, ebenfalls im Bergbau beschäftigt, schließen sich an. Der jüngste Sohn Billy (Jamie Bell) wird zum Boxunterricht geschickt. Was aber viel mehr Anziehungskraft für ihn hat ist das Ballet, welches er leidenschaftlich, ohne dass es der Vater weiß, heimlich trainiert. Schließlich eröffnet ihm seine Tanzlehrerin (Julie Walters), daß sie ihn für ein großes Talent hält und er solle versuchen an einer renomierten Tanzschule zugelassen zu werden.

Es sind vor allem die Beziehungen der Personen untereinander, die den Film ausmachen. Da sind die beiden Söhne, die ohne die Mutter aufwachsen müssen und der Vater der sichtlich mit der Rolle als alleiniger Ernährer und Erzieher der beiden überfordert ist. Hinzu kommt, dass er die schon an geistiger Demenz leidende Schwiegermutter pflegen muss, die bei den dreien wohnt. Als er schließlich erfährt, dass sein Jüngster sich für dieses "unmännliche" Ballet interessiert fällt er aus allen Wolken und verbietet seinem Sohn diesen Sport, den, wie er meint, die Männer doch nur betreiben wollen wenn sie "anders herum" sind.
Es fehlt sichtlich die mütterliche Hand in dieser Familie aus Männern. So fangen sie erst spät an zu reifen, als sie erkennen welches Potential der kleine Billy in sich trägt.

Lee Halls Drehbuch wurde von dem Leben des professionellen Ballettänzers Philip Marsden inspiriert, der wie die Titelfigur Billy aus dem Norden Englands aus einer Familie von einfachen Arbeitern stammt. Die Umsetzung ist dem Regisseur Stephen Daldry ("The Hours"), wie ich finde, hervorragend gelungen. Er macht aus dem Stoff eine starke Charakterstudie, die Billy als zentrale Figur in den Vordergrund rückt. Daldry gelingt es den Reifeprozess der Familie Elliot mit der richtigen Mischung aus Komik und Ernst auf die Leinwand zu bannen.

Bonusmaterial: Gelungen ist die Zusammenstellung der Deleted Scenes, die eingeteilt sind nach den drei Familienmitgliedern der Familie Elliot. Hinzu kommt ein MakingOf von den Dreharbeiten und eine ausführliche Erläuterung des Regisseurs zu den verwendeten Songs des Films, im Kontext der jeweiligen Szene.

Fazit: Sehr bewegender Film, der, ohne in zuviel Pathos zu verfallen, eine Lanze für alle Außenseiter bricht. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen.
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am 3. September 2013
Und loooos Billy!

"Konzentriere dich auf DIESEN Punkt!" -- Mrs. Wilkinson

Es gibt kaum einen Ballettomanen, der nicht BILLY ELLIOT auf DVD oder Blu-ray in seiner Sammlung hat. Denn der 11-jährige Billy, der sich über seinen Vater hinwegsetzt, um seinen Traum von einer Ballettausbildung zu verwirklichen, berührte die ballettverliebten Fans weltweit!

Dem Regisseur Stephen Daldry (Der Vorleser) gelang es, einen aufwühlenden Film über eine wütende Kinderseele zu machen und Jamie Bell als Billy Elliot sprach den Ballettomanen aus vollstem Herzen!

Billys Ballettlehrerin Mrs. Wilkinson wurde von Julie Walters gespielt, bekannt als Ron Weasleys Mutter in den HARRY POTTER-Filmen!

HANDLUNG:
Durham, im Nordosten Englands im Jahr 1984. Der 11-jährige William Billy Elliot (Jamie Bell) lebt in dem Männerhaushalt seines Vaters Jack, genannt Jacky(Gary Lewis) und seines erwachsenen Bruders Tony (Jamie Draven).
Seine Mutter ist vor kurzem gestorben und seine Großmutter (Jean Heywood) leidet altersbedingt unter Gedächtnisschwund.

Die Bergmannsfamilie hat es momentan nicht leicht, das Geld verknappt, denn sein Vater und Bruder können grad nicht arbeiten, da die Bergleute für einen besseren Lohn streiken.

Billy wird von seinem Vater ständig zum Boxunterricht gekarrt, obwohl er weder Talent noch Liebe für diesen Sport übrig hat.

Aufgrund des Streiks wird Mrs. Wilkinsons (Julie Walters) Ballettunterricht zusammen mit dem Boxunterricht in die Sporthalle verlegt, um Platz für die Suppenküche der Streikenden zu haben. Billy, der nach der Boxstunde noch trainieren muß, soll den Hallenschlüssel der Ballettlehrerin überreichen. Mrs. Wilkinson nötigt ihn, am Ballettunterricht teilzunehmen und entdeckt sein Talent.

Mit der Zeit verliebt er sich in Ballett, schwänzt die Boxstunden und nimmt stattdessen heimlich Ballettunterricht, bis Vater ihn dabei erwischt und ihm dies verbietet. Doch Mrs. Wilkinson meint, Billy solle zum Vortanzen nach London fahren; zur berühmten Royal Ballet School.

Wird Billy es schaffen, seinen Vater zu überzeugen, mit ihm zum Vortanzen zu fahren und dadurch den größten Traum seines Lebens zu erfüllen?

DVD:
1.85:1 Bildformat, schöne saubere Bilder; bin zufrieden!

Der Dolby Digital 5.1 Ton scheppert aus all meinen Boxen und die Filmmusik liebkost die Geschichte in Deutsch, Englisch und Polnisch!

BONUSMATERIAL:
- Making Of
- unveröffentlichte Szenen
- Die Songs

PERSÖNLICHE BEMERKUNG:
BILLY ELLIOT hat eine ergreifende Story und wundervolle Wendungen, es gibt viel zu lachen und herrliche Kraftausdrücke (was ich normalerweise nicht so toll finde), und wartet mit ruhigen Momenten auf, bei der ich ne Wagenladung Taschentücher wegheule.
Die Musik kommt unter anderem von Bands wie:
- T.REX
- THE CLASH
- THE JAM
- EAGLE EYE CHERRY
- und natürlich fehlt auch nicht die Ouvertüre von SCHWANENSEE!

BEWERTUNG:
5 daumendrückende Sterne für den kleinen Billy, der auch nach dem hundertsten Male Anschauen noch begeistert. Ein bewegender Film, der Ballettomanen nach 106 Minuten zu einem Da Capo auffordert!

FAZIT:
"Es ist alles so steif und so...aber wenn ich loslege, dann vergesse ich alles...und irgend wie verschwinde ich...als würde sich mein ganzer Körper verändern...als wär Feuer in meinem Körper...ich bin einfach da und fliege...wie ein Vogel...wie Elektrizität!

Ja, wie Elektrizität!" -- Billy Elliot

Diese Rezension widme ich Stephan D., den verrücktesten Traumtänzer, den ich je kennengelernt hab!
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am 6. Oktober 2010
Als wahrer Tanzmuffel habe ich mich leider erst recht spät entschließen können, mir Billy Elliot zuzulegen. Aber als Englandliebhaber habe ich es dann doch getan. Und ich habe es wahrhaftig nicht bereut. Über die Filmstory brauche ich wohl nicht mehr viele Worte zu verlieren: in den 37 Vorrezensionen der von mir gekauften Ausgabe steht schon so ziemlich alles drin. trotzdem ein paar Gedanken dazu, was der Film gewissermaßen mit mir gemacht hat.
Zuerst hat mich der Film wie selten ein anderer berührt und fasziniert. Die karge Landschaft des englischen Nordens, die ich aus eigener Anschauung kenne, ist einfach unwahrscheinlich gut ins Bild gesetzt. Die Hauptakteure, allen voran der Protagonist Jamie Bell, ist als Billy Elliot geradezu umwerfend, der streikende Vater Billys, der seine Rolle mal mit sparsamer Mimik und Gestik echt britisch unterkühlt spielt, mal mit explodierender Leidenschaft, der streik-besessene Bruder Billys, der Schulfreund, der sich vor Billy zurückhaltend und verschämt, aber sehr sympathisch und gut gespielt als schwul outet, und, und, und ...
Billy Elliot ist vordergründig ein Tanzfilm. Er ist aber auch ein Film über die menschliche und pubertäre Entwicklung eines Jungen, der von seinem Vater, der das Geld dafür mit Mühe zusammenkratzt, Boxunterricht finanziert bekommt. Und es ist ein Film über eine sich langsam wandelnde Vater-Sohn-Beziehung.

Zufällig gerät Billy in eine Mädchen-Ballettgruppe und entdeckt in sich eher den Tänzer als den Boxer. Nachdem seine Begeisterung fürs Ballett in ihm zu keimen beginnt, beweist er ein Naturtalent und entwickelt einen Traum, der sein Leben in andere Bahnen lenken wird. So gut er kann, verheimlicht er diese Neigung, denn sich seinem Vater oder seinem Bruder zu offenbaren, getraut er sich nicht: ein richtiger Junge boxt oder spielt Fußball, aber er tanzt nicht! Billy schwänzt den Boxunterricht und nimmt klammheimlich an den Ballettstunden der Mädchengruppe teil, mit weit reichenden Folgen. Seine Tanzlehrerin Mrs. Wilkinson entdeckt in ihm ein außergewöhnliches Talent und fördert es, so gut sie kann. Aber sie sieht bald ihre eigenen Grenzen und schlägt vor, Billy in einer renommierten Ballettschule in London vortanzen zu lassen.

Es ist einfach faszinierend, die Entwicklung Billys weiter zu verfolgen. Man spürt es ihm an, dass er den Rhythmus im Blut hat. Vom anfänglichen wilden, fast zornigen, aber immer rhythmischen Herumspringen bis zum ungewöhnlich exakten rhythmischen Tanz erlebt man eine Entwicklung, die einen einfach mitreißt. Der Vater, der eher zufällig von Billys "Entgleisung" erfährt, braucht einige Zeit und einiges an Überwindung, bis er seinen jüngsten Sohn so akzeptieren kann wie er ist.
Das Vortanzen in der Ballettschule in London, seine Äußerung dort, die einem fast eine Gänsehaut über den Rücken laufen lässt: "Wenn ich loslege, dann vergess ich alles. Und irgendwie verschwind ich, als würde sich mein ganzer Körper verändern. Als wäre Feuer in meinem Körper. Ich bin einfach da und fliege. Wie ein Vogel. Wie Elektrizität" das lange Warten auf den Brief, der Ablehnung oder Annahme beinhaltet, all das erlebt man hautnah mit nicht abreißender Spannung mit. Ich habe geradezu mit Billy mitgefiebert, wie er den Brief öffnet (eine der Glanzszenen des Films). Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Reise geht nach London. Wohin die Reise seiner sexuellen Entwicklung gehen wird, ist offen und wohl ihm selbst noch nicht richtig bewusst. Aber er kann zu dem stehen, was er ist und was er will: Er will ein Tänzer werden mit Leib und Seele. Und beim Abschied von zu Hause kann er seinem Freund einen zaghaften Kuss geben, obwohl er weiß, dass Vater und Bruder zusehen.

Selten hat mich ein Film so in meinem tiefsten Innern berührt. Er hat mich begeistert und mitgerissen. Er ist ein Meisterwerk. Er ist absolut empfehlenswert. Von mir bekommt er uneingeschränkt 5 Sterne.
eboku
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... und die vielen Fünf-Sterne-Wertungen für diesen Film bzw. diese DVD haben ganz sicher ihren Grund. Auch mich hat lange nicht mehr ein Film so vorbehaltlos und so vollständig begeistern können; er ist einfach so - ich kann's nicht besser beschreiben - ehrlich. Und in dieser schlichten Ehrlichkeit oder ehrlichen Schlichtheit ist er grandios und bescheiden zugleich. Die Geschichte vom mutterlosen Arbeitersohn mit derben Familienproblemen und dem unmöglichen Traum, Tänzer zu sein, hätte leicht platt, pathetisch oder gar unfreiwillig komisch geraten können. Aber sie ist nur eines - magisch. Und diese Magie entsteht gerade aus der Tristesse, die der Film dem Zuschauer anbietet: die geistige und räumliche Enge, der Billy im Grunde schon längst entwachsen ist, wird gleichzeitig niemals von der Erzählung selbst diskreditiert. Das Ergebnis ist weder der einfache Aufsteigertraum (was das Hollywoodkino vielleicht anbieten würde) noch vorbehaltlos solidarische Sozialromantik. Bevor es zu kompliziert wird: Der Film stellt seine Figuren nicht wie Schaupuppen ins Fenster, um an ihnen irgend etwas vorzuführen, sondern er schafft ein enges Band der Sympathie zwischen dem Zuschauer und den Protagonisten. Man wird Teil dieser Welt und sieht doch zugleich über sie hinaus.

Auf den Schultern des Hauptdarstellers Jamie Bell ruht besonders viel, und besonders ist es auch, wie spielerisch leicht er mit dieser Last umgeht. Er entwickelt ein außerordentliches Verständnis für seine Figur, und diesem Einfühlungs- und Ausdrucksvermögen ist es auch zu verdanken, dass Szenen wie die zwischen Billy und seinem besten Freund Michael, der sich im Laufe des Films als schwul "outet" und ein bisschen in Billy verliebt ist, nicht peinlich, sondern entwaffnend selbstverständlich geraten. Auch alle anderen Rollen sind außerordentlich gut besetzt. Fünf Sterne verdient sich "Billy Elliot" aber auch deswegen, weil es dem Film gelingt, dieses für den Außenstehenden so schwer nachzuempfindende Phänomen "Tanz" als Medium erlebbar zu machen.

Ein Klassefilm. Fünf Sterne.
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am 11. Oktober 2005
einer der wenigen filme, bei dem die geschichte so dominant im vordergrund steht, dass alles andere im unmerklichen verschwindet.
die schauspieler sind so grandios, dass der film absolut real wirkt, aber auch der regisseur hat sehr gute arbeit geleistet.
sehr emotional mit gut dosiertem humor.
allerdings die extras lassen ein wenig zu wünschen übrig. die featurette ist zwar interessant;
positive überraschung: die rausgeschnittenen szenen, die wahrhaft sehr cool sind aber leider bei dieser special edition nicht in den film selbst eingebaut wurden.
für eine special edition jedoch ist das einfach zu wenig.
trotzdem: es lohnt sich, die paar euro mehr zu investieren.
dieser film ist überaus sehenswert!
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am 10. November 2001
Fast jeder hat das schon einmal erlebt: Hollywood kündigt mit Riesengetöse eine filmische Sensation an, und sobald man im Kino sitzt, entpuppt sich das angebliche Filmereignis des Jahres nicht selten als eine riesige Seifenblase mit dürftiger Handlung, die nur durch millionenteure Spezialeffekte zusammengehalten wird. Wie wohltuend anders ist dagegen 'Billy Elliot': Dieser eher als Geheimtipp geltende Film besticht durch erstklassige Schauspieler und eine ergreifende Handlung, die sich gekonnt zwischen Komödie und Drama bewegt. Wer ein Faible für moderne, unverkitschte Märchen besitzt und ein Liebhaber des britischen Kinos ist, sollte sich diesen Film auf gar keinen Fall entgehen lassen!
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am 5. Februar 2013
Billy Elliot - I Will Dance

Walden Media, New Line Cinema oder Working Title, alle haben in den meisten Fällen eines gemein: Alles, was aus ihren Häusern kommt, verdient das Prädikat "besonders wertvoll". Das gilt auch für Billy Elliot, dessen wahre Geschichte von den passenden Schauspielern geradezu gelebt wird und ein Beispiel dafür ist, was aus eisernem Willen heraus alles geschafft werden kann.

England in den 1980ern. Das Geld sitzt nicht locker, die Kohle-Kumpel streiken, die Heizung wird durch Kaminfeuer aus zerstückeltem Klavierholz ersetzt und 50 Pence sind Geld, das sich Billys Vater fast aus den Rippen schneiden muss, damit sein Sohn in einen Boxclub kann - obwohl er eine Niete im Boxen ist. Billys älterer Bruder und sein Vater sind Minenarbeiter und eigentlich soll auch an Billys Handschuhen später mal Kohleruß kleben. Der Junge ist aber von einem ganz anderen Kaliber: Er ist mit dem Talent eines Balletttänzers gesegnet, wovon ein konservativer Vater nichts hören, wissen oder gar sehen will. Erst die resolute Ballettlehrerin ändert etwas an diesen Zuständen. Sie erkämpft Billy das Recht, einen Aufnahmetest auf der Royal Balley School zu versuchen - einem Elite-Internat, auf das nur die Creme de la Creme darf.

Selbst wer nicht Fan von Dramen ist, wozu Billy Elliots Geschichte gehört; eine Julie Walters rauchend und mit trockenem Humor erlebt man nach Rollen a la Mama Weasley in den Potter-Filmen nicht aller Tage. T-Rex-Anhänger werden von Musik der Kultband verwöhnt und selbst Klassik-Freunde könnten sich beim nächsten CD-Kauf nach einer Version des Schwanensees umsehen, der vom Film entnommen ist. Und wenn es nicht all das ist, fiebert man doch mit dem Jungen mit, der doch nur eines leben will und das mit ganzer Leidenschaft: "Elektrizität...ja. Wie Elektrizität." So fühlt es sich für Billy an, wenn er loslegt. Und es könnte auch den Zuschauer so erwischen, dass er elektrisiert wird von soviel Hingabe, Aufopferung und Emotionalität.
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am 28. Dezember 2003
Das ist einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Als er ins Kino kam, habe ich ihn überhaupt nicht beachtet. Auch dann nicht, als er drei Oscarnominierungen bekam, u.a. für beste Regie. Doch spätestens dann hätte ich eigentlich wissen müssen, dass dieser Film, der keine Hollywoodproduktion ist, genial ist, da Filme außerhalb des Hollywoodrahmens nur sehr schwer schon allein an eine Nominierung herankommen. Ich habe ihn zufällig im Fernsehen gesehen und war absolut begeistert. Dem Regisseur haben sie die Türen in Hollywood geöffnet. Das relativ niedrige Budget merkt man dem Film überhaupt nicht an. Der Hauptdarsteller ist spitze.
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