weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More Spirituosen Blog designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen44
4,0 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:12,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. Juli 2001
Es erging mir genau gleich wie meinen Kumpels, als wir den Film das erste mal gesehen haben: Fragezeichen regierten unsere Welt. Der Film begann und hörte auf und liess uns völlig verwirrt und voller Unverständnis zurück. Als ich mir den Streifen dann nochmals zu Gemüte führte, konzentrierte ich mich speziell intensiv auf das bisher kaum verständliche Geschehen und war begeistert, selbst beim vierten und fünften mal...: Ein Kammerjäger, der sich mit seiner Frau zusammen Wanzenpulver in die Venen spritzt, begeht einen "Unfall" und findet sich fluchtmässig zwecks Drogenkonsum in einer Art Parallelwelt mit der Bezeichnung "Interzone" wieder. Die ganze Geschichte kann anhand zweier Schlüsselszenen reichlich entwirrt werden, denn einzig in diesen zwei Momenten sieht man durch die Augen nüchterner Aussenstehender: Der Held trägt jegliche Einzelteile seiner kaputten Schreibmaschine mit sich herum und trifft auf besagte alte Bekannte, denen er einen Blick in den Sack mit der "Schreibmaschine" gewährt. Was sich aber tatsächlich dort drinnen befindet: Spritzenhülsen, leere Tablettenpackungen und Unmengen sonstigen "Junkie-Abfalls". Ein brillianter Film mit einem Wahnsinns-Ende, das mir jedesmal seiner gemeinen Subtilität wegen einen harten Schlag versetzt... Kompromisslos und erschreckend klar...
0Kommentar|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Februar 2011
Ich persönlich finde Naked Lunch ist eine gelungene Verfilmung von William S. Burroughs. Und zwar nicht primär die des gleichnamigen Buches sondern eher eine um Burroughs selbst und seinem psychedelischen Schaffensprozess des Werkes. So werden hier von Cronenberg biografische Fragmente Burroughs (z.B. die Wilhelm Tell Nummer war tatsächlich passiert!) mit phantasmagorischen Wahnfantasien eines überdrehten Drogenrausches des Schriftstellers versehen. Zu sehen gibt es hier insektoide Schreibmaschinen als Geheimagenten, Wanzenpulver als Drogen, alienartige Zwischenweltsfiguren die zwecks Drogengewinnung gemolken werden und übergreifende Themen wie Drogenmissbrauch, Homosexualität, Pädophilie, Wahnsinn und einiges mehr. Der gesamte Film ist sehr abstrakt gehalten und lässt sich sicherlich unterschiedlich interpretieren.
Zu den schauspielerischen Leistungen ist zu sagen, dass Peter Weller den ständigen Wechsel eines abstrusen Doppelagenten und eines von Drogen zerfressenden Wracks glaubhaft transportiert.
Wer ein Freund von David Cronenberg, David Lynch oder William S. Burroughs selbst ist, kann hier getrost zugreifen!
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2011
Naked Lunch ist ein Film, bei dem es besonders schwer fällt, sich eine Meinung zu bilden.
Die Frage ist, wie dieses Stück Kunst ohne das zugehörige Buch aufgenommen würde. Jedoch ist es natürlich absolut richtig einen Film auch in seinem Kontext zu bewerten und eben nicht nur auf sich selbst bezogen.
Zuerst eine Warnung: der Film ist anstrengend. Sowohl sein Inhalt, als auch seine Bilder fordern dem Zuschauer eine ganze Menge ab.
Naked Lunch ist nicht nur die Verfilmung des gleichnamigen Buchs von S. Burroughs, sondern verschmilzt den Inhalt des Buches mit der Biographie des Autors. Dies macht einen großen Reiz des Filmes aus. Wer das Buch gelesen hat und sich etwas mit der Biographie des Autors auskennt, wird viel Freude daran haben die einzelnen Szenen auseinander zu nehmen. Zusätzliche Aufwertung gewinnt der Film durch die wirklich hervorragende Perfomance von Peter Weller.

Wer weder Buch, noch Autor kennt, der wird eher weniger Spaß am Film haben. Eine vorherige Lektüre des beiliegenden Booklets ist zudem durchaus empfehlenswert. Der Film lebt nicht von seiner ausgefeilten, spannenden Geschichte. Man verdirbt sich also nichts, wenn man Teile der Story schon vorher kennt. Der Zugang zum Film und damit das Sehvergnügen wird aber extrem erhöht.
Deswegen kann jeder, der nicht zur Arthaus-Edition greift und/oder sich vorher umfangreich belesen hat, durchaus einen bis zwei Sterne in der Bewertung abziehen.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2006
Ein erfolgloser Schriftsteller, der sich als Kammerjäger über Wasser hält, erschießt im Rausch des Insektenvernichtungsmittels seine Frau. Fortan versucht er sich von der Droge zu distanzieren, gerät jedoch immer tiefer in einen Sog aus Sucht und Haluzinationen.

Der Film ist schlichtweg brillant. Peter Weller spielt seine Rolle hervorragend, die skurillen Einfälle und Inszenierungen Cronenbergs sind unglaublich (auch wenn ich einige seiner Werke nicht so gut finde wie sie sein sollen) und die Stimmung des Films ist definitiv einzigartig. Zum Teil ist es schwer zu bestimmen, was Realität ist und was nur haluziniert wird, allerdigs gibt es hierfür gewisse Andeutungen und Zeichen. Den Film als sinnlos zu bezeichnen, finde ich in diesem Sinne nicht ganz richtig, da durchaus - wenn auch versteckt - Gesellschaftskritik geübt wird und bestimmte Branchen aufs Korn genommen werden. Das Tempo des Streifens ist langsam und gemächlich, wunderbar untermalt von jazzigen Tönen.

Fazit: Ein Leckerbissen für schwarzhumorige und geduldige Leute, die ein Auge für kunstvoll gedrehte Filme haben.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2009
Dieser Film, basierend auf der Erzählung "Naked Lunch" von W.S. Burroughs, dürfte Menschen mit abstraktem Bewusstsein eindeutig gefallen.
"Naked Lunch" spiegelt eine leichte Form des Wahn-Sinnes wieder und erschließt menschliche Abgründe. Für Verwirrung an der ein oder anderen Stelle sorgt er ebenfalls.
Trotzdem der Film nicht immer eindeutig erschließbar ist, fesselt er ungemein.
Ein fantastisches Filmvergnügen für all diejenigen denen das Wort Realität ein dehnbarer Begriff ist.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
1959 erschien »The Naked Lunch« von William Seward Burroughs, die gleichnamige literarische Vorlage für diesen ungewöhnlichen Film. Der Erstling des späteren Erfolgsautors der legendären »Beat Generation« entstand weitgehend unter Drogeneinfluss, während irrer Delirien und auf Entzug. Ohne roten Faden werden Halluzinationen, Albträume, Horrorvisionen und real Erlebtes ineinander verwoben. Passagen, die das Dasein aus der Sicht eines A*********s beschreiben werden abgelöst durch homosexuelle Orgien und Gewaltphantasien. Kein Wunder, dass das Erscheinen des Buches von modernen Autoren wie Norman Mailer enthusiastisch gefeiert wurde, während die Zensur es als »antiamerikanisch« vehement bekämpfte.

Die Verfilmung einer derartigen Vorlage fordert die Regie heraus. Der Kanadier David Cronenberg nahm die Herausforderung an und erzählt die Geschichte des erfolglosen Schriftstellers Bill Lee (Peter Weller), der sich als Kammerjäger inmitten einer abgedrehten Truppe seinen Lebensunterhalt verdient. Das Insektengift jedoch macht schnell süchtig und provoziert wahnwitzige Visionen. So verwandelt sich Lees Schreibmaschine bald in ein hungriges Scheusal aus dem Kabinett eines Hieronymus Bosch, das ihm die Buchstaben förmlich aus der Hand frißt. Der Autor erschießt seine Frau und flieht in das fiktive Gebiet Interzone, wobei er immer wieder von seinem insektenartigen Schreibgerät gezwungen wird, die bizarren Geschehnisse zu dokumentieren.

Cronenberg versucht erst gar nicht, Burroughs Werk »nachzuerzählen«. Er wechselt stattdessen die Perspektive und schildert, wie es zum Entstehen des Buches gekommen sein könnte. Dadurch werden die Bezüge zu den Drogenexzessen deutlich und gleichzeitig die irre Welt, durch die der Protagonist stolpert, visualisiert.

Die Verfilmung offeriert ein ausgezeichnetes Horsd'œuvre all denjenigen, die Burroughs Klassiker noch nicht kennen und vielleicht entschlüsseln möchten.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2016
Ich sau den Film nun zum 2. mal, er hinterlässt beim 2. mal einen anderen Eindruck.
Ok ich bin 15 Jahre älter, aber der film fässelt noch immer, oder gerade deswegen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
1959 erschien »The Naked Lunch« von William Seward Burroughs, die gleichnamige literarische Vorlage für diesen ungewöhnlichen Film. Der Erstling des späteren Erfolgsautors der legendären »Beat Generation« entstand weitgehend unter Drogeneinfluss, während irrer Delirien und auf Entzug. Ohne roten Faden werden Halluzinationen, Albträume, Horrorvisionen und real Erlebtes ineinander verwoben. Passagen, die das Dasein aus der Sicht eines Ar…s (Begriff für die Amazon-Zensur gekürzt) beschreiben werden abgelöst durch homosexuelle Orgien und Gewaltphantasien. Kein Wunder, dass das Erscheinen des Buches von modernen Autoren wie Norman Mailer enthusiastisch gefeiert wurde, während die Zensur es als »antiamerikanisch« vehement bekämpfte.

Die Verfilmung einer derartigen Vorlage fordert die Regie heraus. Der Kanadier David Cronenberg nahm die Herausforderung an und erzählt die Geschichte des erfolglosen Schriftstellers Bill Lee (Peter Weller), der sich als Kammerjäger inmitten einer abgedrehten Truppe seinen Lebensunterhalt verdient. Das Insektengift jedoch macht schnell süchtig und provoziert wahnwitzige Visionen. So verwandelt sich Lees Schreibmaschine bald in ein hungriges Scheusal aus dem Kabinett eines Hieronymus Bosch, das ihm die Buchstaben förmlich aus der Hand frißt. Der Autor erschießt seine Frau und flieht in das fiktive Gebiet Interzone, wobei er immer wieder von seinem insektenartigen Schreibgerät gezwungen wird, die bizarren Geschehnisse zu dokumentieren.

Cronenberg versucht erst gar nicht, Burroughs Werk »nachzuerzählen«. Er wechselt stattdessen die Perspektive und schildert, wie es zum Entstehen des Buches gekommen sein könnte. Dadurch werden die Bezüge zu den Drogenexzessen deutlich und gleichzeitig die irre Welt, durch die der Protagonist stolpert, visualisiert.

Die Verfilmung offeriert ein ausgezeichnetes Horsd'œuvre all denjenigen, die Burroughs Klassiker noch nicht kennen und vielleicht entschlüsseln möchten.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2013
Einen Beatnik-Roman zu verfilmen ist - wie man anhand der kürzlich erschienen Werke über Ginsberg und Kerouac merken konnte - bei Gott nicht einfach.
Was aber Meister David Cronenberg schon 1991 mit "Naked Lunch" von William S. Burroughs ablieferte, ist einfach faszinierend.
Kammerspielartig inszeniert verfolgen wir die halluzinatorische, hermetisch abgeriegelte Welt eines drogenabhängigen Schriftstellers.
Natürlich handelt es sich hierbei um die Lebensgeschichte von Burroughs selbst und um die bizarre Entstehung seines Klassikers "Naked Lunch".
Wer also auf eine "originalgetreue" Umsetzung des Buches (welche wegen des hohen Irrsinns sowieso nicht möglich wäre) hofft, wird enttäuscht.
Der echte Burroughs-Fan aber (der zwischen den Zeilen lesen kann) wird diesen Film für alle Zeiten lieben ... Burroughs und Cronenberg vereint - was will der literarische Filmliebhaber noch mehr.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2016
Kann man nicht erklären. Muss man gesehen haben und sich sein eigenes Bild machen, SOFERN das bei diesem Film überhaupt möglich sein sollte. Ich kann nicht einmal wirklich sagen ob ich ihm nur 1 oder doch gleich 5 Sterne geben sollte. Allein aus dem Grund dass er in seiner Art ein absolutes Unikat sein dürfte und mich auf eine Weise, die ich nicht erklären kann bis zum Ende bei der Stange hielt, entschied ich mich für 4.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden