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4,3 von 5 Sternen
The Deep End
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Endlich - das lang ersehnte Album der drei Norweger! Gebe zu, anfangs etwas skeptisch gewesen zu sein, als man Produzent George Drakoulias ( u.a. für Tom Petty, Black Crowes, Kula Shaker, Primal Scream aktiv) engagierte, um sich soundtechnisch zu verändern bzw. verbessern. Gerade wenn man die vorherigen Veröffentlichungen, insbesondere 'Industrial silence' und 'The nightly disease' verschlungen hat, war doch die raue, ungeschliffene und ungezähmte Freiheit in der Musik von Madrugada etwas Besonderes und entsprach eben nicht dem kommerziellen und oft seicht-glattgebügelten Standard. Nun darf man feststellen, dass Sivert Hoyem, Robert Buras und Frode Jacobsen zusammen mit ihrem Produzententeam - gemixt hat übrigens David Bianco (Johnny Cash, U2, Jesus & Mary Chain, Bobby Brown, Mick Jagger) - die Balance zwischen Klangkunst und Kommerzialisierung überwiegend hinbekommen haben.
'The deep end' enthält in der Limited Edition 14 Songs mit einer gesunden Mischung aus packend-melancholischen Balladen und bluesig-knackigem Rock. Aber der Grat ist schmal: Songs wie 'Hold on to you', 'Elektro vakuum' oder 'Sail away' sind etwas zu flach und wirken überproduziert. Dem kommerziellen Erfolg mag dies zuträglich sein, aber zu meinen persönlichen Favoriten gehören diese Songs nicht. Zum Glück gibt es aber auch rundum gelungene Titel wie 'The kids are on high street', 'The lost gospel' oder 'Hard to come back', die für mich die Stärken Madrugadas voll ausspielen: dunkel-gespenstisch-geheimnisvoller Gesang, röhrende Gitarren und nebelverhangen-mysteriöse, eiskühle Melodien. Auch wer den rockigen und ungeschminkten Sound des Albums 'Grit' mochte, wird mit 'Subterranean sunlight' und 'Ramona' gut bedient. Insgesamt noch die knappe Höchstwertung für die Norweger und der (vermutlich fromme) Wunsch, die kommenden Produktionen nicht noch weiter Richtung Mainstream zu produzieren. Norwegen bügelt man schließlich und aus gutem Grund auch nicht einfach zum Flachland um.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. April 2005
...stellen sich beim Hören von Madrugadas neuem Album ein. Neben alten und hoch geschätzten Stärken wie z.B. bei Track 1 gibt es (leider) auch einige etwas seichte Songs (z.B. Track 3) zu hören, die fast schon plattes Radio-Format haben und nicht so gelungen sind.
Schlecht ist 'The deep end' keinesfalls, aber verglichen mit den bisherigen Alben fällt es doch etwas ab. Und wenn ich von allen Madrugada-CDs, die ich besitze (und das sind alle bisher erschienenen), nur eine behalten dürfte, wäre es nicht diese.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2005
Madrugada sind eine Band die das Kunststück zuwege bringt aus allen Teilen des Rock und Blues zu stehlen und dabei eigenständig zu klingen. Waren bei den Vorgängerwerken starke Einflüsse von Chris Isaac und Nick Cave zu hören (bei Madurgada klingt das aber so als wären die beiden gerade von Madrugada beinflusst) so kann man auf dieser etwas rockigeren CD REM und U2 heraushören - und wieder klingt es so als hätte die norwegische Band die weit berühmteren Kollegen beeinflusst.
Die CD startet phänomenal - nach den ersten sieben Stücken hätte ich fünf und noch ein paar Sterne vergeben - leider lässt sie danach etwas an Spannung und excellenten Ideen vermissen. Man merkt der CD an dass sie sich in die Hände bekannter Produzenten begeben haben - ich würde mir wieder mehr Eigenständigkeit wünschen. Aber immer noch sind Madurgada das Beste was vom hohen Norden her kommt (und nicht nur von dort). Für die Band gesamt ist es auf jeden Fall für eine größere Fangemeinde in unseren Breiten sehr wichtig und gut, dass der phänomenale Titel "Electric (der findet sich auf der CD Industrial Silence) auf dem Soundtrack des Till Schweiger Films Barfuss drauf ist.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2005
Voller Neugier hab ich, wie sicher soviele andere, auf das neue Werk von Madrugada gewartet. Nachdem das letzte Album "Grit" und auch deren Vorgänger eher "roh" und ich finde sehr sehr gut gelungen waren und Madrugada sich zu einer meiner Lieblingsbands wandelten bin ich von dem neuen Werk eher gelangweilt. Kein Song sticht wirklich heraus, wobei ich nicht glaube, dass es an den Songs selbst lag sondern daran dass das Album von den Produzenten "amerikanisiert" wurde. Kein Song glänzt in einer Pracht wie "Strange Colour Blue"/"Vocal"/"Hands up" usw. das ganze klingt wie durch einen Filter gespült und weichgewaschen. Hm, ich mag auch keine mit Weichspüler gewaschenen Handtücher. Nächstes mal bitte wieder roh! :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juli 2006
Die Jungs von Madrugada scheinen hier gnadenlos das zu machen, was sie sich vorgenommen haben:

Coole Road- Music (die sie schon immer gemacht haben) vermischt mit einem Touch Blues.

Die Message kommt an, die Stimme von Sivert Hoyem ist so gut, wie noch nie. Man hört die unbeeinflusste Art des Albums gerade zu heraus.

Habe Madrugada zwei Mal live erlebt... und würde sie noch zehn Mal erleben wollen. Vor allem mit Songs, wie diesen.

Außerdem ist "The Kids are on High Street" genial und für mich der beste Titel, der überhaupt jemals ausgekoppelt wurde.
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am 13. Juli 2015
Zum einen lag es nahe sie vom Stigma der Pearl Jam für Arme zu befreien - immerhin eine nicht unähnliche charismatische Lead-Stimme und ähnlich uninspiriete Gitarrenparts. Zum zweiten sollte ihre internationale Verkaufbarkeit dadurch verbessert werden, ihren doch sehr speziellen - ich weiß schon, mache mögen sie gerade hierfür, lieben sie geradezu - handfesten, simpel gestrickten Nordland-Sound auf einen internationales Americana-Standardniveau anzuheben. Doch wer ausgerechnet der Idee verfallen ist, sie deshalb gleich mit einem der führenden R'n'B- und Roots-Rock-Produzenten zu verkuppeln, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Immerhin, George Drakoulias - Jayhawks, Maria McKee, Primal Scream etc. - gibt alles, nämlich möglichst wenig, indem er sie so belässt, wie er sie wahrnimmt, wohl wissend, dass ein Jayhawks Soundgewand oder gar Primal Scream Southern Soul so ganz und gar nicht zu ihnen passen würde. Stattdessen stärkt er was ohnehin stark an ihnen ist - Balladen, Balladen und....elegische Balladen - und gleicht die Dinge aus, die nie so richtig funktionieren wollen, wie die jamartigen Gitarrenschlachten des Gitarristen Buras, die mit den wenig intelligenten Ideen. Ersteres befördert er, ergänzt hier, schmückt dort aus, und beschneidet das Zweite, muss es allerdings letztlich so belassen, wie die Herren Sivert et al. es schreiben - wenn man das, was die da liefern, denn komponiert nennen will. Und wie kompetent er dies ausgleicht, symbolisieren alleine schon zwei Namen: die Streicherparts lässt er von Angelo Badalamenti gestalten und ausführen, einem der führenden Filmmusik-Produzenten, und die Gitarrenparts Buras' ergänzt er durch die Lead-Gitarre und die Steel Doug Pettibone's - einem der großen Gitarren-Zauberer des Americana-Landes. Beides ein klarer Aufwertungsschub in für Madrigada geradezu ungewohnte Höhen, ein klarer Gewinn in den Arrangements und der Dichte und Melodik von Songs und Sound. Das gleicht so einiges aus. Zudem bindet Drakoulias diese unglaublich Sivert-Stimme, macht sie Song- und Band-Sound-tauglich.

Was daraus entsteht ist....nein, kein Southern-R'n'B - dafür taugen Madrugada nun ganz und gar nicht. Drakoulias lässt sie das sein, was sie bestenfalls sein können: "ehrlicher", grader Rock, ein Rock, der ohne Rumgeschnörksle auskommt, mit großen Balladen und viel repetivem Gerumple, mit starken Gitarrenparts, jeder Menge brachialem Rhythmus auf der Basis wuchtiger Drums,einer klug eingesetzten Orgel von Kevin Savigar, die alles zusammenhält, was ansonsten bei ihnen auseinanderfallen würde, die wundervoll kreisenden Steels Pettibone's, die ein fliegendes, ein leichtes Element in die Musik bringen und letztlich natürlich dem Pflock, an dem alles befestigt ist: Sivert Hoyem - der diesmal allerdings nicht, wie sonst von ihm erwartet, den Totempfahl für alle um ihn tanzenden Indianer geben muss. Auch wenn Übersongs wie Majesty fehlen mögen, und wenn das Ganze oftmals an Vorgänger im Geiste wie Uriah Heep und Deep Purple erinnern mag, ist Deep End ihre bis dato defintiv reifste Leistung - George Drakoulias sein Dank.

...doch dann gibt's auch noch zwei Bonüsse - auf der Limited Edition - die aber nicht weiter aus dem Rahmen fallen....wenn man nicht eine Pause zwischen normalem Durchlauf und ergänzende Tracks gesetzt hätte.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2005
leider ist "the deep end" nicht mehr so weit vom mainstreem entfernt wie ihre vorgänger. im gegensatz zu "industrial silence" wirkt diese cd überproduziert, und die songs haben nicht mehr die selbe dynamik und dramatik wie auf den vorgängeralben. das liegt aber nicht an den songs, sondern an der verpfuschten produktion. der früher dagewesene geniale gitarrensound scheint vom produzenten weichgespühlt worden zu sein und klingt manchmal schon fast nach R.E.M was nicht als kompliment gemeint ist. auch die stimme die früher dramatisch dunkel klang ist nur noch eine "gute stimme". gut möglich, dass sich diese cd gut verkaufen wird, ich persönlich finde es aber wirklich schade, dass eine meiner lieblingsbands weichgespült wurde. bitte madrugada, nehmt euer nächstes album wieder in europa auf!!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2005
Madrugada legen nach dem Ausweicher in lappe Retro-Rockgefilde wieder eine tolle Mischung aus den früheren Werken und dem (hervorragenden!) soloalbum von sivert höyem hin.
Gospeliger Rock'n'Roll und eine Prise emotionale Balladen, mischen sich zu einem gelungen werk... Eine der besten alternativveröffentlichungen 2005.
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am 15. Dezember 2008
An diesem Wochenende bin ich zweimal quer durch den Schwarzwald gefahren - verwunschene Täler, hohe Tannen und jede Schnee. Und dazu dieses Album von Madrugada. Wenngleich ich mich den Stimmen anschließen muss, die sagen, dass dieses vierte Album weniger unbehauen oder vielleicht auch geschliffener daherkommt, so zeigen die Norweger dennoch ihre klare Note und deutliche Handschrift.
Die Lieder sind groß angelegt und haben einen unglaublichen Repertoire-Wert. Das Album erscheint sehr rund, fast schon eine Art Konzeptalbum. Wirklich großartiger Rock, der sich nie einengen lässt und - dank der Stimme von Sänger Sivert Høyem - so dunkel und episch daherkommt, wie man sich die tiefen Nächte Norwegens vorstellt.
Anspieltipps? Gibt es genug - hier drei zur Auswahl: "The kids are on high street" (#1), "Sail away" (# 12) und natürlich die Ballade "Elektro Vacuum" (#7).
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2005
Die CD läuft bei mir ständig und mit jedem Hören gefällt sie mir mehr. Ja, die CD ist nicht so mitreißend wie "Grit", hat ein anderes Tempo, aber ich finde auch keine Hängerstücke, die ich schnell weiterdrücke. Die Stimme und auch die Stimmung von manchem Lied sind einfach überwältigend schön.
Nichts für Hardrockfans, aber für alle anderen.
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