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Kundenrezensionen

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am 12. September 2013
Die legendäre Bayreuther "Holländer"-Inszenierung von Harry Kupfer, nun auch auf DVD. Was für ein Erlebnis!
Ich bin nun wahrlich kein großer Fan des Regietheaters, habe aber dort hauptsächlich dann ein Problem, wenn eine Inszenierung nur um des Effekts willen ins Absurde oder Lächerliche abgleitet. Kupfer hingegen deutet den Holländer zwar um, schafft es aber dennoch, dem Libretto niemals zu widersprechen. Es ist eine stimmige, zutiefst psychologische Deutung, die in der vorliegenden Fassung meisterhaft umgesetzt wurde.
Fangen wir mit dem flexiblen Bühnenbild an, das die vielen Verwandlungen auf offener Bühne so reibungslos möglich macht, dass die Illusion niemals gebrochen wird. Dominiert wird das Ganze von dem riesenhaften Schiffsbug des Holländerschiffs, der sich V-förmig öffnet und in dessen Inneren der Holländer buchstäblich in Ketten liegt. Wie sich der Bug im ersten Akt, vom Steuermann unbemerkt, drohend hinter das dänische Schiff schiebt, ist ganz großes Kino.
Nach der Deutung, die uns Kupfer hier präsentiert, haben wir teil an Sentas Wahnvorstellungen, in denen sie obsessiv der Holländersage glaubt und Einbildung und Wirklichkeit nicht auseinanderhalten kann. Grandios dargestellt wird das von Lisbeth Balslev, die pausenlos auf der Bühne ist und das Portrait des Holländers umklammert. Ihr Gesicht spiegelt die ganze Palette an Wahn und Emotion wider, der Senta ausgesetzt wird; stimmlich ist Balslev zwar stark und überzeugend, aber sicher nicht meine erste Wahl. Manchmal eiert sie schon gewaltig, und die Allerjüngste ist sie auch nicht mehr (wenn man als Vergleich allerdings Anja Silja von der Sawallisch-Einspielung im Ohr hat, ist das Balslev gegenüber zugegebenermaßen auch nicht sehr fair). Ihre starke Präsenz und das glaubwürdige Spiel gleichen es zudem locker wieder aus, und sie hat immer wieder auch sehr schöne Momente.
Simon Estes als Holländer ist eine wahre Offenbarung. Stimmlich liegt ihm die Rolle extrem gut, er singt teilweise zum Steinerweichen schön und macht auch optisch eine ganze Menge her. Gänsehautmomente: im Duett mit Daland im ersten Akt, und "Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten".
Matti Salminen ist... Matti Salminen eben: imposant, stimmlich stark und sicher, darstellerisch sehr präsent. Ich bin ihn so sehr als Hagen gewohnt, dass mich der doch wesentlich spritzigere Daland anfangs regelrecht befremdet hat.
Eine besondere Erwähnung verdienen zudem Graham Clark als Steuermann, der seine kleine Rolle großartig ausspielt und -singt, und der extrem gute Chor. Gerade die Szene Steuermannschor/Geisterchor ist beeindruckend, auch was die kluge Personenregie angeht.
Woldemar Nelssons Dirigat schließlich ist sehr dynamisch und stimmig. Die Emotionalität, die ja bei Wagner oft im Orchester spürbarer ist als im Gesang, trifft er auf den Punkt.
Das Faszinierende an dieser Kupfer-Inszenierung ist, dass die Rechnung aufgeht. Klar hatte Wagner ursprünglich eine nordische Sagengestalt im Kopf und kein tiefenpsychologisches Kammerspiel, aber die Deutung Kupfers widerspricht weder der Musik noch dem Libretto. Wenn schon Regietheater, dann so!
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am 5. April 2013
Dieser "Holländer" ist interessant und spannend inszeniert, die Rollen sind sehr gut besetzt. Simon Esten ist ein glaubwürdiger Holländer mit einem schönen Bariton, Lisbeth Balslev ist eine Senta, die man früher als "überspannt" bezeichnet hätte.
Hier wird ganz deutlich gezeigt, dass sie sich in ein Phantom verliebt hat, in das Portrait einer Legende.
Und Matti Salminen bringt den habgierigen Daland sehr überzeugend rüber, der für Gold seine Tochter an den Erstbesten verkauft.
Auch das Bühnenbild gefällt mir, besonders das Holländer-Schiff, die Hände, die sich öffnen und den angeketteten Holländer freigeben.
Eine Inszenierung frei von Sentiments.
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am 22. März 2013
Dem Regietheater bis auf wenige überzeugende Ausnahmen eher abgeneigt, habe ich mit dieser Deutung überhaupt kein Problem,auch wenn das Finale Wagners eigentlicher Intention widerspricht.Eine packende Inszenierung mit großartigen Sängerdarstellern. Ein Ausschnitt auf Youtube sowie die überwiegend positiven Rezensionen von Amazon-Kunden haben mich zum Kauf veranlasst.Technisch ist die DVD hervorragend, besonders über Kopfhörer.
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Kupfers berühmte Holländer Inszenierung aus Bayreuth 1985 stellt eindeutig auf eine psychologisierende Sicht des Werkes ab, zeichnet Senta als von Visionen getriebene Hysterikerin. Wie das allerdings schauspielerisch und nicht zuletzt sängerisch umgesetzt wurde, ist schlicht als meisterhaft und glaubwürdig zu klassifizieren. Bilder von symbolträchtiger, farbstarker,kontrastierender Sprache. Simon Estes als Holländer ist nur als sängerisches "Naturereignis"in dieser Rolle zu bezeichnen. Eruptiv dramatischer Gesang von eindringlicher Präsenz.Lisbeth Balslev als Senta,schauspielerisch glänzend mit lichthellem,"weissem" Sopran.Salminen ein profunder und substanzvoller Daland. Die anderen Rollen auf gutem Ensembleniveau besetzt.Hervorragender Chor und das Dirigat von Nelsson erste Klasse. Insgesamt von der optischen und gesanglichen Umsetzung eine Sternstunde der Oper.
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Kupfers eindeutig fesselndste Inszenierung (in seinem "Ring" ist er diesen Ansprüchen nicht immer gerecht geworden). Die schauspielerischen Leistungen (besonders: Lisbeth Balslev, die in dieser Fassung ohne Pausen ständig präsent sein muss) sind bewundernswert - ob für die Aufzeichnung eine Pause "eingelegt" wurde, ist nicht bekannt. Hervorzuheben wären auch die Massenszenen (Spinnerinnen, Matrosenchöre), die man kaum so überzeugend gesehen haben dürfte!!!

Kupfer deutet den "Holländer" also als Vision Sentas, die beängstigend (psychisch) krankhafte Züge an den Tag legt: Hier noch einmal die Warnung: Wer sich auf dieses Experiment des Regietheaters nicht einlassen will, möge andere Aufzeichnungen kaufen!!! Natürlich würde auch einiges gegen Kupfers Auffassung sprechen: Ist nicht Senta als "Erlöserin" beziehungsweise weibliches Opfer eine der ersten Gestalten in Wagners Träumen und Projektionen? Ist hier nicht eher der Holländer der Träumer?

Musikalisch ist besonders Woldemar Nelssons zügige und dramatische Interpretation der "Urfassung" hervorzuheben. Simon Estes überzeugt besonders stimmlich und schauspielerisch (weniger in der Textgestaltung, Lisbeth Balslev durch schauspielerische und akzeptable vokale Leistung (es gibt kaum wirklich überzeugende Sängerinnen dieser Rolle - möglicherweise Anja Silja und Cheryl Studer);
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am 14. Juli 2014
Eine der besten Inszenierungen des fliegenden Holländer von Richard Wagner im Festspielhaus in Bayreuth. Für eingeschworene Wagner-Fans einfach ein Genuss.
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am 18. Januar 2016
Und wieder einmal zeigte uns Harry Kupfer, dass man Wagner modern und trotzdem nachvollziehbar inszenieren kann. Bravo!

Die Sänger sind klasse, allen voran der Holländer, der diesmal sogar nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus ist.

Kupfer ist für mich der beste Wagner-Regisseur, noch vor Lehnhoff.

Kann nur jedem empfehlen, sich - auch als Wagner-Einstieg - diese DVD zu gönnen. Es wird nicht bei einem Mal bleiben!
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am 8. November 2014
Natürlich können Bild- und Tonqualität nicht mit heutigen Maßstäben mithalten. Ich persönlich finde die Inszenierung aber gelungen - ich mag es gerne etwas klassischer (nicht zu moderne Interpretationen). Senta ist allerdings zu bewundern: Wie kann man nur 2 Stunden lang fast ununterbrochen verstört gucken?
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am 24. September 2010
wunderbare aufnahme habe sie selbst live in bayreuth gesehen deshalb habe ich mir diese dvd gekauft eine tolle inszenierung nicht dieser fürchterlicher schmarrn den man jetzt zu sehen bekommt
habe dieses jahr den Meistersinger gesehen meine bewertung für die Inszenierung
minus 6 voll danben
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am 18. Januar 2014
Musikalisch gibt es nichts zu mäkeln. Auch die Inszenierung ist völlig ok.
Auch kann man dem fantastischen Hauptdarsteller für seine stimmliche Leistung nur gratulieren,auch wenn er nicht wirklich "bleich" ist.
Aber die Senta ist eine echte Zumutung. Wie sie permanent mit dem Bild des Holländers wie eine verhuschte Haselmaus über die Bühne tapert, ist eine echte Zumutung. Kein Mann steht auf so etwas, noch nicht mal der Holländer. Ich kann nur hoffen, dass die Sängerin in ihrer Darstellung Opfer eines Regisseurs ist und sich nicht wirklich mit dieser Interpretation identifiziert.
Sorry, aber so etwas ist nur schwer zu ertragen.
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