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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film zur "Großen Depression" in den USA der 1930er Jahre
Der 1940 entstandene US-Schwarzweißfilm "Früchte des Zorns" der wesentlich von dem gleichnamigen Buch inspiriert wurde, erzählt das Schicksal und allmähliche Auseinanderbrechen der Pächtersfamilie Joad aus Oklahoma die, durch die Auswirkungen der großen wirtschaftlichen Depression ab 1929 und fortgesetzte verheerend wirkende Sandstürme...
Veröffentlicht am 7. August 2011 von Frankenthal

versus
1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eher enttäuschend
Sicher ein guter Film, aber nach dem grossartigen Buch von John Steinbeck war ich eher enttäuscht. Der Film zeigt nur einen kleinen Teil des umfangreichen Buches und geht auch nicht so in die Tiefe.
Vor 17 Monaten von Claudia Brülisauer veröffentlicht


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film zur "Großen Depression" in den USA der 1930er Jahre, 7. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Der 1940 entstandene US-Schwarzweißfilm "Früchte des Zorns" der wesentlich von dem gleichnamigen Buch inspiriert wurde, erzählt das Schicksal und allmähliche Auseinanderbrechen der Pächtersfamilie Joad aus Oklahoma die, durch die Auswirkungen der großen wirtschaftlichen Depression ab 1929 und fortgesetzte verheerend wirkende Sandstürme (Dust Bowl), von ihrem bisherigen Grund und Boden vertrieben und vor dem Nichts stehend, ihr Glück im scheinbar gelobten Land Kalifornien versucht.
Angekommen in Kalifornien müssen sie jedoch erkennen, dass die Mär von massenhaft zur Verfügung stehender und noch dazu gut bezahlter Arbeit als Erntehelfer eine schlichte Lüge ist und sie stattdessen mit Tausenden anderen Flüchtlingen aus den weniger glücklichen US-Staaten in teils katastrophale Lager gepfercht werden und mit diesen um Arbeitsplätze ringen müssen bei denen der Verdienst nicht einmal annäherend zum Überleben reicht. Auch die dortige Polizei und die eingeborene Bevölkerung steht ihnen feindlich gegenüber und wendet nur zu gern Gewalt gegen die unerwünschten Wirtschafts- und Umweltflüchtlinge an, die eigentlich ihre Landsleute sind.
Der von Henry Fonda überzeugend dargestellte Farmerssohn, Ex-Zuchthäusler und Hauptprotagonist Tom gerät schließlich als er die Ermordung eines mitgereisten Predigers, der sich gegen die Ausbeutung mittels Streik gewehrt hatte, rächt, nochmals mit dem Gesetz in massiven Konflikt und muss letztlich die Familie verlassen.

Insgesamt sicherlich ein sehr authentische und zeitnahe Literaturverfilmung zu einer von der damaligen Depression am schwersten getroffen Menschengruppen, der leider, gerade jetzt, kaum etwas von seiner dokumentarischen Aktualität verloren hat.

Obwohl Extras nicht vorhanden sind, gebe ich der DVD-Ausgabe dennoch 5 Sterne.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bärenstark, 21. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Das Buch ist zwar schwerer Stoff auch weil etwas slanghaft geschriebene Dialoge,der Film ist aber leichter verdaulich ohne die drückende Atmosphäre zu verwässern.
Unglaublich was in den frühen 30ern in USA abging.
Rassismus pur,selbst unter den weissen(Kalifornier gegen Okies).
Und wer aufmuckt weil der Lohn unter der Überlebensgrenze ist wird als Roter(Kommunist)abgestempelt.
Von den unmenschlichen lebensbedingungen und der unvorstellbaren Ausbeuterei damals nicht zu reden.
Schade dass die Personen im Film nicht die Tiefe der im Buch auftauchenden Leute haben(besonders Grossvater und die Beziehung Rosasharn und ihr Mann),so lang der Film auch ist wirkt es nachdem man das Buch gelesen hatte stellenweise etwas im Laufschritt.
Ausserdem wurden einige dramatische Teile(Unwetter,Baumwollernte)der Filmlänge geopfert,schliesslich geht es noch nach dem weggang von Tom viel weiter.Und das drastische Ende des Buches wurde ganz weggelassen.

Fazit zum Film:
Klassiker,unbedingt einmal sehen.
Buch:Achtung,recht schwere kost.

Keine Ahnung ob es verschiedene Fassungen vom Film gibt.Ich meine die mit dem alten Cover wo alle versammelt sind.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Verfilmung, 18. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns [VHS] (Videokassette)
Eine grandiose Verfilmung des Klassikers: selten wurden die düsteren Auswirkungen wirtschaftlicher Not eindrucksvoller gezeigt, selten wurde einem Buch in der Verfilmung so viel an Atmosphäre hinzugefügt. Eine von Fondas wirklich großen Rollen - unbedingt sehenswert!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Film über die Wirtschaftskrise der 30er Jahre der USA, 31. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Tom Joad (Henry Fonda) kommt nach mehrjähriger Haft nach einem Totschlag zurück zu seiner Familie die eine Farm in Oklahoma hat. Das Farmhaus findet er unbewohnt vor. Er trifft auf den ehemaligen Priester Casy ( John Carradine), der ihm die Geschichte der Farmer während seiner Abwesenheit im Gefängnis erzählt. Nach und nach werden die Farmer von den Großgundbesitzern des Landes vertrieben. Auch seine Familie will Oklahoma entgültig verlassen. Sie machen sich, zusammen mit hunderttausenden anderer Farmer mit ihren Familien, auf den Weg nach Kalifornien wo es angeblich Arbeit und Glück zu finden gibt. Seine Großeltern verkraften den Treck nach Westen nicht und sterben noch während ihrer Reise ins gelobte Land. In Kalifornien erwartet die Familie anstatt der erhofften guten Arbeit nur wirtschaftliche Ausbeutung, Hunger und Anfeindung.

Genial gelungenes Meisterwerk unter der Regie von John Ford, der den Roman John Steinbecks bis ins Detail in Szene setzt. John Steinbeck selbst hat einen dieser Trecks ende der 30er begleitet um seinen Roman so wahrheitsgetreu wie nur möglich niederzuschreiben.

Selbst 70 Jahre nach der Uraufführung in den USA ist der Film immer noch ein Hingucker, spannend und nachdenklich stimmend. 6 Sterne plus
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein anspruchsvoller ehrlicher großer film, 15. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Erst heute wieder (Wirtschaftskrise) mag dieser Film aktuelle Parallelen haben. Wenn die damalige Wirschaftskrise die Farmer zu Flüchtlingen macht, die nirgends willkommen sind. Wenn die Arbeitgeber die Masse an Arbeitsuchenden für einen Hungerlohn (und dann für die Hälfte des Hungerlohns) ausnutzen. Wenn die subtile Brutalität und die Selbstgerechtigkeit der Gewinner umschlagen in echte Gewalttätigkeit. Wenn als Hoffnung nur die Flucht bleibt, doch das gelobte Land nicht mehr weiter im Westen liegen kann. - Authentische Atmosphäre, sehr gute Schauspieler, praktisch keine (filmtypischen) Banalitäten. Und Henry Fonda ist der Star, der nötig ist, damit man im 21ten Jh. leichter einen Zugang findet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die handfeste Mutter Erde oder ein flüchtiges Stückchen Papier?, 27. Januar 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Viel Gutes ist über diesen großen Film bereits gesagt worden; ich verweise nur auf die wunderbare Rezension von Isabelle Klein. John Ford hat ein düsteres Stück US-amerikanischer Geschichte nach einem Roman von John Steinbeck verfilmt; die entbehrungsreichen Wanderungen von Familien aus Oklahoma, die ihre Landpacht nicht mehr zahlen konnten, nach Kalifornien. Die Große Depression auch im Kleinen, am Beispiel einer weitverzweigten Familie. Um sie zu zeigen, lässt Ford Gegensätze aufeinanderprallen. Der spätere Meister des Westerns erzählt seine Saga wie diejenige eines "großen Trecks nach Kalifornien", wie in einem Edelwestern, in dem große Teile der Handlung während des Trecks selbst spielen. Aber Ford konterkariert (jedenfalls für des Romans Unkundige) die Genrekonventionen. Verluste, Entbehrungen, Ungerechtigkeiten werden sich häufen; man könnte denken, dass der Film auf der Stelle tritt. Das verheißungsvolle Ziel? Früh ahnen wir, dass es das wohl nicht geben wird. Die Staatsgrenze von Kalifornien ist sehr schnell erreicht, bloß ist es selbst von dort noch ein langer Weg durch die Wüste - und auf den ersehnten Obstplantagen wartet nicht fair bezahlte Arbeit, sondern pure Ausbeutung auf die "Okies". Also ist der Weg das Ziel. Von daher konsequent, dass Ford so lange diesen Weg zeigt. Nur wenn man auf das Erreichen eines Zieles am Ende des Weges wartet, könnte man meinen, dass in diesem Film zu wenig passiert. Sieht man den Weg als Ziel, passiert ganz schön viel.

Ein bisschen penetrant mag vor allem am Anfang die Manie des Drehbuchs sein, seine Figuren alle wichtigen Sentenzen doppelt und dreifach sagen zu lassen, z.B. die Aussage eines Mannes, der sich nicht von seiner Heimat hat vertreiben lassen, dass er "nur ein Friedhofsgespenst" sei. Ein wenig irritierend wirkt auch das Wechselspiel von der großartig im Gegenlicht eingefangenen eintönigen, aber doch erhabenen US-Landschaft und einigen allzu künstlichen Studiokulissen mit mutmaßlich gemalten Hintergründen. Letztlich aber ein grandioser und gleichsam tief bewegender Film, ein mutiger, unkonventioneller Film auch, der gegen alle Hollywoodgesetze 1940 völlig ohne traditionelle Liebesgeschichte auskommt. Am Ende steht nicht das Traumpaar vor untergehender Sonne, sondern (in einer sympathischen capraesken Aussage ohne die übertriebene Penetranz Capras) das Kollektiv: "Wir sind das Volk." John Ford, dem gerade nach diesem Film eine Rechtslastigkeit vorzuwerfen Unsinn ist - ein Linker? Vor allem wohl, wie eben Frank Capra, ein sozialkritischer Patriot. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, es erscheint als Land der unbegrenzten Ungerechtigkeiten und Ausbeutungen, aber der echte Amerikaner, der ist jemand, der nicht aufgibt. Wie so oft auch hier: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Diesen Gegensatz zwischen einem pervertierten Amerika und einem immer noch existenten idealisierten Amerika lässt Ford in grandiosen Bildern und Metaphern aufscheinen. Isabelle hat bereits auf den Kontrast von Weite und Enge auch in der Fotografie hingewiesen. Hinzufügen möchte ich den Gegensatz zwischen Schein und Sein. "Meine Großeltern haben dieses Land urbar gemacht, ich bin hier geboren", wird ein Mann über den realen Grund und Boden sagen, der ihm weggenommen werden soll und auch wird. Dass die Hoffnung falsch sein könnte, zeigt sich daran, dass sie nicht auf guter, realer Erde, sondern auf den falschen Versprechungen eines Blattes Papier beruht. "800 Pflücker gesucht", dabei wurde ein solcher Zettel an Tausende von Menschen verteilt, die sich nun um die Arbeit reißen, sodass die Bosse die Löhne drücken können. "Woran klammert Ihr Euch? An ein Stück Papier", wird ein Mann in einem Camp sagen. Leider wahr! Und Ford findet auch erschütternde Bilder, wenn dieses falsche Versprechen erst einmal traurige Realität ist. Unter die Haut geht, wenn die Familie um den Henry-Fonda-Charakter und wir erstmals die Pflücker sehen, die von ihrem Arbeitslager aus auf die Felder gehen. Vollkommen leere Blicke, entmenschlichte Roboter. Und die Staatsgewalt ist stets auf der Seite der Ausbeuter. Verfassungs- und Gesetzesbindung der Exekutive als rechtsstaatlicher Grundsatz? Das interessiert die hastig einberufenen Hilfssheriffs einen Dreck (einer von ihnen ist der wirkliche Rechtsradikale Ward Bond).

Ein erschütternder, bemerkenswert amerikakritischer Film, der wohl unter dem McCarthyismus so nicht mehr hätte entstehen können. Und ein bemerkenswert offenes Plädoyer für gemeinhin als "links" bezeichnete Ideen wie faire Löhne, ohne gleich kommunistisch zu sein und die Weltrevolution zu predigen. Gleichwohl: Schon eine Aufforderung, die "Roten" doch wenigstens einmal unbefangen zu sehen und sich zu fragen, ob sie wirklich die gewaltsame Weltrevolution wollen, bevor man sie verfolgt, war wenige Jahre nach Erscheinen des Filmes bereits unmöglich und wohl auch 1940 gewagt. In "Früchte des Zorns" wird am Ende ein Ex-Prediger zum Fürsprecher der Arbeiterrechte und zum Mitinitiator eines Streiks. Er wird sogleich als roter Agitator bezeichnet. Aber der Henry-Fonda-Charakter (eine wunderbare Hauptfigur mit dunkler Vergangenheit, aber in seiner Unbefangenheit fast von einer erhabenen Reinheit) meint immer nur verwundert: "Ich höre immer nur 'rot'; was ist eigentlich ein 'Roter'?" Hat man noch nicht die Vorurteile in sich, kann man Menschen unbefangen beurteilen, und es wird sich herausstellen, dass der als Roter verfemte Mann völlig Recht hatte: Kaum ließen Angebot und Nachfrage es zu, drückten die Bosse die Löhne unter die Unmenschlichkeitsgrenze. Soviel sozial(istische)s Gewissen ist für den klassischen US-Film außerhalb Capras bemerkenswert, und es kommt authentisch statt ideologisch-agitatorisch daher.

Fazit: In allem ein Meisterwerk mit nur winzigen Schwächen, die aber die Fünf-Sterne-Vergabe nicht ansatzweise in Frage stellen. Wegen der klassischen Kriterien wie genauere Handlung, Hauptcharaktere und schauspielerische Leistungen (sie sind durch die Bank hervorragend) verweise ich wiederum auf die Rezension von Isabelle Klein; man muss ja nicht alles wiederholen:-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der stärksten Filme der Filmgeschichte, 6. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Twentieth Century Fox. ASIN: B0007PLFHU.
Deutscher Titel: Früchte des Zorns. Originaltitel: Grapes of Wrath
Produktionsland: USA. Premiere: 1940.
Mit: Henry Fonda, Jane Darwell, Charley Grapewin, Dorris Bowdon, John Carradine, Shirley Mills, Roger Imhof, Russell Simpson, O. Z. Whitehead, John Qualen, Eddie Quillan, Zeffie Tilbury, Ward Bond u. A. Regie: John Ford
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck
Bild: gut / SW / 4:3 / Originalformat. Sprache: englisch. Synchronisation: deutsch, italienisch, französisch und spanisch. Untertitel: deutsch, englisch u.v.a.
Filmlänge: 123 Minuten und 49 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Genre: Literaturverfilmung > Sozialdrama
Auszeichnungen: Zwei Oscars für beste Regie und beste Nebendarstellerin (Jane Darwell).
Nominierungen für Oscar als bester Film, Bester Hauptdarsteller, bester Schnitt, Ton und bestes Originaldrehbuch.
Specials: keine

Spoiler-Elemente.
Der Schwarz-Grau-Weiß-Ton passt sehr gut zum Charakter der Geschichte um landenteignete Farmer aus Sallisaw (Oklahoma), die sich nach Kalifornien aufmachen, um ein neues Leben zu beginnen. Die Charaktere sind gut gewählt voller schrulliger, realistischer Durchschnittsmenschen des Landlebens. Aufgrund der literarischen Vorlage wird nicht ausgespart, dass der Antiheld Tom Joad (Henry Fonda) im alkoholisierten Zustand einen Mitzecher im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung auf grausame Weise erschlug und nach vier Jahren vorzeitig auf Bewährung entlassen worden ist. Zur Großfamilie auf dem Weg nach Kalifornien gesellt sich ein gescheiterter Pastor, der eine äußerst liberale Begräbnisrede hält, die mit dem christlichen Gericht Gottes nichts mehr gemein hat.
Das Amerika der USA, wie es John Ford in diesem Film zeigt, ist ein sehr triestes, hoffnungsloses, depressives. Es ist ganz das Gegenteil von dem Pioniergeist der Landnahme, Kultivierung und Ernte. Gleich am Beginn werden Amerikaner von Amerikanern von ihrem Land brutal verjagt, Farmer von Konzernen, Arme von Reichen. Der Humus der Erde, auf dem die gesellschaftliche Struktur einer Nation gründet, der Farmer, wird fortgeweht und in alle Winde zerstreut. Er kann sich nicht wehren, denn die Bulldozer walzen in wenigen Sekunden platt, was einst sein Zuhause war.
Der Weg nach dem verheißenen Land Kalifornien erweist sich als Fiasko. Dort wächst nicht Milch und Honig, sondern Hunger und Ausbeutung.
Ein langer Film, der den Schmerz dieser Epoche offenbart. Von daher auch ein sehr selbstkritischer amerikanischer Film, der es sich in der problematischen Darstellung der ungerechten Zustände in den USA nicht leicht gemacht hat.
Was Wenige wissen: auch in den USA gab es zwischen einigen Bundesstaaten Grenzkontrollen. Das wird dargestellt, als die reisende Familie mit ihrem heillos überfüllten Kleinlaster die Grenze von New Mexico nach Arizona passiert. Sie werden vom Beamten ohne Nachsicht aufgefordert, ja nicht in Arizona zu bleiben, sondern ohne Zwischenstopp durchzufahren.
Das Sammellager der unerwünschten Neuankömmlinge aus den verschiedenen Bundesstaaten in Kalifornien ist überfüllt und jeder der hier neu eintrifft, wird mit Argwohn beäugt. Zum Essen gibt es nicht viel, aber alle haben Hunger, vor allem die Kinder. Die Polizei ist korrupt und die alteingesessenen Bürger des Gebietes vertreiben mit Gewalt die armen Einwanderer.
Auf einer Pfirsich-Plantage, bei der die geschundenen Pflücker die Arbeit verweigern, findet die Familie Obdach und Job, ohne die Hintergründe zu kennen. Die Pflücker auf dieser Plantage werden von rauhen Männern mit Waffengewalt beaufsichtigt und daran gehindert, sich frei zu bewegen. Ihr Lager gleicht einer Quarantäne.
Es gibt im Film klischeebedingte Ungereimtheiten, die jedoch die sozialkritische Grundbotschaft nicht trüben. Das ist zB., als sich Tom gleich am ersten Abend nach der Arbeit unerlaubterweise aufmacht, um sich über den bedrohlichen Zustand im Lager zu erkundigen. Diese Szene wirkt unrealistisch, weil man sich zuerst mal mit der Umgebung langsam vertraut machen muß, bevor man riskante Unternehmungen wagt, welche die ganze Familie in Gefahr bringen können.
Die Bilder sind gut gewählt, vortreffliche Kameraarbeit.
Der Tod kommt schnell und unangekündigt. Mit einem Schlagstock wird der suspendierte Prediger getötet. Tom tötet dafür dessen Mörder. Mit einer zugefügten Narbe im Gesicht darf er sich nicht mehr sehen lassen. Die einzige Alternative für die Familie ist es, den Laster vollzuladen, Tom darin zu verstecken und die Plantage zu verlassen. Mit falschen Ausreden werden die Aufseher gerade noch überrumpelt. Die Flucht gelingt.
Sehr befreiend wirkt das Auffanglager des Ministeriums für Bodenkultur, wo die Familie durch glückliche Fügung Aufnahme findet. Ein Stück Hoffnung keimt auf. Die Bundespolizei kommt jedoch auch hier Tom auf die Spur. In diesem Moment erkennt er seine Aufgabe im sozialen Einsatz für die Diskriminierten. Er flieht - aber mit einer Mission im Herzen. Und seine Familie begibt sich weiter auf die Reise mit Mut und Zuversicht im Antlitz.
Ein beeindruckend sozialkritischer Film mit einem Herzen für Benachteiligte und Arme.
Mladen Kosar
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I'll be all aroun' in the dark.", 19. Juli 2004
Von 
Themis-Athena (from somewhere between California and Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
"Mine eyes have seen the glory of the coming of the Lord. He is trampling out the vintage where the grapes of wrath are stored; He hath loos'd the fateful lightning of His terrible swift sword, His truth is marching on." - Battle Hymn of the Republic.
In 1936, John Steinbeck wrote a series of articles about the migrant workers driven to California from the Midwestern states after losing their homes in the throes of the depression: inclement weather, failed crops, land mortgaged to the hilt and finally taken over by banks and large corporations when credit lines ran dry. Lured by promises of work aplenty, the Midwesterners packed their belongings and trekked westward to the Golden State, only to find themselves facing hunger, inhumane conditions, contempt and exploitation instead. "Dignity is all gone, and spirit has turned to sullen anger before it dies," Steinbeck described the result in one of his 1936 articles, collectively published as "The Harvest Gypsies;" and in another piece ("Starvation Under the Orange Trees," 1938) he asked: "Must the hunger become anger and the anger fury before anything will be done?"
By the time he wrote the latter article, Steinbeck had already published one novel addressing the agricultural laborers' struggle against corporate power ("In Dubious Battle," 1936). Shortly thereafter he began to work on "The Grapes of Wrath," which was published roughly a year later. Although the book would win the Pulitzer Prize (1940) and become a cornerstone foundation of Steinbeck's Literature Nobel Prize (1962), it was sharply criticized upon its release - nowhere more so than in the Midwest - and still counts among the 35 books most frequently banned from American school curricula: A raw, brutally direct, yet incredibly poetic masterpiece of fiction, it continues to touch nerves deeply rooted in modern society's fabric; including and particularly in California, where yesterday's Okies are today's undocumented Mexicans - Chicano labor leader Cesar Chavez especially pointed out how well he could empathize with the Joad family, because he and his fellow workers were now living the same life they once had.
Having fought hard with his publisher to maintain the novel's uncompromising approach throughout, Steinbeck was weary to give the film rights to 20th Century Fox, headed by powerful mogul and, more importantly, known conservative Daryl F. Zanuck. Yet, Zanuck and director John Ford largely stayed true to the novel: There is that sense of desperation in farmer Muley's (John Qualen's) expression as he tells Tom and ex-preacher Casy (Henry Fonda and John Carradine) how the "cats" came and bulldozed down everybody's homes, on behalf of a corporate entity too intangible to truly hold accountable. There is Grandpa Joad (Charley Grapewin), literally clinging to his earth and dying of a stroke (or, more likely, a broken heart) when he is made to leave against his will. There is everybody's brief joy upon first seeing Bakersfield's rich plantations - everybody's except Ma Joad's (Jane Darwell's), that is, who alone knows that Grandma (Zeffie Tilbury) died in her arms before they even started to cross the Californian desert the previous night. There is the privately-run labor camps' utter desolation, complete with violent guards, exploitative wages, lack of food and unsanitary conditions; contrasted with the relative security and more humane conditions of the camps run by the State. And there is Tom's crucial development from a man acting alone to one seeing the benefit of joining efforts in a group, following Casy's example, and his parting promise to Ma that she'll find him everywhere she looks - wherever there is injustice, struggle, and people's joint success. In an overall outstanding cast, which also includes Dorris Bowdon (Rose of Sharon), Eddie Quillan (Rose's boyfriend Connie), Frank Darien (Uncle John) and a brief appearance by Ward Bond as a friendly policeman, Henry Fonda truly shines as Tom; despite his smashing good looks fully metamorphosized into Steinbeck's quick-tempered, lanky, reluctant hero.
Yet, in all its starkness the movie has a more optimistic slant than the novel; due to a structural change which has the Joads moving from bad to acceptable living conditions (instead of vice versa), the toning down of Steinbeck's political references - most importantly, the elimination of a monologue using a land owner's description of "reds" as anybody "that wants thirty cents and hour when we're payin' twenty-five" to show that under the prevalent conditions that definition applies to virtually *every* migrant laborer - and a greater emphasis on Ma Joad's pragmatic, forward-looking way of dealing with their fate; culminating in her closing "we's the people" speech (whose direction, interestingly, Ford, who would have preferred to end the movie with the image of Tom walking up a hill alone in the distance, left to Zanuck himself). Jane Darwell won a much-deserved Academy-Award for her portrayal as Ma; besides John Ford's Best Director award the movie's only winner on Oscar night - none of its other five nominations scored, unfortunately including those in the Best Picture and Best Leading Actor categories, which went to Hitchcock's "Rebecca" and James Stewart ("The Philadelphia Story") instead. Still, despite its critical success - also expressed in a "Best Picture" National Board of Review award - and its marginally optimistic outlook, the movie engendered almost as much controversy as did Steinbeck's book. After the witch hunt setting in not even a decade later, today it stands as one of the last, greatest examples of a movie pulling no punches in the portrayal of society's ailments; a type of film regrettably rare in recent years.
"Ev'rybody might be just one big soul - well it looks that-a way to me. ... Wherever men are fightin' for their rights, that's where I'm gonna be, ma. That's where I'm gonna be." - Woody Guthrie, "The Ballad of Tom Joad."
"The highway is alive tonight, but nobody's kiddin' nobody about where it goes. I'm sittin' down here in the campfire light, with the ghost of old Tom Joad." - Bruce Springsteen, "The Ghost of Tom Joad."
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5.0 von 5 Sternen Prima Verfilmung - Auch wenn das Ende nicht unbedingt mit dem Romanende übereisntimmt., 24. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns (DVD)
Ich hatte die Verfilmung bereits bei der TV-Ausstrahlung vor Jahren auf Video aufgenommen. Leider war die Cassette zwischenzeitlich so stark "abgenudelt", dass ich mich endlich dazu aufraffen musste, diesen Methusalem unter den Literaturverfilmungen käuflich zu erwerben.
Und ich hab's nicht bereut. Die DVD wurde sofort nach Aufreißen der Packung "vernascht" - obwohl ich an betreffendem Abend eigentlich genug andere Sachen zu tun gehabt hätte.
Natürlich darf man sich von dieser Verfilmung kein modernes Action-Kino erwarten. Und selbstverständlich gibt's keine Bonusteile auf der DVD. Aber die Adaption des Romans ist - bis auf den ziemlich schrägen Schlussteil - gut gelungen.
Für Steinbeck Fans oder Freunde des jungen Henry Fonda - ein MUSS!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I'll be all aroun' in the dark.", 28. April 2005
Von 
Themis-Athena (from somewhere between California and Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Grapes Of Wrath [UK Import] (DVD)
"Mine eyes have seen the glory of the coming of the Lord. He is trampling out the vintage where the grapes of wrath are stored; He hath loos'd the fateful lightning of His terrible swift sword, His truth is marching on." - Battle Hymn of the Republic.
In 1936, John Steinbeck wrote a series of articles about the migrant workers driven to California from the Midwestern states after losing their homes in the throes of the depression: inclement weather, failed crops, land mortgaged to the hilt and finally taken over by banks and large corporations when credit lines ran dry. Lured by promises of work aplenty, the Midwesterners packed their belongings and trekked westward to the Golden State, only to find themselves facing hunger, inhumane conditions, contempt and exploitation instead. "Dignity is all gone, and spirit has turned to sullen anger before it dies," Steinbeck described the result in one of his 1936 articles, collectively published as "The Harvest Gypsies;" and in another piece ("Starvation Under the Orange Trees," 1938) he asked: "Must the hunger become anger and the anger fury before anything will be done?"
By the time he wrote the latter article, Steinbeck had already published one novel addressing the agricultural laborers' struggle against corporate power ("In Dubious Battle," 1936). Shortly thereafter he began to work on "The Grapes of Wrath," which was published roughly a year later. Although the book would win the Pulitzer Prize (1940) and become a cornerstone foundation of Steinbeck's Literature Nobel Prize (1962), it was sharply criticized upon its release - nowhere more so than in the Midwest - and still counts among the 35 books most frequently banned from American school curricula: A raw, brutally direct, yet incredibly poetic masterpiece of fiction, it continues to touch nerves deeply rooted in modern society's fabric; including and particularly in California, where yesterday's Okies are today's undocumented Mexicans - Chicano labor leader Cesar Chavez especially pointed out how well he could empathize with the Joad family, because he and his fellow workers were now living the same life they once had.
Having fought hard with his publisher to maintain the novel's uncompromising approach throughout, Steinbeck was weary to give the film rights to 20th Century Fox, headed by powerful mogul and, more importantly, known conservative Daryl F. Zanuck. Yet, Zanuck and director John Ford largely stayed true to the novel: There is that sense of desperation in farmer Muley's (John Qualen's) expression as he tells Tom and ex-preacher Casy (Henry Fonda and John Carradine) how the "cats" came and bulldozed down everybody's homes, on behalf of a corporate entity too intangible to truly hold accountable. There is Grandpa Joad (Charley Grapewin), literally clinging to his earth and dying of a stroke (or, more likely, a broken heart) when he is made to leave against his will. There is everybody's brief joy upon first seeing Bakersfield's rich plantations - everybody's except Ma Joad's (Jane Darwell's), that is, who alone knows that Grandma (Zeffie Tilbury) died in her arms before they even started to cross the Californian desert the previous night. There is the privately-run labor camps' utter desolation, complete with violent guards, exploitative wages, lack of food and unsanitary conditions; contrasted with the relative security and more humane conditions of the camps run by the State. And there is Tom's crucial development from a man acting alone to one seeing the benefit of joining efforts in a group, following Casy's example, and his parting promise to Ma that she'll find him everywhere she looks - wherever there is injustice, struggle, and people's joint success. In an overall outstanding cast, which also includes Dorris Bowdon (Rose of Sharon), Eddie Quillan (Rose's boyfriend Connie), Frank Darien (Uncle John) and a brief appearance by Ward Bond as a friendly policeman, Henry Fonda truly shines as Tom; despite his smashing good looks fully metamorphosized into Steinbeck's quick-tempered, lanky, reluctant hero.
Yet, in all its starkness the movie has a more optimistic slant than the novel; due to a structural change which has the Joads moving from bad to acceptable living conditions (instead of vice versa), the toning down of Steinbeck's political references - most importantly, the elimination of a monologue using a land owner's description of "reds" as anybody "that wants thirty cents and hour when we're payin' twenty-five" to show that under the prevalent conditions that definition applies to virtually *every* migrant laborer - and a greater emphasis on Ma Joad's pragmatic, forward-looking way of dealing with their fate; culminating in her closing "we's the people" speech (whose direction, interestingly, Ford, who would have preferred to end the movie with the image of Tom walking up a hill alone in the distance, left to Zanuck himself). Jane Darwell won a much-deserved Academy-Award for her portrayal as Ma; besides John Ford's Best Director award the movie's only winner on Oscar night - none of its other five nominations scored, unfortunately including those in the Best Picture and Best Leading Actor categories, which went to Hitchcock's "Rebecca" and James Stewart ("The Philadelphia Story") instead. Still, despite its critical success - also expressed in a "Best Picture" National Board of Review award - and its marginally optimistic outlook, the movie engendered almost as much controversy as did Steinbeck's book. After the witch hunt setting in not even a decade later, today it stands as one of the last, greatest examples of a movie pulling no punches in the portrayal of society's ailments; a type of film regrettably rare in recent years.
"Ev'rybody might be just one big soul - well it looks that-a way to me. ... Wherever men are fightin' for their rights, that's where I'm gonna be, ma. That's where I'm gonna be." - Woody Guthrie, "The Ballad of Tom Joad."
"The highway is alive tonight, but nobody's kiddin' nobody about where it goes. I'm sittin' down here in the campfire light, with the ghost of old Tom Joad." - Bruce Springsteen, "The Ghost of Tom Joad."
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Früchte des Zorns
Früchte des Zorns von John Ford (DVD - 2010)
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