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5.0 von 5 Sternen Anthony Mann und Gary Cooper
Anthony Mann,einer der besten Westernregisseure,hat rund zehn hervorragende Westernfilme gedreht,allein fünf mit dem großartigen James Stewart.Seinen besten Western hob er sich für das Jahr 1958 auf:"Der Mann aus dem Westen".Diesmal war Gary Cooper sein Wunschdarsteller für die Hauptrolle und Cooper entäuschte ihn,drei Jahre vor seinem allzu...
Veröffentlicht am 24. Mai 2012 von Raimund Heß

versus
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unerfreuliches Wiedersehen
Das Westernstädtchen Crosscut ist für den etwas in die Jahre gekommenen Link Jones (Gary Cooper) der Ausgangspunkt für eine besondere Geschichte. Eigentlich hat er den Auftrag, für das abgelegene Kaff, in dem er mit seine Familie wohnt, eine Lehrerin zu finden. Mit dem wöchentlichen Zug soll er nach Fort Worth reisen, um eine Lehrkraft anzuwerben;...
Vor 6 Monaten von Matthias Haas veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anthony Mann und Gary Cooper, 24. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen [Blu-ray] (Blu-ray)
Anthony Mann,einer der besten Westernregisseure,hat rund zehn hervorragende Westernfilme gedreht,allein fünf mit dem großartigen James Stewart.Seinen besten Western hob er sich für das Jahr 1958 auf:"Der Mann aus dem Westen".Diesmal war Gary Cooper sein Wunschdarsteller für die Hauptrolle und Cooper entäuschte ihn,drei Jahre vor seinem allzu frühen Tode nicht.Die Darstellung des früheren Outlaws "Link Jones",der vor seiner Vergangenheit flieht und doch wieder von ihr eingeholt wird,gestaltet Gary Cooper brilliant,fast so gut wie in seinem "Oscar"-Film "Zwölf Uhr mittags".Regisseur Mann und Darsteller Cooper-diese Zusammenarbeit war von Erfolg gekrönt!Schön,daß man diesen alten "Edelwestern" jetzt in sehr guter,wenn auch nicht in überragender (wie z.B."Das war der Wilde Westen)Blu-ray Qualität sehen kann.
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Westernklassiker, 20. Februar 2005
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen (DVD)
Ich bin Fan alter Western. Ganz faszinierend fand ich immer die drei Ikonen dieser Filme...Jimmy Stewart, der "good guy", John Wayne, der cholerische Übervater und eben Gary Cooper, der schweigsame, nachdenkliche Einzelgänger.
"Der Mann aus dem Westen" ist gleich nach "High Noon" seine beste Vorstellung in diesem Genre.
Eine Zugfahrt wird unterbrochen - und schon wird der inzwischen bürgerlich gewordene Gary mit seiner Vergangenheit als Bandit konfrontiert. Die ehemalige Bande betritt die Szene. Noch dazu ist eine schöne Frau mit dabei. Herrliche Dramaturgie.
Gute Western zeichnen sich vor allem aber auch durch einen guten Bösewicht aus. Hier ist es Lee J. Cobb, ein unvergessener Darsteller von guten Nebenrollen.
Sicherlich sehr konventionell, das Wechselspiel von Gut von Böse. Aber Gary Cooper ist ein nachdenklicher Held, ein Held mit Ecken und Kanten, mit Schwächen und Stärken.
Auch der Showdown darf nicht fehlen - ist alles dabei, was der Westernfan gerne sieht. Inklusive vorzüglicher Kamera-Arbeit.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Railroaded, 19. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen [Blu-ray] (Blu-ray)
"Man of the West"beginnt mit einem Gemälde. Der Mann des Westens sitzt auf seinem Pferd. Ein Bild wie ein Monument.
Kurze Zeit später besteigt er eine Eisenbahn, ein schnaubendes, kochendes Ungetüm. Erste Rauchzeichen, einer neuen Zeit.
Der Zug wird überfallen. Die Banditen können zwar in die Flucht geschlagen werden, der Held Link Jones jedoch, und ein Man of the East mit dem Namen Sam Beasley und eine Bardame gespielt von Julie London, aber bleiben zurück, während der Zug seine Fahrt fortsetzt und die Banditen mit der Beute fliehen können. "You don't talk?" fragt Billie Ellis, das Bargirl Link Jones. Der Mann des Westens war noch nie ein Mann des Wortes, sondern einer der Tat. Der Easterner Beasley wiederum redet unaufhörlich und benimmt sich wie ein Trottel. Typische Exemplare des stoischen Westerners und des plapperhaften Mannes aus dem Osten.
Link Jones führt die beiden in ein kleines Häuschen, nicht unweit der Stelle, wo sie überfallen wurden. Dort treffen sie auf die Bande, und es stellt sich heraus, daß Link nicht nur einst mit Ihnen ritt, sondern, daß er der Neffe und angenommene Sohn ihres Anführers, dem wahnsinnigen Dock Tobin, ist. Dock ist der Onkel aller Bandenmitglieder und sie sind alle seine Söhne. Vater/Sohn Verhältnisse, ohneFruchtbarkeit, ohne Fortpflanzung (There Will Be Blood [Blu-ray]). Die Bande, die "Men of the West", sie sind keine prokreative Gemeinschaft, und deswegen zum Untergang schon längst verurteilt, bevor die erste Eisenbahn in Good Hope, einfuhr.
Es ist eine maßlose Gesellschaft. Billie Ellis beklagt sich beim alten Saloonbesitzer, daß er der einzige Mann gewesen sei, der sich anständig zu ihr verhalten hätte, alle anderen Männer hätten sich nur an ihr vergangen. Der antwortet, wenn er noch die Kraft dazu hätte, so hätte er sich genauso verhalten, wie alle Anderen. Exzess oder Enthaltsamkeit, sexuelle Gewalt oder Asexualität, das sind die Extreme an denen die Männer des Westens verortet sind.
Link wiederum, gibt Billie vor der Bande, als seine Frau aus, entzieht sich ihr aber trotz ihrer wachsenden Liebe zu ihm. Er hätte eine Frau zu Hause, meint er, aber, ob das wirklich stimmt, erfahren wir nie. In der Hütte setzt ihm einer der Cousins/Brüder das Messer an die Kehle und fordert, daß Billie sich auszieht. An den weiblichen Körper traut er sich nicht heran, er kann nur über Gewaltandrohung dem Mann gegenüber, Billies Demütigung fordern. Später rächt sich Link, und zieht ihn in einer Schlägerei aus, und macht ihn so zur "Frau".
Billie erzählt wiederholt, daß sie seit sie 14 war, von Männern nur misshandelt wurde. Link sei der Erste, der sich ihr gegenüber edel verhalten würde. Aber für die Beiden wird es kein Happy End geben, nicht mal einen Kuss. Der Westerner ist trotz seines Zivilisierungsprozess mit dem wilden Tier, das er einst war, noch nicht fertig. Das Verhältnis zu Billie zeigt, daß es für ihn in Bezug auf sie nur Selbstzüchtigung und Abstinenz gibt. Das wilde Tier darf nicht gefüttert werden. Denn die Decke zwischen Zivilisation und roher Natur ist zu dünn, die rohe, wilde Vergangenheit noch zu nah, der new-born citizen Link noch zu jung.
Zu Beginn, in der Szene mit der Eisenbahn sehen wir Coopers erschreckten Blick. Diesen Blick sehen wir später wieder, z. B. in der Totenstadt, in die er mit Einem von der Bande reingeritten ist. Es scheint, als würde die Welt, die Link um sich herum sieht, für ihn nicht mehr, als die Seine erkennbar sein. Genau in dem Punkt unterscheidet er sich von seinen Brüdern. Sie haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, und Dock Tobin lebt schon längst nur in seiner eigenen Welt.

Anthony Mann gilt neben John Ford und Howard Hawks, sowie Bud Boetticher, als bedeutendster Westernregisseur der klassischen Ära und "Man of the West" als sein finales Westernopus. Die fünf Western-Filme, die er mit Jimmy Stewart zwischen 1950 und 1955 drehte (Winchester '73, Bend of the River, The Naked Spur- Die Nackte Gewalt- Western- James Stewart-EU Import- englische Tonspur, The Far Country, Der Mann aus Laramie) zählen vollkommen zurecht, zu den besten und einflußreichsten ihrer Art. Anders, als bei Ford, sind Manns Western keine Historien-Erzählung, sondern von Anfang an, mythisches Drama. Der aktuelle Zeitbezug, der sich bei einem Film, wie "High Noon" von Zinnemann aufdrängt, ist bei Mann nicht so deutlich zu erkennen. Trotzdem ist es auffällig, daß er mit Stewart einen aggressiven, zu Jähzorn und Rachsucht neigenden Held schuf, der aus dem Kanon der ruhigen, stillen Cowboys herausfällt. In einer Zeit, in der der Western seine produktivste Phase erlebte, den Fünfzigern. Beachtlich dabei ist, daß zur selben Zeit dem Film Noir, düsterer Stadt-Alptraum zur weiten, bunten Heldenerzählung des Westerns, bis Ende des Jahrzehnts, die wildesten Blüten wuchsen, bis mit "Touch of Evil" der Film Noir das Ende seiner klassischen Ära erfuhr. Die Fünfziger können in beiden Stil-und Genrerichtungen, als Jahrzehnt der Paranoia gelesen werden. Mann, der vor seinen Western-Filmen im Film Noir reüssierte, blieb sich selber treu, indem er die Düsternis seiner vierziger Jahre Films Noir in die CinemaScope-Western mit Stewart übertrug. In all diesen Filmen sticht heraus, wie sehr Protagonist und Antagonist miteinander verwandt sind. Entweder sind sie blutsverwandt, wie die Brüder in "Winchester 73", oder die Cousins aus "Man of the West", oder sie ähneln sich in der Art ihrer Besessenheit. So kann es schon mal vorkommen, daß der alte Waggoman aus "The Man from Laramie",, den Fremden aus seinem Traum in der Realität verwechselt und Stewart für den Bösen hält, dabei ist es der fremde, angenommene Sohn, den Arthur Kennedy gibt.
"Man of the West" ist Manns letzter Western gewesen und es ist eine wunderbare Fügung des Schicksals, daß der melancholische Gary Cooper sein Hauptdarsteller wurde, und nicht der etwas temperamentvollere Stewart, mit dem sich Mann vorger zerstritten hatte. Cooper gibt seiner Figur eine Lethargie, die am Schluß des Films, den Gedanken nahe legt, daß auch Links Zeit bald vorbei sein wird, so wie die seiner Brüder. Er, der "Vater"-Mörder, wird entweder, jetzt da die Schatten der Vergangenheit verbannt worden sind, endlich in seiner neuen Heimat Good Hope ein beschauliches Leben führen mit seiner Frau. Oder er wird sich nicht so wirklich zurechtfinden in dieser neuen Welt. Coopers Blick, voller Angst und Unverständnis scheint uns dies zu erzählen.

Mann drehte, das nur, als Ergänzung, neben den Stewart-Western, noch den vielbeachteten "The Furies" nach Dostojewski, "Devil's Doorway" und "The Tin Star". Das sind insgesamt 9 Western. Ein beachtlicher Beitrag.

Wem "Man of the West" gefällt, der sollte natürlich alle anderen Mann-Western schauen. Aber auch Peckinpahs Ride the High Country von 1962. Auch da geht es um alternde Westmänner, die mit den Zeichen der Zeit kämpfen.

ZUR BLU-RAY: hervorragendes Bild. Der Film "erleuchtet" in dieser Ausgabe und es ist ein wahrer Genuss. Als Extra gibt es einen Essay von Jean-Luc Godard, der eine Hymne auf den Film singt. Das ersetzt ein making-of sicherlich, oder so manchen geschwätzigen Off-Kommentar. Kaufen, kaufen, kaufen.
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4.0 von 5 Sternen Guter Western im Cinemascope mit Gary Cooper..., 3. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen (DVD)
Es war sicherlich schwer für Gary Cooper seine grossartigen Western "High Noon" und "Garten des Bösen" zu toppen. Trotz seiner schwerwiegender Erkrankung konnte der Superstar drei Jahre vor seinem Tod einen guten Western abliefern. Ihm gegenüber als Boss einer Gaunerbande spielt Lee J.Cobb ("Der Exorzist") eine grandiose Vorstellung ab,man hat ihm eine graue Perücke gegeben um viel älter auszusehen. Er spielt nämlich hier den Onkel ( !!! ) von Gary Cooper,im realen Leben war Cooper 10 Jahre älter als Cobb!
Die Story ist gut gemischt mit Abwechslungen und einem bleihaltigen Showdown. Er kommt zwar nicht an "High Noon" oder "Garten des Bösen" heran,ist aber trotzdem ein wichtiger Western der 50'er Jahre.

Das Bild der DVD ist für einen knapp 60 Jahre alten Film gut gelungen. Er könnte noch einen Tick schärfer sein,doch man darf sehr zufrieden mit dem Ergebnis sein und die DVD gerne neben den anderen Gary Cooper Western stellen...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiger Western, 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen (DVD)
Einer der besten Western von Anthony Mann und Gary Cooper, der bis in die kleinsten Nebenrollen - Lee J. Cobb sticht besonders heraus - exzellent besetzt ist. Das differenzierte Drehbuch besticht noch heute, der Film ist spannend von der ersten bis zu letzten Minute. Gerade die psychologische Tiefe überzeugt, die Charakterzeichnung ist alles andere als antiquiert. Die eingestellte(n) negativen Rezension(en) ist/sind schier unverständlich.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt !, 5. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen [Blu-ray] (Blu-ray)
"Gary Coopers Gesicht in 'Man Of The West' gehört in das Reich der Mineralogie."
Jean-Luc Godard.

Gary Cooper starb vor 50 Jahren und wurde vor 110 Jahren geboren. Diese Blu Ray seines wohl besten Films ist ein würdiges Andenken.

Zum Film ist das Meiste schon gesagt und ich kann nur wieder auf die hervorragenden Besprechungen in Joe Hembus "Western-Lexikon" oder Jim Kitses "Horizons West" verweisen.

Koch Media zeigt einen von der ersten Minute an wunderbaren Transfer mit samtiger Schärfe und schönem Filmkorn das zum Glück nicht komplett weggefiltert wurde. Nur selten baut die Bildqualität etwas ab.
Natürlich reicht der Transfer nicht an den von "The Searchers" heran, aber das Ausgangsmaterial ist nunmal auch "nur" CinemaScope und nicht VistaVision.

Die Farben sind etwas blass (kein Technicolor) aber das kommt der von Anthony Mann beabsichtigten Grundstimmung des Films vermutlich auch entgegen.

Der Ton ist gut und es existieren deutsche Untertitel, so dass sich keiner die deutsche Synchro zumuten muss.

Leider ist das Bonusmaterial, wie so oft bei Westernveröffentlichungen, dünne.
Die Übersetzung des hochinteressanten Godard Textes im 12-seitigen Booklet wurde offenbar mit Babelfish durchgeführt.

Insgesamt aber macht diese Blu Ray Lust auf weitere HD-Western von Koch-Media.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BluRay, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen [Blu-ray] (Blu-ray)
Kultfiml mit Gary Cooper, der nun auf BluRay vorliegt. Bild ist auf hohem Niveau für diesen alten Schinken und kann wirklich überzeugen. Der Ton weiß trotz der Monospur zu gefallen.
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6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man in the Vest, 8. Oktober 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen [Blu-ray] (Blu-ray)
(Vorsicht, Spoiler!)

Auch wenn der Western den Gebrauch des amerikanischen Englisch nahelegt, so bitte ich das Wort "vest" in der Überschrift doch in dem Sinne zu verstehen, wie es die Untertanen Ihrer Majestät tun - nämlich als "Unterhemd". Denn nicht nur die sinnliche Sängerin wird gezwungen, sich bis auf ihre Unterwäsche zu entblößen - im übertragenden Sinne gilt dies vielmehr für den Helden selbst, den uns Anthony Mann in seinem Meisterwerk "Man of the West" (1958) vorstellt.

In "Man of the West" lassen sich viele für Mann typische Themen, Motive und Stilmittel in ihrer höchsten Vollendung nachweisen. Ausgehend von Will C. Browns Roman "The Border Jumpers" erzählt Mann hier die Geschichte des Kriminellen Link Jones (Gary Cooper), der seinem alten Leben abgeschworen, geheiratet und zwei Kinder in die Welt gesetzt hat. In seiner neuen Gemeinde weiß man um seine Vergangenheit, aber durch harte Arbeit hat er sich das Vertrauen seiner Mitmenschen erworben, und nun haben ihn seine Nachbarn mit ihrem Ersparten losgeschickt, damit er eine Lehrerin für ihr Westernstädtchen anheuere. Doch das Schicksal meint es übel mit Jones, denn der Zug, in dem er sitzt, wird von Banditen überfallen, und zusammen mit der Sängerin Billie Ellis (Julie London) und dem schwatzhaften Spieler Sam Beasley (Arthur O'Connell) findet er sich unvermittelt gestrandet in der Prärie, während der Zug, verfolgt von den Banditen, am Horizont verschwindet.

Aber Jones scheint die Gegend zu kennen, denn zielstrebig führt er Billie und Beasly zu einer versteckt liegenden Hütte inmitten einer idyllischen grünen Senke. Die Einwohner dieser kleinen Hütte entpuppen sich jedoch sofort als die Banditen, die den Zug überfallen haben - und was noch schlimmer ist: Ihr Anführer, ein wahnsinniger alter Mann namens Dock Tobin (Lee J. Cobb), kennt Jones, ist er doch sein Onkel, und erzählt den anderen Banditen in einer Mischung aus Wehmut und Zorn, daß Jones einst mit ihm ritt und mordete, bis er ihn dann schließlich verließ, um ein neues Leben anzufangen. Jones wird schnell klar, daß er Billie und den alten Glücksspieler vom Regen in die Traufe geführt hat, und um ihre Lage nicht noch zu verschlimmern, willigt er widerstrebend ein, bei dem nächsten Coup der Gesetzlosen, einem Überfall auf die Bank des Städtchens Lassoo, mit von der Partie zu sein.

Laut Mann-Expertin Jeanine Basinger hat mit "Man of the West" der Western Anthony Manns seine Vollendung in Form und Inhalt gefunden, und ich denke, es gibt viele Gründe, diesem Urteil zuzustimmen, auch wenn das für den Mann-Western typische Gesicht James Stewarts in diesem Film fehlt, hatten sich Mann und Stewart doch ein Jahr zuvor bei den Dreharbeiten zu "Night Passage", bei denen Mann, entnervt über ein mieses Script, das Handtuch warf, entzweit, was dazu führte, daß sie nie wieder einen gemeinsamen Film drehten.

Doch Gary Cooper gibt als Link Jones einen ebenso bitteren und zornigen Helden ab und liefert dabei eine Vorstellung, die einen über die Tatsache, daß Cooper eigentlich zu alt für diese Filmrolle - er ist sogar älter als Cobb, den er wiederholt "the old man" nennt - ist, hinwegsehen läßt. Wie der typische Mann-Held, so trägt auch Jones ein dunkles Geheimnis mit sich herum, als er zu Beginn des Filmes in die betriebsam und heiter wirkende Westernstadt einreitet. Mann nutzt diese für seine Verhältnisse sehr lange Exposition dazu, geschickt einige Hinweise darauf einzustreuen, daß Jones nicht wirklich eins mit seiner Umgebung ist. So fällt dem Protagonisten, als er den Stallbesitzer bezahlen will, sein Geldbeutel aus der Tasche, und als der Beutel auf den Boden aufschlägt, kann man in der Musik einen leisen Mißton hören. Als er sich rasiert hat und für die Zugfahrt fertig macht, legt er seinen Geldbeutel in seine Reisetasche und placiert seine Waffe auf das Geld. 'Geld - Mißton - Geld - Waffe - hmmm', so rattert es im Gehirn des Zuschauers, der sich bald darauf auch fragt, warum Jones gegenüber dem Sheriff mit einem falschen Namen auftritt.

Dann eine kurze, aber bezeichnende Szene im Zug, der im Western, wie Basinger treffend bemerkt, niemals nur ein Fortbewegungsmittel, sondern immer auch Zeichen für Modernität und Zivilisation ist: Jones hat leichte Probleme damit, sich in die enge Sitzreihe zu zwängen. Dies ist mehr als nur eine weitere Zutat zu der für Mann eher untypischen humorvollen Stimmung, die den Anfang des Filmes begleitet; hier soll angedeutet werden, daß der Mann des Westens sich nicht wirklich in die zivilisierte Gesellschaft integrieren kann, daß ihm sein kultiviertes und friedfertiges Äußeres recht eigentlich nicht paßt. Mit dieser kleinen Szene nimmt Mann zudem die Demaskierung seines Helden vorweg, die in dem Moment, in dem er die Hütte betritt, erfolgen wird - eine Demaskierung, die weiter geht als bei den Stewart-Helden, die Mann seinem Publikum bisher zugemutet hat.

Waren die fünf Stewart-Helden (bis auf Jeff Webster in "The Far Country") meist Personen, deren Rachsucht sie trieb, einem dunklen Teil ihrer Vergangenheit hinterherzuhetzen und dabei jegliche Bindung an ihre Außenwelt zu riskieren, so ist Coopers Jones ein Mann, der zugunsten eines respektablen Lebens mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben glaubt, bis sie ihn - nachdem er seinen Platz im Zug [!] verloren hat - überraschend wiedereinholt. Zudem ist Jones, anders als die Stewart-Helden, ein Mann mit waschechter krimineller Vergangenheit, der selbst Mordtaten auf dem Gewissen hat. Allerdings hat er sich entschlossen, ein ehrliches Leben zu beginnen und sich langsam das Vertrauen der Mitglieder seiner Gemeinde mit dem bezeichnenden Namen Good Hope zu erarbeiten, denen er sein Vorleben nicht verheimlicht hat.

Doch mit dem Eintreten Jones' in die Hütte ändert sich alles. Schon Jones' und seiner Begleiter Herunter[!]steigen des leichten Hangs der Hütte entgegen wird von Mann in Echtzeit gefilmt und mit dunkler Musik untermalt, so daß die Schicksalhaftigkeit dieses Gangs keinem Zweifel unterliegt. Als Jones seinen Begleitern sagt, daß er früher hier gelebt habe, fragt Billie: "When you were a boy?" und bekommt die bedeutungsvolle Antwort: "I don't know what I was." In der Hütte selbst ist es dunkel, und das erste, was man als Zuschauer in der Innenansicht bemerkt, ist eine Hand mit einem Revolver, die sich dem eintretenden Jones entgegenstreckt. Hier regieren Roheit und Gewalt, am besten personifiziert durch den vertierten, mehr oder weniger wahnsinnigen Dock Toban, der mit seinen beiden Neffen Claude (John Dehner) und Coaley (Jack Lord) und einem Stummen sowie einem Dummkopf die Gegend mit seinen Überfällen heimsucht. Hier wird Coaley gleich in den ersten Minuten auf Geheiß seines Onkels ein Mitglied der Bande erschießen, das beim Überfall auf den Zug verletzt wurde. Hier zwingt der junge Outlaw Billie dazu, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden, während er Jones, der sich als Billies Ehemann ausgegeben hat, um sie zu schützen, ein Messer an die Kehle hält.

Jeder, der "Man of the West" gesehen hat, wird diese Hütte wohl gut in Erinnerung behalten, denn sie zeigt uns, wie es im Innern des Manns aus dem Westen aussieht, wie seine Kindheit war. "You changed", warnt den Mann aus dem Westen denn auch der Kleinkriminelle Beasley, "the minute you walked in that hut." Und wirklich läßt das Treffen mit seiner Vergangenheit auch eine dunklere Seite in Jones zutage treten. Seine Neigung zur Gewalt, sein Wunsch, diese Männer zu töten - ein Wunsch, der ihn - das sagt er selbst in tonloser Resignation - zu einem der Ihren werden läßt. Auch der Stewart-Charakter in den Mann-Western neigte zu unkontrollierten Zornesausbrüchen, doch immer nur recht impulsiv und kurz. Coopers Figur hingegen provoziert in einer Szene bewußt den jungen Coaley so lange, bis ein Kampf zwischen beiden Männern entbrennt, in dessen Verlauf Jones Coaley zuerst mühevoll besiegt und dann demütigt, indem er ihm vor allen anderen die Kleidung vom Leibe reißt. Der auf diese Weise Entblößte sieht keine andere Möglichkeit, seine Würde wiederherzustellen, als zur Waffe zu greifen. Übrigens sehen wir in diesem Zusammenhang eine jener Kadrierungen, die typisch für Manns Stil sind, in einem Bild schon eine ganze Geschichte zu erzählen: Nach Coaleys Demütigung sehen wir ihn in der Mitte des Bildes langsam nach rechts vorn kriechen, während links hinten Jones und Tobin miteinander sprechen. Was die beiden nicht bemerken, ist uns nur allzu klar: Coaley kriecht auf seinen Revolver zu. Das unheimlich Starke an dieser Szene, das, was Mann zu einem meiner unangefochtenen Lieblingsregisseure macht, ist die dunkle Symbolik, die dadurch erreicht wird, daß wir das Ganze vom Boden aus durch das Rad eines Planwagens sehen und damit das potentielle Instrument von Pein und Folter sich wie ein Filter zwischen unser Auge und die Figurenkonstellation schiebt. Es gibt noch einige solcher großartigen Szenen in diesem Film, und der Hinweis auf diese eine mag als Ansporn dienen, die anderen für sich selbst zu entdecken.

Jones' unbändiger Zorn und Haß auf Coaley und Tobin und die Tatsache, daß er, um sein anständiges Leben wiederaufnehmen zu können, seine Freunde von damals verraten und sogar töten muß, all dies wird kontrastiert mit Claudes Loyalität gegenüber seinem Onkel, die sich in den einfachsten Worten widerspiegelt: "I watch out for that old man. I love him." Freilich ist Claude ein übler Schurke, aber in dieser Hinsicht eben auch ein Mensch.

Auf die beiden gnadenlosen Shoot-Outs am Ende will ich nicht weiter eingehen - nur so viel: Den einen der Männer sieht Jones mit sichtlichem Bedauern tot vor sich liegen, während er den Tod des anderen mit blinder Rachsucht und Haß im Herzen verursacht, was auch einen ganz bestimmten Grund hat, der durch den Tod einer Mexikanerin in Lassoo und den Schmerz des heimkommenden Ehemanns, dessen Wehklagen Mann aus der offenen Tür ins Freie dringen läßt, dunkel angekündigt wird.

Mit "Man of the West" zieht Mann den Westerner zweifellos bis auf die Unterwäsche aus und zeigt uns all seine inneren Widersprüche und Verwerfungen so deutlich, wie selbst er dies bislang nie getan hatte. Es ist deshalb wohl keine Übertreibung zu sagen, daß an diesem Film - bis auf Coopers Alter - einfach alles stimmt und daß wir hier ein Meisterwerk vor uns haben, an dem kein Westernfreund vorbeikommt.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Western, 1. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen (DVD)
Der Western ist ein Muss für Westernliebhaber!Ein Film mit guter Besetzung(auch in den Nebenrollen)Gary Cooper in einer seiner besten Rollen .Die Qualität der DVD ist gut!-----Ansehen!!
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gary Cooper the Great Westerner, 17. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Der Mann aus dem Westen (DVD)
Psychologische Höhen und Tiefen des wilden Westen grandios aufgezeigt, Motto: ein Mann geht seinen Weg in die Zukunft aus der Vergangenheit heraus.
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Der Mann aus dem Westen
Der Mann aus dem Westen von Anthony Mann (DVD - 2005)
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