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November 1942: Der Krieg läuft gut für das Dritte Reich. Adolf Hitler (Bruno Ganz) stellt die 22-jährige Müncherin Traudl Humps, später Junge (Alexandra Maria Lara), als Sekretärin ein...
April 1945: Die sowjetischen Truppen stehen vor Berlin. Größere Reserven stehen der Wehrmacht nicht zur Verfügung. Sie verteidigen die Stadt und ihren Führer jedoch verbissen gegen die vorrückende Sowjet-Armee. Die ehemaligen Getreuen wie Göhring und Himmler haben Hitler längst verlassen. Sein engster Generalsstab ist jedoch geblieben. Mit im Bunker ist auch Joseph Goebbels (Ulrich Matthes) sowie dessen Frau Magda (Corinna Harfouch) und deren gemeinsame Kinder. Eva Braun (Juliane Köhler).
Hitlers Krankheit bricht langsam hervor. Er zittert immer stärker und beruhigt seinen Generalstab mit grenzenlosen Reserven, über die die Wehrmacht nicht mehr verfügt. Außerdem wird er ständig unberechenbarer. Er pfeift seine Generäle zusammen und bedauert, diese nicht nach dem ersten Weltkrieg sofort umgebracht zu haben. Ferner rastet er aus, wenn er erfährt, dass einige Truppen die Waffen niedergelegt haben. Die Generalität ist ebenfalls nicht einer Meinung: Während ein Teil meint, man solle kapitulieren, denkt der Hauptteil gar nicht daran. Sie wollen nicht erneut "eine Schmach von Versailles, einen Knebelvertrag". Zu frisch sind die Erinnerungen daran. Eher wollen sie sterben. Im Bunker selbst reicht die "Stimmung" von Endzeit zu Unglaubwürdigkeit. Je näher die Russische Armee rückt, desto kritischer wird die Lage. Entweder besaufen sich die Offiziere oder unterhalten sich nebenbei, wie sie sich am besten um die Ecke bringen können. Problematisch ist ferner, dass alle Goebbelskinder ebenfalls im Bunker sind und deren Mutter ist nicht nur linientreu, sondern liebt ihren Führer mehr als ihren eigenen Mann.

In Berlin regiert das Chaos: Die Zivilbevölkerung wehrt sich entweder gegen die Rote Armee in Form der Hitlerjugend oder zieht marodierend durch die Gegend um "Feinde des Führers" zu ermorden. Viele bringen sich auch gegenseitig um...

Alexandra Maria Lara als niedliche, rehäugige und naive Sekretärin, die erst viel zu spät bemerkt, was im Reich so los war, spielt meisterhaft.
Ganz besonders gelobt werden sollte Bruno Ganz in seiner Hauptrolle als Adolf Hitler. Dieser hat sich auf den Film vorbereitet, indem er eine Privataufnahme Hitlers sich anhörte und sich dessen Sprechweise aneignete. Es wäre auch eher unwahrscheinlich gewesen, wenn Hitler ständig so rumgeböllert hätte, wie er es in seinen erschreckenden Reden tat.
Was die vielerorts negativen Kritiken über den Film angeht:
Kritiker werfen dem Film die Vermenschlichung Hitlers vor. Auch wenn er von vielen Seiten als Monster bezeichnet wird, war Hitler lediglich ein Mensch, wahnsinnig, krank. Es ist dann aber "leichter" zu erklären und für viele besser zu verarbeiten, wenn ein Mensch verunmenschlicht wird, als damit klar zu kommen, dass ein Mensch, sei er noch so krank, zu solchen Taten und Gedanken fähig ist.
Dass ein - auch im Film größtenteils negativ dargestellter - Hitler auch seine sympathischen Züge hatte, wie die im Film dargestellte Diktatszene mit Traudl Junge oder als er um seine Hündin trauert und nicht hinsieht, als diese vergiftet wird, wurde von damaligen Zeitgenossen berichtet.
Besonders hervorgehoben werden sollte die Authenzität und dass sich der Zuschauer von dem Schrecken und Surrealität der ganzen Situation selbst ein Bild machen kann, anstatt wie von diversen Dokumentationen eine Wertung vorgesetzt zu bekommen. Bei Dokus von Knopp muss man zwar zugebenermaßen von einem umfassenden Hintergrundwissen ausgehen, doch sind diese zu wertend und dies sollte Geschichte gerade nicht sein.
Auch empfehlenswert ist der Zweiteiler "Hitler", der den Arbeitstitel "Die frühen Jahre" trug und nach Protesten den eher reißerischen Titel "Aufstieg des Bösen" erhalten hatte. Auch dieser Film zeigt die Geschichte objektiv, allerdings natürlich von Anfang an, während hier das Ende gezeigt wird.

Wer meint, in dem Film sollte der Holocaust dargestellt werden, verkennt, dass es sich hierbei um die letzten Tage im Führerbunker handelt und um die letzten Tage Hitlers und seiner Anhänger.
Der Titel ist ebenfalls recht gut gewählt. Er ist nicht wertend, trauert eben nicht dem nationalsozialistischen Reich hinterher, sondern bezeichnet eben die Stimmung, die für die Leute im Führerbunker greifbar nah war. Für sie war es eben der Untergang des deutschen Reiches. Wer sollte zu der Zeit schon wissen, was danach kam?
Täter wie Speer wurden hier auch sympathisch dargestellt. Man muss allerdings auch betrachten, dass es hier um eben die wenigen Tage vor Kriegsende geht. Wer den Zeitraum dazwischen sehen möchte, müsste eine ganze Serie über die Kriegsverläufe und Personen drehen. Hiermit könnte man ganze Videotheken und Bibliotheken füllen, was ja auch geschehen ist. Daher kann man nur diesen Ausschnitt aus dem Leben der Hauptpersonen zeigen.
Wer meint, er müsse trotz der Gewaltszenen auch noch explizit den Tod der Hauptfiguren Hitler und Goebbels sehen, die nicht gezeigt werden, kann ja darin schwelgen, dass wenigstens deren Verbrennung gezeigt wird...
Verwundernswert ist lediglich, dass trotz der Authenzität und der gründlichen Recherche sich Rang- und Uniformfehler sowie die Todesart der Goebbels eingeschlichen haben.

Vorlage war das gleichnamige Werk des renommierten Historikers Joachim Fest und die Erinnerungen Junges. Ob alles letzten Endes wirklich 1 : 1 so abgelaufen ist, kann niemand mehr sagen, da mittlerweile sämtliche Zeitzeugen aus dem Bunker verstorben sind (zum Zeitpunkt der Produktion lebte allerdings der ein oder andere noch). Selbst wenn die Darstellungen von Zeitzeugen widergegeben worden sind, ist in der Regel vieles auch so nur in der Erinnerung abgelaufen. Das muss nicht bedeuten, dass die Zeitzeugen den Ablauf falsch widergeben wollten, da die Erinnerungen oft von der Realität nach langer Zeit divergieren...

Vorliegende DVD beinhaltet nicht nur diverse Specials, die leider recht kurz ausgefallen sind, sondern auch eine längere Version des Kinofilms.
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am 5. Oktober 2010
Zum Film :

Jedes Kind bekommt spätestens im Schulfach Geschichte mit, das Deutschland den zweiten Weltkrieg angefangen hat, jeder weiß irgendwann das sich damals etwas sehr schlimmes und unvergessliches ereignet hat - aber was geschah eigentlich in den letzten Stunden vor Kriegsende in Berlin ? - wer das wissen möchte, der sollte sich "Der Untergang" anschauen und vor allem nicht entgehen lassen !.
Regisseur Oliver Hirschbiegel lies sich scheinbar viel Zeit um seine Schauspieler auszuwählen, denn diese sehen den damaligen "originalen" verblüffend ähnlich, alleine wegen der schau spielerischen Leistung von Bruno Ganz der in dem Film Adolf Hitler spielt, sollte man sich diesen Film anschauen - ich habe wirklich Gänsehaut bekommen !.
Oliver Hirschbiegel achtete wirklich auf jedes kleinste Detail der Geschichte um die letzten Stunden so realistisch wie möglich auf die Leinwand zu bringen und das ist ihm mehr als nur gelungen !.
Ich selbst bin ein Mensch der nicht gerade Fan von deutschen Filmen ist aber Hollywood hätte es auf gar keinen Fall besser gemacht !.
Fazit : ein ganz großer Film der die letzten Stunden des zweiten Weltkrieges schildert, der die Helden aber auch die Schurken dieses dreckigen Krieges durchleuchtet.

Zur Blue Ray :

Ich habe ja jetzt schon viele Filme auf BD aber "Der Untergang" ist bis jetzt meine beste BD !.
Das Bild ist wirklich gestochen scharf und unglaublich klar !, der Sound ist schon fast beängstigend gut abgemischt !, wenn in Berlin die Bomben einschlagen dann denkt man wirklich man ist mitten im Geschehen !, wer im Besitz einer 5.1 Anlage ist wird mir nur Recht geben, ich habe mir den Film mit einem Kumpel angeschaut und auch der war echt sprachlos aber das ist noch lange nicht alles !.
Die BD verfügt über etliches Zusatzmaterial wie z.B. eine virtuelle Führung durch den Bunker, wirklich ALLE Schauspieler werden interviewt, man kann bei den Dreharbeiten zuschauen, ein Professor spricht über den Bunker und und und...
Zu den 160 Minuten Film kommen locker nochmal gefühlte 150 Minuten Zusatzmaterial, so etwas lobe ich mir und würde ich mir auch in Zukunft von weiteren BD's wünschen !.

Hätte ich die Möglichkeit, würde ich diesem Film und der Disc auch 10 Sterne geben, kauft euch den Film und wenn möglich dann auf BR ! - ich hoffe ich konnte mit dieser Rezension helfen !.
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am 18. Januar 2009
In meiner Rezension, die freilich zu spät kommt, um allen voran meinungsbildend zu wirken, möchte ich auf die drei wichtigsten Gründe eingehen, weshalb dieser Film unbedingt zum Kanon einer jeden Heimkinosammlung gehören sollte.

1. Der Untergang ist, wie ein Rezensent vor mir richtig bemerkte, einer der wenigen deutschen Filme, die auch international keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Die Elite deutscher Charakterdarsteller, darunter Größen wie Michael Mendl, Ulrich Noethen und Heino Ferch, gibt sich die Ehre und macht aus einem prägenden Teil unserer Geschichte ein intensives Film-Erlebnis, das nicht nur auf-, sondern auch anzuregen vermag, sich mit der Vergangenheit erneut zu beschäftigen. Das hier ist kein Film, der US-amerikanischen Klischeevorstellungen und Hollywood-Ansprüchen in puncto Spezialeffekte gerecht zu werden versucht.

2. Unbedingt zurückzuweisen ist der Vorwurf, auch Hitlers gefühlvolle Augenblicke zum Inhalt zu machen, sei neonazistische Propaganda. Die Unfähigkeit Linksradikaler, sich mit dem Thema anders als im Schwarz-Weiß-Rhythmus auseinanderzusetzen, wird weder der Wahrheit gerecht, noch fördert sie den Lernprozess, der - gerade das Dritte Reich betreffend - niemals enden sollte.

Hitler war nun einmal nicht nur ein kleiner Schreihals, wie ihn die mehrteilige amerikanische Interpretation des Stoffes "Hitler - Aufstieg des Bösen" darstellt. Er scharrte nicht zuletzt deshalb so viele Menschen verschiedener Klassen und Schichten um sich, weil er ein charismatischer Demagoge war. Tatsachen, die in einem Werk wie diesem zur Sprache gebracht werden dürfen, gar müssen.

Der Untergang vergisst deshalb nicht, Hitlers Irr- und Wahnsinn zu betonen. Die Verbrechen der Nationalsozialisten rücken nicht in den Hintergrund, nur weil Blut-Schlammschlachten - wie in "Der Soldat James Ryan" - und willkürliche Erschießungsarien - wie in "Schindlers Liste" - weitgehend ausbleiben. Ganz im Gegenteil! Schmettern die zuckersüßen Kinder der Goebbels in der einen Szene noch "Kein schöner Land", schlucken sie in der nächsten Kaliumcyanid und sterben. Gegenüberstellungen, die fast karikierenden Charakter haben und ganz zweifellos die Herzlosigkeit der Nazis anprangern.

3. Mich persönlich hat der Film darüber hinaus dazu ermutigt, mich noch einmal intensiv mit dem Thema "Befehlsverweigerung am Ende des Zweiten Weltkrieges" zu beschäftigen. Dabei stolperte ich nicht nur darüber, dass Offiziere wie Fegelein und Schenck, die im Film ausnahmslos menschlich dargestellt werden, tatsächlich rücksichtslose Opfer brachten, sondern auch über die Tatsache, dass nicht jeder hochdekorierte General ein Nazi war. Dass die Zerrissenheit zwischen Pflichtbewusstsein und Menschlichkeit von einem Soldaten eine außergewöhnliche Gratwanderung verlangte, bei der bisweilen nicht nur das eigene Leben auf dem Spiel stand.

Der Untergang ist kein Film für Popcorn und Cola im Pärchensitz, aber lebendig gewordene Geschichte, die diskutiert werden möchte, wenn auch auf eine moderne und nicht auf die indoktrinierende Art und Weise des kommunistisch-sozialistischen DDR-Lehrplans. Für erwachsene Menschen keine Herausforderung, sondern eine willkommene Gelegenheit ...
22 Kommentare13 von 16 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Januar 2005
Erst einmal zu Kritikstimmen, dass Holocaust und andere Wehrmachtsverberechen nicht angesprochen werden, dagegen nur Deutsche als opfer gezeigt werden: Der Holocaust ist nicht das zentrale Thema dieses Films! Und es werden "nur" Deutsche als Opfer gezeigt, weil es sich hier um die letzten Kriegstage in und um Berlin handelt!
Es wird auf alle Fälle im Abspann angesprochen, um dem Film im Nachhinein eine Erklärung zu geben und die Gesamtheit des Terrors des 2. Weltkrieges Auskunft zu geben.
Ebenso werden Ausschnitte des Originalinterviews mit Traudl Junge im Abspann gezeigt, die deutlich machen, dass auch sie mit der Zeit ihre Rolle damals stark in Frage stellte, ihr Handeln!
Das Thema des Filmes sind die letzten Kriegastage mit Schwerpunkt der Situation im Führerbunker und die letzten Tage von Adolf Hitler.
Die Darsteller sind allesamt gut ausgewählt, mag auch Diana Köhlers Darstellung der Eva Braun ein wenig übertrieben aufgedreht wirken. Traudl Junge, Josef & Magda Goebbels, Albert Speer usw werden hier nicht nur gespielt, sondern verkörpert.
Bruno Ganz gibt einen erschreckend realistischen Adolf Hitler ab, wie von Geschichtssendungen berichtet. Ob es nun eine wirkliche 100%ige Darstellung Hitlers ist, darüber kann man herovrragend streiten, meiner Meinung nach, ist sie hervorragend gelungen. Jedenfalls ist es die längste und eindringlichste Darstellung Hitlers in einem Film seit Jahren überhaupt.
Corinna Harfouch als Magda Goebbels gibt eine Glanzrolle des eiskalten Engels, die nur kurz vor dem Suizid ihres "gelibeten Führers" einen Emotionsausbruch erleidet! Nachherbringt sie, ohne Anzeichen von Gefühlen ihre Kinder um! Das Sterben aller sechs Kinder in Großaufnahme zu zeigen mag man als gescmacklos empfinden, es ist vielleicht aber auch nur der einzige wirkungsvolle Weg, den pervertierten Fanatismus dieser Ideologie zu zeigen, derer sie zum Opfer fielen!
Die Atmosphäre ist beklemmend, die Enge des Bunkers, das ständige Trommeln der Artillerie, welches fast nie verstummt, wird unterstrichen durch Bilder von kämpfenden Soldaten, marodierenden SS-Schergen und hilfloser Zivilbevölkerung, die z.B. an einer Wasserpumpe zu Opfern des Bombardements werden. Sie geben ein Abbild der Situation in der Stadt in den letzten Kriegstagen von 1945. Oder von notdürftigen Bein-Amputationen ( bei vollem Bewusstsein )oder von schwerstverletzten Soldaten.
Mag dies auch den Eindruck der Hervorhebung deutschte Opfer erwecken: es gab nun mal auch Opfer unter den Deutschen, nichts mehr und nicht weniger wird deutlich gemacht!
Lernt man viel Neues über Hitler? Deise Frage kann sicherlich mit einem klaren NEIN! beantwortet werden. Es gibt keien neue Fakten, kaum neue Hintergründe, aber auch dies war sicher nicht die Intension dieses Filmes. Vielmehr galt es sicherlich, dem Geschehen, welches in Geschichtsbüchern nur sachlich und nüchtern abgehandelt wird, Leben einzuhauchen. Hat man doch immer das Gefühl, Hitler sei ein menschenfremdes Monster, wird hier gezeigt, dass Hitler ein Mensch mit Emotionen war, dass alle schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, Genozide und Holocaust durch Menschen mit Emotionen verübt wurden, was man immer gern beiseite schiebt! Mutig, Adolf Hitler mit Tränen zu zeigen, teilweise wie gebrochen, fast mitleidserregend, wenn man nicht um die Motivation weiss. Dies ist vor allem Bruno Ganz zu verdanken, dies alles ohne übertriebenen Pathos zu verkörpern, halt menschlich, nicht karrikativ.
Der Schauspielerstab besteht glücklicherweise nicht nur aus den ewig bekannten Gesichtern der deutschen Schauspielerzunft, man griff auf Personen aus Kino, aber auch TV zurück, weniger bekannt, vom Können jedoch so manches deutsches Kinogesicht auf die Plätze verweisen.
Kein einfacher Film als PopCorn-Kino und sicherlich ein Film der sich dramaturgisch und spielerisch in die Reihe bekannter und erschreckender 2. Weltkriegsfilme einreihen kann
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am 25. Januar 2009
Da in inhaltlicher Hinsicht bereits alles zu diesem Film geschrieben und gesagt worden ist, möchte ich mich hier auf technische Details beschränken.
Der Film liegt auf dieser Blu-ray in seiner Kinofassung und nicht in der verlängerten TV-Fassung vor, die von Amazon weiter oben zitierte Rezension bezieht sich jedoch auf diese, so dass hier ein falscher Eindruck entstehen kann. Bei dem zugrunde liegenden Master handelt es sich um originäres HDTV-Material, dennoch muss man hier eindeutige Abstriche machen, weil das Bild insbesondere in dunklen Bereichen extrem körnig ist. Dies fällt hauptsächlich dann auf, wenn man den Film in Full HD wiedergibt. Die Wiedergabe auf einem HD-ready Bildschirm in 720p deckt hier einiges gnädig zu.
Der Ton liegt in Dolby Digital 5.1 in deutscher Sprache vor, wobei die Dynamik und der Raumklang bereits technisch bedingt die TV-Fassung, die nur in Dolby digital 2.0 veröffentlicht wurde, übertreffen. Jedoch kommt diese 5.1 Tonspur nicht an die DTS-Version der deutschen Standard DVD heran, die hier deutlich wuchtiger klingt.
Größter Kritikpunkt aus deutscher Sicht ist für mich aber die Tatsache, dass die englischen Untertitel, über die diese Blu-ray-Version verfügt, fest in das Master integriert sind und daher NICHT ausgeblendet werden können. Einem deutschen Interessenten an einer HD-Version des Films möchte ich daher raten, auf eine hiesige Veröffentlichung zu warten.
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am 8. April 2006
Der Medienrummel um diesen Film war sicherlich bedeutender als sein Inhalt. Ob es tragbar ist, die menschliche Seite Hitlers und seiner Schergen zu zeigen, sei jedem selbst überlassen. Ob die Deutschen von den Übergriffen wussten oder nur nichts wissen wollten, müssen ebenfalls die Zeitzeugen mit ihrem eigenen Gewissen diskutieren.
Also was bedeutet dieser Film für uns, die noch nie einen Krieg bewusst erlebt haben? NICHTS - denn es ist absolut unvostellbar, als Betroffener in einer zerbombten Stadt zu sitzen und auf das Eintreffen des Todfeindes zu warten. Selbst in meinen wildesten Alpträumen ist ein solches Szenario nicht realistisch - und ich wünsche, diese Erfahrung auch nie zu machen! Ob die filmischen Göbbels, Hitlers, etc. ihren Originalen entsprechen, ist doch irrelevant - der Hauptinhalt des Films ist doch für mich die Darstellung einer Zeit, die man selbst nie erleben möchte, und das ist dem Regisseur gelungen. Meines Erachtens ist DER UNTERGANG ein Muss, ob man gut oder schlecht urteilt, ist jedem überlassen.
Technisch und spannungsmäßig grandios umgesetzt, und zarte Gemüter werden die Sterbeszenen der Göbbels-Kinder auch nur schwer verdauen, wenn auch dabei die übrigen Greueltaten, die man sieht, eher beiläufig am Rande vorkommen. Anfänglich ist man als Unbedarfter mit den Hintergründen der historischen Personen überfordert, ein 2. Mal ansehen hilft hier.
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am 28. September 2005
Die 3 Stunden Version von "Der Untergang" bietet viele interessante Details und Ergänzungen die in der Kinoversion leider "der Schere" zum Opfer gefallen sind. So werden bestimmte Ereignisse näher erläutert oder Personen deferenzierter eingeführt bzw. dargestellt.
Der historischen Genauigkeit dieses Film ist das sehr zuträglich und verbessert den ohnehin sehr guten Film nocheinmal stark.
Ich als Geschichtsstudent mit Schwerpunkt "Drittes Reich" bin sehr froh endlich in den Genuß dieser Version zu kommen denn nach der Lektüre von "Bis zur letzten Stunde" (Junge, Traudel) und "Hitler - Eine Bilanz" (Fest, Joachim) erkennt man schnell, dass viele Details und Hinführungen im Film stark gekürzt bzw. gerafft wurden.
Einziger Wehrmutstropfen dieser DVD: Anders als die Kinoversion bietet diese DVD kein DD 5.1 sondern lediglich das veraltete Dolby Surround-Format. Laut Hersteller liegt dies daran, dass keine 5.1-Abmischung existiert jedoch bin ich - und viele andere DVD-Fans - der Meinung dass dies kein echtes Argument ist, da andere Produktionen (z.B. "Das Boot - Directors Cut") sehr eindrucksvoll beweisen, dass eine qualitativ hochwertige Neuabmischung durchaus möglich und lohnenswert ist!
Von daher (leider nur) 4 Punkte!
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am 26. Februar 2005
Ein wirklich gut produzierter Film. Mit dem (für deutsche Verhältnisse hohen-; für amerikanische Verhältnisse niedrigen-) Budget gelang es den Produzenten einen bildgewaltigen Kinofilm zu produzieren. Relativ wertungsfrei schildert der Film die letzten Tage im Führerbunker; Hitler wird dabei weniger als Monster, sondern vielmehr als debiler, von Krankheit und Wahnsinn gezeichneter, Mann, dargestellt. Die Schauspieler leisten alle gute Arbeit und kommen den historischen Vorbildern meines Erachtens ziemlich nahe. Gut sichtbar wird dies auch an der "echten" Traudl Junge, die in der kurzen Dokumentations-Sequenz ähnlich naiv und blauäugig erscheint, wie Alexandra Maria Lara im Film. Die Besetzung geht quer durch die deutsche Schauspieler-Elite; die Musik ist eher zurückhaltend, die bewegendsten Klänge (als Eva Braun ihren Abschiedsbrief schreibt und die Kamera Straßenszenen in Berlin einfängt) stammen dabei allerdings nicht vom Komponisten, sondern aus der Oper „Dido und Aeneas" (von Henry Purcell).
Auch, oder gerade weil, der Film auf einen erhobenen Zeigefinger verzichtet bleibt genug Raum für Diskussionen mit anderen Kinogängern - über das Kapitel deutscher Geschichte das durch vielfache Wiederholung in Schule, Medien und Politik wohl den meisten Bürgern am geläufigsten sein dürfte. Natürlich spielt der Film mit den Emotionen der Zuschauer, natürlich wurde vieles aus Gründen der Dramaturgie hinzugefügt oder weggelassen und natürlich soll mit diesem Film Geld verdient werden - aber dennoch ist ein Kinobesuch von "Der Untergang" äußerst lohnenswert. Nicht nur um die hervorragende Produktionsarbeit zu würdigen, sondern auch um sich einen Teil der deutschen Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen. Denn Geschehnisse der Vergangenheit lassen sich leider nur zu häufig auf Ereignisse der Gegenwart übertragen ...
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am 11. April 2006
Der "Untergang" hätte mit Sicherheit den Nazis, wenn man das überhaupt so verallgemeinern kann, nicht gefallen. Es ist nichts Verherrlichendes zu entdecken, auch wirkt Hitler absolut nicht "onkelhaft"! Eher im Gegenteil - seine sinnlosen Befehle, die wahnwitzigen Wutausbrüche, diese krankhaft anmutende Identifikation mit Friedrich dem Großen, all das zeigt eher, wie verückt, wie größenwahnsinnig dieser Mann war. Die Tatsache, daß er sich als sehr tierlieb zeigt, bedeutet ebenfalls keine "verkappte Menschlichkeit" - ist der Hund doch wie er selber: scharfzähnig, brutal, unberechenbar. Daß er einen Hund als treusten Gefährten wählt, zeugt zudem doch auch von seiner Unfähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu halten. Er kann nur befehlen - er ist immer "der Führer", selbst was seine Frau angeht!
Meiner Auffassung nach ist auch Alexandra Maria Lara keine Fehlbesetzung. Sie verkörpert die "unschuldig"-dümmliche Münchnerin, die nicht begriffen hat, worum es geht. Identifizieren sollte man sich mit diesem Charakter überhaupt gar nicht, doch sollte auch sie nicht verurteilt werden. Sie hat mit 22 Jahren diese Entscheidung getroffen, was auch immer sie dazu bewogen haben mag. Niemand, der nicht selber diese Zeiten erlebt hat, sollte sich ein Urteil darüber erlauben.
Für mich ist dieser Film ein großes Werk, ein Schritt in die richtigen Richtung, ein Schritt zu einem Geschichtsbewußtsein, das auch die Betrachtung der deutschen Seite erlaubt und nicht nur durch die amerikanische Brille urteilt. Die Welt läßt sich nun mal leider nicht in Gut und Böse einteilen.
Der Zuschauer ist aber auf jeden Fall dazu aufgerufen, sich kritisch mit der Thematik und der Darstellung der Personen auseinanderzusetzen - ein Mörder wird doch nicht zu einem guten Menschen, einem "Onkel", nur weil er seinen Hund liebt, sich nach dem Essen bei der Köchin bedankt und nett zu seiner Sekretärin ist. Dr Mengele (der "Todesengel" von Auschwitz)war Ehemann und Vater und beschenke seine Frau mit Handschuhen und Lampenschirmen gefertigt aus Haut ermordeter KZ-Häftlinge.
Ein Film soll nicht einfach nur konsumiert werden, sondern erfordert auch geistige Aktivität des Zuschauers - und ist diese vorhanden, so kann niemals gesagt werden, daß der "Untergang" verherrlichend ist und "den Nazis gefallen würde".
Daß der kleine Hitlerjunge den russischen Soldaten erschießt, zeigt ebenfalls, wie weit der Kleine die Ideologie, die er von Kindesbeinen an gelernt hat, verinnerlicht hat. Er tötet einen Menschen, der ihn leben ließ. Ich weiß wirklich nicht, was daran "nazifreundlich" sein kann...
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am 8. Dezember 2006
Ich denke so kann man die Hauptaussage des Films zusammenfassen.

Das ist es, was uns Hirschbiegel's Film zu sagen versucht.

Denn selbst Adolf Hiler und seine engsten Vertrauten, selbst die Drahtzieher des vielleicht größten Verbrechens der Geschichte, sie waren Menschen. Mit Ecken und Kanten, mit sympathischen Zügen, mit Fehlern und Ängsten.

Und das ist genau der Punkt, an dem sich die Geister in diesem Fall scheiden. Weiss der Teifel warum, denn es ist ja auch einfach nur ehrlich.

Und darin liegt die Stärke von DER UNTERGANG: Der Film ist einfach eines der ehrlichsten, gleichzeitig aber auch schonungslosesten Portraits des Führers und seiner Gefolgschaft. Unbeschönigt, aber auch zu keinem Zeitpunkt dämonisierend schildert der Film die letzten Tage Hitler's im Führerbunker und die letzten Schlachten der deutschen Truppen vor der Einnahme Berlins dar.

Dabei gelingt Hirschbiegel das, was andere "Hitler-Filme" größtenteils so lächerlich macht: In DER UNTERGANG wird Hitler in keiner Sekunde dämonisiert, nicht als Teufel in Person dargestellt. Zwar lässt der Film keinen Zweifel daran, dass er psychisch absolut labil und größenwahnsinnig war, doch zeigt er genauso den Menschen hinter Adolf Hitler. Der nett zu seiner Sekretärin ist, der sich sorgt und liebevoll mit seinem Schäferhund umgeht.

Vielleicht ist genau dieser Aspekt für allzu simple Gemüter der Gefährliche, denn der Film macht es Deppen oft recht leicht, Hitler sympathisch zu finden. Also vorsicht, wem ihr den Film empfehlt....

Die aussergewöhnliche Qualität des Films rührt zum größten Teil von den hervorragenden Schauspielern, Bruno Ganz spielt die gut recherchierte Figur des Führers mit unglaublicher Präzision und Intensität. Er kann einem allein durch sein Spiel schon mal einen Schauer über den Rücken jagen.

Doch auch die anderen Darsteller, Alexandra Maria Lara als Traudl Junge, Heino Ferch als Albert Speer, Thomas Kretschmann als SS-Gruppenführer und besonders Corinna Harfouch als Magda Goebbels, liefern allesamt großartige Leistungen ab.

Hirschbiegel's Inszenierung ist beeindruckend, wer hätte das dem ehemaligen TV-Serien-Regisseur zugetraut? Doch bereits sein erster Kinofilm DAS EXPERIMENT überzeugte Kritiker und Studios von seinen Fähigkeiten.

Man muss sich mit DER UNTERGANG natürlich kritisch auseinanderstzen, das ist klar. Der Fim setzt Intelligenz voraus, er ist eben alles andere als Popcorn-Kino.

Im Gegenteil. Er ist eines der ehrlichsten und mahnendsten Portraits der Geschehnisse im Dritten Reich und wird auch in ferner Zukunft noch immer als Meisterwerk gefeiert werden.

Auf imdb.com, der Internet Movie Database, der größten Film-Seite der Welt, rangierte DER UNTERGANG zeitweise auf der "Best of all time"-Liste vor APOCALYPSE NOW oder DER PIANIST. Noch immer ist er unter den Top 100.

Weil er ein Meisterwerk ist.
0Kommentar19 von 24 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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