21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schockieren realistisch
Erst einmal zu Kritikstimmen, dass Holocaust und andere Wehrmachtsverberechen nicht angesprochen werden, dagegen nur Deutsche als opfer gezeigt werden: Der Holocaust ist nicht das zentrale Thema dieses Films! Und es werden "nur" Deutsche als Opfer gezeigt, weil es sich hier um die letzten Kriegstage in und um Berlin handelt! Es wird auf alle Fälle im Abspann...
32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Guter Film - Schlechte DVD
Über den Film braucht man keine Worte zu verlieren, eine ganz ausgezeichnete, historisch korrekte Darstellung der letzten zehn Tage im Führerbunker mit einem in einem brillianten Ensemble über sich hinauswachsenden Bruno Ganz. Dem Film gelingt es in beeindruckender Weise, die apokalyptische Atmosphäre dieser "letzten Tage" authentisch wiederzugeben. Pauschallob...
Erst einmal zu Kritikstimmen, dass Holocaust und andere Wehrmachtsverberechen nicht angesprochen werden, dagegen nur Deutsche als opfer gezeigt werden: Der Holocaust ist nicht das zentrale Thema dieses Films! Und es werden "nur" Deutsche als Opfer gezeigt, weil es sich hier um die letzten Kriegstage in und um Berlin handelt! Es wird auf alle Fälle im Abspann angesprochen, um dem Film im Nachhinein eine Erklärung zu geben und die Gesamtheit des Terrors des 2. Weltkrieges Auskunft zu geben. Ebenso werden Ausschnitte des Originalinterviews mit Traudl Junge im Abspann gezeigt, die deutlich machen, dass auch sie mit der Zeit ihre Rolle damals stark in Frage stellte, ihr Handeln!
Das Thema des Filmes sind die letzten Kriegastage mit Schwerpunkt der Situation im Führerbunker und die letzten Tage von Adolf Hitler.
Die Darsteller sind allesamt gut ausgewählt, mag auch Diana Köhlers Darstellung der Eva Braun ein wenig übertrieben aufgedreht wirken. Traudl Junge, Josef & Magda Goebbels, Albert Speer usw werden hier nicht nur gespielt, sondern verkörpert. Bruno Ganz gibt einen erschreckend realistischen Adolf Hitler ab, wie von Geschichtssendungen berichtet. Ob es nun eine wirkliche 100%ige Darstellung Hitlers ist, darüber kann man herovrragend streiten, meiner Meinung nach, ist sie hervorragend gelungen. Jedenfalls ist es die längste und eindringlichste Darstellung Hitlers in einem Film seit Jahren überhaupt. Corinna Harfouch als Magda Goebbels gibt eine Glanzrolle des eiskalten Engels, die nur kurz vor dem Suizid ihres "gelibeten Führers" einen Emotionsausbruch erleidet! Nachherbringt sie, ohne Anzeichen von Gefühlen ihre Kinder um! Das Sterben aller sechs Kinder in Großaufnahme zu zeigen mag man als gescmacklos empfinden, es ist vielleicht aber auch nur der einzige wirkungsvolle Weg, den pervertierten Fanatismus dieser Ideologie zu zeigen, derer sie zum Opfer fielen!
Die Atmosphäre ist beklemmend, die Enge des Bunkers, das ständige Trommeln der Artillerie, welches fast nie verstummt, wird unterstrichen durch Bilder von kämpfenden Soldaten, marodierenden SS-Schergen und hilfloser Zivilbevölkerung, die z.B. an einer Wasserpumpe zu Opfern des Bombardements werden. Sie geben ein Abbild der Situation in der Stadt in den letzten Kriegstagen von 1945. Oder von notdürftigen Bein-Amputationen ( bei vollem Bewusstsein )oder von schwerstverletzten Soldaten. Mag dies auch den Eindruck der Hervorhebung deutschte Opfer erwecken: es gab nun mal auch Opfer unter den Deutschen, nichts mehr und nicht weniger wird deutlich gemacht!
Lernt man viel Neues über Hitler? Deise Frage kann sicherlich mit einem klaren NEIN! beantwortet werden. Es gibt keien neue Fakten, kaum neue Hintergründe, aber auch dies war sicher nicht die Intension dieses Filmes. Vielmehr galt es sicherlich, dem Geschehen, welches in Geschichtsbüchern nur sachlich und nüchtern abgehandelt wird, Leben einzuhauchen. Hat man doch immer das Gefühl, Hitler sei ein menschenfremdes Monster, wird hier gezeigt, dass Hitler ein Mensch mit Emotionen war, dass alle schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, Genozide und Holocaust durch Menschen mit Emotionen verübt wurden, was man immer gern beiseite schiebt! Mutig, Adolf Hitler mit Tränen zu zeigen, teilweise wie gebrochen, fast mitleidserregend, wenn man nicht um die Motivation weiss. Dies ist vor allem Bruno Ganz zu verdanken, dies alles ohne übertriebenen Pathos zu verkörpern, halt menschlich, nicht karrikativ.
Der Schauspielerstab besteht glücklicherweise nicht nur aus den ewig bekannten Gesichtern der deutschen Schauspielerzunft, man griff auf Personen aus Kino, aber auch TV zurück, weniger bekannt, vom Können jedoch so manches deutsches Kinogesicht auf die Plätze verweisen.
Kein einfacher Film als PopCorn-Kino und sicherlich ein Film der sich dramaturgisch und spielerisch in die Reihe bekannter und erschreckender 2. Weltkriegsfilme einreihen kann
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Nach dem nunmehr dritten Kinobesuch möchte ich auch gerne einige Eindrücke zum Besten geben und diesen Film rezensieren: "Der Untergang", dessen Regisseur Oliver Hirschbiegel im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen ist - alles redet nur über Eichinger und Bruno Ganz, - ist ein in höchstem Maße beeindruckender Film. Er enthält Szenen, die - völlig ohne Worte - unglaublich dicht dargestellt und sehr bewegend sind. Die gewaltige Bunkeranlage mit ihrem Tunnelsystem bietet viel Atmosphäre, während in den Außenszenen der Häuserkampf von Berlin tobt. Doch Kampfszenen sind auf ein Minimum zurückgefahren, wichtigster Bestandteil des Films sind die unglaublichen schauspielerischen Leistungen; zwar wird Bruno Ganz es womöglich mit einer Oscarnominierung schwer haben, aber verdient hätte es diese Leistung auf jeden Fall!! Er zeigt Hitler als Menschen, ja, aber dieser Mensch bleibt einem unentwegt fremd: Das dramatische Verlusterlebnis, das es immer beim Tod von Hauptfiguren gibt, setzt in seinem Fall nicht ein! Und dennoch spielt Ganz sich in Hitlers cholerischen Wutausbrüchen wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Daneben spielt die 25-jährige Alexandra Maria Lara einen entscheidenden Part, nämlich Traudl Hums (die spätere Traudl Junge), Hitlers Sekretärin: Durch ihre Augen nehmen wir ihre Sorgen, die Wirren, die letzte Hoffnung, die Faszination Hitlers, aber auch ihren Überlebenswillen wahr. Corinna Harfouch in der Rolle der Magda Goebbels spielt sensationell; sie redet nur wenige Worte, vermittelt aber eine eisige erhabene Kälte, eine ganz beeindruckende Präsenz vor der Kamera. Es ist allerdings fast schon unfair, nur diese Rollen hervorzuheben - alle, wirklich alle spielen ausgesprochen gut und eindringlich; ein in jeder Hinsicht erstklassiges Ensemble!!!! Der Film selbst basiert auf Joachim Fests Buch "der Untergang", das die letzten Tage des Regimes beschriebt, sowie Traudl Junges Lebensbericht "Bis zur letzten Stunde". Allerdings hat Bernd Eichinger ein fantastisches Drehbuch daraus gemacht und mit Hirschbiegel einen Regisseur verpflichtet, der ein gutes Gefühl für dunkele "Kelleratmosphäre" hat, was er in "das Experiment" bewiesen hatte. Die in einigen Fällen nicht allzu positive Kritik an diesem Film erscheint völlig unverständlich, man fragt sich, ob diese Stimmen den Film tatsächlich in voller Länge gesehen hatten, ich möchte es bezweifeln. Der grausame Nihilismus der feigen Naziführung ist allerbestens dargestellt. Die Schauspieler füllen die Rollen mit Leben, sie werden dennoch nicht greifbar und bleiben einem in ihrer Grausamkeit (Hitler), in ihrer Kälte (Magda Goebbels), in ihrem Wahn (Joseph Goebbels) und in ihrer Verblendung (Eva Braun) doch sehr fremd. Trotz aller unermesslicher Schandtaten waren dies Menschen und man darf der Geschichtsaufarbeitung Eichingers dankbar sein, dass ihm ein Maß an Psychologie gelungen ist und der Film in kein Schwarzweißgemälde verfällt. Endlich mal wieder ein wirklich hervorragender DEUTSCHER Film, endlich ein Beitrag aus diesem Land zu seiner eigenen Geschichte, der in guten Einblick in die Führungsriege erlaubt. Es ist schön zu wissen, dass auch in Deutschland noch große Filme gemacht werden können.
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Über den Film braucht man keine Worte zu verlieren, eine ganz ausgezeichnete, historisch korrekte Darstellung der letzten zehn Tage im Führerbunker mit einem in einem brillianten Ensemble über sich hinauswachsenden Bruno Ganz. Dem Film gelingt es in beeindruckender Weise, die apokalyptische Atmosphäre dieser "letzten Tage" authentisch wiederzugeben. Pauschallob dafür an Regie, Kamera, Musik und Produktionsdesign.
Jetzt zur Downside, und das ist die Bild- und Tonqualität dieser Extended Edition DVD, die weit unter der der DVD mit der Originalkinofassung liegt. Die Extended Version DVD entspricht nicht annähernd dem Qualitätsniveau, das von DVD Veröffentlichungen neuer Filme erwartet werden kann. Das Bild ist durchgehend verrauscht, was vor allem bei dunklen Szenen ausgesprochen störend wirkt. Man hat hier offensichtlich die ARD Abtastung fürs Fernsehen 1:1 übernommen anstatt die neueingefügten Szenen auf ähnlich hohem Niveau zu mastern, wie die ursprüngliche Kinofassung. Der Ton ist ebenfalls auf Fernsehniveau im schlechtesten Sinn. Das liegt nicht nur am Format (Dolby Digital 2.0 anstatt DD 5.1. bzw dts 5.1). Man kann auch mit Stereosurround einen sehr guten Ton machen, da gibt es viele Beispiele dafür. Hier ist der Ton wie tot, das liegt in erster Linie an der Abmischung und nicht am Format.
Ich habe beide Versionen auf DVD und es tut mir auch nicht leid, dass ich zusätzlich zur Originalfassung auch noch die Langfassung gekauft habe. Allerdings sei Leuten, die das Geld nur einmal ausgeben wollen und die auf Bild-und Tonqualität wert legen, die DVD mit der Kinofassung ans Herz gelegt, zumal die zusätzlichen Szenen den Film nicht wirklich aufwerten, teilweise stören sie sogar das Pacing des Films, etwa die Szene mit den Rotarmistinnen. Die DVD mit der Originalfassung bietet exzellente Bild- und Tonqualität und auch bei den Extras braucht die 2-Disk Ausgabe den Vergleich mit der 3-Disk Extended Version nicht zu scheuen.
Fazit: Dem Käufer sei die Kinofassung empfohlen
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Mir stellte sich spontan die Frage: Kann man Hitler überhaupt verfilmen? Ist es möglich, diese Bestie in Menschengestalt glaubhaft zu spielen? Ein begründete Frage, wegen der Hitler in bisherigen filmischen Auftritten meist nur kurz oder von hinten zu sehen war. Ich persönlich habe es bisher nur sehr selten erlebt, dass ein Schauspieler derartig mit seiner Rolle verschmolz, dass ich nur noch die Figur und nicht mehr den Schauspieler sah. Was Bruno Ganz hier jedoch abliefert, raubt einem schier den Atem und stellt die Leistungen seiner Kollegen um Längen in den Schatten. Sein Hitler ist in Punkto Aussehen, Verhalten und Sprechweise nicht mehr vom seinem Vorbild zu unterscheiden. Wenn man es sich nicht ständig vor Augen halten würde, man könnte glatt vergessen, dass es sich um einen Schauspieler handelt. Kein Wunder, dass Ganz die Dreharbeiten zwischendurch abbrechen wollte, da die notwendige Identifikation mit der Rolle, soweit das in diesem Zusammenhang überhaupt möglich ist, für ihn zu stark geworden war: Man kann niemanden spielen, den man nur hasst. Dennoch, trotz der grenzenlosen Nähe durch das „Was", die hier auf diese Weise gegeben ist, besteht weiterhin eine grenzenlose Distanz zu Hitler, denn das „Warum" kann auch Ganz nicht beantworten.
Einige werden dem Film ankreiden, er lasse zu viele zu wichtige Dinge aus, z.B. die Judenvernichtung werde völlig außen vor gelassen. Doch genau das will der Untergang nicht sein, ein weiterer Film, der das Leiden der Opfer zeigt. Trotzdem gibt es zumindest eine Anspielung: Wenn Magda Goebbels (unbeirrbar fanatisch gespielt von Corinna Harfouch) kaltblütig Mord an ihren sechs unschuldigen Kindern begeht, weil sie sie nicht in einem Land ohne nationalsozialistischen Gedanken aufwachsen lassen möchte, dann ist das Holocaust im Kleinformat.
Begeistern konnte mich der Untergang auch auf technischer Ebene: Die meisten deutschen Filme erkennt man bereits an ihrer Bild - und Tonqualität, die IMO einfach nicht mit der der Traumfabrik mithalten kann. Ganz anders hier: Ich habe selten eine nicht-amerikanische Produktion gesehen, die mit soviel Aufwand daherkam. Und auch Bild und Ton lassen nichts zu wünschen übrig, bei dem permanenten Donnergrollen im Hintergrund und den vielen Kulissen zerstörter Gebäude habe ich mich streckenweise an Der Soldat James Ryan erinnert gefühlt.
Den Kritiken, Produzent Bern Eichinger habe hier zu vieles zu verarbeiten versucht und somit am Ende viel halbes, aber nichts ganzes erzielt, kann ich in keinster Weise zustimmen. Meiner Ansicht nach wird der Film in jeder Hinsicht seinem Titel gerecht und zeigt zudem noch den Wahnsinn „hinter den Kulissen", von der beispiellosen Darstellung Hitlers ganz zu schweigen.
Fazit: Ein Must-Have für jeden!!!
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"Weltbewegendes" in Anführungsstrichen, da diese Ereignisse die explizit im Film geschildert werden wohl tatsächlich die Welt verändert haben ;-).
Der Film "Der Untergang" beginnt mit einer kurzen Einleitung/Erzählung durch Traudl Junge.
Der Film schildert also die letzten 12 Tage des Deutschen Reichs und die letzten Stunden im Führerbunker.
Ich kannte "Bruno Ganz" vor dem "Untergang" nicht, deswegen war ich umso überraschter als dieser einen wohl perfekten Hitler mimte. Was mich an diesem Film am meisten gepackt hat ist das unbeschreibliche böse das sich in diesem Loch abgespielt hat. Die unrealistischen, ja schon fast Wahnhaften Befehle von Hitler und vor allem die Art wie er diese äußert ist wirklich sehr gelungen. Auch alle anderen Schauspieler wie Alexandra Maria Lara, Heino Ferch, Thomas Kretschmann wirken in ihren Rollen sehr authentisch. Man kann hier die zunehmende Hoffnungslosigkeit förmlich spüren. Zu Beginn des Films glaubten alle noch fest an ihren Führer und an den Endsieg, doch schon bald wird Berlin hoffnungslos überrannt. Nun müssen auch Hitler und seine Gefolgsleute erkennen das ihre Zeit gekommen ist und der "Traum" vom Nationalsozialismus endgültig zerschlagen wird!
Nach dem Film beschäftigte ich mich etwas mit den einzelnen Charakteren im Film. Corinna Harfouch die im Film Magda Goebbels verkörpert, wirkt im Film als ob sie an ganz schlimmen Depressionen litt. Aber auch in verschiedenen Interviews wirkte sie nicht wirklich wach, stabil und interessiert. Ganz im Gegenteil ist dagegen Eva Braun angesiedelt die im Film die ganze Zeit wie eine Furie um ihren Adolf herumtanzt und um sich herum pure Lebensfreude vermittelt. Tatsächlich war sie ihm ungewöhnlich stark und abgrundtief verfallen. Unverständlich wie die Menschen damals manipuliert wurden, einfach krass...
Mir ist klar, dass dieser Film nicht auf Action oder Hochspannung ausgelegt ist, jedoch hat mir noch irgendwas gefehlt, damit der Film nachhaltig bei mir in Erinnerung bleibt. Die Protagonisten legten hier ebenfalls eine klare Glanzleistung ab (Auch die Nebendarsteller). "Der Untergang" ist ohne jeden Zweifel ein ganz ausgezeichneter, historisch korrekter Film, der mich aber nicht vom Hocker gehauen hat, daher 3 Sterne.
Die DVD bietet nur wenige Extras. Darauf befinden sich 5 Trailer, einige Interviews der Protagonisten (á 60sek.) und ein "Hinter den Kulissen" von ca. 10 Minuten.
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Die 3 Stunden Version von "Der Untergang" bietet viele interessante Details und Ergänzungen die in der Kinoversion leider "der Schere" zum Opfer gefallen sind. So werden bestimmte Ereignisse näher erläutert oder Personen deferenzierter eingeführt bzw. dargestellt.
Der historischen Genauigkeit dieses Film ist das sehr zuträglich und verbessert den ohnehin sehr guten Film nocheinmal stark.
Ich als Geschichtsstudent mit Schwerpunkt "Drittes Reich" bin sehr froh endlich in den Genuß dieser Version zu kommen denn nach der Lektüre von "Bis zur letzten Stunde" (Junge, Traudel) und "Hitler - Eine Bilanz" (Fest, Joachim) erkennt man schnell, dass viele Details und Hinführungen im Film stark gekürzt bzw. gerafft wurden.
Einziger Wehrmutstropfen dieser DVD: Anders als die Kinoversion bietet diese DVD kein DD 5.1 sondern lediglich das veraltete Dolby Surround-Format. Laut Hersteller liegt dies daran, dass keine 5.1-Abmischung existiert jedoch bin ich - und viele andere DVD-Fans - der Meinung dass dies kein echtes Argument ist, da andere Produktionen (z.B. "Das Boot - Directors Cut") sehr eindrucksvoll beweisen, dass eine qualitativ hochwertige Neuabmischung durchaus möglich und lohnenswert ist!
Von daher (leider nur) 4 Punkte!
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In meiner Rezension, die freilich zu spät kommt, um allen voran meinungsbildend zu wirken, möchte ich auf die drei wichtigsten Gründe eingehen, weshalb dieser Film unbedingt zum Kanon einer jeden Heimkinosammlung gehören sollte.
1. Der Untergang ist, wie ein Rezensent vor mir richtig bemerkte, einer der wenigen deutschen Filme, die auch international keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Die Elite deutscher Charakterdarsteller, darunter Größen wie Michael Mendl, Ulrich Noethen und Heino Ferch, gibt sich die Ehre und macht aus einem prägenden Teil unserer Geschichte ein intensives Film-Erlebnis, das nicht nur auf-, sondern auch anzuregen vermag, sich mit der Vergangenheit erneut zu beschäftigen. Das hier ist kein Film, der US-amerikanischen Klischeevorstellungen und Hollywood-Ansprüchen in puncto Spezialeffekte gerecht zu werden versucht.
2. Unbedingt zurückzuweisen ist der Vorwurf, auch Hitlers gefühlvolle Augenblicke zum Inhalt zu machen, sei neonazistische Propaganda. Die Unfähigkeit Linksradikaler, sich mit dem Thema anders als im Schwarz-Weiß-Rhythmus auseinanderzusetzen, wird weder der Wahrheit gerecht, noch fördert sie den Lernprozess, der - gerade das Dritte Reich betreffend - niemals enden sollte.
Hitler war nun einmal nicht nur ein kleiner Schreihals, wie ihn die mehrteilige amerikanische Interpretation des Stoffes "Hitler - Aufstieg des Bösen" darstellt. Er scharrte nicht zuletzt deshalb so viele Menschen verschiedener Klassen und Schichten um sich, weil er ein charismatischer Demagoge war. Tatsachen, die in einem Werk wie diesem zur Sprache gebracht werden dürfen, gar müssen.
Der Untergang vergisst deshalb nicht, Hitlers Irr- und Wahnsinn zu betonen. Die Verbrechen der Nationalsozialisten rücken nicht in den Hintergrund, nur weil Blut-Schlammschlachten - wie in "Der Soldat James Ryan" - und willkürliche Erschießungsarien - wie in "Schindlers Liste" - weitgehend ausbleiben. Ganz im Gegenteil! Schmettern die zuckersüßen Kinder der Goebbels in der einen Szene noch "Kein schöner Land", schlucken sie in der nächsten Kaliumcyanid und sterben. Gegenüberstellungen, die fast karikierenden Charakter haben und ganz zweifellos die Herzlosigkeit der Nazis anprangern.
3. Mich persönlich hat der Film darüber hinaus dazu ermutigt, mich noch einmal intensiv mit dem Thema "Befehlsverweigerung am Ende des Zweiten Weltkrieges" zu beschäftigen. Dabei stolperte ich nicht nur darüber, dass Offiziere wie Fegelein und Schenck, die im Film ausnahmslos menschlich dargestellt werden, tatsächlich rücksichtslose Opfer brachten, sondern auch über die Tatsache, dass nicht jeder hochdekorierte General ein Nazi war. Dass die Zerrissenheit zwischen Pflichtbewusstsein und Menschlichkeit von einem Soldaten eine außergewöhnliche Gratwanderung verlangte, bei der bisweilen nicht nur das eigene Leben auf dem Spiel stand.
Der Untergang ist kein Film für Popcorn und Cola im Pärchensitz, aber lebendig gewordene Geschichte, die diskutiert werden möchte, wenn auch auf eine moderne und nicht auf die indoktrinierende Art und Weise des kommunistisch-sozialistischen DDR-Lehrplans. Für erwachsene Menschen keine Herausforderung, sondern eine willkommene Gelegenheit ...
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Ich sah den Film im Kino und war begeistert. Endlich mal ein Film, der die Wahrheit zeigt...ungeachtet von Hintergründen. Oft werden sogenannte "historische Filme" mißbraucht, um die Welt in Gut (meist Amerikaner) und Böse (Deutsche, Vietnamesen, Japaner, Iraker...) aufzuteilen. Historische Fakten rücken in den Hintergrund oder werden einfach nur verfälscht dargestellt. Wahre Tatsachen sieht man wie in "Der Untergang" (oder z.B. auch im Film "Tora! Tora! Tora!") leider nur sehr selten. Der Film soll keineswegs Nazis glorifizieren oder deren tatsächliche oder wahrscheinliche Verbrechen verharmlosen, nein, er sollte zeigen, das auch ein Monster wie Adolf Hitler menschliche Seiten hatte und das es (auch wenn viele es ungern wahrhaben wollen) Soldaten gab, die selbst 1945 noch versuchten, ziviles Leben zu schützen (im Film: General Weidling, Brigadeführer Mohnke). Ferner ist es eine Art visueller Tatsachenbericht über die letzten Tage in Berlin und im sogenannten "Führerbunker". Ich habe diverse Bücher über dieses Thema gelesen und der Film deckt sich mit deren Informationen. Absolut empfehlenswert für alle, die Klarheit haben wollen, wie es damals dem Ende zuging - dieser Film räumt auch mit diversen Mythen und Legenden gnadenlos auf. Hut ab vor dieser Glanzleistung der Regisseure und Darsteller!
PS: Anmerkung für Rezension aus Mettmann, NRW Germany:
Weidling befehligte das LVI. Panzerkorps, eine "1.SS-Brigade" hat es nie gegeben, aber trotzdem schön 1:1 aus der Hamburger Lehrerzeitung zitiert. Wenn man schon Rezensionen schreibt, sollte man sich eigene Gedanken machen und nicht einfach andere ohne Recherchen zitieren...
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Der "Untergang" hätte mit Sicherheit den Nazis, wenn man das überhaupt so verallgemeinern kann, nicht gefallen. Es ist nichts Verherrlichendes zu entdecken, auch wirkt Hitler absolut nicht "onkelhaft"! Eher im Gegenteil - seine sinnlosen Befehle, die wahnwitzigen Wutausbrüche, diese krankhaft anmutende Identifikation mit Friedrich dem Großen, all das zeigt eher, wie verückt, wie größenwahnsinnig dieser Mann war. Die Tatsache, daß er sich als sehr tierlieb zeigt, bedeutet ebenfalls keine "verkappte Menschlichkeit" - ist der Hund doch wie er selber: scharfzähnig, brutal, unberechenbar. Daß er einen Hund als treusten Gefährten wählt, zeugt zudem doch auch von seiner Unfähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu halten. Er kann nur befehlen - er ist immer "der Führer", selbst was seine Frau angeht!
Meiner Auffassung nach ist auch Alexandra Maria Lara keine Fehlbesetzung. Sie verkörpert die "unschuldig"-dümmliche Münchnerin, die nicht begriffen hat, worum es geht. Identifizieren sollte man sich mit diesem Charakter überhaupt gar nicht, doch sollte auch sie nicht verurteilt werden. Sie hat mit 22 Jahren diese Entscheidung getroffen, was auch immer sie dazu bewogen haben mag. Niemand, der nicht selber diese Zeiten erlebt hat, sollte sich ein Urteil darüber erlauben.
Für mich ist dieser Film ein großes Werk, ein Schritt in die richtigen Richtung, ein Schritt zu einem Geschichtsbewußtsein, das auch die Betrachtung der deutschen Seite erlaubt und nicht nur durch die amerikanische Brille urteilt. Die Welt läßt sich nun mal leider nicht in Gut und Böse einteilen.
Der Zuschauer ist aber auf jeden Fall dazu aufgerufen, sich kritisch mit der Thematik und der Darstellung der Personen auseinanderzusetzen - ein Mörder wird doch nicht zu einem guten Menschen, einem "Onkel", nur weil er seinen Hund liebt, sich nach dem Essen bei der Köchin bedankt und nett zu seiner Sekretärin ist. Dr Mengele (der "Todesengel" von Auschwitz)war Ehemann und Vater und beschenke seine Frau mit Handschuhen und Lampenschirmen gefertigt aus Haut ermordeter KZ-Häftlinge.
Ein Film soll nicht einfach nur konsumiert werden, sondern erfordert auch geistige Aktivität des Zuschauers - und ist diese vorhanden, so kann niemals gesagt werden, daß der "Untergang" verherrlichend ist und "den Nazis gefallen würde".
Daß der kleine Hitlerjunge den russischen Soldaten erschießt, zeigt ebenfalls, wie weit der Kleine die Ideologie, die er von Kindesbeinen an gelernt hat, verinnerlicht hat. Er tötet einen Menschen, der ihn leben ließ. Ich weiß wirklich nicht, was daran "nazifreundlich" sein kann...
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Ja, man darf. Man darf einen Film über Hitler drehen und die letzten Tage im Bunker. Ich habe große Sympathien gegenüber Kritikern, die Bedenken anmelden, dass der (hinlänglich bekannte) auch körperliche Verfall Hitlers Mitleid erregend sein könnte. Nur muss man dann schon Ton (und Untertitel) ausblenden, denn was aus dem Mund dieses nun auch sichtbar wahnsinnigen Tyrannen kommt ist eher geeignet, Zweiflern die letzte Illusion zu rauben, Hitler könne doch "nicht so schlecht" gewesen sein. Historisch bedenklicher ist da schon, wie Fegelein, SS-General und Schwager Hitlers, dargestellt wird. Bis zu dem Augenblick vor seiner Erschießung in dem er seinen Arm hochreißt und seine Treue zu Hitler ausruft, wirkt wie ein besonnener Edelmann unter lauter Wahnsinnigen. Er war es nicht. Dasselbe gilt für Himmler und für Speer. Dieses wären meine wesentlichsten Kritikpunkte. Andere kann ich nicht nachvollziehen. Wer sagt, es würde, in dem Moment, in dem sich Hitler umbringt oder er verbrannt wird, Trauermusik gespielt, hat den Film nicht gesehen. Es wird keine Musik gespielt. Einen "pornographischen Blick" auf Hitler gibt es auch nicht. Es gibt vor allem den Blick Traudl Junges, seiner Sekretärin, und es ist eineigermaßen normal, dass diese Frau in der Nähe Hitlers ist. Bleibt die Frage, was der Film soll. Dasselbe ließe sich allerdings über eine ganze Reihe von Filmen sagen, vielleicht mit Ausnahme der Tagesschau. Kino ist Kunst und in der Kunst geht es nicht so sehr um das Was (was wird dargestellt), sondern um das Wie, und hier kann der Film - bitte obige Kritikpunkte nicht vergessen - durchaus als Meisterwerk gelten. Das Leben im "Führerbunker" als Nußschale, unter der sich der Aberwitz des "3. Reichs" bündelt, mit Personen, die sich wissens in eine völlige Selbstaufgabe begeben. Vom Aberwitz zum Witz: Selbst der ist vorhanden, etwa wenn der kleine Standesbeamte Hitler nach seiner "arischen Abstammung" befragt oder Soldaten, kaum treten die Goebbels zum Selbstmord an, eilfertig Haltung verlieren und die Benzinkanister aufschrauben.
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