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Kundenrezensionen

23
4,4 von 5 Sternen
Rosen für den Staatsanwalt
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2005
Der Film ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben: witzige Geschichte mit ernstem Hintergrund und tolle Schauspieler - allen voran der große Martin Held. Keiner kann das Abendlied von Matthias Claudius bewusst so grottenschlecht rezitieren. Keiner spielt die affektierte Nervosität so glaubwürdig wie er.
Schade finde ich jedoch das spärliche Bonusmaterial. Außer ein paar biographischen Angaben und einem Programmheft leider keine handfesten Hintergrundinformationen, Interviews oder Filmausschnitte. Natürlich hat damals kein Mensch beim Dreh schon eine zusätzliche Kamera mitlaufen lassen, um ein umfangreiches "Making-of" zu produzieren. Aber es gibt Zeitungsrezensionen, Rundfunk- und Fernsehberichte und Interviews mit den Beteiligten. Spannend wäre auch gewesen, Schauspieler wie Walter Giller oder Ingrid van Bergen heute zu befragen, wie sie sich an die Dreharbeiten erinnern und was sie hinter den Kulissen erlebt haben.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juni 2008
Ein ganz hervorragender Film mit ganz wunderbaren Schauspielern. Obwohl es um ein Unrechtsurteil aus der Nazi Zeit geht, zeigt der Film doch mehr als Vergangenheitsbewältigung. In einer lockeren und sehr echten Handlung mit guten Bildern und klaren, gut verständlichen Dialogen ohne störende Nebengeräusche erleben wir sehr verschiedene Charaktere, wie wir sie schon bei uns selbst und anderen entdeckt haben. Das macht den Film ja so reizvoll. In Walter Giller als liebenswürdigem, geduldsamem aber charakterfestem kleinen Mann erleben wir das ideale Opfer des mächtigen von Martin Held verkörperten Oberstaatsanwalts. Dessen Größe stammt von Robe und Amt, so lange der Schein trügt. Danach ist auch er nur ein ertappter kleiner, armer Sünder. Die Handlung ist spritzig, spannend, echt und mit sparsamer Kulisse auch lustig und unbedingt positiv. Solche Filme mag ich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Rosen für den Staatsanwalt" von Wolfgang Staudte gehört sicherlich zu den besten deutschen Spielfilmen der Wirtschaftswunderzeit. Auch wenn man die bissige Satire vielleicht dafür kritisieren kann, dass der Staatsanwalt Dr. Schramm von Martin Held gelegentlich sehr überzogen dargestellt wird und seine Figur karikaturistische und parodistische Züge annimmt. Dies mag die Brisanz des Stoffes etwas weniger markant ausfallen lassen - gelungen ist Vergangenheitsverdrängung aber allemal.

Erzählt wird am Anfang eine kleine Randnotiz aus dem letzten Tagen des 2. Weltkriegs. Dort wird gegen den Soldaten Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) wegen des Diebstahls von zwei Tafeln Fliegerschokolade das Todesurteil ausgesprochen. Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm (Martin Held) ist da unerbittlich, denn die Handlung war ja schließlich "Wehrkraftzersetzung". Ein Fliegerangriff der Alliierten verhindert die Ausführung dieses Urteils und so entkommt Kleinschmidt. Jahre später erzählt Rudi Kleinschmidt, inzwischen Straßenhändler von Trickspielkarten oder Krawatten, immer noch von seinem großen damaligen Glück, das unterschriebene Todesurteil durch Schramm hat er als Erinnerungsstück behalten. Jahre später kommt es aber zu einem erneuten Treffen der Männer, da Kleinschmidt in die Heimatstadt von Schramm reist. Er kennt dort die inzwischen zur Pensionsbesitzerin aufgestiegene Lissy Flemming (Ingrid van Bergen), mit der er damals eine Liason hatte und die ihn wieder bei sich aufnimmt. Als Rudi eines Tages seine Spielkarten auf der Straße anpreist, kommt es zum Wiedersehen der beiden Männer. Schramm ist in der jungen Bundesrepublik Oberstaatsanwalt geworden. Er hat sich erfolgreich in den Justizdienst katapultiert, nachdem er bei der Entnazifizierung seine Rolle als Militärjurist des NS-Regimes verschwiegen hat.
Zuhause bei seiner Frau Hildegard (Camilla Spira) und seinem Stiefsohn Werner (Roland Kaiser) herrscht er immer noch autoritär und schwärmt von der guten alten Zeit. Verstohlen kauft er am Zeitungstand auch seine geliebte "Deutsche Soldatenzeitung" - Schramm ist ein unbelehrbarer gefährlicher Schreibtischtäter. Dies wird auch bald klar als eines Morgens ein Strauß weißer Rosen zugestellt wird. Diese Blumen stammen von der Frau des Studienrates Zirngiebel, der wegen antisemitischer Äusserungen angeklagt werden sollte, aber Schramm der Meinung war, dass Deutsche zusammenhalten müssen, da wegen "sowas" gar keine Anklage erhoben werden dürfte. So hielt er den Haftbefehl eine Zeit zurück, die dem Zirngiebel die Flucht ermöglichte.
Zuerst studiert Schramm wer dieser Straßenkäufer ist, der ihm so bekannt vorkommt. Dann erinnert er sich an seine unrühmliche Schandtat, die er eifrig verdrängt hat. So versucht Schramm nun auf dem Dienstweg - ganz heimlich - den Mann aus seiner Vergangenheit durch Schikanen aus der Stadt zu vertreiben. Doch dieser schlägt irgendwann aus Verzweiflung zurück...

Sehr gut gezeichnet ist das Verhalten des braven deutsches Bürgers - im Film wird dies am Beispiel von drei Menschen dieser Stadt gezeigt, die die Geschichte von Kleinschmidt hören und darüber zuerst richtig empört sind. Man könnte jetzt glauben, dass mit Hilfe dieser Männer es gelingen könnte den Staatsanwalt Dr. Schramm zu entlarven...doch so einfach ist es nicht. Am Tag danach suchen diese Männer ihren eigenen Vorteil aus der Sache zu schlagen, in einem anderen Fall entscheiden sie sich für das Schweigen.
Im Kleid der unterhaltsamen Komödie ist es Wolfgang Staudte vortrefflich geglückt bittere Wahrheiten zu platzieren. Auch das Spiel der Hauptdarsteller Martin Held und Walter Giller ist bemerkenswert. In Nebenrollen wirken bekannte Mimen wie Ralf Wolter, Werner Peters, Wolfgang Neuss, Wolfgang Müller und Inge Meysel mit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Rezension zu: "Rosen für den Staatsanwalt" ( D 1959 )

Zum Inhalt:

Deutschland, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges:

Der Gefreite Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) wird wegen des Diebstahls zweier Dosen Schokolade vom Kriegsgerichtsrat Dr. Wilhelm Schramm (Martin Held) zum Tode verurteilt. Auf dem Weg zur Hinrichtung an einem Waldrand, wird der Trupp von einem feindlichen Flugzeug angegriffen. Ein Wach-Soldat lässt Kleinschmidt entkommen. Auf der Flucht findet Kleinschmidt das von Dr. Schramm unterschriebene Todesurteil und steckt es ein.
Nach dem Krieg verdient sich Kleinschmidt seinen Lebensunterhalt als fliegender Straßen-Händler. Als Kleinschmidt seine Ware auf der Straße anpreist, erkennt er in einem der umstehenden Zuschauer den ehemaligen Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm, der mittlerweile Oberstaatsanwalt ist. Auch Schramm erkennt in Kleinschmidt den Soldaten wieder, den er 1945 zum Tode verurteilt hatte....

Zur Bewertung:

Mit dem 1959 gedrehten Spielfilm "Rosen für den Staatsanwalt" griff der deutsche Regisseur Wolfgang Staudte, ein heikles Thema auf, nämlich die Verstrickung der deutschen Justiz in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Die fiktive Person, Dr. Schramm, hatte seine NS-Vergangenheit nach Kriegsende bei seinem "Entnazifizierungsverfahren" verschleiern können und wurde als Jurist in der Bundesrepublik Deutschland wieder zugelassen.

Derartiges passierte tatsächlich öfters in der Nachkriegszeit. Ein "reales" Beispiel dafür ist der deutsche
Jurist, SS-General, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister Dr. iur. Heinz Reinefarth (1903-1979).

FAZIT:

Ein sehr guter Spielfilm mit einen ausgezeichnet spielenden Martin Held und einem ebenfalls hervorragend spielenden Walter Giller.

Dieser Film ist auch heute noch absolut sehens- und empfehlenswert.

Die Bild- und Ton-Qualität [ schwarz-weiß; Filmlänge ca. 98 Minuten ] ist -dem Alter des Films entsprechend- sehr gut.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2007
Unterhaltsame Vergangenheitsbewältigung aus den 50er Jahren, als sich nicht einmal Wolfgang Staudte vorstellen konnte/mochte, dass jemand wie Schramm Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg werden könnte und nach seinem Tod vom aktuellen Ministerpräsidenten als Gegner des Nationalsozialismus bezeicnet werden würde. - Insofern ist der Film aus heutiger Sicht eher harmlos-zurückhaltend, aber wenn man die "alte" Schauspielergarde der 50er in den Schwarzweissfilmen mag, gefällt der Film einfach. Wunderbar auch die junge Ingrid Meysel!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2013
Zweifellos einer der wichtigsten Filme, die nach dem Krieg gedreht worden sind! Es wird der Irrsinn der NS-Zeit überdeutlich auf's Korn genommen. — Umso enttäuschter war ich allerdings, dass in der ZWEITAUSENDEINS-Edition fatalerweise gleich zu Beginn eine wichtige Szene geschnitten worden ist. Es geht um den Moment, in dem Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) erzählt, dass er eigentlich tot sein müsse. Und dann sein schriftliches Todesurteil hervorholt, um es zu zeigen. Diese Szene FEHLT!! Ist mir völlig unverständlich, wie soetwas sein kann! Leider kann ich aus DIESEM Grund die ZWEITAUSENDEINS-Fassung NICHT empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 2001
Dieser Film gehört sicher zum besten, was deutsche Filmschaffende Ende der 50er Jahre auf die Leinwand zauberten. Martin Held zeigt hier einmal mehr von seinem komischen Talen und Walter Giller - bekannt aus zahlreichen Filmklamotten - hat hier wohl seinen besten Filmauftritt. Regisseur Staudte hat sich bei diesem Klassiker wieder einmal selbst überboten!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2008
Ein zynisches und bitterböses Abbild vom Westdeutschland der 1950-er Jahre. Sich satt essen, es sich gut gehen lassen und bloß nicht mehr an die Vergangenheit denken. Hauptsache man hat sich im kleinen Glück jener Jahre häuslich eingerichtet. In dieser Idylle stört der Vertreter Kleinschmidt nur. Erinnert er doch an die vergangenen dunklen Jahre...
In diesem Film sind viele Charaktere vertreten:
Pantoffel-Helden (Zuerst großzügig Hilfe anbieten, aber wenn es ernst wird: kneifen. "Man muss ja auch an sich und das Geschäft denken!"), Verdränger, Wegseher und Ignoranten. Aber auch einige, vorallem Frauen und Kinder, die helfen, und sei es nur durch ihre Liebe und ihr Verständnis.
Denke ich an das Arbeitsleben, finde ich diesen Film auch heute noch sehr aktuell, wenn natürlich nur im übertragenen Sinne.
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26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2005
Endlich!!! gibt es dieses Meisterwerk als DVD! Da die DVD noch nicht erschienen ist, kann ich über diese zwar kein Urteil abgeben, aber:
Der Film an sich ist einer der besten deutschen überhaupt. Zwischen all den in der Nach-Kriegs-Zeit angesagten Revue-Sülz-Filmen oder Heimatschmachtfetzen sticht er heraus. Er behandelt sein Thema zugleich ernsthaft und humorvoll, ohne dabei ins Klamaukhafte abzurutschen. Nie waren Martin Held und Walter Giller brillianter. Neben ihnen glänzen Ingrid van Bergen, Werner Fink, Wolfgang Neuss und Inge Meysel (in einer Mini-Rolle). Interessant dargestellt ist, wie die (West-)Deutschen versuchten, ihre Nazi-Vergangenheit zu begraben, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben: Hauptsache war das Leugnen jeglicher Schuld. Das Anliegen des Films war vermutlich die Tatsache, dass kein deutscher Jurist, der während der Nazi-Zeit "Recht" sprach, jemals wegen irgendwelcher Verfehlungen belangt wurde. Das mag uns heute unglaublich erscheinen, war aber so.
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am 22. Mai 2012
...darf in einer Privatsammlung nicht fehlen. Er zeigt, wie die Mühlen mahlen - nicht nur in Kassel...Es waren bereits einige Bauten wieder errichtet. Die damals hochmoderene Fußgängerzone, in der Walter Giller seine Artikel verkaufte, hat sich wenig verändert. Was auch gut ist... Auf jeden Fall ein schönes Andenken an den vor kurzem verstorbenen Walter Giller.
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