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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein Album!!!
Ich war vom Vorgänger "De-Loused In The Comatorium" fasziniert und fieberte "Frances The Mute" nur so entgegen. Doch der anfänglichen Begeisterung wich ziemlich schnell Kopfschütteln gepaart mit Ratlosigkeit. Mit was zur Hölle hatte ich es hier zu tun? Ich konnte - wie hier schon zahlreiche andere Rezensenten geschrieben haben - die vielen Breaks,...
Veröffentlicht am 8. September 2006 von sportler_freiburg

versus
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ...and your ears will bleed!!
Auch wenn Frances The Mute nicht solch ein perfekt abgerundetes Werk ist wie "Deloused In The Comatorium" sind die meisten Schwächen bei mehreren Durchgängen vergessen. Stört man sich zu Beginn noch an den vielen arg gequälten Gitarrensoli und gezwungen wirkenden Brüchen sind sie einem später irgendwie egal....
Nicht dass man...
Veröffentlicht am 23. März 2005 von Ozzie Mandrill


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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein Album!!!, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Ich war vom Vorgänger "De-Loused In The Comatorium" fasziniert und fieberte "Frances The Mute" nur so entgegen. Doch der anfänglichen Begeisterung wich ziemlich schnell Kopfschütteln gepaart mit Ratlosigkeit. Mit was zur Hölle hatte ich es hier zu tun? Ich konnte - wie hier schon zahlreiche andere Rezensenten geschrieben haben - die vielen Breaks, Noise-Attacken, Jazz-Einschübe und vieles dergleichen mehr einfach nicht nachvollziehen und nachdem sich selbst nach dem fünften oder sechsten Mal hören der Platte (was zugegebenermaßen nicht allzu viel ist) so gut wie kein Wiedererkennungseffekt bei mir einstellte, legte ich die Scheibe beiseite, nicht wissend, ob ich einfach nicht im Stande war, das Gehörte zu verstehen oder ob The Mars Volta einfach übers Ziel hinaugeschossen haben.

Ich habe die Platte bestimmt über ein ganzes Jahr nicht mehr angehört, tat dies jedoch nach einem Musikgespräch mit einer Freundin wieder, da ich mir nicht eingestehen wollte, zu doof für diese Platte zu sein ;-) Ich habe "Frances The Mute" dann nur nochmal 3 Mal angehört, bevor es mich absolut gepackt hat. Keine Ahnung was passiert ist, aber plötzlich ergaben all die verschrobenen Parts einen Sinn, das anfängliche Chaos wich einem, wenn auch bereichsweise nicht klaren, so aber dennoch nachvollziehbare Muster. Ich bin regelrecht süchtig geworden: in den letzten 2 Wochen habe ich die Scheibe 25 mal angehört und ich kann noch immer nicht genug bekommen. Jeder Durchlauf offenbart Neues, jede Kopfhörersession wird zum Erlebnis. Es ist mir unmöglich einzelene Teile/Lieder des Albums hervorzuheben, denn alle haben zu einem gewissen Zeitpunkt ihren Reiz. Deswegen sollte auch nicht der Fehler begangen werden, sich die Platte "aufzuteilen" und stückweise anzuhören, denn richtig funktioniert sie nur als Ganzes.

Ich habe zum heutigen Erscheinungstermin "Amputechture" erworben, fühle mich momentan jedoch ausserstande, mich dieser Platte zu widmen. Es scheint, ich müsste das ganze verschenkte Jahr, in dem ich "Frances The Mute" nicht gehört habe, in einem oder zwei Monaten nachholen ;-) Selten ist mir sowas mit einer CD passiert....und schon gar nicht mehr in den letzten Jahren.

Wer mit Musik mit Langzeiteffekt sucht, sich von "schwieriger" Musik und zuerst nicht nachvollziehbaren Songstrukturen nicht abschrecken lässt und sich auch nicht scheut, die Platte einfach mal eine zeitlang wegzulegen, wenn sie nicht zündet/zünden will, der sollte dieses Meisterwerk sein Eigen nennen. Denn wer den Zugang findet, der wird für lange Zeit nicht mehr loskommen. Besser können The Mars Volta unmöglich werden...höchstens anders! Das hier ist Musik in Vollendung. Selbst der mehr als starke Vorgänger verblasst neben diesem Meisterwerk! 5 knackevolle Sterne hierfür.

P.S.: Zur Musik selber hab ich nicht viel geschrieben, da ich denke, dass in den Bewertungen zuvor schon alles gesagt wurde.
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewohnt außergewöhnlich..., 31. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
nach dem furiosen vorgänger "de-loused in the comatorium" und einer solo-veröffentlichung von omar rodriguez-lopez (a manual dexterity - soundtrack volume 1) ist man natürlich gespannt, welche überraschungen auf dem zweiten longplayer der beiden erfolgsverweigerer aus el paso lauern.
schon beim durchstöbern des tracklistings wird einem klar, dass auch diesmal wieder nicht an außergewöhnlichen dingen gespart wurde. bei einer gesamtlänge von 77 minuten bewegen sich die titel im schnitt zwischen 12-13 minuten, wobei der letzte mit über 30 minuten deutlich aus dem sonst so gewohnten massentauglichen 4-7 minuten-rahmen herausfällt.
inhaltlicher bestandteil ist dieses mal nicht eine surreale und fiktive scheinwelt wie beim ersten longplayer, sondern eine geschichte der realen welt. jeremy ward, dessen tod in 2003 einen traumatischen einfluss auf die arbeiten zur neuen platte hatte, fand bei seinem früheren job als geldeintreiber auf dem rücksitz eines autos ein tagebuch. beim lesen stellte er fest, dass er viele gemeinsamkeiten mit dem unbekannten autor besaß, der als adoptivkind später nach seinen eltern suchte. die namen der personen, die der autor während seiner suche traf und die ihn immer ein stück näher zu seinen eltern brachten, entsprechen den songtiteln des neuen albums. "It's a story of abandonment and addiction", sagt cedric selbst von der platte in einem interview.
spätestens jetzt wird klar: ganz einfache kost wird es - wie schon bei der ersten platte - auch diesmal nicht werden. schon beim ersten track fliegen einem nach den einleitenden, ruhigen tönen feurige salsa klänge entgegen, die durch quietschende 70s-gitarrenriffs und die nicht minder quietischig-exstatische stimme cedric bixlers ergänzt und begleitet werden. die tempowechsel darauf sind immens. von staccato-beats wird in esoterisch-ruhige melodien übergeleitet. interessant wird dieses stück u.a. dadurch, dass eine vielzahl an musikinstrumenten in das klangschema integriert werden. neben den mars volta-bekannten dingen wie guitarren und synthi kommen auch erstmals orchesterstreicher ins spiel.
der zweite und mit abstand kürzeste song (6 minuten), der auch als single-auskopplung gewählt wurde, wirkt mit den erneut eingesetzten streichern wie eine sehr melanchonische ballade. diese stimmung wird auch durch eine vereinzelte trompete, die mit blues-ähnlichen guitarren-akkorden begleitet wird, unterstrichen.
"...let me die, 'cause i'll never, never sleep alone." diese textzeile bringt die gefühlswelt des liedes auf den punkt und unweigerlich die verstorbenen freunde bzw. bandmitglieder jeremy ward und julio venegas in erinnerung.
bei song nr. 3 machen sich die mexikanischen einflüsse der beiden hauptakteure der band bemerkbar. der fast ausschließlich spanische gesang wird von latino- bzw. flamenco-klängen untermalt. man fühlt sich wie in einer schmierigen mexikanischen bar, in der ein alter mann am verstimmten klavier (das findet auch verwendung im song) zu tequila und rum in die tasten haut. die immer wieder auftauchenden ruhigen momente zwischen den songs sind wie eine ablenkung vom eigentlichen geschehen, wie szenenübergänge in einem spielfilm.
das vierte lied wird von sehr trägen, sphärischen klängen dominiert, die durch einen tragischen trommelwirbel und gesang unterbrochen werden. am ende kommen erneut einige alleingelassen wirkende trompeten zum einsatz.
den schlusspunkt setzt ein 30 minuten epos, dass witziger weise wiederum nadlos an den allerersten song anknüpft. trotz der langen spielzeit wirkt er zu keinem zeitpunkt langweilig...dafür ist er - wie alle anderen lieder auch - zu abwechslungsreich.
"frances the mute" wurde von omar rodriguez selbst produziert, das mixing übernahm auch dieses mal rich costey, der in seiner vergangenheit u.a. mit jimmy eat world, the (international) noise conspiracy, ash und the polyphonic spree gearbeitet hat.
durch ihr standhaftes ablehnen einer einzigen musikalischen vision haben es mars volta wie selten eine band zuvor geschafft, künstlerische ausgelassenheit wider jede norm und kommerziellen erfolg zu verbinden. mit dieser platte werden sie dabei keine ausnahme machen und daran anknüpfen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit- und Raumlos! Relativität gespiel mit Musik..., 23. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Geschichte hin und her...
Diese Musiker unter dem Namen "The Mars Volta" haben ihr zweites Album herausgebracht. Wer denkt es würde wie das erste werden hat sich getäuscht, wird aber nicht enttäuscht sein. Denn wieder schafft es Mars Volta (mit vielen Gastmusikern: Flea, John Frusciante, einem tollen Pianist und vielen anderen ) die Welt der Musik zu sprengen, zu erweitern und etwas völlig neues den waren Musikliebhabern in die Ohren zu pressen. Geniale Rhytmen (zum Teil südamerikanisch) schöne durchgedachte Dissonanzen... ach was erzähle ich groß... diese CD schreibt wie ihr vorgänger Geschichte und nimmt alle mit auf eine Reise neuer, hervorgeholter unentdeckter, schöner und abwechslungsreicher Musik.
Wer angst hat einen Fehlgriff zu machen: Kopiert sie euch oder ladet sie herunter, im enteffeckt wollt ihr sie doch alle Kaufen. Die Musik ist einfach so viel sagend und kräftig!!!
Die Hauptsache ist: das ihr es gehört und verstanden habt!!!
"I think I've become like one of the others I think I've become like on of the others I think I've become like on of the others..."
Simon
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich der seines gleichen nie finden wird!, 4. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Was die Musiker hier vorlegen ist absolut unantastbar genial! Es ist viel schlechtes über diese Platte gesagt worden was meiner Meinung nach nur Leute verbreiten die einen wirklichen Zugang zu diesem Meisterwerk nie gefunden haben.

Sehr viele Leute haben nach dem guten Debut einen ähnlichen Nachfolger erwartet. Aber diese Band hat sich so extrem weiterentwickelt das die breite Masse meiner Meinung nach heillos überfordert war und ist mit dem was sie vorgelegt bekommen hat.

Dieses Album ist anfänglich nicht wirklich geeignet für unaufmerksame Ohren. Denn wenn man nicht aufmerksam zuhört kann ich mir gut vorstellen dass das gehörte nervig wird.

Nun zur Musik!

Ist absolut abgefahren was diese Musiker an Kreativität zu bieten haben! Es ist auch unmöglich einen Namen für diese Musik zu finden. Prog-Rock ist nicht wirklich zutreffend weil zu wenig. Sehr viele Gitarren und Bläser und Drums und Synths und Western Stimmung und Led Zeppelin und Latino und Gefrickel und und und!

Dieses Album ist so inspiriert und voller guter Ideen das man den Eindruck nicht los wird das es einige andere Bands gibt, die sehr viel erfolgreicher und auch reicher im materiellen Sinn sind, die Ihre ganze Karriere nicht so viele Ideen hatten wie The Mars Volta hier auf ein Album gepackt haben.

Diese Scheibe hätte genauso gut vor dreisig od. vor zwanzig od aber auch in zehn Jahren erscheinen können wäre sie genau so verrissen und in den Himmel gehoben worden wie es jetzt der Fall ist.

Ein Muss für jeden Liebhaber anspruchsvoller Musik!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwer verdauliche Kost, 23. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Der Versuch, diese Band zu verstehen, wird von den 12 (laut meinem CD-Deck) respektive 15 (Backcover der CD) auf diesem Werk verewigten Titeln grandios vereitelt.

Obwohl bereits "De-Loused In The Comatorium" alles andere als leichte Kost war, blieb es im Gesamtkontext betrachtet doch meist nachvollziehbar bis chartfähig. Was uns die Mannen um At The Drive-In-Fronter Omar A Rodriguez-Lopez auf "Frances The Mute" servieren, dürfte jedoch im ersten Durchlauf auch eingefleischten Grindcore- oder Free-Jazz-Jüngern schwer im Magen liegen.

Während das Album mit "Sarcophagi" noch straight bis ohrwurmverdächtig beginnt, wirft die Band in späteren Sequenzen mit schwer verdaulichen Noise-Brocken nur so um sich. Das gründet wohl zum Teil auf der Tatsache, dass der Bandkopf die Produktion diesmal selbst in die Hand genommen hat, wodurch der künstlerische Anspruch noch weiter angehoben wurde.

Während auf einem klassischen Indie-Album alle Elemente ordentlich hintereinander aufgefädelt präsentiert werden, herrscht hier oft ein chaotisches Durcheinander aus Jazz, Rock, Indie, Progressive und einem winzigen Schuss Metal. Doch immer, wenn man aufgrund der akustischen Überforderung gewillt ist, die sprichwörtlichen Brocken hinzuschmeissen, wartet "Frances The Mute" urplötzlich mit einer poppigen, charttauglichen Melodie auf... Natürlich nur, um den Hörer kurz darauf durch die nächste Geräuschpassage niederzuwalzen.

Ich bewundere das Schaffen von Omar, der nicht nur mit At The Drive-In und The Mars Volta zwei sehr unterschiedliche Pfade beschritten hat, sondern sich hier zunehmend neue Territorien erschließt. Auch finde ich, dass die Noise-Passagen die Songs teilweise wirklich gut ineinander übergleiten lassen und so ein sehr energiegeladenes, fast hyperaktives, aber stets kohärentes (=zusammehängendes) Ganzes ergeben.

Im Gegenzug dazu lässt die Band mit "Frances The Mute" allerdings gerne Gelegenheitshörer außen vor, die von der herausgegriffenen Songstruktur einzelner Titel sicher wenig haben.

Um also eine Überforderung als Hörer zu vermeiden, ist es - wie schon bei einigen anderen, völlig unterschiedlichen Bands (repräsentativ sei hier einfach einmal Tool genannt) - absolut notwendig, sich für die Scheibe Zeit zu nehmen. "Nebenher-Hören" wird genauso wie Ausschnittweises betrachten des Albums bestenfalls mit einer leichten Migräne belohnt. Hohe Ansprüche also von einem Album, dass eigentlich von manchen Harmonien her locker die gesamten Charts ausstechen könnte.

Nichtsdestotrotz halte ich das von einigen Kritikern proklamierte "Verlaufen der Band im eigenen künstlerischen Anspruch" für eine rezensorische Frechheit. Denn: Wer in dieses Werk investiert, wird so schnell nicht davon loskommen. Dafür ist der Sound viel zu eigenwillig faszinierend.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Platte an der sich die Geister scheiden werden.., 1. März 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Dieses Album sollte einen Warnhinweis tragen - keinen «explicit lyrics»-Sticker, eher etwas von der Art: «Achtung, dieses Album enthält Musikanteile, die zu Überforderung führen können.»
The Mars Volta haben sich mit ihrem zweiten Album für die Verfeinerung dessen entschieden, was schon auf dem Debütalbum «De-Loused In The Comatorium» in episch-eindrucksvoller Weise ausgearbeitet worden war: Prog-Rock. Und Prog-Rock kann anstrengend sein, was man seit den siebziger Jahren und Bands wie King Crimson, Jethro Tull oder Yes vielleicht bereits wieder vergessen haben mag. Dank Mars Voltas «Frances The Mute» kommt die Erinnerung zurück. Ganz sicher.
Auf knapp 77 Minuten verteilt das Album fünf Songs, die bis zu sechs mit «A» bis «E» betitelte Unterabteilungen haben. Aber auch ohne diese auf dem Cover verzeichneten Abschnitte bocken die Songs wie wilde Ponys auf der Flucht: Funky Gitarren-Geplucker prasselt hernieder wie Hagelschauer, es folgen Zeitlupen-Samba und bizarrer Jazzrock aus dem Echogerät, dann knalliger Latin-Rock als wären gerade Led Zeppelin zu Gange allerdings auf einer Überdosis Zuckerhut. Dazwischen kleine Hörspiel-Schnipsel, Geräusche, Stimmengewirr und Autos oder sind es doch Flugzeuge die vorbeizischen. Klingt durchgedreht - ist es auch!
Fraglos werden sich an «Frances The Mute» die Geister scheiden. Aber wer sich auf dieses betont ausgeklügelte, um nicht zu sagen protzige Genialistentum einlässt, bekommt ein energiegeladenes, geradezu dramatisches Album, das vor Ideen nur so strotzt. Wie gesagt, wenn man sich darauf einlässt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen konstruiertes Chaos, 24. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Leichte Kost ist es nicht, was The Mars Volta nach ihrem genialen Erstling zu bieten haben. Noch verworrener, ja teilweise schon konfus sind die Songstrukturen. Es wechseln sich ruhige und harte Parts ab, die scheinbar willkürlich zusammengewürfelt nicht zueinander passen aber doch irgendwie funktionieren. Man vereint Bläser, Salsaklänge, spanische und englische Texte, rockende Gitarren, viel Solosparts, frikkelnde Bässe und Drums mit Samples von irgendwelchen Umwelt und Bargeräuschen. Mixt dies mit sphärischen Keyboardsounds und seltsamen Klängen zu einer CD, die durch Ihre Intensität und affektierten Gesang den Eindruck erweckt: Das ist keine Musik, das ist Kunst.
Eher mit Vorsicht zu genießen und nach dem ersten hören mehr verstörend, denn begeisternd, kommt man trotzdem nicht umhin nochmal auf die Start Taste zu drücken.
Alles was es auf dieser CD zu hören gibt gut zu finden, ist eher unwahrscheinlich. Dafür ist zu vieles Stückwerk. Schräge Töne und Harmonien die auch nach mehrmaligem Hören nicht gefallen wollen.
Und trotzdem pickt man sich geniale Parts heraus (von denen es auf diesem Klangmonstum eine Menge gibt) und hört sich daran fest. Läßt sich treiben und mitreißen zum nächsten Abschnitt des Gesamtkunstwerks, der sich dann vielleicht irgendwann einem doch noch erschließt. Anstrengend ja, aber auch genial.
Musik wie es sie bisher nicht oft gab. Vergleiche? Wenn überhaupt, dann Velvet Underground, Can. 70er Artrock mit Schallgeschwindigkeit ins neue Jahrtausend transportiert. Zeitlos. Sprachlos. Wahnsinn!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Offenbarung....., 21. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Ich erinnere mich noch gut, als ich einem Freund welcher ein absoluter Musikfreak ist, vor langer Zeit Tool vorgespielt habe (mal soft mit Sober angefangen ... ) und er sofort den Klängen von Maynard & Co. verfallen war... Nuja, einige Zeit hat es gedauert, bis er irgendwann zu mir kam und meinte, er hätte da was für mich, The Mars Volta, ähnlich wie Tool nur dann doch anders...
Anfangs hab ich mich heftig gewehrt, da mir das alles zu verschroben klang und bei De-Loused auch noch komische Salsa Elemente (Hallo?) zu hören waren aber dann hab ich mir gesagt, da mußte jetzt durch, die Band lies mir einfach keine Ruhe....
Einfach mal von Tremulant bis Octahedron alles in den Warenkorb bei Amazon und auf "Bestellen" geklickt, ich sollte es nicht bereuen...
De-Loused wurde schnell zu meinem neuen Freund, Frances & Amputechture blieben erstmal in der CD Hülle da die meisten CD Kritiken die Alben als sehr "verkopft" & "schwierig" darstellten...was für eine Schande.
Ich habe Frances immer als das schwierigste bzw. unzugänglichste TMV Album angesehn, wobei ich nicht genau sagen kann warum.
Irgendwann kam dann Frances the Mute dran und ich bin vollkommen vom Glauben abgefallen... Ich bin leidenschaftlicher CD Sammler mit einem stark ausgeprägten Hang zu komplizierter Musik, die gern auch mal Krach sein darf aber sowas wie Frances hab ich bisher noch nicht gehört.

Ich will garnicht auf die einzelnen Stücke eingehen, das Album muß man als ein Gesamt(Kunst)Werk betrachten, welches die mittlerweile selten gewordene Eigenschaft besitzt bei jedem Hördurchgang besser zu werden.

Mein Favorit ist eindeutig Cassandra Gemini, ein Moloch von einem Lied welches ab Miranda that Ghost isn't holy anymore anfängt und somit, geht man vom ursprünglichen Tracklisting aus (wird hier in jedem 2. Beitrag diskutiert) , ca 30 Minuten lang geht.

Mittlerweile würde ich sagen, bin ich The Mars Volta verfallen, da andere Musik oft zu "einfach" klingt und mich irgendwie langweilt..

Urteilt selbst, aber nicht voreilig!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highend Katharsis! Der Wahnsinn und die Möglichkeiten des Jetzt!!!, 13. August 2009
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
Mars Volta ziehen einem mit diesem Album stellenweise so sehr den Teppich unter den Füßen weg, das man es zunächst nicht glauben mag!

Wenn auch etliche Register des Rock, Progrock oder auch gänzlich andere Einsprengsel hier transformiert werden, so behandeln sie diese doch mit einer Wucht, einer schieren Überpower und einer ganzen Galaxie an Wahnsinn.
Halsbrecherische Tempi, Breaks und Stilwechsel werden mit einer Irrenhausgitarre in Form gehauen. Und auch der Sänger geht weit über die Grenzen der Norm hinaus.
Diese Form von zeitweiliger Katharsis ist so heftig, das man ganze Städte und Lichtjahre von falschen Ideologien damit umgehend in Schutt und Asche legen kann.
Sie sind kompromißlos bis zum Anschlag, das steht außer Zweifel.
Es gab in der Vergangenheit sicher zuweilen musikalisch noch versiertere Mitstreiter, aber in Sachen Dekonstruktion, können sie nicht viel anrichten, gegen diese Jungs!
Was jetzt nichts herunterspielen soll! Sie sind auch als Musiker unantastbar und es gibt ja auch mal deutlich bedächtigere Stimmungen auf der Scheibe, nur die Transzendenz mancher alten Großtat wird nicht immer erreicht. Wobei ich wetten könnte, das ihnen das auch völlig schnuppe ist und sie einfach nur ihr innerstes raushauen wollen - egal wie, sie lassen sich durch nichts aufhalten...

heavy heavy listening!!! aber sehr reinigend und auch für Extremfälle geeignet! ;-)
Gruß
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen irrsinniger irrgarten...., 14. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Frances the Mute (Audio CD)
einst, zu frühesten unheilvollen pennäler-zeiten, existierte bei lehrern eine sehr beliebte penetrations-form: die nacherzählung. man bekam einen text oder auch einen film vorgelesen bzw. gezeigt und wurde im anschluss gezwungen all das, was einem noch einfiel, halt nachzuerzählen. eine pädagogisch wertvolle aufgabe, schult sie doch gleichermaßen konzentration, erinnerungsvermögen, rechtschreibung und fabulierkunst.
um es kurz zu machen: man hätte bei diesen frühschwimmer-aufgaben besser aufpassen sollen. denn spätestens bei "frances the mute" von the mars volta stößt auch der exzellenteste klassenprimus an seine nacherzählerischen grenzen.
viel zeit muss man zu allervorderst mitbringen, will man dieses opulente werk am stück genießen. denn die cd ist so dermaßen vollgepackt, das nicht einmal mehr platz für einen verschrobenen hidden track bliebe. hat man diesen musikalischen marathon jedoch wirklich und wahrhaftig bewältigt, so versinkt man im anschluss daran erstmal in reger ratlosigkeit. was zum teufel hat man da gehört? was war denn das bitteschön? fragen, die im übrigen auch nach hördurchgang zwei bis fünf nicht so wirklich verschwinden wollen. und jemandem in ein paar griffigen sätzen nachzuerzählen, was einem da soeben weit über eine stunde lang das gehirn zu brei geklöppelt hat ist ebenso grotesk wie aussichtslos. zwei erkenntnissen kann man sich allerdings schon sehr früh nicht mehr entziehen. zum einen, dass es neben radiohead nun wenigstens noch eine weitere band gibt, die sich auf musikalisch kaum bis gar nicht erforschtes terrain wagt. und dann, dass das alles - ratlosigkeit hin und her - einfach einmal tierisch geil ist. der begriff "platte" oder "cd", ja selbst "songs" wird bei "frances the mute" ad absurdum geführt. denn letzten endes ist es eher eine monströse sound-collage, die the mars volta auf den verdutzen hörer loslässt. sehr rockig, durchaus, aber auch mit allerlei samples, einschüben und spontan-wechseln. starrt man nicht zufällig wie ein besessener aufs display des cd-spielers, man hat keine chance zu erkennen wo denn bitte der eine "song" aufhört und der neue beginnt. "art-rock" ist ein famoser begriff für sowas. sicher, entfernt erinnert alles ein wenig an die konzeptalben von pink floyd und die ausufernden, absolut radio-untauglichen songs von led zeppelin. aber mit verlaub und gebührendem respekt vor den alten meistern: das was mars volta hier abfeuern und - feiern geht einige tausend kilometer weiter. wer immer sich bei seiner eigenen lieblingsplatte bisher darauf berufen hat, dass es auch nach mehrmaligem hören "immer noch etwas neues zu entdecken" gäbe, dem sei "frances the mute" wärmstens empfohlen. denn es versetzt einen in die einmalige lage in columbus-, da gama- oder cook-manier eine entdeckerische tour de force zu beginnen. da lauert dann halt nicht in dieser oder jener ecke mal was noch unbekanntes. nein, jeder schritt für sich birgt das geheimnis des unbekannten, mit der steten aussicht auf gefahr und/oder genuss. wer erst einmal angefangen hat an "frances the mute" zu knabbern, der wird den brocken auch in den wochen darauf noch lange nicht verschlungen haben. vom verdauungs-akt gar nicht erst zu sprechen.
das ist keine musik. das ist kunst.
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Frances the Mute
Frances the Mute von The Mars Volta (Audio CD - 2005)
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