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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phänomenale Einspielung weniger bekannter Orchesterwerke des großen Hamburgers, 23. Mai 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Serenaden 1,2/21 Ungarische Tänze/+ (Audio CD)
Wenn man an die Orchesterwerke Johannes Brahms' denkt, fallen einem zuerst die Sinfonien, die Konzerte oder das Deutsche Requiem ein. Brahms aber, der sein Leben lang Vorbehalte gegen die große Form der Sinfonik hatte, schrieb auch in jungen Jahren - neben seinem ersten Klavierkonzert - zwei Orchesterwerke hervorragender Qualität: seine zwei Serenaden.

Die erste op. 11 in D Dur ist ein herrlich melodiöses Werk, das allein in seiner Anlage noch an die Serenade erinnert. Der erste Satz, ein wundervolles Allegro, erzeugt zahlreiche schöne Melodien. Nach dem Scherzo folgt ein pastoral angehauchtes Adagio, in dem Brahms deutlich in seinen Jugenderinnerungen schwelgt. Der Komponist schließt zwei kurze Menuette an, die direkt ins zweite Scherzo münden. Das Rondo knüpft in seiner Ausgelassenheit an den Kopfsatz an. Hurtig spurtet diese wunderbare Serenade ihrem Ende entgegen.

Die zweite, wesentlich kürzere Serenade steht in A Dur und trägt die Opuszahl 16. Das Stück ist wesentlich pastoraler geprägt und von nostalgisch melancholischem Einschlag. Die Serenade eröffnet mit einem sanften, süßen Allegro moderato. Im Gegensatz zur ersten, sechssätzigen Serenade beinhaltet die zweite nur ein kurzes Scherzo. Ein feines, tiefsinniges Adagio stellt den Kern des Werkes dar. Den nostalgischen Ton unterstreichend stellt Brahms an die vierte Stelle ein Menuett. Das Rondo ist ein lustiger Kehraus, in dem der Hamburger die Maske des Herben fallen lässt.

Die Akademische Festouvertüre op. 80, in der Brahms einige Studentenlieder frotzelnderweise verarbeitet, ist ein herrlich majestätisches Stück, das in seinem Habitus an die dritte Sinfonie erinnert. Die Tragische Ouvertüre op. 81 hingegen ist von düstererer Anlage, auch wenn sie fast erstrahlend endet. Welche von beiden nun lacht und welche weint, darüber war sich Brahms selbst nicht ganz sicher.

Das Highlight dieser Zusammenstellung aber sind die Ungarischen Tänze WoO 1, die Brahms ursprünglich für Klavier konzipierte und von denen er nur die Nummern 1, 3 und 10 selbst orchestrierte. Martin Schmeling, Albert Parlow und Antonin Dvorak waren neben anderen die wichtigsten Personen, die die ruhmreiche Orchestrierung dieser wunderbaren Stücke unternahmen. Besonders hervorzuheben gelten die Nummern 1, 2, 8 und 11. Allen Stücken zueigen ist, dass sie trotz ihres Intermezzo Charakters fein gearbeitet und nuancenreich sind. Keines ist wie das andere, keines ist langweilig.

Claudio Abbado hat wahrlich eine geniale Leistung vollbracht. Zusammen mit den Berliner Philharmonikern (opp. 11, 16, 80 und 81) und den Wiener Philharmonikern (WoO 1) hat er in den Sechzigern und den Achtzigern in ausgezeichneter Tonqualität diese weniger bekannten Stücke aufgenommen. Jede Aufnahme hat ihre Höhepunkte, alle sind unvergänglich. Eine wirklich hervorragende Kompilation!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abbado als Brahms-Dirigent, 14. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Serenaden 1,2/21 Ungarische Tänze/+ (Audio CD)
Claudio Abbado (*1933) hat sich schon in seiner frühen Dirigentenlaufbahn eifrig mit den Werken von Johannes Brahms beschäftigt. Davon zeugen auch zwei komplette Zyklen der Symphonien, von denen leider der erste (mit vier verschiedenen Orchestern) seit Jahren vergriffen ist, während seine Wiener Einspielung, die nach meinem Dafürhalten die Frische und Spontaneität der Vorgängerproduktion nicht ganz erreicht, noch im Handel ist.
Auf dem vorliegenden Doppelalbum hat die DGG die beiden frühen Serenaden und die kompletten Ungarischen Tänze zusammengefaßt, die der italienische Dirigent zu unterschiedlichen Zeiten, aber allemal engagiert und mit großem Detailverständnis eingespielt hat. Die selten zu hörenden Serenaden, mehr oder weniger Vorstudien zu den später entstandenen Symphonien, werden von Abbado gebührend ernst genommen, ohne daß sie an irgendeiner Stelle ihren Serenaden-Charakter auch nur im geringsten einbüßen. Vielmehr spürt der Dirigent die vielen verborgenen Feinheiten in den Partituren liebevoll auf und breitet sie mit Sorgfalt und instrumentaler Delikatesse vor dem Hörer aus. Ich persönlich stelle Abbados Versionen noch über die berühmten Auslegungen von István Kertész mit dem London Symphony Orchestra (Decca). Die Berliner Philharmoniker, seinerzeit noch fest in Karajans Händen, sind ihrem späteren Chef engagierte und und in jeder Hinsicht kompetente Partner.
Die 21 Ungarischen Tänze erklingen hier einmal komplett, und man staunt, welche Sorgfalt der Komponist diesen kleinen, herrlich (wenn auch zum Teil von fremder Hand) instrumentierten Stücken angedeihen ließ. Abbado läßt sich keine Feinheit und keine der zahlreichen Instrumentationsfinessen entgehen, und er wird dabei (diesmal) von den Wiener Philharmonikern hervorragend unterstützt.
Die DGG hat eine gute Textbeilage erstellt und die originalen Aufnahmen, die schon ausgezeichnet klangen, noch einmal einer technischen Bearbeitung unterzogen, die man nicht genug loben kann. Für jeden Brahms-Freund eine lohnende Anschaffung.
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5.0 von 5 Sternen DGG, Brahms Serenaden 1 und 2 und Ungarische Tänze, 29. August 2013
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Rezension bezieht sich auf: Serenaden 1,2/21 Ungarische Tänze/+ (Audio CD)
Wer diese Musik schätzt wird sich über diese Ausgabe der Berliner und der Wiener Philarmoniker mit Claudio Abbado freuen. Die technische Qualität ist in jeder Hinsicht ausgezeichnet.
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5.0 von 5 Sternen Brahms Hungarian Dances, Abbado, 21. April 2013
Sehr temperamentvolle und spritzige Interpretation, daher kaufen ! Mit Abbado sind auch die Aufnahmen der Brahms-Sinfonien mit den Berliner Philharmonikern sehr zu empfehlen.
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