Kundenrezensionen

6
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
6
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Cellosuiten Nr. 1-6
Format: Audio CDÄndern
Preis:15,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2010
Als ich mich entschloß, eine Rezension zu dieser außerordentlich schönen Aufnahme zu schreiben, stolperte ich zuerst über die bereits vorliegende Rezension.
Das in ihr Gesagte unterstreiche ich ausnahmslos Punkt für Punkt. Ich möchte aber noch ein paar Aspekte zusätzlich anführen.
Obwohl ich sehr schnelle Tempi nicht liebe, stellt diese Aufnahme eine Ausnahme dar. (Im Übrigen gehört die Aufnahme nicht zu den allerschnellsten). Selbst bei sehr schnellem Tempo wirkt die Musik nie gehetzt oder mechanisch abgespult. Sie atmet, hat immer Zielpunkte und Steigen und Fallen. Sie lebt in jeder Note und ist voller Poesie. Man kann nicht gedanklich abschweifen. Die Musik spricht. Wie kleine Verzierungen leichtfüßig, aber dennoch stets klar und sprechend, gewissermaßen als kleine Nebensätze in dem jeweils ungestört weiterlaufenden Hauptsatz, gespielt werden, ist beglückend. Agogische Temposchwankungen werden außerordentlich überzeugend eingesetzt.
Sowohl bei den schnellen als auch bei den langsamen Tanzsätzen ist springendes oder schreitendes Tanzen gut vorstellbar. Die Sarabanden sind würdig, aber nicht romantisch zergrübelt.
Ich kenne keine Aufnahme der Suiten (von den 20, die ich besitze), in der auch nur annähernd so ausgeprägt sowohl die horizontale Polyphonie als auch die vertikale Mehrstimmigkeit zur zwanglosen, mit sinnlicher Freude erfüllenden und völlig unangestrengt wirkenden Darstellung gebracht werden.
Ich kenne auch bisher keine Aufnahme, bei der jede Note und jeder Akkord so absolut rein intoniert wird, daß selbst das schon ein Hochgenuß zu hören ist. Dies bemerke ich aber nur "nebenbei", denn die übrige Interpretation steht für mich weitaus höher.
Zum ersten Mal höre ich eine Aufnahme, bei der die Lehren der historischen Aufführungspraxis so mit musikantischem Leben und tiefer Würde gepaart sind, daß man tatsächlich die Suiten streckenweise in völlig neuem Licht und mit (durch mich) noch nie gehörten Zusammenhängen hören kann. Darin läßt Jean-Guihen Queyras seinen Lehrer weit hinter sich.
Das Cello ist ein wundervolles altes Instrument; aber Queyras spielt es mit moderner Besaitung und modernem Bogen. Man kann hier sehen, daß das anscheinend der "historischen"
Spielweise und dem, was diese Spielweise erreichen will, offensichtlich keinen Abbruch tut. Das Cello klingt in allen Registern wundervoll und vielfarbig, so daß, besonders bei mehrstimmigem Spiel, fast der Eindruck vom Spiel mehrerer Instumente entsteht. Auch in den tiefsten Lagen klingt das Instrument nicht brummig oder mulmig, sondern klar und sonor. Auch dies habe ich so noch in keiner Celloaufnahme gehört. Vermutlich spielt hier auch eine Rolle, daß der Bogen anscheinend nie auf die Saiten gepreßt wird, sondern auch bei Fortestellen immer mit einer gewissen Leichtigkeit, fast Grazie, geführt wird. Wahrscheinlich auch deshalb hört man niemals ein Kratzen oder Quietschen, sondern stets einen sehr lebendigen Wohlklang (ohne daß dadurch Ernst und Tiefe verloren gingen). Hinzu kommt die ungeheure dynamische Bandbreite von kräftigem Forte bis hin zu fast gehauchtem Piano; beides übrigens zum Teil innerhalb eines Taktes, fast eines Akkordes. Auch dadurch erreicht Queyras die so außerordentlich erlebbare polyphone Wirkung vieler Stellen, vom wunderbar singenden und sprechenden Vortrag an sich ganz zu schweigen. Übrigens auch hier bewundernswert, wie zum Beispiel in der Sarabande der sechsten Suite bei aller Darstellung der Polyphonie stets eine Stimme in wundervollen Bögen durchgehend singt. Dies habe ich - gerade bei dieser Sarabande - bisher nur bei Casals (den ich mehr liebe als mein Vorrezensent) so herrlich hören können.
Die Aufnahmeakustik kommt dem allen in idealer Weise entgegen.
Ich habe schon lange nicht mehr eine so beglückende Aufnahme gehört.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2012
Das Violoncello oder kurz einfach Cello ist für mich die Königin unter den Musikinstrumenten. Ich liebe den weichen, volltönigen Klang und überhaupt den große Tonumfang an sich. Und irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass es der menschlichen Stimme am nächsten kommt. Mit diesen Voraussetzungen kommt man - oder besser gesagt meine Wenigkeit - wohl kaum an den Cello Suiten von Johann Sebastian Bach vorbei. Interpretationen gibt es inzwischen ja wie Sand am Meer und da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Mir persönlich gefällt die Version des Franzosen Jean-Guihen Queyras am besten.
Was Klangqualität, Tempo und die Art der Spielweise ganz allgemein betrifft, gibt es für mich nichts Besseres - allenfalls Gleichwertiges. Mit meinem begrenzten Wissen - ich selbst bin (leider) kein Musiker - bin ich allerdings nicht in der Lage, diesen Eindruck objektiv zu beschreiben und kann lediglich die Gefühle, die das Hören in mir auslöst, wiedergeben. Dass das Cello eine unglaublich schöne "Stimme" hat, kommt bei der glasklaren Akustik jedenfalls perfekt zur Geltung. In dem beigefügten Making Of hat man dann zu der akustischen Ebene noch die Visuelle und kann dem Künstler bei der Arbeit zusehen, wobei man auch einiges zur Entstehung dieser Aufnahme erfährt.
Das Werk selbst besticht durch seine Einfachheit und erfreut sich vielleicht gerade deshalb so großer Beliebtheit. Einfach nicht im Sinne von leicht zu spielen, sondern in Bezug auf die Tatsache, dass es sich dabei um ein Werk für ein Soloinstrument ohne Begleitung handelt und aus relativ kurz gehaltenen Sätzen besteht. Ich denke, dass diese Cello Suiten v.a. auch deshalb entstanden sind, um das Potential des Cellos zur Geltung zu bringen, war dieses Instrument in den Anfängen doch eher ein Begleitinstrument und bekam erst später den Status eines Melodieführers zugesprochen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2005
Ich besitze die Cellosuiten von sieben verschiedenen Cellisten. Musikalisch gehören die Suiten zum Schönsten und Vielfältigsten in der Celloliteratur. Gerade deswegen wird es meiner Meinung nach nie "die" Aufnahme oder Interpretation geben.
Ich liebe eigentlich alle meine Aufnahmen und höre je nach Stimmung immer wieder eine andere.
Zur Zeit ist diese Aufnahme mein grosser Favorit, da Maria Klieger technisch perfekt die Cellosuiten als intime, kleine Kammermusik im Wohnzimmer spielt. Das klingt dann einfacher und ist nicht so anstrengend für den Zuhörer, als z.B. die mehr sinfonisch mit teilweise viel Hall interpretierten Aufnahmen vom Maisky oder Rostropovich. Gerade durch diese intime Athmosphäre entdeckt man in der Struktur der Werke völlig neue Dinge, die ich bei den beiden anderen oben genannten Interpreten nicht gehört habe.
Diese Aufnahme eröffnete eine völlig neue Sicht für mich. Wunderbar !!
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2013
...eine echte Perle diese Aufnahme, auch Aufnahme-technisch!
Bach ist einfach zeitlos, alles geschieht so selbstverständlich, mühelos, unverkrampft, fließend...
Und auch aller größten Respekt vor Leuten wie Hr. Queyras, die sich an ein solches Werk überhaupt trauen!
Die CDs laufen, seit ich sie habe, seit Tagen in meinem Player.
Ein größeres Lob kann man sicher einem Musiker/Künstler nicht machen.

Grüße
MartinK
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Februar 2007
Obwohl Maria Kliegel vielleicht keiner der "ganz großen" Namen des Cello-Olymps ist, gelingt ihr hier eine Interpretation die viele der anderen Cello-Götter vor Neid grün werden lassen dürfte.

Maria Kliegel schafft hier eine absolut eigenständige und nuancenreiche Interpretation die auch nach wiederholtem Anhören nie langweilt und die dem Werk, so wie ich es vor meinem "inneren Ohr" höre, stets angemessen ist. Die Interpretin entlockt dem Ex-Gendron Stradivari Cello einen wunderschönen Ton, der durch keine der mir bekannten über ein Dutzend Aufnahmen überboten wird und auch nicht durch eine übertriebenes Vibrato verkitscht oder durch die Aufnahmetechnik verhallt wird. Die Leichtigkeit mit der die Suiten gemeistert werden läßt die technischen Herausforderungen die das Werk dem Interpreten auferlegt vergessen und stellt die Musik in den Vordergrund.

Auch wenn es schwierig sein dürfte, den über 50 am Markt befindlichen Aufnahemen der Cello-Suiten noch etwas relevantes hinzuzufügen, Maria Kliegel ist es gelungen. Diese Doppel-CD braucht sich jedenfalls trotz ihres äusserst günstigen Preises nicht schämen neben Pablo Casals im CD-Regal zu stehen.

Ich kann diese Einspielung nur jedem empfehlen, der sich für Bachs Cellosuiten interessiert, sei es als erste Aufnahme oder zur Erweiterung einer bestehenden Sammlung.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2013
Diese Interpretation hat mir besonders gut gefallen.

Es ist ene Homage an Bach, sehr einfühlsam und Teffsicherheit im Still.

Ich kann es nur weiter empfehlen!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Bach: The Cellosuites 1-6
Bach: The Cellosuites 1-6 von Jan Vogler (Audio CD - 2013)

Werke für Klavier & Cello (Beethoven)
Werke für Klavier & Cello (Beethoven) von Jean-Guihen Queyras (Audio CD - 2014)

Cellosuiten 1-6
Cellosuiten 1-6 von Isang Enders (Audio CD - 2014)