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Kundenrezensionen

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am 27. Januar 2007
Über die Serie selbst muss ich hier nicht mehr viel sagen. "Kingdom/Geister" ist die wohl irrwitzigste, genialste und frechste Serie, die je im TV zu sehen war. Sie beweist, dass Lars von Trier Humor hat, was man seinen Kinofilmen (die ich ebenfalls sehr schätze) kaum anmerkt.

Doch nun ein Wort zur Schnittfassung der DVD. Auch ich habe die Serie in der 11-teiligen Fassung kennengelernt. Das Schweizer Fernsehen hat damals die komplette Serie in ihrem Programmkinofenster "Delikatessen" ausgestrahlt. Später habe ich mir die Arthaus-Videos in identischer Schnittfassung angeschafft. Hierbei handelt es sich jedoch (gemäss dem äusserst lesenswerten Buch "Breaking the dreams - das Kino des Lars von Trier" von Achim Frost) um eine extra für das deutsche Fernsehen (Auftraggeber war Arte) produzierte, leicht gekürzte Schnittfassung. Arte wollte für den vorgesehenen Sendeplatz kürzere Folgen. Deshalb wurden die jeweils 4 dänischen Folgen auf 5 resp. 6 kürzere, deutsche Folgen zusammengeschnitten. Lars von Trier war sogar dazu bereit, für die zusätzlichen Folgen weitere Endkommentare zu drehen. Interessanterweise waren in der gekürzten deutschen Version Szenen enthalten, welche im dänische Original fehlten.

Was nun die DVD versucht, ist auf der Grundlage des dänischen Originalschnitts (zwei mal vier Folgen) eine komplette Fassung zu erstellen, die sämtliche Szenen der beiden Versionen beinhaltet. Das hat die Konsequenz, dass sowohl die dänische Version deutsch gesprochene Szenen, als auch die deutsche Version dänisch gesprochene Szenen enthält (eine Nachsynchronisation war verständlicherweise zu aufwändig).

Über das Ergebnis kann man sich streiten, mir persönlich gefällt es. Der einzige Wermutstropfen sind die drei entfallenen Schlusskommentare der deutschen Arte-Fassung. Warum diese nicht ins sonst hervorragende Bonusmaterial mit aufgenommen wurden, ist mir ein Rätsel.
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am 22. Februar 2006
Story:
"Geister" spielt im königlichen Reichskrankenhaus, auch genannt "Das Reich" (Riget), in Kopenhagen. Es laufen mehrere Subplots nebeneinander ab, welche jedoch immer etwas verbindet. Die Hauptereignisse laufen auf der neurochirurgischen Abteilung ab, in welcher es spukt. Dr. Helmer, Sigrid Drusse, Dr. Krogshöj, Dr. Moesgaard und "Brüderchen" sind die Hauptpersonen dieses Eposes.
Dr. Helmer ist ein schwedischer Arzt und kommt mit den Dänen nicht klar und eckt ständig irgendwo an. Er hat eines der Hauptprobleme der Serie. Ein armes Mädchen namens Mona wurde durch einen Kunstfehler behindert. Das Dokument welches Dr. Helmers Schuld beweisen könnte möchte er unter allen Umständen verschwinden lassen. Auf diesem Weg hat er einige "Abenteuer" zu erleben, wird angeschossen, fliegt nach Haiti um sich einen Voodoo-Trunk zu besorgen, parkt sein Auto im Krankenhaus oder schickt ein armes, hilfloses Mädchen durch den Lastenaufzug in welchem es spurlos verschwindet.
Sigrid Drusse, selbsternannte Spiritistin, hingegen ist eine mystisch angehauchte, sehr sympathische alte Dame. Sie ist bereits bekannt im "Reich", dass sie häufig als Simulantin im Krankenhaus auftaucht. Auf der Suche nach dem Geist der verstorbenen Mary unternimmt sie allerlei skurrile Abenteuer. Auch ihr im Krankenhaus arbeitender Sohn, Bulder, muss ihr ständig helfen. Mal braucht sie Dokumente aus dem Krankenhaus Archiv und mal muss sie die Seele der armen Mary in einem Loch in der Wand einmauern. Ständig auf Achse und ständig auf der Flucht vor dem "bösen" Dr. Helmer jagt sie ruhelos durch das Krankenhaus.
Dr. Krogshöj ist irgendwie die gute Seele des "Reichs". Er wohnt im Keller auf kosten des Krankenhaus und macht allerlei Besorgungen. Ein wirklich sympathischer Kerl. Leider kommen er und Dr. Helmer nicht besonders gut klar. Daraus folgt, dass Dr. Helmer ihn mit einem Gift aus Haiti vergiftet um ihm als Zombie wieder auferstehen zu lassen. Dies gelingt Dr. Helmer auch und Dr. Krogshöj wird fast im krankenhauseigenen Krematorium verbrannt, was aber noch gerade so verhindert werden kann. Danach ist nichts mehr wie vorher. Krogshöj ist wie ausgewechselt.
Ein Wirrwarr entsteht aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.
Meinung/Kritik:
Lars von Trier hat es geschafft, mit einfachsten Mitteln eine Miniserie der Superlativen zu produzieren. Über eine Zeit von knappt 10 Stunden kreiert er eine einzigartige Mischung aus Horrorelementen, Humor und Krankenhaus-Soap. Die Folgen sind mit einer Handkamera gedreht und weisen meist einen starken gelbstich wie ein sehr starkes Rauschen auf. Diese gewollten "Bildbeeinträchtigung" passt aber perfekt zu dem irrealen Epos. Die Folgen ziehen einen unheimlich in den Bann und man möchte sie alle am Stück anschauen. Ich habe mir selbst ca. 2 Wochen Zeit gelassen und immer wenn es mir möglich war eine der acht DVD-Folgen angeschaut. Einen wirklichen Bruch zwischen der 1. Staffel (Folgen 1-4) und der 2. Staffel (Folgen 5-8) ist nicht erkennbar. Die Erzählart ändert sich nur geringfügig und die Darsteller haben sich leicht verändert. Immerhin liegen zwischen der 1. und der 2. Staffel immerhin 3 Jahre. Da mittlerweile zwei der Hauptdarsteller (Stig Helmer und Sigrid Drusse) und 3 weitere Darsteller verstorben sind, wird es wohl keine 3. Staffel geben. Udo Kier, welcher Aage Krüger und das "Brüderchen" spielt, erwähnt zwar in einem Teil der Extra, dass eine 3. Staffel geplant ist, aber sicher ist dies nicht.
Natürlich werden in den 8 Folgen mehr Verwirrungen und Handlungsstränge erzählt als ich im Teil "Story" kurz erwähnte. Jedoch würde dies den Rahmen dieses Reviews sprengen. Es ist schon so sehr schwer die Eindrücke auf Papier zu bannen, ohne einen falschen Eindruck zu hinterlassen.
"Geister" wird häufig mit "Twin Peaks" verglichen, wozu ich jedoch nichts sagen kann, da ich TP nicht kenne. Ich selbst kannte Geister nur von "Früher" und "musste" mir damals die Serie mit meinem älteren Bruder ansehen. Im prepubertären Alter hatte ich ganz schön Angst beim schauen der Folgen. Heute ist dies zwar nicht mehr so, aber eine leicht beklemmende Wirkung hat das ganze schon noch. Besonders hat mir der Humor von Lars von Trier gefallen. Die ständigen Andeutungen des Hasses zwischen Dänen und Schweden sind einfach göttlich.
Ein wenig schade ist, dass alles so offen geblieben ist. Natürlich fördert dies die Fantasie aber lässt auch so viele Fragen offen. Was passiert mit Mogge, wird Moasgaard der wütenden Meute entkommen und wo ist Mona abgeblieben?
Vielleicht haben wir ja Glück und Lars von Trier gibt sich einen Ruck und dreht die 3. Staffel, auch wenn einige der Darsteller "ersetzt" werden müssten.
Fazit: Für mich ein wahres Highlight des Independentfilm. Diese Miniserie kann man jedem ans Herzlegen der gerne etwas skurriles erleben möchte in der Welt des Guten und Bösen. Mein "Geheimtipp" für ein langes Wochenende.
9 / 10 Punkte
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am 22. Januar 2006
...zunächst der Reihe nach !
1. Die Serie
Als die Amerikaner David Lynch und Mark Frost mit ihrer TV-Serie „Twin Peaks“ zu Beginn der neunziger Jahre alle gängigen Fernseherwartungen ausgehebelt und teilweise neu definiert
hatten, waren die Konsumenten, die sich gern intelligent unterhalten lassen, der Meinung, daß sich etwas Derartiges kaum wiederholen kann. Bezogen auf die USA behielten sie Recht.
1994 machte sich der dänische Regisseur Lars von Trier, der sich seit den achtziger Jahren den Ruf eines exzentrischen Experimentalfilmers erworben hatte, daran, die Idee zu einer Serie über die eigenartigen Vorkommnisse im Reichskrankenhaus zu Kopenhagen in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis, bislang durch 11 Teile im Rahmen zweier Staffeln dokumentiert, ist ein Cocktail aus verschiedenen Zutaten, faszinierend arrangiert und - aus meiner Sicht schon wegen der exquisiten dänischen Darstellerriege - derart bekömmlich, dass man - und darin liegt ein wichtiges Vergleichskriterium zu „Twin Peaks“ - gar nicht genug kriegen kann.
Riget, Geister oder Hospital der Geister - so der bzw. die Titel - ist keine von diesen herkömmlichen Krankenhaus-Serien, die regelmäßig die Werbeblöcke der Kabelsender auflockern, sondern in jeder Hinsicht erfolgreich in der Absicht, genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was man als Zuschauer erwartet. Auch hier bietet sich sich ein klarer, wenn auch der letzte Vergleich zu „Twin Peaks“ an.
Die Geistergeschichte - der Geist eines kleinen Mädchens, das vor langer Zeit in dem Krankenhaus ihr Leben verlor, erscheint einer spiritistisch interessierten, älteren Patientin - dient letztlich nur als Vehikel und Bindeglied zwischen vielen Handlungssträngen, die permanent zwischen der Arbeitsroutine im Krankenhaus und den teilweise obskuren Verhaltensweisen der Menschen dort pendeln. Seifenoper, Horrorfilm, Krimi, Satire und Philosophie gehen eine derart perfekte Symbiose ein, der man sich, einmal mittendrin,
einfach nicht entziehen kann.
Da ist die bereits erwähnte ältere Dame, die sich, obgleich physisch gesund, immer wieder aufgrund fadenscheiniger Symptome ins Krankenhaus einliefern lässt, um dort Seancen abhalten zu können. Da ist der ewig nörgelnde, arrogante schwedische Chefarzt, der vor dem Hintergrund eines ihm bewussten ärztlichen Kunstfehlers nichts Besseres zu tun hat, als sich auf den Lorbeeren anderer auszuruhen und die dänische Mentalität zu verfluchen. Da ist der engagierte Professor, der sich, nur um seine persönlichen Experimente weiterführen zu können, die mit Krebs befallene Leber eines hirntoten Patienten einpflanzen lässt. Und da sind nicht zuletzt zwei Mitarbeiter mit Down-Syndrom, die in der Küche arbeiten, ihren Arbeitsplatz praktisch nie verlassen, aber den totalen, detaillierten Überblick von allem haben, was in der Klinik geschieht. Diese Liste des Aberwitzes ließe sich beinahe endlos fortsetzen, weil es im Grunde nichts gibt, was nicht in irgendeiner Weise ernsthaft angerissen bzw. vertieft und / oder ironisch gebrochen wird.
Lars von Trier hat das Ganze in grobkörnigem Bildmaterial in Farbe festgehalten, in den meisten Sequenzen lediglich eine Handkamera zum Einsatz gebracht und größtenteils grob und schnell geschnitten. Kunstvolle, aber dennoch abgedrehte Kameraeinstellungen und Mehrfach-Bildüberlagerungen tun ihr Übriges. Durch diesen visuellen Zauber wird der Zuschauer, in Abhängigkeit von dem gerade behandelten Thema, zwischen amateurhaft wirkenden, realistischen Dokumentationen und surrealen Bildkompositionen hin und hergerissen.
Leider ist Ernst-Hugo Järegard – der schwedische Chefarzt Dr. Helmer und somit eine der Hauptfiguren der Serie – ein Jahr nach Abschluss der Dreharbeiten verstorben, so dass kaum zu erwarten ist, dass die Serie jemals fortgesetzt wird.
2. Die DVD-Box und andere Anmerkungen
Die Box ist sehr ansprechend gemacht und wartet – neben diversen Werbespots, Video-Clips und Interviews - mit angeblich restauriertem Material auf. Es wird darauf verwiesen, neben ergänzendem Material, das in Dänisch mit deutschen Untertiteln in die vorhandene deutsche Fassung integriert wurde, eine völlig neue Schnittfassung zu präsentieren.
Das ist völlig richtig, nur ist diese in wesentlichen Sequenzen unlogisch, d. h. nicht der eigentlichen Chronologie entsprechend und vor allem letztlich auch noch unvollständig !!
An dieser Stelle möchte ich kurz darauf hinweisen, dass ich hier nicht irgendwelche kleinlichen Bemerkungen zum Besten geben will, sondern schon weiß, wovon ich rede. Außerdem ist es allemal fair den Fans gegenüber, die wissen sollten, wenn man sie zum Narren hält !
Es existieren anscheinend mehrere unterschiedliche Schnittfassungen, angefangen mit der Ausstrahlung der 1. Staffel im Herbst 1996 auf N3 in zwei Teilen mit einer Gesamtlänge von 263 Minuten. Da diese Staffel normalerweise fünf Teile umfasst, existieren auch fünf abschließende Kommentare seitens des Regisseurs, wobei hier nur zwei davon zu sehen sind.
Diese Fassung ist komplett deutsch synchronisiert, d. h. dass die „restaurierten Passagen“ auf der DVD – bezogen auf diese Staffel – gar nicht nötig gewesen wären.
Ich habe diese Fassung – auch wenn die Qualität beträchtlich nachgelassen hat - immer noch auf VHS, und sie dient vor allem als Vergleich.
Die zweite Schnittfassung ist die Arthaus VHS-Veröffentlichung beider Staffeln, wobei die erste Staffel um ca. 35 Minuten gekürzt wurde, aber alle fünf Abschlusskommentare des Regisseurs enthalten sind. Die sechs Teile der zweiten Staffel beinhalten alles in voller Länge.
Beide Staffeln, jeweils eine Doppel-VHS-Box, sind durchgängig deutsch synchronisiert.
Die dritte Schnittfassung ist nun diese angeblich vollständig restaurierte DVD-Veröffentlichung. Sie bietet 8 Folgen, einen zum Teil unlogischen Schnitt, zum größten Teil überflüssige, deutsch untertitelte, dänische Sprachsequenzen (wie oben schon angemerkt) und unterschlägt – weil die komplette Serie 11 Folgen hat und nicht 8 – drei Abschlusskommentare des Herrn von Trier.
Ob diese nun Sinn ergeben mögen oder nicht – sie gehören dazu !
Aus diesem Grunde auch nur zwei Sterne für die DVD-Veröffentlichenung von Koch Media.
Ich bevorzuge die Arthaus Schnittfassung, die, auch wenn starke Kürzungen vorgenommen worden sind, in sich logisch geschnitten und synchronisiert wurde als auch alle Auftritte Lars von Triers beinhaltet.
Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren noch weitere sogenannte „Remaster“ – Fassungen dieser Serie auftauchen. Ja, Geld lacht...oder wie heißt das ?
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am 17. September 2007
Kingdom / Riget / Hospital der Geister / Geister

Die Serie von Lars von Trier hat viele Titel. Nachdem die deutsche Schnittfassung auf VHS veröffentlicht wurde kam 2005 eine neue Schnittfassung auf DVD, sozusagen der "final cut". Es wurden alle Szenen der dänischen und alle Szenen der deutschen Version vereint, nur 3 Schlusskommentare der deutschen Version fehlen. Jetzt gibt es die zweite deutsche DVD-Auflage, die der vorigen entspricht, nur ist diesmal die 1. Staffel vollständig deutsch synchronisiert.

Ich persönlich finde die Serie gut, aber nicht überragend, da ich die bewusst semi-professionell wirkende Umsetzung nicht mag. Aber Kritiken zur Serie selbst kann man bei den Altauflagen nachlesen. Hier soll's um die 2007er Neuauflage gehen.

Die Box enthält weiterhin die Schnittfassung der vorigen Veröffentlichung, also wie in der Originalversion mit 8 Episoden (2 Staffeln mit je 4 Ep.), nicht die deutsche Schnittfassung mit 11 (6+5) Episoden. Es sind weiterhin die zusätzlichen Szenen der deutschen Schnittfassung in die Originalfassung integriert. Neu ist, dass hier Staffel 1 komplett deutsch synchronisiert ist. Hier gab es einige Szenen die nur in der dänischen Schnittfassung enthalten waren und die daher in der vorigen DVD Version nur mit deutschen Untertiteln versehen waren. Ob das die Neuanschaffung lohnt muss jeder für sich entscheiden.

Das Bonus Material ist das gleiche wie auf der 2005er DVD.
- Audio-Kommentar zu ausgewählten Szenen mit Lars von Trier, Niels Vorsel und Molly Stensgard (mit Untertiteln)
- Behind-the-Scenes Dokumentation mit Darsteller-Interviews (ca. 25 Minuten)
- Acht Werbespots von Lars von Trier mit Ernst Hugo Järegard
- Original-Trailer
- Portrait von Lars von Trier (ca. 40 Minuten)
- "The Shiver" Musikvideo mit Lars von Trier
- "The Shiver" Musikvideo-Outtakes mit Lars von Trier

Zu den Hintergründen der verschiedenen Schnittfassungen gibt es eine ausführliche Rezension bei der 2005er Edition.
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am 23. Mai 2005
Liebend gerne hätte ich der Box fünf Sterne gegeben, gehört sie doch, für meinen Geschmack, zu einer der besten Serien überhaupt. Leider ist die Umsetzung von Koch Media gelinde gesagt eine Frechheit.
Was vollmundig als "ungeschnittene Version" auf der Rückseite angekündigt wird, entpuppt sich als Sprachwirrwarr. Denn die zugefügten Szenen sind bestenfalls Schnippsel, oft nur einzelne Worte, die einem plötzlich in Dänisch entgegen springen und dazu führen, dass man völlig aus dem Dialog und der Szene gerissen wird. Ganz davon abgesehen, dass diese "Szenen" (jedenfalls bis Episode zwei) keinerlei neue Informationen geben, sonders es sich um zu recht herausgeschnittenes Material handelt.
Es gibt weder eine Option, mit der man den "Directors Cut" ausschalten kann, noch einen Hinweis auf der Box, dass die Serie "teilweise mit deutschen, nicht ausblendbaren Untertiteln" versehen ist. Und das ist, was den momentanen Standart auf dem DVD Markt angeht, einfach ein Unding.
Ich persönlich kann vom Kauf der Box nur abraten und hoffe, dass sie bald noch einmal vernünftig aufgelegt wird.
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am 21. Januar 2008
Ich bin kein Fan von Neusynchronisationen und ärgere mich oft über die hinzugefügten Dialoge mit völlig falschen Sprechern. Bei dieser Box macht es aber Sinn. Die anfangs fehlenden Sequenzen waren oft nur einzelne Worte und durch das Wiedereinfügen gab es manchmal mehrere Wechsel von Deutsch zu Dänisch mit deutschen Untertiteln innerhalb eines Satzes. Das hat doch ziemlich gestört. Diese Szenen wurden jetzt neu synchronisiert und es wurden wohl meist die gleichen Sprecher genutzt, bis auf einen etwas anderen Klang fällt die Neusynchro nicht auf.

Aber warum nur die erste Staffel ???
Bei Staffel zwei wurden die hinzugefügten Szenen nicht synchronisiert und dies kann ich nun gar nicht verstehen, denn wenn man den Aufwand schon betreibt, hätte man gleich beide Staffeln überarbeiten können.

Somit warten wir gespannt und geben unser Geld erneut aus für die dritte Auflage mit der Aufschrift "Jetzt auch Staffel zwei komplett übersetzt".

Für die Veröffentlichungspolitik kann der Film natürlich nichts, er hat mehr als 5 Steren verdient !!!
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am 19. Februar 2014
Ich hatte die Serie bereits vor etlichen Jahren im TV gesehen und sie hat eine bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Serie ist teilweise urkomisch, sehr makaber, düster, unheimlich und beklemmend.

Geister lebt vor allem von seinen schrulligen Charakteren (Vor allem die beiden Figuren Prof. Stig Helmer und Prof. Moesgaard finde ich schlichtweg genial), der unkonventionellen Handlung, dem bitterbösen Humor und der beinahe surrealen Kameraarbeit.

Die Serie ist mit Sicherheit nicht für jedermanns Geschmack, die einzige Serie die ich kenne die für mich vielleicht noch vergleichbar ist wäre Twin Peaks - obwohl wieder ganz anders im Stil.

Ohne etwas abwerten zu wollen, kann man denke ich sagen, das jemand, der auf perfekt ausgeleuchtete amerikanische Mainstream Hochglanz Fernsehserien steht, möglicherweise mit einer Serie wie Geister nichts anfangen kann, da sie typische Sehgewohnheiten ab absurdum führt.

Mit der DVD-Box bin ich als Fan der Serie überwiegend zufrieden, teilweise negative Dinge die schon in anderen Rezensionen angesprochen wurden bzgl. Synchronisation und Schnittfolge empfinde ich als nicht so schlimm, der Gesamteindruck bleibt positiv.
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am 7. April 2005
Brüllend komisch, spannend, verrückt! Lars von Trier hat mit wackliger Handkamera, groben Schnitten, Gelbfilter, spartanischer Beleuchtung und Dialogen, die wie improvisiert wirken, eine absolut köstliche und stilistisch eigenwillige Seifenoper in Szene gesetzt. Das Ganze lebt - trotz okkulter Rahmenhandlung - von den detailreich gezeichneten, exzentrischen Figuren und ist in erster Linie eine bissige Satire auf die sentimentalen Klinik-Serien und nebenbei eine Abrechnung mit der modernen Medizin. Es spielt auf einer heruntergekommenen Neurochirurgie einer riesigen, düsteren und labyrinthischen Uniklinik in Dänemark. Da gibt es einen unsicheren und unter Depressionen leidenden Chefarzt, den schwedischen Oberarzt (ein ambitionierter Bösewicht), den mit Medikamenten dealenden Assistenten, den perversen Chefarztsohn. Und es gibt illegale Rennen mit Krankenwagen, vertuschte Kunstfehler, manipulierte Akten, abstruse Bettenpolitik, Intrigen, Giftmischerei, Geheimbünde, Affären ... Und trotz der vielen Geister und Dämonen (nebst Splatter-mässigen Effekten) zeigt diese Serie die "dunkle Seite" der Medizin realistisch wie keine zweite (Selbst bei guten Serien wie ER ist ja der Humor extrem bieder, und alle Sünden und Fehler der Akteure sind vergleichweise harmlos).
Gleichwohl das Okkulte (z.B. Udo Kier in einer unfassbaren Rolle als dämoisches Riesenbaby) einen guten Handlungsmotor abgibt und fast immer unterhaltsam ist, wollte der Moralist von Trier vermutlich anhand seiner Monster hauptsächlich zeigen, wie monströs ihm erstens die Medizin selbst erscheint und zweitens, wie sehr sie noch - im Gegensatz zu ihrem Selbstverständnis - von Irrationalität geprägt ist. (Es gibt z.B. einen Pathologen, der so scharf auf die wissenschaftliche Erst-Beschreibung des "grössten Leber-Sarkoms der Medizingeschichte" ist, dass er sich die vom Krebs befallene Leber eines Patienten nach dessen Tod selbst transplantieren lässt, damit sie noch grösser werden kann .. noch Fragen?)
Aber auch diejenigen, die sich nicht für solche Interpretationen interessieren und die nicht in der Medizin arbeiten, werden hier viel Spass haben. "Geister" gehört für mich zum Besten, was jemals an Fernsehen produziert wurde kann hinsichtlich der Qualität in einem Atemzug mit "Twin Peaks", "Sopranos" und "Cracker" ("Für alle Fälle Fitz") genannt werden.
Unbedingt kaufen!
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am 17. Mai 2005
Über die Serie "Geister" braucht man sich nciht streiten - 5 Sterne hat sie verdient. Die Box leider nicht. SO enthält sie zwar die längere Fassugn gegenüber der TV-Ausstrahlung mit vielen unveröffentlichten Szenen, die verständlicherweise auch ncihjt synchronisiert sind. Unverständlich aber, dass man diese nicht als Option sehen kann, sondern gezwungen wird sich das gesamte anzugucken, mit Sprachwechsel in jdere dritten szene. Es hätte gereicht, diese Szenen optional zu machen. Ebenfalls eine Schande ist die Bildqualtät - gegenüber dr VHS-Veröffentlichung ein deutlicher Rückschlag.
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am 13. Januar 2011
Nachdem ich vor vielen vielen Jahren diese Serie im Laufe des Medizinstudiums gesehen habe, habe ich sie mir nun angeschafft.
Geil!
Genau so isses im Krankenhaus. Lauterbach kann's sicher bestätigen. Er kann dann auch endlich mal sehen, was denn überhaupt Patienten sind.
Die Qualität ist angemessen, die Handlung halt Lars von Trier - völlig abgedreht, immer neue Überraschungen.
Vergleiche gibt es keine.
Für jemanden mit etwas morbidem Humor -> nur zu empfehlen. Wenn dieser dann auch noch irgendwie im Krankenhausumfeld arbeitet, und etwas Humor hat - Schenken!
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