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5.0 von 5 Sternen bisher unentdecktes juwel, 16. Dezember 2011
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: True Blue [Vinyl LP] (Vinyl)
vorerst dank an den rezensenten roland schilz, der mich auf dieses album gebracht hat.
ich bin im jazz sicher nicht gerade unbeschlagen und war mir bisher sicher, alle nennenswerten highlights im blue-note-katalog zu kennen. warum mir dieses juwel bisher verborgen blieb, ist mir nachgerade unbegreiflich...

so weiblich der name klingt, es handelt sich um einen schwarzen musiker, der 1932 in north carolina geboren wurde und der - wie leider die meisten genialen musiker - seine energie sehr schnell verbrauchte, er wurde nur 42 jahre alt.

diese scheibe kam 1960 heraus - zehn jahre nachdem miles davis dem jazz mit "birth of the cool" so was wie eine neue richtung gegeben hatte, ein jahr nach einem DER jazzalben schlechthin "kind of blue" - und das ist ihr irgendwie anzuhören.

es ist grandioser hardbop der hier geboten wird, dafür sorgt schon die - für einen unbekannten musiker hochklassige begleitmannschaft freddie hubbard (trompete), duke jordan (piano), sam jones (bass) und art taylor (drums).

tina brooks spielt ein unverwechselbares tenorsaxofon, mit einem eigenen timbre und einem sehr warmen, vollen ton. er spielt es mit großen gefühlen, mit einem gefühl für schönklang, mit dem willen, den fluss der restlichen musiker anzutreiben, aufzuwerten und dann und wann auch einmal in eine andere richtung zu lenken - und das macht er großartig.

somit ist das ein hardbop-album geworden, das wohl auch liebhabern anderer richtungen gut ins ohr gehen wird obwohl kein einziger ton auf den massengeschmack abzielt.

klanglich ist auch rein gar nichts auszusetzen, eine typische blue-note-aufnahme eben, damit sollte alles klar sein. die musiker stehen fest auf ihren plätzen, die bühne passt und der klang aller instrumente hat den richtigen raum und kommt mit kaum gebremster dynamik an. vor allem die eruptionen des saxofons und der trompete entstehen fast ansatzlos im raum, so soll das sein und man fragt sich wieder einmal, was die herren toningenieure in den letzten 50 jahren dazugelernt haben...

sowas gehört unbedingt auf vinyl (obwohl die CD sicher auch gut klingt) - nur das passt zur musik und nur da kommt auch das wirklich schöne cover so zur geltung wie es damals wohl gedacht war.

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True Blue-Rvg
True Blue-Rvg von Tina Brooks (Audio CD - 2005)
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