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am 15. Juni 2016
Anfang der 80er Jahre hatten es viele Prog-Rock–Bands, aufgrund des veränderten musikalischen Zeitgeistes, plötzlich schwer, zu überleben. Viele Bands wandelten sich und fingen an, kürzere und einfachere Songs zu schreiben. Eloy hatten den Übergang von den 70ern zu den 80ern im Vergleich dazu recht gut überstanden. Aber zuerst einmal die Geschichte dazu:

Im Herbst 1979 stand die nächste große Bandumstellung bei Eloy an. Keyboarder Detlev Schmidtchen und Schlagzeuger Jürgen Rosenthal, welcher auch seit „Dawn“ für die Texte verantwortlich war, verließen die Band. Schon während den Aufnahmen zum Vorgängeralbum „Silent Cries and mighty Echoes“ kam es zu Spannungen innerhalb der Band, die zuletzt während 1979 noch einmal tourten. Infolge dessen traten Schmidtchen und Rosenthal bei Eloy aus, um sich dem gemeinsamen Projekt „Ego on the Rocks“ zu widmen. Damit war die „legendäre Eloy-Besetzung“ dahin. Im Gegensatz zur ersten großen Bewährungsprobe 1975, war Mastermind Frank Bornemann dieses Mal aber nicht alleine. Bassist Klaus-Peter Matziol wollte bleiben, und dabei helfen, die neuen Eloy zu formieren. Man fand die neuen Musiker in Form von Hannes Arkona und Hannes Folberth. Gitarrist Hannes Arkona war bereits auf der Tour 1979 als Zweitgitarrist dabei und kannte den Pianisten Hannes Folberth. Dieser sollte wiederum die Lücke bei den Keyboards füllen. Jim McGillivray wurde neuer Schlagzeuger – und fertig war die neue Eloy-Besetzung. Schon im Frühjahr 1980 begannen die Aufnahmen zum neuen Album. Aufgrund des Zeitdrucks seitens der Plattenfirma, konnte dieses Mal allerdings kein pompöses, ausuferndes Konzeptalbum geschaffen werden, wie es die Alben vorher waren. Das neue Album trägt den Namen „Colours“ und das hört man auch! Es ist einerseits rockiger, aber andererseits auch bunter, lebendiger und fröhlicher als die vielleicht etwas zu düster und mystisch daherkommenden Vorgängeralben. Alle Songs sind unter 10 Minuten lang, das längste Lied dauert gerade einmal 07:20 Minuten. Auch verschwanden zum Großteil die ausufernden Instrumentalpassagen und atmosphärischen Keyboard-Flächen, dafür wurde alles etwas straffer und knackiger.

Auf dem Album befinden sich folgende Songs:

1. Horizons (Lyrics: Jim McGillivray)
2. Illuminations (Lyrics: Jim McGillivray)
3. Giant (Lyrics: Sonja Brown)
4. Impressions (Lyrics: Sonja Brown)
5. Child Migration (Lyrics: Jim McGillivray)
6. Gallery (Lyrics: Jim McGillivray)
7. Silhouette (Lyrics: Jim McGillivray)
8. Sunset (Lyrics: Jim McGillivray)

Die remasterte Version beinhaltet zusätzlich folgende Bonustracks:

9. Wings Of Vision (Lyrics: Jim McGillivray)
10. Silhouette (Single Edit) (Lyrics: Jim McGillivray)

Alle Songs wurden von Eloy geschrieben und arrangiert. Produziert wurde das Album in den Horus Sound Studios Hannover von Eloy und Frank Bornemann.

Die neu formierte Band besteht im Detail aus folgenden Musikern:

• Frank Bornemann: Acoustic and Electric guitars, Lead vocals
• Klaus-Peter Matziol: Bass guitars, Vocals
• Hannes Arkona: Acoustic and Electric guitars
• Hannes Folberth: Keyboards, Synthesizer and Piano
• Jim McGillivray: Drums, Percussion and Lyrics (except tracks 3 and 4)

Weitere Musiker, die am Album beteiligt waren, sind:

• Edna and Sabine: Vocals on „Horizons“

Für die Songtexte wurde wieder der Schlagzeuger engagiert, mit Ausnahme des dritten und vierten Songs. Das Albumcover wurde von Winfried Reinbacher entworfen und gehört zu den schönsten Covern die ich kenne. Es zeigt auch, in welche Richtung die Songs gehen sollen. Thematisierten die Songs der zwei Vorgängeralben „Ocean“ und „Silent Cries and mighty Echoes“ meist recht dunkle Szenarien, geprägt von Weltuntergängen, Ende der Menschheit etc., so sind die Songs auf „Colours“ spürbar fröhlicher, munterer und naturverbundener.

Gleich im ersten Song werden diese Themen aufgegriffen. „Horizons“ brilliert durch Frauengesang und massiven Einsatz des Clavinets und hebt sich dadurch gleich zu Anfang des Albums deutlich ab. In dem von Jim McGillivray geschriebenen Text wird die Naturverbundenheit deutlich:

sunbeams dancing in your mind
blue larks embracing sunlight
lotus of petals glistening
cool shade of wise trees listening
dawn of light lies between silence
chased amid fusions of wonder
revealing corridors of time
pictures of redescending distance
love colours sent within us
our endless caress for freedom
dawn of light lies between silence
chased amid fusions of wonder
revealing corridors of time
pictures of redescending distance
love colours sent within us
our endless caress for freedom

Ich könnte mir dieses sphärische Lied immer wieder anhören. Es ist einfach wunderschön.

Das darauffolgende „Illuminations“ ist ein weiteres gutes Beispiel für die neuen Eloy. Die Sounds sind teilweise viel spaciger als auf den Vorgängeralben und kurze Gitarren-Riffs gesellen sich dazu. Insbesondere die Keyboard-Flächen wurden durch vielfältige Synthie-Sounds ersetzt. Durch die vielen E-Gitarren entsteht ein viel rockigerer Gesamtsound. „Giant“ fängt dagegen ganz in alter Eloy-Manier mit den atmosphärischen ARP-String-Flächen an, um dann in einen lockeren Rocksound zu münden. Immer wieder sind sehr schöne Melodiebögen aus Synthesizern und ARP-Strings zu hören, ehe der Song in einen von Keyboards getragenen Instrumentalteil übergeht, eh zum Schluss wieder Bornemanns vertraute Stimme erklingt. Allgemein muss man sagen, dass sich sein Gesang im Vergleich zu den Vorgängeralben (auf denen er teilweise sehr akzentuiert sang…) verbessert hat. „Impressions“ besticht durch ein sehr schönes Flötensolo, dessen Musiker allerdings nicht erwähnt wird, ansonsten ist dieses schöne kurze Lied recht kurzweilig. Anschließend folgt „Child Migration“ – der längste Song des Albums und mein Favorit. Ursprünglich wurde der Song im Jahr 1979 zum Anlass des „Jahr des Kindes“ komponiert. Tatsächlich findet man diese Version als Bonustrack der Neuauflage von „Silent Cries and mighty Echoes“. Die Album-Version auf „Colours“ unterscheidet sich allerdings deutlich von der ursprünglichen Version, da sich Bornemann dazu entschied, den Song komplett umzuschreiben. Der Text wurde auch fast vollständig verändert. Im Endeffekt entstand so ein ziemlich abwechslungsreicher Rocksong. Alleine das Intro fängt schon interessant an, ansonsten wechseln sich rockige Gitarrenriffs und sphärische Keyboard-Sounds immer wieder ab. Mit „Gallery“ folgt der in meinen Augen einzige Tiefpunkt des Albums. Das recht poppig daherkommende Lied mit einer Länge von 03:22 Minuten ist für meinen Geschmack viel zu hecktisch und auf Dauer einfach nur nervig. Zum Glück wird man mit dem nachfolgenden Song wieder entschädigt. „Silhouette“ fängt ganz wunderschön-dezent an und wirkt mit dem vielen Klavier und Clavinet fast schon klassisch. Auch hier ist der blumige und naturverbundene Songtext zu erwähnen:

she grew like the blossming oak tree
a fountain of magic spells
her mind was of sunshowered beauty
we once knew so well
her roots understanding of earth seeking silently
branches of arching embrace and serenety
flowers revealing the secret of her own mystery
her fruit offering endless desire for true love and harmony

Nach diesem farbigen Intro artet der Song allerdings in einen gradlinigen Rock-Song aus. Für Eloy-Verhältnisse geht dieser Song ziemlich nach vorn. Irgendwie erinnert mich das Lied an „Eye of the Tiger“ von Survivor, auch wenn dieses erst ein Jahr später erschien. Zum Ende von „Silhouette“ gibt es dann noch ein knackiges Gitarrensolo zu hören. Seinerzeit wurde das Lied auch als Single ausgekoppelt – ohne das schöne Intro. Das Abschließende Stück „Sunset“ ist wiederum rein instrumental und wirkt mit der Akustikgitarre und dem Synthesizer sehr sphärisch. Wie auch schon „Horizons“, schafft es der letzte Song einen bunten und sehr lebhaften Eindruck zu hinterlassen und eh Mann sich versieht, ist das Album vorbei. Mit einer Gesamtspieldauer von nur knapp 40 Minuten (ohne Bonustracks) ist es etwas kürzer als die vorigen Eloy-Alben.

Als Bonustracks gibt es zum einem das sehr kommerzielle „Wings of Vision“, welches sich deutlich vom gewohnten Eloy-Stil absetzt, sowie die erwähnte Single-Version von „Silhouette“.

ZUSAMMENFASSUNG

Eloy haben den Übergang in die 80er Jahre gut überstanden. „Colours“ beinhaltet sowohl kürzere und gradlinigere Lieder, als auch längere, verspieltere und komplexere Lieder. Insgesamt klingt das Album deutlich frischer als seine Vorgänger. Songs wie „Horizons“ und das abschließende Instrumental „Sunset“ sind in ihrer Art außergewöhnlich und wunderschön. Auffällig ist der hohe Anteil an elektrischen Gitarren, wodurch auch ein insgesamt rockigerer Eindruck entsteht. Weniger Symphonic-Rock, dafür mehr verspielter und farbenfroher Artrock. Die Songs sind spürbar fröhlicher und gelöster, auch wenn diese nicht als Ganzes im Kontext eines Konzeptalbums stehen. Ich würde es vielleicht mit „DUKE“ von Genesis vergleichen, welches zu selbiger Zeit erschien und seinerzeit sowohl Fans als auch Kritiker zufriedenstellte. „Colours“ ist jedenfalls in meinen Augen das letzte gute Eloy-Album, welches irgendwie noch den Sound der 70er Jahre einatmet, aber mit dem anderen Fuß schon in den 80ern steht. Jedenfalls kann man das Album immer wieder hören, es zählt auch zu meinen meistgehörtesten Eloy-Alben. Ich bin mit dem Endergebnis voll zufrieden, nur auf „Gallery“ hätte man vielleicht verzichten können. Im Kontext einer 15-Punkte-Skale würde ich es vielleicht mit 13 Punkten bewerten wollen. Also, wer etwas leichteren Prog-Rock hören möchte, oder sich mit Eloy näher beschäftigen möchte, der kann die „Colours“ ruhig kaufen. Eloy-Fans sollten dieses Album ohnehin besitzen.

Quellen:
• Booklet zum Album
• Discogs.com
• Eloy - Legacy

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(Wenn ihr Fragen, Anmerkungen oder Kritik bezüglich meiner Rezension habt, dürft ihr dies gerne in den Kommentaren kundtun.)
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Ich besitze schon einige LP's und CD's von Eloy. Meine ersten Kontakte mit dieser Band waren die Alben "Inside" und "Floating", die sich damals mein älterer Bruder zugelgt hatte. Der Sound dieser beiden Alben hat mich immer wieder neugierig auf ihre neuen Alben gemacht. Mein Lieblingsalbum von Eloy ist allerdings "Power To The Paison". "Colours" habe ich mir erst jetzt angeschafft und bin angenehm überrascht, da die 80ziger Jahre oftmals musikalisch nicht so toll waren. Die anderen Rezensionen zu "Colours" haben mich dazu bewogen, meine "Krautrocksammlung" um dieses Album zu erweitern. Die Anschaffung habe ich nicht bereut. Meine bisherigen Lieblingsstücke des Albums sind "Giant", "Child Migration" und "Sunset". Dass die Songs etwas kürzer ausgefallen sind, gefällt mir eigentlich auch recht gut. Das längste Lied ist " Child Migration" mit 7:20 Minuten. Zu der Geschichte um das Album und explizit zur Musik äußere ich mich jetzt nicht, da hier wirklich schon hervorragende Rezensionen verfasst wurden. Ich möchte aber betonen, dass diese Eloy CD wahrhaftig zu den besseren Alben von Eloy zählt. Ich kann es getrost weiter empfehlen. Ich gebe "nur" 4 Sterne, da "Power To The Paisson", "Floating" und "Ocean" besser sind und 5 Sterne verdient haben.
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am 2. September 2003
Als ich das Lied "Child Migration" gehört habe, habe ich ehrlich nicht meinen Ohren getraut, es hört sich an, als kämen die Klänge aus einem anderen Planeten. Wahrlich handelt es sich bei Eloy, besonders bei dieser Scheibe, um Fantasy-Rock, wobei die Texte auf die Menschen auf der Erde bezogen sind. Bei dieser Scheibe spürt man, was Faszination bedeutet, ich hätte gerne gewusst, wie F. Borneman sich um diese Zeit gefühlt hat, inklusive die anderen Bandmitglieder. Ich habe das Glück gehabt,die Platte auf dem Flohmarkt zu finden (vor 10 Jahren) und seitdem bin ich hunderten von Leuten begegnet, die diese Scheibe haben möchten. Es handelt sich fast um das Beste von Eloy und ich wünschte, die würde in Form von CD auf den Markt kommen.
Ein Lied stellt das vorherige in den Schatten und jedes Lied setzt den Hörer in eine andere (schönere) Welt. Es ist einerseits echt schade, dass nur wenige die Band kennen und aber andererseits bin ich froh, dass nur die Leute sie kennen, die sie auch entsprechend schätzen. Über die Einzelheiten , was die Songs auf dieser Scheibe betrifft, möchte ich nicht viel schreiben, denn es wird nicht mal annähernd diese Musik beschreiben.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Januar 2015
Als 1980 "Colours" bei EMI erschien,hatten sich bei der deutschen Prog-Rock-Band Eloy personelle Veränderungen gegenüber den Alben zuvor ergeben.
Jürgen Rosenthal (Drums und Texte) und Detlev Schmidtchen (Keyboards) hatten die Band verlassen und wurden durch Jim McGillivrai (Drums),Hannes Folberth (Keyboards) und Hannes Arkona (E-und akustische Gitarren) ersetzt.
Für den Baß war weiterhin Klaus-Peter "Matze" Matziol zuständig,für den berühmt-berüchtigten Gesang und Gitarren (akustisch und elektrisch), wie gewohnt Bandleader Frank Bornemann.
Mit der gewechselten Besetzung ging ein gewisser Wechsel in der musikalischen Ausrichtung der Gruppe einher.
Vorbei waren (vorerst) die Zeiten ausladender,schwelgerischer Instrumentalparts,symphonischer Longtracks;auf "Colours" geht es deutlich geradliniger,rockiger zu,die Tracks wurden kürzer,wirkten gestraffter.
Daß mit Hannes Arkona ein zweiter Gitarrist an Bord war und Hannes Folberth seinen Keys deutlich "space"igere",teils sirenenartige Töne entlockte,als sein Vorgänger,gab dem Album andere Klangfarben und führte zu einem gewissen Stilwechsel.
Da die Fans das eher zwiespältig aufnahmen,kehrte man auf den beiden Folgeabeiten ("Planets"/"Time To Turn") wieder zu deutlich ausladenderen Parts zurück,behielt den fetten,sphärischen "Space"-Sound aber bei.
Dort war Hannes Arkona dann nicht nur für die zweite Gitarre zuständig,sondern unterstützte Hannes Folberth auch noch an den Tasten,was den Anteil der Keyboards an der Musik wieder erhöhte.
Für mich ist "Colours" ein gutes Prog-Album,erreicht aber nicht die schwelgerische Eindringlichkeit der beiden Vorgänger und nicht die Intensität der beiden Nachfolger;die Platte wirkt vergleichsweise hektischer,vordergründiger,dennoch bietet sie dem Fan des Genres viele Leckerbissen,Abwechslung,erscheint geradezu farbenfroh.
Das Cover- Artwork gilt als eines der besten der Band,auch die Klangqualität ist OK.
Im Vergleich zur Vinyl-LP fiel die erste CD deutlich ab.
2005 gab es dann eine Remaster-Neuauflage,die zwiespältig aufgenommen wird.
Mit der Single-Version von "Silhouette" und dem raren,sehr kommerziell angelegten "Wings Of Vision" werden zwei Bonustracks geboten,die Remaster-CD klingt auch detaillierter und feiner,als die alte CD,jedoch hat Hans-Jörg Mauksch beim Remastering nicht nur Gutes getan.Die ursprünglich guten Dynamikwerte wurden in tiefste Abgründe hinabreduziert und sehr hoch ausgesteuert;der Alptraum eines jeden Audiophilen,auch "Loudness-War" genannt.
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1979/80 stand leider eine Umbesetzung bei Eloy an. Detlev Schmidtchen (Keyboards) und Jürgen Rosenthal (Drums) verließen die Gruppe. Gerade im Fall Jürgen Rosenthal ist dies sehr traurig, da er die gesamten Texte der vorherigen Alben geschrieben hatte. Frank Bornemann (Guitars und Vocals) und Klaus-Peter Matziol (Bass) machten aber mit neuen Mitstreitern weiter. Hannes Arkona (Guitars), Hannes Folberth (Keyboards) und Jim McGillivray (Drums).

Frank Bornemann nutzte die Chance und veränderte den Sound der Gruppe ein wenig. Die Songs auf "Coulors" sind deutlich kürzer ausgefallen, als auf den Vorgängern. Minutenlange Instrumentalpassagen gibt es nunmehr nur noch selten. Alles ist etwas gestraffter. Selbstverständlich sind Eloy aber noch als Eloy zu erkennen. Dafür sorgt schon der `besondere` Gesang von Frank. Mir gefällt das Resultat, "Silent Cries..." und "Ocean" bleiben für mich aber die unerreichten Meisterwerke der Gruppe.
Als Anspieltipps nenne ich hier `Illuminations` und `Child migration` und vielleicht noch `Sunset`.

4 Sterne für "Colours". Wer auf die etwas `leichteren` Eloy steht, ist hier sicher richtig und sollte zuschlagen.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2012
1979/80 stand leider eine Umbesetzung bei Eloy an. Detlev Schmidtchen (Keyboards) und Jürgen Rosenthal (Drums) verließen die Gruppe. Gerade im Fall Jürgen Rosenthal ist dies sehr traurig, da er die gesamten Texte der vorherigen Alben geschrieben hatte. Frank Bornemann (Guitars und Vocals) und Klaus-Peter Matziol (Bass) machten aber mit neuen Mitstreitern weiter. Hannes Arkona (Guitars), Hannes Folberth (Keyboards) und Jim McGillivray (Drums).

Frank Bornemann nutzte die Chance und veränderte den Sound der Gruppe ein wenig. Die Songs auf "Coulors" sind deutlich kürzer ausgefallen, als auf den Vorgängern. Minutenlange Instrumentalpassagen gibt es nunmehr nur noch selten. Alles ist etwas gestraffter. Selbstverständlich sind Eloy aber noch als Eloy zu erkennen. Dafür sorgt schon der `besondere` Gesang von Frank. Mir gefällt das Resultat, "Silent Cries..." und "Ocean" bleiben für mich aber die unerreichten Meisterwerke der Gruppe.
Als Anspieltipps nenne ich hier `Illuminations` und `Child migration` und vielleicht noch `Sunset`.

4 Sterne für "Colours". Wer auf die etwas `leichteren` Eloy steht, ist hier sicher richtig und sollte zuschlagen.
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am 12. Januar 2015
"Colours" ist das 8. Studioalbum von Eloy und erschien 1980 auf dem EMI-Label. Es kam in die Top-30 der deutschen Albumcharts und ist im Gegensatz zu vielen Vorgängerwerken von Eloy kein Konzeptalbum. Die hier besprochene Edition von EMI vom Februar 2005 beinhaltet zu den 8 Titeln des Originals noch die beiden Bonusgaben "Wings Of Vision", einem, wenn ich mich nicht irre, eigens für Promotionszwecke geschriebenen Song, sowie die Single-Version von "Silhouette". Die Besetzung war Frank Bornemann (Gesang, Gitarren), Klaus-Peter Matziol (Baß, Gesang), Hannes Arkona (Gitarren), Hannes Folberth (Tasteninstrumente) und Jim McGillivray (Schlagzeug). Aufgenommen wurde das Teil in Hannover im Horus Sound Studio und produziert wurde es von Frank Bornemann und seinen Leuten. Angefangen von dem (gesanglich) sphärisch anmutenden Eröffnungstrack "Horizons", bis zu den beiden ineinander übergehenden Abschlußnummern des Originals, "Silhouette" & "Sunset" spielen Eloy hier die volle Bandbreite exzellent ausgearbeiteter Progrocksongs, die stellenweise einen beachtlichen Härtegrad erreichen. Von ihrem Debutalbum "Eloy" von 1971 bis zu eben diesem Opus hier kenne ich alle regulären Alben von Eloy, aber was die einzelnen Arrangements der Stücke angeht, die den typischen Eloysound mit einer gewissen Eingängigkeit und der bereits erwähnten Härte harmonisch miteinander verschmelzen lassen, ist "Colours" für mich unerreicht. Das Preisniveau (Stand: Januar 2015) ist absolut in Ordnung. Die Coverillustration (von Winfried Reinbacher) zählt für mich zu den besten, die Eloy je aufgelegt haben und NATÜRLICH liegt das insbesondere an diesem herrlich knackigen Hintern, der frische Äpfel neidisch werden läßt! Schmetterlingshafte 5 Sterne! Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Suzi Quatro "Main Attraction", Peter Kraus "Vollgas!"
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am 20. Dezember 2009
Die Vierer-Formation von Eloy mit Frank Bornemann, "Matze" Matziol, Detlev Schmidtchen und Jürgen Rosenthal gilt bei vielen Eloy-Fans als beste in der langen Geschichte dieser Band. Seit 1976 und ihrem ersten Album "Dawn" waren besonders letztere zwei stilprägend in den 70ern, spielten sie doch auch das ultimative Meisterwerk "Ocean" ein. Nach "Silent Cries and Mighty Echoes", das eigentlich nichts Neues bot aber das Niveau gerade noch halten konnte, drohte die Luft auszugehen. Schmidtchen und Rosenthal hatten große Pläne (Ego on the Rocks, leider nur ein Album) und verabschiedeten sich. Mit Hannes Folberth (keys), Jim McGillivray (dr, übernahm auch die Rolle des Texters von Jürgen Rosenthal) sowie Hannes Arkona an der zweiten Gitarre fand man vollwertigen Ersatz.

Es beginnt mit einem engelhaften Frauenchor beim Opener "Horizons". Himmlisch! "Illuminations" führt gleich Hannes Folberths Keyboards ein, die Eloy in der Folge ihren Stempel aufdrücken sollten. Rockige Gitarren vom anderen Hannes gaben Eloy eine bodenständigere und rockigere Note. Wunderbar! "Giant" zeigt den Tasten-Hannes in bisheriger Eloy-Tradition und mit eigener Note. Er verbindet beides.

"Child Migration" stellt die Gitarre vom "anderen" Hannes in den Vordergrund, ohne den typischen Eloy-Sound zu verraten. Ein Hammer ist "Silhouette", der einfach nur straight nach vorne abgeht, ungewöhnlich für die ansonsten eher verspielten Könige des Krautrock. Das Intro will uns nur einlullen, aber dann...

"Colours" war nach langer Zeit das erste Album ohne Konzept. Hier wurden ohne thematische Vorgabe einfach Ideen zusammengetragen, und doch ergibt es ein stimmiges Ganzes. Die Neuen integrieren sich wunderbar und bringen gleichzeitig (dezente) Neuerungen in den Eloy-Sound ein. Ein gelungener Start ins neue Jahrzehnt.

Als Bonus gibt es noch das damals nur als Single erschienene "Wings of Vision", eine ziemlich kommerzielle Nummer, die auf Wunsch der Plattenfirma entstanden war, sowie ein Single-Edit von "Silhouette".
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am 20. Juni 2013
Bin ELOY Fan seit 1973, von INSIDE bis COLOURS bekommen alle Alben volle 5 Sterne. Die Folgealben nach 1981 hatten nicht mehr den ursprünglichen Charakter. Dewegen habe ich nach diesem Album meinen persönlichen Cut mit der Band gemacht.

COLOURS rockt auf seine Weise, kürzere knackige Songs mit gutem Drive und mit bewährten Zutaten. Der Abgang der zwei langjährigen Bandmitglieder konnte auf diesem Album noch kompensiert werden.

Habe die Band auf der gleichnamigen TOURNEE live gesehen, und kann im Vergleich mit den Konzerten der TOURNEEN von DAWN, OCEAN und SILENT CRIES sagen, das mir auch das COLOURS KONZERT ausserordentlich gut gefallen hat. Ach ja, und am Merchandise Stand konnte man damals die WINGS OF VISION Vinyl-Maxi Single kaufen, die heute als Bonus auf dem Album ist.

Ok., ich besitze jetzt die Album 1 - 8 von der EMI als Erstauflage und natürlich jetzt auch die ganzen Remaster.

Die Musik bekommt die volle Punktzahl, das Mastering nicht, da höre ich lieber die Erstpressungen auf CD.
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am 4. August 2006
Mit neuem Lineup (1979/1980) hat Eloy mit Colours einen gelungenen Neustart hingelegt. Colours ist ein sehr harmonisches, facettenreiches und intelligent arrangiertes Meisterwerk. Soundtechnisch auch heute noch superb. Das Remastering hätte ich mir etwas ausgeglichener vorgestellt; die Vocals klarer, mittiger und etwas mehr im Vordergrund(plastischer). Jedoch bin ich sehr froh nach 26 Jahren, endlich wieder Colours in CD Qualität geniessen zu können. Eloy hat mit Colours einen Meilenstein kreiert. Fazit: Ganz klare Kaufempfehlung, auch für Nicht-Eloy Fans.
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