Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen3
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:42,37 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Februar 2010
Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen (BWV 12) ist eine von den Kantaten aus Bachs 1723/24 Zyklus die sich mit Trauer und Trost auseinandersetzen und auf Luther's "Aus tieffer Not" [sic] zurueckgreifen. Das gleiche gilt fuer die anderen beiden auf dieser Harmonia Mundi CD vertretenen Kantaten, eben "Aus tieffer Not" (BWV 38) und "Die Elenden sollen essen" (BWV 75). Alle drei Kantaten werden von Philippe Herreweghe ueberragend gefuehlful aufgefuehrt, sein Collegium Vocale Gent und vier der herausragenden Bachsaenger unserer Zeit--Carolyn Sampson, Daniel Taylor, Mark Padmore, and Peter Kooy--sind der reinste Ohrenschmaus. Der kaum mit Vibrato arbeitende Gesang, insb. von Frau Sampson, ist von einer beruehrenden Klarheit die--jenseits von allen Vibrato-ideologie-Grabenkaempfen--keine musikalischen Wuensche offen laesst. Herreweghe macht nicht mit beim "KompletterKantatenZyklus-Rennen", er nimmt nur die Kantaten auf, bei denen er seine Zeit und Arbeitsmuehen am besten aufgehoben sieht. Das merkt man; Herreweghe's Bach ist von einer hoechstwertigen Konstanz wie sie bei keinem anderen Dirigenten, auch nicht Ton Koopman, zu finden ist. Ausrutscher 'nach unten' gibt es eigentlich keine, wohl aber ein paar nach oben. Diese CD ist der groesste darunter: unter Juwelen ein wahrhaftiges Kronjuwel. Mit gutem Abstand meine liebste Bach-Kantaten CD unter diversen hunderten Bach-Kantaten CDs.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2006
Wieder einmal ist es Philippe Herreweghe mit seinem Collegium Vocale Gent gelungen, einige von Bachs Kantaten in höchster künstlerischer, spiel- und klangtechnischer Qualität aufzunehmen.
Herreweghe legt in seinen Bach-Interpretationen aus meiner Sicht oftmals die tieferen geistlichen und psychologischen Schichten frei. Er möchte das Werk möglichst für sich sprechen lassen und seine Person nicht in den Vordergrund stellen.
Dramatische Aspekte oder erruptive Freudenausbrüche betont er dagegen nicht so sehr wie etwa ein Nikolaus Harnoncourt.
Deswegen kommen die hier aufgenommenen Kantaten, die sich inhaltlich mit den Themen Klage, Leid und Verzweiflung beschäftigen, seinem reifen, ausgeglichenem und auf klangliche Schönheit ausgerichteten Interpretationsansatz eigentlich sehr entgegen.
Wissend, dass die deutliche Artikulation der Instrumente in Verbindung mit der Dynamik gleichsam die Aussprache der barocken Klangrede ist, kommt Herreweghe im Instrumentalbereich dennoch zu etwas anderen Ergebnissen als andere Bachdirigenten wie z.B. Gustav Leonhardt, mit dem er bei dessen Gesamteinspielung der Bachkantaten eng und auch erfolgreich zusammenarbeitete.
Anders als z.B. Gustav Leonhardt lässt Herreweghe seine Musiker tendenziell eher etwas mehr in Richtung Legato spielen, ohne jedoch die Musik gleichsam zu verkleben.
Dieser dem vokalen angelehnte instrumentale Ansatz kommt - wie schon erwähnt- diesen Kantaten durchaus entgegen, wie ich finde.
Eine andere besondere Stärke der Aufnahme ist wieder einmal der hervorragende Chor, den ich vom Klang und auch von der Besetzungsstärke her als ein ideales Gesangsensemble für die geistliche Musik J.S.Bachs ansehe und der allein durch die luxuriöse Klangkultur und die mühelose Virtuosität wohl zu den besten Chören dieser Welt gezählt werde muss.
Besonders gut gefällt mir auch, dass die Altstimmen der Chorpartien hauptsächlich von Männern gesungen werden, was eine herbe Klangfarbe einbringt, die sich gut mit dem Klang eines barocken Orchesters auf historischen Instrumenten mischt.
Auch die Gesangsolisten überzeugen, obschon ich das in anderen Bach-Einspielungen Herreweghes schon bewährte Gespann Pregardièn/Scholl hier wohl noch ein wenig überzeugender gefunden hätte, jedenfalls in Verbindung mit den abgerundeten und an grösstmöglicher Perfektion orientierten Klangvorstellungen des Dirigenten.
Dass soll aber nicht heissen, dass die Solisten dieser Aufnahme eine schlechte Performance abliefern.
Alles in allem kann ich diese CD also sehr empfehlen.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2013
Die Interpretation der Bachschen Klagekantaten, allem voran BWV 12, ein ganz aussergewöhnliches Werk des mit Abstand größten und gläubigsten Komponisten aller Zeiten, durch Herrreweghe ist ohne Beispiel. Ich habe durch dieses Werk, angeregt durch die Sonntagskantate des NDR, den Schatz der Bachschen Musik, der vor allem und zuerst im Kantatenwerk zu finden ist, neu entdeckt. Wer Bach liebt, muss seine Kantaten lieben, und an Herreweghe kommt dann niemand vorbei. Insbesondere die jammernde Oboe in BWV 12 demonstriert die Bachsche Meisterschaft, Emotionen, hier negative ("Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen"), in göttliche Musik zu transformieren. Tiefe Verbeugung vor Johann Sebastian Bach !
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden