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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neue Sicht auf Bruckner
Mit dieser Aufnahme von Bruckners Fünfter bietet Nikolaus Harnoncourt nichts weniger als eine neue Sicht auf Bruckner. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Hören nicht viel mit dieser Aufnahme anfangen konnte. Es war mir alles ein bisschen zu schnell, zu süß, zu wenig tief, wenn man das so sagen kann. Bruckner in der Tradition Schuberts - alles...
Veröffentlicht am 17. August 2005 von Lurcanio

versus
2 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Beleidigung Anton Bruckners
Meine ganz persönliche Meinung auf den Punkt gebracht: Zu schnell, kaum "Tiefe" und "Ausdruck". Das Adagio, für mich eines der ergreifendsten Sätze der "früheren" Bruckner Symphonien, klingt eher nach Mozart, Schubert oder Haydn. Banal. Das ist nicht Bruckner, der mit seinen Werken das "Innerste der Seele" anzusprechen vermag. Wer Zugang zu Bruckners...
Veröffentlicht am 1. August 2007 von JBS


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neue Sicht auf Bruckner, 17. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonie Nr. 5 (Audio CD)
Mit dieser Aufnahme von Bruckners Fünfter bietet Nikolaus Harnoncourt nichts weniger als eine neue Sicht auf Bruckner. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Hören nicht viel mit dieser Aufnahme anfangen konnte. Es war mir alles ein bisschen zu schnell, zu süß, zu wenig tief, wenn man das so sagen kann. Bruckner in der Tradition Schuberts - alles klingt sehr österreichisch. Mir fehlte die Ruhe und die dunkle Farbe meines Bruckner-Helden Celibidache, und auch der tiefe, deutsche Ernst eines Günter Wand.
Inzwischen hab ich meine Meinung über diese CD revidieren müssen. Angeleitet durch die Bonus-CD, auf der Probenmittschnitte zu hören sind, kann man besser verstehen, warum Nikolaus Harnoncourt es so anders macht. Er sieht - wie ich meine zu Recht - diese Symphonie als Bruckners Klassische. Die Bezüge zum Mozart Requiem, die er aufdeckt, sind hochinteressant. Auch ist es angesichts der komplizierten kontrapunktischen Struktur dieses Stücks ein hohes Verdienst von Harnoncourt, dass er - vielleicht als erster - dies alles hörbar macht, was da in den Mittelstimmen passiert. Er fordert und bekommt größte Transpararenz. Ein anderes wichiges Anliegen ist ihm, dass ein echtes, gesangliches Legato gespielt wird. Er erreicht - dank der wunderbaren Streicher der Wiener Philharmoniker - einen gleichmäßiger Klangstom ohne Drücker und vermeidet das, was er russisches Legato nennt. Und wenn man durch die Bonus CD einmal darauf sensibilisiert ist, kann man sich manch andere Bruckneraufnahme allein wegen des nachgeschobenen Legatos nicht mehr anhören.
Wie nicht anders zu erwarten vom Meister der Klangrede ist ihm die Artikulation ein ganz wichtiges Anliegen. Dies ist - neben der ablsoluten dynamlische Disziplin, die er einfordert - der Schlüssel zur erreichten, einmaligen Durchhörbarkeit.
Er vermeidet Pathos, auch bis auf wenige Stellen extremes Fortissimo. Seine Dynamik ist aus dem Leisen heraus entwickelt. Da wird sehr deutlich zwischen Piano, Pianissimo und Mezzopiano unterschieden. Die Wiener spielen mit ihrem wunderbar weichen, etwas süßen, homogenen und geschmeidigen Klang. Das Bassregister ist - etwas im Vergleich zu deutschen Orchestern - deutlich zurückgenommen. Es wird kein orgelartiger Klang angestrebt.
Seine Tempi sind eher zügig - besonders im Adagio, das er fast als Andante spielt (ich glaub, Bruckner schreibt Alle Breve vor, insofern ist das zu rechfertigen) und dann auch noch anzieht. Überhaupt hat mich dieser Satz am meisten iritiert. Er gewinnt zwar durch das schnelle Tempo, dass man neue Zusammenhänge hört, dafür geht für mein Gefühl die feierliche Ruhe verloren. Und die gehört für mich nach wie vor zu Bruckner dazu. Aber das soll nur ein kleiner Einwand sein - alles kann man nicht haben. Das Scherzo klint sehr österreichisch - tänzerisch und mir einem verschmitzen Lächeln. Nicht gerade und streng, sondern da schwingt ein bisschen Johann Strauß mit. Und ländliche Tanzmusik, wie man sie z.B. in Oberrösterreich immer noch so wunderbar erleben kann.
Sehr interessant ist der Vergleich zwischen Probe und Konzert, weil man da erleben kann, was im Konzert nicht umgesetzt werden konnte (etwa das Zurücknehmen der ersten Blechakzente in der langsamen Einleitung im ersten Satz), was dafür besser gelungen ist als in er Probe. Es gibt Einblick in den Prozess der künstlerischen Arbeit, und das fand ich sehr interessant.
Insgesamt ist es auf jeden Fall eine Aufnahme, die Bruckner sehr, sehr ernst nimmt, und die eine neue, interssante - und wie ich inzwischen finde - auch sehr stimmige Sicht auf die großartige Fünfte bietet. Deswegen ganz klar 5 Sterne! Ich lege diese Aufnahme allen ans Herz, die dem Neuen eine Chance geben. Denn dann ist hier sehr viel Wunderbares zu entdecken.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert, 17. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonie Nr. 5 (Audio CD)
Für Brucknerfans ein muss! Maestro Harnoncourt probt mit den Wienern die fünfte, die Bonus-Proben-CD zeugt von viel Wissen und dem Willen auch die komplexe Bruckner-Partitur verständlich und durchhörbar zu machen, was ihm bestens gelingt mit Wiener Dialekt und Humor. Dynamische Feinarbeit und differenzierte Artikulation, satte leuchtende Bläser-Glocken und der Vergleich mit dem Choral "Was Gott tut das ist wohlgetan" im 4. Satz bringen eine neue Sichtweise.
Gerne gesellt sich diese Aufnahme zu Wand und Barenboim in meiner Sammlung, weil sie soviel Neues und eine wunderbare Live-Aufnahme bietet.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die "Phantastische" mal ganz anders, 22. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonie Nr. 5 (Audio CD)
...was sich schon in der von Harnoncourt ausgesuchten Fassung bemerkbar macht, griff er hier doch auf die Haas-Nowak - Fassung von 1935 zurück, die 1951 und 1989 nochmal überarbeitet wurde. Referenzeinspielungen gibt es von dieser Fassung eigentlich nur vom großen Celibidache, diese dann auch ohne die 89er-Revision. Sogesehen haben wir hier von Bruckners Fünfter, die normalerweise immer in der Originalversion gespielt wird, die "gestutzte" Version in einer in dieser Aufnahmeklasse einmaligen Fassung vorliegen. Die Frage stellt sich jetzt natürlich nach der Interpretationskultur Harnoncourts (denn daß die Wiener einen anständigen Bruckner zu spielen wissen, muß an dieser Stelle wohl nicht nochmals erwähnt werden): "Mozartsche Spielweise" lese ich des öfteren - darüber kann man nur den Kopf schütteln. Sicher, besonders das Scherzo gerät ungewohnt schwunghaft, sodaß die vielen kantigen Klippen, die dieses Satzgefüge so in sich birgt und die bei linientreuen Bruckner-Interpreten dann auch markig zum Ausdruck kommen, hier einmalig anders klingen. Mag man irritierend finden, ist aber aufgrund der radikalen Andersartigkeit durchaus keine Platzverschwendung im heimischen CD-Regal.

Womit wir uns beherzt dem Kopfsatz nähern, der einfach großartig gelungen ist. Mächtiges Blech, dabei kristallklar und ungemein filigran (besonders kommt dieser Klang natürlich auf SACD-Playern zum Vorschein) im Nachklang, druckvolle Tempi, insgesamt ein extrem versiertes Spiel, das von Materienkenntnis per excellence zeugt. Selten habe ich diesen ersten Satz so eindrucksvoll vernommen. Dafür allein 2 Sterne.

Nummer drei verdient sich das Finale, da dieser themenzusammenfassende, aber dennoch monolithisch zu spielende Brocken meines Erachtens als der schwierigste symphonische Satz im Oeuvre des Anton Bruckner zu gelten hat - und auch aufgrund der erfrischend lockeren Interpretation Harnoncourts so durchsichtig (aber keinesfalls lapidar!) klingt wie selten in Großeinspielungen zu lauschen.

Den vierten Stern gebe ich zu gleichen Teilen an das eingangs erwähnte, völlig anders interpretierte Scherzo und an das meines Erachtens wirklich gut gelungene Wagnis, Bruckner einmal ganz anders beizukommen. Eine "Traumwertung" verhindert das etwas zu zerfahren wirkende Adagio, kann man leider nicht anders sagen. Sicher, der Satz hat es in des Meisters Fünften (auch interpretationstechnisch!) nicht leicht, insbesondere in der Konstellation bzgl. des nachfolgenden, themenübergreifenden Scherzos. Harnoncourt macht es sich hier aber einfach zu leicht und fährt zu uninspiriert, zu oberflächlich über den Klangteppich. Muß nicht sein, gibts einige Male besser.

Dennoch klare Kaufempfehlung, allein schon wegen dem Schneid. Die Probeaufnahmen auf der Bonus-CD sind ein nettes Goodie, mehr aber auch nicht. Angesichts des Preises aber sicer zusätzlich kaufmotivierend.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Präsenz und Präzision, 2. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonie Nr. 5 (Audio CD)
Was den Höreindruck anbetrifft, kann ich Herrn Dellnitz nur zustimmen. Allerdings finde ich die Präzision richtig gut, ja sie hat mich begeistert. Nach den gewaltigsten Ausbrüchen folgt keine Atempause, kein Sichgehenlassen, kein Nachschwingen, sondern auch ein piano wird so gerade und genau angeschlossen, daß der Gedanke oder der Bogen konsequent durchgehalten erscheint. So werden die Blöcke mit ihren tatsächlich riesigen Lautstärkedifferenzen vor dem Auseinanderfallen bewahrt.
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2 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Beleidigung Anton Bruckners, 1. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Bruckner: Sinfonie Nr. 5 (Audio CD)
Meine ganz persönliche Meinung auf den Punkt gebracht: Zu schnell, kaum "Tiefe" und "Ausdruck". Das Adagio, für mich eines der ergreifendsten Sätze der "früheren" Bruckner Symphonien, klingt eher nach Mozart, Schubert oder Haydn. Banal. Das ist nicht Bruckner, der mit seinen Werken das "Innerste der Seele" anzusprechen vermag. Wer Zugang zu Bruckners Werken finden möchte, soll bitte die "Finger" von dieser Aufnahme lassen. Die besten Alternativen: Karajan (optimales Tempo, ergreifender Tiefgang), Celibidache (Japan Aufnahme auf "Altus" CD; majestätischer Ausdruck, nicht ganz so langsame Tempi, wie seine spätere EMI Aufnahme)
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Bruckner: Sinfonie Nr. 5
Bruckner: Sinfonie Nr. 5 von Anton Bruckner (Audio CD - 2005)
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