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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essential Magical
Gleich vorneweg, aus mir spricht nicht der große Musikkenner, aber ein jahrelanger Tori Amos-Fan. Von Anfang an hat mich ihre teilweise sehr komplizierte Art der Musik begeistert, vielleicht gerade weil nie der typische leicht eingängige 'Ear-Catcher' dabei ist. Nichtsdestotrotz fesseln ihre Lieder und seltsamerweise wird man ihnen nie müde oder...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2005 von A. Männl

versus
9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Größtenteils Murks....leider!
Dieses Album ist der zweite Tiefpunkt einer ansonsten interessanten Karrriere; nur "Strange Little Girls" ist noch schlechter.
Die Meisten Songs klingen einfallslos, schlaff und sind auch textlich unterste Kanone. Schlimmer ist noch, dass keinerlei Emotionen (außer zunehmender Ärger beim Hörer) vermittelt werden.

Hat man die ersten 14 Songs...
Veröffentlicht am 1. Juli 2008 von Sabrina Sanquez


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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essential Magical, 26. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gleich vorneweg, aus mir spricht nicht der große Musikkenner, aber ein jahrelanger Tori Amos-Fan. Von Anfang an hat mich ihre teilweise sehr komplizierte Art der Musik begeistert, vielleicht gerade weil nie der typische leicht eingängige 'Ear-Catcher' dabei ist. Nichtsdestotrotz fesseln ihre Lieder und seltsamerweise wird man ihnen nie müde oder übertrüssig. Immer wieder entdeckt man neue Facetten und ihre poetischen Texte animieren immer, mehr über die Hintergründe der einzelnen Songs wissen zu wollen. Und es ist erstaunlich, welche Bilder, Lebenseindrücke und spirituellen Weisheiten sie in ihren Texten gekonnt verarbeitet. Ich bin immer wieder verblüfft, über ihre ganz individuelle Sichtweise der Welt und ihre Fähigkeit dieser musikalisch Raum zu verleihen.
'The Beekeeper', ihr zweites Themenalbum nach 'Scarlett's Walk', ist eingängiger als ihre frühen Werke, aber niemals einfach! Wunderschön eingebettet leben die einzelnen Songs im 'Original Garden of Sinsuality', der wiederum unterteilt ist in 'desert garden', 'rock garden', roses and thorns', 'the greenhouse', 'elixirs and herbs' und 'the orchard'. Jeder einzelne Song ist ein Juwel für sich, aber besonders gelungen finde ich 'Martha's foolish ginger' und 'Toast'. Zusammen erzählt 'The Beekeeper'die Geschichte 'Genesis' aus der matriachalischen Sichtweise - im Gegensatz zu der partriarchalischen Erschaffungsgeschicht in der Bibel. Die Biene verkörpert schon seit Jahrtausenden mit ihren Zyklen ein altes matriarchalisches Bild der frühen Muttergottheiten und wurde als solche auch jahrhundertelang verehrt. Und auch hier gilt, was eigentlich für alle Alben von Tori gilt, je öfter man es hört, desto mehr kann man sich dafür begeistern.
Einst sagte Tori in einem Interview:'There are places you go when you play music, you can't compare to any other places in your life. Du sagst es Tori - und du nimmst uns jedes Mal dorthin mit, wenn du spielst.
P.s.: Unbeding zu empfehlen ist auch ihr Buch 'Pieces'.
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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das vielseitigste und spannendeste Tori Amos Album, 19. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: The Beekeeper (Audio CD)
Nach dem 2002 veröffentlichtem Album "Scarlet's Walk" erscheint nun das 8. Werk von Tori Amos. Und es ist eine spannende Angelegenheit, war doch „Scarlet's walk" eher glatt und einheitlich, leicht zugänglich und für Tori Amos' Maßstäbe sehr unpersönlich geraten. Fans diesseits und jenseits des Ozeans können aufatmen: Mit „The Beekeeper" wird die Grande Dame nicht zu einer Musikerin, deren Songs gemütliche Radio-Weichspülmucke a la Norah Jones sind, obwohl die erste Single, „Sleeps with butterflies" den Anschein macht.
Damit kommen wir auch schon zum „Problem" dieses 19 Titel umfassenden Werks: Ein paar der Tracks gehören hier scheinbar nicht rein. Die bereits genannte Single - Auskopplung ebenso wenig wie „Cars and Guitars", in dem Tori zum ersten Mal alt klingt. In dieser Reihe genannt werden muss leider auch „Ribbons undone", eine zartes Solostück, das sich thematisch um Toris Tochter und deren Heranwachsen dreht und ziemlich kitschig geworden ist. Letztlich kann man auch noch „Ireland" dazuzählen - und mit diesem Song kommt auch die Kehrtwendung.
Denn „Ireland" ist witzig, locker und sehr mutig: Tori Amos singt tatsächlich ein funky Lollipop Stück, mit „shananana" Gesang und wenig Inhalt. Und es funktioniert, und mit ihm alle oben genannten Stücke. Denn „The Beekeeper" schließt diese Songs ein in eine Fülle von Stilrichtungen und Launen, wie es sie bei Tori Amos noch nie zuvor gegeben hat. Das Beste an dieser Platte ist die Bandbreite, die sich einem auftut.
Es gibt zarte Klavierstücke, die durch interessante Instrumentierungen aufgebrochen werden. Die Songs sind in sich geschlossen und verbinden sich trotzdem sinnvoll zu einem Ganzen. Einige erschließen sich dem Hörer sofort, gehen ins Ohr und setzen sich fest („Parasol", „Jamaica Inn", „Original Sinsuality"). Doch die Mehrzahl der Songs schleicht sich von hinten heran und bietet Fläche zum immer wieder neu entdecken.
Mit „Sweet the sting" bricht die erste Überraschung aus: Die Frau kann grooven! Und wie. Gemeinsam mit einem Gospel-Chor entführt sie den Hörer in eine heiße Affäre aus Hitze und Lust, die sofort in „The Power of Orange Knickers", ein Duet mit Damien Rice, abgekühlt wird. Selten war ein Song so traurig, so voller Zerbrechlichkeit wie in diesem Glanzstück der Platte.
Ein anderes Highlight ist definitiv „Mother Revolution", das anfangs eher unauffällig daherkommt, wie eine Welle, die ans Ufer schwappt. Die Kraft dieses Stücks liegt in dem originellen Arrangement, das sich auch durch Stücke wie „Martha's foolish Ginger" oder „ Goodbye Pisces" zieht und sich langsam anschmiegt.
Spannende, schwierige Stücke sind - ganz in alter Tradition - auch dabei: „Witness und „The Beekeeper" sind nicht nur mit über 6 Minuten die längsten Songs des Albums, sondern auch die aufwühlendsten. Doch das wahre Wunderwerk ist „Marys of the sea", dramatisch, laut, wild, ruhig und voller Eleganz. Zum ersten Mal klingt Tori Amos wirklich ein wenig nach Kate Bush, nur ist dies der beste Song, den Kate niemals schrieb.
Inhaltlich sind die Texte deutlicher geworden als früher, verständlicher und trotzdem nicht langweilig; man muss immer noch zahlreiche Lexika, Mythologie- und Geschichtsbücher zu Rate ziehen, um inhaltlich mitzukommen.
Herausragend ist definitiv die gesamte Produktion der Platte, kein Ton geht unter oder sitzt am falschen Ort. Toris Standard-Begleiter Matt Chamberlain und Jon Evans können hier zeigen, was sie drauf haben und Tori nutzt endlich ihre größte Gabe voll aus: die Background Vocals. So entstehen Klangwelten, die bei jedem Hören völlig neu erscheinen.
„The Beekeeper" macht nicht nur Lust auf den Repeat-Knopf. Es lässt einen auch schon mit Vorfreude und Spannung die nächsten 8 Tori -Alben erwarten, denn eins ist klar, sie wird, wie wir Zuhörer auch, niemals aufhören, Neues zu entdecken, zu Lernen und auszuprobieren.
Ich empfehle diese Platte jedem, der sich in dieser Welt nicht immer gleich zurecht findet. Jedem, der Musik in erster Linie mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand wahrnimmt. Der neugierig und offen für Ungewohntes ist. Dieses Album wächst und wächst und wächst und setzt eine Kraft frei, von der man lange zehren wird.
Danke Tori.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bienenkönigin..., 30. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Februar 2005 erschien es also, das achte Studioalbum von Tori Amos und der lange erwartete Nachfolger von *Scarlet's Walk* unter dem Titel *The Beekeeper*. Auf dem Plattencover stelle sich bereits eine leichte Veränderung zu allen anderen Veröffentlichungen dar: Tori lächelte zum ersten Mal vom Artwork einer ihrer Scheiben.

Es entstand ein sehr positiv klingendes Album, was bei Toris Plattenkatalog doch eher eine Ausnahme darstellt. Und das Album klingt zunächst gewöhnungsbedürftig, was zum Teil an dem Klang der immer wieder eingebauten Orgel liegen mag. Tori auf Abwegen, mag man vielleicht denken, aber das ist nur zum Teil richtig. Eher würde ich von einer Rückbesinnung auf alte Traditionen sprechen, was der Albumtitel bereits hinreichend erklärt.

*The Beekeeper* ist eine Zusammenführung von bewährten musikalischen Rezepten und songtechnischen Experimenten. Da tauchen zu den Klängen von Toris Boesendorfer z.b. ein Gospelchor auf, eine Orgel zieht mal mehr und mal weniger dezent ihre Aufmerksamheit auf sich, und es wird sogar das Spiel einer Gitarre für Toris Verhaltnis relativ ruppig adaptiert. Im Großen und Ganzen erlebt man Tori wieder reichlich unverfälscht, aber mit neuen Ideen. Der Einstand gelingt mit *Parasol* und dem souligen *Sweet The Sting* nahezu perfekt.

Als weitere Anspieltipps kann man getrost *Jamaica Inn*, *Sleeps With Butterflies* und *Original Sinsuality* antesten. *Cars And Guitars* wird von der kräftigen Gitarre getragen, *Goodbye Pisces* als Gegenpol dazu klingt fast schon wieder zu zart. Höhepunkt ist der Titeltrack *Beekeeper*. Er läßt Tori Amos fast aggressiv erscheinen, wenn sie die ganze Kraft ihrer Stimme erschallen läßt. Tränendrücker gibts auch, stellvertretend nenne ich hierzu den Song *Toast*. Als weiteren positiven Aspekt betrachte ich immer noch, das Tori erneut eine CD in Überlänge veröffentlicht hatte und 19 Songs auf Entdeckungsreise schickte.

FAZIT: abwechslungsreich, mit frischen Ideen und neuen Einflüssen - und wie immer großartig...
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht ganz so eigenwillig wie Vorgänger-Alben, 12. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: The Beekeeper (Audio CD)
Tori Amos ist in der heutigen Zeit wohl eher eine Ausnahmekünstlerin! Ihre Alben zeugen ausnahmslos von unglaublicher Kreativität und einem wahnsinnigen Ausdruckvermögen an Stimmungen und Atmosphären. Dazu kommen tolle Texte und Themen.
Auch dieses Konzeptalbum ist den Kauf allemal wert. Während Vorgänger-Alben, wie z.B. "Boys for Pele" und "From the Choirgirl Hotel", dem von mainstreamartigen Popklängen verwöhnten Hörerohren eher schauer über den Rücken jagen und etwas gewöhnungsbedürftig scheinen, ist "The Beekeeper" melodischer und harmonischer. Man findet schneller einen Zugang zu dieser neuen Tori. Das ALbum und dessen Songs mögen nicht so komplex sein, wie sie zu Toris Anfangszeiten einmal waren, aber haben dennoch nichts von ihrer Faszination und Anziehungskraft verloren. Die Musik hat sich, ebenso wie die Songwriterin selbst, verändert. Sie ist nicht mehr die hysterische, verzweifelte, schreiende, und unberechenbare Tori, sondern sie ist mittlerweile Mutter einer kleinen Tochter, glücklich verheiratet und hat zu sich selbst gefunden. Ich denke, man sollte ihr die Harmonie gönnen und nicht darauf bestehen, dass sie "verrückte" Songs mit "wirren" Arrangements und ohne bestimmte Struktur schreibt, wie früher.
Sie hat sich entwickelt und mir gefällt sowohl die Neue, als auch die Alte Tori! Sie ist und bleibt eine der besten und wunderbarsten Songwriter dieser Welt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisches Lustwandeln im dornenreichen Garten Eden, 25. Februar 2005
Um das Konzept von "The Beekeeper" besser verstehen zu können, sollte zuerst das Interview auf der Bonus-DVD angehört werden. Mal schalkig, mal sinnlich, mal trotzig - Tori eben - entführt uns die in jeder Hinsicht faszinierende Künstlerin in ihren musikalischen Garten Eden. Darin regiert nicht der gestrenge Vatergott, sondern weise Mütter haben das Sagen. Es gibt keine Erbsünde, sondern nur "original sensuality", "Erbsinnlichkeit". Dieses Paradies ist für Mann und Frau gleichermaßen zugänglich.
Facettenreich lässt Tori den Garten in CD-Form durch 19 Tracks musikalisch Gestalt annehmen. Die einzelnen Songs selbst bilden verschiedenartige, aber in Beziehung stehende Abschnitte: Rosen und Dornen, Elixiere und Kräuter, Obst, Stein- oder Wüstenzonen bzw. Treibhaus. Jeder dieser Gartenbereiche hat eine besondere Symbolik: "Roses and Thorns" nimmt sich durch den Titel "Marys of the Sea" der Flucht Maria Magdalenas aus Palästina nach Südfrankreich an. Dieses in der Bibel nicht erzählte "Evangelium" von der Frau Christi bezeichnet Tori als "greatest story never told". Sie spricht von "heiliger Hochzeit und davon, dass die schönsten Dinge mit Schmerz, mit einem Dorn verbunden sind; wie Liebe und Kreuzigung. In "Sweet the Sting" fordert Tori dazu auf, den "Stachel" nicht als böse, sondern als notwendig zur Erlangung von persönlicher Weisheit zu betrachten. Mit dem imposanten Song "The Power of Orange Knickers" geht Tori auf das Phantom und Phänomen Terrorismus ein. Dagegen nimmt sich "Ireland" wie ein leichtfüssiger Reisebericht aus. Persönlicher Favorit ist Lied Nummer eins auf der CD: "Parasol", eine typische schwer dechiffrierbare Tori-Metapher über eine wartende Frauen mit Sonnenschirm ...
"Garlands" - ebenfalls auf der DVD - ist ein stimmungsvolles Arrangement aus Lyrik und Landschaftscollagen; ein guter Teaser für das ebenfalls neu erschienene Tori-Buch "Piece by Piece". Cover und Booklet erinnern an ein Märchenreich, in dem die rotgelockte Fee inmitten von Schmetterlingen, Früchten und Bienen lustwandelt. Bleibt eine Frage, wer ist der "Beekeeper" im Hintergrund der Idylle? Silberling reinlegen, Seele auf Toris Schwingung tunen ... die Antwort kommt von selbst...
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reif, 3. März 2005
"Meisterwerk" meinen die einen, "belangloses Alterswerk, das man beim Spülen hören kann," die anderen. Ha! Beide Parteien haben ein bißchen recht, denn "The Beekeeper" ist 'Kunst für jedermann': ein tolles Album, das man beim Spülen hören kann. :-)
Ich verfolge Toris Werdegang seit dem Debüt "Little Earthquakes" und weiß, daß jedes ihrer Alben seine Stärken hat. Doch "The Beekeeper" ist das erste, das ich am liebsten in einem Rutsch durchhöre, weil es so viel Gutes und praktisch keinen Ausfall bietet. Es fließt einfach, klingt sehr abwechslungsreich, und alle Songs ergänzen sich prima. Klingt es kommerziell? Nach AOR? Soulig? Radiokompatibel? Hin und wieder schon, aber das ist überhaupt nicht schlimm, fügt dem Repertoire nur eine weitere Facette hinzu. Die Kompositionen sind etwas einfacher gebaut, gediegener, brechen nicht mehr in ungeahnte Richtungen aus. Die Stimme ist weniger durchgeknallt, weniger schrill, weniger affektiert, weniger leidend, viel kontrollierter und angenehmer als früher. Während früher ein gesanglicher Nervenzusammenbruch in den nächsten überging, wird das musikalische Können heute gezielter eingesetzt, um elegante, verträumte, unterkühlte oder dramatische Stimmungen zu erzeugen. Tori ist immer noch Tori, doch mittlerweile gereift, und sie weiß ihre Ideen und Talente effektiver zu kanalisieren als auf wilden Vorgängern wie "Under the Pink", "Boys for Pele" oder "From the Choirgirl Hotel".
Nie zuvor war sie so nah an Kate Bush wie mit diesem Album. "Mother Revolution", "Witness" (Mittelteil), "Martha's Foolish Ginger", "Goodbye Pisces", "Marys of the Sea" und vor allem das grandiose "General Joy" könnten glatt von Kates ungeduldig erwarteter Comeback-Scheibe stammen, wobei man schon ins Zweifeln kommen kann, ob Kate es schaffen wird, das hier vorgelegte Niveau zu halten. Mit "Original Sinsuality" scheint Tori dann noch sagen zu wollen: "Was Frau Bush und Björk können, kann ich auch, u.z. gleichzeitig", und das düstere "The Beekeeper" läßt sogar Erinnerungen an Lisa Dalbello wachwerden. Natürlich geht es aber nicht nur extravagant zu, denn auf der anderen Seite findet man hier auch kleine, massentaugliche Liedchen wie "Sleeps with Butterflies", "Cars and Guitars", "Jamaica Inn" oder das lustige "Ireland", die nichts anderes wollen, als hübsch zu klingen, und in diesem Metier auf ganzer Linie gewinnen.
Die DVD bietet neben einem Interview zu Konzept und Inhalt von "The Beekeeper" außerdem die achtminütige Piano-Nummer "Garlands", die sich schon beim zweiten Hördurchgang als eins der besten Stücke in Toris Karriere entpuppt und in jede Sammlung gehört.
"Die seelischen Abgründe sind längst verarbeitet, jetzt wird Musik gemacht", sagt die Scheibe unterm Strich. Und wie beim reifen Vorgänger "Scarlet's Walk" kann ich wieder nur meinen Hut ziehen. Ear Candy. Ein Album für alle Jahreszeiten.
Highlights: General Joy, The Beekeeper, Garlands und, ja, auch Sleeps with Butterflies
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebhaft, humorvoll und facettenreich, 17. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Beekeeper (Audio CD)
Das schalkhafte Lächeln auf dem Cover täuscht nicht. Auf „The Beekeeper" zeigt sich Tori Amos tatsächlich auch lebhaft und humorvoll, und bietet uns facettenreiche, interessante neue Songs an, die man vielleicht so nicht erwartet hätte. Statt sperriger Sounds oder depressiver Songs klingt Tori meist unbeschwerter und gelöster, als man es seit „Boys for Pele" von ihr gewohnt war.
Mit „Parasol" gelingt gleich ein gelungener animierender Start mit verhaltenem Temperament, also zum Warmwerden gut geeignet. Und beim souligen „Sweet the Sting" darf man dann auch schon mal bei Orgel und Gospelchor die Hüfen sanft schwingen lassen.
Und schon sind wir beim ersten echten Highlight des Albums: Power of Orange Knickers - einem ohrwurmtauglichen, kraftvollen Duett, das sich im Verlauf immer weiter steigert. Nach dem gelösten angenehmen „Jamaica Inn" gibt es dann ein virtuoses Klavierspiel zur Einleitung der „Barons of Surburbia" - eine Spannung, die der Song, durch immer wieder neue Verläufe aufrecht erhält, was mir aber erst nach mehrfachem Hören gefallen konnte.
Nach diesem fordernden unruhigen Stück wirkt das unkomplizierte „Sleep with Butterflies" als angenehme Erholungspause. Das leicht rockige „General Joy" bietet einen guten Kontrast zum interessanten „Mother of Revolution", dem irgendwie ein 70-iger US-Melodram-Flair anhaftet. „Ribbons Underdone" erinnert an ein Wiegenlied und gerät mir dann im weiteren Verlauf in zu seichte Gewässer, um am Ende aber doch einen schönen Abschluss mit Jon Evans Gitarre zu finden.
Nun zur Sparte Humor: auf „Cars and Guitars" klingt Tori so kauzig, wie sie es auf dem Cover schon andeutet. Verhältnismässig schräg und unerwartet folgt dann „Wittness", stilistisch zwischen Soul und Jazz gelegen muss man sich an diese Tori erst gewöhnen. „Original Sinsuality" hingegen, ist eine klassische Perle, mit seinen knapp zwei dramatischen Minuten entwickelt es grosse Intesität. Aber immer schön locker bleiben - denn nun folgt das witzige Ireland, dessen Name ganz andere Assoziationen weckt, als diese „Shalala" nee „Shenana"-Nummer.
Mit einem verstörenden Woodstock-Orgelsound gerät man in den gross angelegten Titelsong „The Beekeeper", der nach einigen Wandlungen in einem großartigen Gitarrensolo mündet. So ganz ohne Klavier kann mich hier Toris neue Affinität für die Orgel auch mal überzeugen. Es bleibt interessant: mit „Martha's Foolish Ginger" folgt ein Song, der durch einen Trommelrhytmus getragen wird, ähnlich und auch wieder anders wie seinerzeit bei „Josephine". Damit wir aber nicht in all der Verträumtheit versinken folgt das groovende „Hoochie Woman", gesungen mit einer ganz schön abgeklärten Ironie.
„Goodbye Pisces" ist so typisch verträumt und zart: Tori, wie wir sie kennen und ihre Musik so lieben. Das facettenreiche, lebhaft-dramatische „Marys of the Sea" ist prall gefüllt mit musikalischen Ideen und nicht so ganz leicht zu fassen. Zum Abschluss des Albums wird es dann mit „Toast" dann doch mal so richtig schön traurig - mit Betonung auf „schön" versteht sich ;-).
Ja, dieses, im Vergleich, recht zugängliche Album kann gut gefallen ohne zu langweilen, und es freut mich Tori endlich mal so gelöst und locker zu erleben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik mit Suchtpotential, 2. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Beekeeper (Audio CD)
Eine Nummer schöner und interessanter als die andere, verschiedenste Facetten, eine CD zum Versinken.
Einfach nur schön!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Legende lebt!, 25. Februar 2005
Von Ein Kunde
In Zeiten, wo heftig über Preis/Leistung von Musik-CDs diskutiert wird kann ich nichts falsch finden an fast 90 Minuten Musik (lim. ed.). Musikalisch gibt sich Tori Amos diesmal leicht wie eine Biene. Der epische Hall auf der Stimme (wie bei Scarlet's Walk) ist verschwunden und auch die Songs sind wieder viel persönlicher geworden. Inhaltlich ergibt sich eine wilde Achterbahnfahrt zwischen Terrorismus, christlichem Gnostizismus und dem Tod in der Familie. Das Album präsentiert sich leicht unterproduziert und möchte möglichst wenig von Gesang und Inhalt ablenken. Manche Arrangemnents sind vielleicht gar zu einfach gehalten. Das wird aber meiner Meinung nach durch durch die schiere Masse an guten Songs wieder mehr als ausgeglichen. Bestechend wie immer ist ihr Gesang und mit der Hammond Orgel kommen oft eigentümliche Atmosphären zustande. Trotzdem, das beste Stück befindet sich auf der Bonus-DVD (Garlands) und sollte alte wie neue Tori-Fans glücklich machen! Mit seinen verschachtelten Spannungsbögen demonstriert Garlands Songwriting auf allerhöchstem Niveau ... unnachahmlich Tori Amos! Nicht zu vergessen sind natürlich das 26 minütige Interview mit Tori, welches faszinierende Einblicke in ihre eigenartige Gedankenwelt bietet!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres Meisterwerk, 22. Februar 2005
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wiedermal hat es Tori Amos hier geschafft, sich selber ein Stück weit neu zu erfinden
und auch teilweise zu übertreffen, obwohl letzteres fast unmöglich schien.. :-)
Generell ist mir aufgefallen, dass hier nicht ganz so viel Betonung auf die
Instrumentierung gelegt wird, sondern eher auf den Inhalt und die Musik an sich.
Wobei ich gleich sagen muss: Tori Amos verwendet wieder die Stamm-Band, will sagen
Matt Chamberlain (d) und Jon Evans (b); als Gitarrist hier Mac Aladdin.
Letzterer war mir unbekannt, liefert aber eine tolle Leistung ab.
Zu den anderen beiden musikalischen Genies muss ich nicht viel sagen; es gäbe keine bessere Besetzung !
All dies, plus einiger neuer Ideen und Klänge, die mich teilw. etwas überrascht haben
(z.B. in "Cars and Guitars"), schaffen eine wunderbare Grundlage für dieses außergewöhnliche Album.
Es ist Unterteilt in verschiedene Kategorien und ich würde sagen, dass mir die Songs aus 'Desert Garden' und
'Roses and Thorns' am besten gefallen.
Mein derzeitiger Favorit des, doch recht langen, Albums ist "General Joy", wegen des luftigen Klanges und des
perfekten Schlagzeugs - hier passt einfach alles zusammen.
Man findet hier mal schöne und ruhige Titel (z.B. "Jamaica Inn", "Goodbye Pisces"), mal aber auch etwas
schärfere Stücke, die einem erst nach nach genauem Hinhören anfangen zu gefallen (z.B.: "Witness").
Die ruhigeren sind aber deutlich in der Mehrzahl, was aber der schönen Gesamtatmosphäre zu gute kommt.
Es gibt hier sowieso nach meiner Auffassung kein einziges schlechtes Stück, ich überspringe
zzt. "Hoochie Woman", was mir dann manchmal etwas zu schrill ist, wenn auch sehr einfallsreich.
Letzteres trifft auf alle drei Songs aus dem 'Rock Garden' zu.
Was ich außerdem sehr gut finde, ist die Stimme von Damien Rice in "The Power of orange knickers".
Dieser Kontrast ist sehr erfrischend und ich würde gern öfter mehrstimmige Songs hören; es könnte den
eh schon überragenden Gesang noch etwas verfeinern !
Dagegen : Ihre eigene hellere Hintergrund-Stimme (sei sie parallel- oder vorauslaufend) find ich hier etwas
zu oft im Einsatz; ist bei mir eher ein Minuspunkt in dieser Häufigkeit hier.
Es fehlt mir auch etwas DAS MEISTERSTÜCK der CD, so wie es z.B.: "Another Girls Paradise" auf
'Scarlets Walk' ist -- sicher sind die Tracks hier alle absolut erlesen, so fehlt mir doch soein
"alles-erstrahlender" Track trotzdem etwas ... ist aber ja nur meine Meinung.
Insgesamt hat man es hier mit einem sauber durchdachten (!!), perfekt arrangierten Meisterwerk zu tun, was
man spätestens nach 2-3 maligem Hören lieben wird. Sowieso ist dies mal wieder eine CD mit Langzeit-Effekt !
Die Bonus DVD ist zwar interessant anzusehen; Tori Amos erzählt zu jedem Song etwas, ist teilw.
relativ interessant, manchmal gar philosophisch, aber mehr ist nicht zu sehen - keine Studioaufnahmen, keine
anderen Musiker - nur noch der ruhige, aber schöne Bonustrack "Garlands" (mit Video).
Meine weiteren Empfehlungen sind "Parasol" (der Gesang ist so unglaublich !!), "Barons of Suburbia" (Dynamik !),
"Martha's Foolish Ginger" (piano !) und "Marys of the Sea", ein wunderbarer (fast) Abschluss des Albums.
Wenn hier auch keiner der Musiker an seine Grenzen kommt, so ist das Niveau doch immer noch fast jedem anderen
Album um einiges voraus !
Totale max. Wertung - ich denke keiner vermag es derzeit Musik so zu zelebrieren wie Tori Amos !
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The Beekeeper
The Beekeeper von Tori Amos (Audio CD - 2005)
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