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Lucia di Lammermoor
Format: Audio CDÄndern
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TOP 500 REZENSENTam 28. März 2006
Wer hören will, was für eine große, gesunde Stimme die Callas zu Beginn ihrer Weltkariere hatte, wer eine wirklich erfüllte Lucia-Aufnahme erleben will, kommt an dieser Einspielung nicht vorbei:
Die erste Aufnahme der Sängerin bei ihrer Hausfirma EMI zeigt sie stimmlich noch, interpretatorisch schon in Bestform: Anders als die meisten anderen Sängerinnen der Rolle bewältigt sie nicht nur die technischen Schwierigkeiten der Partie lehrbuchreif. Dazu verfügt sie über die Fähigkeit, durch perfekte Artikulation und Färbung der Stimme ein Charakterbild zu zeichnen zwischen Melancholie, Jubel, tiefstem Schmerz und dem fahlen Klang des puren Wahnsinns. Und während andere Sängerinnen die Koloraturkaskaden nur nutzen, um ihre technischen Fähigkeiten zu beweisen, dienen sie Callas als Mittel der Interpretation und Charakterisierung.
Ein weiterer Pluspunkt ist Tito Gobbi, der einen ebenso dämonischen wie brutalen Enrico singt - trotz einiger etwas geblökter Spitzentöne eine sehr beeindruckende Darstellung. Giuseppe di Stefano protzt in jeder Szene mit seiner herrlichen Tenorstimme, die damals noch keine Abnutzungserscheinungen zeigte, und ist ein glühender Liebhaber, dem in seiner Arie im letzten Akt allerdings etwas die Pferde durchgehen - kein eleganter, aber mitreißender Edgardo.
Also die absolute Erfüllung? Nicht ganz: Zum einen ist das Orchester nicht ganz überzeugend - ein bei Donizetti zwar sicher nicht entscheidender, aber nicht ganz nebensächlicher Faktor. Zum anderen kann die Aufnahme nun einmal leider ihr Alter trotz allem nicht ganz verleugnen, trotz aller Sorgfalt bei der Restaurierung - es rauscht und knackt immer noch ziemlich im Gebälk.
Trotzdem eine wunderbare Aufnahme, die keine Konkurrenz (allenfalls die erste Aufnahme der Sutherland mit Cioni, Merrill) zu fürchten hätte, wäre da nicht die großartige Live-Aufnahme mit Callas, di Stefano und Rolando Panerai statt Gobbi von 1955 aus Berlin: Diese ist technisch erstaunlich gut und wirkt in vielem einfach lebendiger als die Studio-Einspielung. Dafür war die Stimme der Callas '55 schon etwas angegriffener. Also - Geschmackssache. Ich habe und liebe beide!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. April 2005
Dies ist eine meiner liebsten Aufnahmen mit Maria Callas; es handelt sich um ihre erste Studioaufnahme von Lucia, 1953 im Auftrag von EMI entstanden, die jetzt, gut aufbereitet und zu sehr günstigem Preis bei NAXOS erschienen ist.
Ich habe Callas selten stimmlich souveräner gehört: Ihre Stimme klingt weicher als in vielen anderen Aufnahmen, über kleine Schärfen in der Höhe zu meckern, hieße Beckmesser spielen. Im Zentrum ihrer Leistung steht sicher die Wahnsinns-Arie. Es ist aufregend, eine so große, dunkle, farbenreiche Stimme in dieser virtuosen Musik zu hören. Ihre Koloraturen sind wirklich Färbungen mit denen es Callas gelingt, die Gefühlsschwankungen der Lucia geradezu haarsträubend intensiv hörbar zu machen. Es ist aber typisch für Callas, dass sie auch Szenen und Rezitative, die von anderen Sängerinnen oft nicht mit gestalterischer Kraft erüllt werden können, durch wunderbare Details spannungsvoll macht.
Callas Partner sind gut: Di Stefano singt einen guten, ebenfalls detailreichen Edgardo. Für Tito Gobbi mag es bessere Rollen gegeben zu haben, dennoch hört man immer einen herausragenden Sänger. Für das Belcanto-Repertoire gab es ohnehin kaum einen besseren Dirigenten als Serafin, vermutlich war er der eigentliche Vorkämpfer für diese lange als "minderwertig" bezeichneten virtuosen Opern.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2005
Gaetano Donizetti (1797 - 1848), Lucia di Lammermoor. Besetzung: Maria Callas (Lucia); Giuseppe di Stefano (Edgardo); Tito Gobbi (Enrico); Raffaele Arié (Raimondo); Valiano Natali (Arturo); Anna Maria Canali (Alisa); Gino Sarri (Normanno); Chor und Orchester des Maggio Musicale Fiorentino (Chordirektor: Andrea Morosini), Gesamtleitung: Tullio Serafin. Aufgenommen im Januar und Februar 1953 am Teatro Communale, Florenz.
Anhang: Historische Aufnahmen mit kurzen Auszügen aus Lucia di Lammermoor. Mit u. a. John McCormack (1910), Maria Barrientos (1920), Ezio Pinza (1923 und 1952), Beniamino Gigli (1925), Toti dal Monte (1926) und Amelita Galli-Curci (1928).
Die Gesamtaufnahme der Oper wurde ursprünglich auf Vinyl-LP veröffentlicht als Columbia 33CX 1131/1132. Die Naxos-Ausgabe aus dem Jahr 2005 wurde von Mark Obert-Thorn von frühen LPs überspielt und digital bearbeitet.
Gesamtspielzeit: 2 Stunden 25 Minuten.

Da bei Aufnahmen, die über 50 Jahre alt sind, kein Copyright mehr besteht, veröffentlichen verschiedene Firmen ihre eigenen Versionen der berühmten Opern, an denen die legendäre Maria Callas beteiligt war. Bei dieser "Lucia"-Aufnahme handelt es sich um genau die gleiche Aufnahme, die EMI mehrmals im Programm hat - die erste Aufnahme, die Maria Callas für die EMI machte, leider noch ohne die fürsorgliche Hand Walter Legges. Wie damals üblich wurde das Werk erheblich geschnitten und gekürzt, nicht so sehr, um den Hörer, sondern um die vom Verismo geprägten Sänger zu schonen, die meist kaum in der Lage waren, eine echte Belcanto-Aufführung ungekürzt über die Bühne zu bringen.

Dies war mein erster Versuch mit "Naxos Historical", und er hat dazu geführt, dass ich im Verlauf der letzten 18 Monate eine ganze Reihe ähnlicher CDs gekauft habe. In erster Linie zog mich der Ruf der Maria Callas an, und ich durfte auch bei dieser Aufnahme (die keineswegs so gut ist wie einige ihrer späteren) entdecken, dass dieser Ruf nicht von ungefähr entstanden ist. Die Wahnsinns-Szene im 3. Akt, eine Herausforderung für jede Sopranistin, meistert die Callas auf unerhörte Weise, das muss man einfach gehört haben! Aber natürlich sind auch ihre anderen Szenen von ihrer einmaligen Charakterisierungskunst geprägt. Bravissimo! - Die Leistung der anderen Teilnehmenden verblasst etwas im Vergleich, auch wenn man Giuseppe di Stefano eine sehr schöne Tenorstimme bescheinigen muss. Allerdings finde ich die große Lautstärke, mit der er, Tito Gobbi und die anderen männlichen Solisten ans Werk gehen zu müssen meinen, sehr gewöhnungsbedürftig: Ich nehme an, dass diese Art zu singen in einer Zeit entwickelt wurde, als künstliche Verstärkung noch nicht möglich war und Sänger in großen Theaterräumen auch im hintersten Winkel verstanden werden wollten; im Zeitalter der Schallplatte hätte man ruhig mehr Wert auf Expressivität und natürliche Schönheit des Timbres legen können. Aber das war und ist ein Problem der damaligen Opernszene überhaupt und kann dieser Aufnahme nicht angelastet werden. Diese leidet, wie Mark Obert-Thorn zugibt, unter Verzerrungen und Klopfgeräuschen, vor allem an den lauten Stellen und da, wo Maria Callas in schwindelnde Höhen gelangt; Obert-Thorn ist es gelungen, diese Probleme der ursprünglichen Aufnahmen mittels digitaler Technik zu verringern, aber hörbar sind sie dennoch. Und dass es sich (1953!) um eine Mono-Aufnahme handelt, dürfte selbstverständlich sein, was natürlich bedeutet, dass man nicht mit audiophilem Anspruch an die Sache herangehen darf. Dennoch ergibt die Sache zweieinhalb sehr vergnügliche Stunden vor den Lautsprechern (Stunden, die noch vergnüglicher werden, wenn man aus dem Internet das von Naxos nicht mitgelieferte Libretto herunterlädt).
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