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am 1. Mai 2005
Gut 40 Jahre nach Beginn der Mahler-Renaissance , die ich persönlich miterlebt habe und die mich mit Aufnahmen von Klemperer, Walter, Bernstein, Kubelik und Solti geprägt hat , erscheint mir die Frage, wie weit der interpretatorische Ansatz bei Mahlers Werk auch den biographischen Subtext des Komponisten mit einbeziehen soll oder muß, mehr denn je akademisch. Ich sympathisiere bei der vorliegenden Einspielung der Lieder mit der objektivierenden Sicht Pierre Boulez', zumal der gewöhnlich zerebrale Maestro sich bei diesen todtraurigen Werken ungewohnt deutlich emotional einlässt ohne jemals die notwendige Distanz zum emotionalen Gehalt - und damit die Kontrolle - aufzugeben.

Die Auswahl der Solisten ist ein Glücksfall - und sicher kein Zufall, denn alle drei leisten einen bedeutenden Beitrag zu dieser hervorragenden Aufnahme. In den Gesellenliedern überzeugt Thomas Quasthoff in "Ich hab' ein glühend' Messer" mit schneidenden Sturm- und Drang Ängsten, sein fast schmerzhaft resignativer Ton in "Die zwei blauen Augen" hat mich besonders bewegt.

Violeta Urmanas gleichermassen warmer wie strahlender Sopran fügt sich wunderbar zart ein in die ersten drei Rückert-Lieder. "Liebst du um Schönheit" atmet im sanften auf und ab des melodischen Bogens fin de siècle-Charme und in "Ich bin der Welt abhanden gekommen" trifft Urmana den nach innen gewandten Ton ganz genau. Zum ersten Mal überhaupt scheint mir die Balance von Stimme und Orchester in "Um Mitternacht" in dieser Aufnahme endlich geglückt - Boulez hat die Blechbläser derart unter Kontrolle, daß Violeta Urmana auch in den Schlußversen des Liedes gut zu hören ist.

Anne-Sofie von Otters Beitrag zu den "Kindertotenliedern" steht auf gleichem Niveau. Besonders in "In diesem Wetter, in diesem Braus" scheinen Solistin und Orchester förmlich entfesselt: in keiner mir bekannten Aufnahme (und dies sind viele!) ist die Gewalt des kompositorischen Materials auf allen dynamischen Ebenen so eindrucksvoll herausgearbeitet.
Spätestens hier wird Boulez' interpretatorischer Ansatz deutlich. Biographische Aspekte des Komponisten sind für ihn nachrangig. Welcher Spekulation um die Entstehung der Lieder man auch immer nachgeben mag, Boulez zeigt, dass die Brüche und Erschütterungen in Mahlers Werk sich im Innersten des kompositorischen Materials verdeutlichen und deshalb eigentlich keiner besonderen äußeren Akzentuierung bedürfen.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Februar 2016
Die vorliegende Kompilation vereint mit Ausnahme von „Des Knaben Wunderhorn“ sämtliche Liederzyklen des österreichischen Tonsetzers Gustav Mahler. Der frühe Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ ist stark an Schuberts „Winterreise“ angelehnt, wenngleich das Ende nicht derart tragisch gestaltet ist. Aus diesem Zyklus schöpfte Mahler etliches an Inspiration für seine frühen Sinfonien. Wesentlich reifer sind dagegen die „Kindertotenlieder“ nach Gedichten von Friedrich Rückert, die in ihrem Ausdruck sehr konzentriert und emphatisch sind. Die „5 Lieder“ nach Rückert-Gedichten sind dagegen eher als lose Reihung zu verstehen. Auch hier beweist Mahler, besonders in seinem berühmtesten Orchesterlied, „Ich bin der Welt abhanden gekommen“, wie brillant er es verstand, ein gewaltiges Orchester in nahezu kammermusikalischer Intimität einzusetzen.

An Einspielungen dieser Orchesterperlen gebricht es dem CD-Markt gewisslich nicht. Auch Pierre Boulez, der sich auf seine späten Tage als wahrer Mahler-Exeget profiliert hat, steuert mit Thomas Quasthoff und Anne Sofie von Otter einen Beitrag bei. Hier dirigiert er die Wiener Philharmoniker – und das tut er analytisch wie immer, nicht aber zerstückelnd, wie er das bei seiner Interpretation von „Des Knaben Wunderhorn“ getan hat. Die Wiener spielen sauber, perlend nuanciert und schattig facettiert. Quasthoff und Otter mit ihren warmen, vollen Stimmen verleihen den Liedern Charakter und Tiefsinn.

Fazit: Eine durch und durch gelungene Einspielung und eine Erweiterung für jede Mahler-Sammlung!
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am 5. Oktober 2013
wie immer - oder doch meist - großartige Leistung von Frau Otter. Absolute Textverständlichkeit, mit großem Sprach- und Musikgefühl. Hinreißend begleitet, einewirklich schöne Einspielung.
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