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4.0 von 5 Sternen Gelungener Gala-Abend, zweiter Teil, 8. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Die Walküre - Zweiter Teil der Gesamtaufnahme (Aufführungsmitschnitt vom 26.7.1953) (Audio CD)
Richard Wagner (1813 - 1883): Die Walküre - Zweiter Teil der Gesamtaufnahme. Erster Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen". Oper in drei Aufzügen. Aufführungsmitschnitt vom 26. Juli 1953. Mitwirkende: Ramon Vinay (Siegmund), Regina Resnik (Sieglinde), Martha Mödl (Brünnhilde), Hans Hotter (Wotan), Josef Greindl (Hunding), Ira Malaniuk (Fricka), Brünnhilde Friedland (Gerhilde), Bruni Falcon (Ortlinde), Lisa Sorrell (Waltraute), Maria von Ilosvay (Schwertleite), Lieselotte Thomamüller (Helmwige), Gisela Litz (Siegrune), Sibylla Plate (Grimgerde); Erika Schubert (Roßweiße). Orchester der Bayreuther Festspiele, Ltg. Joseph Keilberth. Liveaufnahme. Diese 2-CD-Box enthält die zweite Hälfte des zweiten Aufzugs sowie den dritten Aufzug. Veröffentlicht 2004 als Cantus Classics/Line Music CACD 500546 F. Gesamtspielzeit etwa 108 Minuten.

Wagners "Walküre" ist uns in vielen erstklassigen Aufnahmen überliefert, darunter sowohl Live- als auch Studioaufnahmen (z. B. Furtwängler, 1954). Die vorliegende Live-Aufnahme einer Aufführung der Bayreuther Festspiele 1953 unter der Leitung von Joseph Keilberth gehört unbedingt dazu, jedenfalls was die Besetzung und die Aufführung selbst betrifft. Das sind durchweg Wagner-Sänger der Extraklasse: bassgewaltige, die Extreme der Emotionen und der Dramatik auslotende Männer, volltönende, bissige, gelegentlich fast kreischende Sopranistinnen und Mezzosopranistinnen, die es insgesamt schaffen, Wagners eigenartige, unter normalen Umständen völlig unglaubwürdige Geschichte so spannend, so fesselnd, so mitreißend zu gestalten, dass man eine Zeitlang gern an die Existenz dieser allzu menschlichen Gottwesen glaubt. Joseph Keilberth, dessen Name wohl heute noch allen Wagner-Fans in Erinnerung bleibt, leitet mit dramatischem Gespür, aber ohne die schnellen Tempi eines Furtwängler, und trägt so zu einem gelungenen Gala-Abend bei. Aufnahmetechnisch sind diese CDs auch wesentlich besser als die "Rheingold"-Aufnahme vom Abend davor: Obwohl es selbstverständlich hüstelnde Zuschauer, Bühnengeräusche und teils ausgeblendeten Applaus gibt, und obwohl die Sänger sich manchmal etwas zu weit weg vom Mikrophon bewegen, hört man, für historische Verhältnisse, eine Menge Details. Die vorliegenden CDs 3 und 4 sind leider nicht ganz so gut eingefangen, so will es mir scheinen, wie die ersten beiden; dennoch: Kompliment an die Sänger und Sängerinnen für die Textverständlichkeit, die zumindest so gut ist, dass man der recht abwegigen Geschichte um Inzest und Götterneid folgen kann. Einziges Manko: Die Zusammenfassung, die im dünnen Beiheft abgedruckt ist, ist zu knapp und lässt sich nur mit Mühe den einzelnen Tracks zuordnen - am Ende holte ich mir die Beihefte von zwei Naxos Historical-Ausgaben und ein Opernlexikon, um etwas mehr über den Inhalt vorab erfahren zu können. Sicher, wer es sich etwas luxuriöser leisten kann, wird vermutlich die Keilberth-Aufführungen aus dem Jahr 1955 bevorzugen, die als erste Bayreuth-Mitschnitte in Stereo aufgenommen wurden und kürzlich bei Testament erschienen sind (Der Ring des Nibelungen (1955)). Aber die 1953er Mitschitte sind aufgrund der hohen interpretatorischen Leistung trotzdem sehr hörenswert - und bei Cantus Classics einmalig preiswert aufgelegt.
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