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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sykes Live ein Erlebnis, 14. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Bad Boy Live (Audio CD)
Endlich mal wieder eine Livescheibe von einem der grössten
Underdogs der Rockgeschichte. Es ist eine Schande, dass dieser
Mann viel zu unbekannt geblieben ist und er seine Soloplatten
nur in Japan vertreiben kann, dabei ist er im Hardrockbereich einer der grössten Helden und durch seinen Rausschmiss
bei Whitesnake leider auch eine tragische Figur geworden, weil
ihm dadurch der grosse Ruhm genommen worden ist, obwohl er einen
absoluten Hardrockklassiker mitkomponiert hat und ein brillanter
Gitarrist ist.
Auf Bad Boy Live bietet Sykes ein Best Of Programm und zeigt mit seiner genialen Band der Konkurrenz (vor allem David Coverdale), wo der Hammer hängt. Es ist eine Freude die 1987 Songs zu hören, dabei glänzt er ebenso als Sänger (o.k. D.C. ist
natürlich besser), was er insgesamt verdammt gut macht. Seine Gitarrenarbeit ist superb und man wünscht sich wenigstens eine Reunion Tour mit Whitesnake. Obwohl Sykes wie auch Whitesnake jeweils für sich genial sind, fehlt beiden doch irgendwo noch das i-Tüpfelchen und das sind die beiden Hauptdarsteller.
Fazit: super Sound, tolle Songs, perfekte Band, klasse Livestimmung, aber leider sind die Songs nicht ineinander ge-
mischt. Es wäre schön gewesen ein einziges Konzert auf Tonträger
zu brennen, doch sowas gibt es eben nur noch selten.
Trotzdem volle Punktzahl für ein wahnsinns Album.
Und bitte KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN, alles von ihm, damit er irgendwann wieder einen globalen Plattendeal bekommt und wir
Maniacs nicht immer alles über Import besorgen müssen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Böser Junge meets Blechliesel und die weiße Schlange, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Bad Boy Live (Audio CD)
Kaum zu glauben, daß der britische Gitarrist John Sykes nun auch schon an den fünfzig Lenzen kratzt. Seine Karriere währt immerhin auch schon über ein Vierteljahrhundert und begann bei der britischen NWOBHM-Truppe TYGERS OF PAN TANG, mit der Sykes in der Zeit von 1981 bis 1983 drei reguläre Studioalben veröffentlichte. Dabei machte der Flitzefinger insoweit auf sich aufmerksam, als es ausreichte, um 1983 das Interesse von Phil Lynott, dem Kopf der Gruppe THIN LIZZY zu wecken. Dieser hatte das Problem, nach Brian Robertson die zweite Gitarrenposition neben Scott Gorham (21 GUNS) nicht mehr beständig besetzen zu können. Nacheinander waren Gary Moore, Midge Ure (ULTRAVOX) und Snowy White (PINK FLOYD) nach kurzen Gastspielen wieder ausgeschieden.

Sykes wurde für die LP "Thunder & Lightning (1983)" engagiert und ist auch noch auf der darauffolgenden Scheibe "Live Life " zu hören. Er verpaßte der Truppe einen deutlich härteren Einschlag, was sich insbesondere bei dem Titeltrack, aber auch dem rasanten "Cold Sweat" bemerkbar machte. Da die Zinnliesel sich dann auflöste und Lynott viel zu früh verstarb, nutze Sykes seinen jungen Ruhm, um 1984 bei David Coverdales Weißer Schlange anzuheuern. WHITESNAKE befanden sich seinerzeit zum wiederholten mal in einer Umbruchphase und DC versuchte die Abkehr von dem stark an Deep Purple angelehnten, bluesorientierten Hard Rock hin zu etwas kommerzielleren Tönen, um auch den amerikanischen Markt zu knacken. Sykes dynamisches Spiel sollte daher einer eigens für den amerikanischen Markt neu aufgenommenen Version des Albums "Slide It In" den nötigen Pep verleihen.

Richtig krachen ließen die beiden es dann aber auf dem Nachfolgealbum "1987", das nicht nur in der Karriere der Band einen Meilenstein darstellt, sondern zum Stonehenge des melodischen Hard Rock an sich gehört. Die Geister schieden sich an diesem Millionenseller, hatte doch die hochmelodiösen und sehr eingängigen Songs nur noch bedingt mit dem bluesrockorientierten Frühwerk der Band zu tun. Coverdale wurde der Ausverkauf, die offensichtliche Anbiederung an den amerikanischen Mainstream vorgeworfen. Den Fans wars egal, die Scheibe hatte sich bis 2005 bereits über 12 Millionen Mal verkauft. Sykes famoser Beitrag zu diesem Meisterwerk sind Riffs der Güteklasse A, Hochgeschwindigkeitssoli und ein extrem fetter Sound. Beispielhaft sei hier das Gitarrenduell in der Mitte des Songs "Still Of The Night", der auch heute noch jede WHITESNAKE-Show beendet, und das rasende Spiel bei "Bad Boys" genannt. Auch die Ballade "Is This Love" stieg hoch in die Charts ein. Bei dem ebenfalls auf diesem Live-Sampler vertretenen Song "Crying In The Rain" handelte es sich um eine Neuaufnahme des Songs vom Album "Saint & Sinners". Der Vergleich beider Songs verdeutlicht am besten, welche Wendung Sykes dem Stil der Band verlieh.

Coverdale und Sykes kamen aber persönlich nicht klar, so dass die Zusammenarbeit bereits nach dem Erscheinen des Albums wieder beendet wurde. Visuellen Eindruck von der Zusammenarbeit kann man sich auf der DVD Live In Japan 1988" verschaffen. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Mal Gerüchte einer erneuten Zusammenarbeit, tatsächlich geht man aber bis heute getrennte Wege.

Für Sykes sollte sich der Split als Karriereknick erweisen. Zwar gründete er mit Tony Franklin und Carmine Appice die spieltechnisch makellose Truppe BLUE MURDER, deren Debüt auch heute noch Anerkennung in Kennerkreisen findet. Gleich mit dem Nachfolgealbum Nothin But Trouble" war es aber auch schon wieder vorbei. Präsentiert wird auf der hier besprochenen Scheibe der Opener We All Fall Down", der stilistisch an die 1987" anknüpft und mit viel Dampf und multiplen Gitarrenspuren - also dem typischen Sykes-Sound - aufwartet. Sykes erwies sich schon auf diesem Album als mehr als passabler Sänger und hat in den letzten Jahre diese Rolle auch in der THIN LIZZY-Gedächtnisband mehr als gut ausgefüllt.

Auf diesem Live-Mitschnitt werden noch einige weitere Songs aus dem Soloschaffen des Gitarrenhelden präsentiert. Begleitet wurde Sykes hierbei von seinem langjährigen Side-Kick Marco Mendoza (BLUE MURDER, WHITESNAKE) am Bass, Keyboarder Derek Sherinian (DREAM THEATER) und Schlagzeuglegende Tommy Aldridge (WHITESNAKE, GARY MOORE, MANIC EDEN). Wer sich ein Bild von der bunten Karriere eines der anerkanntesten Heavy-Gitarristen machen will, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Die Soundqualität ist erstklassig und selbst für WHITESNAKE- und THIN LIZZY-Fans ist das Album von besonderem Reiz, weil die jeweiligen Band-Tracks, die an sich ja immer in der Twin-Gitarren-Situation geschrieben und aufgenommen wurden, vom Meister allein präsentiert werden. Da die Aufnahmen von vier Konzerten einer Japan-Tour im Jahre 2004 stammen, wird leider keine richtige Konzertatmosphäre vermittelt. Etwas ärgerlich ist sicher auch, dass Sykes 1994 bereits Screaming Blue Murder" veröffentlicht hat, bei der es sich ebenfalls um einen Live-Mitschnitt handelt, der zu großen Teilen identische Songs aufweist.

Vergleichbare Bands: WHITESNAKE, Y & T, BLUE MURDER, THIN LIZZY
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Bad Boy Live
Bad Boy Live von John Sykes (Audio CD - 2004)
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