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am 18. Februar 2005
Dies war der einzige Film den ich mir 2004 im Kino angesehen habe und ich kann mit Sicherheit behaupten das es die richtige Entscheidung war, weil dieser Film es wirklich Wert gewesen ist.
Von der ersten Minute an starrt man auf die Leinwand und weiß nicht ob man weinen oder einfach nur lachen soll, über den unfähigsten Staatsmann den die USA je gehabt hat. Moore deckt grobe Fehler und Versäumnisse von Bush und seiner Regierung auf die nicht passieren dürfen. Noch dazu zeigt er ein Volk das sich patriotisch zeigt wie nie, aber dennoch ihre alten Werte verloren hat.
Warum darf eine Regierung einen Krieg führen ohne angegriffen oder bedroht zu werden? Warum ist die UNO für die USA unwichtig? Und warum macht die Familie Bush Geschäfte mit der Familie Bin Laden und den Taliban?
Michael Moore versucht Antworten zu finden, aber manchmal sind die Tatsachen so absurd das er sie einfach für sich alleine sprechen lassen kann, sowie die Bilder aus dem ausgebombten Irak. Rumsfeld spricht von einen Humanen Krieg und Moore zeigt die zerstückelten Zivilisten dazu.
Kritiker werfen Moore vor er sei ein Selbstdahrsteller und verzerre das Bild des Präsidenten. Das kann ich nicht bestätigen. Moore taucht nur selten selber im Film auf und das sehr sachlich und ein wenig schüchtern, wie der Mann von nebenan. Klar überspitzt er vielleicht mit Schnitten und Musik einige Szenen, aber die Bilder und Zitate der Betroffenen sprechen ihre eigene Sprache. Und wenn nur zehn Prozent von dem wahr ist was Moore Bush vorwirft, gehört Bush mit seiner Regierung in ein Gefängnis und nicht ins weiße Haus.
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am 2. April 2010
Nachdem man von den Massenmedien zumeist von der offiziellen Version zugemüllt wird, ist es auch mal gut die
Dinge aus einer anderen Sicht zu sehen.

Auf der einen Seite wird hervorgehoben, wie toll sich die Truppen und Verantwortlichen um die Menschen dort kümmern, im
Film sieht man wie dumm und kindisch sie sich aufführen.
Auf der einen Seite wird man nicht müde hervorzuheben dass es nur um Freiheit und Demokratie geht, im Film sieht man
dass es durchaus noch einige andere "Vorteile" dieser Befreiung gibt, vorwiegend für US Unternehmen. Die profitabelsten "Vorteile"
haben die Konzerne, welche ganz zufällig auch noch in Beziehung zu den Verantwortlichen standen oder immernoch stehen.
Unzählige weitere Beispiele erspare ich jetzt mal, aber wenn man ehrlich ist, passieren wesentlich öfter die schlimmeren Ereignisse
und sehr viel weniger gute Dinge auf der Welt. Wohin man tendiert, bleibt einem selbst überlassen.

Man sollte das Produktionsjahr (2004) bedenken, weil einige Dinge mittlerweile vielleicht klarer oder komplett geklärt sind, es damals aber
nicht waren. Zudem besteht der Film zu größten Teilen aus unkommentieren Ausschnitten aus dem US Fernsehen und Interviews, welche
lediglich mit deutschem Untertitel übersetzt wurden. So viel Angriffsfläche Ihn als mutwilligen Lügner zu bezeichnen, bietet diese Form eher nicht.
Die Darsteller aus diesen Ausschnitten machen sich ohne jegliches zutun seitens Michael Moore lächerlich.

Ich habe jedenfalls einiges erfahren, was ich den hiesigen Medien nicht entnehmen konnte.
Letztlich muss sich jeder selber ein Bild darüber machen, denn die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
Etwas anderes bleibt einem ja auch nicht übrig, nachdem noch so viele Unterlagen unter Verschluss gehalten werden...
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am 11. Juni 2005
... Amerikas laute Stimme in einer Zeit der verordneten Stille.

Michael Moores bisher erfolgreichster Dokumentarfilm ist auch sein umstrittenster. Von beginn an hat er klar gemacht, das sein Ziel mit diesem Film war die Wiederwahl von Bush 2004 zu verhindern. Was bekanntlich nicht funktioniert hat. Moore hat sogar auf eine Oscar Nominierung (und die Chancen standen gut, auch nachdem Gewinn der Goldenen Palme in Canne) verzichtet und hat den Film schon kurz nach Anlaufen in den Kinos und noch vor den Wahlen im Fernsehen ausstrahlen lassen. Alles ohne Erfolg. Obwohl sich schon die Frage stellt ob die Nachwirkungen des Films die Sicht vieler Amerikaner auf die Politik von Bush nach 2004 entscheidet verändert haben und sich so auf die Wahlen 2006 (Teile des Kongresses und des Senats, die Demokraten erreichten Mehrheiten in beiden Kammern) beeinflusst haben.

In Fahrenheit 9/11 beleuchtet Moore vor allem die Geschäftsverbindungen der Familie Bush vor allem mit der Familie bin Laden.

Moore baute eine Argumentationskette auf, die mit der Wahl von Bush 2000 und dem vermuteten Wahlbetrug in Florida beginnt. Relativ schnell arbeitet sich Moore zum 11.9.01 vor indem er aufzählt und bildlich verdeutlicht wie Bush einen Misserfolg nachdem anderen erleidet und die meiste Zeit der ersten Monate im Amt Urlaub macht.
Nachdem 11.09 schaut sich Moore Bush's Krisenmanagement an und stellt gleichzeitig die Frage inwieweit er und seine Familie Mitschuldig an den Anschlägen sind. Wobei sich Moore nicht an Verschwörungstheorien beteiligt sondern ganz eigene Schlüsse zieht. Moore zeigt auf wie viel Geld arabische Familien und vor allem die Familie bin Laden in den USA investiert haben, stellt infrage wessen wohl Bush und seine Leuten wichtigerer ist, stellt die engen Beziehungen der USA mit Saudie Arabien infrage und enthüllt das sich zum Zeitpunkt der Anschläge mehrerer Mitglieder der Familie von Osama bin Laden in den USA aufhielten und obwohl der amerikanische Luftraum gesperrt war ausreisen durften.

Nie war Moore besser. Er beginnt mit einem furiosen Wahlkampf Auftritt von Al Gore in Florida schwenkt zu Nachrichten Sondersendungen aller Sender am Wahltag die Stimmen Gewinne für Gore verkünden, bis die ersten ihn schon zum Präsidenten ausrufen. Bis Fox kommt Bush zum Präsidenten macht und alle anderen Sender umschwenken. So kommt er zum Wahlbetrug.
Zum 11.09. lässt Moore das Bild schwarz und gibt nur den Ton wieder. Und erst langsam kommen Bilder die das Chaos und die beiden eingestürzten Türme zeigen.

Desweiteren hinterfragt Moore die Politik der USA nachdem 11.09. Den Afghanistan aber auch vor allem den Irak Krieg. Moore nimmt sich die Allianz der Willigen vor, und zeigt sich die amerikanischen Networks darum geprügelt hatten wer patriotischer über den Krieg und seine Folgen berichten konnte. Doch die wahren Folgen bekommt man erst hier zu sehen. Das Leid der einfachen Bevölkerung wie aber auch das Leid der Soldaten wie ihren Familien. Bei Moore kommt auch die Mutter eines getöteten Soldaten zu Wort die ihr Leid los werden wollte und Moore nutzt die Chance alle Abgeordneten in Washington zu fragen ob ihre Kinder auch im Krieg für ihr Land kämpfen. Die Antwort ist erschreckend.

Ein weiterer Kritik Punkt im Film ist der Patriot Act. Als Moore erfährt das die Abgeordneten dieses Gesetz noch nicht mal gelesen hatten besorgte er sich kurzer Hand einen Lieferwagen mit Lautsprecher fürh rund ums Kapitol und las ihnen das Gesetz vor. Dazu bekommt der Zuschauer noch weitere BSP dafür wie ernst es der amerikanischen Regierung mit dem Schutz vor Terror ist.

Kritiker des Films behaupten das er einseitig ist. Und sie haben recht. Doch ist diese zum Zeitpunkt als der Film entstand nötig gewesen, da es zu dieser Zeit so gut wie keine kritische Berichterstattung gegenüber der Regierung der USA gab. Die US Medien sind zu Marionetten der Regierung geworden und hatten verlernt kritischr Fragen zu stellen.

"George Orwell schrieb einmal, daß es nicht darum gehe, ob der Krieg real sei oder nicht. Der Krieg soll nicht gewonnen werden, er soll ewig dauern. Eine hierarchische Gesellschaft ist nur auf der Grundlage von Armut und Ignoranz möglich. Diese neue Version ist die Vergangenheit und niemals hat eine andere Vergangenheit existiert. Im Prinzip wird die Kriegsführung immer so geplant, daß die Gesellschaft am Rande des Verhungerns bleibt. Die herrschend Klasse führt den Krieg gegen ihre eigenen Untertanen, und Zweck des Krieges ist nicht der Sieg über Eurasien oder Ostasien, sondern die Aufrechterhaltung und Stabilisierung der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung.
(übernommen aus Fahrenheit 9/11 das Buch, Teil 1, Das Drehuch, Seite 168)
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am 9. August 2010
Die Doku ist wirtklich gut gemacht. Der Film ist volgendermaßen aufgeteilt:
1)Bush's Wahlkampf und Amtseinführung
2)11.September 2001
3)Die Auswirkung des 11/9
4)Bush's Beziehungen zu den Bin Ladens
5)Irakkrieg

In jedem Abschnitt stellt Moore gut recherchierte Fakten vor, allerdings ist Moore auch dafür bekannt, Informationen zu seinen gunsten zu verdrehen, deswegen sollte man ihm nicht blind glauben.
Aber zu dem Thema 9/11 die beste Dokumentation auf dem Markt.

Fazit: Empfehlenswert für jeden, der sich für das Thema interessiert!
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HALL OF FAMEam 10. März 2006
°
Wer bereits ´Bowling for Columbine´ von Michael Moore gesehen hat, könnte von ´Fahrenheit 9/11´ leicht enttäuscht sein. Denn in seinem zweiten Film erschlägt Moore die Zuschauer mit einem Tempo und einer Fülle an Zusammenhängen, denen man kaum hinterherkommt und die das Fingerspitzengefühl und die Pointen des ersten Teils vermissen lassen. Inhaltlich leistet Moore nach wie vor wichtige Aufklärungsarbeit. Er zeigt zahlreiche Verbindungen auf zwischen der Familie Bush und den bin Ladens (und anderen), die so selten publik und transparent gemacht werden. Besonders die Darstellung der Politik nach dem 11. September wirft so manche Frage auf und offenbart, welche Firmen nachträglich vom Attentat auf das World Trade Center profitiert haben. Sicher darf man auch diesen Film kritisieren, denn Moore ist alles andere als objektiv – sein Ziel war dabei die Wiederwahl Bushs zu verhindern. Dennoch gibt’s unliebsame Tatsachen, die dank Moore einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und bewusst werden – und das trägt nun mal im besten Fall zur Meinungsbildung bei. Obwohl nicht so gut wie der erste Teil gibt’s dennoch 5 Sterne.
~
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am 9. Oktober 2004
Schon lange vor dem 11.9.2001 haben die USA, die inzwischen einzig verbliebene Weltmacht, die Weichen für eine imperiale Machtausweitung gestellt. Es geht um nicht weniger als die Weltherrschaft mit einem feinen Netz aus gut befestigten Stützpunkten, Lebensadern (Öl-Pipelines) und Satelliten, die sich um das Machtzentrum USA gruppieren. An der Spitze dieser neo-konservativen, christlich-fundamentalistischen Bewegung steht der derzeit amtierende Präsident der USA, George Walker Bush (im Folgenden kurz: GWB).
GWB entstammt der 3. Generation der Walker/Bush-Dynastie, dem mächtigsten und politisch erfolgreichsten Familienclan der USA. Anders als den erfolgreichen Vorfahren - Grossvater Prescott Bush und Vater George Herbert W. Bush - ist dem Sohn jedoch lange Zeit weder geschäftlicher noch politischer Erfolg beschieden. Der mässige Yale-Student, militärische Drückeberger und Playboy steht stets im Schatten des übermächtigen, hoch dekorierten Vaters. Als seine Alkoholprobleme Überhand nehmen und die Ehe mit Frau Laura zu zerbrechen droht, kommt plötzlich die Wende. Am Tiefpunkt angelangt, lernt er den wortgewandten Prediger der extremen religiösen Rechten - Billy Graham - kennen und schwört dem Alkohol von heute auf morgen ab. GWB tritt als "wiedergeborener Christ" der Kirche der fundamentalistischen Evangelikalen bei, die von nun an seine politische Karriere massgeblich fördern und mitbestimmen werden.
Bush senior wird nach dem Golfkrieg Anfang der 1990er bereits nach seiner ersten Amtsperiode als Präsident der USA wieder abgewählt. Der Verlust der Wahl trifft die Bushs hart, und die Dynastie scheint politisch am Ende. Mit Unterstützung der religiösen Rechten und dem etablierten, finanzstarken Spendennetzwerk des Vaters, dem u.a. auch ein Halbbruder Osama Bin Ladens angehört, gelingt GWB und Bruder "Jeb" Bush jedoch schliesslich der politische Durchbruch. Der Rest ist bekannte Geschichte: GWB wird Gouverneur von Texas und kann mit Hilfe von Bruder Jeb, Innenministerin Harris und einer manipulierten Wahl in Florida die Präsidentschaftswahlen gegen Al Gore für sich entscheiden. Die "gestohlene" Präsidentschaft feierte GWB unter Eier- und Tomatenbeschuss in einer gepanzerten Limousine auf dem Weg ins Weisse Haus.
Mit GWB sitzt nun ein Evangelikaler in Washington, der glaubt, von Gott berufen zu sein und eine gleichsam religiöse Mission erfüllen zu müssen. Wichtige Posten im Kabinett werden mit der alten Garde des Vaters wie Vize Dick Cheney und Aussenminister Colin Powell besetzt, die sich sogleich an die Ausarbeitung der politischen und militärischen Strategien zur Verfolgung der expansiven Ziele der USA machen. Der 11. September erweist sich dann als echter Glücksfall für die neue Regierung. Der Anschlag liefert einen Grund, mit der Expansion zu beginnen, und dank des "Bösen" in Gestalt von Osama Bin Laden avanciert GWB plötzlich zum Schutzherr einer Welt, die in grösster Gefahr ist. Gegen den Willen eines grossen Teils der Verbündeten beginnt er seinen "Kreuzzug" gegen den Irak und spaltet damit auch die Nation.
Mit bekannt bissigem Witz setzt Michael Moores neuer satirischer Dokumentarfilm bei den manipulierten Präsidentschaftswahlen in Florida ein und wirft im weiteren Verlauf einen kritischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse um den 11. September und den Irak-Krieg. Gleichzeitig erfährt der Zuschauer Interessantes und Delikates aus dem Privatleben des "Freizeit"-Präsidenten GWB und die geschäftlichen und politischen Verbindungen des Familienclans sowie anderer Hauptakteure hinter den Kulissen. Zwei wichtige Fragen treten dabei immer wieder in den Vordergrund: "Wie weit gehen die Beziehungen der Bushs zu den Bin Ladens?" und "Wie hat es trotz Vorwarnungen seitens der Sicherheitsdienste zu den Anschlägen am 11.9. kommen können?". Der Film ist also weit mehr als blosses "Bush-Bashing" und Anti-Bush-Propaganda, wie Kritiker und Pro-Bush-Akteure Michael Moore gerne vorwerfen. Er ist eine intelligent gemachte, satirische Collage mit teils brisantem politischen Material, an dem sich selbst der ursprüngliche Produzent Disney dann doch wohl lieber nicht die Finger verbrennen wollte. Zum Glück hatte aber Lion Gate Films die Courage, den Film weiter zu produzieren und somit eine der besten Polit-Dokus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Fahrenheit 9/11" wurde dieses Jahr u.a. mit der "Goldenen Palme" in Cannes ausgezeichnet und wird wohl auch ein Anwärter bei der kommenden "Oscar"-Verleihung sein. Zugreifen und weiterempfehlen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Januar 2005
Dieser Film ist wieder mal sehr Unterhaltsam und "informativ" von Moore zusammengschnitten worden und ich wusste teilweise wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Besonders Bush anfangs da etliche Minuten sitzen zu sehen, als er über das Attentat informiert wurde, lässt einen schon schwanken zwischen Mitleid und Empöhrung über diese offensichtliche Unfähigkeit des mächtigsten Mannes der Welt. Und so geht es dann auch weiter, man kann sich kaum der Verachtung für diesen Typen, der da locker Golf spielt während er Soldaten in den Krieg und Tod schickt, entziehen.
Doch dies alles als "Information" zu bezeichnen zeigt, daß wir nicht wirklich aus der Geschichte (weder jüngerer noch älterer) gelernt haben, und daß wir zwar gerne mit dem Finger auf die Amis zeigen und uns darüber lustig machen, daß diese ständig auf die ganzen Lügengeschichten ihrer Regierung reinfallen, wir aber selbst auf die gleiche Propaganda reinfallen, solange sie uns auf die moralisch sichere Seite stellt.
Ich sage nicht, daß sich Moore das alles ausgedacht hat -das meiste glaube ich tatsächlich- und unterhaltsam ist das ganze allemal dargestellt. Aber man sollte sich immer klar sein, wer uns da diesen Film zeigt und was er damit bezwecken will (egal, ob wir, wie ich ja auch, mit dem Ziel einverstanden sind). Wer diesen Film als absolute Aufklärung und Information ansieht, sollte aufpassen, daß er nicht irgendwann von den falschen Leuten "aufgeklärt" wird.
Informationen sind hier total nebensächlich, das wichtige bei Moore sind die Emotionen. Wenn einem aber bewusst ist, daß er einen versucht zu manipulieren und auch erkennt wodurch, dann kann man bei ihm trotz allem immer noch einiges erfahren, was man vorher noch nicht wusste.
Ich kann Moore nur zugutehalten, daß seine Filme darauf abzielen, seinem eigenen Volk die Augen zu "öffnen", und das erreicht man in den USA halt am besten mit gut gemachten Propagandafilmchen.
Wahrscheinlich müssen erst Superman und Batman die ganzen Machenschaften der Bush-Regierung in ihren Comics "aufdecken", um die meisten Amerikaner wachzurüttel...
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am 14. März 2011
FAHRENHEIT 9/11 [2004]

ZUM FILM:

Wer 'Roger & Me' oder 'Bowling for Columbine' gesehen hat, hat sicher bemerkt, dass es Michael Moore in seinen kinotauglichen Dokumentationen weniger wichtig scheint zu dokumentieren, als zu provozieren. Er möchte die Menschen aufmerksam machen und zu Änderungen bewegen.

Sein Film 'Fahrenheit 9/11' widmet sich, passend zum bevorstehenden amerikanischen Wahlkampf 2004, voll und ganz den Machenschaften seines liebsten Feindes George W. Bush. Moore wirft ihm unter Anderem Wahlbetrug, Inkompetenz und gezielte Kriegstreiberei vor. Ohne den Präsidenten persönlich vor der Kamera zu beschuldigen, lässt er Bilder, Fakten und Opfer sprechen, dies jedoch auf beeindruckende Weise.

Nicht umsonst gewann seine Dokumentation den Preis der Jury in Cannes. Um Diskussionen zu vermeiden, beteuerte das Juryoberhaupt Quentin Tarantino, der Film habe die Auszeichnung nicht aufgrund seiner politischen Botschaft bekommen - die kurz etwa lauten könnte: 'Macht die Augen auf, Landsleute! Gebt Bush keine zweite Chance! Wählt die Demokraten!' - sondern wegen seiner filmtechnischen Qualitäten. Betrachtet man die Doku aus dieser Sicht genauer, ist diese Entscheidung mehr als gerechtfertigt. Moore setzt gekonnt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, wie Interviews mit Tätern und Opfern, Newsberichte, Filmausschnitte, Umfragen, Zahlenspiele und kontroverse Dokumente, ein.

Ihm gelingt ein filmischer Balanceakt zwischen Spekulation und Fakten, zwischen amüsant-provokanter Satire und drastisch-emotionalem Klageschrei. Einzig und allein den faden Beigeschmack der einseitigen Darstellung wird der Film nicht los. Die teilweise penetrante Selbstinszenierung Michael Moores als patriotischen Weltverbesserer ist hier jedoch, im Gegensatz zu seinen früheren Werken erfreulich gering ausgefallen. Der Zuschauer bekommt den, körperlich nach allen Seiten stetig wachsenden Regisseur kaum zu Gesicht. Er beschränkt sich auf Kommentare aus dem Off, welche hierzulande von einem deutschen Sprecher übernommen werden. Der Wechsel zwischen deutschem Kommentar und untertitelten Originalszenen erleichtert es lesefaulen Zuschauern, dem Film zu folgen, ist jedoch Geschmackssache. Die Originalspur ist demnach der deutschen vorzuziehen.

Empfohlen sei die unterhaltsame und informative Dokumentation 'Fahrenheit 9/11' allen, die wissen, dass Al Gore kein Orangensaft ist und wenigstens einmal die Woche Nachrichten schauen.

ZUR DVD:

Laufzeit: 122:32 Min.
Bildformat: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Tonformat: Deutsch/Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch/Englisch
Laufzeit Extras: 89 Min.

EXTRAS

Disc 1: Original US-Featurette (11:21 Min.)
Disc 2:
' Bush vs. 9/11 Kommission (05:24 Min.)
' C. Rice vs. 9/11 Kommission (08:06 Min.)
' Comedy nach 9/11 (10:34 Min.)
' Grenzschutz in Florida (02:57 Min.)
' Vor der US-Invasion (08:22 Min.)
' Der Soundtrack zum Krieg (02:36 Min.)
' Unterwegs mit den Truppen (18:02 Min.)
' Einsatzbericht (07:31 Min.)
' Amnestie (07:00 Min.)
' Filmpremiere in Washington DC (04:37 Min.)

Bemerkungen:
- Bei der deutschen Tonspur wurde nur der Off-Kommentar von Michael Moore synchronisiert. Ansonsten OmU! (Original Kinofassung)
- Alle Extras im englischen Original ohne deutsche Untertitel! (Quelle: ofdb.de)
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am 14. Februar 2013
Jeder hat die Bilder vom 11. September 2001 verfolgt und jeder erinnert sich an die Bilder der brennenden Türme, der erschütterten Menschen und die absolute Zerstörung...
Doch was passierte im Hintergrund?
Was machten die Verantwortlichen?
Und was tat der damalige Präsident George W. Bush?

Diesen und ähnlichen Fragen geht Michael Moore mit gewohnt beißendem Sarkasmus und schwarzem Humor in "Fahrenheit 9/11" auf den Grund.

Der Film setzt sich aus Interviewauszügen, Live-Bildern, Dokumenten und von Michael Moore recherchiertem Material in Bild-und Textform zusammen.
Im Hintergrund, immer die schwarzen Kommentare Michael Moores.
Dieser Film erschüttert, klärt auf und regt sehr zum Nachdenken an.
Dabei nimmt Mr Moore dem Zuschauer nichts vorweg, sondern zielt genau auf die eigene Meinungsbildung ab.
Dieser Film will dem Zuschauer keine Verschwörungstheorien vorsetzen, sondern besticht durch einfache aber knallharte Fakten.
Hin und wieder musste ich, trotz des ernsten Themas, gehörig schmunzeln. Zu viele Dinge sind einfach so grotesk, dass selbst ein Stephen King kein krasseres Buch darüber schreiben könnte.
Dieser Film ist harter Tobac, aber man sollte ihn auf jeden Fall gesehen haben!
Von mir eine klare Kauf- oder Ausleihempfehlung!
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am 4. April 2015
Es war bestimmt nicht so einfach für Michael Moore die ganzen Fakten mühsam zusammenzutragen. Habe den Film heute gesehen und fühlte mich sofort an das Jahr 2003 zurückerinnert, wo dieser ganze Propaganda-Quark in den Medien ablief. Und alle, die daran geglaubt haben, inkl. der Soldaten im Irak etc. sind betrogen worden. Der zweite Irak-Krieg und, wenn man logisch schlussfolgern will, auch der eine bestimmte "Septembertag", waren bloß wirtschaftlich-orientierte Verbrechen an der Bevölkerung bzw. profit-orientierte Medienspektakel, die anhand von ausgedachten Lügen ein paar Jahre aufrecht erhalten werden konnten.

Schlimm, so direkt nach der Jahrtausendwende, gleich das ganze Wild-West Gangster-Betrüger-Pack in vollem Gange damals wie jetzt. Einfach nur schlimm. Und dafür wurden scheinbar ein paar tausend Tote eben in Kauf genommen. Tja, mich wundert nichts mehr. Echt schlimm, und die Sell-Out-Politiker müssen bei dem ganzen Schwachsinn noch mitmachen, auch bei dieser schmierigen, unseriösen Anti-Terror-Sache, die zum Himmel mieft. Hauptsache Überwachung und dumme Menschen verheizen - nichts Neues.

Bekloppte Welt, blöde Leute, kriminelles Fernsehen. Max und Moritz reloaded. Und die Leute lassen sich eben verar... ulken. Welt will betrogen werden. So war es schon immer.
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