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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte...
Nachdem man von den Massenmedien zumeist von der offiziellen Version zugemüllt wird, ist es auch mal gut die
Dinge aus einer anderen Sicht zu sehen.

Auf der einen Seite wird hervorgehoben, wie toll sich die Truppen und Verantwortlichen um die Menschen dort kümmern, im
Film sieht man wie dumm und kindisch sie sich aufführen.
Auf der...
Veröffentlicht am 2. April 2010 von karabela

versus
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Propaganda funtkioniert auch in die andere Richtung
Dieser Film ist wieder mal sehr Unterhaltsam und "informativ" von Moore zusammengschnitten worden und ich wusste teilweise wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Besonders Bush anfangs da etliche Minuten sitzen zu sehen, als er über das Attentat informiert wurde, lässt einen schon schwanken zwischen Mitleid und Empöhrung über diese...
Veröffentlicht am 25. Januar 2005 von C. Hage


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte..., 2. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Nachdem man von den Massenmedien zumeist von der offiziellen Version zugemüllt wird, ist es auch mal gut die
Dinge aus einer anderen Sicht zu sehen.

Auf der einen Seite wird hervorgehoben, wie toll sich die Truppen und Verantwortlichen um die Menschen dort kümmern, im
Film sieht man wie dumm und kindisch sie sich aufführen.
Auf der einen Seite wird man nicht müde hervorzuheben dass es nur um Freiheit und Demokratie geht, im Film sieht man
dass es durchaus noch einige andere "Vorteile" dieser Befreiung gibt, vorwiegend für US Unternehmen. Die profitabelsten "Vorteile"
haben die Konzerne, welche ganz zufällig auch noch in Beziehung zu den Verantwortlichen standen oder immernoch stehen.
Unzählige weitere Beispiele erspare ich jetzt mal, aber wenn man ehrlich ist, passieren wesentlich öfter die schlimmeren Ereignisse
und sehr viel weniger gute Dinge auf der Welt. Wohin man tendiert, bleibt einem selbst überlassen.

Man sollte das Produktionsjahr (2004) bedenken, weil einige Dinge mittlerweile vielleicht klarer oder komplett geklärt sind, es damals aber
nicht waren. Zudem besteht der Film zu größten Teilen aus unkommentieren Ausschnitten aus dem US Fernsehen und Interviews, welche
lediglich mit deutschem Untertitel übersetzt wurden. So viel Angriffsfläche Ihn als mutwilligen Lügner zu bezeichnen, bietet diese Form eher nicht.
Die Darsteller aus diesen Ausschnitten machen sich ohne jegliches zutun seitens Michael Moore lächerlich.

Ich habe jedenfalls einiges erfahren, was ich den hiesigen Medien nicht entnehmen konnte.
Letztlich muss sich jeder selber ein Bild darüber machen, denn die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
Etwas anderes bleibt einem ja auch nicht übrig, nachdem noch so viele Unterlagen unter Verschluss gehalten werden...
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschrocken und belustigt zugleich, 18. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Dies war der einzige Film den ich mir 2004 im Kino angesehen habe und ich kann mit Sicherheit behaupten das es die richtige Entscheidung war, weil dieser Film es wirklich Wert gewesen ist.
Von der ersten Minute an starrt man auf die Leinwand und weiß nicht ob man weinen oder einfach nur lachen soll, über den unfähigsten Staatsmann den die USA je gehabt hat. Moore deckt grobe Fehler und Versäumnisse von Bush und seiner Regierung auf die nicht passieren dürfen. Noch dazu zeigt er ein Volk das sich patriotisch zeigt wie nie, aber dennoch ihre alten Werte verloren hat.
Warum darf eine Regierung einen Krieg führen ohne angegriffen oder bedroht zu werden? Warum ist die UNO für die USA unwichtig? Und warum macht die Familie Bush Geschäfte mit der Familie Bin Laden und den Taliban?
Michael Moore versucht Antworten zu finden, aber manchmal sind die Tatsachen so absurd das er sie einfach für sich alleine sprechen lassen kann, sowie die Bilder aus dem ausgebombten Irak. Rumsfeld spricht von einen Humanen Krieg und Moore zeigt die zerstückelten Zivilisten dazu.
Kritiker werfen Moore vor er sei ein Selbstdahrsteller und verzerre das Bild des Präsidenten. Das kann ich nicht bestätigen. Moore taucht nur selten selber im Film auf und das sehr sachlich und ein wenig schüchtern, wie der Mann von nebenan. Klar überspitzt er vielleicht mit Schnitten und Musik einige Szenen, aber die Bilder und Zitate der Betroffenen sprechen ihre eigene Sprache. Und wenn nur zehn Prozent von dem wahr ist was Moore Bush vorwirft, gehört Bush mit seiner Regierung in ein Gefängnis und nicht ins weiße Haus.
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Werk eines Patrioten", 11. Juni 2005
Von 
MaReIx "Marci" (Herne im Rurhgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
... Amerikas laute Stimme in einer Zeit der verordneten Stille.

Michael Moores bisher erfolgreichster Dokumentarfilm ist auch sein umstrittenster. Von beginn an hat er klar gemacht, das sein Ziel mit diesem Film war die Wiederwahl von Bush 2004 zu verhindern. Was bekanntlich nicht funktioniert hat. Moore hat sogar auf eine Oscar Nominierung (und die Chancen standen gut, auch nachdem Gewinn der Goldenen Palme in Canne) verzichtet und hat den Film schon kurz nach Anlaufen in den Kinos und noch vor den Wahlen im Fernsehen ausstrahlen lassen. Alles ohne Erfolg. Obwohl sich schon die Frage stellt ob die Nachwirkungen des Films die Sicht vieler Amerikaner auf die Politik von Bush nach 2004 entscheidet verändert haben und sich so auf die Wahlen 2006 (Teile des Kongresses und des Senats, die Demokraten erreichten Mehrheiten in beiden Kammern) beeinflusst haben.

In Fahrenheit 9/11 beleuchtet Moore vor allem die Geschäftsverbindungen der Familie Bush vor allem mit der Familie bin Laden.

Moore baute eine Argumentationskette auf, die mit der Wahl von Bush 2000 und dem vermuteten Wahlbetrug in Florida beginnt. Relativ schnell arbeitet sich Moore zum 11.9.01 vor indem er aufzählt und bildlich verdeutlicht wie Bush einen Misserfolg nachdem anderen erleidet und die meiste Zeit der ersten Monate im Amt Urlaub macht.
Nachdem 11.09 schaut sich Moore Bush's Krisenmanagement an und stellt gleichzeitig die Frage inwieweit er und seine Familie Mitschuldig an den Anschlägen sind. Wobei sich Moore nicht an Verschwörungstheorien beteiligt sondern ganz eigene Schlüsse zieht. Moore zeigt auf wie viel Geld arabische Familien und vor allem die Familie bin Laden in den USA investiert haben, stellt infrage wessen wohl Bush und seine Leuten wichtigerer ist, stellt die engen Beziehungen der USA mit Saudie Arabien infrage und enthüllt das sich zum Zeitpunkt der Anschläge mehrerer Mitglieder der Familie von Osama bin Laden in den USA aufhielten und obwohl der amerikanische Luftraum gesperrt war ausreisen durften.

Nie war Moore besser. Er beginnt mit einem furiosen Wahlkampf Auftritt von Al Gore in Florida schwenkt zu Nachrichten Sondersendungen aller Sender am Wahltag die Stimmen Gewinne für Gore verkünden, bis die ersten ihn schon zum Präsidenten ausrufen. Bis Fox kommt Bush zum Präsidenten macht und alle anderen Sender umschwenken. So kommt er zum Wahlbetrug.
Zum 11.09. lässt Moore das Bild schwarz und gibt nur den Ton wieder. Und erst langsam kommen Bilder die das Chaos und die beiden eingestürzten Türme zeigen.

Desweiteren hinterfragt Moore die Politik der USA nachdem 11.09. Den Afghanistan aber auch vor allem den Irak Krieg. Moore nimmt sich die Allianz der Willigen vor, und zeigt sich die amerikanischen Networks darum geprügelt hatten wer patriotischer über den Krieg und seine Folgen berichten konnte. Doch die wahren Folgen bekommt man erst hier zu sehen. Das Leid der einfachen Bevölkerung wie aber auch das Leid der Soldaten wie ihren Familien. Bei Moore kommt auch die Mutter eines getöteten Soldaten zu Wort die ihr Leid los werden wollte und Moore nutzt die Chance alle Abgeordneten in Washington zu fragen ob ihre Kinder auch im Krieg für ihr Land kämpfen. Die Antwort ist erschreckend.

Ein weiterer Kritik Punkt im Film ist der Patriot Act. Als Moore erfährt das die Abgeordneten dieses Gesetz noch nicht mal gelesen hatten besorgte er sich kurzer Hand einen Lieferwagen mit Lautsprecher fürh rund ums Kapitol und las ihnen das Gesetz vor. Dazu bekommt der Zuschauer noch weitere BSP dafür wie ernst es der amerikanischen Regierung mit dem Schutz vor Terror ist.

Kritiker des Films behaupten das er einseitig ist. Und sie haben recht. Doch ist diese zum Zeitpunkt als der Film entstand nötig gewesen, da es zu dieser Zeit so gut wie keine kritische Berichterstattung gegenüber der Regierung der USA gab. Die US Medien sind zu Marionetten der Regierung geworden und hatten verlernt kritischr Fragen zu stellen.

"George Orwell schrieb einmal, daß es nicht darum gehe, ob der Krieg real sei oder nicht. Der Krieg soll nicht gewonnen werden, er soll ewig dauern. Eine hierarchische Gesellschaft ist nur auf der Grundlage von Armut und Ignoranz möglich. Diese neue Version ist die Vergangenheit und niemals hat eine andere Vergangenheit existiert. Im Prinzip wird die Kriegsführung immer so geplant, daß die Gesellschaft am Rande des Verhungerns bleibt. Die herrschend Klasse führt den Krieg gegen ihre eigenen Untertanen, und Zweck des Krieges ist nicht der Sieg über Eurasien oder Ostasien, sondern die Aufrechterhaltung und Stabilisierung der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung.
(übernommen aus Fahrenheit 9/11 das Buch, Teil 1, Das Drehuch, Seite 168)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gemacht- aber man sollte Moore nicht blind glauben, 9. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Die Doku ist wirtklich gut gemacht. Der Film ist volgendermaßen aufgeteilt:
1)Bush's Wahlkampf und Amtseinführung
2)11.September 2001
3)Die Auswirkung des 11/9
4)Bush's Beziehungen zu den Bin Ladens
5)Irakkrieg

In jedem Abschnitt stellt Moore gut recherchierte Fakten vor, allerdings ist Moore auch dafür bekannt, Informationen zu seinen gunsten zu verdrehen, deswegen sollte man ihm nicht blind glauben.
Aber zu dem Thema 9/11 die beste Dokumentation auf dem Markt.

Fazit: Empfehlenswert für jeden, der sich für das Thema interessiert!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Propaganda funtkioniert auch in die andere Richtung, 25. Januar 2005
Von 
C. Hage "junglechief" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Dieser Film ist wieder mal sehr Unterhaltsam und "informativ" von Moore zusammengschnitten worden und ich wusste teilweise wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Besonders Bush anfangs da etliche Minuten sitzen zu sehen, als er über das Attentat informiert wurde, lässt einen schon schwanken zwischen Mitleid und Empöhrung über diese offensichtliche Unfähigkeit des mächtigsten Mannes der Welt. Und so geht es dann auch weiter, man kann sich kaum der Verachtung für diesen Typen, der da locker Golf spielt während er Soldaten in den Krieg und Tod schickt, entziehen.
Doch dies alles als "Information" zu bezeichnen zeigt, daß wir nicht wirklich aus der Geschichte (weder jüngerer noch älterer) gelernt haben, und daß wir zwar gerne mit dem Finger auf die Amis zeigen und uns darüber lustig machen, daß diese ständig auf die ganzen Lügengeschichten ihrer Regierung reinfallen, wir aber selbst auf die gleiche Propaganda reinfallen, solange sie uns auf die moralisch sichere Seite stellt.
Ich sage nicht, daß sich Moore das alles ausgedacht hat -das meiste glaube ich tatsächlich- und unterhaltsam ist das ganze allemal dargestellt. Aber man sollte sich immer klar sein, wer uns da diesen Film zeigt und was er damit bezwecken will (egal, ob wir, wie ich ja auch, mit dem Ziel einverstanden sind). Wer diesen Film als absolute Aufklärung und Information ansieht, sollte aufpassen, daß er nicht irgendwann von den falschen Leuten "aufgeklärt" wird.
Informationen sind hier total nebensächlich, das wichtige bei Moore sind die Emotionen. Wenn einem aber bewusst ist, daß er einen versucht zu manipulieren und auch erkennt wodurch, dann kann man bei ihm trotz allem immer noch einiges erfahren, was man vorher noch nicht wusste.
Ich kann Moore nur zugutehalten, daß seine Filme darauf abzielen, seinem eigenen Volk die Augen zu "öffnen", und das erreicht man in den USA halt am besten mit gut gemachten Propagandafilmchen.
Wahrscheinlich müssen erst Superman und Batman die ganzen Machenschaften der Bush-Regierung in ihren Comics "aufdecken", um die meisten Amerikaner wachzurüttel...
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nicht so gut wie der erste, dennoch sehenswert, 10. März 2006
Von 
Stephan Kleiber "buchtippse.de" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
°
Wer bereits ´Bowling for Columbine´ von Michael Moore gesehen hat, könnte von ´Fahrenheit 9/11´ leicht enttäuscht sein. Denn in seinem zweiten Film erschlägt Moore die Zuschauer mit einem Tempo und einer Fülle an Zusammenhängen, denen man kaum hinterherkommt und die das Fingerspitzengefühl und die Pointen des ersten Teils vermissen lassen. Inhaltlich leistet Moore nach wie vor wichtige Aufklärungsarbeit. Er zeigt zahlreiche Verbindungen auf zwischen der Familie Bush und den bin Ladens (und anderen), die so selten publik und transparent gemacht werden. Besonders die Darstellung der Politik nach dem 11. September wirft so manche Frage auf und offenbart, welche Firmen nachträglich vom Attentat auf das World Trade Center profitiert haben. Sicher darf man auch diesen Film kritisieren, denn Moore ist alles andere als objektiv – sein Ziel war dabei die Wiederwahl Bushs zu verhindern. Dennoch gibt’s unliebsame Tatsachen, die dank Moore einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und bewusst werden – und das trägt nun mal im besten Fall zur Meinungsbildung bei. Obwohl nicht so gut wie der erste Teil gibt’s dennoch 5 Sterne.
~
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108 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin Bush (mit Gott) gegen Alle, 9. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Schon lange vor dem 11.9.2001 haben die USA, die inzwischen einzig verbliebene Weltmacht, die Weichen für eine imperiale Machtausweitung gestellt. Es geht um nicht weniger als die Weltherrschaft mit einem feinen Netz aus gut befestigten Stützpunkten, Lebensadern (Öl-Pipelines) und Satelliten, die sich um das Machtzentrum USA gruppieren. An der Spitze dieser neo-konservativen, christlich-fundamentalistischen Bewegung steht der derzeit amtierende Präsident der USA, George Walker Bush (im Folgenden kurz: GWB).
GWB entstammt der 3. Generation der Walker/Bush-Dynastie, dem mächtigsten und politisch erfolgreichsten Familienclan der USA. Anders als den erfolgreichen Vorfahren - Grossvater Prescott Bush und Vater George Herbert W. Bush - ist dem Sohn jedoch lange Zeit weder geschäftlicher noch politischer Erfolg beschieden. Der mässige Yale-Student, militärische Drückeberger und Playboy steht stets im Schatten des übermächtigen, hoch dekorierten Vaters. Als seine Alkoholprobleme Überhand nehmen und die Ehe mit Frau Laura zu zerbrechen droht, kommt plötzlich die Wende. Am Tiefpunkt angelangt, lernt er den wortgewandten Prediger der extremen religiösen Rechten - Billy Graham - kennen und schwört dem Alkohol von heute auf morgen ab. GWB tritt als "wiedergeborener Christ" der Kirche der fundamentalistischen Evangelikalen bei, die von nun an seine politische Karriere massgeblich fördern und mitbestimmen werden.
Bush senior wird nach dem Golfkrieg Anfang der 1990er bereits nach seiner ersten Amtsperiode als Präsident der USA wieder abgewählt. Der Verlust der Wahl trifft die Bushs hart, und die Dynastie scheint politisch am Ende. Mit Unterstützung der religiösen Rechten und dem etablierten, finanzstarken Spendennetzwerk des Vaters, dem u.a. auch ein Halbbruder Osama Bin Ladens angehört, gelingt GWB und Bruder "Jeb" Bush jedoch schliesslich der politische Durchbruch. Der Rest ist bekannte Geschichte: GWB wird Gouverneur von Texas und kann mit Hilfe von Bruder Jeb, Innenministerin Harris und einer manipulierten Wahl in Florida die Präsidentschaftswahlen gegen Al Gore für sich entscheiden. Die "gestohlene" Präsidentschaft feierte GWB unter Eier- und Tomatenbeschuss in einer gepanzerten Limousine auf dem Weg ins Weisse Haus.
Mit GWB sitzt nun ein Evangelikaler in Washington, der glaubt, von Gott berufen zu sein und eine gleichsam religiöse Mission erfüllen zu müssen. Wichtige Posten im Kabinett werden mit der alten Garde des Vaters wie Vize Dick Cheney und Aussenminister Colin Powell besetzt, die sich sogleich an die Ausarbeitung der politischen und militärischen Strategien zur Verfolgung der expansiven Ziele der USA machen. Der 11. September erweist sich dann als echter Glücksfall für die neue Regierung. Der Anschlag liefert einen Grund, mit der Expansion zu beginnen, und dank des "Bösen" in Gestalt von Osama Bin Laden avanciert GWB plötzlich zum Schutzherr einer Welt, die in grösster Gefahr ist. Gegen den Willen eines grossen Teils der Verbündeten beginnt er seinen "Kreuzzug" gegen den Irak und spaltet damit auch die Nation.
Mit bekannt bissigem Witz setzt Michael Moores neuer satirischer Dokumentarfilm bei den manipulierten Präsidentschaftswahlen in Florida ein und wirft im weiteren Verlauf einen kritischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse um den 11. September und den Irak-Krieg. Gleichzeitig erfährt der Zuschauer Interessantes und Delikates aus dem Privatleben des "Freizeit"-Präsidenten GWB und die geschäftlichen und politischen Verbindungen des Familienclans sowie anderer Hauptakteure hinter den Kulissen. Zwei wichtige Fragen treten dabei immer wieder in den Vordergrund: "Wie weit gehen die Beziehungen der Bushs zu den Bin Ladens?" und "Wie hat es trotz Vorwarnungen seitens der Sicherheitsdienste zu den Anschlägen am 11.9. kommen können?". Der Film ist also weit mehr als blosses "Bush-Bashing" und Anti-Bush-Propaganda, wie Kritiker und Pro-Bush-Akteure Michael Moore gerne vorwerfen. Er ist eine intelligent gemachte, satirische Collage mit teils brisantem politischen Material, an dem sich selbst der ursprüngliche Produzent Disney dann doch wohl lieber nicht die Finger verbrennen wollte. Zum Glück hatte aber Lion Gate Films die Courage, den Film weiter zu produzieren und somit eine der besten Polit-Dokus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Fahrenheit 9/11" wurde dieses Jahr u.a. mit der "Goldenen Palme" in Cannes ausgezeichnet und wird wohl auch ein Anwärter bei der kommenden "Oscar"-Verleihung sein. Zugreifen und weiterempfehlen!
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Virtuoser Mix aus Fiktion und Satire, 26. Oktober 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Das zweite cineastische Werk des US-Amerikaners Michael Moore nach BOWILNG FOR COLUMBINE hat in den USA alle Rekorde gebrochen.
Wie kein anderes Werk zuvor (Spielfilme natürlich ausgenommen) hat Moore das Publikum angesprochen.
Dies mag auch an der direkten und offenen Art Moors liegen. In erster Linie jedoch zeigt es die Nachfrage eines offensichtlich großen Publikums an der Art, wie und mit welchen Mitteln von einer Gruppe konservativer Clans in den Vereinigten Staaten Politik gemacht wird.
Moore beginnt mit der Zeitenwende der amerikanischen Politik, dem 11. September.
Er schildert wie der Terroranschlag propagandistisch ausgeschlachtet wurde und welche anderen Ziele mit der Begründung der Terrorismusbekämpfung verfolgt wurden.
Moore mixt Fakten mit Satire, ohne der Versuchung zu erliegen eigene Spekulationen als Tatsachen zu verkaufen. Die einzelnen Kapitel sind unterteilt in die Zeit der Kriegsvorbereitung, die Untersuchung der Terroranschläge und zeigt auch den geänderten Grenzschutz.
Moore übt keine Kritik am Vorgehen gegen das Regime der Taliban und Terroristen, sondern beleuchtet die politische Initialzündung und den ohne kausalen Zusammenhang geführten Krieg den Irak.
Der Film ist leichter konsumierbar als sein Vorgänger und auch deutlich schärfer. Ein Kassenschlager, und das in Zeiten von Big Brother und dümmlichen Filmremakes.
Einen Dank an Michael Moore.
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41 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein harter Cocktail aus Informationen und Emotionen, 14. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Nein, viel neues bietet der FIlm nicht. Als gut informierter Europäer (anders als die meisten Amerikaner) weiß man um die Lügen und Intrigen der Bush Regierung. Michael Moore schafft es trotz alle dem einen spannenden, schockierenden und zweitweise sogar amüsanten Film zu kreieren. Er setzt auf DAS Mittel um die Amerikaner an der Wahlurne doch noch umzustimmen: Emotionen. So sieht man weinende Mütter auf beiden Seiten und ist erneut fassungslos, dass die Amerikaner so einen Präsidenten wählen konnten. Aber das haben sie ja gar nicht....
Wer einen rein informativen Dokufilm erwartet wird sich enttäuscht sehen, denn Moore ist nichts für Antiamerikaner, sondern für Menschen, die die Menschen der USA schätzen und gerade deswegen schockiert das Kino verlassen werden.
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34 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film super - deutsche DVD-Umsetzung mäßig, 23. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 9/11 (2 DVDs) (DVD)
Zum Film selbst gibt es sicher nicht mehr viel hinzuzufügen.
Doch:
VORSICHT! ALLE Zusatzfeatures sind komplett in englisch, ohne jegliche Untertitel, weder in englisch noch in deutsch! Sehr schade, da auf der Verpackung mit 1,5 Stunden 'herausregendem' Zusatzmaterial geworben wird. Nur ärgerlich, wenn es relativ vielen so vorenthalten wird! Zudem geht es nirgends hervor, dass das Zusatzmaterial nicht untertitelt sei.
Zwar schön, dass die DVD auch bei uns schon so früh erhätlich ist, aber die deutsche Bearbeitung ist sehr minimalistisch, um es nett auszudrücken.
Möchte gerne wissen, was man sich bei universum film gmbh (deutscher dvd vertrieb) dabei gedacht hat!! Einfach nur ärgerlich!
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