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79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The legend is back!
Zehn Jahre ist es nun schon her, dass ich jenes Album gekauft habe, welches zum Meilenstein der alternativen Musikszene avancieren sollte. Im Jahre 2004 erscheint nun die 10th anniversary Deluxe Edition dieses Krachers in gleich 2 Varianten. Das Album ist sowohl als Super Audio CD als auch als DVD-Audio erschienen und buhlt so um die Gunst des Käufers. Um den...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2004 von 2kuhl

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Surround Mix versemmelt
Der Surround Mix ist derart dilletantisch gemacht, dass es einen graust. Das liegt nicht daran, dass es nur, wie es im Menü steht Dolby Surround (also eigentlich Stereo mit gefakten Surround Kanälen) ist. Es ist schon Dolby Digital mit 6 physischen Kanälen.

Beim ersten Track 'Mr. Self Destruct' zieht es einem schon die Schuhe aus: Z.B. bei 1:43...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Thomas Mielke


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79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The legend is back!, 21. Dezember 2004
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Deluxe Edition) (Audio CD)
Zehn Jahre ist es nun schon her, dass ich jenes Album gekauft habe, welches zum Meilenstein der alternativen Musikszene avancieren sollte. Im Jahre 2004 erscheint nun die 10th anniversary Deluxe Edition dieses Krachers in gleich 2 Varianten. Das Album ist sowohl als Super Audio CD als auch als DVD-Audio erschienen und buhlt so um die Gunst des Käufers. Um den schwelenden Streit zwíschen den Anhängern der beiden konkurrierenden Formate weiter zu befeuern, natürlich in unterschiedlicher Ausstattung.
Gegenstand dieser Rezension soll allerdings die SACD Variante sein, welcher der Verfasser primär favorisiert. Und auch hier soll nicht das Augenmerk auf dem eigentlichen künstlerischen Inhalt der Doppel CD liegen, sondern auf der technischen Umsetzung. Denn, dass "The Downward Spiral" ein wegweisendes und alles überragendes Album ist, war und immer sein wird, setze ich als bekannt voraus. Und den Sammler interessiert primär der "Mehrwert" einer Neuauflage.
-Verpackung:
Edel kommt sie ja schon daher, im schicken Doppel DiGi-Pack mit schonendem Kunststoffschuber. Sogar das Artwork hat man ein wenig überarbeitet und Illustrationen der im Fahrwasser des Albums veröffentlichten Doppel Maxi Sets (Closer, March of the Pigs) bzw. der EP (Further down the Spiral) einfliessen lassen. Im Booklet ebenfalls enthalten, sind alle Texte des ursprünglichen Albums (was allerdings bei der Erstveröffentlichung auch schon der Fall war). Alles in allem ein durchaus gelungenes und würdiges Äußeres dieser Deluxe Edition. Einziger Kritikpunkt: Die CD Halter auf die die Scheiben aufgeklemmt sind, sind äußerst schlecht zu händeln und riskieren abgebrochen zu werden oder, schlimmer, die CD zu beschädigen. Zu steif sind sie gearbeitet.
-Inhalt:
Die erste CD enthält das Album als normale CD Spur, sowie als remasterte SACD Stereo und Multichannel Spur. Die zweite CD beherbergt auschließlich Bonustracks, die dem geneigten Fan und Sammler aber bereits von diversen Soundtrack Beiträgen (Dead Souls, Burn) bzw. als B-Seiten der Maxis oder EP geläufig sein sollten. Auch kommt sie nur als "normale" CD daher, ist also nicht als SACD gemastert.
-Umsetzung:
Der Klang der CD Spur der "Spiral" ist gut, unterscheidet sich aber nicht wesentlich von der der Erstauflage. Wechselt man auf die SACD Spur der Disc, öffnet sich das Klangbild merklich und der Klang wird weitläufiger, die Dynamik nimmt zu, feine Details treten hervor. Gekrönt wird dieser Eindruck allerdings erst von der Mehrkanal Spur der Disc. Die Surround Speaker werden nun aggressiv ins Klanggeschehen mit eingebunden und sorgen für einen regelrechten WOW! Effekt. Mal verspielt mit Soundeffekten, mal mit ordentlich Tiefbass belastet oder mit wanderndem Klangfeld umschmeicheln sie den Hörer.
-Fazit:
Für alle, die das Album bereits als normale CD besitzen und die nicht über einen geeigneten Multikanalverstärker samt Lautsprechersystem verfügen, lohnt dieser Kauf nicht wirklich. Die Klangunterschiede der CDs untereinander, aber auch die der CD zur SACD Stereo sind wirklich marginal und nur mit entsprechend leistungsfähigem Equipment auszumachen. Wer allerdings ein multichannelfähiges System zu Hause stehen hat, wird seine helle Freude an der Umsetzung dieser Scheibe haben. Denn dieser Mix macht den eigentlichen "Mehrwert" und Kaufanreiz aus.
Nachdem das 94er Album nun einige Monate im Regal stehen musste und andere CDs im Player rotieren durften, findet es nun im 5.1 Gewand zurück in die Anlage und offeriert neue Höreindrücke und einen ganz neuen Zugang zu dieser Ausnahmeerscheinung die sich "The Downward Spiral" nennt. Gänsehaut inklusive...
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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Musikgeschichte, 4. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Man mag ja über Reznors Charakter streiten, aber eines muss man dem Typen wirklich lassen: Wir wurden alle vorgewarnt. Gleich zu Beginn verteilt Reznor treffsicher Folterschläge. Wer es dann doch besser weiss und glaubt, den Rest auch noch ertragen zu können, mit dem kennt der Typ wahrlich keine Gnade. Der gerät mitten hinein in den Sog der Abwärtsspirale.
Dort offenbart sich der Reiz Reznors finsterer Seelenlandschaft. Da erblickt man auch verdorrte Obstgärten inmitten unberührter, endloser Einöden, die dem ganzen Werk einen Hauch von Melancholie verpassen. Nur früher oder später sticht einem dann doch Reznors mit künstlichem Lila angeschmiertes Eigenheim ins Auge. Passt da irgendwie nicht rein, genau so wenig wie dieses Werk in die Welt der handgemachten Rockmusik. Dafür verunstaltet Reznor einfach zu oft Elemente der synthetischen Popmusik.
Für jeden etwas? Nein. Jeder wird zwar mit dem saftigen Apfel der Versuchung angelockt, doch beisst man hinein, so entpuppt sich dieser dann doch als ziemlich madiges Gebilde. Diese schwer verdauliche Riesenportion künstlichen Lärms schmeckt anfangs wohl niemanden richtig vertraut.
Bezeichnend für die verlorene Eigenständigkeit dieser Kreation ist für mich das Lied „The Becoming". Anfangs wird die Atmosphäre des Wahnsinns eingefangen und vermischt mit einem entstellten, futuristischen Poprhythmus. Dann wiegt Reznor einem mit sanften Klängen in den Schlaf, bevor er dazu ansetzt mit spitzen Fingernägeln über eine Tafel zu kratzen. Als ob dies nicht schon genug des Guten wäre, dringt er schliesslich ausser sich vor Wut mit einem brutalst möglich abgehackten Gitarrenriff bis zum letzten Nerv des Zuhörers vor.
Diese aggressionsgeladenen Momente erwecken den Eindruck, irgendetwas hält einen penetrant auf der Überholspur. Doch mitunter hat das ganze über weite Strecken einen komisch seriösen Beigeschmack. Reznors Gesang klingt phasenweise wie der eines etablierten Popsängers. Richtig störend oft muss man lange darauf warten, dass er endlich das Rasiermesser auspackt. Doch wenn er es einsetzt, dann stets mit mörderischer Intelligenz und so gezielt, dass dagegen bis zum heutigen Tag so schnell keiner gegen anstinken kann. Da wirkt das, was Sipknot & Co. zur Zeit verbrechen, wie plumper Lärmbrei und Marylon Manson wie ein armer Irrer.
Und genau das macht Reznors Meisterwerk so gefährlich. Der Zuhörer wird unter Spannung gehalten, bis sich hochdosierte Emotionen entladen. Die werden dann um so mehr wahrgenommen. Das Gemüt wird gefesselt. Die Message dringt durch. Doch das sollte sie eigentlich nicht, denn im Gesamtbild zeichnet sich ein selbstzerstörerischer Amoklauf ab.
Reznor hat den Finger stets am Abzug, hat vor nichts, aber auch vor gar nichts Respekt. Ist er deshalb der Nihilist, nach dem sich die kommerzielle Musikbranche so sehnt? Nein, dafür zielt „The Downward Spiral" viel zu sehr aufs Gehirn und ist viel zu gefährlich. Nur was gefährlich ist, muss auch gut sein, und „The Downward Spiral" ist ein wirklich sehr gutes, richtungsweisendes Stück Musikgeschichte.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst 5.1 macht The Downward Spiral komplett, 25. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Dual Disc) (Audio CD)
Die Dualdisc ist eine Scheibe, deren CD-Seite das Album digital überarbeitet enthält. Auf der DVD-Seite ist es in hochauflösendem Dolby 5.1 mit 96kHz aufgetragen.
An The Downward Spiral hat mich immer nur eins gestört, das aber sehr: Dass Trent Reznor die beiden Stereokanäle so häufig mit zig Tonspuren überfrachtet hat, dass man am Ende Mühe hatte, Musik herauszuhören. Auf 6 Kanäle verteilt, ergibt aber alles Sinn. Jedes Geräusch, jedes Flüstern, Knirschen, Schaben ist herauszuhören und klar zu orten. Gleichzeitig klingen die einzelnen Samples dank der digitalen Überarbeitung viel klarer. Beim ersten Hören war ich absolut baff.
Einen Nachteil hat das ganze: Bei den Tanzkrachern March of the Pigs, Heresy, Ruiner, Closer hat es mich beim Hören vorher nie im Sessel gehalten. Jetzt sollte man sich wegen der Raumwirkung beim Hören nicht mehr im Zimmer bewegen.
Aber zum Tanzen gibt es ja die CD-Seite.
Die Videos zu March of the Pigs, Closer und Hurt sind eine nette Dreingabe, das Closer-Video sogar in 5.1.
Zur Musik selbst muss man wohl kein Wort verlieren.
Insgesamt also nur zu empfehlen, wer nur Stereo hört, verpasst das halbe Vergnügen.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein LIeblingsalbum meiner Lieblings"band", 23. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Schon als ich das erste Mal dieses Album hörte, war es Liebe. Liebe auf das erste Hören. Viele haben mich gefragt: Warum hörst du dir sowas an? Es gibt nur eine Antwort: Der Mann spricht mir aus der Seele und das tut gleichzeitig weh und gut.
Wann immer es mir schlecht geht, ist Trent meine Heilung. Es ist als kommen die Musik und die Texte direkt aus meinem eigenen Innenleben und Trent hätte das alles zu Worten geformt und in eine der besten Scheiben der Musikgeschichte gepresst. Dieses Werk ist sperrig und wem die Genialität verschlossen bleibt, die dahinter steckt, der wird das Album nie verstehen und auch Trents Musik nie verstehen.
Der Mann hat irgendwas in sich, das in ihm brodelt und er sagte selbst mal, nur in der Musik kann er das so ausdrücken und sich auch selbst helfen. Danke Trent, damit ist auch mir geholfen.
Trent ist eigentlich sowas wie ein Solomusiker, er macht alles selbst. Seine Alben brauchen ihre Zeit, da muss der geneigte Fan schon mal ein paar Jahre warten. Aber es lohnt sich immer wieder. Wer schon bei "Closer" eine Gänsehaut bekommt, der wird den Liveauftritt mit diesem Song aus "All that could have been" abgöttisch lieben. Unbedingt sollte man sich auch mal Trents Videos ansehen, die ebenso verstörende Genialität beinhalten wie die Songs selbst.
Bereits mit "Pretty Hate Machine" hatte er eine Richtung eingeschlagen, die er noch mit "Downward Spiral" erweitert und perfektioniert hat.
Dieses Album ist ein Meilenstein, Therapie und Wahnsinn zugleich. Kein anderes wird einen je so berühren und auch spalten wie dieses. Man möchte es an sich drücken und Trent danken. Man möchte es in die Ecke werfen und ihn verfluchen, weil es einen nicht mehr loslässt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 7. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Trent Reznors zweites Album nach "Pretty Hate Machine" (dazwischen kam noch die EP "broken", die, wenn man die beiden hidden tracks mitzählt, eigentlich auch als Longplayer durchgeht), ist ein sehr ungewöhnliches, aber auf jeden Fall eines der besten Alben, die je erschienen sind. Das klingt vieleicht maßlos übertrieben und wie die subjektive Meinung eines Fans, ist aber eine sehr passende Beschreibung für "The Downward Spiral". Die CD hat, wie der Titel schon andeutet, eine lose Chronologie von einem menschlichen Schicksal, daß sich immer Tiefer in seinen Problemen verstrickt und daran zerbricht. Die einzelnen Tracks sind dabei derart abwechslungsreich, das man beim ersten Hören der CD wirklich alles erwarten sollte. Größtenteils findet man zwar harte, schnelle Tracks vor, diese jedoch in einer unglaublichen Vielfalt, die man erst nach und nach vollständig erfassen kann. Die langsamen Stücke entwickeln ebenfalls einen eigenartigen Stil, der weniger traurig, sondern vielmehr trotzig herüberkommt, bis hin zur Resignation (Hurt). Ein extrem ausdrucksstarkes, persönliches Epos, das man nicht unbedingt mögen muß, aber auf jeden Fall respektieren und akzeptieren sollte. Ich hab noch kein besseres Album gefunden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bekannteste Nailsalbum, 29. August 2011
Von 
Etheriel "ART IS RESISTANCE" (Dinslaken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Die Nine Inch Nails wurden mit der Broken EP und dem darauf enthaltenem Song Wish der 1993 den Grammy für die beste Metal Performance erhielt zu einer Instanz im amerikanischen Popzirkus und jedem weiteren Video, jedem weiteren Song größer als es sich Trent Reznor hätte vorstellen können. Er sagte etwa zu der Zeit mal, er sei so berühmt, dass Fans ihm Rattenkadaver in den Briefkasten werfen würden.
Reznor zog von New Orleans nach LA mietete ein Haus an und instalierte dort ein Studio in eben jenem Haus in dem Sharon Tate durch die Mansonfamily ermordet wurde. Reznor bereuhte die Wahl später nachdem er mit der Schwester Tates gesprochen hatte und ihm, diese für ihn makabere und abstrakte Geschichte plötzlich einen realen Bezug erhielt. Doch zur Zeit der Albumaufnahmen war es noch 'nur' eine Geschichte die sich in diesem Haus abgespielt hatte. Es sollte nie ein Werbegag sein, sondern tatsächlich Einfluss auf das Album nehmen. Wirklichen Einfluss hatten wohl die Drogen, die langsam aufkeimende Depression und die sozialen Ängste, die Reznor später noch vollends einholen sollten.

Downward Spiral ist nicht nur ein Albumkonzept, es ist auch eine persönliche Geschichte, wie Reznor oft betonte. Zu Year Zero sagte er YZ wäre das erste Album indem es nicht allein um ihn ginge. Das rückt das Konzept hinter der Spiral in das richtige Licht, denn die Downward Spiral ist die Geschichte einer systematischen Selbstzerstörung. Die Hauptfigur ist einerseits auf der Suche nach Reinheit und Freiheit, nach Gott sodenn man will und daher nach der Lossagung von jedweden menschengemachten Konventionen; Religion, Staat, Moral alles soll ausgegrenzt werden und nichts anderes als das reine Individuum soll überig bleiben. Dass hier der Übermensch aus Nitzsches Also sprach Zarathustra Pate stand erscheint einleuchtend doch wenn man den Weg dieser solipsistischen Figur verfolgt entfernt sich Reznor wieder von dieser Vorlage und bedient sich mehr einiger Geschichten wie z.B. der Clive Barker Kurzgeschichte Nieder Satan! aus dem 4. Buch des Blutes.. Gewalt, Drogen, Sex und anhaltende bewusste Selbstzerstörung sind jener Weg der eigentlich zu Erlösung von allen Zwängen und Konventionen führen soll(Mr. Self Destruct). Ein weiterer Einfluss findet sich sicherlich in dem Abschlussmonolog des Replikanten Roy Batty(Rutger Hauer) in Blade Runner. Denn die eigentliche Suche beschreibt Reznor in 'I do not want this' mit der Zeile "I want to do something that matters", denn letztendlich geht es in dem Album um eine verzweifelte Sinnsuche und um das Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit. Wo komme ich her, wo gehe ich hin und warum bin ich hier? Bis zu dieser Erkenntnis ist es nur ein langer Weg durch Gewalt und Hass, Drogen und Sex der hiernach nicht endet sondern noch brutaler wird(Big man with a gun) und letztendlich in Mord(Downward Spiral) und Suizid(Hurt) mündet. (Ob Downward Spiral nun ein Mord ist oder ein erdachter Suizid hab ich bis heute nicht ganz rausgefunden, aber wenn das Album eine chronologische Folge hat, dann tötet die Figur jemanden in einer Art stellvertretendem Suizid und findet eine kurzfristige Befriedigung und Befreiung in diesem Mord)

Musikalisch standen laut Reznor Brian Eno, David Bowie und Iggy Pop mit den Alben Low und The Idiot Pate für das Album. Das herauszuhören ist aber mehr als schwierig, obwohl Closer die Iggyversion von Nightclubbing benutzt.
'The Downward Spiral' ist sicherlich kein einfaches Album, es ist und bleibt über weite Strecken eine Krachorgie. Bis in unkenntlichkeit verzerrte Gitarren, ein fast durchweg stampfendes Schlagzeug und kreischende Synthesizer formen einen industriellen Klang, der roher und wütender nicht hätte sein können.
In Stücken wie 'Big Man With A Gun' gibt es kaum noch eine erkennbare Struktur. der Song schwillt in seiner Aggressionen und endet in absolutem Hass. Doch all diese Wut, dieser rauhe Sound ist bis ins kleinste Detail durchstrukturiert und wird gezielt eingesetzt. Und anstelle einer anhaltenden reinen Lärmorgie lösen Stücke wie Piggy, Closer, A warm Place oder Hurt diesen Eindruck zum Teil. Und selbst ohne diese Stücke erkennt der geneigte Hörer den detailberliebten Aufbau jedes Stücks, hier ist nichts einfach nur als Krach an- und ineinandergefügt, es ist spürbar durchdacht und geplant, jede Note, jede Zeile, jedes Lied. Anders als populäre Industrial Rock Genrekollegen wie Ministy oder Unit:187 setzte Reznor nicht allein auf Lautstärke und/oder Tempo. Das Album kann auch als Progressiv betrachtet werden und lässt man es auf sich wirken, so mehrt man mit welch großen Schritten sich Reznor bereits hier von dem Genre Industrial Rock entfernte. Der Hitsong, der die Band bist heute verfolgen sollte 'Closer' und die Ballade die Reznor als eines seiner wenn nicht sogar das intimste Stücke bezeichnet 'Hurt' vergrößerten den Ruhm der Band und des Albums nur noch. Closer von Beginn an und Hurt, erst als Liveversion auf dem Remixalbum Further Down the Spiral und dann als das Abschied nehmende Coverstück des Countrysängers Johnny Cash auf American IV: Man Comes Around. Auch nahezu alle anderen Titel wie March of the Pigs, Mr.Self Destruct, Hersey, the Becoming, Reptile oder I do not want this haben durchaus Ohrwurmcharakter und Hitqualität, stehen in ihrem Ruhm jedoch hinter diesen beiden übergroßen Stücken und müssen wahrscheinlich erst einmal wirken können. Denn viele dieser Titel benötigen etwas Zeit um zur endgültigen Wirkung zu gelangen.
Die eigentliche Befreiung und Erlösung findet sich wohl im musikalischen Anliegen der Nails, die nach diesem Album keinem Genre mehr angehören sollten sondern nur noch Nine Inch Nails waren. Eine der einflussreichsten Bands der 90er und darüberhinaus.
the Downward Spiral ist wohl das bekannteste Album der Band. Das eingänigste ist With Teeth und das persönlichste The Fragile. Welches nun das beste ist sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden. Mir liegen Fragile und Year Zero am meisten doch ich mag sie alle.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefährliches Album, 18. September 2005
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Ein Meisterwerk, was Reznor und Co. da abliefern. Ein konzeptalbum, das seinesgleichen erst bei Tool wieder findet. Die Texte haben einen stark existentialistischen Drive, wandeln sich dann wieder in Hymnen an den Selbstmord und gehen schließlich eine Symbiose mit psychedelischer Lagerhallenmusik ein, die einem des Nachts die Albträume aus dem Kopf vertreiben kann. Mr Self-Destruct, closer, hurt, eigentlich ist jeder Song ein Opus aus einer welt, die der unseren in keinster weise ähnlich ist, diese aber dennoch zynisch 1:1 abbildet. I am the needle in your vein, I am the high you can't sustain.
Es ist merkwürdigerweise ein Album, das mich glücklich macht, ich lege es in meinen CD-Player und gebe mich dem gleißenden Zwielicht dieser Musik hin. Dann ist alles gut...
Am besten bei Regen, im Wollpullover in einem stickigen Zimmer, wo man kaum atmen kann und man gerade erst aus merkwürdigen Träumen erwachte.
Nine Inch Nails, Musik, die noch lange weiter leben wird, denn wer traut sich, diese Hirne zu bezwingen... Ist es überhaupt möglich?
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Jahrhundertalbum, 28. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Tja, was gibt's denn da noch zu sagen? Trent Reznor ist schlichtweg genial. Dieses Album würde in meiner persönlichen Jahrhundertalbumwertung zusammen mit Pink Floyds "Wish you were here" ganz oben stehen. Warum? Nun das ist schwer zu erklären. Jeder einzelne Song steckt so voller Energie, Schmerz, Angst, Verzweiflung, aber auch zerstörerischer Wut, dass der Hörer derart mitgerissen wird, dass er sich wie in eine andere Welt versetzt vorkommt. Mir geht es bei den letzten 4 Liedern immer so: ich liege in meinem Bett, lausche den Tönen und bin irgendwo ganz weit weg. Dieses Gefühl vermittelt Musik ganz selten. Es ist schwer seine Gefühle hierbei auszudrücken, aber für mich stellt dieses Meisterwerk den Innbegriff aller Musik dar. Es ist mir nicht einmal möglich ein Lieblingslied zu bestimmen, da das Album zusammengehörig ist, und es nicht erlaubt ein Lied aus dem Kontext herauszureißen. Das wäre ein Verbrechen. Wer dieses Album nicht zuhause hat, der ist selber schuld.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ich sterben sollte, legt diese CD in meinen Sarg, 15. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Ich war 17 als ich das Album kaufte. Seitdem ist es ein Evangelium. Wie lässt es sich erklären, dass Trent R. Gedanken, Phantasien und Alpträume auf CD brannte, die mich von Natur aus bereits verfolgten? Die CD ermöglichte mir den Umgang damit und reinigte es mit dem Zugang in eine Community der andersartigen Popkultur. Aber auch außerhalb des subjektiven Empfinden ist "Downward spiral" ein Album, das wie anderswo bereits erwähnt, wie ein Gemälde ist. Ein zeitloses Gesamtkunstwerk, das man auch noch in Jahrzehnten anhimmeln wird. Aber wie es so mit Kunst ist, nicht jeder wird einen Zugang dazu finden, seine Faszination vielleicht auf Hits wie "Closer" oder "Hurt" beschränken. Doch wer dazu veranlagt ist, dem wird dieses Album in die Seele stechen, nicht bösärtig, aber als Reflektion und Soundtrack. Das ist weder Rock, Industrial oder Dark Wave, das ist Nine Inch Nails, eine viel kopierte "Band", jedoch bis heute ohne Vergleich und das absolute Gegenteil zu Limp Bizkit.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychopath, 22. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
"The Downward Spiral" wird von vielen zu Recht als das große Werk von Trent Reznor angesehen. Es ist das zweite Full-Length-Album von den Neunzöllern und schlagt ein wie eine Bombe. War "Pretty Hate Machine" schon keine leichte Kost, ist "The Downward Spiral" noch roher, härter und bewegender und seine musikalische Wirkung lässt sich stellenweise mit der einer Kettensäge vergleichen. Es wühlt auf und lässt den Hörer an den Psychosen Reznors direkt mit teilhaben.
"Mr Self Destruct" ist - wenn es das gibt - ein typischer NIN-Song: Musik verbindet sich mit Effekten und Geräuschen und erzeugt somit eine brutale Wucht, die erahnen lässt, wie tief diese Studie der Verzweiflung geht. "Heresy" oder "March Of The Pigs" schlagen ähnlich ein, mit der Zeit werden die Song dann immer zerrissener. Da fressen sich die Soundeffekte bei "Closer" mitten durchs Hirn, da findet man inmitten des Lärms von "March Of The Pigs" eine kleine Melodie, da taucht bei "I Do Not Want This" unerwartet ein Klavier auf, bis der Refrain ebenso schnell wieder mit Noise-Infernos um sich schmeißt. "The Downward Spiral" ist der vertonte Psychopath.
Man ist vor nichts sicher. "Big Man With A Gun" treibt dann die Härte auf die Spitze, während "Eraser" sich etwas subtiler in den Krach steigert. Zwischen all den Wendungen wird man so verstört, dass man selbst dem anfangs verschnaufenden "Piggy" oder dem gänzlich ruhigen "A Warm Place" nicht über den Weg traut. So passt der Titel des Albums einfach: Die gesamte Laufzeit über reiten die Songs eine Abwärtsspirale immer tiefer, bis der Titeltrack verstummt und das zerrüttelte "Hurt" sich schlussendlich noch ein letztes Mal aufbäumt und die Beine mehr als weich werden. "The Downward Spiral" ist nichts, was man nebenbei konsumieren könnte und entpuppt sich erst nach einigen Dürchläufen als Meisterwerk. Es ist jedoch der Beweis dafür, warum Nine Inchs Nails als Pioniere des Industrials und eine der besten Bands überhaupt gelten.
Highlights: Mr Self Destruct | Piggy | Closer | Hurt
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