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Kundenrezensionen

16
4,5 von 5 Sternen
Die rote Lola
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Dezember 2004
Ich bin etwas skeptisch an diesen Film heran gegangen, hatte ich doch nicht allzuviel Gutes über ihn gelesen und gehört. Aber welche Überaschung: Ocsar-Gewinnerin Jane Wyman, mir primär als Matriarchin bei "Falcon Crest" bekannt, erweist sich als grandiose Schauspielerin, die Mut zur Hässlichkeit zeigt und mitunter - für einen Hitchcock-Film eher ungewöhnlich - ihr großes komödiantisches Talent unter Beweis stellen darf. Generell muss ich sagen, dass mich neben den bekannten Hauptdarstellern besonders die Nebendarsteller überzeugt haben. Marlene Dietrichs Kammerzofe und die Schießbudenbesitzerin auf dem Jahrmarkt zählen neben Jane Wymans Eltern zu den besten britischen Schauspielern ihrer Zeit. Der Film hat mich 105 Minuten sehr gut unterhalten und gefesselt - und die letzte Einstellung von Marlene Dietrich ist sensationell! Beim Bonusmaterial hat mich besonders gefreut, dass Jane Wyman, mittlerweile 90 Jahre alt, locker flockig über die Dreharbeiten und Marlene Dietrich berichtet.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. November 2004
Der Titel ist nicht ganz treffend. Er ist dem Erfolg des "Blauen Engels" geschuldet, Marlene Dietrichs erstem Welterfolg. Im englischen könnte man "Stage Fright" vielleicht am besten mit Lampenfieber übersetzen. Was auch gleich offenbart, dass das Geschehen des Films im Theater angesiedelt ist. Der Film gilt als einer der weniger gelungeneren Filme von Hitchcock. Was auch wieder einer Tatsache geschuldet ist, Hitch offenbart als erster Regiesseur eine Rückblende am Ende des Filmes als Lüge. (Was heute gern in einem Thriller praktiziert wird.) Aber darauf ist die ganze Handlung aufgebaut. Die an sich ein Akt zwischen Melodram und Lustspiel ist. Der Film ist dennoch ein typischer Hitchcock. Allein die Kamerafahrten, die Charakteresierung und die guten Dialoge sprechen für sich. Die Dietrich wird vom Meister meisterlich ins Licht gesetzt, wie vielleicht zuletzt von Josef von Sternberg. Marlene singt zwei Songs. Einen davon "The Laziest Girl in Town" gab sie auch noch auf ihren späteren Auftritten zum Besten. Als der Film 1950 in die Kinos kam, stieß er auf Ablehnung. Inzwischen wird ihm mehr Aufmerksamkeit gezollt. Und das eigentlich mit Recht. Die Qualität der DVD ist nicht ganz so überzeugend, weil der Film nicht überarbeit ist und die geschnittenen Szenen (welche bei seiner deutschen Erstaufführung fehlten) nachsynchronisiert wurden - mit anderen Stimmen. Das Bonusmaterila ist für so einen günstigen Film ausreichend. Am Ende bleibt zu sagen, für Hitchcock und Marlene-Fans auf jeden Fall ein muß!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine frischverwitwete Schauspielerin, die beim Anprobieren der Trauerkleider angelegentlich mit ihrem Agenten plaudert und dann schließlich feststellt, daß die Trauerkleidung sie unbilligerweise deprimiere, ist ein Paradebeispiel für den so wichtigen Unterschied zwischen Schein und Sein, und wo wäre sie besser aufgehoben als in "Stage Fright" (1950), einem Hitchcock-Film, in dem es, wie in "Murder!" (1930) um die Welt des Theaters geht.

Diesmal nur hat der Meister einen noch größeren Überraschungseffekt verwendet - wenn er auch selbst mit dem von ihm angewandten Kniff später alles andere als zufrieden sein würde - aber davon später. In "Stage Fright" versucht Hitchcock, Elemente seines klassischen Suspense Thrillers - die für den Regisseur so attraktive Geschichte eines Unschuldigen, der sich unversehens als Hauptverdächtiger in einem Mordfall wiederfindet, und nun vor der Polizei fliehen muß - mit dem typischen Whodunnit und damit verbundenen Überraschungseffekten zu verbinden, und im Ergebnis kommt ein Film heraus, mit dem der postmoderne Zuschauer sicherlich mehr anfangen kann als der Kinogänger im Jahre 1950.

Die junge Nachwuchstheaterschauspielerin Eve Gill (Jane Wyman) ereilt der Hilferuf ihres Freundes Cooper (Richard Todd), der sich in einer wenig beneidenswerten Lage befindet. Die berühmte Varietédarstellerin Charlotte Inwood (Marlene Dietrich), mit der er ein Verhältnis hat, brachte - so erzählt Cooper Eve - ihren Ehemann um, und als Cooper ihr helfen wollte, indem er ihr frische Kleidung - Charlottes weißes Kleid ist nämlich blutverschmiert - aus der Wohnung holte, wurde er vom Hausmädchen der Familie, Nellie Goode (Kay Walsh), gesehen, so daß man ihn nun für den Mörder hält. Eve, die sich zu Cooper mehr als nur freundschaftlich hingezogen fühlt, beschließt, den jungen Mann zu verstecken, wobei sie sich der Hilfe ihres verschrobenen Vaters, des Commodores Gill (Alastair Sim), bedient. Schnell wird deutlich, daß Charlotte eigentlich gar kein Interesse an Cooper hat und ihn nur als williges Werkzeug benutzte, den Verdacht von sich abzulenken. Um an handfeste Beweise zu kommen, verschafft sich Eve als Dienstbotin getarnt Zugang zum Hause der Inwoods, wo sie auf den ermittelnden Inspektor Smith (Michael Wilding) trifft, in den sie sich zu allem Überfluß auch noch verliebt. Doch kann sie einer so gewieften Schauspielerin wie Charlotte Inwood die Maske der Unschuld vom Gesicht reißen?

Hitch selbst hat "Stage Fright" wohl als einen seiner weniger gelungenen Filme eingestuft und wurde darin von François Truffaut bestätigt. Es komme zu keinem Zeitpunkt ein wahrhaftiges Gefühl der Bedrohung für Eve und Cooper auf, was daher rühre, daß die Schurken selbst zu viel Angst hätten. Im Ergebnis stelle sich keine Spannung ein. Ich bin geneigt, dem Urteil der beiden Regisseure ansatzweise zu widersprechen, denn ganz am Ende gibt es sehr wohl eine Szene, in der wir um Eve bangen - wenngleich auch nur kurz. Außerdem baut die Szene, in der ein kleiner Junge in Edgar-Allan-Poe-Manier ("Thou Art the Man!") eine blutbefleckte Puppe zu Charlotte auf die Bühne bringt, durchaus Spannung auf und wird gerade deshalb dem Zuschauer wohl lange im Gedächtnis bleiben.

Aber Hitchcock hat ganz Recht: Ein veritabler Thriller ist "Stage Fright" ganz sicher nicht. Statt dessen drängen sich bereits früh und in großer Menge Elemente des Komischen und Grotesken auf die Bühne, die verhindern, daß sich eine düstere Stimmung aufbauen kann. Eigentlich distanziert Hitchcock sich selbst und den Zuschauer schon ganz zu Beginn vom Geschehen, indem er augenzwinkernd deutlich macht, daß es sich um Fiktion handelt, wenn nämlich die Eröffnungssequenz mit einem eisernen Bühnenvorhang beginnt, der sich zur burlesken Eingangsmusik hebt und den Blick auf London als Schauplatz des Stückes freigibt.* Hier sehen wir Eve und Cooper im Auto durch die Straßen brausen - übrigens hat Hitchcocks Tochter Patricia Jane Wyman aus Sicherheitsgründen in Teilen dieser Szene gedoubelt - und Cooper ihr von seinem Problem erzählt. Auch in der Folge stellt sich immer wieder der typische, nichts ernstnehmende britische Humor ein. Sei es, daß wir Zeuge der Käbbeleien des so ungleichen Paares Gill werden - der Commodore ist ein unbeschwerter Draufgänger, während seine Frau (Sybil Thorndike) in Akzent und Habitus ganz die versnobte Upper-Class-Angehörige verkörpert -, sei es, daß Jane Wyman selbst ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen kann, wenn sie sich als einfaches Hausmädchen verkleidet und sich in eine Kopie der bebrillten und stets rauchenden Nellie Goode mit leichtem Cockney-Akzent verwandelt. Brillant in ihrer Launigkeit sind auch die Szenen auf dem Wohltätigkeitsball - etwa das vom Timing her perfekte Zusammentreffen zwischen dem Commodore und der erpresserischen Miss Goode oder Alastair Sims Versuche, bei der unnachahmlichen Joyce Grenfell eine Puppe zu schießen. Szenen wie diese treiben die Handlung zwar kaum voran, drücken "Stage Fright" aber seinen Stempel als irgendwie britischen Films auf. Und sie sind ganz, ganz großes Kino! Nebenbei sind sie oftmals auch ein bissiger Kommentar auf das Klassendenken der Briten, etwa wenn Charlotte ihr trojanisches Dienstmädchen konsequent jedes Mal mit einem neuen Namen - eben einem typischen Dienstbotennamen wie Phyllis, Elsie, Mavies oder Doris - anspricht, ohne sich die Mühe zu machen, sich den richtigen Namen zu merken.

Nun muß ich allerdings ein wenig SPOILERN, so daß ich jedem, der den Überraschungsmoment auskosten möchte, empfehle, hier mit dem Lesen abzubrechen und sich den Film anzusehen!

Hitchcock zufolge war sein Kunstgriff, den Film mit einer erlogenen Rückblende zu eröffnen, einer der größten Fehler, die er in seiner Laufbahn gemacht habe. Das Publikum, das erkennt, daß es in einer Rückblende von einem Charakter belogen wurde, verzeihe dies dem Charakter nicht so leicht und verliere in der Folge jegliches Interesse an ihm. In der Tat wurde "Stage Fright" seinerzeit wenig enthusiastisch vom Publikum aufgenommen, da es durchaus lange Zeit ein ungeschriebenes, gleichwohl ehernes Gesetz gab, demzufolge in Rückblenden niemals gelogen werden durfte. Für den modernen Zuschauer, der sich nolens volens daran gewöhnt haben dürfte, von allen möglichen Seiten Unwahrheiten serviert zu bekommen - in Politik, Presse, Fernsehen und im privaten Leben -, dürfte eine unwahre Rückblende leicht zu verdauen sein, zumal dieser Kunstgriff in modernen Filmen durchaus das ein oder andere Mal zur Anwendung kommt. Im Falle von "Stage Fright" garantiert diese visuelle Lüge denn auch einen Überraschungseffekt, der sich gewaschen hat, so daß das, was Hitchcock selbst als handwerklichen Makel betrachtete, heute eher als Beweis dafür, daß der Meister seiner Zeit weiter voraus war, als er selbst ahnte, angesehen werden kann.

Wenn "Stage Fright" auch kein Gänsehautgarant ist, so überzeugt er doch durch seinen wendungsreichen Plot und, vor allen Dingen, durch seinen unvergleichlichen Humor. Und er gibt Marlene Dietrich Gelegenheit, ein paar Lieder zu singen und sich von ihrer sinnlich-sündigen Seite zu zeigen.

* Am Ende trägt bezeichnenderweise gerade ein eben solcher eiserner Vorhang dazu bei, daß der Oberschurke, quasi an der Schnittstelle zwischen Bühne und realem Leben, gerichtet wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schon der Vorspann verspricht verheißungsvoll, was der Film hält: reine Theaterbegeisterung.

Johnny Cooper (Richard Todd) und Eve Gill (Jane Wyman) sind auf der Flucht vor der Polizei... Was zuvor passierte, erzählt Johnny seiner alten Freundin: Die verheiratete Schauspielern Charlotte Inwood (Marlene Dietrich) sucht Hilfe bei dem Geliebten, nachdem sie ihren Mann ermordet hat. Sie übergibt Johnny ein blutbeflecktes Kleid. Als er daraufhin Spuren im Inwood'schen Haus beseitigen will, wird er vom Dienstmädchen entdeckt und flieht, die Polizei auf den Fersen.
Eve, die alte Freundin, stets die zweite Geige spielend, bringt ihn zu ihrem Vater und gemeinsam beschließt man, den zu Unrecht Verfolgten reinzuwaschen und aus den Fängen der perfiden Charlotte zu befreien, die - gleich einem "evil spirit" - den Liebeskranken verhext zu haben scheint.
So fasst die junge und äußerst erfindungsreiche Eve einen mitunter haarsträubenden, aber genial-witzigen Plan und schlüpft in die Rolle ihres Lebens, für die ihr nicht nur der Vater applaudiert. Denn da gibt es noch einen klavierspielenden DI namens Wilfred Smith (Michael Wilding), der einen Narren an der charmant-naiven Dame gefressen zu haben scheint.

Auch wenn der Altmeister selbst von "Stage Fright" nicht sonderlich angetan war, der Film auch nach dem Erscheinen kein großer Erfolg war, muss ich sagen: Hut ab, ich war hellauf begeistert und habe mich bestens amüsiert.
Es gibt viele wunderbare Szenen wie die im Pub, in das Eve den Inspektor verfolgt, oder die Royal Academy of Dramatic Arts-Proben-Szene, wo Schein und Sein auf reizvolle Art und Weise aufeinandertreffen.
Oder aber die "theatrical theater party", der eine romantische Taxi-Szene vorausgeht, die wohl mit einem der romantischsten Halbsätze aufwartet: "A woman's mind...", in der luftig-lockere Kostüme vor dem englischen Regenwetter einen liebreizenden Kontrast bilden.

Überhaupt überzeugte mich der Film durch eine rundum gelungene, wenn auch vielleicht nicht ursprünglich beabsichtigte, Mischung aus Spannung und Humor, Übertreibung und Überzeichnung. Wobei die Spannung eindeutig unterliegt.
Ein skurriler Vater mit einer ebensolchen Mutter; beider Beziehung ebenso ungewöhnlich.
Eine Tochter, die naiv, unschuldig, aber doch ungeheuer tatkräftig, ebenso humorvoll und durchtrieben ist.
Ein DI, der eher als sensibler Künstler durchgehen würde, denn als ausgebuffter Scotland-Yard-Schnüffler. Abstrus, wie Eve ihn teils an der Nase herumführt und nichtsdestotrotz genau deswegen absolut bezaubernd und hinreißend ist.
Auch die von mir nicht sonderlich geliebte Marlene ist eine überzeugend doppeldeutige Figur. Ein absoluter Eyecatcher die Szene, in der sie sich lasziv räkelt; eine exzellente Komposition aus Licht und Schatten mit maximaler Wirkung! Dazu dann noch Cole Porters "The Laziest Gal in Town". Aber sie Piafs "La Vie en Rose" verhunzen zu lassen - maximaler Grusel...

Die Rezension bezieht sich nicht auf die deutsche DVD-Ausgabe, sondern auf einen englischsprachigen Import, mit diversen U-Titeln, in exzellenter Bild- und Tonqualität!

Fazit: Dieser Film, dem viele die "verlogene" Rückblende, mangelnde Spannung und mangelnde Angst vor den Bösen vorwerfen, überzeugte mich eben genau wegen des Stilbruchs und der Überzeichnung.
Beste Unterhaltung mit einer ganz bezaubernden Jane Wyman, die mich mit ihrem exzellenten Spiel auf ganzer Linie überzeugte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jonathan Cooper (Richard Todd) sitzt als Beifahrer im Auto von seiner verliebten Freundin Eve Gill (Jane Wyman). Gemeinsam flüchten sie vor der Polizei und Eve muss ihren Freund, der in Schwierigkeiten steckt, verstecken.
Während der Fahrt gesteht er ihr seine Liason mit der bekannten Schauspielerin Charlotte Inwood (Marlene Dietrich), die derzeit in London gastiert. Charlotte wird immer wieder von ihrem brutalen Mann verprügelt, in Notwehr erschlägt sie ihn. Mit einem blutigen weißen Kleid taucht sie bei ihrem jugendlichen Lover auf, der ihr aus der Klemme helfen soll.
Jonathan ist der durchtriebenen Femme Fatale irgendwie verfallen und die hinterhältige Schönheit schafft es, dass er in ihrer Wohnung - dem Tatort - ein anderes Kleid für den kommenden Auftritt holen soll. Diesen Auftritt muss sie auf jeden Fall absolvieren, um keinen Verdacht zu erregen.
Dabei wird der Pechvogel von der Zofe Nellie Goode (Kay Walsh) gesehen und bald taucht die Polizei bei ihm auf. In Panik flüchtet er und kann jetzt im Auto seiner Freundin von seinen Schwierigkeiten erzählen.
Eve schafft es ihren Vater Commodore Gill (Alastair Sim) als Helfer zu gewinnen und so kann Jonathan für eine gewisse Zeit untertauchen.
In der Zwischenzeit versucht Eve die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Für diesen Zweck lässt sie sich als neue Zofe bei Charlotte Inwood engagieren.
Unermüdlich glaubt Eve an Jonathan Unschuld und die Schuld Charlottes. Und sie versucht, den jungen Inspektor Wilfred Smith (Michael Wilding) auszuhorchen, um mehr über die laufenden Ermittlungen der Polizei Bescheid zu wissen. Ein gefährliches Spiel, ein Versteckspiel, das nicht einfach zu organisieren ist. Sie lädt Smith zum Tee bei ihrer Mutter (Sybil Thorndike) ein und es kommt wie es kommen muss: Sie verliebt sich in den Detective...
Alfred Hitchcocks "Stage Fright" wurde in Deutschland in "Die rote Lola" umgetauft, einerseits, weil die Dietrich ja als Lola, der blaue Engel deutsche und internationale Filmgeschichte schrieb und andererseits nimmt der deutsche Titel das blutverschmierte Kleid schon im Titel vorweg.
Der Film entstand 1950 und wurde lange Zeit immer wieder wegen seiner erlogenen Rückblende harsch kritisiert.
Erst als dieses ungewöhnliche Stilmittel sich in der neueren Zeit immer mehr durch Filme wie "Die üblichen Verdächtigen" oder "Identität" etablieren konnte, musste man erkennen, dass der Master of Suspence mit diesem Kunstgriff seiner Zeit wieder mal weit voraus war.
Ausserdem warf man dem Film immer wieder eine gewisse Spannungslosigkeit vor, man zittere nie wirklich mit jemandem mit, da keiner je richtig in Gefahr sei...
Dabei übersieht man leicht, dass der Film vor allem durch eine Vielzahl sehr guter Figuren, auch in den Nebenrollen, lebt.
Kay Walsh als Nellie Goode ist eine Vorläuferin der erpresserischen Miriam Haines aus dem nachfolgenden "Fremder im Zug" und der relativ schwache Charakter des Jonathan Cooper passt zur Figur, die von Angst und Aggression geprägt ist.
Jane Wyman und Michael Wilding geben ein nettes Pärchen ab, ebenso die sehr skurrilen Eltern.
Ebenso geizt Hitchcock nicht mit netten skurrilen Szenen, eine der besten ist sicherlich die Sequenz am Schießbudenstand, wo Eves Vater von einer geschwätzigen Betreiberin (Joyce Grenfell) genervt wird. Aber er muss sie aushalten und schiessen, denn das Püppchen mit dem weißen Kleid, wo später Blut darauf getropft wird, kostet ohne Schießküste 10 Pfund. Ein Betrag, bei dem dem nicht sehr begabten Schützen nichts anderes übrig bleibt, als zu schiessen und vor allem sich was einfallen zu lassen.
"Die rote Lola" kann man als sehr amüsanten Hitchcock Film bezeichnen. Er entstand in den USA, wirkt aber sehr englisch und erinnert in seiner Verspieltheit ein bisschen an seine englischen Frühwerke.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Während Francois Truffaut in seinem legendären Hitchcock-Interview über diesen Film eher hinweggegangen ist, mit der Begründung, daß man sich für die Geschichte nicht genügend interessiert, zumal "die Schurken Angst haben", hat der Abstand einiger Jahrzehnte dem Film sichtlich gutgetan: Es stimmt, "Die Rote Lola" ist keine Suspense-Story (obwohl einige spannende Szenen drin sind, u.a. die Verwicklungen auf dem Gartenfest), statt dessen ist er eines der grandiosesten Beispiele für jene Zuschauermanipulation, für die Hitchcock ab Ende der Vierziger Jahre immer berühmter wurde. Die gelogene Rückblende am Anfang steht sozusagen als Ouvertüre; die Lüge und (im engeren Sinne) das Schauspiel werden Programm in einem Stück, das der Zuschauer betrachtet wie aus der Zuschauerloge eines Theaters heraus - nur daß er, anders als im wirklichen Leben, in der Lage ist, durch einen winzigen Spalt hinter die Kulissen zu sehen, das Wechseln der Kostüme zu betrachten, die Zankereien der Schauspieler, die Verschmelzungen von Schauspieler und Rolle. So spielt die Schlußszene - ganz im Sinne dieser Metapher - in einer Rumpelkammer, inmitten verstaubender Requisiten, zwischen denen die Heldin einem Mörder, der nun seine letzte Maske ablegt, bedrohlich nahekommt.
Hitchcock fuhr in den Folgejahren munter mit seinen Manipulationen fort: In "Das Fenster zum Hof" (1954) nahm er den Zuschauer mit auf eine voyeuristische Reise, in "Psycho" (1960) ließ er ihn zum Mittäter bei einem Mord werden; was "Die Rote Lola" seinerzeit weniger beliebt machte, ist wahrscheinlich der komplizierte Aufbau und die zwischen Thriller und Groteske angesiedelte Stimmung - die Tatsache, daß man ihn mehrmals ansehen MUSS, um ein von Anfang bis Ende abgerundetes Bild zu erhalten.
Daher Achtung: Der Film ist genial, aber man sollte ihn vielleicht nicht als Einstieg in Hitchcocks Werk wählen, sondern ihn sich so lange aufheben, bis man die typischen Hitchcock-Motive aus (ungefähr) zehn anderen Filmen kennt. Als Einstiegsfilme empfehle ich u.a.: "Die 39 Stufen" (1935), "Verdacht" (1941), "Cocktail für eine Leiche" (1948), "Das Fenster zum Hof" (1954) und "Der Unsichtbare Dritte" (1959). Danach kann und sollte man sich an schwerere Kost wie "Sabotage" (1936), "Im Schatten des Zweifels" (1942), "Ich kämpfe um Dich" (1943), "Vertigo" (1956) und - natürlich! - "Die Rote Lola" heranwagen.
Tut mir leid, Monsieur Truffaut: Aber hier lagen Sie leider falsch!
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am 15. Mai 2013
Jonathan Cooper (Richard Todd) gerät in den Verdacht, den Ehemann der Schauspielerin Charlotte Ingwood (Marlene Dietrich), mit der er ein Verhältnis hat, ermordet zu haben. Bei der Flucht ist ihm seine Bekannte Eve Gill (Jane Wyman) behilflich - weil sie insgeheim in ihn verliebt ist.
Jonathan erzählt Eve (im Film in einer Rückblende), die Schauspielerin sei in einem blutbefleckten Kleid und mit dem Geständnis, ihren Mann ermordet zu haben, zu ihm gekommen. Dann habe sie ihn gebeten, aus ihrer Wohnung ein neues Kleid zu holen - jedoch sei er dabei überrascht worden und habe fliehen müssen. - In der Folge versucht Eve, Jonathan zu entlasten und Charlotte als Täterin zu überführen, indem sie sich als ihre Zofe anstellen lässt. Nebenbei lernt sie den jungen Inspektor Smith (Michael Wilding) kennen, dem gegenüber sie ihre Doppelrolle zu verbergen sucht. Am Ende muss sie erkennen, dass die Wahrheit ganz anders aussieht, als sie sich gedacht hat ...
Der englische Titel Stage Fright" (also Lampenfieber) gibt den Inhalt des Schwarzweiß-Films erheblich besser wieder als der dumme deutsche Verleihtitel, denn es geht in diesem Film im Theatermilieu immer wieder um Rollen, die die Akteure spielen. Der raffiniert konstruierte Film hat viele der bekannten Qualitäten Hitchcocks, wobei er (in England gedreht) auch wieder mehr an den englischen Humor seiner frühen Phase anknüpfen kann. Jedoch entsteht dabei wenig Spannung. In seinen Gesprächen mit Truffaut erklärt Hitchcock dies so, dass in diesem Film nur die Schurken Angst haben (und nicht die Personen, mit denen sich der Zuschauer identifizieren kann). - Irritierend ist zudem für manchen Zuschauer, dass die Rückblende gleich am Anfang des Films sich als eine filmische Lüge erweist.
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am 29. April 2015
Bild und Ton der DVD sind insgesamt in Ordnung. Bei einem alten Film kann es natürlich auch mal zu kleinen Qualitätsschwankungen kommen, die mir aber kaum aufgefallen sind...nicht gestört haben.

Der eigentliche Titel des Films (Lampenfieber) rührt daher, dass sich die Hauptdarstellerin, die eine angehende Schauspielerin verkörpert, in Situationen begibt, indenen sie anderen etwas vorspielen muss. Dabei besteht immer die Gefahr aufzufliegen. Zudem spielt die Geschichte auch in Theaterkreisen.

Ein Krimi, der manchmal spannend, aber in den meisten Momenten mit Humor und seinen Charakteren punkten kann. Ich fand "Die rote Lola" teilweise spannend, aber ohne Nervenkitzel. Ich wollte aber die Auflösung wissen und die Stellen, wo es darum ging nicht entdeckt/erkannt zu werden, fand ich gut umgesetzt.
Die Hauptdarstellerin (Jane Wyman) macht ihr Sache gut und überzeugt mit Humor und Wandlungsfähigkeit. Ihr Vater (Alastair Sim) kommt sehr symphatisch rüber. Den Detektiv (Michael Wilding) und den Tatverdächtigen Jonathan (Richard Todd) fand ich dagegen eher etwas blass. Selten haben sie mal einen guten Moment, insgesamt aber OK.
Marlene Dietrich als Diva fand ich überzeugend. Sie spielt ihre Rolle gut und man kauft ihr die Starallüren ab. Sie wird optisch schön in Szene gesetzt und darf sich auch als Sängerin präsentieren ("The Laziest Gal in Town"). Sie hat aber, im Gegensatz zu Jane Wyman, eine geringere Präsenz im Film.
Auch einige Nebendarsteller sind interessante Charaktere und bringen zusätzlichen Witz in die Geschichte hinein.

Ich muss gestehen, das ich den Film beim ersten mal nicht ganz verstanden habe. Was aber keine Kritik am Film sein soll. Hatte aber ein paar Fragezeichen, die ich mir erst später beantworten konnte.

Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi, der seine spannenden Momente hat. Ein Thriller ist er aber nicht. Dafür gibts Humor und tolle Charaktere.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. April 2014
Auch mir hat die am Anfang gezeigte Rückblende, auf die dann der weitere Film aufbaut, ziemlich die Stimmung verdorben.

Dazu kommt noch der grässliche Gesang von Marlene Dietrich und ihr ständiges Posieren.
Wenn sie in ihrer Show "The Laziest Gal In Town" singt, taumelt sie von einer Pose in die andere, unterstützt vom Kameramann, der sie perfekt ausleuchtet.

Mit so einer Frau hat Hitch vorher nicht und nachher nie wieder gedreht. Da er sicher wusste, was er an ihr hatte, hat er sie einfach machen lassen. Sie wusste, wie sie ausgeleuchtet werden musste, wie ihr die Garderobe stand usw. Darüber ließ sich keiner mit ihr auf eine Diskussion ein. Aber sie hat klar ihre Momente, wo man fasziniert zuschaut und denkt:
So schlecht spielt sie eigentlich gar nicht.

Contra gibt ihr mit mausgrauer Art Eve, gespielt von Jane Wyman.Sie hatte für den zwei Jahre zuvor entstandenen
"Johnny Belinda" einen Oscar gewonnen und war klar die bessere Schauspielerin und Identifikationsfigur.

Lustig, dass eine so "ausgezeichnete" Darstellerin nun eine Schauspiel- Anfängerin spielen soll.

Erst mit Filmen wie "Zeugin der Anklage" und "Das Urteil von Nürnberg" hatte man die Schauspielerin Dietrich anerkannt.

Richard Todd, der Mann mit den irren Augen, hinterlässt einen bleibenden Eindruck als Freund zweier Frauen.
Die eine liebt Jonathan Cooper, die andere benutzt er.
Aber wen will er retten: Charlotte Inwood, die Schauspielerin, oder sich selbst ?

Der Krimi aus dem Jahre 1950 spielt im Theatermilieu.

Der eigene Vater von Eve ( Alistair Sim ) wirft ihr vor, eine Rolle zu spielen. Sie hat nämlich eine kriminell gute Idee, wie sie die Inwood dazu bringen könnte, sich selbst zu verraten. Schließlich wurde deren Mann ermordet. Und die nächsten Angehörigen sind immer zuerst verdächtig, wie man weiß...

Alistair Sim ist ein Schatz. Er sorgt auch für einen Gänsehaut- Moment, eine Puppe hat damit zu tun. Ich liebe solche Nebendarsteller wie ihn, sie peppen die ganze Sache auf.

Auch der schöne Michael Wilding, welcher 13 Jahre später nochmal mit Hitch zu tun haben sollte ( Alfred Hitchcock Presents ), ist nicht zu beanstanden. Aber die Romanze zwischen dem Detective Inspector und der Schauspiel- Elevin ist nicht unkompliziert, denn Eve hat ja einen Plan. Und da stört der Typ erstmal nur...

Sybil Thorndike spielt die Frau von Alistair Sim und ist so wunderbar verpeilt.
Als sich der Detective ihr mit den Namen Smith vorstellt, überlegt sie ganz ernsthaft ( während wir alle schon grinsen ) und meint dann: "Smith, der Name kommt mir irgendwie bekannt vor !"
Solche humorigen Einlagen liebe ich.

Die Synchro ist nicht ganz so gelungen. Der gefährliche Freund/ Bodyguard von Charlotte wird gesprochen, als lese jemand nur den Text ab. Ohne Betonung, regelrecht hölzern. einfach furchtbar.Ich glaube, er wurde von Alf Marholm gesprochen, den man als Verwaltungsdirektor aus der Schwarzwaldklinik kennt und der vielen Darstellern seine Stimme geliehen hat.
Aber dafür hört man die Stimme der Dietrich, das ist gut.

Das Gänsehaut- Finale, wenn alle Masken fallen, stimmt mich versöhnlich. Selten so was Gutes gesehen.

Fazit: Selbst Hitchcock- Fans werden was Gutes an dem Film finden, trotz des Anfangs.

Gegen Ende sieht das Bild aus, als wäre die Filmspule bald zu Ende. Mitten im Bild zeichnet sich senkrecht ein böse flimmernder Streifen ab.

Zwei Szenen will ich hervorheben. Wenn die Inwood "The Laziest Gal In Town" singt und plötzlich Johnny erblickt. Sie bleibt professionell, gerät nicht aus dem Takt.
Dann das Gartenfest im letzten Drittel, toll von Hitch in Szene gesetzt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2013
I remember the time when one had to get into the car, shop around forever for something hard to find.
Not anymore. I love Amazon.
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