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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fripp's missverstandenes Meisterwerk
1970 begann sich die Musikszene der Hippies und Rock 'n Rollgeneration zu spalten und Robert Fripp, dem Kopf der rastlosen Truppe war ein geniales Meisterwerk gelungen, das von Publikum sowie Kritikern gleichermassen missverstanden wurde. Trotz der Vielfältigkeit der Stile wirken die Kompositionen ineinandergefuegt und organisch verwoben. Die Texte von Pete Sinfield...
Am 17. Oktober 2000 veröffentlicht

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön. Aber King Crimson?
ISLANDS ist sicherlich keine typische Platte für King Crimson. Auf der anderen Seite - was genau ist typisch für KC? Von dieser Band hat man in ihren 35 Jahren so häufige Generalüberholungen und Hakenschläge gesehen, dass es fast rechtens wäre, sie in viele Bands zu unterscheiden.
Allerdings stehen KC in der Regel für unangenehme...
Am 23. Januar 2006 veröffentlicht


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fripp's missverstandenes Meisterwerk, 17. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
1970 begann sich die Musikszene der Hippies und Rock 'n Rollgeneration zu spalten und Robert Fripp, dem Kopf der rastlosen Truppe war ein geniales Meisterwerk gelungen, das von Publikum sowie Kritikern gleichermassen missverstanden wurde. Trotz der Vielfältigkeit der Stile wirken die Kompositionen ineinandergefuegt und organisch verwoben. Die Texte von Pete Sinfield wechseln zwischen tiefschürfigen Drama und humorvoller Leichtigkeit, die oftmals noch von den psychedelischen Erinnerungen der Spätsechzigern herrühren. Die Instrumentierung wirkt oft überladen seitens der Unmengen von Gastmusikern plus einem Kammerorchester, das der 'Prelude' seinen eigenwilligen Charakter verleiht. Jedoch darf man nicht vergessen, in welcher Zeit dieses Album koponiert wurde und 'komponieren' ist hier im Zweifelsfall auch mit scheinbar mühelos 'improvisieren' gleichzusetzen. Oftmals spielen (wie im Opener 'Formentera Lady') fast alle Musiker gegeneinander und kreiiren somit eine Atmosphäre von traumhaften Chaos, das unter einer anderen Schirmherrschaft wie von Robert Fripp zu Kakophonie führen würde. Hier jedoch treffen sich Harmonie und Freiheit, führen ihren Kampf und lassen den Hörer atemlos zurück. Der teilweise wieder kontrollierte Einsatz von Stimme überrascht und zentriert die Themen zugleich.
Die Schwermut und der Humor treffen sich nie so harmonisch wie auf 'Island' und nach 30 Jahren seit Veröffentlichung findet man keine überflüssige Minute,jedoch genügend Zündstoff für die intellektuelle Deutung von Text und Musik.
Die Zeitlosigkeit dieses Albums sollte noch hervorgehoben werden, und dies ist vor allem der akribischen Remasterarbeit von Herrn Fripp zu verdanken, der jeden Aspekt der Klangfülle von 'Island' ins rechte Licht rückt und somit weit über dem Niveau der restlichen LP- Veröffentilichungen der progressiven Rock und Pop-Bands der Frühsiebziger Jahre sich rühmen darf.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die vierte, die stillste..., 2. Juli 2009
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
vorweg: king crimson bedeutet für mich von "in the court of the crimson king" bis "red". das nachher heißt nur mehr so, tönt völlig anders und hat mit den ersten sieben alben nicht viel zu tun.

islands ist die stillste und nachdenklichste scheibe der wechselnden formation um mastermind robert fripp.

"formentera lady" ist ein wunderschöner ruhiger song, der so beruhigend ist, dass auch ein paar vertrackte fripp-gitarrenläufe in diesem wohlklang nur baden.

"sailors tale" erinnert in seinem rhytmischen aufbau und dem überraschenden ende ein wenig an "the talking drum" auf dem album "lark's tounges in aspik".

"the letters": wenn man auf den text hört, ist das programmmusik, das saxofon drückt die stimmung der briefschreiberin aus. hier findet sich der größte unterschied zwischen laut und leise auf dieser LP.

"ladies on the road" klingt nach beatles, ich denke gewollt, ist aber verschwurbelter ohne gekünstelt zu wirken und verfügt über ein ganz geiles sax- und gitarrensolo. die am ehesten hittaugliche nummer, wie damals üblich am beginn der zweiten LP-seite.

"songs of the gulls" ein gutes stück E-musik, klingt fast wie ein streichquartett nur recht ungewohnt - schön! geht mit möwengeschrei in

"islands" über, hier wird langsamkeit, trägheit, loslassen spürbar. wunderschön!

die derzeitig erhältliche CD ist meines wissens ein remaster. die original island-pressungen lieferten ganz ordentlich tonqualität ab, die remasters sind more crispy, durchhörbarer und dynamischer im sound. nicht audiophil, aber sehr ok und bei der qualität dieser musik, dieser musiker, ist das ja sowieso zweitrangig.

10 sterne!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King Crimsons Vierte - Die Beste?, 22. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
Auch schon vor Islands aus 1971 galt King Crimson als 'progressive Musik': Poetisch, abgedreht, manchmal brachial. Dem Klassiker 'In The Court Of The Crimson King' waren, weniger erfolgreich, nicht unbedingt weniger gut, 'In The Wake Of Poseidon' und 'Lizard' gefolgt. Beim vierten Album war dann aber irgendwie alles anders. Greg Lake war zur kommenden Supergruppe abgewandert. Mit Mel Collins war der damals vielleicht beste Rocksaxophonist gekommen. Noch schrieb Pete Sinfield seine heute zuweilen surreal anmutenden Lyrics. Und Robert Fripp war schon unbestritten Mastermind. Mit Islands löste sich die Musik von herkömmlichen Schemata, ohne jedoch unstrukturiert zu werden. Jazzrock kam hinein - Sailors Tale. Die Leichtigkeit von 'Formentara Lady' oder 'Ladies Of The Road' wurde konterkariert etwa vom dramatischen 'Letters'. Ein Album, auf das sich der Hörer einlassen musste, damit es volle Wirkung erzielen konnte. Den Zugang zu Islands haben damals viele sicherlich nicht geschafft. Den Versuch war/ist es allemal wert. Auch heute noch. Islands war meine zweite LP überhaupt und hat mich am Anfang nur genervt. Später begann ich sie zu lieben. Heute halte ich King Crimsons Islands zuweilen für ihre beste Platte.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber kann vom Surroundmix nicht vollends profitieren!, 6. Oktober 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Islands (CD/Dvd-Audio) (DVD-Audio)
Endlich ist sie da - Islands" in der 5.1 Version! Über das ursprüngliche, von KC-Fans bis heute unterschiedlich aufgenommene Album (für einige ein weiteres Meisterwerk, für andere ein Tiefpunkt in der Diskographie) will ich gar keine großen Worte verlieren, doch zum neuen Mix von Fripp/Wilson zwei, drei Sätze:

Was auf Red" und ganz besonders Lizards" noch für Staunen und große Begeisterung sorgte, gelingt auf Islands" nicht 100%ig. Der Transfer des Albums in den Surround-Sound lässt mich nach mehrmaligem Hören etwas unentschlossen zurück. Vor allem die fragilen" Kompositionen Prelude: Song of the Gulls" und das grandiose Titelstück können für meinen Geschmack nicht wirklich von der Behandlung" profitieren.

Während dem Hörer bei "Cirkus" oder Starless" die Sounds und Instrumente noch mitreißend um die Ohren flogen, wirkt dieser Effekt bei Islands" doch eher deplaziert; will heißen, er ist nicht wirklich vorhanden. Zu sehr lebt Islands" von seiner Atmosphäre (die übrigens vieles von dem vorwegnimmt, was ein David Sylvian später produzieren sollte!). Bei jedem Hördurchlauf habe ich auf den Aha-Effekt gewartet, doch dieser blieb aus. Vielleicht waren aber auch meine Erwartungen an eines meiner KC-Lieblingsalben/Songs zu groß...

Ok, so bleibt ein wirklich toller neuer Stereomix, sowie ein (handwerklich sicherlich gelungener) Surroundmix eines tollen Albums, das seinen Weg in die Player der Fans selbstverständlich zu Recht finden wird. Spaß bleibt Spaß!

Wer Islands" bisher skeptisch gegenüberstand kann hier einen neuen Anlauf nahmen. Viel Freude dabei.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ruhe, Melancholie, Romantik, 22. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
Das vierte King Crimson-Album 'Islands' ist fuer mich eines der besten, wenn nicht sogar das beste dieser Truppe. Es zeichnet sich durch seine 'radikale' Stille aus. Eine Tatsache, die das Album bei vielen KC-Fans unbeliebt macht.

'Fomentera Lady' beginnt mit Freiform-Improvisationen auf Klavier und Floete, ehe sich ein Bass-Motiv(bestehend aus zwei Noten) einstellt, welches sich durch das ganze Stueck zieht. Dazu gesellt sich ein Cello und ruhiger Gesang, der spaeter in einer textlosenform von einer Sopranistin vorgetragen wird. Zwischendurch sind wieder Freiform-Improvisationen von Klavier und Floete zu hoeren. Zum Schluss wird ein Thema des 2.Stueckes in variierter Form vorweggenommen. 'The Sailor's Tale' ist gaenzlich instrumental. Es beginnt mit einem treibendem Schlagzeug inklusive Bass-Lauf, worueber die Gitarre auf eine merkwuerdige Art und Weise soliert. In der Mitte wird das Stueck langsamer und es sind nach Blechdosen klingende Gitarrefriffs zu hoeren. Es wird wieder treibender mit krummtaktigem Schlagzeug-Rhytmus und Mellotron. Eine tolle Kombination. Schliesslich endet das Stueck mit leisen, bedrohlichen Soundeffekten. Klasse! 'The Letters' beginnt sehr ruhig und verhalten, bis nach 2 Minuten das Saxophon reinkracht. Das Stueck klingt am Ende ruhig aus. In 'Ladies Of The Road' dominiert ein Freiform-Saxophon. Besonders schoen anzuhoeren sind die Gesangsharmonien im Refrain. Das klingt dann ein bisschen beatlesk. Bei 'Prelude: The Song Of The Gulls' handelt sich um ein Instrumentalstueck mit Streicher-Quartett und gezupften Geigen. Ein sehr schoenes, melancholisches Stueck. Und schliesslich das Highlight: Das wunderschoene 'Islands'. Es beginnt ruhig mit Gesang und Klavier und baut eine romantsiche Stimmung auf. Das klingt jetzt so zerbrechlich, dass es wirklich einfach nur herzzerreissend schoen ist. Nach 2 1/2 Minuten verstaerkt eine nach den 30er Jahren klingende Posaune die romantische Stimmung. Mit der Zeit setzten ganz leise im Hintergrund Harmonium und Gitarre ein. Ab 5:45 Minuten tritt ein dezentes Schlagzeug hinzu. Das Stueck wird immer melancholischer und schoener. Im Hintergrund setzt das Mellotron ein, welches immer lauter wird. Bei 7:44 Minuten soliert die Posaune und gibt dabei wunderschoene Toene von sich. Das Mellotron wird immer majestaetischer, ehe das Stueck leise mit Harmonium ausklingt.

Ein aeusserst faszinierendes Album, dass weitgehend akkustisch gehalten ist und Leuten gefallen wird, die auf ruhige, atmosphaerische und melancholisch-romantsiche Musik stehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An Unlikely Cohesion Of Songs, 5. Dezember 2010
Von 
Martin A Hogan "Marty From SF" (San Francisco Bay Area) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Islands (CD/Dvd-Audio) (DVD-Audio)
Released after "Lizard", founder Robert Fripp was said to have been exhausted and unsure whether he could carry on with another album. Indeed, "Islands" is one of the more fragmented, yet diverse albums to that date. The original six songs seem to be contradictory in their inclusion. From the start of "Formentera Lady", a laid back bluesy number to the final, beyond mellow extended title track. "Formentera Lady" seamlessly melds into "Sailor's Tale" through a simple edit of cymbals. On the album, you can hear the cymbal edit from one channel to both, but editor master Steven Wilson has crafted yet another masterpiece with this album. "Sailor's Tale" begins with an amazing guitar piece by Fripp which sounds as if the guitar is completely out of tune, sequencing into one of the fastest and manic instrumentals yet. The beat with the mellotron is urgently blasted forth with a wind down of Fripp's unique frazzled guitar sound.

"The Letters" is an odd song for King Crimson (is that possible?), with evil lyrics by Pete Sinfield and Fripp, which has a wild bridge blast of guitar and jazzy brass ending with a bold vocal. But it is "Ladies Of The Road" that sparks intense lyrics of misogyny. Often hilarious in its blatant rhyme, the song still bounces along with tongue in cheek sarcasm. "All of you that the girls of the road, are like apples we stole in our youth" and "Stone-headed Frisco spacer, ate all the meat I gave her, said would I like to taste hers, and even craved the flavour". The lyrics are just a side track for the bands free-style. The band has fun alternating between the vocals and the sultry, salacious jazz sections. It's actually a series of bridges with various moods and inventive solos.

What follows is one of King Crimson's most perplexing songs I can imagine. "Prelude: Song Of The Gulls" would seem out of place, if it were not King Crimson. This beautifully created instrumental chamber piece is actually a highlight and emphasizes the near schizophrenic collection of songs on the album. But it's the ten-minute title track that brings the album to a beautiful close. Slowly building from a calm, patient beginning, the song glides along with an amazing cornet solo. Pete Sinfield's lyrics are some of his best on this song. It's a fitting ending to an inventive, if uneven album.

Sid Smith sleeve notes reveal a great deal about the mood of the group at this time. There are also extra tracks and alternate versions. The CD presents a complete stereo remix by Steven Wilson & Robert Fripp alongside a group of additional tracks representing an almost complete alternate album of studio takes, run-throughs and mixes. The DVD-A presents a complete 5.1 surround sound mix by Steven Wilson, in which he sometimes isolates instruments to one channel bringing out the clarity and resonance. Also here is a hi-res stereo version of the 2010 mix, a hi-res stereo version of the original album mix taken from the 30th anniversary master source and almost 90 minutes of additional material. Most of this material has never been previously released, including many studio takes mixed from the original recording sessions specifically for this release. Once again, Steven Wilson and Robert Fripp have reproduced a remarkable series of sessions and brought "Islands" back to life.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles ist möglich, 7. Juli 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
Für Islands liessen sich King Crimson wieder etwas mehr Zeit, als für das Vorgängeralbum ,Lizard' und das tat diesem Album sehr sehr gut.

Mag es auch beim ersten Hinhören als das ruhigste KC Album durchgehen, Spannung und Abwechslung weiss es durchaus zu erzeugen.

Nach dem lyrischen und ruhigen Einstieg mit 'Formentera Lady', das wie damals üblich bei den ,Balladen' von KC mit einer mittelalterlichen Melodik aufwartet, kommt bereits ,Sailor's Tale', das meines Erachtens interessanteste Stück dieser Platte. Es beginnt wie bei einigen anderen songs der Gruppe mit einem swingenden Jazz-Groove, über den improvisiert wird und geht dann in einen akzentuierten, langsameren beat über, über den Fripp auf den ersten Blick willkürliche avantgardistische und hart klingende Akkorde darüberlegt. Eigentlich ist das Fusion, nur improvisert Fripp hier nicht in jazzigen Strukturen, sondern viel avantgardistischer und freier. Achja, ein richtig hartes Riffs gibt es hier zwischendurch auch, nur wird das nicht von der Gitarre, sondern von den Bläsern gespielt.

,The Letter' ist ein expressives Stück, mit einer einfachen aber ebenfalls mittelalterlich angehauchten Melodie, in dem unter anderem durch die Lautstärken Unterschiede Spannung erzeugt wird. Der kürzeste, aber auch der emotional intensivste und packendste song dieses Albums, schwer zu beschreiben, aber faszinierend.

,Ladies Of The Road' führt dann in einer moderneren Abwandlung die Melodie von ,Letter' fort, und reitet auf einem fast funkig anmutenden groove dahin. Der vocal Effekt auf Burrrell's Stimme sorgt hier auch für die nötige coolness die diese Komposition braucht.

,Songs Of The Gulls' ist ein sehr schönes klassisches Stück, dass einen durchatmen lässt und gleichzeitig als Vorbereitung zum opulentesten und auch pathetischsten Stück der Platte dient, dem fast 12-minütigen Titelsong, der wiederum mit einer wunderschönen Melodie aufwartet, und der sich langsam aber unaufhaltsam und stetig in der langen Instrumentalpassage immer mehr steigert. Synfonisch und pompös endet diese Platte.

Eine durchaus abwechslungsreiche und spannende LP, deren einziger Schwachpunkt vielleicht darin besteht, dass die Gesangsmelodien immer irgendwie nach dem gleichen Schema ablaufen. Die Instrumentalpassagen aber überzeugen vor allem durch ihre Vielfältigkeit und Differenziertheit.

Wer es gern hat Jazz, Rock, Klassik, Blues und sogar leichte Funk-Anleihen auf einem Album in ungewöhnlichen Instrumentierungen zu erleben, der ist mit dieser Aufnahme bestens bedient. KC überschreiten hier fast alle musikalischen Grenzen und das macht dieses Album bedeutend. Und nicht auszudenken was die aus dem Album noch gemacht hätten, wenn ihnen damals schon das Instrumentarium modernen elektronischer Musik zur Verfügung gestanden wäre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantasie und Stringenz, 21. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
Dieses Album ist von allen King-Crimson-Veröffentlichungen nach meiner Meinung das mit dem geschlossensten Gesamtkonzept. Es ist eine Scheibe, die sehr stark das Hinsetzen-und-Zuhören verlangt, die wenig zupackenden Rhythmus bietet, dafür recht viele sperrige Klänge. Das Positive daran: dieses Album demonstriert am besten die außergewöhnliche Fähigkeit der Gruppe zu farbigen Klanggemälden, (die aber weit außer Sichtweite des Kitsches dahinsegeln), die witzige, abgründig-dämonische, aber auch friedvolle Assoziationen transportieren. Das Stück "Formentera Lady" mit seinen minimalistischen und später gespenstisch flirrenden Klängen, illustriert sehr gut, warum man in der Mittelmeerwelt 12 Uhr mittags für die Geisterstunde hielt. In Sailor's Tale meint man das Dahinrasen eines Schiffes im Wind und das Kreischen von Tauen und Möwen zu hören, es folgen zwei Gesangsstücke, die zwischen Verzweiflung und galligem Humor pendeln, abschließend zwei sehr ruhige Stücke in klassischem Gewand, die eine Sonnenuntergangsstimmung vor weitem Horizont auszudrücken scheinen. Diese letzten beiden, Prelude und Islands, sind von ihrer musikalischen Substanz her nicht gerade aufregend, das merkt man gerade daran, dass man sie wegen des Instrumentariums (Streicher, Klavier) mit klassischer Musik vergleichen müsste gegen die sie aber sehr einfach gestrickt wirken -- aber diese beiden Stücke sind trotzdem sehr wirkungsvoll darin, wie sie sehr konsequent eine ruhige, betrachtende Stimmung aufbauen. Insgesamt ein sehr interessantes musikalisches Gemälde, das die Phantasie anregt, ein sehr innovatives Stück Musik, in dem Rock sich mit Elementen des Free Jazz zu mischen scheint, und ausgiebig Klassik zitiert wird. Andere Platten von King Crimson mögen aufregenderes zu bieten haben, diese hier hat das konsequenteste, und auch das angenehmste, Konzept.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop für Fortgeschrittene - Jazz für Anfänger, 2. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Islands (Re-Release) (Audio CD)
Mit "In the court of the crimson king" gings 1969 los - und was dann Schlag auf Schlag folgte, war eine neue Dimension des Pop, eigentlich eine Transzendenz. Als Einstieg eignet sich diese CD neben dem oben genannten Album oder "Lizard" bestens. Allemal tauchen wir ein in ein prickelndes Wechselbad aus zarten Balladen und agressiven Jazz-Angriffen. Hier wird so munter drauflosmusiziert und erfunden, dass dem Hörer alles passieren kann, nur nicht Langeweile. Diese Musik ist von gestern, aber ohne sie wäre unser heute nicht dasselbe!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 14. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Islands (CD/Dvd-Audio) (DVD-Audio)
Solche Musik gibt es nicht mehr. Mein Favorit ist das Titelstück mit seinem verträumt melancholischem Input, der einen in andere Zeiten versetzt.
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Islands
Islands von King Crimson (Audio CD - 2005)
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