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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Pop-Alben der 80er Jahre in der Deluxe-Version, 8. Oktober 2007
Von 
Ferdinand Barthel (Köln Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lexicon of Love (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Band ABC um den Sänger Martin Fry ging mit diesem 1982 veröffentlichten Werk unbestreitbar in die Popmusikgeschichte ein. Ihnen war es mit Hilfe des genialen Produzenten Trevor Horn gelungen, ein Album zu kreieren, das sowohl tanzbar als auch romantisch ist, das eingängige Melodien mit intelligenten Texten verbindet, ohne dabei akademisch oder zu kalkuliert zu wirken. Neben Fry waren damals der Gitarrist und Keyboarder Mark White, Saxophonist Stephen Singleton und der Schlagzeuger David Palmer mit von der Partie. Als Gastmusiker wirkten unter anderem die Bassisten Mark Lickley und Brad Lang, sowie die Sängerin Tessa Webb mit, außerdem waren die späteren Art Of Noise maßgebend an der Produktion beteiligt: Für die Orchesterarrangements war Anne Dudley zuständig, J.J. Jeczalik programmierte den Fairlight-Computer und Gary Langan war für die Tontechnik verantwortlich.

Unter den 10 Songs des Original-Albums stechen natürlich die 4 Singles noch heute heraus, das rockige "Tears Are Not Enough", das dramatische "Poison Arrow", das ironisch-romantische "The Look Of Love (Part 1)", das am Ende als kurze Orchester-Reprise das ursprüngliche Album abschloß ("Part 4"), und das schwärmerisch-melancholische "All Of My Heart". Aber trotz des höheren Bekanntheitsgrades dieser Songs sind auch die anderen Songs keinesfalls nur Füllmaterial; ganz im Gegenteil hätte absolut jeder von ihnen als Single Erfolg verdient gehabt, gerade wegen der für ein so romantisch klingendes Album doch recht häufig galligen Texte. "Date Stamp" bemißt eine Liebesbeziehung nach Angebot und Nachfrage ("looking for a girl that meets supply with demand"), in "Valentine's Day" rechnet der Sänger mit einer früheren Beziehung ab ("if you gave me a pound for all the moments I missed, if I got dancing lessons for all the lips I should have kissed, I'd be a millionaire, I'd be Fred Astaire") und "4ever 2gether" erweist sich gar fast schon als Progressive-Rock-Song mit einfallsreicher Struktur und Klangexperimenten.

Neben dem Original-Album kommt diese grandiose Doppel-CD nun auch noch mit massenweise Bonusmaterial daher. CD 1 enthält zusätzlich einige B-Seiten der ursprünglichen Singles: "Overture" ist eine Orchester-Collage der Melodien des Albums und stammt von der "All Of My Heart" Single. "Tears Are Not Enough" liegt auch in der von Steve Brown produzierten Single-Fassung von 1981 vor. "Alphabet Soup" in der Maxi-Version ist wirklich witzig, gibt der Text Fry doch die Möglichkeit, seine Bandkollegen "vorzustellen". "Theme From Man Trap" war die B-Seite der "Poison Arrow" Single, dem Song, der auch noch als "Jazz Mix" vorliegt. Leider wurde die Gelegenheit verpaßt, die Teile 2 und 3 von "The Look Of Love" noch hinzuzufügen (B-Seite-Instrumental und Maxi-Version), und sei es nur wegen der Vollständigkeit. Dafür entschädigt ein Outtake aus den Album-Sessions ("Into The Valley Of The Heathen Go"), das schon die Richtung des zweiten Albums "Beauty Stab" vorwegnimmt, und eine "Oddity", die "BBC Swapshop Version" der "Alphabet Soup".

Die 2. CD ergänzt die Sammlung um drei Demos, "Show Me", "Tears Are Not Enough" und das bislang unveröffentlichte "Surrender". Damit kann der Fan nachhören, welchen Einfluß Trevor Horn auf die Band ausübte und wie stark die Songs trotz allem bereits in ihren Rohfassungen klangen. Der Rest der CD gehört dann einem Konzertmitschnitt von November 1982, der alle Songs des Original-Albums sowie "Overture" (als Intro) und "Alphabet Soup" (zur Vorstellung der Musiker) enthält.

Jeder, der sich auch nur ein wenig für die Popmusik der 80er interessiert, sollte sich dieses Album zulegen. Und jeder Fan wird mit dieser Sammlung sicher höchst zufrieden sein: Die Musik glänzt durch das Remastering in ganz neuem Sound und das Bonusmaterial ist einfach großartig. Ich persönlich hätte nur den "Poison Arrow" Jazz-Mix für die fehlenden "The Look Of Love" Parts fallengelassen, aber das ist nur meine subjektive Meinung. Zwar ist diese Doppel-CD-Version nicht ganz billig, aber sie lohnt sich.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als nur ein Juwel, 14. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Lexicon of Love (Deluxe Edition) (Audio CD)
Meist wird die Musik der 80iger als leblos, steril und wenig innovativ bezeichnet.
Gerade die Kids der späteren Zeit können mit den 80igern nichts anfangen. Dabei liegt dies sicherlich auch daran, dass die Kids fast nur die dahin dudelnden Remixe der HipHop und Techno-Kultur kennen.
Würden diese Kids, oder auch so manche Hippies sich aber nun einmal die Zeit nehmen und ABC's 'Lexicon Of Love' anhören, würden sie die geniale Produktion erkennen, würden feststellen, dass Martin Fry diese Songs alle mit einer Melancholie intoniert, die seinesgleichen sucht.
Absolute Höhepunkte, damals wie heute, sind 'Valentine's Day' und 'All Of My Heart'.
Wer sich das unvoreingenommen anhört, wird verstehen, wieso diese CD zu den Besten Pop-Album aller Zeiten gehört.
In dieser Deluxe-Edition bekommt der Käufer nun auch noch einen Haufen Live-Mitschnitte und Demo-Aufnahmen mitgeliefert. Was will man mehr?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Poperette, 22. Juli 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lexicon of Love (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Idee Anfang der 80er Jahre ein Konzeptalbum über Herzschmerz - um nichts anderes geht es hier - zu veröffentlichen, war nicht nur vermessen, sondern geradezu widersinnig in Anbetracht der Kühle und coolness die die meisten Wave Pop acts damals auszustrahlen versuchte. Martin Fry liess sich nicht davon abhalten und fand nach der ersten vorab single ,Poison Arrow' in Trevor Horn auch den kongenialen Partner, um diese Poperette musikalisch zum Leben zu erwecken.

Horn, der immer schon ein faible für ,Drama'-tik und Pathos hatte, inszenierte Fry's Vision eines modernen aber doch auch der Vergangenheit verbundenen (Motown Soul) Pop-Albums mit allen Produzenten Tricks die das Jahr 1982 zu bieten hatte, und von den Arrangements her, zählt dieses Werk nicht nur zu Horn's besten Alben.

Anne Dudley steuerte die gelungenen, weil nie zu kitschigen Streicher bei und Fry croonte über diese ganz großen Pop-Melodien hier, dass es nur so eine Freude war. Eigentlich war das nie wave pop, denn überraschenderweise - für eine Arbeit von Horn - ist der Synthie Anteil hier recht gering; die bass line bei ,Look Of Love' war es wohl letztendlich, warum dieser song - und somit auch gleich das ganze Album - in diese Richtung gedrängt wurde, und thematisch und ästhetisch passte es natürlich hervorragend zu den ,new romantics'.

Dass selbst der kitischige Höhepunkt - dann nämlich wenn Martin Fry wehmütig sein ,Oh maybe one day I'll find true love...' zu den Streichern von Look Of Love' seufzt, absolut gelingt, liegt ganz allein an der Qualität des bzw. der songs, denn der, bzw. die sind großartig und funktionieren ohne Stukkaturen und Barockengel einfach nicht richtig.
.
Die DeLuxe Ausgabe wartet mit den Original-singles der nicht auf dem Album vertretenen songs auf - ein z.Bsp. äüßerst gelungener ,Jazz Mix' von ,Poison Arrow' der eigentlich schon ,The Style Council' vorwegnimmt, plus als Obskurität der Hardrock track ,Into The Valley Of The Heathen Go' der einmal mehr beweist, dass Horn und Fry keinerlei Berührungsängste hatten.

CD 2 zeigt dann, dass es trotz der komplexen Arrangements sehr wohl möglich war das Lexikon auch Live zum Leben zu erwecken und wer bei ,Overture' - die aus dem Original Album leider gestrichen wurde - dann wieder an eine Operette denkt, der hat das Konzept hinter diesem Album schon verstanden.
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