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Fwx


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning - Ist FWX der Durchbruch?, 27. Oktober 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
Das erste Mal auf Fates Warning aufmerksam wurde ich Anfang 1990. Das wunderbare Video zu „Through different eyes" von dem 89er-Album „Perfect Symmetry" lief bei MTVs „Headbagers Ball" (waren das noch Zeiten, eine eigene Metal-Sendung bei MTV) und nach Queensryche war ich auf der Suche nach weiteren Bands aus dem Bereich Metal mit einem musikalisch progressivem Touch. Da kamen Fates Warning genau recht und ich musste dieses Album haben.
15 Jahre sind seitdem vergangen und Fates Warning haben nie die Anerkennung bekommen, die ihnen eigentlich gebührt. Das liegt sicherlich daran, dass sie in dem langen Schatten von Queensryche groß geworden sind, dem zu entkommen eine monumentale Aufgabe darstellt. Mit FWX unternehmen Ray Alder (Gesang), Jim Matheos (Gitarre) und Mark Zonder (Drums) einen erneuten Anlauf und dieser hat gute Aussichten, sie endlich ins Rampenlicht der Prog-Metal-Szene zu katapultieren.
FWX zeigt dabei Fates Warning von ihrer besten Seite. Die Stücke sind trotz ihrer komplexen Struktur eingängig. Die Band wagt Experimente, die bei mehrmaligem Hören erst ihren ganzen Reiz entfalten. Und die Gitarrenarbeit von Matheos lässt sich nur als hervorragend bezeichnen.
Dabei bestechen die einzelnen Songs von FWX durch ihre atmosphärische Dichte. Ich erinnere mich noch, dass bei mir der erste Höreindruck damals 1990 war: großartige Musiker, aber die Ideen wirken forciert zusammengesetzt. Das heißt die Songs wirkten damals noch nicht organisch, oder inhaltlich zusammenhängend. Dies hat sich auf den Folge Alben stark verbessert und erreicht hier seinen Höhepunkt. Die Breaks kommen auf den Punkt, ohne vorhersehbar zu sein, die Ideen (wie zum Beispiel der verzerrte Gesang) entstehen eher als Reaktion auf das, was der Song vorgibt, als bloß eine spielerische Idee zu sein, die dem Ganzen aufgedrückt wird. Zudem bedienen sich die Jungs von Fates Warning hier der ganzen Bandbreite ihrer musikalischen Fähigkeiten, vom richtigen Heavy-Brett mit aggressivem Gesang bis zu ruhigen, getragenen Stücken mit arabischem Background-Vocals und Wiederholung der Gesangs-Melodie bei der Lead-Gitarre („River wide, ocean deep").
Im Gegensatz zu den zurückliegenden Alben wurde auf die Hilfe von Keyboarder Kevin Moore (Ex-Dream Theater, Chroma Key) verzichtet. Somit treten die Keyboardanteile weiter in den Hintergrund und werden nur noch selten als tragendes Element eingesetzt. Dadurch gewinnt die Gitarren- und Bass-Arbeit noch einmal gesteigerte Bedeutung und rechtfertigt das Vertrauen voll und ganz.
Zusätzlich zeichnet das Album sich durch einen dynamischen Drive aus, der auch bei den balladesken Songs nicht abreißt. Gerade dort zeigt Zonder, dass er in der Lage ist, ein Stück zum grooven zu bringen. Umso trauriger ist die Nachricht, dass dies die letzte FW-CD mit ihm an den Sticks ist. Dazu bedarf es auch nicht vertrackter Rhythmen oder komplizierter Breaks. Wer auch immer demnächst die Trommelfelle für Fates Warning bearbeitet, er wird eine schwere Aufgabe antreten, denn Zonder gehört neben Mike Portnoy (Dream Theater) und Scott Rockenfield (Queensryche) zu den ganz Großen des Metiers Prog-Metal (wobei ich den Rush-Meister Neil Peart eher als Rock-Drummer sehe, sonst würde er hier ebenfalls aufgeführt).
Zudem beweist Ray Alder einmal mehr, dass er eine tolle und wandelbare Stimme hat. Er kommt sowohl bei Balladen als auch bei den Rockern sehr druckvoll rüber und gibt den gefühlvoll düsteren Lyrics einen wunderbaren Ausdruck.
Irgendwelche Anspiel-Tipps herauszupicken fällt bei diesem Album schwer. Viel hängt dabei auch von der Stimmung ab. Schon der Opener „Left here" lässt keinen Zuhörer zurück. Durch die lang klingenden gezupften Gitarren-Akkorde wird man mitgenommen in den Song und immer tiefer in den musikalischen Strudel Fates Warning hineingezogen. Ein Entrinnen scheint es nicht zu geben. Wer es lieber hart und mit Power-Akkorden mag, ist sicherlich bei „Simple Human" am besten bedient. Wer Atmosphäre sucht und interessante musikalische Ideen zu schätzen weiß, wird bei „River wide, ocean deep" mit der Zunge schnalzen. Und dies sind lediglich die ersten drei Songs des Albums. Aber die Schönheit erschließt sich erst beim kompletten Durchhören von 1 bis X. Freunde der progressiven Spielrichtung werden ihre Freude daran haben, aber Obacht, es bedarf eines offenen Ohres und einer entsprechenden Grundhaltung.
Fates Warning haben sich noch nie dem kommerziellen Erfolg verschrieben, aber vielleicht werden sie ihn gerade deswegen mit FWX finden. Zumal sich Queensryche mit ihrem eher erdigen Sound (auf dem letzten Album Tribe) aus dem traditionellen Prog-Metal-Segment verabschiedet haben und die Chancen damit für Fates Warning steigen, entdeckt zu werden.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres königliches Album von Fates Warning, 22. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
Auch das zehnte Studioalbum der Band, die über Jahrzehnte lang wie keine andere den Progressive Metal definiert hat, ist einzigartig geworden und jedes Vergleichs unwürdig. Den Weg von „A Pleasant Shade of Gray" und „Disconnected" geht Jim Matheos mit seinen Kompositionen weiter; und so bleibt auch „Fwx" durch düsteren und melancholischen bis dramatischen Ausdruck im Kopf, der aber gitarrenlastiger und härter ausfällt und bei druckvollen Heavy- Stellen gleichzeitig unnachahmlich anmutvoll und feinfühlig bleibt. Der Atmosphäre sind auch wieder ausgefeilte Synthesizer- Effekte zuträglich - dass Kevin Moore dieses Mal gar nicht mit von der Partie war merkt man der Scheibe nicht an.
Insgesamt ist „Fwx" kompakter und straighter als die Vorgänger. Einen 16-Minuten-Song à la „Still Remains" gibt es nicht. Keineswegs aber bedeutet das weniger Kreativität im Songwriting von Jim Matheos - im Gegenteil. Ein paar Hördurchläufe muss man sich trotz der relativ eingängigen Songs gönnen und es offenbart sich herrlicher Tiefgang.
Mit dem „nur" 7 Minuten 40 langen HEAL ME ist einer der grandiosesten Songs der Bandgeschichte entstanden. Zunächst verbreitet ein langes, getragenes Intro mit Clean-Gitarre eine melancholische Atmosphäre, in der Ray Alder mit seiner Seelen reinigenden Stimme die Kunst vollbringt, jeder einzelnen Silbe einen unschätzbaren Wert und Ausdruck zu vermitteln. Urplötzlich entwickelt HEAL ME angepeitscht von treibenden Heavy- Riffs einen umwerfenden Druck in einer bombastischen Atmosphäre, über der Ray Alders unendlich intensiver Gesang thront. Gerade wenn man denkt, das muss es gewesen sein, kommt noch ein absoluter Wahnsinnsrefrain.
Neben HEAL ME sticht RIVER WIDE OCEAN DEEP heraus, das zerbrechlich und bedrückt beginnt und episch gestrickt grandios an Energie zunimmt, untermauert von einem knisternd spannenden Gitarrenmuster, das sich über die komplette Länge des Songs von melancholisch in der Clean- bis dramatisch in der verzerrten Gitarre durchzieht. Auch die harmonisch wundervolle Powerballade A HANDFUL OF DOUBT entwickelt eine wahre Bannwirkung mit eindringlichem Tiefgang und Gänsehaut erregenden emotionalen Höhepunkten.
Überraschend hart und mit gleich zwei heavy Gitarren im Chorus kommt das brachiale SIMPLE HUMAN rüber, ebenso wie CRAWL, dessen Spannung von der Instrumentalsequenz SEQUENCE #7 (inklusive einiger Brückensounds von der Enterprise, die ganz klar aus Star Trek - The Next Generation stammen) aufgebaut wird. Ein weiterer Brecher ist STRANGER (WITH A FAMILIAR FACE), das typisch für Fates Warning die Strophe fast komplett dem ausdrucksstarken Gesang Ray Alders überlässt, bedrohlich untermalt von Mark Zonders versiertem Drumming.
Das sehr eingängige ANOTHER PERFECT DAY überzeugt mit einer gekonnten Balance aus E- und Akustik- Gitarre, die über den gesamten Song hinweg zum Einsatz kommt.
Bei all den außergewöhnlichen Songs auf „Fwx" fallen dennoch Opener und letzter Song als eben solche auf. LEFT HERE besticht durch sein aufreizend schleppendes Tempo; ein langer Spannungsbogen über den gesamten Chorus, durch markant verzerrte Gitarren akzentuiert, brennt die Melodie sofort unvergesslich in den Gehörgang ein. Das lange WISH bietet zum Ausklang des Albums eine nachdenkliche Note, unterlegt von einem beinahe „tickenden", seichten Drive.
Thematisch beschäftigen sich die Lyrics von Jim Matheos und Ray Alder gewohnt emotional und tiefgehend mit Ängsten vor und durch Veränderungen, der Suche nach Identität, dem Kampf mit sich selbst und zwischenmenschlicher Kluft - und das alles auf sehr persönlichem Level. Wenn man sich als Hörer in die Songs reinfühlt, gehen die tiefgründigen, teils enorm direkten und teils verschlüsselten Aussagen sehr nahe.
Mit „Fwx" müssen Fans leider auch den Ausstieg von Drummer Mark Zonder verdauen, der angekündigt hat, sein letztes Album mit Fates Warning aufzunehmen. Seit „Perfect Symmetry" 1989 hat Zonder mit seinen typischen, anspruchsvollen und gefühlvollen Drums viel zur Identität der Band beigetragen. Auch wegen seines Abschieds ist „Fwx" ein ganz besonderes Album und absolut unverzichtbar. Aber auch abgesehen davon gibt es 1000 Gründe, diese über die komplette Spielzeit von gut 52 Minuten erhabene Scheibe haben zu müssen, die u.a. in RIVER WIDE OCEAN DEEP und HEAL ME gar einige der wunderbarsten Momente der Bandgeschichte präsentiert.
„I'm haunted by your voice and you are satisfied
Your words are the cross I bear and I am crucified." (HEAL ME)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt...., 31. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fwx (Audio CD)
Das Warten hat sich gelohnt ! Auch wenn einige hier schreiben, dass es sich bei FWX um einen Flop handelt. Der 10. Output von Fates Warning stellt die geniale Synthese aus den Alben "APSOG", "Disconnected" und dem Side Projekt "OSI" dar. FWX gehört zu den Prog.-Scheiben, die sich dem Hörer erst nach dem 10. Durchgang richtig erschließen und durch seine spielerische Vielfalt, sattem Groove und der glasklaren Produktion förmlich in den Gehörgängen festnagelt.
Ich kann die Leute nicht vestehen, die 20 Jahre lang immer wieder das selbe von eine Band hören wollen! Zeichnet sich den Progressivität nicht gerade durch stetige Veränderung und Weiterentwicklung aus ? Das eine Band dabei nicht immer den Geschmack aller Menschen auf diesem Erdball trifft, läßt sich nicht verhindern. Jedoch sollte man bei aller Ktitik sachlich bleiben und anerkennen, dass Fates Warning mit FWX ein Album veröffentlichen aus dem viele andere Bands fünf gemacht hätten. FWX stellt ganz klar einen weiteren Höhepunkt in der FW Geschichte dar und setzt logisch die musikalische Entwicklung der Band fort. Schade das M.Zonder(d) die Band verläßt. Aber vielleicht kriegt er noch irgendwann die Kurve zurück.....
.....5 Punkte für eine Scheibe, die sich mühelos in die Top 10 auf diesem Sektor einreiht !!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der Platten des Jahres., 20. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
Klasse! Nach vierjähriger Funkstille hauen die Pioniere des Progressive Metal einen echten Hammer raus! Auch FWX, das zehnte Studio-Album von Gitarrist Jim Matheos und Co., strahlt diese heilsame Melancholie aus, die genauso zu den Markenzeichen von Fates Warning geworden ist wie die technisch höchst anspruchsvolle und immer etwas unterkühlte Instrumentierung. Im Gegensatz zu den experimentellen, sperrigen Vorgängern "A Pleasant Shade of Gray" und "Disconnected" setzt man diesmal auf Eingängigkeit. Ausufernde Instrumental-Passagen sucht man vergeblich. Stattdessen findet man ausgefeiltes Songwriting, bei dem jede Note sitzt, und vielschichtige Arrangements, in denen man nach dem x-ten Hören noch neue Details entdecken kann. Ausgefeiltes Songwriting? Hatten wir das nicht schon einmal auf der enttäuschenden "Inside Out"? Keine Angst, FWX klingt um einiges inspirierter, atmosphärischer und härter. Die Produktion ist glasklar, druckvoll und organisch, vielleicht die beste, die Fates Warning je hatten. Vor allem der Schlagzeug- und Bass-Sound hat es mir angetan.
"Left Here" beginnt mit einem wunderschönen Akustik-Gitarren-Teil, der von Jim Matheos' Solo-Scheibe "Away with Words" oder sogar von Pat Metheny stammen könnte. Der Track nimmt dann schnell an Härte zu, bleibt aber getragen und schwer und besticht durch seinen melodischen Refrain. "River Wide Ocean Deep" ist eine der dunkelsten Kompositionen, die Matheos je ausgeheckt hat. Der klagende orientalische Gesang im atmosphärischen Teil liefert die perfekte Grundstimmung für Matheos' düstere Riffs: ein ganz eigenartiges Flair und ein Track für die Endlosschleife. Das etwas funkige, hochmelodische "Another Perfect Day" erinnert dann an Enchant und wird von Sänger Ray Alder sehr intensiv vorgetragen: zweifellos einer der Höhepunkte seiner Karriere, der ähnlich unter die Haut geht wie damals "At Fates Hands".
Und Alder ist nicht zu bremsen. Im folgenden über 7-minütigen "Heal Me" erzeugt er mit seinen gefühlvollen Gesangslinien abermals Gänsehaut, bevor sich der Track durch verschiedene Riffgewitter windet, in denen man neben modernen Einflüssen auch Black Sabbath und sogar frühe Fates Warning ausmachen kann. "A Handful of Doubt", eine der schönsten FW (Halb-)Balladen überhaupt, erinnert in der ersten Hälfte etwas an den Klassiker "Intermission" von Saga, und der Rausschmeißer "Wish" setzt auf wunderschöne Akkordfolgen, Piano-Tupfer, ein explosives Gitarrensolo und eine eher spärliche Instrumentierung, die den Hörer dazu inspiriert, seine eigenen Melodiebögen in der Fantasie hinzuzufügen.
Außerdem finden sich hier noch einige brettharte Stücke, u.z. "Simple Human", "Crawl" und "Stranger (with a familiar face)", die mit Tool und Korn, aber auch mit Black Sabbath verwandt zu sein scheinen, problemlos auf die wuchtige "Train of Thought" von Dream Theater passen würden und FWX so ausgewogen klingen lassen.
Auf den langjährigen Fan, der epische Göttergaben wie "Still Remains", "The Eleventh Hour", "At Fates Hands", "Nothing Left To Say" oder "The Ivory Gate Of Dreams" gewohnt ist, mögen die neuen Stücke zunächst etwas unscheinbar wirken. Nach mehrmaligem Hören wird man aber schnell süchtig und man erkennt: die Platte ist mehr als die Summe ihrer Teile. FWX ist frisch, melancholisch, "wärmer" als seine Vorgänger, manchmal ausgesprochen heavy und doch verträumt. Eine Sternstunde Ray Alders und für mich die erfreulichste FW-Scheibe seit Parallels!
Auch Fans von Porcupine Tree sollten mal ein Ohr riskieren.
Anspieltips: "River Wide Ocean Deep", "Another Perfect Day", "Heal Me"
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne reichen nicht!, 29. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
FWX war mein erstes Album von Fates Warning und auch nachdem ich mir noch "A pleasant shade...", "Inside Out" und "Disconnected" zugelegt habe, muss ich sagen: FWX ist mit Abstand das beste dieser Alben und ich würde sogar sagen das beste Prog-Metal-Album, welches ich je gehört habe! Vor allem verdient die Musik dieser Band die Bezeichnung "Progressive", denn hier geht es nicht einfach darum, möglichst schnell zu spielen oder möglichst verschachtelte Rhythmen zu zelebrieren, nein, hier wird Musik kreiert, wie ich sie von keiner anderen Band je gehört habe! Musik die sich keinen Limitierungen unterwirft.

Der Opener "Left here" überrascht zunächst mit einem elektronischen Einstieg, über den sich leise eine Akustik-Gitarre legt. Wenn Jim Matheos (ein Götter-Gitarrist vor dem Herren!) dann zum Lead-Riff ansetzt, unterlegt von Mark Zonders genialem Drumming, könnte man einfach nur heulen, so genial ist diese Melodie, die dann im Refrain wieder auftaucht!

Weiter geht's mit dem straighten, eingängigen Rocker "Simple Human", der gut ins Ohr geht, ohne jedoch die Tiefgründigkeit des Openers vermissen zu lassen.

"River wide Ocean deep" kommt mit einer unglaublich düsteren Atmosphäre und zieht einen mit mächtigen Bassläufen und orientalischem Hintergrundgesang in seinen Bann.

"Another perfect day" ist vielleicht der eingängigste Song des Albums, mit einem ohrwurmigen Refrain und feinen Melodien, wohl auch der "fröhlichste" Song der Scheibe, wenn auch der Text einen starken Kontrast dazu bildet.

"Heal me" fängt getragen an, Ray Alder taucht den Song in eine dunkle, melancholische Grundstimmung, erst spät durchbricht Matheos diese mit einem brachialen Riff, das den Song zur wohl härtesten Nummer des Albums macht.

Nun folgt ein kurzes Intro zum siebten Song, "Crawl", der einzige Song auf der Scheibe, der kein Überhit geworden ist, sondern "nur" super.

Mit "A handful of doubt" folgt nun die einzige Ballade des Albums, äußerst gefühlvoll von Ray Alder intoniert (der auf der ganzen Platte einen genialen Job macht!), auch dieser Song zieht einen in seinen Bann.

Fast schon punkig beginnt dann "Stranger with a familiar face", auch eine sehr ohrwurmige Nummer, die gut nach vorne los geht.

Wenn man denkt, spätestens jetzt sei das Pulver der Band verschossen, hat man sich deutlich vertan! Was die Jungs jetzt noch aus dem Ärmel schütteln, kann man fast in Worte fassen! "Wish" ist mit Abstand das grandioseste, was ich in den letzten Jahren gehört habe. Eine eher ruhige, melancholische Grundstimmung, Alder unterstreicht diese mit sanftem Gesang, der die Lyrics perfekt transportiert. Aber wenn dann das Keyboard-Solo einsetzt, wird einem so langsam klar, welche Perle von Song sich da gerade entfaltet. Und beim Einsetzen des Gitarren-Solos könnte ich auch nach ca drei Dutzend Durchläufen noch heulen, ich weiß nicht, wann ich zuletzt einen Gitarristen gehört haben, der sein Instrument dermaßen emotional zu spielen weiß! Und wenn dann gegen Ende Ray Alder nochmal mit "May you never know this darkness..." einsetzt, breitet sich am ganzen Körper eine Gänsehaut aus, die einen wünschen lässt, dass dieser Song doch bitte noch 15 oder 20 Minuten dauert, aber grausamerweise endet er schon nach gut sechs Minuten, was für eine Schande!

Kurz gesagt: Ein Album, so reif und intensiv, dass man es eigentlich nicht in Worte fassen kann! Hoffentlich beschert uns diese Götterband noch mehr solcher Werke!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schwer verdauliches aber leckeres Stück Musik!!!, 29. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
Ich kann nicht verstehen, wie man immernoch den alten Zeiten hinterherheulen kann, wenn man ein derart genial ausgeklügeltes Album zu hören bekommt. Okay, beim ersten hören mußte ich erstmal gewaltig schlucken, weil ich den Kompositionen von Herrn Matheos, abgesehen von den sehr eingängigen Passagen, nicht so recht folgen konnte. Aber beim wiederholten Durchhören offenbarte sich dann auch mir die komplexe Genialität.
Und ist es das nicht, was uns Proggies an unserer Lieblingsmusikrichtung so gefällt?
Stellenweise fühlte ich mich sehr an Shade of Gray, Disconnected und das OSI-Projekt erinnert. Und deshalb liebe ich diese Scheibe!!! Fates Warning gehen ihren Weg konsequent weiter, ohne den roten Faden zu verlieren. Ich schätze übrigens auch die Alben aus der John-Arch-Ära sehr. Aber das ist ein klangliches Erscheinungsbild, welches mit dem heutigen Konzept nicht zu vergleichen ist. Gut, dass Matheos den zuerst angekündigten RÜCKschritt nicht vollzogen hat. Wir wollen doch schließlich progressiv bleiben, oder?
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4.0 von 5 Sternen ...Gut aber auf Dauer fehlt das Herz und die Leads und die Abwechslung..., 26. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FWX (MP3-Download)
...Im Titel habe ich eigentlich schon alles geschrieben...
...jetzt mit neuer Besetzung, dem Arch/Matheos-Album im Hinterkopf, und Frank Aresti wieder mit an bord freue ich mich schon auf die nächste Scheide...
...bis denne...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jaaaa!, 13. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Fwx (Audio CD)
Es zeichnet sich immer mehr ab:
Fates Warning sind eine lebende Legende!
Nachdem RUSH im letzten Jahr ihr dreißigstes Jubiläum zu feiern hatten, und man im Rückblick auf deren Band- und v.a. Platten-Geschichte nur vor Ehrfurcht den Hut ziehen kann, treten Fates Warning nun wohl nach schon etwas mehr als 20 Jahren Bandbestehens die Würdige "Nachfolge"?- Position hinter RUSH an.
Wohlgemerkt, ohne die Kanadier in irgendeiner Weise dumpf oder gar bewusst nachzuahmen!
Vergleicht man Rush's Frühwerke mit denen der Synthesizer-dominierten, mittleren Phase und beispielsweise dem bärenstarken letzten Album, stellt wohl jeder eine enorme Entwicklung/ Veränderung fest.
Und ähnliches erkenne ich bei den Mannen um Jim Matheos. Die alten, episch-mystischen Spectre/ Awaken... über die damals neuartige Perfect S. bis hin zu den "letzten 3" Alben.
Alles eine Entwicklung, die schöner und interessanter nicht sein könnte.
Hier bleibt nur abschließend zu sagen, dass FW's gesamte Discographie schon jetzt eines der ganz großen Juwele der Rock-/ und Metalgeschichte ist!!
Dies hat mir die neue FWX eindrucksvoll verdeutlicht.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder ein Klassiger im Prog Bereich....., 21. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Fwx (Audio CD)
Sensationel was Fates Warning hier auf die Beine gestellt haben. Wer auf Progmetal steht kann hier nix falsch machen. Geile harte Gitarrenriffs, coole zum teil spacige Keyboards, sehr anspruchsvolle Drum- und Basstracks und ein wirklich geiler Gesang. Was Dream Theater an geiler Spieltechnik präsentieren schafft Fates Warning auch, nur dass sie noch einen gehörige Portion an kompositorischem Anspruch (soll jetzt nicht heissen das DT keine geilen Songs auf die Reihe kriegt) auf die Scheibe bannen. Eine CD für die Insel!!!!!!
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Scheibe ist der absolute Hammer!!, 29. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Fwx (Audio CD)
Ich hab schon viel gehört, aber diese Scheibe schlägt alles. Zuerst hatte ich große Schwierigkeiten mit dem recht technisch angehauchten Metalstil, aber desto häufiger ich die Scheibe höre, desto besser wird sie.
Wer "intelligenten", abwechselungsreichen Powermetal mit reichlich melodiösen Einschlägen mag, ist bei dieser Scheibe genau richtig aufgehoben. Aber, man muss die Scheibe mindestens 2x hören.
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Fwx
Fwx von Fates Warning (Audio CD - 2004)
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