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Kundenrezensionen

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am 2. Mai 2007
"Kitchen Stories" ist ein herrlich in Szene gesetzter Film über Einsamkeit und Freundschaft männlicher Singles im Norwegen der 50er Jahre. Gerade die stille Atmosphäre, gepaart mit einer Menge skurrilem Humor, macht diesen feinsinnigen Film zu einem Genuss.

Schon allein die abgefahrene Idee hat für mich fünf Sterne verdient: Marktforscher, die auf Hochstühlen in der Küche ihrer Probanden sitzen, und diese bei ihren Küchengewohnheiten beobachten sollen - wobei jeglicher zwischenmenschlicher Kontakt untersagt ist. Natürlich hält sich im Lauf der Zeit keiner der Beobachter an die Vorgaben, und so wird der Film zu einem stillen Hohelied auf den Sieg der Menschlichkeit über die stoisch-anonyme Datenerhebung der Forschung.

Auch wenn die Idee zunächst skurril und überzogen erscheinen mag, ihre Aussage über den Wert des Individuums innerhalb der Konsumgesellschaft ist es nicht. Im Gegensatz zu den Beobachtern im Film thront die Marktforschung noch viel höher über uns, wertet uns zu Konsumenten ab und reduziert den Inhalt unseres Daseins auf Kaufverhalten, Zahlen und Statistiken. "Kitchen Stories" ist ein augenzwinkernder Seitenhieb auf dieses System, und zeigt, dass der Mensch trotz aller Statistiken und Profile dennoch ein Mensch bleibt. Besonders berührt hat mich dabei die Figur des Isak, der, wie sich herausstellen soll, gar nicht so kauzig ist, wie es anfangs scheint.

Rührend ist auch das Ende, das mich mit feuchten Augen und einem Lächeln zurück ließ.

Fazit:
Für Liebhaber stiller Komödien unbedingt sehenswert! Ebenso wie die beiden Original-Werbespots aus den 50ern im Bonusteil der DVD ("damit die Frau weiß, was gut für sie ist").
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am 15. Dezember 2007
Man kann diesen Film nur klasse finden oder total bescheuert. Ich denke, ein Mittelmaß gibt es nicht. Langeweile schafft Raum für Kreativität und so wurde der Film von Minute zu Minute besser, hatte ich doch ganz andere Erwartungen an diesen Film. Als ich mich auf Situation und Stimmung eingelassen hatte, fand ich Kitchen Stories nur noch gut. Und wie immer: Wenn der Film in mir Tage später noch positiv nachhallt, dann sind das 5 Sterne. Gefallen hat mir auch die Nebenhandlung mit dem eifersüchtigen Freund. Ebenso die Filmusik, oder der Sound der Autos, die von links nach rechts durch unser Wohnzimmer röhrten. Die Nordlichter lassen sich beim Erzählen ihrer Geschichten noch Zeit! Gut so.
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am 6. November 2008
Ich sag's gleich vorweg: Dieser mit Preisen überhäufte Film läuft als Komödie, wird aber nicht jedem, der gerne lacht, gefallen. Die Handlung läuft sehr ruhig ab, es gibt kaum so etwas wie Gags (außer vielleicht die Szene mit der Mausefalle - grandios auch hier, in welcher Ruhe das abläuft), aber die Handlungs selber ist so skurril, dass ich mich oft dabei ertappt habe, lächelnd den Kopf zu schütteln.

Er handelt davon, dass eine Gruppe "Beobachter" ausgeschickt wird, die Freiwillige (in diesem Fall nur Männer) über mehrere Wochen hinweg bei ihren Tätigkeiten im Haushalt beobachten sollen. Ziel dieser Studie ist, durch die aufgezeichneten Wege die ideale Küche für den norwegischen Junggesellen zu entwerfen.

Kernpersonen sind der Beobachter Folke und sein Gastgeber Isak, Ort der Handlung hauptsächlich das kleine Haus Isaks, irgendwo in Norwegen, irgendwann vor Weihnachten.

Es gibt ein strenges Kontaktverbot zwischen Beobachter und Gastgeber, damit der Beobachter die täglichen Abläufe nicht beeinflussen kann, was natürlich irrsinnig ist. Man stelle sich eine kleine Küche vor, darin sitzt ein Mann. Ein anderer Mann betritt den Raum, sie schauen sich kurz an, aber niemand sagt etwas. Nicht mal ein Wort des Grußes, nicht mal ein kurzes Nicken. Der Neuankömmling geht zu einem Stuhl in der Ecke (vergleichbar mit dem Schiedsrichterstuhl bei Tennis), klettert hinauf und schaut dem anderen zu. Klingt schräg? Bingo.

Die Handlung entwickelt sich von anfänglicher Ablehnung des Gastgebers und kleinen, wortlosen Sticheleien über erste stille Kontakte, bis das sinnlose Sprechverbot gebrochen wird und sich eine ruhige Freundschaft zwischen zwei sehr verschiedenen Männern entwickelt. Vielleicht ein wenig wie der österreichische Kabarettfilm "Indien", bloß nicht so genial.

Es folgen Freundschaft, Eifersucht, seltsame Rituale zwischen langjährigen Kameraden, sogar ein Mordversuch und eine Rettung - beides im Grunde unbemerkt - Enttäuschung, Auflehnung, Trauer, Neuanfang. Viele Aufs und Abs des menschlichen Seins finden sich in diesem Leckerbissen, in sehr kleinem Rahmen, sehr ruhig und meist äußerst schräg. Nett finde ich eine Szene am Schluss, wo der Chef der Beobachter - strenger Verfechter des Kontaktverbotes zwischen Beobachter und Gastgeber - an der Grenze zwischen Schweden und Norwegen einen Wohnwagen anhängen muss und ihm der Grenzbeamte dabei nicht hilft, sondern ihn nur BEOBACHTET. :-)

Empfehlen würde ich den Film jedem, der sich vorstellen kann, oben erwähnten "Indien" ohne die offenen Witze genießen zu können. Könnte sich beim einen oder anderen zu einem Geheimfavoriten enwickeln, das Zeug dazu hat der Film.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Dezember 2005
Ein wunderschöner Film, der im Norwegen der 50er Jahre spielt. Der kauzige norwegische Single Isak und einige seiner männlichen Dorfmitbewohner werden besucht von einem schwedischen Forschungsinstitut, um die Verhaltensweisen männlicher Singles in der Küche positivistisch, d.h. ohne näheren persönlichen Austausch mit dem „Untersuchungsobjekt“ zu untersuchen. Isak hatte der Untersuchung erst zugestimmt, ist dann aber zunächst abweisend, bevor er endlich den fremden Buckelvolvo-Fahrer, der mit seinem Wohnwagen vorgefahren war, zu sich in die Küche lässt. Dort nimmt denn der Norweger Folke Platz in seinem hohen Beobachterstuhl, um still und unauffällig seine Aufzeichnungen durchzuführen. Er ist selbst Single und muss den Job machen, weil er sonst keine Arbeit findet. Mit der Zeit freunden sich die Beiden aber doch an, und erleben eine gute Zeit miteinander in den eigentlich nicht erlaubten Gesprächen langer Winterabende. Wie das geschildert wird ohne jede Effekthascherei, sondern in stillen und eindrücklichen Szenen, das ist einfach herrlich. Von mir 5 Sterne, unbedingt anschauen. (28.12.05)
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am 13. November 2005
Einer der schönsten Filme, den ich gesehen habe. Allerdings werden ihn wohl kaum gestresste Großstadthektiker oder specialeffektverwöhnte Actionfilmliebhaber verstehen. Dieser Film kommt ohne hollywoodtypischen Heroismus, irgendwelche Effekte und ohne super Soundtrack aus. Eine einfache, aber ungewöhnliche Story aus Zeiten in denen es in Schweden noch Linksverkehr gab, über einen alten einsamen Norweger, der langsam "auftaut"(eben die nordische Art, die man auch aus Mecklenburg kennt) und eine Beziehung zu seinem Beobachter aufbaut. Schlichte Szenen, bei denen die zwischenmenschliche Kommunikation im Mittelpunkt steht...mit warmherziger Situationskomik. Ohne typisches Happy End freut man sich am Ende trotzdem, das es noch solche Filme gibt.
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am 24. Juni 2010
Coverbilder und Text führen leicht zu falschen Erwartungen. Dementsprechend hatte ich einen Film mit absurder Komik und durchgeknallten Charakteren ala Fargo o.ä. erwartet. Der Film entspricht dem ganz und gar nicht. Stil und Tempo erinnern an David Lnychs "Eine wahre Geschichte". Kitchen Stories erzählt eine stille melancholisch-humorvolle Kleingeschichte über Männerfreundschaft. Einer von den Filmen, in denen eigentlich nichts großes passiert und die trotzdem im Gedächtnis bleiben, weil man denkt, ja genau so wird es sich irgendwo ereignet haben und die einem was vom wahren Leben erzählen.
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am 30. Juli 2009
Die Wirkung dieser herausragenden Komödie liegt nicht nur in der schon sehr skurrilen Grundsituation: offizieller Beobachter sitzt unter der Küchendecke und zeichnet dort die Arbeitswege auf, auch nicht in den liebevoll gezeichneten äußerst kauzigen Charakteren, sondern in der bedächtig fortschreitenden, oft wortlosen Handlung, die der Komik erst die Gelegenheit gibt, sich zu entfalten. Eine humorvoll packende Schilderung wie es vom Kleinkrieg zwischen den beiden Hauptbeteiligten zu einer stillen Freundschaft kommt bis hin zum Rollentausch. Man kann genüsslich verfolgen, wie sie sich belauern ohne ein Wort miteinander zu reden. Neben den sarkastischen Seitenhieben auf das vergnügungssüchtige Management und der Animosität zwischen Norwegern und Schweden packt einen emotional die Geschichte mit dem kranken Pferd und dessen Folgen. Und was für ein genialer Schluss krönt diesen lustigen Film, der nichts für Brüller ist.
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am 4. Dezember 2007
Kitchen Stories ist ein skurriler Film, ohne wirkliche Action, ohne Knalleffekte, aber dafür mit allem an Menschlichkeit, was ein Film bieten kann. Wie ein zu strikter Distanz verdonnerter (ausländischer) Beobachter zum Handelnden wird, der teilweise selbst beobachtet und damit zum Einheimischen wird, ist witzig und mit sanfter Hand inszeniert. Schmunzeln, nicht Lachen. Und sich manchmal wundern, was der Mensch (hier der skandinavischer Prägung) doch für ein eigenartiges Wesen ist. Am Ende geht die längste Buckel-Volvo-Karawane der Filmgeschichte wieder zurück auf Los. Und man kann sich vorstellen, wie es im nächsten Jahr sein wird. Ein Muß für alle Liebhaber der Langsamkeit des Seins.
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am 6. November 2008
Ich sag's gleich vorweg: Dieser mit Preisen überhäufte Film läuft als Komödie, wird aber nicht jedem, der gerne lacht, gefallen. Die Handlung läuft sehr ruhig ab, es gibt kaum so etwas wie Gags (außer vielleicht die Szene mit der Mausefalle - grandios auch hier, in welcher Ruhe das abläuft), aber die Handlungs selber ist so skurril, dass ich mich oft dabei ertappt habe, lächelnd den Kopf zu schütteln.

Er handelt davon, dass eine Gruppe "Beobachter" ausgeschickt wird, die Freiwillige (in diesem Fall nur Männer) über mehrere Wochen hinweg bei ihren Tätigkeiten im Haushalt beobachten sollen. Ziel dieser Studie ist, durch die aufgezeichneten Wege die ideale Küche für den norwegischen Junggesellen zu entwerfen.

Kernpersonen sind der Beobachter Folke und sein Gastgeber Isak, Ort der Handlung hauptsächlich das kleine Haus Isaks, irgendwo in Norwegen, irgendwann vor Weihnachten.

Es gibt ein strenges Kontaktverbot zwischen Beobachter und Gastgeber, damit der Beobachter die täglichen Abläufe nicht beeinflussen kann, was natürlich irrsinnig ist. Man stelle sich eine kleine Küche vor, darin sitzt ein Mann. Ein anderer Mann betritt den Raum, sie schauen sich kurz an, aber niemand sagt etwas. Nicht mal ein Wort des Grußes, nicht mal ein kurzes Nicken. Der Neuankömmling geht zu einem Stuhl in der Ecke (vergleichbar mit dem Schiedsrichterstuhl bei Tennis), klettert hinauf und schaut dem anderen zu. Klingt schräg? Bingo.

Die Handlung entwickelt sich von anfänglicher Ablehnung des Gastgebers und kleinen, wortlosen Sticheleien über erste stille Kontakte, bis das sinnlose Sprechverbot gebrochen wird und sich eine ruhige Freundschaft zwischen zwei sehr verschiedenen Männern entwickelt. Vielleicht ein wenig wie der österreichische Kabarettfilm "Indien", bloß nicht so genial.

Es folgen Freundschaft, Eifersucht, seltsame Rituale zwischen langjährigen Kameraden, sogar ein Mordversuch und eine Rettung - beides im Grunde unbemerkt - Enttäuschung, Auflehnung, Trauer, Neuanfang. Viele Aufs und Abs des menschlichen Seins finden sich in diesem Leckerbissen, in sehr kleinem Rahmen, sehr ruhig und meist äußerst schräg. Nett finde ich eine Szene am Schluss, wo der Chef der Beobachter - strenger Verfechter des Kontaktverbotes zwischen Beobachter und Gastgeber - an der Grenze zwischen Schweden und Norwegen einen Wohnwagen anhängen muss und ihm der Grenzbeamte dabei nicht hilft, sondern ihn nur BEOBACHTET. :-)

Empfehlen würde ich den Film jedem, der sich vorstellen kann, oben erwähnten "Indien" ohne die offenen Witze genießen zu können. Es gibt den Film aber auch in einer anderen Fassung um momentan drei Euro, und da sollte eigentlich jeder zuschlagen. Könnte sich beim einen oder anderen zu einem Geheimfavoriten enwickeln, das Zeug dazu hat der Film.
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am 26. August 2007
Mit schrägem Humor arbeitet sich dieser Film mitten ins Herz vor. Ich bin begeistert, voller Sentimentalität und voller Freude. Ein Film, der den Zuschauer in einer besseren Stimmung zurück lässt.
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