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40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2011
Kein Mensch würde über dieses sagenumwobene Album reden, wenn es einfach nur irgendein Album von Black Sabbath oder einer anderen Band wäre. Doch es ist ist Rückkehr von Bill Ward am Schlagzeug, der Abgang von Ronnie James Dio und natürlich insbesondere der Einstieg von Ian Gillan, vormals und nur ein Jahr später wieder erneut Frontmann bei Deep Purple.
Die Gillan-Ära bei Sabbath dauerte nur lächerliche 9 Monate.

Über die Musik ist schon viel gesagt und geschrieben worden. Man kann dazu stehen, wie man will, aber dieses Album gehört gehört, wenn man etwas mit Musik aus dem Hartwurstsektor anfangen kann! Denn selten hat eine Platte so polarisiert wie diese.

Das Cover ist hässlich, jedoch legendär. Ein Kunstwerk für sich. Die Musik hatte sich gewandelt im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Platten mit Dio, sodass musikalische Vergleiche fast Blödsinn sind. ZERO THE HERO und insbesondere DISTURBING THE PRIEST zeigten eine ziemlich abgefahrene Seite bei Sabbath - dämonisch, verstörend und geheimnisvoll. DISTURBING ist denn auch irgendwie DER Song des Albums. Gillan keift, lacht und schreit sich ekstatisch durch diesen mit teuflisch bösen Riffs angetriebenen Song. Manches weitere Liedgut ist nicht mehr als Durchschnittsware, als Highlight kann aber durchaus noch das Titelstück gelten.
Was dem ganzen dann noch die Krone aufsetzt, ist dieser entsetzlich schlechte Sound. Man fragt sich, wieviel Mühe es gekostet hat, um dem LP-Cover auch ein entsprechendes Klangbild folgen zu lassen. Die aktuelle Ausgabe von 2011 enthält ein komplett neues Remaster, welches leider genauso schlecht klingt, wie alle anderen Pressungen dieses Albums. Vielleicht sollte es ja auch Stilmittel sein, zumindest passt es ins Gesamtbild der Scheibe. Kratzige Mitten, dumpfe, scheppernde Höhen und der mumpfige Bass bilden einen perfekt undifferenzierten Soundbrei. Hier würde wahrscheinlich nur ein richtiger Remix helfen, was jedoch der Aufnahme seinen Charme rauben könnte. Insgesamt hat das Klangbild etwas an Kraft gewonnen, was aber unerheblich bleibt. Schöner wird es dadurch nicht.
Die Soli scheinen lauter im Mix, und rufen aufgrund ihrer schrillen Mittenlastigkeit bei hoher Lautstärke Ohrenweh hervor. Producer Andy Pearce berichtete vom übermäßig hohen Kompressionsfaktor des Masterbandes. Da kann denn auch der beste Tontechniker wenig ausrichten. So bleibt "Born again" das allseits bekannte scheußlich klingende Monster.

Zur Bonus-Disk:

Fans erwarteten die beiden längst bekannten Bonusstücke THE FALLEN und die endlos lange Version von STONEHENGE. Beide sind absolut verzichtbar, aber sie gehören nunmal dazu. FALLEN ist ein wenig Rock'n Roll, aber deutlich belangloser als der Rest des Albums. An einigen wenigen Stellen scheint das Masterband beschädigt gewesen zu sein, man kann marginale Aussetzer hören. STONEHENGE dauert hier knapp fünf Minuten, in denen ausser langatmigem mystischen Keyboardgewaber nichts weiter passiert was der kürzeren Albumfassung vorzuziehen wäre. Bonus für Fans eben.
Anstatt die rohen Albumdemos auf die Bonus-CD zu packen (welche auch klanglich keinen erheblichen Mehrwert hätten) entschied man sich für die BBC-Aufnahme eines Konzertes von 1983. Gute Wahl!

Soundtechnisch gut abgemischt, kann man erhören welche spezielle Besetzung und Erfahrung Black Sabbath damals waren. Gillans spitze Schreie passen hervorragend zur dämonischen Setlist, die bis auf HEAVEN & HELL lediglich aus Songs der Ozzy-Zeit bestand, gespickt mit neuen Songs von Born Again. Erst später auf der Tour 1984 wurde mit NEON KNIGHTS der lediglich zweite Song der Dio-Ära ins Programm aufgenommen!

Leider fehlen einige Highlights der Show, insbesondere DISTURBING THE PRIEST, besagtes HEAVEN & HELL (welches als Ende von PARANOID zumindest angesungen bzw. angekreischt wird) oder auch CHILDREN OF THE GRAVE. Ian Gillan hatte es damals tatsächlich fertig gebracht, Tony Iommi SMOKE ON THE WATER spielen zu lassen...auch davon kann man sich hier überzeugen. Das Publikum ist sehr präsent im Mix, was die Stimmung gut transportiert. So kurz der Mitschnitt auch ist - er darf nicht fehlen und könnte für unwissende ein Aha-Erlebnis werden - vor allem für jene, dmit Dio nie warm geworden sind oder sich nie vostellen konnten, wie Mr. Gillan Sabbath-Songs intoniert.

Die Verpackung:

Früher ummantelte die Deluxe-Editionen eine Bandarole, welche man abstreifen konnte. Diese wurde nun bei den neuesten Ausgaben ersetzt durch eine Stickerbandarole. Wer überlegt ob besser durchschneiden oder doch entfernen: Der Sticker geht restfrei runter und beschädigt die Papphülle zum Glück nicht. Trotzdem vorsichtig machen! Das doppelseitig aufklappbare Digipak enthält mehrere Bandfotos, informativer und schöner gestaltet sich dann das Booklet selbst.

Wer sich für ein (aussergewöhnliches) Gesamtkunstwerk des frühen Heavy Metal interessiert, erhält hier eine faire Ausgabe des Albums zum fairen Preis.

Wohl bekomms!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Born again" ist zweifellos das umstrittenste Wek der Black Sabbath Geschichte. Konnte die Kooperation von Ian Gillan mit Iommi und Co. funktionieren? Die Hardrock-Welt wartete 1983 gespannt auf das erste Album nach Ronnie James Dio. "Born again" ist sehr düster, die Produktion sehr basslastig und dumpf einerseits - sie hat großartige Songs wie "Disturbing the priest", "Zero the hero" und "Born again" andererseits. Ich habe selbst Phasen durchgemacht, da fand ich die Platte echt ...eiße, dann fand ich sie wieder richtig klasse. Insgeheim hatte ich bei der Deluxe Edition auf einen Remix des Albums mit einem klareren Sound gehofft, vergeblich.
Da ich damals die Tournee besucht habe, sind die auf der Bonus-CD Liveaufnahmen vom Reading-Festival eine tolle Erinnerung. Das Livekonzert war klasse, was auch die vorliegenden Aufnahmen dokumentieren. Die dabei gespielten Black Sabbath Klassiker klingen gewöhnungsbedürftig, sind aber durchweg interessant. Zwei Studiobonustracks runden das ganze ab. Eine Kaufempfehlung abgeben ist schwierig, zu unterschiedlich sind die Meinungen zu "Born again". Man liebt die Scheibe oder eben nicht. Dass die Kooperation von Ian Gillan und Tony Iommi gut funktioniert zeigt die kürzlich erschienene "Who cares" Scheibe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2013
wäre die Produktion (vor allem Gitarre) nicht so mies ausgefallen..Ich habe nichts gegen einen schönen dreckigen,rauhen,rohen Sound,aber wenn ich die Anlage nicht voll aufdrehen kann,weil die Soli`s (geil gespielt) mir Kopfschmerzen bereiten,dann will das schon was heißen..Natürlich läßt sich auch nicht,durch Gillan`s Einstieg bei BS,den leichten Purple Einschlag ("Digital Bitch" irgendwie denk ich da an den kleinen Bruder von "Highway Star")verleugnen.Ach ja Gillan:Er singt,kreischt,brüllt,das dies eine wahre Freude für mich ist..Aber nach den teilweisen kritisierten Gesang gibt es,meiner Meinung nach,noch genug Stoff auf dem Album um auch alte Fans zufrieden zu stellen...Highlights für mich sind "Disturbing the Priest,Zero the Hero,Born again"..Meiner Meinung neben "Heaven & Hell" & den ersten 4 Ozzy Scheiben die stärkste BS Scheibe...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2010
Ich kann die vielen negativen Kritiken bezüglich der Born Again Scheibe nicht ganz nachvollziehen.
Es war für Ian gillan natürlich nicht ganz leicht, die Nachfolge von Ronnie Dio anzutreten...hat er doch eine
völlig andere Stimme. Das Album ist düster, richtig bedrückend. So muss es sein. Die highlights des Albums:
"Born again" & "Zero the hero". Das einzige Manko ist die Produktion. Die Scheibe klingt teilweise wie eine
Demoaufnahme.
Habe mir damals übrigens mal einen live-Mitschnitt der Born again-tour zugelegt, da waren auch Songs aus der Ronnie-Ära
drauf. Heaven and hell hat mich da echt weggeblasen. Die spitzen Schreie erinnerten an Child in time. Einfach der Hammer.
Leider hielt die damalige Sabbath Besetzung nicht lange...hätte mehr daraus werden können.
Fazit: Klar kann man die Born again Scheibe nicht mit der mob rules oder der heaven and hell vergleichen, ich liebe das Album
aber trotzdem.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2000
Diese Platte hat damals in den 80ern die Gemüter erhitzt. Deep Purple Fans waren sauer, weil Ian Gillan hier singt. Und Black Sabbath Fans waren auch sauer, weil Ian Gillan hier singt. Wenn man dieser CD aber eine Chance gibt, wird man erkennen, dass das wohl die düsterste Platte von Black Sabbath ist. Und nichts anderes sollen Black Sabbath produzieren. Mir gefällt sie, weil ich die Stimme von Gillan mag und die Musik von Black Sabbath. Die Platte ist sehr melodisch und herrlich hart zugleich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2013
Bittet man eine Band zum Spielen in ein Nebenzimmer, stellt einen mittelalterlichen Kassetten-Ghettoblaster hinein und drückt die Aufnahmetaste, wird klanglich besseres entstehen als diese Aufnahme!!! Was man sich dabei dachte, diesen Klangmüll als "DELUXE Edition" auf den Markt zu werfen, mag für ewig unerforscht bleiben...
Doch finden sich Leute, die sowas kaufen. Ich, zum Beispiel. Warum???

Weil Gott und der Teufel auf "Born Again" echt Puzzle spielten. Irgendwie hatte es den Anschein, dass die Urkerle von SABBATH sängerlos stranden könnten, nachdem die Ära Ronnie James Dio vorüber war. Mit Ian Gillan, arbeitsloser DEEP PURPLE Sänger zu dieser Zeit, bot sich adäquater "Ersatz". Und einen besseren hätte man nicht bekommen können!!!

Mit "Born Again" schuf man 1983 (völlig anachronistisch) ein höchst faszinierendes Gemisch des 70er-Sounds von DP in Verbindung mit dem (hier doch nur phasenweise aufkommenden) Tritonus des SABBATH-Sounds! Gewöhnungsbedürftig wohl, aber auch andersartig faszinierend und extrem intensiv. Musikalisch und songschreiberisch viel näher an den UR-SABBATH als unter Dio! Wieder düsterer und härter. Gillan singt sich förmlich in einen Rausch. Seine Performance auf diesem Album zeigt mehr als eindrucksvoll seine Weltklasse!

Wie seit eh und je gesagt, ein sehr spezielles und streitbares BLACK SABBATH Album. Aber fraglos extrem hörenswert!!!
Wäre die Klangqualität einer DELUXE-Edition würdig, gäbs von mir klare fünf, nein sechs Sterne!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2015
Ian Gillan hat ja im Laufe seiner Kariere schon ziemlich alles gesungen was man sich vorstellen kann. Über Episode Six (fast Pop) zu Deep Purple (Hard Rock), dann zu Jesus Christ Superstar (Musical) bis zur bläserlastigen Jazzfusion (beim Start der Ian-Gillan-Band). Dann entschloss er sich wieder seine härteren Qualitäten in den Vordergrund zu schieben. Neben der spät zu anerkannten Ehren kommenden Band Gillan und der Wiederbelebung von Deep Purple gab es da aber noch ein anderes Kapitel Gillan'scher Betätigung.

Von Fans der Formation förmlich zerrissen und vom Fachpublikum bis heute argwöhnisch beäugt, gehört die Beteiligung zur Band Black Sabbath wohl zu den Sonderlingen des Genres. Eigentlich sollte ja Deep Purple schon 1982 starten, was jedoch aus verschieden Gründen dann doch nicht so war. Ritchie Blackemore reformierte mit Roger Glover Rainbow nochmals und Jon Lord machte schlicht noch mal Pause bei der weißen Schlange. Ian Paice trommelte bei Gary Moore. Nur der liebe Ian hatte keine Lust mehr auf seine Gillan-Band. Zu viel Neid und böses Zeug hatte sich unter den Bandmitgliedern angestaut. Also kam ein Angebot vom Mister Iommy gerade recht. Die beiden kannten sich schon seit geraumer Zeit und der gute Ur-Sabbath suchte einen Vokalisten für seine Stammband. Der Ian hatte ja noch Zeit; also was soll's.

Was am Ende als Black Sabbath Album erschien war irgendwie weder Fleisch noch Fisch. Die Fans verbanden Ozzy Osbourne bzw. Ronnie James Dio mit der Band. Plötzlich purpelte es am Mikrofon. Viele verstanden das dann auch nicht. Betrachtet man die Musik, so muss man im Nachhinein sagen, dass die Stimme von Ian Gillan ganz gut zum Stiel dieser Musik passt. Allerdings ist es für einen Purple-Fan schwer zu ertragen den guten Ian ohne schwere Hammondorgel zu hören. Im Übrigen erinnerte sich der Herr Gillan einige Jahre später ' nach seinem Rauswurf bei den Purpletten ' wieder an die Zeit mit Sabbath. Das 1991 erschienene Album Toolbox erinnert sehr an dieses Album von 1983 hier.

Was am Ende in den Rillen gefangen war zeigte sich als nicht so schlecht, wie es am Ende verschrien wurde. Waren es auch nicht unbedingt die Black Sabbath von früher, so wurde doch gewohnt qualitativ hochwertig abgeliefert. Der Herr Gillen greift tief in die unterschiedlichen Fassetten seiner Stimmbänder. Toni Iommy spielt die Riff's souverän wie immer. Dasselbe gilt auch für die Rythmussektion (Geezer Butler, Bill Ward und Geoff Nicholls)

Musikalisch geht es schwer und auch gewichtig zur Sache. Hier wechseln sich die typischen schweren Riffs des Herrn Iommy mit der Stimme des Sängers. Es gibt Tempowechsel, langsame und schnelle Titel. Immer im Hintergrund ein stampfender Bass und ein knochiges Schlagzeug. Alles sehr, sehr, dezent untermalt von Keyboards. Gute Zutaten, bei welchem dem geneigten Sabbath-Fan die Tränen in die Augen schießen könnten. So schwer wie sich die Songs des Albums zieh'n, sollte es eben keinen Zweifel geben - hier waren Sabbath am Werk.

Über den langjährigen Deep Purple-Frontman Fans aus deren Pool zu ziehen; diese Überlegung kann man dem Herrn Iommy und seinem Management nicht verdenken. Ganz unbegründet war es ja nicht, da man ja in England 1983 immerhin auf Platz 4 der Chart kletterte. In den USA kam man unter die Top 40. Trotz allem kann man rezensieren, dass das Ergebnis schief ging. Ian Gillan ging nach einer desaströsen Tour im Jahre 1984 doch noch mit Purple andere Wege. Eine wirklich gute Aufzeichnung eines Konzertes zur Tour (inclusive einer unsäglichen Version von Smoke On The Water) wurde auf der zweiten CD der Deluxe Edition veröffentlicht. Hier am 27.08.1983 beim Live At Reading Festival im Königreich wurden die 'Deep Sabbath' mitgeschnitten. Zumindest ist es ein Dokument der Zeit und der Band. Nach dem Weggang vom Ian stand der gute Toni wieder ohne Frontmann (sprich Sänger) da. Ozzy folgte für ein Konzert 1985 und später ein anderer Purple-Jünger; Glenn Hughes.

Was bleibt am Ende? Ein Album mit den besten Absichten und dennoch nichts bezweckt? Nein es war weitaus mehr. Es waren wie so oft andere Sabbath am Werk, deren Schaffen nicht ohne Reiz gewesen ist. Ein durchaus gutes Album, mit manchen Längen wohl, ' aber nicht untypisch. Einzig die Live-Tour war gezeichnet vom Abstand der Fans zur Band und dem Unverständnis darüber, dass sie eine echte Superband auf der Bühne erleben durften. Ob das noch Black Sabbath waren ' darüber streiten sich die Fans noch heute. Für drei Sterne reicht es mir.
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am 4. März 2007
1983 erlebte die Metal Szene eine ihrer spektakulärsten Elefantenhochzeiten. Ian Gillan, seines Zeichens Frontmann der englischen Hard Rock Truppe Deep Purple und Sänger auf so großartigen Werken wie "In Rock" oder "Machine Head", trat Black Sabbath bei. Jener Band, die bis heute für das Genre Heavy Metal steht wie keine andere. Von 1970 - 1978 veröffentlichten die vier Herren aus Birmingham acht Longplayer, die eine ganze Szene prägen und beeinflussen sollten. Nach dem Rausschmiss von Ursänger Ozzy Osbourne übernahm Ex - Rainbow Stimme Ronnie James Dio von 1980 - 1982 für zwei Studioalben dessen Posten und veränderte den Sound der Band maßgeblich. Nun standen nicht mehr progressive, brachiale Riffs und narkotischer Gesang im Vordergrund, sondern fein arrangierte, düstere Doom - Hymnen. Wie sollte also Ian Gillan's Rhythm and Blues Hintergrund zu einer Formation wie Black Sabbath passen?

Diese Frage stellte sich die Fachpresse im Vorfeld der Veröffentlichung unentwegt. Das Ergebnis klang nicht, wie etwa vermutet, nach "Deep Sabbath", sondern erstaunlicherweise nach Black Sabbath in reinster Form. Die drei verbliebenen Urmitglieder Tony Iommi (Gitarre), Geezer Butler (Bass) und der zurückgekehrte Schlagzeuger Bill Ward harmonierten erstaunlich gut mit dem eigenwilligen neuen Sänger. Das "Experiment Gillan" dauerte allerdings nicht sehr lange, nach der Tour zum Album verließ er die Band und kehrte zu Deep Purple zurück, um mit ihnen den Klassiker "Perfect Strangers" einzuspielen.

Die Verbindung Gillan - Sabbath stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Angeblich hatte sich der Sänger erst im Alkoholrausch zu einem Engangement in der Band überreden lassen. Fest steht, dass er mit deren Image nie zurecht kam und auch mit den Texten nichts anzufangen wusste. Das zeigte sich nicht nur auf der Tournee zum Album, als er alte Sabbath - Stücke singen musste, sondern auch auf "Born again". Trotz des sehr wüsten Sounds ließ der Texter Gillan immer wieder Ironie aufblitzen - ein Stilmittel, das im Heavy Metal deplatziert wirkte und einigen Fans sauer aufstieß.
Gleich im krachenden Opener "Trashed", dem schnellsten Titel der LP, zeigte der Sänger, dass er auch im härteren Soundgewand bestehen konnte. Dieser Song war zugleich die erste Single der LP und gilt bis heute als Bandklassiker. Sägende Gitarrenriffs, atemberaubende Soli und ein kreischender Ian Gillan lassen beinahe vergessen, dass hier ein durchaus melodischer Refrain versteckt ist. Ein beeindruckender Ritt auf dem Hexenbesen zum Auftakt.

Nach dem kompakten Beginn wabert ein verhängnisvoller Synthiebrei aus den Boxen. "Stonehenge" nennt sich das zwei minütige Instrumentalstück, das der Vorbote eines wahren Meisterwerkes ist. Nachdem man sich als Hörer schon geistig an eben jenen sagenumwobenen Ort in England begeben hat, kreischt Hexenmeister Ian Gillan derart markerschütternd los, dass einem das Blut in den Adern gefriert. "Disturbing the Priest" ist ein Monument, ein Manifest des Heavy Metal. Eine Gänsehautnummer par excellence. Düsterer, böser und dämonischer haben Black Sabbath nie geklungen. Perfekte Spannungsbögen, fiebrige Strofen und ein wahnsinnig kraftvoller Refrain machen diesen Song zum herausragenden Höhepunkt einer ungewöhnlichen LP. Wie im Rausch zieht es den Hörer hinunter in den verderblichen Höllenschlund und man möchte den Meistern der Finsternis jubilierend folgen.

Die Geschichte zur Entstehung des Liedes ist jedoch weitaus weniger furchteinflößend.
Als Black Sabbath "Born again" einspielten, ließen sie aufgrund der sängenden Hitze im Studio die Türe offen stehen. Dieses störte allerdings den Pfarrer der Gemeinde, dessen Kirche sich direkt gegenüber befand, bei den Proben mit seinem Chor. So entstand der Songtitel "Disturbing the Priest". Eine Geschichte, die zur Verbindung Gillan/Sabbath passte wie die Faust auf's Auge. Er wollte nie dem Düster - Image der Band gerecht werden und tat alles, diesem Eindruck entgegen zu wirken. Erstaunlicherweise war es aber genau er, der die härteste und finsterste LP der Band einsang.

Auf "Disturbing the Priest" folgt mit "The Dark" erneut ein kurzes Instrumental - Intro, das in die brachiale Dampfwalze "Zero the Hero" überleitet. Diese zweite Single walzt sich tonnenschwer durch die Boxen und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Was für ein Monsterriff! Nicht nur bei deisem Stück fällt der eigentümliche Sound der Platte auf. Er klingt derart ungeschliffen und roh, dass bis heute viele Fans verschreckt Abstand von den 9 "Born again" Songs nehmen. Es gibt kaum Mitten zu hören, Schlagzeug und Bass klingen dumpf, verhallt und metallisch, wohingegen die Gitarre in manchmal unangenehm kreischenden Höhen agiert. Für mich bleibt der Sound das einzige Manko einer ansonsten herausragenden LP. Viele Fans merken bis heute an, dass er in seiner Ungeschliffenheit als Stilmittel fungieren und den düsteren Sound unterstützen sollte. Ich aber finde, dass er den Gesamtgenuss an manchen Stellen trübt. Die Musik bleibt dennoch überragend und das Album ein bombastischer, haushoher Monolith im Garten Eden des Metal.

Nach dem spektakulären Beginn schlägt mit dem schnellen Fetzer "Digital bitch" die erste kompaktere Nummer auf. Tony Iommi's Gitarre sägt fies, Bill Ward drischt auf sein Schlagzeug ein, als wäre es sein schlimmster Feind, Geezer Butler's Bass ist nur ganz schwach im Hintergrund zu hören und Ian Gillan kreischt sich kraftvoll durch die sozialkritische Nummer.

Nach all dem brachialen Metal kann man im Titelsong "Born again" eindrucksvoll hören, warum Ian Gillan bis heute als einer ger größten Sänger der Szene gilt. Sanft schmeichelt sich seine Stimme in diesem melancholischen Stück ins Ohr, nur um im verzweifelten Refrain schmerzverzerrt aufzuheulen. Gesangstechnisch ein Meilenstein und im Gegensatz zu den anderen Stücken ein angenehmer Kontrast, der auch nach mehrmaligem Hören heraussticht. Anders als die beiden letzten Titel "Hot line" und "Keep it warm". Sie wirken etwas durchschnittlich und recht traditionell. Es gibt satte Midtempo Riffs und gefällige Refrains zu hören, alles wirkt sehr professionell, aber nicht so erfrischend wie die ersten 7 Titel des Albums.

Was bleibt also nach 41 Minuten? Es bleibt der Eindruck, dass diese Symbiose, obwohl von Beginn an zum Scheitern verurteilt, über die Albumdistanz erstaunlich gut funktioniert hat. Nicht nur die Chartplatzierung gibt mir in dieser Einschätzung recht (Platz 4 im UK). Bis heute gilt "Born again" in Fankreisen als vergessener Schatz in der Black Sabbath Diskographie. Die LP spaltet die Gemüter wie höchstens noch "Dehumanzier" (1992). Viele kommen mit dem sehr brachialen Sound nicht zurecht und finden daher keinen Zugang zu den teilweise sehr sperrigen und wuchtigen Kompositionen. Andere jedoch preisen das Werk als Feuerwerk der Ideen und grandiose Meisterleistung.

Mit Sicherheit ist es ein interessantes Album, das man sich anhören sollte, weil es in seiner Zusammenstellung einzigartig ist. Und weil das Cover als "besondere" Note hervorsticht. Es stammt aus der Feder des Designers "Krusher", der 1983 zeitgleich für Ex - Sabbath Sänger Ozzy Osbourne und dessen frühere Band arbeitete. Um nicht zwischen die Stühle zu geraten, schlug er Tony Iommi das seiner Meinung nach schlimmste denkbare Cover vor, da er Ablehnung erwartete und hoffte, nicht für Black Sabbath arbeiten zu müssen. Doch der Gitarrist zeigte sich von den Entwürfen begeistert und entschied sich für das Cover. Es zeigt einen Säugling mit blutroter Haut auf blauem Hintergrund. Seine Finger zieren gelbe Krallen, aus dem Kopf ragen zwei Teufelshörner, seine Augen blitzen grünlich und die Eckzähne stechen vor wie bei einem Vampir. Ein gleichsam scheußliches wie beeindruckendes Cover. Es soll zeigen: Die größte Metalband der Welt ist auferstanden und sie klingt, wie ihr sie kennt: fies, gemein und dämonisch. Tatsächlich war die Konkurrenz zu Beginn der 80er für die Bands der 70er immens geworden. Besonders aus den USA drängten neue Formationen wie Metallica, Slayer oder Exodus über den großen Teich und manövrierten den klassischen Metal in neue Klanggefilde. Also mussten sich die "alten Hasen" im Gespräch halten und sei es nur durch ein spektakuläres Albumcover.

Ian Gillan äußert sich noch heute abfällig über das Cover und es bleibt ein schaler Nachgeschmack, da kurz vor Erscheinen des Longplayer Ozzy Osbourne's Tochter Aimee geboren wurde und das Bild als böser Seitenhieb auf den ehemaligen Frontmann, der im Streit gegangen war, verstanden werden konnte.

Nach Gillan's Ausstieg 1984 entschied sich Bandkopf Tony Iommi für eine Auszeit von Black Sabbath. Der Sound hatte sich abermals gewandelt und die Truppe schien trotz aller Erfolge am Ende zu sein. Daher veröffentlichte Iommi das Soloalbum "Seventh Star" und erst 1987 erschien mit "The Eternal Idol" und Tony Martin am Mikrofon das 12. Black Sabbath Album. Es klang ganz anders als "Born again". Doch das ist eine andere Geschichte...
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am 16. Januar 2008
Zyniker behaupten, Tony Iommi holte Ian Gillan nur in die Band, damit er endlich auch "Smoke on the Water" spielen konnte (was live auch tatsächlich geschah). Was immer die wahren Gründe für diese Liaison waren, herausgekommen ist ein bemerkenswert interessantes Werk der Sparte Heavy Rock/Metal.

Erinnern wir uns: Ronnie James Dio hatte sich gerade von Sabbath (nicht gerade in Freundschaft) verabschiedet; gleichzeitig brach Gillans eigene Band auseinander. Es gab erste Gerüchte einer Deep Purple - Reunion. Doch noch war es nicht soweit. Also nahm Gillan das Angebot an, neuer Sänger bei Black Sabbath zu werden. Außerdem kehrte Bill Ward auf seinen angestammten Platz hinter den Trommeln zurück.

Gleich der Opener "Trashed" powert los wie vorher "Neon Knights" und "Mob Rules". "Disturbing The Priest" zeigte aber, daß der Stil wieder mehr in Richtung der Ozzy-Werke ging. Ian Gillan ist in absoluter Bestform! Tatsächlich wurde auf der folgenden Tour auf Dio-Stücke verzichtet, und Gillan interpretierte Klassiker wie "War Pigs" oder "Iron Man" mit einer dämonischen Inbrunst, die einen Ozzy neidisch gemacht haben muß. Nach einem kurzen Instrumental kommt das beste Stück: "Zero The Hero" sind über sieben Minuten hypnotische Metal-Power, bei der auch Tony Iommi als Sologitarrist glänzt.

Was dann folgt, fällt qualitativ etwas ab. Hervorheben kann man noch den langsamen Titelsong und das treibende "Hot Line" (wieder Gillan in Hochform).

Fiel dieses Album zur Zeit der Erstveröffentlichung mehr als Kuriosum auf, muß man mit dem zeitlichen Abstand doch seine durchaus vorhandenen Qualitäten anerkennen. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann die etwas basslastige Produktion, die etwas ausgewogener hätte sein können.
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Nach Ozzy und Dio übernahm Ian Gillan das Mikrofon des britischen Heavy Metal- Flaggschiffs, und wie seine Vorgänger ist er einer der profiliertesten und wiedererkennbarsten Sänger überhaupt - nur klingt er so verschieden von Ozzy und Dio wie diese voneinander. Insofern muss man logisch konstatieren, dass BS mit Gillan anders klingen MÜSSEN als vorher. Soweit kein Problem, im Gegenteil: Gillan kreischt seine typischen Linien auf einem Niveau, welches er seit "Child in Time" nicht mehr erreicht hat - der Titelsong wird durch diese durchdringenden Screams zum atmosphärischen Monstertrack der CD. Das Songwriting ist etwas durchwachsen: Zero the Hero ist zu lang geraten, Stonehenge und The Dark sind nur Keyboardgewaber, Digital Bitch bestenfalls mittelmäßig und das Riff zu Hot Line ein Ripoff von Rainbows "All Night long". Dafür gefallen Thrashed, Disturbing the Priest, Keep it warm und der bereits erwähnte Titelsong. Negativ fällt die Produktion auf: Ein dermaßen matschig- breiig- dumpfes Album wie "Born again" ist mir von einer Topband mit Topvertrag sonst nicht bekannt. Da klangen ja die Vorproduktionsdemos besser. Auch das Remastern hat nur wenig geholfen - ich wünsche mir von Herzen einen Remix, gern auch mit overdubbten Gitarrenspuren. Das Artwork ist ausgesucht geschmacklos und hat eine unfreiwillig komische Geschichte - ebenso spinaltapmäßig irre wie die Chronik der anschließenden Tour. Insgesamt gibt's dreieinhalb Sterne von mir, den Ausschlag nach oben gibt der Titelsong, welcher allein die Höchstnote wert ist.
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