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Kundenrezensionen

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am 17. November 2004
„Bandidos" entstand in der Hochzeit des Italowestern, als die „Django"- und „Für eine Handvoll Dollar" - Plagiate nur so aus dem Boden sprossen und sich die Filme des drei Jahre zuvor von Sergio Leone mit seinem ersten Dollar-Film neu geschaffenen Italowestern-Genres oftmals in jeglicher Hinsicht an Qualität unterboten. Glücklicherweise hebt sich „Bandidos" jedoch deutlich von der breiten Masse ab. Wobei er allerdings nicht durchweg dem üblichen Spaghettiwestern-Muster folgt, sondern auch amerikanische Vorbilder einfließen und er fernab vom Klamauk ist, in den diese Filme sehr gern verfallen.
Regisseur Massimo Dallamano war als Kameramann auch an "Für eine Handvoll Dollar" beteiligt, ebenso an dessen Fortsetzung. Als Regisseur drehte er den Skandalfilm "Venus im Pelz", den hierzulande ebenso stark gekürzten wie unterschätzten Giallo "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" und die Giallo-Perle "Der Tod trägt schwarzes Leder", außerdem die Italo-Klassiker "Kaliber 38 - Genau zwischen die Augen" und "Das Bildnis des Dorian Gray".
Das Drehbuch ist besser, durchdachter und bietet mehr Wendungen als es beim Gros der Filme dieses Genres ist.
In der (tragischen) Hauptrolle wirkt mit Enrico Maria Salerno, der in seiner Karriere in 100 Filmen spielte, einer der besten und routiniertesten Schauspieler aus der zweiten Reihe der italienischen Stars und Sternchen mit. Er spielte u.a. auch unter Pasolini's, Argento's und Monicelli's Regie. Und man sieht Salerno diese Routine jederzeit an. Gemessen daran, dass wir es hier „nur" mit einem B-Italowestern zu tun haben, ist der Film schauspielerisch absolut überdurchschnittlich, denn auch die anderen Rollen werden gut gespielt; zumal die Charaktere interessanter und nicht bis ins Lächerliche überzogen sind, wie es leider in so vielen anderen Italowestern der Fall ist. Mit Cris Huerta, Marco Guglielmi, Víctor Israel und vor allem Venantino Venantini als Oberbösewicht sieht man einige altbekannte Gesichter in mehr oder minder großen Rollen.
Auch die deutsche Dialog-Synchronisation weiß zu gefallen und verfällt nicht ins krampfhaft-komische.
Die Kameraführung ist routiniert (Kameramann Foriscot blickt denn auch auf sage und schreibe 131 Film-Arbeiten zurück.)
Bild und Musikuntermalung passen auch zusammen, was in diesem Genre leider auch nicht immer der Fall ist.
Fazit: Der Film an sich ist absolut sehenswert, auch für Nicht-Italowestern-Fans und eigentlich wären vier Punkte absolut gerechtfertigt.
Womit wir bei der DVD-Veröffentlichung angelangt wären. Und da hat „Starmedia", einem Label dass man dank solcher Releases mit Firmen wie Best Entertainment, KSM oder Best Buy gleichsetzen kann, absolut versagt.
Die Bildqualität ist nicht besser als bei einer guten VHS-Kassette. Das Bildformat wechselt vom 2,35:1 (Vorspann und korrektes Bildformat) ins 1,73:1 (der „Rest" des Films und falsches Bildformat), weist einige kleine Defekte auf.
Die Tonspur existiert faktisch und komplett nur als Monospur.
Extras gibt es keine, es sei denn, man zählt ein animiertes Menü mit Filmausschnitten und der Wahl zwischen „Szenenanwahl" und „Film starten" als Extras.
Fazit: unterdurchschnittliches DVD-Release, maximal zwei Punkte.
Insgesamt gesehen sollte jeder Italowestern-Fan zugreifen, zumal der Preis dem DVD-Release angemessen und der Film auf VHS kaum mehr zu finden ist. Mir persönlich wären jedoch qualitativ bessere Veröffentlichungen lieber, die dann auch durchaus teurer sein dürfen. Daher dann auch insgesamt nur drei Punkte.
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am 6. Februar 2006
Bandidos stellt nicht nur das Regiedebüt von Kameramann Massimo Dallamano dar, sondern ist auch seine einzige Regiearbeit im Westernfach. Als Kammeramann war er unter anderem für die beiden "Dollar" Filme von Sergio Leone verantwortlich.
Mit seinem ersten Film gelang ihm ein äußerst spannender und sehr schön photographierter Western. Dank der hervorragenden Darsteller, allen voran Enrico Maria Solerno und Venantino Venantini, und einem außergewöhnlich gutem Soundtrack überzeugt der Film auf ganzer Linie.
Die DVD allerdings überzeugt in keinster Weise. Die Bildqualität ist grauenhaft, zum Glück nicht Vollbild, wie auf der DVD angegeben, und die Tonqualität ist auch alles andere als gelungen.
Leider ist die Neuauflage von NEW auch nicht wirklich empfehlenswert, da die DVD gekürzt wurde, warum auch immer. Bild und Ton sind dafür etwas besser.
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am 4. Februar 2009
Wirklich ein toller Italo-Western bei dem eigentlich alles stimmt. Leider ist Regisseur Massimo Dallamano für seine Kameraarbeiten (z.B. Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr ...) bekannt als für seine Regiearbeiten. Die Geschichte mit ihren Wendungen und der bekannten Schüler-Lehrer Konstellation wird aber vorzüglich erzählt und es wird viel Blei verschossen. Eine der besten Szenen ist gleich zu Beginn. Ein Zug wird überfallen und einem Kunstschützen werden die Hände zerschoßen. Danach folgt eine Kamerafahrt über ein Massaker an den Passagieren dazu eine melancholische Ballade. Solche Szenen gab es nur in Italowestern.
Enrico Maria Salerno zeigt eine der besten Darbietungen des Genre: als alterner Kunstschütze Richard Martin der auf Rache aus ist.

Mit dem einen oder anderen bekannteren Namen würde dieser Western sicher mit den Klassikern dieses Genre in einer Reihe stehen. So wurde auch dieser Geheimtipp unter den Italowestern nur auf einer billigen DVD veröffentlicht. Diese ist aber zumindest uncut, aber die Bildqualität einfach nur schlecht. Trotzdem auch diese miese Veröffentlichung (aber immerhin uncut) hat mir die Freude an dieser Westernperle nicht vermiest.

Für den Film 5 Sterne, für die Qualität der DVD aber nur 1 daher als Gesamtprodukt leider nur 3 Sterne. Trotzdem bleibt es bei dem Schnäppchen Preis und gibt es keine wirklich bessere Veröffentlichung muss der Italowestern-Fan wohl hier zuschlagen.
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am 6. Februar 2016
Den Film "Bandios" zeichnen vor allem die sehr guten Schauspielerleistungen und die überdurchschnittliche Story aus.

Nach einem gelungenen grafischen Vorspann ist der Auftakt mit dem Zugüberfall ziemlich holprig inszeniert. Insbesondere die viel zu hektischen Schnitte fallen hier negativ auf. Auch fallen die Guten wie die Bösen in Massen stets beim ersten Treffer in den Bauch einfach tot um - genretypisch unnrealistisch.
Im Anschluss ist der Film, mit wenigen Ausnahmen, aber handwerklich sorgfältig und atmosphärisch gekonnt inszeniert. Schon die Kamerafahrt entlang des Zuges mit den zahlreichen Opfern ist überdurchschnittlich gut fotografiert. (Das Bild des bis in den Tod Händchen haltenden Paares darf wohl als zynischer Witz interpretiert werden.)

Die Musik erreicht ebenfalls oberen Genrestandard und unterstützt die Handlung gekonnt.
Auch wenn letztere den ein oder anderen nicht gänzlich nachvollziehbaren Sprung aufweist (und die deutsche Synchronisation mäßig ist), darf sie insgesamt als gelungen und durchaus spannend gelten. Die Idee, dass der Held gleich zu Filmbeginn dauerhaft verstümmelt wird und dies nicht durch ein unverhofftes Wunder aufgelöst wird, entfaltet im weiteren Handlungsverlauf ihren Reiz.

Herausragend sind die Leistungen der Darsteller. Enrico Maria Salerno etwa verkörpert die Figur des Kunstschützen sehr tiefgründig: einerseits ist sein Richard Martin sehr charismatisch und empathisch, andererseits aber auch ob seiner Behinderung verbittert und verzweifelt. Terry Jenkins erinnert in seiner Erscheinung frappierend an Terence Hill, erweist sich im Film aber als guter Schauspieler. Schade, dass Jenkins keine größere Karriere vergönnt war. Seinen Ricky Shot stellt er überzeugend als von ehrenwerten Motiven geleiteten, charismatisch-männlichen Cowboy dar, der zunächst eher unfreiwillig, dann aber sehr forciert, zum Revolverhelden wird. Venantino Venantini schließlich zeigt die eindrucksvollste Leistung. Sein Billy Kane mag im Drehbuch vielleicht (zu) eindimensional böse angelegt sein. Venantini aber verleiht ihm durch sein Spiel, durch seine sparsame, aber überaus effektiv eingesetzte Mimik und Gestik eine Abgründigkeit und eine kaltblütige, überlegene Intellektualität, die seine Figur realistisch wirken lässt und beim Zuschauer durchaus Beklemmung auslöst. Für mich ist sein Billy Kane einer der besten Western-Bösewichte überhaupt.

Technisch ist die 2016 neu aufgelegte DVD leider schwach. Das Bild des Vorspanns ist unscharf und verrieselt, zu allem Überfluss flackert es auch noch. Wenigstens das Flackern verschwindet im weiteren Filmverlauf. Der Ton immerhin ist erträglich: die Dialoge sind gut verständlich und die Musik sauber. Der Film hätte zweifellos eine Restaurierung nötig und verdient!

Insgesamt ein sehenswerter, harter Italo-Western mit einem brillanten Venantino Venantini als Bösewicht.
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am 29. April 2016
Vielen Dank, dass jetzt diese alten Abenteuerfilme nach und nach - oft auch erstmals - auf DVD ausgewertet werden.
Ein Genuss für jeden Sammler!
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am 4. April 2010
"Bandidos" ist absolut solide Westernqualität. Der berühmte Kunstschütze Martin trifft seinen ehemaligen Weggefährten Billy Cain wieder. Die beiden haben noch eine Rechnung zu begleichen. Cain zerschießt Martins Hände. Martin lernt einen neuen Kunstschützen an, der an Billy Cain Rache nehmen soll. In diesem Western steht nicht, wie sonst in Italowestern, die Gewalt im Vorgergrund. Vielmehr wird auf zwischenmenschliche Beziehungen eingegangen. Eine spannende Story und gute schauspielerische Leistungen machen diesen Film absolut sehenswert. Für einen Klassiker wie "Leichen pflastern seinen Weg" reicht es zwar nicht aber allemal für einen vergnügleichen Fernsehabend. Das ist immerhin viel wert!
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am 1. September 2004
Vor fast 40 Jahren habe ich diesen Film im Kino gesehen, 4 Wochen nach der ersten Vorstellung mußten wir immer noch über 1 Stunde anstehen um eine Karte zu bekommen, aber es hatte sich gelohnt. Eine neue Art Western hatte die Kinos erobert und der Film wurde zum Welterfolg. Sicher reißt der Film heute niemanden mehr vom Hocker, aber er hat einen absoluten Kultstatus.
Damals hatte ich keine Gelegenheit, also liefere ich die 5 Sterne jetzt nach;-)
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